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Eine verlassene Psychiatrie und ein mysteriöser Leichenfund: Die schwedische Bestseller-Serie geht weiter!

Eisenblume

Eine verlassene Psychiatrie

Oktober 1987. Aus der psychiatrischen Klinik St. Lars verschwinden der 23-jährige Tommy Svensson und die psychisch instabile Ann-Louise Sparre, 17. Hinweise auf ein Gewaltverbrechen gibt es nicht.

Ein schrecklicher Leichenfund

35 Jahre später wird in der ehemaligen Klinik – das Gebäude ist längst zur Ruine verfallen – ein verwester Leichnam gefunden, in eine Wand eingemauert: Tommy Svensson, gestorben an Herzstillstand, angeblich aufgrund einer Überdosis Beruhigungsmittel.

Ein nervenzerfetzender Falll für das ungleiche Duo Fredrika Storm und Henry Calment

Fredrika Storm und Henry Calment rollen den Fall wieder auf, auch wenn die Spurenlage mehr als dürftig ist, befragen den früheren Klinikleiter, Ärzte und Pfleger. Was ist in der Oktobernacht passiert? Sie ernten nur Schulterzucken, keiner weiß etwas, keiner erinnert sich.

Dieser Cold Case deckt Abgründe auf

Fredrika und Henry sind überzeugt: Sie lügen alle! Während die beiden Ermittler sich mühsam in die Vergangenheit graben, gibt es einen weiteren Toten: Roger, seinerzeit Pfleger in St. Lars. Was wusste er, das ihm den Tod brachte? Welche Vorfälle in der Klinik werden seit Jahrzehnten vertuscht?

Mit ›Eisenblume‹ gelang Frida Skybäck der Durchbruch in Schweden – jetzt erobert ihre Serie auch die deutschen Spannungsfans:

»Die schwedische Bestsellerautorin Frida Skybäck hat mit ›Eisenblume‹ einen Kriminalroman geschrieben, der tief unter die Haut geht. Es ist der zweite Band der Fredrika-Storm-Reihe, mit atmosphärischer Dichte und psychologischem Feingespür sorgt er für Gänsehaut – mitten im Sommer.« boersenblatt.net 
»Unmöglich zur Seite zu legen. Gut konstruiert und gut geschrieben.« @bokfilosoferna

Über Band 1: ›Schwarzvogel‹:

»Hochspannender erster Fall für Fredrika Storm, dem hoffentlich noch viele weitere folgen werden.« Mainhattan Kurier

Bibliografische Daten

EUR 17,00 [DE] – EUR 17,50 [AT]
ISBN : 978-3-423-26429-7
Erscheinungsdatum: 10.07.2025
2. Auflage
432 Seiten
Format : 13,6 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Schwedischen von Julia Gschwilm
Autor*innenporträt

Frida Skybäck

Frida Skybäck, 1980 in Göteryd geboren, hat als Autorin längst internationale Bekanntheit erreicht. Sie lebt mit ihrer Familie im südschwedischen Lund, wo ihre Krimiserie um die junge Polizistin Fredrika Storm spielt.

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Übersetzer*innenporträt

Julia Gschwilm

zur Übersetzer*innen Seite
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120 von 120 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.48 von 5 Sternen


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9 - 10 von 120 Leserstimme

stuttgartliest am 28.06.2025 11:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Interessanter Fall

Ich habe Schwarzvogel, den erste Teil der Reihe, schon vor längerer Zeit gelesen und konnte mich nicht mehr wirklich an den Inhalt und die Personen erinnern. In den zweiten Teil habe ich trotzdem gut reingefunden, da die wichtigsten Aspekte (auch die Auflösung des ersten Falls!) am Anfang aufgegriffen werden. Man kann das Buch also meiner Meinung nach auch ohne den ersten Teil lesen, empfehlen würde ich es aber trotzdem der Reihe nach.Das Buch hat mich mit seinem angenehmen Schreibstil und dem interessanten Fall aus einem kleinen Lesetief geholt. Für mich ist es nicht das spannendste oder beste Buch des Jahres, aber es ist ein solider Krimi, den ich spätestens nach der Hälfte nicht mehr aus der Hand legen wollte. Obwohl das Privatleben der beiden Hauptermittelnden thematisiert wird, hätte ich mir ein wenig mehr Tiefe bei den Charakteren gewünscht. Insgesamt hätte das Buch für meinen Geschmack ein bisschen mehr Spannung vertragen können, aber es ist nun mal kein Thriller. Bei der Auflösung bin ich mir gerade noch nicht sicher, ob ich damit zufrieden bin. Einen Teil hatte ich schon erwartet, aber insgesamt war das Ende nicht ganz das, was ich erwartet hatte.

