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Was, wenn das System entscheidet, ob dein Leben zählt?

Equilon

Jenna hat es geschafft: Sie hat den Score für die »Eine Milliarde« geknackt und darf als eine von wenigen Privilegierten nach New Valley. Hier wurde EQUILON entwickelt, der Algorithmus, mit dem der von Armut und Klimawandel erschütterte Planet wieder bewohnbar gemacht werden soll. Als Rebellen eine Veranstaltung sprengen, erahnt sie erstmals die Schattenseite dieser glanzvollen Welt.

Dorian aus Old LA hat es satt, denn sein Überleben ist abhängig vom Score der »Eine Milliarde« – und der fällt bei jeder Evaluation. Da trifft er auf die kleine Maggie, deren Mutter im Sterben liegt und ihm nicht nur Maggies Schicksal anvertraut, sondern auch etwas ungleich Wertvolleres: den Schlüssel für die »Eine Milliarde«.

Bibliografische Daten

EUR 16,00 [DE] – EUR 16,50 [AT]
ISBN : 978-3-423-74088-3
Erscheinungsdatum: 16.02.2023
2. Auflage
400 Seiten
Format : 13,6 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch
Lesealter ab 14
Autor*innenporträt

Sarah Raich

Sarah Raich, aufgewachsen im ländlichen Niedersachsen und Tirol, studierte in Berlin Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, war bei Kreativagenturen sowie als Journalistin tätig und lebte in Kalifornien, bevor sie mit dem Schreiben begann. Sie hat Kurzgeschichten und Lyrik veröffentlicht. Ihr Debütroman ›All that's left‹ (Piper) war 2022 für einen Seraph der Phantastischen Akademie sowie für den Phantastikpreis der Stadt Wetzlar nominiert, ihr Kurzgeschichtenband ›Dieses makellose Blau‹ (mikrotext) erschien 2021. Sarah Raich lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

 

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79 von 79 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.37 von 5 Sternen


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7 - 10 von 79 Leserstimme

Katrin am 17.02.2023 12:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Unheimlich wahr und wahrlich unheimlich

Das Buch ist sehr schön und gelungen gestaltet. Das Cover zeigt das Leben zwischen zwei Welten: New Valley mit Equilon, ein Welt in den schönsten Farben, voller Liebe, Freude und Überfluss. Wo das Leben dahinplätschert und alle glücklich und zufrieden sind - Braindots sei Dank.
Das andere Leben spielt in Old B(erlin?), Old LA und Old SF. Nach diversen Klima- und Umweltkatastrophen ist die Welt verpestet, versandet und alle kämpfen darum, den Score zu knacken, um in die schöne Welt des New Valley zu gelangen.
Dies gelingt Jenna, die darüber sehr glücklich ist, sicher aber mit der neuen Welt samt Braindots, die deine Gefühle steuern, dem Feiern und Leben im Überfluss nicht so recht anfreunden kann.
Und dann ist da noch Dorian, der die überaus taffe Maggie zu ihrem Vater nach New Valley bringen will.
Der Sprung zwischen den Welten und die Beschreibung derselben gelingt sehr gut. Beklemmend erkennt man unsere Welt wie sie heute ist: Leben im Überfluss ohne grosses schlechtes Gewissen und unsere Welt wie sie nach einer Umweltkatastrophe sein könnte: verödet und hoffnungslos. Sprachlich überzeugt das Buch und ist mit seiner rasanten Story spannend bis zur letzten Seite. Und man versteht auch, wieso die Widmung für Malte genau richtig ist.
Dieses Buch spricht sicher nicht nur Jugendliche an und kann mir auch vorstellen, dass es als Schullektüre sehr gut geeignet ist.

silke2207 am 17.02.2023 09:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Tolles Jugendbuch

