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Zwei unterschiedliche Schwestern in schweren Zeiten

Die Töchter der Ärztin

Der mitreißende zweite Roman um die beiden unterschiedlichen Schwestern und Ärztinnen Henny und Toni Thomasius, der im Hollywood und Berlin 1929 die Sehnsucht nach Liebe und ein selbstbestimmtes Leben mit den aufregenden medizinischen Neuerungen der Zeit verknüpft.

Berlin, 1929. Die Goldenen Zwanziger gehen zu Ende und die Zeiten beginnen dunkler zu werden. Ärztin Henny steht vor einer schweren Entscheidung: Soll sie ihre erfolgreiche Praxis aufgeben, um ihrem Mann gemeinsam mit den Kindern unter die Sonne Kaliforniens zu folgen? Hollywood hat Victor ein traumhaftes Angebot gemacht. Aber da wird Henny in eine Familienintrige hineingezogen, die alles in neuem Licht erscheinen lässt – und sie fast das Leben kostet. Wer kann ihr jetzt noch helfen? Ihre Mutter Ricarda oder ihre jüngere Schwester? Doch Toni durchlebt einen Strudel der Gefühle, denn ihre große Liebe Adam führt ein Leben voller Risiko.

Für Leserinnen spannender und emotional mitreißender Geschichten über starke Frauen in der nahen Vergangenheit 

Von Helene Sommerfeld ist bei dtv außerdem die Serie über Polizeiärztin Magda Fuchs erschienen.

Bibliografische Daten

EUR 9,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-44227-5
Erscheinungsdatum: 16.11.2023
1. Auflage
464 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Helene Sommerfeld

Helene Sommerfeld ist das Pseudonym eines in Berlin lebenden Autoren-Ehepaars. Ihre Trilogie um die Ärztin Ricarda Thomasius hat ihre Leser mitten ins Herz getroffen und erreichte Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste.

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73 von 73 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.56 von 5 Sternen


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2 - 10 von 73 Leserstimme

isar13 am 22.12.2023 13:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Interessante Fortsetzung einer meiner Lieblingsserien

Vorzeichen einer ZeitenwendeBerlin 1929 - Antonia Thomasius kehrt glücklicherweise aus Afrika zurück und kommt gerade pünktlich zur Hochzeit ihrer großen Schwester Henny. Diese heiratet zum zweiten Mal ihre große Liebe Victor Vandenberg. Ihre Cousine Frieda schwört hingegen durch die Geburt ihrer ungewollten Zwillinge, eine große familiäre Krise herauf! In Berlins Straßen kommt es auch immer häufiger zu politischen Kämpfen, überhaupt wird die Stimmung in Deutschland immer explosiver.Es geht weiter mit der bewegten Familiengeschichte der Familien Thomasius und Freystetten. In „Die Töchter der Ärztin“, neigen sich die golden zwanziger Jahre dem Ende zu und die Tage werden dunkler. Die Ideale des Nationalsozialismus treffen auf die radikalen Ansichten der Kommunisten. Dem Autorenduo mit dem Pseudonym Helene Sommerfeld gelingt es hervorragend, diese unheilvolle Stimmung in die Geschichte einzubringen. Besonders in der familiären Situation der Grafenfamilie Freystetten, verschärfen sich die Fronten immer deutlicher, bis zum finalen Eklat, wobei man sich hier besonders der politischen Stimmung bewusst wird! Die Figuren sind wieder ganz wunderbar beschrieben und charakterisiert. Die Handlung, die vor dem brisanten politischen Dilemma dieser Zeit spielt, kommt hierbei gut zur Geltung und ist prima recherchiert. Ein Teil der Story spielt sogar in Kalifornien, da es Henny mit ihrer Familie über den großen Teich zieht. Dort ist gerade die Filmbranche am Entstehen und Hollywood wird geboren.Mein Fazit:Tolle Fortsetzung der Familiensaga, die sicherlich noch in eine Verlängerung geht! Es sind äußerst spannende Zeiten und wirklich außergewöhnliche Charaktere, ich bin schon sehr gespannt, was sie noch zu erzählen haben:).