annago am 28.06.2025 09:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Spannend

Der zweite Fall für Fredrika Storm und Henry Kalment hat mich – wie schon der erste – direkt gepackt. Ich finde es sehr angenehm, dass die Geschichte ganz aus der Sicht der beiden Ermittler erzählt wird. So bleibt man nah an ihnen dran, ohne dass es durch ständige Perspektivwechsel unübersichtlich wird. Was mir besonders gefallen hat: Fredrika und Henry sind keine überzeichneten Helden, sondern Menschen mit Ecken und Kanten, mit Vergangenheit und persönlichen Themen, die immer wieder auch in die Ermittlungsarbeit hineinspielen. Dadurch wirken sie glaubwürdig und greifbar. Der Fall selbst ist düster und vielschichtig. Es geht um einen Mord, der Jahrzehnte zurückliegt und mit einer ehemaligen psychiatrischen Anstalt zu tun hat. Lange tappt man – gemeinsam mit den Ermittlern – völlig im Dunkeln. Nur ganz langsam kommen Hinweise ans Licht, die sich erst spät zu einem Ganzen fügen. Dabei bleibt die Spannung durchgehend hoch. Besonders bedrückend fand ich den Hintergrund der Tat, der in Zusammenhang mit dem Umgang mit psychisch kranken Menschen steht. Allerdings hätte ich mir da eine etwas stärkere Auseinandersetzung gewünscht – das Thema wird eher gestreift als wirklich vertieft. Insgesamt ein sehr gut lesbarer Krimi mit einer dichten Atmosphäre, zwei sympathisch-unperfekten Ermittlern und einer komplexen Geschichte, die sich ganz allmählich entfaltet. Genau die richtige Mischung aus Spannung und Menschlichkeit.

waterlilly am 27.06.2025 17:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Endlich Band 2

Endlich geht die Krimireihe um Fredrika Storm in Deutschland weiter! Nachdem mir „Schwarzvogel“ 2023 so sehr gut gefallen hatte, habe ich gelauert, dass endlich mehr Bücher erscheinen, zumal in Schweden schon 4 Stück veröffentlicht wurden. Diesmal geht es um einen Cold Case, in den durch Zufall wieder Bewegung kommt. Zwei Jugendliche verschaffen sich Zugang zu einer alten psychiatrischen Klinik und machen eine grausige Entdeckung. Die Polizei rollt daraufhin den Fall um zwei junge Patienten, die in den 80er Jahren aus der Klinik verschwunden sind, neu auf. Doch die Ermittlungen gestalten sich mehr als zäh. Die Unterlagen von damals geben wenig her und die Zeugen hüllen sich entweder in Unwissenheit oder sind unauffindbar. Der Fall war nicht nur für die Protagonisten undurchsichtig, sondern auch für mich. Ich hatte eine wage Idee, aber keine wirkliche Theorie, außer, dass viele Leute an dieser Vertuschung beteiligt sein müssen. Ich konnte sehr gut nachempfinden, wie zermürbend es für die Ermittler war, an diesem Fall zu arbeiten, bei dem einfach nichts vorwärts gehen wollte. Tatsächlich hätte ich mir gewünscht, dass es die ein oder andere kleine Enthüllung zwischendurch doch schon mal geben würde. Insbesondere den Arbeitsstil der Rechtsmedizinerin fand ich ausgesprochen nervig. Sicherlich wird die Geschwindigkeit, mit der erste Aussagen getroffen werden, in Krimis häufig unrealistisch schnell dargestellt. Aber diese Rechtsmedizinerin benötigt ungefähr eine Woche / das halbe Buch, um überhaupt das Geschlecht der Leiche festzustellen. Das hat mich halb in den Wahnsinn getrieben. Sowohl Fredrika als auch Henry mochte ich wieder ausgesprochen gerne. Beim Lesen bin ich immer wieder aufs Neue überrascht, dass Henry Polizist ist, denn durch sein wohlhabender Gentleman Auftreten wirkt er für mich eher wie ein Privatdetektiv im Stil von Sherlock Holmes. Ich hoffe, dass wir Fredrikas Freund Jonas bald loswerden und auf eine Romanze zwischen Fredrika und Henry hoffen dürfen. Insgesamt hat mir „Eisenblume“ gut gefallen. Das Setting mit der alten psychiatrischen Anstalt war interessant. Trotz des sehr ruhigen Erzähltempos war mir zu keiner Zeit langweilig, dennoch hätte ich mir etwas mehr Spannung gewünscht. Deswegen gibt es von mir nur 4 Sterne.

