Eine Frau, die von den 1970ern bis heute in einer Männerwelt einen ungewöhnlichen Weg als Winzerin geht
9,99 €
(0,00 € / )
Wird sofort digital versendet
- Versandkostenfreiin Deutschland
- Schneller VersandLieferung 2–3 Werktage
- Sichere ZahlungSSL-verschlüsselt
Gretas Erbe
Ein lauer Wind in der Sommerhitze, das unerwartete Lächeln eines Mannes und ein gestohlener Kuss verändern Marias Leben für immer. 17 Jahre später lebt ihre Tochter Greta als Halbwaise bei der Winzerfamilie Hellert. Die meiste Zeit ist es für das zierliche Mädchen in Ordnung, das fünfte Rad am Wagen zu sein, ihre junge Mutter nur von einem Foto und ihren Vater gar nicht zu kennen. Sie arbeitet gern in den Weinbergen und verbringt viel Zeit mit Robert, dem rebellischen Sohn der Hellerts. Je näher sich die beiden kommen und je älter Greta wird, desto klarer spürt sie, dass sie ihren Träumen folgen muss: Sie will lernen, selbstbestimmt leben, Anteil an der neuen Freiheit der Frauen haben. Bis ein überraschendes Erbe alles verändert.
Bibliografische Daten
1. Auflage
Nora Engel
Nora Engel ist das gemeinsame Pseudonym der beiden Autorinnen Danela Pietrek und Tania Krätschmar.
Danela Pietrek studierte Französisch und Philosophie, Germanistik, Theaterwissenschaften und Komparatistik. Sie arbeitete beim Film, war Producerin, schreibt Drehbücher und hat mehrere Romane veröffentlicht. Sie lebt in Hamburg und hat zwei Töchter.
Tania Krätschmar ist gelernte Buchhändlerin, hat in Berlin und den USA Germanistik studiert und in Manhattan als Bookscout gearbeitet. Seit 2009 schreibt sie erfolgreich Frauenromane, einer davon wurde bereits verfilmt. Die Autorin hat einen Sohn und lebt in Berlin.
2 - 10 von 112 Leserstimme
Ein ungeliebtes Kind
Nachdem Maria gestorben ist, nehmen die Hellerts das Kind auf. So hat sie zwar jemanden, der sich um sie kümmert, aber Liebe bekommt sie nicht. Man lässt sie ständig spüren, dass sie nicht wirklich dazugehört. Außerdem muss sie hart arbeiten. Sie verliebt sich in Robert, den mittleren Sohn der Hellerts. Aber ob ihr ein Glück mit Robert zu Teil wird? Dies ist der erste Band aus der Reihe „Die Winzerin“. Der Schreibstil lässt sich gut lesen, aber die Geschichte hat mich noch nicht zu ganz überzeugt, denn vieles ist vorhersehbar.Greta ist ein intelligentes und hilfsbereites Mädchen, das gerne das Abitur machen möchte. Doch ihr Pflegevater Harald hat andere Pläne für sie. Er ist ein bestimmender Mann und auch sein Sohn Robert, der rebellisch ist, hat es nicht leicht mit ihm. Robert und Greta mögen sich sehr, doch Harald will verhindern, dass aus den beiden ein Paar wird. Auch die anderen Personen sind authentisch, wenn auch oft eindimensional dargestellt.Ich finde es bewundernswert, wie sich Greta in die Umstände fügt, obwohl sie oft Grund hätte zu verzweifeln. Dann gibt es ein überraschendes Testament und ich bin gespannt, welche Entscheidung Greta trifft und wie es weitergeht. Das Ende ist recht offen und macht neugierig auf den Folgeband „Gretas Geheimnis“.Ein unterhaltsamer Roman mit Luft nach oben.
