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Ein brutaler Mord. Ein berühmter Ermittler. Und die einzige Spur führt zu ihm selbst.

Gestehe

Der rasante Thriller von Henri Faber um einen Serienkiller, der in Wien sein Unwesen treibt. Für Leser*innen von Sebastian Fitzek, Andreas Gruber und Andreas Winkelmann

Der Wiener Star-Ermittler Johann »Jacket« Winkler kommt an einen Tatort, der die Polizei vor ein Rätsel stellt. Das Opfer wurde grausam ermordet und mit einem mysteriösen Wort markiert: GESTEHE. Doch es ist nicht die Brutalität, die Jackets Welt ins Wanken bringt, sondern die Tatsache, dass er den Tatort kennt – aus seinem eigenen unveröffentlichten Roman, den noch niemand gelesen hat. Er trägt den Titel GESTEHE. Und Jacket ahnt: Das Morden hat gerade erst begonnen.

Jacket und sein Underdog-Kollege Mo: ein kurioses Gespann, aber unschlagbar!

Der neue Pageturner vom Meister der Cliffhanger

»Henri Faber – Die neue aufregende Stimme der Thrillerszene!« DB mobil

Bibliografische Daten

EUR 16,00 [DE] – EUR 16,50 [AT]
ISBN : 978-3-423-26380-1
Erscheinungsdatum: 15.02.2024
1. Auflage
448 Seiten
Format : 13,6 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Henri Faber

Henri Faber, Jahrgang 1986, aufgewachsen in Niederösterreich, studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaft und lebt als Autor und Texter in Hamburg. Nach seinen Bestsellern ›Ausweglos‹, ›Kaltherz‹ und ›Gestehe‹ ist dies sein vierter Thriller.

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136 von 136 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.65 von 5 Sternen


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11 - 10 von 136 Leserstimme

anlillyna8 am 04.02.2024 16:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein Thriller, der unter die Haut geht!

Der Held, Inspektor Jacket, bietet spontan seine Hilfe bei einem Mordfall an. Als er jedoch den Tatort sieht, erkennt er, dass es erschreckend an einen Fall aus seinem unvollendeten Buch „Gestehe“ erinnert. Zusammen mit dem Ermittler Mo, für den es der erste Fall seiner Karriere ist, gräbt er tiefer in die mysteriösen Verbindungen zwischen seinem Roman und den realen Morden, die alle mit dem Titel seines Buches markiert sind.Das Cover ist sehr passend und schön gestaltet! Definitiv ein Hingucker!Die Spannung war bereits nach den ersten Kapiteln spürbar, was ich als entscheidend erachte. Die Umsetzung der Geschichte war exzellent! Die Gefühlswelt der Charaktere wurde authentisch und nachvollziehbar dargestellt, was das Mitfiebern, Lachen, Freuen und Weinen leicht machte. Die Plottwists waren unvorhersehbar und beeindruckend, was den Thriller besonders macht. Ich wohne in Wien und fand daher die Darstellung der Stadt großartig, da ich die Schauplätze fast vollständig nachvollziehen konnte. Der Schreibstil war hervorragend, obwohl einige Szenen, besonders die Beschreibungen der Tatorte, nichts für schwache Nerven waren. Man musste definitiv öfters schlucken!Insgesamt war dies ein unglaublich spannender Thriller, und ich bin definitiv geneigt, mehr Bücher von Henry Faber zu lesen. Eine klare Kauf- und Leseempfehlung für alle, die Thriller und Krimis mögen!

cybergirl am 04.02.2024 11:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Genialer Thriller mit überraschenden Wendungen

