Drei Leben

Erinnerungen

Als Zeitzeuge des Holocaust wurde Max Mannheimer für seinen Kampf gegen das Vergessen vielfach ausgezeichnet und geehrt. Hier erzählt er zum ersten Mal die ganze Geschichte seines Lebens.

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»Ich konnte nie hassen.«
Drei Leben

Max Mannheimer verbringt eine unbeschwerte Jugend in einem Städtchen in Mähren. Ab Mitte der 30er-Jahre werden dort erste Zeichen eines politischen Umschwungs spürbar. Im Oktober 1938 erfolgt der »Anschluss« des Sudetenlandes, die deutsche Wehrmacht marschiert ein. Das alte Leben ist zu Ende. Zusammen mit vielen anderen Juden wird die Familie gezwungen, ihre Heimat zu verlassen und sich ein neues Zuhause zu suchen, Einschränkungen und Schikanen nehmen zu. 1943 werden sie nach Auschwitz deportiert. Die Eltern, drei Geschwister und Mannheimers Ehefrau werden ermordet. Sein jüngerer Bruder und er überleben weitere Deportationen in die KZ Warschau und Dachau. Nach der Befreiung beginnt das dritte Leben. Max Mannheimer gründet eine Familie und verdrängt lange die Leidenszeit. Nach dem Tod seiner zweiten Frau, die für den Widerstand tätig war, schreibt er seine Erinnerungen an den Holocaust nieder. Als ›Spätes Tagebuch‹ wurden sie weltweit bekannt.  

Bibliografische Daten
EUR 7,99 [DE]
ISBN: 978-3-423-41673-3
Erscheinungsdatum: 01.12.2012
2. Auflage
224 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt
Max Mannheimer

Max Mannheimer, geboren 1920 in Neutitschein/Tschechoslowakei, wurde 1943 nach Theresienstadt und Auschwitz, 1944 nach Dachau deportiert. Nach der Befreiung kehrte er zunächst in seine alte Heimat zurück, ließ sich dann jedoch entgegen seinem festen Vorsatz zusammen mit seiner neuen Familie in Deutschland nieder. Seit vielen Jahren hält er in Vorträgen und Reden die Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus wach. Für seinen Kampf gegen das Vergessen und für die Demokratie wurde er vielfach ausgezeichnet und geehrt: Chevalier de la Légion d'Honneur (1993), Waldemar-von Knoeringen-Preis (1994), Ehrendoktorwürde der LMU München (2000), Oberbayerischer Kulturpreis (2005), Bundesverdienstkreuz, Bayerischer Verdienstorden, Bayerische Verfassungsmedaille in Silber und Gold, Ehrenbürger von Neutitschein (2009), Ehrenmitglied der Israelitischen Kultusgemeinde München (2010), Europäischer Karlspreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft (2012). Als Maler expressionistischer Werke ist er unter dem Namen ben jakov bekannt.

 

Marie-Luise von der Leyen hat Max Mannheimers Erinnerungen aufgezeichnet. Sie studierte Theatergeschichte, Germanistik und Soziologie, absolvierte die Deutsche Journalistenschule, war Redakteurin beim ›Stern‹ sowie Text- und Kulturchefin bei ›Vogue‹ und lebt bei München. Diverse Veröffentlichungen, zuletzt ›Berühmte Väter und ihre Kinder. Ich wäre glücklich gewesen, dich als Freund zu haben‹ (2011).     

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Marie-Luise von der Leyen
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