hennie am 19.12.2023 22:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Unterhaltsame Fortführung der Reihe

Auch die Fortsetzung von „Die Töchter der Ärztin“ wurde von dem Autorenduo, das sich hinter dem Namen Helene Sommerfeld verbirgt, mit einer interessanten, mitreißenden Story versehen. Antonia Thomasius, die Jüngere der beiden Schwestern, kommt aus Afrika ins heimatliche Berlin zurück.Der Fokus der Geschichte liegt dieses Mal mehr auf den Werdegängen der weitläufigen Familien Thomasius und von Freystätten. In ständig wechselnden erzählerischen Perspektiven gibt es intensive Einblicke nach Amerika rund ums filmische Hollywood, in das gesellschaftliche Leben und in die besorgniserregende politische Entwicklung Berlins Ende 1929 und ins Jahr 1930. In meinen Augen gelang es gut in bildhafter Beschreibung, fiktive Persönlichkeiten mit tatsächlich existierenden, berühmten Menschen der Geschichte zu verbinden. Bis in die Nebenfiguren hinein wurden die Charaktere authentisch dargestellt. Ich fühlte mich hervorragend unterhalten und verbrachte eine schöne Lesezeit.Deshalb kann ich gern diese Fortsetzung empfehlen und bewerte mit fünf von fünf Sternen!

langeweile am 19.12.2023 21:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Die Familiensaga geht weiter

Im nunmehr zweiten Band der „Töchter Reihe “ gibt es ein Wiedersehen mit den altbekannten Protagonisten /Protagonistinnen,aber auch einige neue Personen werden in die Geschichte integriert.Tochter Antonia( Toni) kehrt aus Afrika zurück, und versucht wieder in Deutschland Fuß zu fassen. In der Familie hat sich während ihrer Abwesenheit einiges getan. Ihre Schwester Henny heiratet gerade ihren Mann zum zweiten Mal, nachdem sie erneut Mutter geworden ist,Frieda von Freystetten wird Mutter von Zwillingen,zu der ein Vater fehlt.Dazu kommt die politische Entwicklung,in die auch ein Familienmitglied der von Freystettens auf unrühmliche Weise verwickelt ist.Ein Attentat auf Henny verändert die gesamten Umstände auf dramatische Weise…….Meine Meinung:Ich habe die Reihe vom ersten Band an verfolgt,die Personen sind mir im Laufe der Zeit ans Herz gewachsen.Da sehr viele Personen involviert sind ist das Register zu Beginn sehr hilfreich,außerdem gibt es immer wieder kurz eingestreute Rückblicke in die Vergangenheit.Obwohl ich den Schreibstil des Autorenduos sehr mag, waren es mir hier zu viele Nebenstränge,die das Lesen etwas erschwerten.Außerdem wurde dem medizinischen Anteil zu wenig Aufmerksamkeit eingeräumt.Gut gefallen hat mir die Einbeziehung der politischen Aspekte,insbesondere in Bezug auf den stark wachsenden Einfluss der Nazis.Trotz kleiner Kritikpunkte vergebe ich vier Sterne und eine Leseempfehlung.

solengelen am 18.12.2023 19:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Gelungenen

