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Guten Morgen, schönes Wetter heute
Diesmal ist es etwas anderes. Darauf hofft Ina jedes Mal, wenn sie sich verliebt. Doch es geht immer schief. Sie arbeitet in einem Tattoo-Studio und wohnt mit ihrem Sohn Henry in der Siedlung »Am Kastanienbaum«, irgendwo mitten in einer großen Stadt. Dort gibt es noch mehr Menschen wie Ina, 1.583 genauer gesagt.
Über das Alleinsein – und wie nah das Miteinander doch ist
Sie leben nah beisammen und bleiben doch allein. Da ist Herr Bello, der am liebsten im Faltenrock tanzt. Samy, der davon träumt, eine Ente zu streicheln. Und Frau Arslan, die Gedichte in Pralinenschachteln versteckt. Sie alle eint die Sehnsucht nach Glück und Verbundenheit.
»Liebe und Empathie in einer – eigentlich – anonymen Mietshaussiedlung. Unsere Gesellschaft braucht Romane wie diesen. Wenn Sie dieses Buch beendet haben, wird Ihre Welt eine bessere sein. Ich verspreche es!« Florian Valerius @literarischernerd
Eines Tages macht Baggerfahrer Paco eine schicksalhafte Entdeckung: Eine Weltkriegsbombe liegt unter der Erde. Darauf geschieht in der Siedlung etwas Wundersames. Die Menschen kommen einander näher, als es möglich schien. Und Ina begegnet dem Mann, mit dem es etwas anderes ist.
»Wäre Ina eine Minute später losgerannt, hätte sie Herrn Bello in seinem karierten Pyjama sehen können, wie er die Schlafzimmervorhänge aufzieht, das Fenster aufmacht und mit ernster Miene hinausschaut. Obwohl sie es eilig gehabt hätte, hätte Ina Herrn Bello zugewunken, sie kennt ihn vom Sehen, und Herr Bello hätte ›Guten Morgen‹ gesagt. Und damit hätte er an diesem Tag viel früher als sonst gesprochen. Es wäre eine flüchtige Begegnung gewesen, nichts Außergewöhnliches, nur ein kleiner Moment, der das Alleinsein überdeckt hätte.«
Bibliografische Daten
5. Auflage
Tanja Kokoska
Tanja Kokoska wurde 1971 in Frankfurt am Main geboren. Sie war viele Jahre Redakteurin der Frankfurter Rundschau, zuletzt als Leiterin des Magazin-Ressorts. Inzwischen arbeitet sie als freischaffende Journalistin und Autorin, unter anderem für die Satireseite »Die Wahrheit« (taz). Sie lebt nach wie vor in Frankfurt.
2 - 10 von 143 Leserstimme
Gute-Laune-Garant
Eine Siedlung irgendwo in einer Stadt. Das klingt eigentlich ganz unspektakulär, aber Tanja Kokoska gelingt es, aus vielen Alltagsszenen, Charakteren und Familiengeschichten ein Wohlfühl-Buch zu schreiben, das mich in seinen Bann gezogen hat.Wir lernen unter anderem Ina und Henry, Frau Kaiser, Herrn Bello und weitere Bewohner aus dieser Siedlung kennen. Sie kennen sich alle untereinander zunächst nicht näher, höchstens "vom Sehen", aber ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg verändert nicht alles, aber doch vieles. Bis auf Herrn Krämer begegnet man durchweg sympathischen Menschen in dieser Siedlung. Wobei mir die beiden Hauptfiguren Ina und Henry besonders gut gefallen haben.Ich habe dieses Buch in einem Rutsch durchgelesen und konnte mir an einigen Stellen das Schmunzeln nicht verkneifen. Mit diesem Buch kann man sich einen total verregneten Tag im wahrsten Sinne des Wortes schönlesen. Wer kleine Familiengeschichten mag, das Unspektakuläre interessant findet und ein paar entspannte Lesestunden erleben möchte, ist mit diesem Buch bestens bedient.Mein Fazit: Bei schlechtem Wetter oder schlechter Laune sollte man dieses Buch zur Hand nehmen. Auch wenn das Wetter davon nicht besser wird, die Laune wird es auf jeden Fall.
Wenn aus Fremden Freunde werden!