Schon das Cover zu diesem Buch gefiel mir sehr gut und es passt auch sehr gut zum Inhalt des Buches. Das Zweigeteilte, schöne Welt, zerstörte Welt, wird hier sehr gut aufgegriffen.Sarah Raich hat hier eine dystopische Welt erschaffen, die, erschreckenderweise, ein sehr glaubwürdiges Bild zeigt. Ein Teil der Erde ist noch bewohnbar, doch dieser ist den Privilegierten vorenthalten. Alle anderen kämpfen ums Überleben in einer nahezu unbewohnbaren Welt.Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig, sie schafft es sehr gut ihre Welt darzustellen, so dass der Leser sich schnell hineinversetzt fühlt. Auch für die Zielgruppe ist es sehr ansprechend geschrieben. Sie deutet viele Probleme, die wir bereits jetzt schon haben, ganz geschickt an, aber immer ohne den erhobenen Zeigefinger, sondern vielmehr regt sie zum Mitdenken an.Diese Geschichte hat zwei Protagonisten. Auf der einen Seite steht Jenna, eine junge Frau, die es geschafft hat und auserwählt wurde, in New Valley zu leben. Sie nimmt an einem Programm teil, Equilon, dass so programmiert werden soll, dass auch der Rest der Welt wieder bewohnbar wird.Auf der anderen Seite lebt Dorian im Grenzland, in dem die Menschen nicht nur täglich Gefahren ausgesetzt sind, sondern auch überwacht werden. Für jede ihrer Taten erhalten sie Scorepunkte und Dorian, der ein Poet ist, fällt es alles andere als leicht, dort zu überleben. Bis er der kleinen Maggie begegnet und die ihm neuen Lebenswillen gibt.Mein Fazit: mit Equilon hat Sarah Raich einen nicht nur unterhaltsamen, sondern auch sehr glaubwürdigen Jugendroman geschrieben. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und es bekommt eine klare Leseempfehlung.

brianna am 16.02.2023 22:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Im Chaos, das schon immer die Welt war, die Schönheit finden

Das Cover ist ansprechend und passend zur Handlung gestaltet. Der Erdball hälftig geteilt- die "gute" Seite für die "eine Milliarde", mit Lichterhimmel und Meer. Die wenig lebenswerte Wüste für die restliche Menschheit.2 Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten.In dem dystopischen Roman von Sarah Raich geht es um eine Welt, die zwar in der Zukunft liegt, aber durchaus so sein könnte. Die Welt ist in wenige (bewohnbare) Gebiete unterteilt, von nur wenigen Firmen geführt.Sehr nah am Jetzt und der Jugend schafft es die Autorin, spannende und berührende Unterhaltung mit den aktuellen und kritischen Fragen inmitten des Klimawandels, Krieg, KI, moderner Sklaverei und auch Massentierhaltung zu verbinden. Dabei aber nie belehrend, sondern hinterfragend. Wodurch natürlich die nächsten Fragen entstehen: Wie geht es für uns weiter? Wie wird unsere Welt dann aussehen?Jenna ist eine Auserwählte: sie erreicht, wovon alle träumen- sie darf ins New Valley mit den fortschrittlichen Technologien, ausreichend Nahrung, Wasser usw.Aufgrund ihrer Leistung, denn Jenna programmiert. Sie darf nun an Equilon, dem Algorithmus, mitarbeiten, der die ganze Welt wieder bewohnbar machen soll.Dorian hingegen lebt in einem Grenzland. Einem unfruchtbaren Landstrich, in dem die Menschen täglich Gefahren ausgesetzt sind. Zudem werden sie ständig überwacht und jede ihrer Aktivitäten wird für den Score bewertet.Der Poet Dorian kann hier kaum überleben, versagt jedoch selbst bei seinem Suizidversuch. Denn nichts hält ihn mehr in seiner schmutzig-sandigen, stürmischen, hungrigen Welt... er hat keinerlei Hoffnung. Bis Maggie ihn rettet.Sarah Raich nutzt ihren angenehmen, leicht verständlichen Schreibstil, der mal locker, auf die Zielgruppe ausgerichtet, aber auch poetisch und tiefgründig sei kann, um all' die Fragen zu stellen, die die denkende Jugend beschäftigt.Daß Dorian ein Poetry Slammer ist und man den Schlachtruf "Beautiful People" Marilyn Manson verdankt (siehe Retro-Playlist im Anhang), machte den Roman für mich zur Deluxe-Unterhaltung.Als Fazit nehme ich mit:"Weitergehen, einen Schritt nach dem anderen. Weiterleben.Und im Chaos, das schon immer die Welt war, die Schönheit finden."

freddyschlaubi am 16.02.2023 17:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Faszinierend und bedrohlich zugleich