Der Wiener Star-Ermittler Johann »Jacket« Winkler kommt an einen Tatort, der die Polizei vor ein Rätsel stellt. Das Opfer wurde grausam ermordet und mit einem mysteriösen Wort markiert: GESTEHE. Doch es ist nicht die Brutalität, die Jackets Welt ins Wanken bringt, sondern die Tatsache, dass er den Tatort kennt, aus seinem eigenen unveröffentlichten Roman, den noch niemand gelesen hat. Er trägt den Titel GESTEHE. Und Jacket ahnt: Das Morden hat gerade erst begonnen.„Gestehe“ ist ein spannender Thriller von Henri Faber.Wie immer sind die Charaktere gut gezeichnet und lebendig, wenn auch nicht immer sympathisch. Da sind Chefinspektor Johann, genannt „Jacket“ Winkler vom LKA - Abteilung Leib-Leben in Wien. Er behauptet von sich, er ist ein Aushängeschild der Stadt, ein Held des Volkes. Doch seine Kollegen sehen das anders.Und Bezirksinspektor Mohammad genannt „Mo“ Moghaddam LKA-Abteilung Leib-Leben in Wien. Er hat als Jahrgangsbester die Polizeischule abgeschlossen. Auf eine Führungsposition wartet er vergeblich. So geht es ihm mit vielem. Er führt das auf seine Herkunft zurück und fühlt sich diskriminiert.Ich habe etwas gebraucht in in die Geschichte reinzukommen. Der Zugang zu den Protagonisten hat etwas Zeit gebraucht. Chefinspektor Johann Winkler ist kein besonders sympathischer Zeitgenosse.Mohammad Moghaddam hat es etwas schneller geschafft mich zu überzeugen.Nach etwa einem Drittel legt die Geschichte dann an Tempo zu und es wird spannend.Auch mit den Charakteren habe ich mich soweit vertraut gemacht.Henri Faber versteht es Spannung aufzubauen und sie im Verlauf der Geschichte immer weiter zu steigern.Die Erzählung aus verschiedenen Perspektiven ist gut gelungen.Man ahnt schnell, dass man es mit einer Mordserie zu tun bekommt.Der Schreibstil von Henry Faber ist fesselnd und gut verständlich.„Gestehe“ ist ein gut gemachter und spannender Psychothriller. Ich hoffe von Henri Faber noch mehr lesen zu können.

jacky1304 am 03.02.2024 14:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Durchhalten wird belohnt

Inspektor Johann Winkler, genannt „Jacket“, ist zwar noch bei der österreichischen Polizei angestellt, seit einem dramatischen Einsatz aber eher zum Prominenten geworden. Mit seinem Vorzeigelächeln wurde er erst zum Helden der Nation und dann zum gefeierten Bestseller-Autor, dessen Werk nun auch noch verfilmt wird. Ein Pressetermin jagt den nächsten. Kein Wunder also, dass er für die eigentliche Polizeiarbeit kaum noch Zeit findet und von seinen Kollegen inzwischen eher belächelt wird. Nun wird er aber eher durch Zufall in einen Fall hineingezogen, in den er mehr verstrickt ist, als er zugeben möchte. Zusammen mit dem Kollegen Mo beginnt eine spannende Ermittlungsarbeit, die einige Wendungen zu bieten hat. Ich muss zugeben, dass mir der Beginn des Buches eher weniger gefallen hat. Die Kapitel waren zäh und ich kam nicht wirklich in die Story rein. Jacket war mir sehr unsympathisch - der Mann hat einfach einen Höhenflug erlitten und jeden Bezug zur Realität verloren. Aber im Laufe der Geschichte wurde er mir zum Glück immer sympathischer. Seine Beweggründe wurden nachvollziehbar, sein Charakter verständlicher. Besonders mochte ich aber Mo, der anfangs meist Momo genannt wird. Er ist vom Verhalten wahrscheinlich mehr Österreicher als alle anderen Charaktere zusammen, obwohl er ausländische Wurzeln hat und ständig versuchen muss die damit verbundenen Vorurteile aus dem Weg zu räumen. Als er nach Jahren endlich die Chance erhält aktiv an einem Fall mitzuarbeiten, blüht er richtig auf. Auch seine persönliche Geschichte habe ich gerne gelesen. Die Story braucht etwas bis sie an Fahrt aufnimmt, wird dann aber richtig spannend. Durch die Erzählweise aus drei Perspektiven will man dann immer wissen, was als nächstes passiert. Gespickt ist dieser Thriller mit wunderbaren kleinen Schmunzlern (Beispiel: Liamnoel / Noelliam) und gutem Bezug zur aktuellen politischen Lage (Rassismus am Arbeitsplatz). Aufgrund des zähen Starts leider kein absolutes Highlight, aber trotzdem eine Empfehlung!

mehr_lesen am 03.02.2024 11:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Vom Jäger zum Gejagten