Eine spannende Zeitreise und ein Auftakt einer Trilogie
„Gretas Erbe“ ist der erste Band einer neuen Romanreihe vom Autoren-Duo Nora Engel. Das Cover ist schlicht und trotzdem sehr schön, eine junge Frau in Arbeitskleidung mit Fahrrad. Das beschreibt eigentlich auch den Inhalt des Buches sehr treffend und passt hervorragend zur pragmatischen Art der Protagonistin.Die Handlung spielt in den 70er Jahren und obwohl ich diese Zeit selbst nicht aktiv miterlebt habe, konnte ich mich durch die Beschreibungen sehr gut hineinführen. Ich wollte das Buch eigentlich nicht mehr weglegen!Das Autorenduo hat anscheinend sehr gründlich recherchiert, gibt Hintergrundinfos zu wichtigen Ereignissen der damaligen Zeit, greift lokale Geschehnisse auf und schildert sie Lebensumstände der Familie Hellert sehr authentisch.Im Fokus steht Gretas Gefühlswelt, die von dem Drang dominiert ist, von Familie Hellert akzeptiert und aufgenommen zu werden, sind sie doch die einzige Familie die Greta kennt. Die junge Frau sehnt sich nach Liebe und Anerkennung, strebt nach einer Karriere im Bildungsbereich und ist getrieben durch ihre Liebe zu Literatur. Das alles macht sie sehr menschlich und nahbar.Auch die anderen Charaktere wurden liebevoll ausgestaltet, haben ihre Eigenheiten und Marotten und ganz unterschiedliche Wesenszüge. Um Gretas Herkunft wird das ganze Buch über ein ziemliches Geheimnis gemacht, nur um es am Ende mit einem Paukenschlag aufzulösen. Das Buch endet mit einem richtig fiesen Cliffhanger, der mich gespannt zurücklässt. Den Folgeband kann ich jetzt kaum erwarten.Insgesamt ist das Buch einfach toll geschrieben. Es gibt viel Dramatik, Geheimnisse die gelüftet werden, Streit und Zwistigkeiten unter den Protagonisten und das unterschwellige „Streben nach Glück“, das die jungen Leute in diesem Buch auszeichnet. Ich habe wirklich mit Greta mitgefiebert und freue mich schon wahnsinnig auf den Folgeband.
Die siebziger Jahre
Greta ist Waise und wird von der Winzerfamilie Hellert aufgenommen. Sie wächst mit viel Arbeit auf, von Beginn an muss sie auf dem Weingut helfen. Dabei hat Greta Träume, studieren möchte sie, Lehrerin werden. Und verliebt ist sie. Ausgerechnet in den Sohn der Familie. Das darf niemals herauskommen. Aber das Leben hält auch einige Überraschungen für Greta bereit und die sind nicht alle schlecht.Das Cover ist sehr minimalistisch, passt aber dadurch auch sehr gut zur Geschichte. Und die ist richtig gut, Greta ist eine sehr ausdrucksstarke Persönlichkeit, die ich gleich in mein Herz geschlossen habe. Die authentischen Beschreibungen der Begebenheit, der Zeit in den siebziger Jahren hat sich sehr gut lesen lassen, ein guter Schreibstil. Man merkt allerdings das es sich um eine Reihe oder Trilogie handelt, denn das Ende hat mich ein wenig unzufrieden zurückgelassen. Aber ansonsten ein sehr packendes Buch was gut unterhalten kann.
