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Guten Morgen, schönes Wetter heute
Diesmal ist es etwas anderes. Darauf hofft Ina jedes Mal, wenn sie sich verliebt. Doch es geht immer schief. Sie arbeitet in einem Tattoo-Studio und wohnt mit ihrem Sohn Henry in der Siedlung »Am Kastanienbaum«, irgendwo mitten in einer großen Stadt. Dort gibt es noch mehr Menschen wie Ina, 1.583 genauer gesagt.
Über das Alleinsein – und wie nah das Miteinander doch ist
Sie leben nah beisammen und bleiben doch allein. Da ist Herr Bello, der am liebsten im Faltenrock tanzt. Samy, der davon träumt, eine Ente zu streicheln. Und Frau Arslan, die Gedichte in Pralinenschachteln versteckt. Sie alle eint die Sehnsucht nach Glück und Verbundenheit.
»Liebe und Empathie in einer – eigentlich – anonymen Mietshaussiedlung. Unsere Gesellschaft braucht Romane wie diesen. Wenn Sie dieses Buch beendet haben, wird Ihre Welt eine bessere sein. Ich verspreche es!« Florian Valerius @literarischernerd
Eines Tages macht Baggerfahrer Paco eine schicksalhafte Entdeckung: Eine Weltkriegsbombe liegt unter der Erde. Darauf geschieht in der Siedlung etwas Wundersames. Die Menschen kommen einander näher, als es möglich schien. Und Ina begegnet dem Mann, mit dem es etwas anderes ist.
»Wäre Ina eine Minute später losgerannt, hätte sie Herrn Bello in seinem karierten Pyjama sehen können, wie er die Schlafzimmervorhänge aufzieht, das Fenster aufmacht und mit ernster Miene hinausschaut. Obwohl sie es eilig gehabt hätte, hätte Ina Herrn Bello zugewunken, sie kennt ihn vom Sehen, und Herr Bello hätte ›Guten Morgen‹ gesagt. Und damit hätte er an diesem Tag viel früher als sonst gesprochen. Es wäre eine flüchtige Begegnung gewesen, nichts Außergewöhnliches, nur ein kleiner Moment, der das Alleinsein überdeckt hätte.«
Bibliografische Daten
5. Auflage
Tanja Kokoska
Tanja Kokoska wurde 1971 in Frankfurt am Main geboren. Sie war viele Jahre Redakteurin der Frankfurter Rundschau, zuletzt als Leiterin des Magazin-Ressorts. Inzwischen arbeitet sie als freischaffende Journalistin und Autorin, unter anderem für die Satireseite »Die Wahrheit« (taz). Sie lebt nach wie vor in Frankfurt.
4 - 10 von 143 Leserstimme
Tolle Sommerlektüre
"Guten Morgen, schönes Wetter heute" ist ein tolles Buch für lange Sommertage. Es ist leicht und berührend zugleich, komisch, manchmal traurig und einfach schön zu lesen. Der Schreibstil macht es leicht in die Geschichte rund um die Kastanienbaum Siedlung einzutauchen mir, weil er einfach und flüssig ist. Das Buch lässt sich leicht lesen und wirkt dabei trotzdem nicht oberflächlich. Während ich las konnte ich die Protagonisten Ina -sympathisch durch und durch- dabei begleiten, ihre Nachbarn besser kennenzulernen. Das fand ich gelungen. Die Figuren wirken nicht perfekt, sondern wie echte Menschen mit ihren Stärken, Schwächen und Problemen. Dadurch konnte ich ihre Entscheidungen meistens gut nachvollziehen. Vor allem die Gespräche zwischen den Menschen machen diesen Roman so lesenswert. Er hat mich daran erinnert wie kostbar und spannend es ist, meine Mitmenschen zu kennen und nicht nur nebeneinander her zu leben. Manchmal hätte die Handlung für meinen Geschmack etwas spannender sein können, weil sie sich dann doch etwas gezogen hat. Trotzdem hat mich das Buch zum Nachdenken gebracht und gezeigt, wie wichtig zwischenmenschliche Beziehungen und die kleinen Momente im Alltag sein können. Insgesamt würde ich das Buch weiterempfehlen, vor allem an Leute, die ruhige und lebensnahe Geschichten mögen.