Ein neuer Fall führt zwei Ermittler zusammen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite der Wiener Chefinspektor Johann Winkler genannt »Jacket«, der in seinem letzten Fall einen Organhändlerring allem Anschein nach im Alleingang gesprengt und dabei ein kleines Mädchen gerettet hat. Auf der anderen Seite Bezirksinspektor Mohammad Moghaddam. Beide arbeiten beim Wiener LKA in der Abteilung Leib-Leben.Jacket genießt die Aufmerksamkeit sowie den Erfolg, den ihm sein Roman »Blutnacht« eingebracht hat. Dieser wird gerade verfilmt. Aber die Medaille hat eine Kehrseite. Sein damaliger Kollege und Freund Leopold Kuchler kam bei dem Einsatz ums Leben und Jacket macht sich schwere Vorwürfe, schuld an dessen Tod zu sein. Er leidet unter Panikattacken, und Flashbacks erinnern ihn immer wieder an das Geschehen in der ehemaligen Lackfabrik. Nicht alle Kollegen und Vorgesetzten bewundern ihn. Manche hassen ihn sogar. Für diese ist er nur noch ein »Showbulle«.Ganz anders sein neuer Kollege Bezirksinspektor Mohammad (Mo) Moghaddam. Er war Jahrgangsbester in der Polizeischule, wurde aber noch nie mit einem Fall betraut. Ganz im Gegensatz zu Jacket ist er zuverlässig und gewissenhaft bei den Arbeiten, die er zugewiesen bekommt. Leider lassen ihn die Vorgesetzten und Kollegen seinen Migrationshintergrund spüren. Das nagt an seinem Selbstbewusstsein.Rassismus und rechte Ideologien thematisiert Faber in diesem Thriller. Die Charaktere der einzelnen Figuren beschreibt er sehr plastisch und ausführlich – sehr gut. Wir erfahren abwechselnd aus der Sicht von Jacket und Mo etwas über die Handlung, aber auch aus ihrem Seelenleben. In kurzen eingeschobenen Kapiteln erzählt »Er«, der Mörder, seine Sichtweise.Der neue Fall: In einer leerstehenden Wohnung wird die Leiche der Immobilienmaklerin Tatjana Schikovsky gefunden. Die Frau wurde bei lebendigem Leib teilweise ausgeweidet. Der Täter hat mit ihrem Blut eine kryptische Botschaft hinterlassen: »GESTEHE«. Wenig später taucht ein mysteriöses Skript mit dem Titel »GESTEHE« und dem Untertitel »Der neue Fall von Inspektor Jacket auf.Von wem stammt dieses Manuskript und wer, wenn nicht Jacket – wie er behauptet – hat es in Umlauf gebracht? Darin wird bis ins kleinste Detail der Mord an Tatjana Schikovsky beschrieben. Beim Lesen des Skripts ahnt Jacket, dass dies erst der Anfang einer Mordserie ist.Bei Jackets Flashbacks taucht immer wieder der Ablauf am damaligen Geschehen auf. Seine Psychiaterin, Fr. Dr. Laska, stellt eine ganz andere Vermutung an. Könnte es sich bei Jacket evtl. um eine multiple Persönlichkeit handeln – Jacket sowohl als Polizist als auch als Mörder?Furios die Auflösung zum Ende hin. Wenn man denkt, jetzt ist alles klar, nimmt die Handlung eine neue Wendung. Das ist eindeutig eine Stärke von Faber. Kleiner Kritikpunkt: Das Szenario in der Gondel-Kabine des Risenrads war mir etwas zu surreal. Das bleibt aber der literarischen Erzählfreiheit des Autors überlassen und fließt daher nicht in meine Bewertung mit ein.Vier Monate später schlägt der Autor nach dem grausigen Geschehen einen Bogen zu einem schönen Szenenwechsel. Rührend schreibt er über Beany – dem kleinen Mädchen, dass er in der Lackfabrik gerettet hat. Die ist seit dem damaligen Ereignis traumatisiert. Deren beste Freunde sind Steine. Sie sind genauso stumm wie sie. Diese Art von Happy End hat mir sehr gut gefallen.Fazit:Faber pflegt einen eigenen Schreibstil. Temporeich, einen steigenden Spannungsverlauf und ohne große Schnörkel kommt er schnell auf den Punkt, garniert mit witzigen Vergleichen (Bsp.: … vielleicht hätte ich mir für den Anfang ein Auto kaufen sollen, das weniger Vornamen hat als ein Habsburger Adelsspross). Diesen Eindruck habe ich schon bei »Kaltherz« gewonnen.Im Gegensatz zu »Kaltherz« (s. eine frühere Rezension) konnte ich auch relativ schnell in die Handlung einsteigen, sie hat mich regelrecht mitgenommen.Angenehm empfinde ich auch, dass man Fabers Bücher als Stand Alone lesen kann. Keine Reihe von Bänden, in denen immer wieder die gleichen Figuren im Mittelpunkt stehen (wie z.B. bei den Thrillern von Max Bentow oder Jussi Adler Olsen). Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und daher vergebe ich fünf Sterne.