Bei DTV erscheint der Roman Guten Morgen, schönes Wetter heute von Tanja Kokoska.Irgendwo in einer großen Stadt liegt die Siedlung "Am Kastanienbaum" mit Bewohnern aller Gesellschaftsschichten und unterschiedlicher Herkunft, die sich täglich begegnen, aber nicht so richtig kennen. Als der Baggerfahrer Paco bei der Erdarbeiten eine Weltkriegsbombe entdeckt, muss diese entschärft und geräumt werden. Dazu sollen alle umliegenden Bewohner ihre Wohnung verlassen und in einer Turnhalle ausharren bis die Gefahr gebannt ist. Dieser Gesellschaftsroman handelt von Freundschaft, Familie und Nachbarn, die durch die Evakuierung einer Bombenräumung zusammen kommen und sich besser kennen lernen. Vorgestellt werden verschiedene Bewohner mit ihren persönlichen Problemen, Träumen, Zwängen und Wünschen, die Tür an Tür wohnen und sich dennoch eher fremd sind. Die Bewohner stammen aus allen Gesellschaftsschichten, da gibt es die auffällig tätowierte Ina, sie ist alleinerziehende Mutter des fast erwachsenen Henry, der sie sehr selbstständig unterstützt. In der Siedlung gibt es eine Kneipe, die Samy betreibt. Herr Bello trägt gerne Frauenkleider und findet endlich den Mut, diese auch auf der Straße zu tragen. Frau Aslan macht anderen Menschen mit Gedichten eine Freude, die sie ihnen heimlich unterjubelt, dabei ist sie selbst noch auf der Suche nach ihrem eigenen Glück. Die Thailänderin Anh arbeitet zwangsweise illegal in einem Nagelstudio, sie hat gar keine andere Chance. Wann ist das Leben in einer Siedlung lebenswert? Dazu gehört ein gewisser Wohlstand, aber auch die friedliche Koexistenz von Menschen verschiedener Religionen, Kulturen oder Lebensformen. Aber was noch viel mehr zählt, sind Menschlichkeit, Nähe und gegenseitige Unterstützung, die soziales Miteinander ausmachen. Dieses Buch regt an, über Einsamkeit, Nachbarschaft und Menschlichkeit nachzudenken. Es zeigt, wie Menschen durch eine Ausnahmesituation enger zusammen rücken und aufeinander zugehen können und wie aus unbekannten Nachbarn Bekannte werden. Was wäre es für eine friedliche Welt, wenn menschliches Miteinander so empathisch gelebt würde! Ein warmherziger Roman über das, was Menschen miteinander verbindet und sie enger zusammen rücken lässt.
Rührende, ehrliche Nachbarschaftsgeschichten
Wie die kurze Leseprobe schon vermuten hat lassen, werden in diesem Buch die Alltagsgeschichten verschiedener Personen erzählt, die eines verbindet: sie alle Wohnung in der gleichen Siedlung und kennen sich mehr oder weniger gut, laufen sich bewusst oder unbewusst über den Weg und sind so miteinander verbunden. Die Schicksale und Hintergründe der Charaktere sind nüchtern, hart, vom Schicksal gezeichnet aber auch schön, humorvoll und unfassbar rührend erzählt. Man möchte einfach immer weiterlesen und an eine gute Welt voller Zwischenmenschlichkeit und das Gute im Menschen glauben. Die Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein, und die Wahrheit wird schonungslos beschrieben, gleichzeitig fühlt man sich als Leser doch immer wieder den Charakteren nah und verbunden. Ein tolles, leises Buch, das wunderbar unseren Zeitgeist und die Alltagsrealität in allen Facetten zeigt.
