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Guten Morgen, schönes Wetter heute
Diesmal ist es etwas anderes. Darauf hofft Ina jedes Mal, wenn sie sich verliebt. Doch es geht immer schief. Sie arbeitet in einem Tattoo-Studio und wohnt mit ihrem Sohn Henry in der Siedlung »Am Kastanienbaum«, irgendwo mitten in einer großen Stadt. Dort gibt es noch mehr Menschen wie Ina, 1.583 genauer gesagt.
Über das Alleinsein – und wie nah das Miteinander doch ist
Sie leben nah beisammen und bleiben doch allein. Da ist Herr Bello, der am liebsten im Faltenrock tanzt. Samy, der davon träumt, eine Ente zu streicheln. Und Frau Arslan, die Gedichte in Pralinenschachteln versteckt. Sie alle eint die Sehnsucht nach Glück und Verbundenheit.
»Liebe und Empathie in einer – eigentlich – anonymen Mietshaussiedlung. Unsere Gesellschaft braucht Romane wie diesen. Wenn Sie dieses Buch beendet haben, wird Ihre Welt eine bessere sein. Ich verspreche es!« Florian Valerius @literarischernerd
Eines Tages macht Baggerfahrer Paco eine schicksalhafte Entdeckung: Eine Weltkriegsbombe liegt unter der Erde. Darauf geschieht in der Siedlung etwas Wundersames. Die Menschen kommen einander näher, als es möglich schien. Und Ina begegnet dem Mann, mit dem es etwas anderes ist.
»Wäre Ina eine Minute später losgerannt, hätte sie Herrn Bello in seinem karierten Pyjama sehen können, wie er die Schlafzimmervorhänge aufzieht, das Fenster aufmacht und mit ernster Miene hinausschaut. Obwohl sie es eilig gehabt hätte, hätte Ina Herrn Bello zugewunken, sie kennt ihn vom Sehen, und Herr Bello hätte ›Guten Morgen‹ gesagt. Und damit hätte er an diesem Tag viel früher als sonst gesprochen. Es wäre eine flüchtige Begegnung gewesen, nichts Außergewöhnliches, nur ein kleiner Moment, der das Alleinsein überdeckt hätte.«
Bibliografische Daten
5. Auflage
Tanja Kokoska
Tanja Kokoska wurde 1971 in Frankfurt am Main geboren. Sie war viele Jahre Redakteurin der Frankfurter Rundschau, zuletzt als Leiterin des Magazin-Ressorts. Inzwischen arbeitet sie als freischaffende Journalistin und Autorin, unter anderem für die Satireseite »Die Wahrheit« (taz). Sie lebt nach wie vor in Frankfurt.
7 - 10 von 143 Leserstimme
Gemeinsam nicht mehr einsam!
„Guten Morgen, schönes Wetter heute“ heißt der neue Roman von Tanja Kokoska.In der Siedlung „Am Kastanienbaum“ leben 1.583 Menschen. Unter anderem Ina, mit ihrem fast erwachsenen Sohn Henry. Ina ist alleinerziehend und arbeitet stundenweise in einem Tattoo-Studio. Glück in der Liebe hat Ina nicht. Auch wenn sie bei jedem Neuen die Hoffnung hat, dass es diesmal anders ist. In der Siedlung leben die Menschen nah beieinander und sind doch allein. Da ist Herr Bello, der Nachbar von Inas verstorbenen Eltern, der gerne im Faltenrock tanzt. Oder Samy, der eine Gaststätte betreibt und gerne mal nach Paris möchte. Frau Arslan, die mit ihrem Mann ein Lebensmittelgeschäft führt, liebt Gedichte und versteckt diese auch gerne in Lebensmittelverpackungen. Sie alle haben noch Träume und sind auf der Suche nach Glück und Gemeinschaft. Eines Tages entdeckt der Baggerfahrer Paco auf der nahegelegenen Baustelle eine Weltkriegsbombe. Die Siedlung muss für die Entschärfung evakuiert werden. In diesen Stunden vor der Evakuierung passiert etwas Wundersames. Die Menschen passen aufeinander auf, rücken näher zusammen und entdecken ihre Gemeinschaft. Und Ina begegnet dem Mann, bei dem dann doch alles anders ist. Der Roman „Guten Morgen, schönes Wetter heute“ erzählt von mancher Oberflächlichkeit bei Begegnungen und wie sehr wir die Aufmerksamkeit manchmal vermissen. Niemand möchte allein sein und gemeinsam kann man viele Hürden meistern. Die Geschichte um die Menschen der Siedlung liest sich leicht und zeigt uns deutlich, wie auch kleine Gesten Großes bewirken können. Sie lässt an das Gute im Menschen glauben und daran, dass man auch noch Träume haben darf. Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen und auch die Protagonisten fand ich sympathisch und überzeugend.Ein Roman, bei dem man ab und zu schmunzelt und einfach Spaß beim Lesen hat.