Equilon gehört nun zu den wenigen Science-Fiction-Büchern, die ich bisher gelesen habe, wobei es mir sehr gefallen hat und ich definitiv Lust hätte, tiefer in dieses Genre abzutauchen, wenn ich mehr Bücher finden würde, die so sind wie dieses.Das Buchcover finde ich insgesamt sehr ansprechend und modern gestaltet. Außerdem hilft es dabei, sich in die futuristische Welt von Equilon zu versetzen, welche die Fantasie definitiv beansprucht und dennoch mit vielen schönen Details geleitet. In Bezug auf die Gestaltung sollte auch ein Augenmerk auf die Typografie gelegt werden, welche neuen Raum für die Charakterisierung der Figuren bietet.Der Blick in die Zukunft lässt sich natürlich sehr vielseitig gestalten, wobei ich die Version, die Equilon zeichnet sehr gut vorstellbar und gleichzeitig auch so abstrakt und bedrohlich empfunden habe, dass man sie aus der heutigen Perspektive heraus mit einer gewissen Distanz wahrnimmt. Dennoch ist die Geschichte dieses zweiseitigen Systems spannend erzählt und der Schauplatz sehr liebevoll erdacht.Zu den beiden Hauptcharakteren, welche man im Verlauf des Buches immer besser kennenlernt, kann man sagen, dass sie grundsätzlich eher sympathisch sind und man Verständnis für ihr Handeln aufgrund ihrer speziellen Situationen aufbaut. Allerdings fehlte mir in Hinblick auf die Emotionen, besonders auf Jennas Seite, teilweise die Nachvollziehbarkeit bei schnellen Stimmungswechseln. In diesen Momenten wirkt sie teilweise cholerisch und willkürlich, wo man sie sonst eigentlich sehr reflektiert und beherrscht erlebt.Mich hat das Buch angesprochen, weil mich die Möglichkeiten zukünftiger technischer Entwicklungen fasziniert und dies in der Geschichte vielfältig vertreten war. Sowohl Geräte zum Schutz der Ordnung und im Auftrag des Staates als auch in Form von Spielereien und Unterhaltungs- oder Unterstützungsmöglichkeiten. Leser mit einem ähnlichen Interesse werden an dieser Lektüre viel Spaß haben, da ich das Thema als sehr zentral empfunden habe. Sogar noch mehr als den im Klappentext angesprochenen Klimawandel, welcher zwar präsent ist, aber kaum behandelt wird und im Verhältnis zur Geschichte hinter anderen Problemen verschwindet. Dennoch eine sehr gelungene Geschichte.

monster am 16.02.2023 12:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Der Schlüssel der einen Milliarde

Als erstes fällt natürlich das toll gestaltete Cover auf, das perfekt die Teilung der Welten im Buch darstellt. Auf der einen Seite leben die, deren Score unter einer Milliarde liegt, es ist dreckig, das Essen geschmacklos, die Arbeit ist hart, jeder versucht seine Punkte aufzustocken. Kurz: Kein gemütlicher Platz zum Leben.Auf der anderen Seite gibt es eine Welt, die nur denen offen steht, die einen Score von einer Milliarde haben: New Valley. Ein Traum, es gibt alles im Überfluss, durch EmotionManagement empfindet man weder Trauer noch Wut, alle sind gut gelaunt, keiner hinterfragt DInge kritisch, es ist einfach ein hochmoderner friedlicher Ort.Und die EInladung zum Wechsel hat Jenna gerade bekommen. Sie hat anfangs Probleme, sich einzufinden, sie vermisst ihre Großeltern in der alten Welt. Auch wenn sie natürlich manche Leichtigkeit genießt schleichen sich langsam Zweifel ein.Derweil kämpft Dorian Tag für Tag um sein Überleben, sein Score wird immer niedriger, von dem Erreichen der einen Milliarde träumt er nicht mal, dafür ist das Ziel zu weit weg. EInes Tages, an seinem absoluten Tiefpunkt, lernt er die kleine Maggie kennen. Ihre Mutter ist sterbenskrank, so bleibt Dorian dort.Ein tolles Buch über ein sehr interessantes Thema. Ich mag Dystopie-Geschichten sowieso gern leiden, das ist aber durch diese Weltentrennung noch mal etwas besonderes. TOP!

aquamarin06 am 15.02.2023 22:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Spaltung