Lebenskummer
LebenskummerDie Geschichte spielt in der Siedlung am Kastanienbaum in einer großen Stadt. Nur die Kastanien sind gewichen. Hier wohnt Ina mit ihrem Sohn Henry, Frau Kaiser, Herr Bello, der eigentlich anders heißt. Die Aslans mit ihrem Lebensmittelgeschäft und Sammy, der Koch aus der Gaststätte. Sie sind einige von vielen. Tagein, tagaus. An einer Baustelle neben der Siedlung wird eine Fliegerbombe gefunden. Alle werden evakuiert. Bange Stunden, aber man rückt zusammen.Der Roman von Tanja Kokoska begann anstrengend, da ja erst mal alle Leute vorgestellt werden mussten. Und dann natürlich auch noch ein wenig Zusammenhang dazu. Aber von Kapitel zu Kapitel wurde es besser und man lernte die Protagonisten und ihre Wünsche, Hoffnungen und Sehnsüchte kennen. Man freute, lachte oder litt mit ihnen. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Was mich ein wenig gestört hat, war, dass keiner dabei war, der mit seinem Leben zufrieden war. Alle waren immer auf der Suche oder nach Erfüllung, auch wenn sie es gar nicht wussten. Gibt es keine zufriedenen Menschen mehr?Das Hörbuch hatte keine Längen und wurde von Ulrike Kriener mit viel Herz und Gefühl gelesen.Fazit: aus dem Leben, realitätsnah und warmherzig.
Wenn es Ernst wird rücken alle zusammen
In der Siedlung „Am Kastanienbaum“ wohnen 1583 Menschen, darunter auch Ina. Sie betreibt ein Tattoostudio & hat einen Sohn, Henry. In der Siedlung gibt es eine Kneipe, Samy ist der Wirt, Herr Bello trägt gern Frauenkleider & es gibt Paco, der Baggerfahrer. An dem heutigen Tag wird noch etwas passieren.*******************Was macht eine Siedlung lebenswert? Sind es die Bewohner*Innen, die Geschäfte? Die einen kennen sich mehr, die anderen weniger, fest steht nach dem explosiven Ereignis werden sie sich kennen. Unbekannte werden zu Bekannten. Jede*r hat ihr/sein Leben & obwohl man Tür an Tür lebt, kennt man nicht viel voneinander. Kommt es zu einem ungeplanten Ereignis rücken alle (un)gewollt näher zusammen. Zivilcourage & Nächstenliebe wird großgeschrieben.In dem Buch treffen Menschen aufeinander, die unterschiedliche Herkünfte haben. Sich neu finden oder neues Erkunden. Es geht um Identität, zu sich stehen & den Mut haben als Mann Frauenkleider zu tragen. Raus gehen & sich wohlfühlen. Sich nicht mehr verstecken. Oder den Mut ergreifen seinen Vater zu finden. Wer ist er & wie verändert sich das Leben?Weitere Themen sind: Sehnsucht & Träume, Gedichte von Rilke & damit anderen eine Freude machen, aber es zeigt auch die Schattenseite, unter Zwangsarbeit Geld verdienen.In Kokoska ihr Buch geht es ums ICH- & Wir-Sein. Der Roman besitzt eine tolle, einfache Sprache, unaufgeregt erzählt mit humorvollen Passagen. Jede*r Person ist gut ausgearbeitet mit wenigen Worten sind sie nahbar. Das Buch behandelt viele Themen, aber keines ist zu viel/unwichtig. Sie greifen wie Zahnräder ineinander. Es erzählt die Geschichte in der Gegenwart & gibt wenige Einblicke in die Vergangenheit. Das Buch könnte eine real existierende Bilderbuchsiedlung beschreiben. Es zeigt wie das miteinander (wohnen) funktioniert & davon sollten wir uns alle etwas abschauen.
An der Fassade kratzen
Um die 1.500 Menschen wohnen Tür an Tür, Fenster an Fenster in der Plattenbausiedlung, in der auch Ina mit ihrem Sohn lebt. Ein paar Eingänge weiter hat auch ihre Mutter eine Wohnung gehabt, die Ina nach ihrem Tod nun ausräumen muss. Der eigentümliche Nachbar Herr Bello, verlässt die Wohnung nur für das Nötigste. Frau Arslan möchte dagegen aus dem kleinen Laden, den sie mit ihrem Mann betreibt, am liebsten ausbrechen. Und Baggerfahrer Garcia träumt davon groß rauszukommen. Sie alle kennen sich vom Sehen, doch mehr als ein "Guten Tag" ist meistens nicht drin. Tanja Kokoska kratzt mit "Guten Morgen, schönes Wetter heute" die Fassade der Wohnsiedlung mehr als nur an. Wo auf den ersten Blick nur Oberflächlichkeiten ausgetauscht werden, erhält dieses kleine Gesellschaftsporträt mehr und mehr Tiefe. Besonders gefallen haben mir Dynamik und Entwicklung dieses Miteinanders und die Beziehungen der Personen zueinander. Dabei ist der Roman ausgesprochen kurzweilig und locker zu lesen.