Für mehr Miteinander und weniger aneinander vorbeileben
Ich finde dieses Buch ist inhaltlich genau, was unsere Gesellschaft braucht: ein Plädoyer dafür nicht wegzuschauen, einander zu helfen, für mehr Menschlichkeit und Miteinander. Denn zusammen ist man stärker, mutiger, glücklicher. Ich fand das Setting toll angelegt: diese Wohnsiedlung voller Anonymität, die es eigentlich überall gibt. Man kennt die Nachbarn vielleicht vom Sehen, kennt vielleicht sogar von einigen die Namen, aber eigentlich hat man nichts miteinander zu tun, weiß nicht wer sind sind und was sie umtreibt. Und genau das wird hier beleuchtet: der Leser bekommt viele kleine Einblick in den Lebensalltag einiger Bewohner der Siedlung- und das auf eine sehr herzliche, sehr menschliche und nahbare Art. Es gab viele süße Schmunzel-Momente, ein bisschen Augenverdrehen und ein paar Mal ist mir auch ein bisschen schwer ums Herz geworden. Aber alle Szenarien waren sehr greifbar, sehr authentisch und einfach charmant zusammengeführt. Ich fands so schön, wie hier viele der Figuren über ihren jeweiligen Schatten springen, sich inneren Dämonen stellen, füreinander einstehen und einfach eine Gemeinschaft bilden. Habs super gern gelesen und wollte gar nicht, dass die Geschichte schon so schnell vorbei ist.
Wie schön… es menschelt!
Eine Siedlung wie es sie in jeder größeren Stadt gibt. Anonymität und Menschen die einsam sind, obwohl sie es nicht müssten. Alltägliche Sorgen, Wünsche und Schicksale. In „Guten Morgen, schönes Wetter heute“ erzählt Tanja Kokoska Geschichten von Menschen wie Dir und mir. Von Menschen wie Baggerfahrer Paco, Ina, Frau Arslan, Samy und Herrn Bello, die sich räumlich so nah und doch so fern sind, bis eine alte Weltkriegsbombe sie verbindet. Es war weniger das Cover, als vielmehr die Beschreibung die mich sofort angesprochen und neugierig gemacht hat. Ein Roman der verspricht wieder an „das Gute im Menschen“ zu glauben - na wenn das mal keine hoch gesteckten Ziele sind! Menschen- und Lesemüde wie ich derzeit bin, habe ich mich da direkt mal für die Hörbuchversion entschieden, die übrigens von Ulrike Kriener richtig toll und absolut passend eingesprochen wurde. Ich habe mich von der ersten Silbe an „Am Kastanienbaum“ sehr wohl gefühlt und hatte auch keine Probleme in die Geschichte hineinzufinden. Ganz im Gegenteil - der emphatische, warme Schreibstil und die liebenswerten, authentischen Protagonisten haben mich sofort abgeholt und mit in ihre Welt genommen. Eine Welt voller bedeutungsstarker Alltäglichkeiten, Gedanken, Einsamkeit und Sehnsüchte, denen sich Tanja Kokoska auf bemerkenswert einfühlsame, leichte und doch ehrliche Weise annimmt und Menschlichkeit einhaucht. Fazit: Irgendwie war es Balsam für die Seele und ein Genuss diesem Hörbuch zu lauschen. „Guten Morgen, schönes Wetter heute“ ist eine gleichermaßen unterhaltsame, wie schön erzählte, aktuelle und berührende Geschichte. Sie öffnet das Herz und regt ganz sicher auch zum nachdenken an. Auf jeden Fall sehr Lesens- oder auch Hörenswert!
Dazusetzen ist gar nicht so schwer
Die Floskel „Schönes Wetter heute“ verbinde ich eher mit Oberflächlichkeit. Hier ist aber das genaue Gegenteil der Fall, hier haben wir es mit einer Geschichte mit Tiefgang zu tun. Es ist sehr bewegend, vielleicht hier und da ein bisschen kitschig, wie die Autorin die einzelnen Schicksale zu einem modernen Märchen verbindet.Ina und ihr Sohn Henry, Herr Bello, Frau Kaiser und Frau Radulescu, Frau und Herr Arslan, Samy und Herr Garcia, Herr Krämer leben in der Siedlung Kastanienbaum. Sie leben ihr Leben und sind auf der Suche nach ihrer Bestimmung, nach Glück und nach Zugehörigkeit.Durch einen Bombenfund werden Gewohnheiten tüchtig durcheinander gewirbelt und Beziehungen neu aufgestellt. Dann noch ein bisschen Glitzerstaub darüber und fertig ist eine Geschichte, die ans Herz geht und alle an irgendeiner Stelle abholt.