Hat noch Luft nach oben, kann aber gut unterhalten
Der Auftakt einer neuen Reihe rund um die Winzerin. Mir war anfangs gar nicht bewusst, dass es sich um den ersten Band handelt. Wobei man es sich ja aufgrund des (Unter-)Titel denken kann.Greta lebt bei den Hellerts, die sich nach dem Tod ihrer Mutter um sie gekümmert haben. Auch wenn sie ein Haus über dem Kopf hat, vermisst sie doch etwas die Zuneigung innerhalb einer Familie. Eine Geschichte über eine junge Frau, die es nie leicht hatte im Leben.Ich mochte die Geschichte, auch wenn sie mich jetzt nicht komplett mitgerissen hat. Es passiert vieles, manches ist noch unklar, bei manchen Dingen fehlte mir eine Erklärung. Vielleicht kommt das ja noch in einem der Folgebände. Der Schreibstil war gut zu lesen, auch wenn ich mich erst einfinden musste.Greta ist ein liebenswerter Charakter, der gern etwas mehr Glück und Liebe im Leben verdient hat. Sie ist stark und hat ihre eigenen Träume, lässt sich dennoch etwas herumkommandieren und bleibt sich selbst aber schon treu. Ich finde ihre Entwicklung im Laufe des Buches gut und das offene Ende lässt auf eine interessante Fortsetzung hoffen. Ein paar Dinge waren mir zu viel des Guten, doch an sich ist es eine Geschichte aus dem Leben. Kann mir gut vorstellen, das es genau so passiert und eben nicht nur eine Erzählung ist. Das Buch erzählt von einem Leben voll Entbehrungen, voll Schmerz und viel Arbeit auf den Weinbergen. Das fand ich sehr interessant, denn so umfangreich habe ich mich damit noch nie befasst. Und doch ist das Buch auch recht vorhersehbar und es sind schon so einige Klischees dabei. Gerade das Erbe war für mich dann nicht wirklich überraschend.Ein Roman aus dem Leben, wenn auch etwas einfach gestrickt. Doch die Arbeit als Winzer/in hat mir sehr gefallen.
Wunderbarer Roman über das Leben der 1970er Jahren
Die Autorin Nora Engel versetzt den Leser in das Pfälzer Winzerleben der 1970er Jahre und wichtige Ereignisse wie das erste British Rock Meeting in Speyer oder die Olympischen Spiele in München werden geschickt in die Handlung einbezogen. Des Weiteren werden auch bekannte Lieder dieser Jahre raffiniert in die Geschichte eingeflochten, was mir sehr gut gefallen hat. Die unehelich geborene Greta lebt als Ziehtochter bei der Familie Hellert und muss den Männern in den Weinbergen helfen. Nebenher kümmert sie sich um den kleinen Matse, der gerne ein Mädchen wäre. Die Berufswahl gibt ihr ihr Ziehvater Harald vor und so macht sie als einzige weibliche Person eine Ausbildung als Winzerin. Wie bereits in der Schule ist sie auch hier wieder Klassenbeste. Die jahrelange Ungerechtigkeit die Greta erfahren muss hat mich berüht und ich fieberte beim Lesen mit ihr mit und wünschte ihr, dass sie endlich auch mal glücklich ist.Die meisten Protagonisten um die Familie Hellert herum sind eher unsympathisch, da sie Greta ausnutzen oder ausschließen. So drückt sich ihre verwöhnte „Schwester“ Renate so oft wie möglich von der Arbeit und ist ansonsten berechnend und sehr egoistisch. Harald und Johann, der älteste Sohn, sind engstirnig und insgesamt nicht besonders intelligent. Diese Geschichte wird durch einen eingängigen Schreibstil der Autorin Nora Engel unterstrichen, der einen nicht so schnell los lässt. Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen.Fazit:Ich bin mir sicher, dass Nora Engel mit dem ersten Band der Trilogie ein Bestseller gelungen ist und ich bin schon auf Band 2 gespannt.