Da ich bereits den Vorgänger gelesen habe, war ich gespannt auf den neuen Teil. Das Cover passt zur Reihe und hat somit einen hohen Wiedererkennungswert. Der Schreibstil ist wie immer flüssig, bildhaft und gut lesbar. Ich war sofort wieder in der Geschichte. Toni ist wieder da, was ist ihr in Afrika passiert? Ein Flugzeugabsturz und dann? Ich war sofort sehr neugierig mehr zu erfahren und nicht nur von ihr, sondern auch von den anderen mir bereits bekannten Charakteren und natürlich auch neuen Protagonisten.Da ich schon einige Charaktere kennenlernen durfte, hatte ich diese sofort wieder vor Augen. Aber auch die neuen „Mitspieler“ sind wieder anschaulich beschrieben und reihen sich ins Geschehen ein.Die Autorin bringt hier erneut verschiedene Charaktere mit unterschiedlichen Intensionen zusammen. Sie beschreibt nicht nur die damalige Zeit und die damit einhergehen Hürden, die Frauen überwinden mussten, sondern auch die unterschiedlichen Motive bzw. Umsetzungen der beruflichen Grundlagen.Da ich bereits ein Buch der Reihe kannte, bin ich sofort wieder mitten in die Geschichte eingestiegen. Ich liebe es, wenn Geschichten weitergehen, aber auch ohne Vorkenntnisse wäre ich gut in das Buch gekommen, dank der guten Beschreibung der Autorin.Auch für dieses Buch gebe ich wieder eine klare Leseempfehlung und fünf Sterne.

cybergirl am 18.12.2023 09:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Die Ärztinnen Saga geht weiter

Klappentext:Berlin, 1930. Voller Zuversicht gehen die Töchter der berühmten Ärztin Ricarda Thomasius in das neue Jahrzehnt: Henny wird noch einmal Mutter und will gemeinsam mit ihrem Mann Victor und den beiden Kindern in Kalifornien leben. Die zehn Jahre jüngere Toni kehrt voller Tatendrang aus Afrika zurück, um die Praxis ihrer Schwester zu übernehmen und neues Glück in der Liebe zu finden. Ein Attentat auf Henny verändert mit einem Schlag alles. Die selbst zutiefst geschockte Toni muss ihrer Nichte Vicky beistehen.„Die Töchter der Ärztin – Zeit der Hoffnung ist der 2. Band der Reihe„Die Thomasius-Schwestern“ von Helene Sommerfeld.Mit dem ersten Band ging die Ärztinnen Saga zur nächsten Generation über.Helene Sommerfeld steht als Pseudonym für ein Autorenpaar.Bekannt sind mir die Autoren schon von der Ärztinnen Reihe und der Reihe um die Polizeiärztin Magda Fuchs.Beides zwei tolle und fesselnde Buchreihen, die ich gerne gelesen habe.Über drei Bände habe ich die Ärztin Ricarda Thomasius begleitet und dar jetzt schon ihre Töchter im 2. Band begleiten. Sie sind mir alle schon zu Freundinnen geworden.Antonia kommt aus Afrika zurück, dafür entschließt sich Henny nach Kalifornien zu gehen. Toni übernimmt ihre Praxis in Berlin.Es gibt also auch in diesem Band wieder zwei Schauplätze.Im 2. Band begleiten wir die Charaktere in den Jahren 1929 und 1930.Die Geschichte ist sehr fesselnd und abwechslungsreich geschrieben.Die Charaktere sind sympathisch und richtig lebendig.Die verschiedenen Perspektiven aus denen erzählt wird machen die Geschichte facettenreich.Das Autorenpaar hat einen flüssigen und lockeren Schreibstil.Dabei spiegeln sie die Zeit der Handlung sehr authentisch wider.In der Geschichte begegnen den Leser*innen bekannte Persönlichkeiten wie Vicky Baum deren Roman „Menschen im Hotel“ vor der Verfilmung steht. Aber auch Filmstars wie Heinz Rühmann und Marlene Dietrich begegnen uns.Auch die politische Situation in Deutschland fließt in die Geschichte ein. So erlebt man durch Graf Franz von Freystetten und seine Ziele wie sich die Führung des Landes verändert und wie zwiegespalten die Menschen sind. „Die Töchter der Ärztin – Zeit der Hoffnung“ hat mich wieder sehr gut unterhalten.

s.fischer79@yahoo.de am 17.12.2023 21:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Die Fortsetzung