meldsebjon am 27.06.2025 16:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Cold Case

Zwei Teenager stoßen zufällig auf eine Leiche, als sie einen Lost Place aufsuchen, um den sich gruselige Geschichten ranken. Wie man sieht, haben diese Legenden einen wahren Kern. Früher war das Gebäude nämlich eine psychiatrische Klinik, in der vor Jahrzehnten zwei Patienten spurlos verschwunden sind. Natürlich liegt die Vermutung nahe, dass es sich bei der gefundenen Leiche um eine dieser Personen handelt. Allerdings dauert es eine Weile, bis in dieser Hinsicht Ergebnisse vorliegen. Fredrika Storm und ihr Partner Henry Calment ermitteln gegen einige Schwierigkeiten an und decken einige Ungereimtheiten aus den damaligen Ermittlungen auf. Angehörige der damaligen Patienten bauen Druck auf und behindern gleichzeitig die Ermittlungen, ebenso wie die Presse und eine private "Ermittlergruppe". Leicht wird es dadurch nicht, auch wenn aus diesen Kreisen manchmal nützliche Hinweise auftauchen. Erschreckend die Berichte der damaligen Behandlungsmethoden in der Psychiatrie. Als Leser ist man immer auf dem Stand der Ermittler und kann gar nicht anders, als mitzudenken, was dem ausgezeichneten Schreibstil der Autorin geschuldet ist. Am Ende gibt es dann aber doch eine etwas überraschende Auflösung.Dieser Fall ist der zweite des Ermittlerduos. Auf den ersten Fall wird gelegentlich Bezug genommen, was sicher von Lesern des ersten Falles sofort verstanden wird, was den Lesefluss für neue Leser aber nicht beeinträchtigt. Eine klare Leseempfehlung also für beide Gruppen.

mel3003 am 27.06.2025 13:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Guter Krimi

In ihrem zweiten Fall sind Frederika Storm und Henry Calment auf den Spuren eines Cold Case unterwegs. In einer ehemaligen Psychatrie wird eine Leiche in der Wand gefunden. Die Verbindung zu einem alten Fall, in dem zwei Personen aus der Psychatrie verschwunden sind, scheint offensichtlich. Frederika und Henry haben jedoch Probleme, Spuren zu finden. Zudem werden die Ermittlungen von außen erschwert.Die Ermittlungen führen zu einem düsteren Fall. Sie gestalten sich jedoch etwas zäh und so liest sich das Buch auch stellenweise etwas zäh. Ein höheres Tempo hätte der an sich spannenden Geschichte gut getan. Das Privatleben der beiden Ermittler bringt etwas Abwechslung und lässt einigen Spielraum für eine Fortsetzung der Reihe. Guter Krimi mit interessanten Ermittlern, bei dem es jedoch noch etwas Luft nach oben gibt.

lesepixie am 26.06.2025 14:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Spannend und mysteriös