Eine schwere Kindheit, eine komplizierte Liebe und unerfüllte Träume - solider Auftakt mit kleinen Schwächen
Nachdem ihre Mutter Maria bei ihrer Geburt stirbt, wächst Greta als Waise bei der Winzerfamilie Hellert auf. Das Mädchen wird in der Familie geduldet, echte Liebe und Zuneigung der Zieheltern erfährt es allerdings nicht. Zu den beiden Söhnen der Hellerts hat Greta indessen eine besondere Beziehung. Um den Jüngsten Matze kümmert sie sich rührend, für Robert, den Rebellen der Familie, empfindet sie tiefere Gefühle. Greta geht gerne in die Schule, lernt mit Leidenschaft und hofft auf eine höhere Schulbildung, doch ihr Ziehvater Harald hat ganz andere Vorstellungen, was Gretas Ausbildung und ihre Zukunft betrifft. Ob Greta trotzdem ihren eigenen Weg finden wird? Hinter dem Pseudonym der Autorin Nora Engel verbergen sich die Schriftstellerinnen Danela Pietrek und Tania Krätschmar. Sie schreiben leicht, gut verständlich und flüssig in der Vergangenheit. Der Prolog schildert einen zentralen Moment im Leben von Gretas Mutter Maria, ansonsten wird von 1970 an chronologisch erzählt. Zwischendurch kommt es immer wieder zu größeren Zeitsprüngen. Das Cover ist recht schlicht gehalten und passt gut zur Handlung: Eine Frau in Arbeitskleidung schiebt ein Fahrrad, sie steht im Zentrum des Titelbilds. Dass Greta ohne Liebe und das Gefühl von Geborgenheit aufwächst, stimmt natürlich traurig. Sie muss stets „funktionieren“ und ganz selbstverständlich hart auf dem Winzerhof mitarbeiten. Auf ihre eigenen Bedürfnisse wird dabei keine Rücksicht genommen. Wenn sie könnte, würde Greta ganz anders leben. Sie ist intelligent, wiss- und lernbegierig und liebt Literatur. Doch ihre Möglichkeiten, ihren Träumen von Bildung und höherer Schule zu folgen, scheinen begrenzt. In der Familie erhält sie wenig Unterstützung. Auch die Söhne der Hellerts Matse und Robert sind nicht glücklich.Während Greta sich meistens in ihre Rolle fügt und dabei ein wenig „blass“ und passiv agiert, sind auch die anderen Figuren nicht besonders tiefgründig und teilweise klischeehaft: Ziehvater Harald wird als stur, Ziehmutter Elfriede als sehr angepasst dargestellt. Die weiteren Kinder des Paares Renate und Johann wirken oft unsympathisch und teilweise recht tumb und grob. Die Charaktere hätten für mich durchaus genauer, individueller und differenzierter herausgearbeitet werden können.Der Roman spielt im konservativen, traditionsbewussten Umfeld einer einfachen Pfälzer Winzerfamilie. Protagonistin Greta sucht wie auch Matse und Robert nach Selbstbestimmung und freier Entfaltung, was von der Familie aber nicht akzeptiert wird. Gretas Konflikt zwischen Tradition und Moderne, zwischen Pflicht, Anpassung und freier Entscheidung wird im Verlauf der Handlung immer offensichtlicher. Gleichzeitig wird die Stimmung, der „Geist“ der Siebziger Jahre, auch durch die wiederholte Erwähnung damals populärer Hits eingefangen. Im Anhang findet sich eine Zusammenstellung der Literatur, die Greta liest, und eine Playlist der in der Geschichte vorkommenden Musiktitel. Das hat mir recht gut gefallen, kann man doch die Titel anhören, um sich besser in die damalige Zeit hineinzuversetzen. Auch werden bestimmte politische, gesellschaftliche und geschichtliche Ereignisse wie die Abtreibungsdebatte oder die olympischen Sommerspiele in München 1972 thematisiert und teils in das Geschehen mit einbezogen. Die unterhaltsame Geschichte ist angenehm unkompliziert und schnell zu lesen. Gerade zum Ende hin wird es richtig spannend. Die Fragen, wie Greta sich entscheiden wird, mit welchen Widrigkeiten sie dabei zu kämpfen hat und ob ihr Glück in der Liebe vergönnt sein wird, beschäftigten mich beim Lesen durchgehend. Auch wenn die Handlung recht vorhersehbar und die Figuren doch recht plakativ und schwarz-weiß wirken, habe ich „Gretas Erbe“ gerne gelesen. Das Ende macht mich so neugierig, dass ich den zweiten Teil jetzt schon kaum erwarten kann. Eine prima Lektüre für ein erholsames Wochenende. Wer gerne Trilogien mit historischem und regionalen Bezug liest, liegt mit diesem leichten Roman richtig.