Es geht um die Familie Thomasius, ihre Geschichte geht mit diesem Buch endlich weiter. Diesmal geht es hier um die Töchter Henny und Toni. Toni kommt aus Afrika zurück, freut sich auf ihre Eltern und findet ein leeres Haus. Sie fährt nach Freystetten, wo ihre Schwester Henny gerade wieder ihren Ex Mann heiratet, der Regisseur ist und einen Film veröffentlicht, der später sogar in Hollywood spielen soll, wobei Henny ihre Praxis aufgegeben muss und dann schlägt das Schicksal zu. Toni lernt einen Mann kennen, der Kommunist ist und aus Amerika kommt, er lebt sehr gefährlich, da er sich lieber zusammen schlagen lässt, anstelle sich zu wären oder zu türmen. Das ganze spielt 1929/1930 eine gefährliche Zeit, da die NSDAP langsam an die Macht kommt, und so gibt es für beide Töchter und ihre Familien ein Schicksalsschlag nach den anderen. Im Grunde eine sehr spannende und interessante Zeit, hin und wieder ein bisschen langatmig, aber wer die anderen Bücher gelesen hat, muss dieses Buch lesen.

ikatzhorse2005 am 17.12.2023 17:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Turbulente Zeiten

Die Töchter der Ärztin Zeit der Hoffnung Bd. 2 von Helene Sommerfeld„Deine Schwester heiratet nun schon zum zweiten Mal“, stellte Tante Rosel fest. „Wird es bei dir nicht Zeit, es zum ersten Mal zu versuchen?“......Celia wollte Rosels Frage offensichtlich nicht unbeantwortet lassen: „Nicht die Zeit sollte entscheiden, wann eine Frau heiratet, sondern einzig und allein ihr Herz.“„Wie viele Ehen haben Sie bereits hinter sich, meine Liebe?“, stichelte Rosel.„Genügend, um zu wissen, wovon ich spreche.“ Celia lachte entwaffnend und hakte sich bei Antonia ein. S.64Ich musste mich erst einmal an die vorangegangenen Geschehnisse erinnern. Dies gelingt allerdings leicht durch den wunderbaren Erzählstil des Autorenpaars. Durch gezielte Rückblicke und Erläuterungen ist man schnell zurück in der Geschichte um die Familie Thomasius und Freystetten.Die Goldenen Zwanziger neigen sich dem Ende zu und es stehen unruhige Zeiten bevor. Die Situation in Deutschland ist geprägt von politischen Unsicherheiten und wirtschaftlichen Problemen. Die Ungleichheiten auf Berlins Straßen und das Wegschauen der Polizei befördern das Handeln der Schlägertrupps der SA. Konflikte zwischen den Nationalsozialisten und den Kommunisten gehören mittlerweile zum alltäglichen Bild der Stadt. Antonia durchlebt diese Angst um ihren lieben Adam, der in Berlin ein Leben in hohem Risiko führt. Des weiteren spalten sich die familiären Lager angesichts der politischen Gesinnung und Ansichten. Dies geht nicht spurlos an der Familie vorbei und es erwarten den Leser atemraubende Turbulenzen.Die Abwechslung durch unterschiedliche Handlungsorte hat in den vorangegangenen Erzählungen schon sehr gut funktioniert und sorgt für Spannung und einen runden Lesefluss.Daher könnte es im zweiten Handlungsstrang um Henny in Kalifornien nicht gegensätzlicher zu Berlin ablaufen. Dort trifft man auf eine relativ heile Welt und das Filmgeschäft mit zahlreichen historischen Persönlichkeiten. Auch Marlene Dietrich ist mit von der Partie und bekommt entsprechenden Raum in der Geschichte.Auch für die älteren Familienmitglieder tritt die ersehnte Ruhe noch nicht ein. Ricarda hat ihre Praxis aufgegeben und kümmert sich rührend um die kleinen und großen Sorgen ihrer Lieben.Fazit: Ein durch und durch gelungener Roman und eine spannende Fortsetzung des großen Familienepos um Ricarda und ihre Töchter. Seite um Seite hat mir der bildgewaltige Schreibstil von Helene Sommerfeld kaum eine Verschnaufpause gegönnt. Daher freue ich mich auf den dritten Teil!