Ein tolles Buch!
Ein wunderschönes und sehr ansprechendes Cover, auch der Titel macht einen neugierig auf mehr - ich war sehr gespannt darauf, „guten Morgen, schönes Wetter heute“ zu lesen. Der Schreibstil ist unglaublich angenehm, man kann intensiv mit den Charakteren im Buch mitfühlen und mitfiebern. Es geht um Gemeinschaft, Miteinander und wie tiefgehend der „Nachbar von Nebenan“ doch sein kann. Im Mittelpunkt steht Ina, eine alleinerziehende Mutter. Doch auch die anderen Charaktere kommen nicht zu kurz. Man kann sich super angenehm in das Setting und das Buch mit einfühlen und eindenken, alltägliche Situationen fühlen sich plötzlich sehr nah und greifbar an. Für mich war das Buch definitiv ein Lesehighlight für das Jahr - ich bin begeistert und kann es wärmstens an alle weiter empfehlen, die nach einem richtigen Wohlfühlbuch suchen!
Herzensbuch
„Guten Morgen, schönes Wetter heute“ ist für mich bisher das absolute Lesehighlight des Jahres.Die Erzählweise erinnerte mich von Anfang an an den Film "Die fabelhafte Welt der Amélie". Wie dort entsteht aus vielen kleinen Beobachtungen, liebenswerten Eigenheiten und scheinbar beiläufigen Begegnungen ein großes Ganzes. Die Erzählperspektive blickt zum Teil wie aus der Vogelperspektive auf die Bewohner der Siedlung „Am Kastanienbaum“ und erzählt ihre Geschichten in wechselnden Perspektiven. Dadurch entsteht ein lebendiges Mosaik aus Menschen, die zwar Tür an Tür leben, sich aber oft dennoch einsam fühlen. Als eine Weltkriegsbombe unter der Siedlung entdeckt wird, geraten ihre Leben auf unerwartete Weise in Bewegung und die Bewohner kommen sich näher.Im Mittelpunkt steht die alleinerziehende Ina, die mit ihrem Sohn Henry in der Siedlung lebt. Doch genauso wichtig sind die vielen anderen Figuren: Menschen mit Hoffnungen, Sehnsüchten und kleinen Marotten, die man schnell ins Herz schließt. Vor allem die liebevollen Details machen diesen Roman so besonders. Ob skurrile Träume, ungewöhnliche Hobbys oder stille Gesten der Freundlichkeit – immer wieder gibt es Momente, die berühren, zum Schmunzeln bringen oder einfach guttun.Es ist ein warmherziger Roman über Einsamkeit, Gemeinschaft und die oft unterschätzte Kraft kleiner Begegnungen. Die auf dem Buch stehenden Sätze „Dieser Roman lässt Sie wieder an das Gute im Menschen glauben“ und „Wenn Sie dieses Buch beendet haben, wird Ihre Welt eine bessere sein“ treffen für mich voll und ganz zu.Ich habe jede Seite genossen. Dieses Buch hat mir gute Laune gemacht und als ich die letzte Seite umblätterte, war ich ehrlich traurig, mich von diesen Figuren verabschieden zu müssen. Genau das macht für mich ein besonderes Buch aus.