Wie ein herzerwärmendes "Märchen"
Welch ein schönes Buch! Schon die Covergestaltung ist ansprechend gestaltet und macht neugierig was hinter all den Fenstern geschieht. Tanja Kokoska nimmt uns mit in die Siedlung "Am Kastanienbaum" in der 1.583 Menschen leben. Da gibt es einen Baggerfahrer der kurz vor seiner Rente steht. Auch Frau Arsalan lernt man näher kennen die Gedichte liebt. Herr Bello trägt gerne Röcke und ist aber eigentlich eher schüchtern. Ebenso gibt es Ina die in einem Hotel arbeitet und mit Henry ihrem Sohn zusammenlebt. Auch einige andere Bewohner der Siedlung lernt man kennen. Tanja Kokoska wechselt in den Kapiteln immer zwischen den einzelnen Personen und man hat das Gefühl sehr nahe in ihren Alltag einzutauchen. Dabei weiß ich gar nicht welcher Person und Geschichte am liebsten gefolgt habe. Jeder hat etwas liebenswürdiges an sich und als Leser erfährt man auch einiges von ihren Gefühlen und Gedanken. Eines Tages macht Baggerfahrer Paco einen Fund: eine Weltkriegsbombe. Dieser Fund bringt dabei bei einigen Bewohnern etwas ins Rollen. Im gesamten Buch passiert eigentlich von der Handlung her nicht viel. Aber dafür passiert viel mehr in unseren Gedanken und Gefühlen! Wie ein modernes Märchen, ohne drohendem Zeigefinger! Ein Buch das im Herzen bleibt!
Nebenan
Ein herzerwärmendes Hörbuch, angenehm und mit ruhiger Stimme vorgelesen von Ulrike Kriener.Autorin Tanja Kokoska nimmt den Hörer mit in die Straße „Am Kastanienbaum“.Sie lässt sie in die Wohnungen schauen und dabei einige der Bewohner näher kennenlernen. Da gibt es Ina, alleinerziehend und den „Einen“ suchend. Sie und ihr Sohn gehen sehr liebevoll mit einander um, das ist glaubhaft dargestellt und berührt. Aber es gibt auch den distinguierten Herrn Bello mit gut gehüteten Vorlieben. Und das Obst- und Gemüsehändlerpaar Arslan sowie den Koch und Lokalbesitzer Samy. Alle so dargestellt, dass man sie vor sich zu sehen meint, selbst den Baggerfahrer, der von einem Sensationsfund träumt und von den Kollegen veralbert wird.Das normale, eigentlich ziemlich alltägliche Geschehen, einige Aufregungen inclusive. Könnte eine Straße in unmittelbarer Nähe sein, ist gut vorstellbar und hinterlässt das Gefühl, interessante und freundliche Menschen kennengelernt zu haben.
eine Geschichte, so wunderbar wie Apfelkompott
Guten Morgen, schönes Wetter heute – Tanja Kokoska Wir befinden uns in der Siedlung „Am Kirschbaum“, in der 1.583 Menschen leben - irgendwo in einer großen Stadt. Eine der Menschen ist Ina, die tagsüber als Tätowiererin arbeitet und die Abende mit dem Zweitjob an der Hotelrezeption verbringt, um ihren Sohn Henry und sich über die Runden zu bringen. In Herzensangelegenheiten sieht‘s bei ihr mau aus, Henrys Vater hätte die große Liebe sein können, jedoch haben unglückliche Umstände dies verhindert und so muckelt sie sich mit Mut, dem Willen weiterzumachen, Humor und einem guten Musikgeschmack durchs Leben: „Sie liebte Depeche Mode immer noch.