astrid67 am 17.12.2023 14:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ärztinnen in den 30er Jahren

Es handelt sich hier um das zweite Buch aus der Reihe von Helene Sommerfeld „Die Töchter der Ärztin“. Somit bin ich völlig unvoreingenommen an das Buch heran gegangen und kannte auch die Charaktere nicht. Aber schon sie Leseprobe hat mich durch den geradlinigen Schreibstil direkt in ihren Bann gezogen. Das Buch war gut und flott zu lesen, ich hatte es in wenigen Tagen zu Ende.Es ist das Ende der Goldenen Zwanziger. Ricarda und ihre beiden Töchter Henny und Antonia sind alle drei als Ärztinnen aktiv. Henny ist die Ruhigere und Besonnenere der beiden Töchter, Antonia ist gerade heraus und nimmt kein Blatt vor den Mund. Nach ein paar Jahre in Afrika kehrt Tonia nach Berlin zurück. Hier muss sie sich entscheiden - praktizieren oder forschen?Henny, sie praktiziert in ihrer eigenen Praxis, steht kurz vor dem Umzug nach Amerika.Eine Intrige durch Ricas Neffen Franz von Freystetten, der überambitioniert in der falschen Politik Karriere macht, und eine unglückliche Verwechslung kosten Henny bei einem Überfall fast das Leben.Jeder der einzelnen Charaktere hat sein einzelnes Päckchen zu tragen, aber für alle wendet sich letztendlich alles wieder zum Guten.Ich hoffe es gibt weitere Fortsetzungen, denn ich möchte sehr gerne wissen wie es mit Ricarda und ihren Töchtern weiter geht.Das Cover hat mir sehr gut gefallen, es passt meiner Meinung nach perfekt.Für mich hat in diesem Buch rundum alles gepasst und daher gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.

butterfly72 am 16.12.2023 21:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Zeit der Hoffnung

Berlin, 1930:  Antonia hat Afrika verlassen und kehrt zu ihrer Familie nach Berlin zurück. Zuhause angekommen, muss sie feststellen, dass in den letzten beiden Jahren so einiges passiert ist und sich viel getan hat, nicht immer zum Guten. Ausserdem muss sie sich entscheiden, wie es mit ihr beruflich weitergehen soll. Geht sie in die Forschung oder soll sie praktizieren? Henny hat Victor erneut geheiratet und steht kurz vor einem Umzug nach Amerika. Dann passiert etwas Schlimmes und das Leben aller wird auf den Kopf gestellt. Politisch ist die Lage in Berlin sehr angespannt und gleicht einem Pulverfass.Das ist der zweite Teil aus der Reihe über die Töchter von Ricarda Thomasius, Antonia und Henny. Laut Helene Sommerfeld wird es einen weiteren Teil geben, der im nächsten Jahr erscheinen soll. Ich habe mich so gefreut auf die Fortsetzung und war gespannt, wie es mit Toni und Henny und allen anderen weitergeht. Allerdings ist mir der Einstieg dann doch schwerer gefallen als erwartet. Woran lag es? Ich weiß es nicht. Es hat jedenfalls eine Weile gebraucht, bis mich dieser Teil auch endlich gepackt hat. Den Anfang empfand ich als äußerst zäh und mühsam.Im Vergleich zu den vorigen Teilen haben mich dieses Mal vor allem die Geschichten der Nebenfiguren berührt und nicht die von Toni und Henny, wobei Henny einige Sympathiepunkte gutmachen konnte, da sie zugänglicher war als sonst. Es waren insbesondere Sophie und Georg, aber auch Vicky und Frieda, mit denen ich mitgefiebert habe. Und Celia bekam ebenfalls mehr Raum. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Siegfried gehört zu meinen Favoriten und er kommt weiterhin viel zu kurz. Seine ehrenamtliche Tätigkeit mit den Veteranen sollte ebenfalls beschrieben werden, so wie man es auch mit Rica macht. Zu Toni konnte ich dieses Mal keine richtige Verbindung finden. Sie war ziemlich unnahbar. Einerseits war es verständlich, weil sie noch nicht mit Afrika abschließen konnte. Das war schade. Unnahbar war auch Freystetten aufgrund der familiären Situation und politischen Einflüsse. Die Wärme dort fehlte mir.Das Setting wechselt regelmäßig sehr bildhaft zwischen  München, Berlin, Freystetten und Amerika.Eine gelungene Fortsetzung mit wechselnden Settings und spannenden Haupt- und Nebenfiguren. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. Ich freu mich auf die Fortsetzung im nächsten Jahr.