Unterhaltsam, amüsant, authentisch
Ich finde das Buch einen sehr gelungenen Unterhaltungsroman der amüsant und witzig geschrieben ist. Besonders toll finde ich die einzelnen Überschriften der Kapitel da sie so komisch geschrieben sind, hier musste ich oft schmunzeln. Man bekommt einen realistischen und lebensnahen Einblick in die völlig unterschiedlichen Leben und Charaktere von Menschen die nur eines gemeinsam haben: sie leben in einer "Wohnblocksiedlung". Erst eine mögliche Tragödie bringt sie einander näher, wie es im wahren Leben leider auch manchmal ist. Die einzelnen Figuren sind authentisch, gerade weil jeder seine Fehler Preis gibt. Mir gefällt der Schreibstil, es wird nicht langweilig, das Buch ist trotz einiger ernsten Passagen humorvoll geschrieben und man kann flüssig lesen, dabei versteht man gut und kann dem Geschehen folgen. Einzig brauch man anfangs etwas um die Personen zuzuordnen und auseinander zu halten.
Willst du wissen, was beim Nachbarn los ist?
Ein friedlicher Roman über die Menschen von nebenan, über ihre heimlichen Wünsche und unerfüllte Träume. Perfekt, um den Sommer zu genießen und zu entspannen. Bei diesem bunten, fröhlichen Cover konnte ich gar nicht anders, als hinzuschauen. Ebenso ansprechend finde ich den Titel. Das Wetter ist der erste Start in ein Gespräch und das, worüber alle reden, auch wenn man seine Gegenüber nicht kennt. Auf dem Umschlag des Buches steht, dass dieser Roman wieder an das Gute im Menschen glauben lässt. Wer möchte sich das entgehen lassen? Ich nicht. Ich habe mir vorgestellt, dass es in dieser Geschichte ebenso farbenfroh und abwechslungsreich zugeht, wie das Cover verspricht. Für mich klang auch der Klappentext nach Sommer und den Träumen der Bewohner einer Großstadt. Und so war es auch. Das Buch erzählt von den Menschen von nebenan. Bunt durcheinandergewürfelte Persönlichkeiten, die alle in derselben Siedlung wohnen. Sie laufen sich Tag täglich über den Weg, ohne sich wirklich zu kennen. Jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte und Kummer im Gepäck. Abwechselnd lerne ich die Menschen, um die es geht, immer näher kennen. Es sind Menschen wie du und ich, mit kleinen oder größeren Geheimnissen, die einem schnell ans Herz wachsen.Aus der Perspektive des Allwissenden erzählt, erfahre ich ziemlich schnell, welcher Bewohner welchen Traum oder welche Sorgen mit sich herumschleppt. Die Menschen haben Ängste, heimliche Wünsche und ich erfahre alles über sie. Dieser kunterbunte Haufen zeigt uns, wie wichtig Toleranz und Akzeptanz sind, wie verletzend Worte wirken können und wie wichtig und schön es ist, wenn man nicht nach Äußerlichkeiten bewertet wird. Ich glaube, dieses Buch gibt uns allen den kleinen Wink mit auf den Weg, genauer hinzuschauen und nicht vorschnell zu urteilen. Gefallen hat mir, dass man zum Ende eines jeden Kapitels einen kleinen Hinweis bekommt, welche Person noch etwas Wichtiges erleben wird. Das feuerte meine Neugierde an und ich wollte wissen, was genau passieren wird. Ein wenig hat mich die Erzählung an die Serie Lindenstraße erinnert. Jeder Bewohner der Straße hat sein eigenes kleines Drama, immer ist etwas los und es wechselt von einem zum anderen. Und sind wir mal ganz ehrlich, es ist doch immer interessant, zu sehen, was beim Nachbarn los ist. Wer stellt sich nicht manchmal das Leben einzelner Menschen vor, die einem begegnen? Hier bekommen wir alle eine Antwort. Mit den Protagonisten wurde ich schnell warm. Es fühlt sich an, als baue man eine Verbindung zu ihnen auf, wünscht ihnen Gutes und will wissen, wie es weitergeht. Vielleicht liest sich der Roman deshalb so entspannend. Die einzelnen Lebensgeschichten sind bunt und originell. Es ist schön mit anzusehen, wie Menschen durch ein Ereignis zueinanderfinden. Es bildet sich eine kleine Gemeinschaft. Eine gemütliche Unterhaltung, die das Herz erwärmt. Ich bin ein wenig traurig, dass ich das Buch schon beendet habe und ich nicht mitbekomme, wie das Leben dieser Menschen weitergeht.