t.booksafari am 02.02.2024 22:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ein Thriller, der erst nach einiger Zeit an Spannung und Fahrt aufnimmt.

Nachdem mich Fabers Bücher 》Ausweglos《 und 》Kaltherz《 bereits begeistert haben, war für mich klar, dass ich 》Gestehe《 auch unbedingt lesen möchte.Allein das Buchcover finde ich persönlich wahnsinnig gelungen und auch der Klappentext lässt Spannung erahnen.Ich gestehe aber, dass ich anfangs wirklich gebraucht habe, hineinzufinden und auch wirklich weiterzulesen. Die Figur bzw. der Wiener Starermittler, Jacket, um den es sich handelt, ist sehr gewöhnungsbedürftig und auch mir wahnsinnig unsympathisch.Irgendwann nimmt die Story aber so an Fahrt auf, dass ich mich dann auch irgendwie damit abgefunden habe, dass Jacket nun mal so ist, wobei sich die Art des Protagonisten bis zum Ende hin noch einmal zum Positiven wendet. Sein noch recht unerfahrener Kollege, Mo, war mir hingegen direkt sympathisch.- Auch die Kapitel in seiner Erzählform.Als Jacket, der Chefinspektor, zufällig zu einem Tatort gerufen wird, findet er gewisse Parallelen zu seinem noch nicht veröffentlichten Buch 》Gestehe《. Der Mord an der Frau ist nämlich genauso passiert, wie er in seinem neuen Roman beschreibt und auch das Wort, das mit Blut an die Wand geschrieben wurde, passt überein.Schnell ahnt er, dass dies eine brutale Mordserie werden könnte, denn das Skript dient wohl irgendwie bzw. Jemanden als Vorlage.Ob Jacket selbst hinter den Bluttaten steckt oder wohl eine andere Person?Bis zur Mitte des Buches etwas träge, danach aber sehr spannungsgeladen, sodass man das Buch auch nicht mehr weglegen möchte.Um ehrlich zu sein habe ich dann auch wirklich selbst mitgerätselt und mitgefiebert. Von mir gibt's eine klare Leseempfehlung, auch wenn die ersten Seiten mich (noch) nicht überzeugen konnten.Auch deswegen, weil mich sein Schreibstil irgendwie an Sebastian Fitzek und/oder Andreas Winkelmann erinnert.

julialiest am 02.02.2024 20:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Anders, spannend

Schon allein mit dem Cover hatte mich das Buch!Es ging eher ruhig los, mit einem Film, der gedreht wird.Schnell war aber klar, das ist kein Film... absolut nicht!Nachdem ich einige Seiten brauchte, bis ich die Charaktere mochte, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen?Henri Faber hat so einen packenden Schreibstil, dass die Seiten nur so dahin flogen.Es ist ein "anderes" Buch, jedoch war es an Spannung nicht zu überbieten.Inzwischen hatte ich Jacket und Mo auch in mein Herz geschlossen und wollte einfach so sehr, dass sie sich auch mögen?Ich hatte zwischendurch ein paar Gedanken, wo es hin gehen könnte, waren aber letztendlich alle falsch?Als ich dachte, so das war aber ein echt tolles Hammerende, kam auf einmal doch noch eine Wende und schon wieder war meine Theorie dahin?Fazit: Ein wirklich super toller geschriebener Thrilller, der mich restlos begeistert hat??

ein.lesewesen am 02.02.2024 08:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Wiener Blut