“ (S.23) In der Siedlung wohnen auch Frau Kaiser, deren Sohn Roland im fernen Japan lebt und die abends, um der Einsamkeit zu entfliehen und um mit jemandem zu reden, in Hotels anruft, und Herr Bello, der eigentlich anders heißt, aber das ist egal, denn auch er ist nach dem Tod seiner Frau allein: mit sich und mit dem Wunsch, in einem Faltenrock zu tanzen. Bei Samy, dem Wirt der Gaststätte „Zum Plaudern“, drehen sich die Gedanken um Gesundheitsthemen und im Lebensmittelladen von Familie Arslan gibt es allerlei Geheimnisse. Neu in der Siedlung ist Herr Krämer. Er ist in die Wohnung von Inas Eltern gezogen, alles andere als ein Sympathieträger und null kompatibel mit dem kleinen Mikrokosmos der Siedlung. Sie alle haben ihren Alltag, ihre Sorgen, die glücklichen und die anderen Momente. Sie kennen einander nur wenig oder flüchtig – doch nach und nach passiert etwas in ihrem Leben. Dinge verändern sich. Dann findet der Baggerfahrer Paco bei Bauarbeiten eine Weltkriegsbombe, die Siedlung wird evakuiert und aus dieser Situation heraus entsteht eine besondere Situation, die die Menschen einander näherbringt. „Man muss zusammenhalten, so schwer das fällt, denkt sie. Dieser Mann sieht aus, als verstünde er etwas davon. Und auch von geblümter Sehnsucht. Er hat so etwas im Blick.“ (S.87) Geblümte Sehnsucht – ich liebe diese Formulierung. Bei den Menschen in der Geschichte gibt es sehr viel von dieser Sehnsucht, ebenso wie Geheimnisse, Wünsche und Träume, und Tanja Kokoska erzählt warmherzig und lebhaft davon. Ich könnte nicht einmal sagen, wer mir mehr ans Herz gewachsen ist: Frau Kaiser, die bezaubernde ältere, mitunter leicht vergessliche Dame, Herr Arslan, der sich morgens nach dem Besuch auf dem Großmarkt eine kleine, besondere Auszeit erlaubt, oder seine Frau, die Menschen mit Botschaften in Lebensmittelverpackungen glücklich machen möchte. Oder Ina, eine Protagonistin, die mir nicht nur aufgrund ihres großartigen Musikgeschmacks sympathisch ist. „Ina mag Apfelkompott.“ Das klingt nach Liebe. Endlich einmal nach Liebe. (S40) Mir hat der Ausflug in die Siedlung „Am Kirschbaum“ richtig gut gefallen, denn ich mag es, wie die Geschichten langsam ineinander übergehen, die Menschen einander näherkommen und zusammen weniger allein sind. Natürlich verrate ich nicht, ob sich bei Ina in Herzensdingen etwas ergibt… das müsst ihr schon selbst herausfinden. Ein Zitat von „Element of Crime“, Depeche Mode und The Cure (ja, der beste aller Roberts kommt auch in dem Buch vor) und hin und wieder unnützes Wissen: „In der Londoner U-Bahn bleiben jedes Jahr achtzigtausend Regenschirme liegen“, merkte Frau Arslan an. (S.36) Die Kapitel haben schöne Überschriften, es werden Rilke-Gedichte versteckt und sich gemeinsam mutig gegen einen unangenehmen Menschen zur Wehr gesetzt. Einfach wunderbar. „Guten Morgen, schönes Wetter heute“ ist eine Geschichte, in der ich mich beim Lesen absolut zuhause und sehr wohl gefühlt habe. Die Charaktere sind mitten aus dem Leben gegriffen, ihre Geschichten ehrlich und nachvollziehbar. Große, herzliche Leseempfehlung!
Leben in einer Siedlung
Die Kastaniensiedlung könnte überall sein. Hier leben viele Menschen, jeder mit seinen Sorgen, Träumen, Ängsten, Geheimnissen und Hoffnungen. Und wie es so ist man kennt sich kaum. Man grüßt sich kurz, wechselt vielleicht ein paar Worte, aber das war es dann auch schon.Der Fund einer Weltkriegsbombe verändert das Leben in der Siedlung. Die Bewohner der Siedlung müssen in einer Turnhalle zusammenrücken und das bringt eine Nähe, die neu ist und die Menschen verändern sich. Es sind auf einmal Dinge möglich, die vorher unmöglich waren und manches scheint auf einmal leichter und selbstverständlicher. Ein Buch voller liebenswerter Charaktere, die einen berühren. Es gibt viel zu schmunzeln und es gibt einiges was nachdenklich macht.Leicht und flüssig zu lesen, ohne dabei flach zu sein. Das Cover wurde sehr treffend gewählt.