Das Thema gesellschaftliche Spaltung, ist mir bei Equilon als erstes in den Sinn gekommen. Es geht um Jenna, die in der Zukunft lebt. Diese besteht aus zwei Welten. Einmal denen, die einfach nur überleben wollen und davon Träumen den Highscore zu knacken, den 1 Milliarde Highscore. Und dann gibts die, die genau hier schon leben. Jenna schafft es von der einen in die anderen Welt. Ein Traum wird war, endlich kann sie ihr Leben genießen oder?Insgesamt zeigt das Buch eine interessante dystopische Aussicht in eine Zukunft. Leben auf kosten anderer. Diese Frage müssen wir uns nicht in der Zukunft, sondern schon jetzt stellen. Definitiv ein spannendes Buch. Die Geschichte hätte ich vielleicht noch etwas mehr ausgebaut. Vielleicht zwei Teile draus gemacht. Die Charaktere sind sehr interessant, man muss sie nicht mögen, aber kann zum Teil ihre Situation verstehen. Menschlichkeit ist nicht immer nur positiv. Der Mensch ist auch selbstsüchtig und damit wird man in diesem Buch ganz klar konfrontiert. Die Story könnte ich mir auch gut als Mini-Serie vorstellen. Liegt vermutlich daran, dass ich ähnliche Storys (Ready Player One/In Time - Deine Zeit läuft ab) schon gesehen habe.

book.line.x am 15.02.2023 06:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Geniale Geschichte!

Mein erster dystopischer Thriller und ich bin begeistert! Jenna hat den Score für die 1 Milliarde geknackt und darf ihren Traum in New Valley leben. Eine Welt, ganz anders als ihre düstere Welt in der die Menschen Hunger leiden und täglich um ihr überleben kämpfen. New Valley ist ein Teil von Equilon und beinhaltet alles was das Herz begehrt. Serviceroboter, ein System welches die Gefühle der Menschen beeinflussen kann, natürlich nur damit es den Menschen besser geht und vieles mehr. Ein Leben das einfach perfekt ist und zugleich die Rettung des Planeten….oder etwa nicht? Während sie das heraus findet trifft Dorian auf die kleine Maggie und erlebt mit ihr ein unglaubliches Abenteuer. Dorian hat keine Chance den Score zu knacken und zu der 1 Milliarden zu kommen. Er erhält aber etwas viel wertvolleres. Wie die beiden Geschichten am Ende zusammenhängen müsst ihr selbst herausfinden. Anfangs viel mir etwas schwer in die Geschichte rein zu kommen, ich war von der Jugendsprache und den ganzen Begriffen welche in der „neuen Welt“ existieren etwas genervt. Das hat sich aber relativ schnell gelegt und danach hat das Buch für mich erst richtig begonnen. Der Schreibstil ist flüssig und die Geschichte lässt einen regelrecht mitfiebern. Mit Jenna wurde ich anfangs nicht warm, was mit der Zeit aber immer besser wurde. Zum Schluss wurde sie mir richtig sympathisch. Dorian und Maggie habe ich direkt zu Beginn ins Herz geschlossen. Ich fand das Buch sehr interessant da es einfach mal etwas anderes war und ich wurde absolut nicht enttäuscht! Es werden auch viele aktuell wichtigen Themen angesprochen welche einen nochmal zum nachdenken bringen. Absolut empfehlenswert!

buffy017 am 14.02.2023 14:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein spannender und erschreckender Blick in die Zukunft

Equilon sollte die Rettung sein. Die Rettung für die Menschheit und den Planeten. Denn dieser steht kurz vor dem Untergang. Während Milliarden von Menschen in den Grenzlanden leben und sterben gibt es einen kleinen Prozentsatz, der es besser hat und ein Leben im Luxus führt. Auch Jenna kommt aus einem solchen Grenzland. Doch sie hat es geschafft und den Score geknackt. Und damit darf sie ein neues Leben beginnen. In New Valley. Und für ihren Traum arbeiten, das Leben der Menschen besser zu machen.Im Gegensatz zu Jenna scheint es für Dorian unmöglich jemals den Score zu knacken. Und so sieht er für sich nur einen Ausweg. Doch im letzten Moment rettet ihn die Begegnung mit Maggie vor dem Sprung ins Nichts. Doch nicht nur das, denn mit dieser Begegnung ändert sich sein Leben grundlegend und für immerMich hat das Buch sehr begeistert. Vom Schreibstil, der Spannung und der Erzählweise. Aber vor allem inhaltlich ist es wirklich sehr empfehlenswert. Schon die Unterschiede zwischen Jennas neuem Leben und Dorians Leben sind brutal und führen einem die Ungerechtigkeit sehr deutlich vor Augen. Und auch als nach und nach immer mehr von der glänzenden Fassade New Valleys abbröckelt, wird einem das alles immer wieder deutlich gemacht. Die Stadt der Roboter zum Beispiel oder die Tiere. Allein dieses Bild lässt einen wirklich Schlucken. Viele der Dinge, die in dem Buch angesprochen werden, liegen auch heute im Argen. Dazu muss man gar nicht in die Zukunft blicken.