niniste am 15.12.2023 21:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Äußerst gelungene Fortsetzung - ein Highlight

Nachdem ich von Helene Sommerfeld bereits die Reihe ,, Die Ärztin " und den ersten Band ,, Die Töchter der Ärztin- Zeit der Sehnsucht " regelrecht verschlungen habe, wartete ich sehnsüchtig auf die Fortsetzung. Endlich ,, Zeit der Hoffnung " erschienen und ich konnte wieder in das Leben der Familien Thomasius und von Freystetten eintauchen. Inzwischen befinden sich die Protagonisten im Jahr 1929. Wer den vorherigen Teil nicht kennt, wird durch das Personenverzeichnis am Anfang , den Stammbaum in der hinteren Klappeninnenseite und auch kurze Rückblicke den Überblick behalten. Antonia ( Toni ) kehrt nach einem Unfall aus Afrika nach Berlin zurück. Sich dort wieder einzuleben ist gar nicht so einfach. Doch mit den richtigen Menschen und der Familie an der Seite kann es gelingen. Für ihre Mutter Ricarda ist der wohlverdiente Ruhestand in Sicht , während es womöglich für Henny mit ihrem Mann Victor und den Kindern in Hollywood eine Zukunft gibt. Die politischen Entwicklungen in Deutschland und das Erstarken der Nationalsozialisten bringen Schwierigkeiten , Unruhe und Gefahren für die Familie mit sich. Was werden Ricarda und ihre Töchter Henny und Toni mit ihren Familien erleben? Werden sie alle Hürden überwinden und ein glückliches, zufriedenes Leben führen ? Helene Sommerfeld, ein Berliner Autoren-Ehepaar , hat mich mit dieser Geschichte wieder von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann gezogen. Mit ihrem leichten und flüssigen Schreibstil fliegen die Seiten nur so dahin. Der äußerst mitreißende und spannende Erzählstil, mit absolut lebendig und authentisch dargestellten Protagonisten, sowie den bildhaften Beschreibungen von Berlin und Hollywood, ließen mich tief in die Geschichte eintauchen. Es fiel mir sehr schwer , das Buch aus der Hand zu legen. Durch die abwechselnden Erzählperspektiven konnte ich mich jederzeit in die Gedanken und Gefühle der Personen hineinversetzen. Ich habe so sehr mit den liebgewonnenen Protagonisten mitgefiebert, mich gefreut , gezittert und gehofft, daß alles gut wird. Die Einblicke ins politische Geschehen und das Leben in Hollywood mit seiner Kinowelt , wo der Leser auch auf berühmte Persönlichkeiten, wie Marlene Dietrich, Heinz Rühmann oder die Schriftstellerin Vicky Baum trifft, sind wunderbar mit der Geschichte verknüpft. Eine fantastische Zeitreise in die 30er Jahre, mit ganz viel Drama, Liebe und Einblicke in die Medizin. Diese äußerst spannende , abwechslungsreiche und hervorragend gelungene Geschichte um die Ärtzin Ricarda Thomasius und vor allem um ihre Töchter Henny und Toni hat mit absolut begeistert. Ich würde mir wünschen, daß die Reihe noch weitergeht. Von ganzem Herzen eine uneingeschränkte Leseempfehlung für dieses Highlight.