Ein gefühlvoller Roman
Schon der Titel "Guten Morgen, schönes Wetter heute“ weist darauf hin, worum es in diesem Roman geht. Die Anonymität in einer großen Siedlung, man grüßt sich zwar, kennt sich aber kaum näher. Es ist ein Roman wie aus dem Leben gegriffen. Auch das wunderschöne, bunte Cover fällt sofort ins Auge und passt perfekt zu den sehr unterschiedlichen Charakteren mit ihren Problemen, Träumen und Hoffnungen.Der Schreibstil ist leicht und angenehm zu lesen. Die Charaktere sind gut gewählt und treffend beschrieben, sodass man sich gut in ihr Leben hineinversetzen kann. Die Bewohner schließt man schnell ins Herz.Mit der Vielzahl der verschiedenen Protagonisten hatte ich zum Glück keine Probleme. Zu ihnen gehören unter anderem Ina, die alleinerziehend ist und Angst vor der Einsamkeit hat, wenn ihr Sohn bald auszieht. Herr Bello, der seine Vorliebe für das Tanzen in Damenröcken verborgen hält. Frau Arslan, die mit ihrem Mann einen Lebensmittelladen führt, die Gedichte von Rainer Maria Rilke liebt und diese heimlich in verschiedenen Verpackungen der Lebensmitteln aus dem Laden versteckt. Und Baggerfahrer Paco, der von einem Fund träumt, der ihn berühmt macht, und schließlich die Weltkriegsbombe findet.Daneben gibt es noch weitere Bewohner der Siedlung, deren Geschichten man nach und nach kennenlernt und die wunderbar in diese Handlung passen. Zu Beginn wird die Anonymität der Siedlung durch die Vorstellung der einzelnen Protagonisten sehr deutlich. Im weiteren Verlauf gelingt es der Autorin jedoch hervorragend, die Lebenswege der Menschen miteinander zu verknüpfen, sodass sie sich zunehmend näherkommen und ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl entsteht.Die bedeutsamen Zitate aus Gedichten von Rainer Maria Rilke haben mir ebenfalls gut gefallen und mich zum Nachdenken angeregt.Ein gefühlvoller Roman über das Leben in unserer Gesellschaft, der dazu anregt, mehr aufeinander zuzugehen. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung
Die Zauberformel heißt Menschlichkeit
Heute erscheint dieser wundervolle Roman voller Herzlichkeit, Menschlichkeit und Empathie.Wir kennen es doch alle. Wir leben unser Leben, grüßen vielleicht den freundlichen alten Mann jeden Morgen im Vorbeigehen oder kaufen unser Gemüse im Lebensmittelgeschäft nebenan ein, wo hinter dem Tresen eine freundliche Frau einkassiert. Wir begegnen diesen Menschen, kennen sie jedoch nicht, wissen nicht was sie alle in ihrem Lebensrucksack mittragen an Erinnerungen, Gefühlen und Erlebnisse. Gute, schöne und bereichernde, aber auch schlimme, traurige und belastende. In der Siedlung «am Kastanienbaum», mitten in einer großen Stadt ist das nicht anders. Ina und ihr Sohn Henry zwischen Suchen und Loslassen, Herr Bello der sich seiner Frau im Faltenrock nah fühlt, Frau Kaiser die sich das Alleinsein durch Telefongespräche angenehmer macht. Ahn die im freien Deutschland illegal ist. Frau Arslan, sie hat im Leben noch nicht gefunden, was sie sucht oder auch Herr Krämer der andere gerne klein macht um sich selber grösser zu fühlen. Es braucht in dieser Siedlung eine Weltkriegsbombe die entschärft werden muss, um die Menschen einander näher zu bringen, um miteinander zu reden und vielleicht auch um über seinen eigenen Schatten zu springen.Das Buch wird gefühlt aus der Vogelperspektive von einem allwissenden Beobachter erzählt. Zuerst musste ich mich ein bisschen an diesen Erzählstil gewöhnen, je mehr die Geschichte sich entwickelte, desto wohler fühlte ich mich damit, es gab mir das Gefühl mitten in dieser Siedlung zu sein und in die unterschiedlichen Menschen hinein zu fühlen, sie kennen zu lernen. Die Geschichte ist sehr lebensnah und herzlich, teils melancholisch, aber immer empathisch. Ein Buch, das zeigt wie wenig es braucht um die Welt zu einem besseren Ort zu machen – die Zauberformel heißt Menschlichkeit! Große Leseempfehlung!