Wunderbar
Ich muss sagen, dass ich im ersten Moment nicht so einen tiefgründigen und emotionalen Roman erwartet hatte. Tanja Kokoska hat ein Gespür dafür, Geschichten zu erzählen, die mitten ins Herz gehen und auf eine einzigartige Weise. Vor allem so, dass ich gar keine Wahl hatte - nicht zu schmunzeln zu beginnen.… okay es war ein breites Grinsen in meinem Gesicht. Aber manche Sitautionen waren ja auch zu köstlich.Ich glaube auch, dass diese sich bestimmt so oder so ähnlich auch in der Realität abspielen. Das Setting, wenn aus quasi Fremden eine Gemeinschaft wird und sich Blickwinkel verschieben - ist der Autorin wirklich fanatisch gelungen. Es fühlte sich auch vollkommen realistisch dargestellt an. Ich könnte schwören, dass ich dieses Zusammenfinden dieser Gruppe als wirklich angenehm empfand. Auch wenn oder vor allem wegen dem Humor von Tanja Kokoska. Die Autorin hat mir Menschen näher gebracht, die ich wahrscheinlich auch in meinem nähren Umfeld finden könnte. Ich glaube, dass sie mich dazu gebracht hat, besser hinzuschauen. Ich hatte unglaublich schöne und nachdenkliche Momente beim Lesen. Vielleicht sehe ich sogar meine Nachbarn mit völlig anderen Augen und denke, dass es sich (wie in diesem Buch) lohnt in einer Gemeinschaft zu leben, denn nur zusammen kann man fast alles schaffen.Fazit Guten Morgen, schönes Wetter heute ist zwar gesellschaftspolitisch, aber ermutigt es zu wagen auf andere zuzugehen und sich zu öffnen. Ich möchte mehr von Tanja Kokoska lesen, denn ich feiere es, wenn ich nicht anders kann, als eine Geschichte zu lieben.
Mein FeelGood Roman des Jahres 2026
An diesem Cover kommt man nicht vorbei! Die bunten Farben lassen erst auf dem zweiten Blick erkennen, dass sich dahinter Wohnungen in einem großen Hochhaus verbergen und könnte suggerieren, dass es sich hier um Eitel Sonnenschein handelt?Der Roman beginnt einer sehr kurzen Beschreibung der Siedlung, mit der Hauptfigur Ina, die sich auf den Weg zum Zahnarzt macht und dem Gedanken, „wäre Ina nur fünf Minuten eher aus dem Haus gekommen…..“ Nein, es folgt keine schlimme Szene à la, „Was wäre, wenn“, sondern die Beschreibung, wie Ina einige andere Bewohner der Siedlung Am Kastanienbaum, die 1.583 Menschen umfasst, hätte wahrnehmen können. Ein guter Einstieg, um die wichtigsten Akteure vorzustellen und das gemeinsame Thema des Alleinseins. Frau Kaiser, die vergesslich wird, Herr Bello, der gerne Frauenkleider trägt. Daneben gibt es Frau Aslan, die gerne Gedichte in Verpackungen in Produkte ihres Lebensmittelgeschäfts legt oder Sammy aus Sri Lanka, der eine Gaststätte betreibt und noch Wünsche hat.Ina ist alleinerziehende Mutter eines 17-jährigen Sohnes, die die Wohnung ihrer Eltern ausräumen muss und am Existenzminimum lebt. Der Vater ihres Sohnes ist ihr nicht bekannt. Nicht zu vergessen, der Baggerfahrer Paco, der eine Bombe aus dem 2. Weltkrieg entdeckt. Als Folge dessen muss die Siedlung evakuiert werden und die Bewohner kommen sich näher.Auch die Ausbeutung junger, illegaler Asiatinnen in einem Nagelstudio findet den Weg in die Geschichte,Dies ist die Ausgangssituation, die die Grundlage für diesen Roman bildet.Auf 348 Seiten erzählt Tanja Kokoska in ihrem Debütroman sehr feinfühlig über die Menschen in der Siedlung. Mit detailliertem Blick beschreibt sie diese so, dass sie mir ans Herz wuchsen. Dabei wertet sie nicht. Ihre Träume, Wünsche, Verlust, Einsamkeit finden Eingang und werden durch detaillierte Betrachtungen miteinander verwoben. Schnell wird man mit den Protagonisten warm und möchte immer mehr über sie lesen.Kleinigkeiten und Zufälle sind die Basis für diese feinsinnige Erzählung. Eine Erzählung, die man unendlich lange lesen möchte und die zum Sommer passt.Durch die Evakuierung miteinander verbunden, ergibt sich aus dem Alleine sein ein Zusammenhalt und das Miteinander verändert sich zum Positiven. Doch nicht nur das, sondern auch die eigene Entwicklung ändert sich.Die Botschaft genauer hinzuschauen, zu akzeptieren, zu tolerieren webt sich wie ein roter Faden durch den Roman.Darf ein Happy End fehlen? Falls nein, wie und für wen gestaltet es sich? Für Alle?Der Roman wird vermutlich nicht für die Shortlist zum Deutschen Buchpreis nominiert werden. Doch auf der Shortlist meiner Feel Good Romane in 2026 steht „Guten Morgen, schönes Wetter heute“ unbestritten.