Die Nachbarschaft
Eine Geschichte über Menschlichkeit und Wärme, die ein gutes Gefühl im Bauch hinterlässt. Die verschiedenen Perspektiven der Geschichte ermöglichen es uns als Zuhörenden, den Protagonisten sehr nahe zu kommen. Sie alle haben ihr Päckchen zu tragen – die einen mehr, die anderen weniger. Sie wohnen in derselben Siedlung und wissen doch so wenig voneinander. Sie leben nebeneinanderher und nicht miteinander. Es sind die kleinen Geschichten des Alltags, die diesen Roman ausmachen. Die stillen, leisen Geschichten, die aus genauer Beobachtung entstehen und uns einen Blick hinter die Kulissen werfen lassen. Der Fund einer Weltkriegsbombe und deren Entschärfung ändern alles, und auf einmal finden echte Begegnungen statt und man rückt zusammen. Wir tauchen ein in eine vielfältige Gedankenwelt, die nicht irgendwo Halt macht, sondern dazu einlädt, einander kennenzulernen. Ein leichtes Buch, das gleichzeitig zum Nachdenken anregt und uns vielleicht etwas mehr Achtsamkeit für unsere Mitmenschen im Alltag schenken kann. Vielleicht können wir Barrieren abbauen und durch ein Lächeln oder ein freundliches Wort neue Bekanntschaften schließen. Ein Buch für alle, die sich gerne auf Romane einlassen, um daraus etwas für ihr eigenes Leben mitzunehmen.
Warmherziger Roman
In "Guten Morgen, schönes Wetter heute" geht es um die Bewohner der Siedlung "Am Kastanienbaum", die dicht nebeneinander und doch oft allein leben. Als eine Weltkriegsbombe unter der Erde entdeckt wird, bringt die ungewöhnliche Situation die Bewohner einander näher.Die Geschichte hat mich ein wenig an "Die Straße" von Robert Seethaler erinnert. Während mir dessen Erzählweise allerdings etwas zu fragmentarisch war, hat Tanja Kokoska hier für mich die gelungenere Umsetzung gefunden: Man lernt die vielen Bewohner nach und nach kennen und baut eine Beziehung zu ihnen auf. Die Charaktere sind dabei vielfältig, teilweise skurril, gleichzeitig haben ihre Geschichten etwas warmherziges. Besonders Ina und Henry sind mir ans Herz gewachsen.Der Schreibstil ist leicht und angenehm zu lesen. Ich habe zwar ein paar Seiten gebraucht, um richtig in die Geschichte hineinzufinden, danach wollte ich das Buch aber kaum noch aus der Hand legen. Einige Zufälle und Entwicklungen wirken bei genauerem Hinsehen vielleicht etwas konstruiert. Mit der rosaroten Brille hat das für mich aber wunderbar zu diesem besonderen Roman gepasst.Alles in allem ein warmherziger Roman über Zusammenhalt und die kleinen Verbindungen im Leben, die so wertvoll sind.