Guter Auftakt
Das Buchcover von "Gretas Erbe" ist sehr schleicht gehalten und wirkte trotzdem auf mich ansprechend.Greta hat einen schweren Start ins Leben: ihre Mutter stirbt bei der Geburt und ihr Vater kümmert sich nicht um sie. Die Familie, bei der sie aufwächst, schenkt ihr ein ziemlich hartes Leben. Mit etwas Glück schafft sie es aber dennoch ihr durchaus vorhandenes Potenzial zu nutzen und kann das Gymnasium besuchen - was zur damaligen Zeit keine Selbstverständlichkeit war. Dort bekommt sie einiges mit auf den Weg.Lange wird das aber nicht anhalten und sie wird Winzerin und entdeckt gleichzeitig die Liebe für sich. Was es mit "Gretas Erbe" auf sich hat, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.Ingesamt ist es der Auftakt einer interessanten Buchreihe. Die Protagonistin ist mir sympathisch gewesen und man konnte bei ihrem bewegten Leben gut mit ihr mitfühlen. Ich hätte mir an der ein oder anderen Stelle nur etwas mehr Tiefgang gewünscht.
Blut ist dicker als Wein
Unter dem Pseudonym Nora Engel schreiben zwei Autorinnen an dieser geplanten Trilogie.Sicher steckt da ganz viel Recherchearbeit drinnen, aber ich bin doch etwas enttäuscht vom ersten Band.Es ist ohne Frage eine nette Geschichte, aber ich hatte mir doch einen gewissen Tiefgang erwartet. Die handelnden Personen sind sehr klischeehaft und berechenbar, dabei geht ein großer Teil der erwarteten Spannung verloren.Auch wenn es damals, wie auch heute, Moralapostel gab, und gibt, hätte ich mir mehr Feinheiten und weniger Klischee erwartet.Die Geschichte hat so gut begonnen, mit Marie, die als 16jährige nach einer kurzen Affäre ein Kind erwartet, nicht damit rechnen darf, dass sich der verheiratete Vater zum Kind bekennt. Die Mutter stirbt bei der Geburt und das Kind "darf" als Ziehkind bei der Familie, die Marie nach der Flucht aufgenommen hat, bleiben. Aber zu welchem Preis.Harte Arbeit, kaum jemals ein Dankeschön, keine menschliche Wärme, nicht einmal mit ihrem Namen wird Greta angesprochen, immer ist sie das Mädsche, das jederzeit bei Fuß stehen soll. Dabei steckt ein Riesenpotential in der zarten Person, sie ist den Kindern der Familie weit voraus und darf nur deswegen nach der Grundschule aufs Gymnasium, weil die Lehrerin zufällig sieht, wie der Ziehvater aus einem Bordell kommt.Als die Lehrerin wegzieht, ist es aus mit der Schule und Greta "darf" den Beruf der Winzerin erlernen.Sie verliebt sich in Robert, den ältesten Sohn der Familie, der sich früh selbständig gemacht hat und weggezogen ist, um sich sein Leben selbst zu gestalten. Er unterstützt sie zwar, aber er kann Greta nicht aus der Familie " heraushelfen ", weil sie völlig abhängig ist.Nach einem Streit treffen sich Robert und Greta lange nicht mehr und als es dann doch geschieht, hat sich Robert für eine Tournee durch Amerika anheuern lassen und Greta bleibt trauriger als je zuvor alleine zurück. Ihre Bekannten sind grausam zu ihr und ihr Schwager stellt ihr sogar nach.Doch das Schicksal hat Einsicht und Greta ...ja, das verrate ich nun aber nicht.