Ein FABER ist ein FABER, ist ein FABER.Auch in seinem 3. Standalone-Thriller hat er wieder abgeliefert und mich vollends überzeugt. Denn es ist mehr als die Jagd nach einem Serienkiller, es ist ein Thriller mit Substanz, doch dazu später mehr.Johann ›Jacket‹ Winkler, Wiener Chefermittler – der sich als Held und Bestsellerautor feiern lässt. Hat er doch vor 4 Jahren ein kleines Mädchen aus den Fängen von Organhändlern befreit und über diese Blutnacht ein Buch geschrieben. Aber vor allem ist er ein narzisstischer Großkotz, der seinen Kollegen ein Dorn im Auge ist, weil er eigentlich nur noch eine Gastrolle im Kommissariat hat, und sich lieber in der Boulevardpresse sonnt.»Hauptsache es gibt Applaus, ich werde angehimmelt. Denn das ist mein Treibstoff: Aufmerksamkeit. Ich habe einen riesigen Dachschaden, aber solange Scheinwerferlicht durchkommt, sonne ich mich darin.« S.230Und da wäre noch Mohammed ›Mo‹ Moghaddam, überzeugt davon, dass seine zu dunkle Hautfarbe daran schuld ist, dass er als Jahrgangsbester noch immer hinterm Schreibtisch sitzt, statt draußen Verbrecher zu jagen.Eine gelungene, zündstoffreiche Kombi, die Faber ins Rennen schickt, als beide an einen Tatort gerufen werden – über dessen Opfer an der Wand das Wort GESTEHE steht. Während sich Mo pflichtbewusst in die Ermittlungen stürzt, bricht nicht nur Jackets traumatische Vergangenheit auf. Denn das, was er hier gesehen hat, steht in seinem zweiten noch unveröffentlichten Buch. Und damit ist klar, das wird nicht der letzte Mord sein.Ich muss sagen, dass mich der Anfang etwas verwirrt hat, denn einen Thriller in drei Ich-Perspektiven zu schreiben, ist schon sehr ambitioniert. Als ich mich aber reingefuchst hatte, machte der Thriller richtig Spaß, auch wenn ich Jacket zu Beginn echt nicht ausstehen konnte.Aber da sind ja noch all die anderen Figuren, bei denen sich Faber richtig ins Zeug gelegt hat. Dafür mixt er auch gern mal etwas Klischee und Überzeichnung, um sie lebendig werden zu lassen. Zusammen mit der aktuell politischen Stimmung der Vorwahlzeit ergibt sich daraus ein absolut stimmiges Gesellschaftspanoptikum. Faber legt spürbar den Finger in die Wunde, wenn ein Land einen Rechtsrutsch macht, Rassismus salonfähig wird und die Wiener Hautevolee sich selbst bejubelt.Und so wird aus einer schnöden Jagd nach einem Serienkiller eine Milieustudie, die zeigt, dass die Verbrechen bis weit in die oberste Gesellschaftsschicht reichen. Ich sag nur »Wiener Blut« von Falco. Und tatsächlich stattet Jacket der Wiener Unterwelt einen Besuch ab.Das alles unterlegt Faber wortgewandt mit einem schwarzen Humor und gelegentlichen Wiener Schmäh, was mir wahnsinnig gut gefallen hat. So ein unerschöpfliches Repertoire an bissigen Sprüchen muss man erst unterbringen in einem Thriller. Fazit: Faber legt nach Kaltherz noch mal einen drauf. Nichts ist hier, wie es scheint, und es warten einige Überraschungen auf die Leser*innen. Fitzek sollte sich warm anziehen, denn mit Faber etabliert sich hier eine ernstzunehmende Konkurrenz, die ihm sprachlich, inhaltlich und plottechnisch bereits überlegen ist. Ichh gestehe - ich bin weiterhin Faber-Fan

goejos am 01.02.2024 11:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Unheimlich

Ein grandioses Werk. Dem Autor Henri Faber gelingt es ausgezeichnet, die Handlung auf drei verschiedene Charaktere aufzuteilen, und somit die Spannung aufrechtzuhalten und den Leser in den Bann dieser Handlung zu ziehen. Da ist einmal der angebliche Starermittler "Jacket", welcher zwischen Selbstzweifel und Geltungsbedürfnis hin und her gerissen wird. Dann kommt dazu sein Kompagnon "Mo", welcher endlich seine Chance, sich zu beweisen, in dem neuen Fall sieht. Und dazu kommt noch der Unbekannte, welcher sich auch zu Wort meldet und dadurch die Lösung noch mehr erschwert. Und als man endlich glaubt, die Mordfälle sind gelöst, ist das auch noch nicht das Ende der Geschichte. Hervorragend werden hier auch die einzelnen Wesenszüge der Protagonisten herausgearbeitet. Man will beim Lesen das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen. Was kann man Besseres über ein Werk sagen.

lunama am 31.01.2024 19:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ungewöhnlicher Inspektor, steigende Spannung, fesselnd!