sonjalein am 14.02.2023 10:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Gelungene Dystopie

Inhalt: Jenna hat es geschafft. Sie hat den Score für die eine Milliarde überwunden und darf in das privilegierte New Valley aufsteigen. Hier erwartet sie ein besseres Leben und sie kann helfen, die Welt zu verbessern. Doch die Eingewöhnung fällt ihr schwerer als gedacht.Dorian hingegen lebt in Old LA und hat keine Chance aufzusteigen. Er kämpft täglich ums Überleben und sieht einer hoffnungslosen Zukunft entgegen. Bis er die kleine Maggie trifft und sich sein Leben mit einem Mal radikal verändert.Meinung: „Equilon“ ist eine gut gemachte Dystopie, die mir gut gefallen hat.Im Mittelpunkt stehen zwei sehr unterschiedliche Charaktere, die gleichermaßen sympathisch sind.Die ehrgeizige Jenna hat ihr Leben lang dafür gearbeitet, den Score zu knacken und nach New Valley zu dürfen. Die talentierte Programmiererin hofft hier auf ein besseres Leben und darauf den Menschen im Grenzland, aus dem sie selbst stammt, zu helfen. Obwohl sie ihre geliebten Großeltern vermisst, freut sie sich auf ihre Zukunft und ist von dem Luxus und der Schönheit von New Valley beeindruckt. Hier winkt ein perfektes Leben. Jedoch fällt ihr die Eingewöhnung schwerer als gedacht und schon bald kommen ihr erste Zweifel.Dorian wirkt am Anfang des Buches hoffnungslos und verloren. Er hat keine Chance auf ein Leben in New Valley und sieht sich einem täglichen Überlebenskampf ausgesetzt. Dorian ist mitfühlend und hilfsbereit. Und er liebt Gedichte, an denen er den Leser teilhaben lässt. Als er die vorlaute und ständig quasselnde Maggie trifft, ändert sich sein Leben.Der Unterschied zwischen New Valley und dem Rest der Welt ist gut gemacht. Hier gibt es nicht nur alles im Überfluss, sondern auch Technik und Schönheit. Man muss nicht mehr ums Überleben kämpfen und alles wirkt paradiesisch und perfekt. Sogar die Menschen scheinen freundlicher und gut gelaunt. Dies liegt mit an dem EmotionManagement, das dafür sorgt, dass niemand Trauer oder Wut spüren muss.Außerdem gibt es Serviceroboter, die unglaublich lebensecht wirken und die Bewohner von früh bis spät bedienen.Die Geschichte hat mir gut gefallen, da sie alles hat, was ich von einer Dystopie erwarte. Ich mochte die Charaktere, die Umgebung und die Schattenseiten, die immer deutlicher werden. Meine absolute Lieblingsfigur hierbei ist die ruhige Eryn, die den Menschen helfen möchte.„Equilon“ kann gut unterhalten und ich kann dieses Buch nur empfehlen.Fazit: Gut gemachte Dystopie. Sehr zu empfehlen.

gittenen bücherfresserchen am 14.02.2023 10:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Faszinierende Jugenddystopie

Ich war sehr neugierig auf diesen Roman nachdem ich die Leseprobe las, da Ich unheimlich gerne Science -Fiction lese und Jugend- Dystopien haben da noch einen besonderen Charme. Auf der einen Seite faszinierte mich diese ultramoderne Zukunftstechnologie Equilons, deren neue Bewohnerin Jenna ist. Jedoch merkt man schnell , dass hier nicht alles eitler Sonnenschein ist. Es war aber ein bisschen vorhersehbar Natürlich ist Jenna sehr fasziniert von der technischen paradiesischen " Wunderwelt "und ganz idealistisch denkt sie zunächst ,wie sie mit diesen Technologien die Lebensbedingungen ihrer alten " Welt" zu verbessern , sie ist aber sogar ein wenig zu leichtgläubig. Im Gegensatz zu ihr hat die Selbstzufriedenheit und Dekadenz der Bewohner mit ihren Geheimnissen sehr schnell genervt und wütend gemacht ... Aber wahrscheinlich sollen wir über sie so denken und fühlen. Der Kontrast zu der Welt der Grenzländer (alten durch Klimakatastrophe zertörten Welt) gefiel mir sehr gut , das Leben und die Welt wurde sehr interessant/ faszinierend beschrieben .Dorian mochte ich sehr. Der Roman macht nachdenklich , man bekommt Denkanstöße in Hinsicht sozialer Gerechtigkeit in Gesellschaften , was Dystopian im besten Falle auch leisten können . Es gibt immer Leute die aus Katastrophen nutzen ziehen. Man kann aber solche Romane auch einfach als gute Unterhaltung in fremden Zukunftwelten genießen und mit den Protagonisten mitfiebern , das ist ja das schöne an Science Fiction und Dystopien .