Der Einstieg in diesen Roman ist morbide und spannend. Zwei Teenager gehen zu einem "Lost Place", einer alten, verlassenen psychiatrischen Klinik, in der vor vielen Jahren zwei Patienten spurlos verschwanden. Dabei entdecken sie eine in Folie verpackte Leiche. Handelt es sich dabei um eine der vermissten Personen? Wenn ja, welche? Wie kam die Leiche in die Wand, in der sie nun gefunden wurde? Wer ist der Mörder? Wo ist die andere vermisste Person? Fragen über Fragen, die es zu klären gilt. Als Fredrika Storm und Henry Calment die Ermittlungen übernehmen, werden diese durch verschiedene Faktoren erschwert:1. Die Polizei hat damals beim Verschwinden der Patienten wohl sehr schlampig gearbeitet.2. Zum Schutz der Patienten fehlen viele Daten.3. Henry und Fredrika haben sehr unterschiedliche Herangehensweisen. Während Fredrika ungeduldig manchmal wie der Elefant im Porzellanladen agiert, will Henry behutsam mit Rücksicht auf die Gefühle anderer vorgehen.4. Die Polizei unterliegt Zwängen, die die gründliche und schnelle Arbeit manchmal verhindern.5. Es gibt private Ermittlergruppen, die ungeduldig sind.6. Die Presse baut Druck auf.7. Und nicht zuletzt: Unsere Ermittler haben das Gefühl, dass einige Befragte wichtige Informationen zurückhalten und sich bei den Aussagen abgesprochen haben. Aber warum?So tappt man als Leser sehr lange genauso im Dunkeln wie Fedrika und Henry. Ich hatte schon den ersten Fall für Fredrika Storm (Schwarzvogel) gelesen. Damals fand ich ihre persönliche Involviertheit und die Vielzahl der Verdächtigen, die nacheinander präsentiert wurden, störend. Diesen zweiten Fall konnte ich deutlich mehr genießen, auch wenn diesmal praktisch kein Verdächtiger auftauchte - von kurzen Verdachtmomenten einmal abgesehen. Erst gegen Schluss hin, kommen erste Vermutungen. Als aber am Ende alles aufgeklärt wird, birgt die Lösung immer noch Überraschungen.2. Zum Schutz der Patienten fehlen viele Daten.3. Henry und Frederika haben sehr unterschiedliche Herangehensweisen. Während Frederika ungeduldig manchmal wie der Elefant im Porzellanladen agiert, will Henry behutsam mit Rücksicht auf die Gefühle anderer vorgehen.4. Die Polizei unterliegt Zwängen, die die gründliche und schnelle Arbeit manchmal verhindert.5. Es gibt private Ermittlergruppen, die ungeduldig sind.6. Die Presse baut Druck auf.7. Und nicht zuletzt: Unsere Ermittler haben das Gefühl, dass einige Befragte wichtige Informationen zurückhalten und sich bei den Aussagen abgesprochen haben. Aber warum?So tappt man als Leser sehr lange genauso im Dunkeln wie Federika und Henry. Ich hatte schon den ersten Fall für Frederika Storm (Schwarzvogel) gelesen. Damals fand ich ihre persönliche Involviertheit und die Vielzahl der Verdächtigen, die nacheinander präsentiert wurden, störend. Diesen zweiten Fall konnte ich deutlich mehr genießen, auch wenn diesmal praktisch kein Verdächtiger auftauchte - von kurzen Verdachtmomenten einmal abgesehen. Erst gegen Schluss hin, kommen erste Vermutungen. Als aber am Ende alles aufgeklärt wird, birgt die Lösung immer noch Überraschungen.

mrsxxx am 26.06.2025 10:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Spannend, wenn auch manchmal etwas langatmig

Das Cover von 'Eisenblume' ist schon mysteriös gehalten und der Klappentext machte mich neugierig, da ich gerne Thriller, welche an unheimlichen Orten spielen, lese. Außerdem gibt es diesen Ort wirklich, was es noch spannender macht.In Lund gibt es eine alte verlassene, teils verfallene Psychiatrie und hier finden Jugendliche in einer Wand menschliche Überreste. Seit 1987 werden hier zwei Patienten vermisst und der Cold Case von damals wieder geöffnet. Allerdings gibt es nur diese eine Leiche. Was ist damals passiert? Fredrika Storm und Henry Calment ermitteln wieder und bringen jede Menge furchtbare Dinge zu Tage. Dann kommt es zu noch einem Todesfall...Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil, der mir einfach liegt und so Seite für Seite vergeht. Nur manchmal zogen sich die Dinge etwas in die Länge und auch ich hätte mir zwischendurch mehr Ermittlungen in der Psychiatrie gewünscht, welche erst viel später geschehen. Das Ende war aber sehr spannend und in sich stimmig. Hätte ich so nicht erwartet. Insgesamt ein tolles Buch mit einem spannenden Finale.