Ich gestehe, dass ich mir das neue Buch von Henri Faber sofort holen musste, da mir bereits die beiden anderen Bücher von ihm so gefallen haben. Dieses Buch steht ebenso für sich allein und das finde ich schon mal prima. Das Cover ist jedoch an die anderen Bücher angepasst, aber es gefällt mir sehr gut und ich hätte in einer Buchhandlung auch sofort danach gegriffen.Zu Anfang fand ich die Hauptfigur Johann Winkler, genannt Jacket, oder vielmehr Inspektor Jacket auch etwas ungewohnt, sogar befremdlich. Ein Wiener Polizei Inspektor und Bestsellerbuchautor, der sich für eine erfolgreiche Jagd und Zerschlagung eines Organhändlerrings und die Rettung eines kleinen Mädchens aus deren Händen als Held feiern lässt, genauso auftritt und das sogar so weit geht, dass sein Leben und sein Erfolg verfilmt werden sollen? Ich hatte tatsächlich erst nur Fragezeichen im Kopf und war auch ziemlich verwundert. Das teilweise arrogante Auftreten und Verhalten von Jacket hat dann auch nicht unbedingt dazu beigetragen, ihn sofort zu mögen. Allerdings war mir schnell klar, dass sich hinter seiner Fassade noch was anderes verbergen könnte. Dennoch habe ich eine Zeitlang gebraucht, um wirklich mit Jacket warm zu werden, gleichzeitig fand ich ihn faszinierend und einzigartig und habe mir gleich gedacht, dass ich diesen Charakter nicht so schnell vergessen werde.Auf der anderen Seite gibt es Mohammad Moghaddam, genannt Mo, oder Momo, wie er von seinen Kollegen bei Leib -Leben Polizei Wien genannt wird, der nach wie vor in einer Abteilung für Datenverarbeitung arbeitet, dort ziemlich genau und gewissenhaft, schon pedantisch arbeitet, aber gerne seinen ersten Fall oder gar Mordermittlung zugeteilt werden möchte. Er ist aber auch davon überzeugt, dass er aufgrund seiner Hautfarbe und seiner Abstammung keine Chance hat und bekommt.Ich fand beide Charaktere sehr authentisch und lebendig dargestellt, ich habe sowohl Jacket sein Äußeres Gehabe als auch Mos Verhalten völlig abgenommen.Als nun ein Mord geschieht und sich Hinweise verdichten, dass das neue geplante Buch von Jacket, von dem eigentlich noch keiner wissen dürfte, als Vorlage für diesen Mord gedient haben könnte, nimmt Jacket persönlich die Ermittlungen auf und Mo wird ihm zur Seite gestellt. Mo allerdings ist erstmal hin und hergerissen, alles andere als begeistert und weiß noch nicht genau, wie er Jacket und sein Verhalten einordnen soll.Die Kapitel von Jacket und Mo in der Ich Perspektive wechseln sich ab, dazu gibt es noch kurze Kapitel mit einem unbekannten Er. Die einzelnen Kapitel sind recht kurz, was es für mich immer gerade im Verlauf der Geschichte immer spannender gemacht hat. Spätestens ab der Mitte des Buches konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen und ich habe es in einem Rutsch gelesen. Offen gesagt hatte ich diese Steigerung erhofft, aber gerade am Anfang nicht erwartet.Der Schreibstil hat mir super gefallen, teilweise sehr kurze Sätze, bildhafte Vergleiche, lockere Sprüche, humorvolle Anspielungen, liebevolle Momente, aber auch vor allem die Behandlung von hochaktuellen Themen fand ich sehr toll und hat mir richtig gut gefallen. Immer wenn ich geglaubt habe, ich bin auf der richtigen Fährte, habe ich kurz darauf festgestellt, Nö, das war es jetzt auch wieder nicht. Ich mag sowas total, diese Wendungen, diese Sachen, die ich nicht unbedingt kommen sehe, die mich überraschen. Noch dazu fand ich das alles nachvollziehbar, clever und schlüssig und es hat mir super gefallen!Von mir gibt es eine dicke Leseempfehlung!