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Phantastik-Bestenliste
Equilon ist eine erschreckende und lesenswerte Zukunftsstudie über die Gefährlichkeit von kalter Wis...senschaftlichkeit, White Privilege, Speziezismus und essentialisierender Menschenfeindlichkeit. mehr weniger

01.05.2023

Abendzeitung
Autorin Sarah Raich entwirft eine Welt, die einerseits utopisch, andererseits in bestürzender Weise ...realistisch wirkt. mehr weniger

11.03.2023

Der Standard
Trotz etwas gar plakativer Gesellschaftskritik überzeugt die Klimadystopie Equilon mit detailliertem... Weltentwurf, feiner Charakterzeichnung und actionreicher Story. mehr weniger

Helmuth Santler, 05.01.2024

Redaktion querlesen
Ein vielschichtiger Roman, der über das Ende hinaus zum Nachdenken und Diskutieren anregt.

Katrin Bögelsack, 01.07.2023

Kölner Stadt-Anzeiger
Ein hochaktueller Thriller mit einprägsamen Figuren und einer deutlichen Botschaft.

Emmanuel von Stein, 02.06.2023

Straubinger Tagblatt
Equilon ist ein spannender Roman, den vor allem die Perspektivwechsel zwischen Dorian und Jenna ausz...eichnen. mehr weniger

Florian Wende, 06.04.2023

Blog
Herausragende Jugendliteratur für Erwachsene. Großartig!

@koreander.net, 23.03.2023

Münchner Merkur
Der Öko-Thriller von Sarah Raich ist hochspannend und speist sich aus den Erfahrungen, die die Autor...in als Kommunikationsstrategin im Silicon Valley gewonnen hat. mehr weniger

Dominique Salcher, 21.03.2023

Instagram
- die Dystopie ist erschreckend realistisch und setzt sich mit Themen - wie der Klimakrise, der Klu...ft zwischen unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, Unterwerfung und Widerstand - auseinander, die auch uns betreffen. mehr weniger

@federspule, 20.03.2023

Instagram
Eine interessante, klimakritische Dystopie: düster, voller technischem Fortschritt mit starken Chara...kteren. mehr weniger

@sasaray_reads, 17.03.2023

Instagram
Die Autorin schreibt sehr leicht und super angenehm. Ebenfalls sehr bildlich und Vorstellungsreich. ...Ich hatte so viele Bilder im Kopf während des Lesens. mehr weniger

@mrs.bookwonderland, 17.03.2023

Buch & Maus
Equilon ist ein spannender Roman, der die Leser:innen bis zum Schluss unterhält und Fragen zu einem ...nachhaltigen Umgang mit Ressourcen aufwirft. mehr weniger

Sabine Planka, 16.03.2023

Eselsohr
Dieser fesselnde Zukunftsthriller, gleichermaßen in der Tradition von Tribute von Panem und 1984, is...t ein Füllhorn der Denkanstöße. Ein ums andere Mal ermöglicht er uns en passant, internalisierte Gesellschafts- und Denkmuster zu hinterfragen. mehr weniger

Sylvia Mucke, 01.03.2023

Süddeutsche Zeitung
Sarah Raich rechnet in ihrer zweiten ökologischen Dystopie "Equilon" mit den Glücksversprechen der d...igitalen Führungselite ab. mehr weniger

01.03.2023

Instagram
Authentische Zukunft, gute Figuren und leichter Stil.

@sahrasbuntewelt, 23.02.2023

NEWSBEREICH

Aktuelles

Preise & Auszeichnungen

Auf der Phantastik-Bestenliste im April 2023

›Equilon‹ wurde im April 2023 auf die Phantastik-Bestenliste Platz 7 gewählt.

Preise & Auszeichnungen

Auf der Phantastik-Bestenliste im August 2023

›Equilon‹ wurde im August 2023 auf die Phantastik-Bestenliste Platz 7 gewählt.