kissgirl am 25.06.2025 18:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Cold Case mit Höhen und Tiefen

Eisenblume ist der zweite Band der schwedischen Krimireihe um Fredrika Storm und Henry Calment.Schon im Vorwort der Autorin Frida Skybäck erfährt man den realen Hintergrund des Schauplatzes. Das 1879 eröffnete Lunder Hospital, später Sankt-Lars-Krankenhaus, war eine große psychiatrische Klinik mit bis zu 1600 Patienten, die oft furchtbare Behandlungsmethoden über sich ergehen lassen mussten. Die Geschichte beginnt fulminant, als zwei Jugendliche eine Leiche in einem der verlassenen Gebäude der Psychiatrie entdecken. Schnell ist dem Ermittlerteam um Fredrika und Henry klar, dass es hier eine Verbindung zu den beiden 1987 spurlos verschwundenen Patienten gibt. Sie rollen den Cold Case wieder auf und begeben sich auf die Suche nach Zeugen, ehemaligen Mitarbeitern und Patienten. Das dies nach über 30 Jahren ein schwieriges Unterfangen ist wird schnell klar, darüber hinaus werden die Ermittlungen von verschiedenen Seiten noch zusätzlich erschwert und der öffentliche Druck wächst.Leider verliert die Geschichte nach dem spannenden Beginn zunehmend an Fahrt, die vielen fruchtlosen Zeugenbefragungen oder die nicht zu Potte kommende Gerichtsmedizinerin machen den Mittelteil des Krimis langatmig. Für meinen Geschmack nehmen auch die privaten Befindlichkeiten der beiden Hauptprotagonisten zu viel Raum ein und besonders bei Fredrika versteht man möglicherweise einiges nicht, wenn man den ersten Band nicht gelesen hat. Da hätte ich mir gewünscht, dass die Geschichte der Klinik eine größere Rolle spielt. Zum Ende hin wird es dann aber doch wieder spannend und die Lösung des Falles mit einigen unerwarteten Wendungen überrascht.Unterm Strich ist Eisenblume ein solider Krimi, zwar mit ein paar Schwächen, die aber wegen des guten Schreibstils der Autorin zu verschmerzen sind. Sollte es einen dritte Band geben, wovon ich ausgehe, werde ich diesen gerne lesen.

claudias bücherhöhle am 25.06.2025 11:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Etwas zäh