Es war einmal eine Siedlung in einer großen Stadt
In der Siedlung „Am Kastanienbaum“ wohnen 1.583 Menschen, dicht an dicht. Man sieht sich, aber kennt man sich auch? Da ist Ina, die noch nicht den Richtigen fürs Leben getroffen hat, Mama von Henry, der nach der Schule gern ins Ausland möchte, aber sich nicht traut, es seiner Mutter zu sagen. Oder Herr Bello, der die Kleidung von Inas verstorbener Mutter so zauberhaft findet. Frau Arslan, die im Ladengeschäft ihres Mannes heimlich Rilke-Gedichte in Pralinenschachteln versteckt. Frau Kaiser, deren Sohn mit seiner Familie in Asien lebt und der lustigerweise Roland heißt. Samy, Herr Krämer, Paco, Anh.Der Fund einer Weltkriegsbombe bringt plötzlich eine unerwartete Dynamik in die Siedlung, denn im Angesicht dieses Ereignisses, dieser Bedrohung – oder vielleicht auch Sensation – beginnen sich alte Muster und Gewohnheiten aufzulösen. Einem Glitzerstaub gleich kommen die Dinge in Bewegung.Tanja Kokoskas Roman ist einfach nur schön! Sie schreibt, gleich einem modernen Märchen, eine Zauber-hafte Geschichte, und in meinem inneren Auge hat sich direkt eine quirlig bunte Kulisse analog dem Umschlag eingenistet. Ihre Figuren sind so besonders und liebevoll gezeichnet, dass man jeden einzelnen Charakter kennenlernen möchte. So fühle ich mit Frau Arslans Lebenskummer, möchte mit Ina Apfelkompott für die Seele genießen, mit Henry Wahrheit oder Pflicht spielen. Ich sehe mich mit Herrn Bello im Schlafzimmer tanzen und mit Frau Kaiser einen kleinen Roboter streicheln.Ich könnte dieses Buch immer und immer wieder ein erstes Mal lesen! Warum? Weil diese Geschichte Freude bringt, von Zusammenhalt, echter Freundschaft, Respekt und Offenheit erzählt. Weil sie Brücken baut und auf so liebevolle Art von Mut und Zuversicht schreibt.