Ein Blick aus dem Fenster auf die Menschen nebenan
Manchmal sind es gar nicht die großen Ereignisse, sondern die Menschen und ihre kleinen Geschichten, die ein Buch besonders machen. Die Autorin erzählt aus dem Leben der unterschiedlichsten Bewohner einer Siedlung und nimmt dabei eine beobachtende Perspektive ein. Diese Erzählweise hat mir sehr gut gefallen, weil man dadurch viele kleine Einblicke in das Leben der Bewohner bekommt, ohne sich zu sehr in einzelnen Figuren oder Ereignissen zu verlieren.Nach und nach lernt man die Bewohner immer besser kennen. Anfangs lebt jeder eher nebeneinanderher, ohne die anderen wirklich wahrzunehmen. Doch der Bombenfund und die notwendige Evakuierung verändern das Zusammenleben. Plötzlich achtet man mehr aufeinander und merkt schnell, dass jeder sein eigenes Päckchen zu tragen hat.Besonders gefallen hat mir die bunte Mischung der Bewohner. Jeder bringt seine eigene Geschichte und seine ganz persönlichen Herausforderungen mit, wodurch es spannend war, sie ein Stück ihres Weges kennenzulernen. Oft steckt hinter dem ersten Eindruck mehr, als man zunächst vermutet.Ina ist mir dabei besonders ans Herz gewachsen. Sie ist eine starke Frau, die auf ihr persönliches Glück hofft, dabei aber nicht einfach abwartet, sondern ihr Leben selbst in die Hand nimmt. Das machte sie für mich zu einer sehr sympathischen Figur.Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, selbst aus dem Fenster zu schauen und für einen Moment das Leben der Nachbarn zu beobachten. Man erlebt ausgewählte Momente, ohne alle Hintergründe der einzelnen Geschichten zu erfahren. Gerade das verleiht dem Buch eine ruhige, angenehme Atmosphäre und macht es für mich zu einer echten Wohlfühlgeschichte.Ich hätte die Menschen aus der Siedlung gerne noch etwas länger begleitet und mehr über sie erfahren. Ein wenig mehr Tiefgang hätte ich mir an manchen Stellen zwar gewünscht, trotzdem habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Für mich ist es ein warmherziger Roman über Nachbarschaft, Zusammenhalt und darüber, dass man manchmal erst genauer hinsehen muss, um die Menschen um sich herum wirklich kennenzulernen. 4/5 Sterne
Nicht allein, aber trotzdem einsam
„Am Kastanienbaum“ nennt sich eine Wohnsiedlung, irgendwo mitten in einer großen Stadt. Genau 1.584 Menschen wohnen dort, die meist achtlos aneinander vorübergehen. Man grüßt sich, nickt sich zu und geht dann wieder seines Weges. Das soll sich ändern, als eines Tages bei Bauarbeiten eine Weltkriegsbombe im Erdreich gefunden wird. Während der Entschärfung werden alle Bewohner in der Turnhalle der nahen Schule untergebracht. Dort im Gedränge ist es unmöglich, seinem Nachbarn auszuweichen. Man kommt ins Gespräch, redet über die Bombe oder über das Wetter - und findet sich plötzlich sympathisch. Für einige von ihnen wird sich ihr Leben durch dieses Ereignis sogar grundlegend ändern … Tanja Kokoska, geb. 1971 in Frankfurt/Main, ist eine deutsche Journalistin und Autorin. Sie war viele Jahre bei der Frankfurter Rundschau beschäftigt. Inzwischen arbeitet sie als freischaffende Journalistin und ist auch als Autorin aktiv, die bereits einige Bücher erfolgreich veröffentlichte. Sie ist mit dem Redakteur der Frankfurter Rundschau, Stephan Hebel, verheiratet und lebt immer noch in Frankfurt/Main. „Guten Morgen, schönes Wetter heute“ (2026, dtv Verlagsgesellschaft) ist der dritte Roman der Autorin. Was an dem Buch zuerst auffällt, ist das farbenfrohe, überaus gelungene Cover, das verdeutlicht, wie dicht die Bewohner beieinander leben und doch keinen Kontakt zueinander finden. Tanja Kokoska hat ein ausgezeichnetes Gespür für Menschen und ihre Schicksale, von denen wir einige kennenlernen durften. Menschen, die man nicht mehr vergisst und die man gerne zum Freund hätte. Einsame Menschen, Alte und Junge – der Fund einer Bombe sorgt dafür, dass sie sich näherkommen und in Zukunft ein freundlicheres Miteinander haben. Der Schreibstil ist sehr ansprechend, angenehm flüssig und vermittelt durch seine detailreichen Beschreibungen das Gefühl, selbst dabei zu sein. Den Schluss bilden leider einige glückliche „Zufälle“, die schon sehr den Charakter einer „Seifenoper“ haben. Deshalb von mir nur 4*. Fazit: Schonungslos ehrlich und romantisch, aber auch tragisch berührend – kurzum ein schönes Buch.