leseclau am 31.01.2024 09:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Spannend, irreführend und doch mit kleinen Schwächen

Henri Faber ist für mich verknüpft mit überraschenden Wendungen, ungewöhnlichen Settings und einer ganz feinen Sprache. So hatte ich eine hohe Erwartungshaltung, die das Buch nicht ganz erfüllen konnte.Gefühlt hat das Buch für mich drei Teile. Im ersten Teil lernen wir den Helden Inspektor Jacket kennen. Großspurig, oberflächig und scheinbar mit ganz schön vielen Psychosen belastet. Er wird mit einer ironischen Art beschrieben, die mir überhaupt nicht liegt. Sein Gegenspieler ist Mo, ein junger österreichischer Polizist, der sich selbst auf sein fremdländisches Aussehen reduziert und alles aus dieser Brille wahrnimmt. Wenngleich diese einseitige Darstellung absolut ihren Zweck erfüllt, bleibt der Charakter dadurch erstmal sehr blass.Beide bearbeiten mysteriöse Tötungsfälle, die alle irgendeinen Bezug zu Inspektor Jacket und dem Fall haben, mit dem er berühmt wurde. Das Buch nimmt im zweiten Teil richtig Fahrt auf. Und hier sind sie dann auch wieder, die Faber-typischen Sätze. Die so punktgenau Situationen beschreiben, so dass ich sie mit Begeisterung zweimal lese. Und hier tauchen auch die ersten sichtbaren Widersprüche in den Figuren auf, die mich miträtseln lassen und bei denen ich mich immer wieder frage, wer hier eigentlich wen hinters Licht führt.Der dritte Teil des Buches lässt dann die Figuren richtig stark werden. Hintergründe werden klar und jetzt bekommt alles die Tiefe, die mir anfangs fehlte. Dennoch hadere ich mit diesem Teil ein wenig. Zu detailverliebt sind mir Ortsbeschreibungen, zu ausufernd Verfolgungsjagden.Die Auflösung ist wieder typisch für Faber. Überraschungen bis zum Schluss, manche hatte ich im Hinterkopf, aber dann doch wieder verworfen. Manches kommt ganz ohne Vorwarnung, macht aber viel Sinn. Mir gefällt sehr, dass die Faber-Bücher so einen hohen optischen Wiedererkennungswert haben, obwohl sie alle für sich stehen. Für mich ist das nicht das stärkste Buch von Henri Faber, aber wieder sehr lesenwert.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

NDR Kultur
Es macht Spaß, Henri Faber zu lesen - diese lakonisch-sarkastische Sprache und diesen verwickelten, ...sehr temporeichen Plot. mehr weniger

Katja Eßbach, 22.03.2024

ntv.de
Der neue Pageturner von Henri Faber mischt die Buch-Neuerscheinungen (im Frühling 2024 mit einer spa...nnenden Thriller-Novität) auf. mehr weniger

28.03.2024

brigitte.de
Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite.

28.03.2024

Bayern 1
Ein furioser Thriller: feinst tariert aufgebaut und superspannend!

Ulla Müller, 22.03.2024

Hamburger Abendblatt
Ungemein raffiniert (…) beste Thrillerkost.

16.03.2024

Multimania-Magazin
Faber ist mit GESTEHE ein weiteres Meisterwerk gelungen, ein atmosphärisch dichter Thriller, der nic...ht nur durch seine scharfsinnig ausgearbeiteten Charaktere besticht, sondern auch durch ein beeindruckendes Gespür für Szenarien, die dem Leser Schauer über den Rücken jagen. mehr weniger

Florian Tritsch, 15.03.2024

OK!
Unbedingt lesen! Wer Täuschungsmanöver, Plottwists und Überraschungen liebt, ist bei Henri Faber gen...au richtig. mehr weniger

06.03.2024

Gala
Henri Faber gelingt Nervenkitzel pur.

15.02.2024