Herzerwärmend
Ina rennt aus dem Haus, fünf Minuten später, als sie wollte. Sie hetzt einmal um den Block, vorbei an der Obst- und Gemüseauslage der Arslans vor der Zweiundzwanzig. Entlang am Erdgeschoss von Frau Kaiser, die sich vor dem Kühlschrank bückt und die Butter nicht findet, in der Fünfundachtzig. Abgehetzt kommt sie auf dem Behandlungsstuhl ihres Zahnarztes zum Sitzen. Der Blick an die Decke zeigt ihr zwei planschende Delfine, die sich des Lebens freuen. Ihr Sohn Henry hatte sie heute Morgen mit Kaffee und Müsli geweckt, sie an den Zahnarzt erinnert und daran, dass sie sich ausgiebig die Zähne putzen soll. Sie weiß, dass es umgekehrt sein sollte, aber sie liebt, wie er sich kümmert. Das wird schon bald vorbei sein, denn er schreibt seine letzte Abiturklausur. Schon bald wird er ausziehen und sie fürchtet sich vor dem Alleinsein. Herr Bello aus der Sechsunddreißig schläft lieber länger, damit der Tag kürzer ist. Seine Frau ist schon vor einigen Jahren gegangen, Knoten in der Brust zu spät erkannt, ging dann ziemlich schnell. Er erwartet nichts mehr vom Leben, vertreibt sich die Zeit gerne mit Malen nach Zahlen, das entspannt ihn so schön. Frau Kaiser ist seit zwanzig Jahren Witwe und darüber ist sie ganz froh. Ihr Mann war nicht immer nett zu ihr. Sie schaut am liebsten nach vorn. Das hat sie im Krieg gelernt, als sie mit ihrer Mutter flüchtete und eine Bombe ihr Haus traf. Schau nicht zurück, hatte die Mutter gesagt. Sie wohnt im Erdgeschoss und ist die einzige mit einem kleinen eingezäunten Garten, drei mal fünf Meter misst der. Dort blühen gerade Klatschmohn und Gänseblümchen und es brummt und summt, wie nirgends in der Siedlung „Am Kastanienbaum“.Fazit: Tanja Kokoska, freischaffende Journalistin und Autorin, ist mit ihrem Debüt ein ungemein warmherziger Roman gelungen. Ihre Hauptprotagonistin ist alleinerziehende Mutter, die mehrere Jobs wuppt, um über die Runden zu kommen. Sie hat einen ungemein sympathischen Sohn, der den Vater vermisst, den er nie hatte. Sie leben in einer runtergerockten Siedlung, die einmal von amerikanischen Besatzern bewohnt war. In der näheren Nachbarschaft Ines lebt die türkische Familie Arslan, die einen kleinen Laden betreibt und ganz eigene Probleme hat. Die alte Frau Kaiser, die schlecht zu Fuß und vergesslich ist. Der Herr Bello, der Frauenkleider auch der feinen Stoffe wegen liebt und der Herr Thirugnanasampanthan, was niemand aussprechen kann und der deswegen Samy genannt wird. Er kommt aus Sri Lanka und betreibt die Gaststätte „Zum Plaudern“. In der Siedlung leben 1584 Menschen, die sich kaum begegnen. Jeder lebt sein eigenes Leben. Die Autorin erzählt die Geschichten von acht Menschen, lässt sie sich näherkommen und verbindet sie miteinander. Jede*r von ihnen ist ganz individuell gezeichnet, hat Bedürfnisse und Befürchtungen. In diesem Buch findet sich Toleranz, Zusammenhalt, Freundschaft und zarte Bande, die geknüpft werden, neben rechter Weltanschauung und dem Sterben und alles findet seinen richtigen Platz. Wundervolle Unterhaltung, regelrecht liebevoll. Der Schreibstil hat mich ein bisschen an das ebenfalls wundervolle Buch „Treppe aus Papier“ erinnert.