Veranstaltungen & Medientermine
Oldenburger Str. 19
26419 Schortens
Eine Veranstaltung im Rahmen des Bensheim Lesefestivals. Das Lesefestival Bensheim ist eine Veranstaltungsreihe im Rahmen des Literaturfestivals Leseland Hessen
Georg-Stolle-Platz 5
64625 Bensheim
Bahnhofstr. 18
63500 Seligenstadt
Haidplatz 8
93047 Regensburg
Eine Veranstaltung im Rahmen der Verler Literaturtage
Hauptstraße 15
33415 Verl
Schillingsgasse 3
76275 Ettlingen
Burgstr. 10
47441 Moers
Hüsingstr. 20
58239 Schwerte
Burgstraße 47
54470 Bernkastel-Kues-Bernkastel
Marktplatz 8
78315 Radolfzell am Bodensee
Pressestimmen
Das ist so schön, wie die Autorin diese Schicksale zu einem modernen Märchen verwebt. (…) Mit ganz z...artem Humor, aber eben auch mit ganz viel Tiefgang. (…) Das Buch macht uns einfach glücklich. mehr weniger
Mike Altwicker, 19.06.2026
Scharf beobachtet, mit wunderbaren Figuren, die einem ans Herz wachsen, inspiriert uns der Roman, na...ch Gemeinsamkeiten zu suchen – statt sich abzuschotten. mehr weniger
02.09.2026
Herzerwärmend, mutmachend und einfach schön.
Christiane Graeben, 01.09.2026
Ein Roman wie ein kühler Meereswind im Sommer– er sorgt für ein angenehmes Wohlgefühl, ohne jemals k...itschig oder oberflächlich zu sein. Jede einzelne Figur strauchelt auf ihre Weise durchs Leben, bleibt dabei aber immer würdevoll und stark. mehr weniger
Tanja Wessen, 10.08.2026
Ein utopischer Blick auf unsere Gesellschaft, wie wir zusammenleben könnten!
Daniel Kaiser, 17.07.2026
Es wird alles liebevoll, sanft erzählt, mit Humor, mit ganz viel Herz. Da steckt ganz viel Menschlic...hkeit drin, und das ist schön. mehr weniger
Gesa Wegeng, 17.07.2026
Hinter dem ironischen Titel ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹ verbirgt sich ein liebevoller Blick... auf eine Frankfurter Siedlung. mehr weniger
08.07.2026
Tanja Kokoska erinnert auf eine ganz besondere Weise daran, wie wichtig ein Lächeln oder ein „Guten ...Morgen“ sein kann. (…) Ein Roman, der Hoffnung macht. mehr weniger
01.07.2026
Es ist berührend, wie Tanja Kokoska es versteht, von Menschen zu erzählen.
30.06.2026
Tanja Kokoska hat mit ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹ ein ganz wunderbares Buch geschrieben, da...ss einen als Leser*in mit einem durch und durch zufrieden Gefühl zurücklässt. Die Figuren, die einem hier begegnen, wachsen einem beim Lesen sehr ans Herz. mehr weniger
Eva Haury, 30.06.2026
Ein Gesellschaftsroman voller Wärme und zartem Humor über Freundschaft, Familie und Nachbarschaft.
Jessica Gartzke, 18.06.2026
Ein Buch, das positiv stimmt.
18.06.2026
Berührend!
18.06.2026
Gemeinsam liest es sich besser!
Gewinnen Sie ein Bücherfrühstück für sechs Personen
Gute Geschichten sind doch noch ein bisschen besser, wenn man sie nicht allein für sich behält. Darum laden wir Sie ein, ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹ gemeinsam zu lesen – und die Freude daran zu teilen.
1. Preis: 3x ein vegetarischer Frühstückskorb für 6 Personen im Wert von ca. 100 Euro, sowie eine Picknickdecke (2x2m) sowie sechs Exemplare des Romans
2. Preis: 5x je eine exklusive Schmökerbox zu ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹
3. Preis: 5x je eine signierte Ausgabe von ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹
Um am Gewinnspiel teilzunehmen, füllen Sie das untenstehende Formular aus und beantworten Sie folgende Frage: Mit wem würden Sie ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹ am liebsten gemeinsam lesen – und warum?
Das Gewinnspiel endet am 21. August um 23:59 Uhr. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.
Lerne die Bewohner*innen der Siedlung »Am Kastanienbaum« kennen