Kann ein Erbe ein Leben verändern
Die Geschichte spielt in den Siebziger Jahren. Eine Zeit die ich selbst gut miterlebt habe. Greta stammt aus einer einzigen sexuellen Beziehung ihrer Mutter in den Fünfzigern. Ihre Mutter bezahlte die Geburt mit ihrem Leben, so kam Greta bei der Winzerfamilie Hellert unter. Sie wird zwar dort akzeptiert hat man doch mit ihr eine kostenlose Hilfe im Haus. Greta will aber nicht ewig die körperliche Arbeit im Haus und den Weinbergen verrichten. Ihr Traum ist es Kinder zu unterrichten und Lehrerin werden. Hellerts wollen das sie Geld verdienen soll. Der rebellische Sohn der Familie verliebt sich in sie und seine Gefühle werden erwidert. Bis ein Wutausbruch des Vaters den Sohn vom Hof wirft. Da lebt man mit den Nachbarn fast Tür and Tür und weiß nicht welches Geheimnis es gibt. Dann wird Greta zum Notar beordert. Eine plötzliche Erbenermittlung. Der Vater ist wütend fühlt sich betrogen.Ein verlockendes Angebot für Greta. Es gibt da drin aber eine Bedingung die sehr grotesk ist. Ob sie darauf eingeht und ihre Träume in den Wind schreibt? Geld und Macht kann Menschen verändern?Die Geschichte wurde glaubhaft dargestellt und besonders der Vater war ja teilweise streng. Dabei ging es allerdings meist nur um Arbeit, das kam aber sehr real rüber. Hat mir gut gefallen, weil die damalige Zeit tatsächlich so war. Ich kenne viele Winzerfamilien aus der Moselgegend, wo ich geboren bin, die Weinberge waren harte Arbeit. Da musste man tun, was einem befohlen wurde. Liebe und Gefühle waren eher sekundär, das spürte auch die Hauptprotagonistin am eigenen Leib. Und auch Robert, der von Greta später weggestoßen wurde. Die Mutter Elfriede, wie immer nur als Köchin und Hausfrau, sie wagte nicht ihrem Mann zu widersprechen. Auch das erinnert mich an früher. Die Spannung im Buch wurde hoch gehalten, ich konnte es nur schwer aus der Hand legen. Der Schreibstil war sehr emotional die Autorin hat mich auch zum schmunzeln gebracht bei den Songs der damaligen Zeit. Bei einigen hab ich mitgesummt. Die Siebziger Jahre waren auch meine Zeit.Eine wunderbare Erzählung. Bin gespannt wie es mit der Geschichte weitergeht. Hab schon Vorfreude darauf. Ich vergebe 4 Sterne und eine Empfehlung.
Spannende und abwechslungsreiche Familiengeschichte um Greta in einer Winzerfamilie in den 70er Jahren
Greta wird von der Familie Hellert aufgenommen als ihre 17—jährige Mutter bei ihrer Geburt stirbt. Als sie größer ist, ist sie vor allem Haushalts- und Winzerhilfe in der Familie. Greta würde sehr gern beruflich auf eigenen Beinen stehen. Ihr Herz hat sie an Robert, den mittleren Sohn der Familie Hellert, verloren. Der Roman lebt zu Beginn etwas davon, dass man als Leserin das Erbe von Greta erwartet. Dann aber beginnt eine eigene Dynamik und ich bin in das Leben, die Wünsche, Hoffnungen und Sehnsüchte der jungen angenommenen Waise Greta hineingezogen worden und habe das Buch verschlungen.Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Er liest sich sehr flüssig und es passieren ständig neue Ereignisse, so dass ich das Buch an keiner Stelle langweilig empfunden habe. Ich habe zahlreiche interessante Informationen zu Weinanbau und -herstellung, die nebenbei erwähnt werden, erfahren. Vor allem das Vorgehen beim Schutz der Weintrauben vor Nachtfrösten war mir vorher nicht bekannt in der Umsetzung. Die Geschichte wird überwiegend aus der Sicht von Greta erzählt, lediglich an einer Stelle erfährt man mehr über die Gedanken ihrer Ziehmutter. Die Sichtweisen der anderen Figuren bleiben eher verborgen. Diese zusätzlichen Sichtweisen hätten mir die anderen Personen sicher etwas näher gebracht und den Roman insgesamt noch aufgewertet. Trotzdem hat das Buch mir ein großes Lesevergnügen bereitet und ich gebe eine uneingeschränkte Leseempfehlung.… und die Musiktitel der 70er Jahre müssen einfach mitgesummt und wieder einmal gesungen werden. Herrlich!