Warmherziger Roman
Zum Inhalt:Eigentlich will Ina sich doch nur in den richtigen Mann verlieben, aber irgendwie geht das immer schief. Gemeinsam mit ihrem Sohn wohnt sie zusammen in einer Siedlung und arbeitet in einem Tattoo-Studio. Und in ihrer Umgebung gibt es viele Menschen wie sie. Sie wohnen zwar in der Nähe, aber sind doch allein. Doch dann geschieht etwas, was die Menschen in der Siedlung zusammen bringt.Meine Meinung:Was für ein warmherziger Roman. Es war schön, wie so langsam aus Fremden, die sich maximal gegrüßt haben, nach und nach Freunde werden. Klar, an der ein oder anderen Stelle waren die Zufälle, die dazu führten etwas arg konstruiert, nahm aber der Geschichte trotzdem nicht den Zauber. Vor allem werden viele auch ernste Themen aufgegriffen und auch gut geschildert, das hat mir gut gefallen. Es hinterlässt auch so ein Gefühl von, lass doch mal hinter die Fassade der anderen schauen. Ich hatte die Hörbuchversion, die ich auch gut gelesen fand.Fazit:Warmherziger Roman
Veranstaltungen & Medientermine
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Eine Veranstaltung im Rahmen des Bensheim Lesefestivals. Das Lesefestival Bensheim ist eine Veranstaltungsreihe im Rahmen des Literaturfestivals Leseland Hessen
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Eine Veranstaltung im Rahmen der Verler Literaturtage
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Pressestimmen
Das ist so schön, wie die Autorin diese Schicksale zu einem modernen Märchen verwebt. (…) Mit ganz z...artem Humor, aber eben auch mit ganz viel Tiefgang. (…) Das Buch macht uns einfach glücklich. mehr weniger
Mike Altwicker, 19.06.2026
Scharf beobachtet, mit wunderbaren Figuren, die einem ans Herz wachsen, inspiriert uns der Roman, na...ch Gemeinsamkeiten zu suchen – statt sich abzuschotten. mehr weniger
02.09.2026
Herzerwärmend, mutmachend und einfach schön.
Christiane Graeben, 01.09.2026
Ein Roman wie ein kühler Meereswind im Sommer– er sorgt für ein angenehmes Wohlgefühl, ohne jemals k...itschig oder oberflächlich zu sein. Jede einzelne Figur strauchelt auf ihre Weise durchs Leben, bleibt dabei aber immer würdevoll und stark. mehr weniger
Tanja Wessen, 10.08.2026
Ein utopischer Blick auf unsere Gesellschaft, wie wir zusammenleben könnten!
Daniel Kaiser, 17.07.2026
Es wird alles liebevoll, sanft erzählt, mit Humor, mit ganz viel Herz. Da steckt ganz viel Menschlic...hkeit drin, und das ist schön. mehr weniger
Gesa Wegeng, 17.07.2026
Hinter dem ironischen Titel ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹ verbirgt sich ein liebevoller Blick... auf eine Frankfurter Siedlung. mehr weniger
08.07.2026
Tanja Kokoska erinnert auf eine ganz besondere Weise daran, wie wichtig ein Lächeln oder ein „Guten ...Morgen“ sein kann. (…) Ein Roman, der Hoffnung macht. mehr weniger
01.07.2026
Es ist berührend, wie Tanja Kokoska es versteht, von Menschen zu erzählen.
30.06.2026
Tanja Kokoska hat mit ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹ ein ganz wunderbares Buch geschrieben, da...ss einen als Leser*in mit einem durch und durch zufrieden Gefühl zurücklässt. Die Figuren, die einem hier begegnen, wachsen einem beim Lesen sehr ans Herz. mehr weniger
Eva Haury, 30.06.2026
Ein Gesellschaftsroman voller Wärme und zartem Humor über Freundschaft, Familie und Nachbarschaft.
Jessica Gartzke, 18.06.2026
Ein Buch, das positiv stimmt.
18.06.2026
Berührend!
18.06.2026
Gemeinsam liest es sich besser!
Gewinnen Sie ein Bücherfrühstück für sechs Personen
Gute Geschichten sind doch noch ein bisschen besser, wenn man sie nicht allein für sich behält. Darum laden wir Sie ein, ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹ gemeinsam zu lesen – und die Freude daran zu teilen.
1. Preis: 3x ein vegetarischer Frühstückskorb für 6 Personen im Wert von ca. 100 Euro, sowie eine Picknickdecke (2x2m) sowie sechs Exemplare des Romans
2. Preis: 5x je eine exklusive Schmökerbox zu ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹
3. Preis: 5x je eine signierte Ausgabe von ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹
Um am Gewinnspiel teilzunehmen, füllen Sie das untenstehende Formular aus und beantworten Sie folgende Frage: Mit wem würden Sie ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹ am liebsten gemeinsam lesen – und warum?
Das Gewinnspiel endet am 21. August um 23:59 Uhr. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.
Lerne die Bewohner*innen der Siedlung »Am Kastanienbaum« kennen