Eisenblume von Frida Skybäckerschienen bei dtvZum InhaltIn einer Wand der verfallenen Lunder Psychiatrie werden menschliche Überreste gefunden. Schnell wird die Verbindung zu einem Cold Case von 1987 hergestellt, bei dem zwei Patienten in einer Oktobernacht spurlos verschwanden. Was ist damals geschehen und warum gibt es nur eine Leiche? Fredrika Storm und Henry Calment begeben sich auf die Spuren einer grausamen Tat und fördern dabei Erschreckendes zutage. Und dann fordert der Fall ein weiteres Todesopfer.(Quelle: Verlag) Zum BuchDa es sich bereits um den 2. Teil der Reihe handelt, weise ich auf eine gewisse *SPOILERGEFAHR* hin!Das Cover dieser Fortsetzung passt sich Band 1 an und gefällt mir wieder richtig gut. Passend sind natürlich auch die Farben – schwedisch eben. Bevor die Geschichte startet, gibt es noch ein Vorwort der Autorin zu dem Krankenhaus, das es wirklich gab. Erzählt wird die Story in der dritten Person. Fredrika und Henry – ein ungleiches Paar, das ich aber schon in Band 1 in mein Herz geschlossen habe. Gerade weil sie so unterschiedlich sind, passen sie perfekt zusammen. Obwohl ich sagen muss, dass mir hier Henry noch einen Tick besser gefiel als Fredrika. Von ihm erfährt man etwas mehr und er ist der Fels in der Brandung, sie ist relativ kühl und distanziert, was sich auch in ihrer Beziehung zu Rechtsmediziner Jonas widerspiegelt. Da konnte ich so einiges nicht nachvollziehen. Bei Fredrika kommt noch dazu, dass es einen gewissen Bruch in der eigenen Familie gibt. Hervorgerufen durch die Ereignisse in Band 1, die nicht ganz ohne waren. Sie sucht auch weiterhin nach ihrer vor Jahren verschwundenen Mutter, wo sie dann neue Infos erhält.Frida Skybäck konnte mich erst einmal nicht so richtig von ihrer Fortsetzung überzeugen. Das Setting mit der ehemaligen Psychiatrie fand ich super, aber ich hatte mir mehr gewünscht. Mehr Einsicht in das alte Gemäuer, mehr Ermittlung an Ort und Stelle. Dies kommt erst weit hinten im Buch und auch dann nur auf Sparflamme. Dann dauerten die Befragungen der Zeugen in meinen Augen ewig, wie auch die Identifikation der gefundenen Leiche. Da zog sich der Mittelteil schon sehr arg. Die Auflösung fand ich dann aber wieder besser, stimmig und nicht ganz uninteressant. Der Schreibstil der Autorin ist an sich auch wirklich toll, so dass man Spaß am Lesen hat. Einen Fall aus dem Jahr 1987 wieder aufzurollen, fand ich spannend und mit dem Ergebnis hatte ich lange nicht gerechnet. Insgesamt ein toller Krimi und ich freue mich auf weitere Bände.Die ReiheSchwarzvogel http://claudiasbuecherhoehle.de/?p=2707EisenblumeZum AutorFrida Skybäck, 1980 in Göteryd geboren, hat als Autorin längst internationale Bekanntheit erreicht. Sie lebt mit ihrer Familie im südschwedischen Lund, wo ihre Krimiserie um die junge Polizistin Fredrika Storm spielt.WERBUNGNachfolgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:432 Seitenübersetzt von Julia GschwilmISBN 978-3-423-26429-7Preis: 17 Euroerscheint am 10.07.25 bei https://www.dtv.de/ Leseprobe https://www.dtv.de/buch/eisenblume-26429 © Cover und Zitatrechte liegen beim VerlagAn dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag und www.vorablesen.de für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

vintyblue am 25.06.2025 07:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Gut, aber auch mit kleinen Schwächen

Eisenblume ist ein Thriller, der mich in seiner Thematik ungeheuer fasziniert hat. Und obwohl das Vorwort Autorin den Leser toll ins Buch einstimmt, lässt es einen auch schon eine Vermutung zum Verlauf der Handlung entwickeln. Also Vorsicht, falls ihr euch hier nicht spoilern lassen wollt, denn meine rasch gefasste Vermutung bestätigte sich dann auch- teilweise zumindest. Spannend fand ich dieses Buch aber trotzdem. Denn vieles bleibt lange ungewiss- auch dank der mangelhaften Ermittlungen nach dem verschwinden der Jugendlichen. Selbst die Identität der im Plot aufgefundenen Leiche wird lange verschwiegen, dass mein Interesse an diesem ‚Fall‘ durchaus nochmals erhöht hat. Nur habe ich bis zuletzt nicht ganz verstanden, wieso dieser Lagerort denn gewählt wurde. Hätte es da nicht einfachere Lösungen gegeben? Was aber hinter diesem Verbrechen letztendlich gesteckt hat ist düster und ging mir ans Herz. Tragisch in welchen Zuständen diese armen Menschen leben und was sie erdulden mussten. Mit dem realen Hintergrund ist dies noch sehr viel schwerer zu verdauen. Nur mit dem Ermittlerteam wurde ich nie so richtig warm. Und das trotz der persönlichen Einblicke besonders jener in Fredrikas Leben. Ich fand beide interessant, mehr aber auch nicht. Als ich Eisenblume las kannte ich das Vorgängerband nicht. Doch obwohl immer wieder darauf verwiesen wurde und die Ermittlungen des alten Falles weiterhin Bestandteil der Handlung waren, kam ich gut damit zurecht.

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OÖ Nachrichten
Neben dem Fall machen Storm/Calment diesen Krimi so lesenswert. Das Duo ist eigen, liebenswert und h...at, wie in nordischen Krimis üblich, ihr ganz persönliches schweres Binkerl zu tragen. mehr weniger

Klaus Buttinger, 17.01.2026