Veranstaltungen & Medientermine
Oldenburger Str. 19
26419 Schortens
Eine Veranstaltung im Rahmen des Bensheim Lesefestivals. Das Lesefestival Bensheim ist eine Veranstaltungsreihe im Rahmen des Literaturfestivals Leseland Hessen
Georg-Stolle-Platz 5
64625 Bensheim
Bahnhofstr. 18
63500 Seligenstadt
Haidplatz 8
93047 Regensburg
Eine Veranstaltung im Rahmen der Verler Literaturtage
Hauptstraße 15
33415 Verl
Schillingsgasse 3
76275 Ettlingen
Burgstr. 10
47441 Moers
Hüsingstr. 20
58239 Schwerte
Burgstraße 47
54470 Bernkastel-Kues-Bernkastel
Marktplatz 8
78315 Radolfzell am Bodensee
Pressestimmen
Das ist so schön, wie die Autorin diese Schicksale zu einem modernen Märchen verwebt. (…) Mit ganz z...artem Humor, aber eben auch mit ganz viel Tiefgang. (…) Das Buch macht uns einfach glücklich. mehr weniger
Mike Altwicker, 19.06.2026
Scharf beobachtet, mit wunderbaren Figuren, die einem ans Herz wachsen, inspiriert uns der Roman, na...ch Gemeinsamkeiten zu suchen – statt sich abzuschotten. mehr weniger
02.09.2026
Herzerwärmend, mutmachend und einfach schön.
Christiane Graeben, 01.09.2026
Ein Roman wie ein kühler Meereswind im Sommer– er sorgt für ein angenehmes Wohlgefühl, ohne jemals k...itschig oder oberflächlich zu sein. Jede einzelne Figur strauchelt auf ihre Weise durchs Leben, bleibt dabei aber immer würdevoll und stark. mehr weniger
Tanja Wessen, 10.08.2026
Ein utopischer Blick auf unsere Gesellschaft, wie wir zusammenleben könnten!
Daniel Kaiser, 17.07.2026
Es wird alles liebevoll, sanft erzählt, mit Humor, mit ganz viel Herz. Da steckt ganz viel Menschlic...hkeit drin, und das ist schön. mehr weniger
Gesa Wegeng, 17.07.2026
Hinter dem ironischen Titel ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹ verbirgt sich ein liebevoller Blick... auf eine Frankfurter Siedlung. mehr weniger
08.07.2026
Tanja Kokoska erinnert auf eine ganz besondere Weise daran, wie wichtig ein Lächeln oder ein „Guten ...Morgen“ sein kann. (…) Ein Roman, der Hoffnung macht. mehr weniger
01.07.2026
Es ist berührend, wie Tanja Kokoska es versteht, von Menschen zu erzählen.
30.06.2026
Tanja Kokoska hat mit ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹ ein ganz wunderbares Buch geschrieben, da...ss einen als Leser*in mit einem durch und durch zufrieden Gefühl zurücklässt. Die Figuren, die einem hier begegnen, wachsen einem beim Lesen sehr ans Herz. mehr weniger
Eva Haury, 30.06.2026
Ein Gesellschaftsroman voller Wärme und zartem Humor über Freundschaft, Familie und Nachbarschaft.
Jessica Gartzke, 18.06.2026
Ein Buch, das positiv stimmt.
18.06.2026
Berührend!
18.06.2026
Gemeinsam liest es sich besser!
Gewinnen Sie ein Bücherfrühstück für sechs Personen
Gute Geschichten sind doch noch ein bisschen besser, wenn man sie nicht allein für sich behält. Darum laden wir Sie ein, ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹ gemeinsam zu lesen – und die Freude daran zu teilen.
1. Preis: 3x ein vegetarischer Frühstückskorb für 6 Personen im Wert von ca. 100 Euro, sowie eine Picknickdecke (2x2m) sowie sechs Exemplare des Romans
2. Preis: 5x je eine exklusive Schmökerbox zu ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹
3. Preis: 5x je eine signierte Ausgabe von ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹
Um am Gewinnspiel teilzunehmen, füllen Sie das untenstehende Formular aus und beantworten Sie folgende Frage: Mit wem würden Sie ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹ am liebsten gemeinsam lesen – und warum?
Das Gewinnspiel endet am 21. August um 23:59 Uhr. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.
Lerne die Bewohner*innen der Siedlung »Am Kastanienbaum« kennen