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Details

Dieses Buch lässt Sie wieder an das Gute im Menschen glauben

Guten Morgen, schönes Wetter heute

Diesmal ist es etwas anderes. Darauf hofft Ina jedes Mal, wenn sie sich verliebt. Doch es geht immer schief. Sie arbeitet in einem Tattoo-Studio und wohnt mit ihrem Sohn Henry in der Siedlung »Am Kastanienbaum«, irgendwo mitten in einer großen Stadt. Dort gibt es noch mehr Menschen wie Ina, 1.583 genauer gesagt.

Ein anrührender Roman über das Alleinsein – und wie nah das Miteinander doch ist

Sie leben nah beisammen und bleiben doch allein. Da ist Herr Bello, der am liebsten im Faltenrock tanzt. Samy, der davon träumt, eine Ente zu streicheln. Und Frau Arslan, die Gedichte in Pralinenschachteln versteckt. Sie alle eint die Sehnsucht nach Glück und Verbundenheit.

»Wenn Sie dieses Buch beendet haben, wird Ihre Welt eine bessere sein. Ich verspreche es!« Florian Valerius @literarischernerd

Eines Tages macht Baggerfahrer Paco eine schicksalhafte Entdeckung: Eine Weltkriegsbombe liegt unter der Erde. Darauf geschieht in der Siedlung etwas Wundersames. Die Menschen kommen einander näher, als es möglich schien. Und Ina begegnet dem Mann, mit dem es etwas anderes ist.

Ein Gesellschaftsroman voller Wärme und zartem Humor über Freundschaft, Familie und Nachbarschaft

»Wäre Ina eine Minute später losgerannt, hätte sie Herrn Bello in seinem karierten Pyjama sehen können, wie er die Schlafzimmervorhänge aufzieht, das Fenster aufmacht und mit ernster Miene hinausschaut. Obwohl sie es eilig gehabt hätte, hätte Ina Herrn Bello zugewunken, sie kennt ihn vom Sehen, und Herr Bello hätte ›Guten Morgen‹ gesagt. Und damit hätte er an diesem Tag viel früher als sonst gesprochen. Es wäre eine flüchtige Begegnung gewesen, nichts Außergewöhnliches, nur ein kleiner Moment, der das Alleinsein überdeckt hätte.«

Bibliografische Daten

EUR 16,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-45036-2
Erscheinungsdatum: 01.06.2026
1. Auflage
352 Seiten
Sprache: Deutsch

Autor*innen

Autor*innenporträt

Tanja Kokoska

Tanja Kokoska wurde 1971 in Frankfurt am Main geboren. Sie war viele Jahre Redakteurin der Frankfurter Rundschau, zuletzt als Leiterin des Magazin-Ressorts. Inzwischen arbeitet sie als freischaffende Journalistin und Autorin, unter anderem für die Satireseite »Die Wahrheit« (taz). Sie lebt nach wie vor in Frankfurt.

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Leserstimmen

145 von 145 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.63 von 5 Sternen


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8 - 10 von 145 Leserstimme

marieon am 18.06.2026 13:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Herzerwärmend

Ina rennt aus dem Haus, fünf Minuten später, als sie wollte. Sie hetzt einmal um den Block, vorbei an der Obst- und Gemüseauslage der Arslans vor der Zweiundzwanzig. Entlang am Erdgeschoss von Frau Kaiser, die sich vor dem Kühlschrank bückt und die Butter nicht findet, in der Fünfundachtzig. Abgehetzt kommt sie auf dem Behandlungsstuhl ihres Zahnarztes zum Sitzen. Der Blick an die Decke zeigt ihr zwei planschende Delfine, die sich des Lebens freuen. Ihr Sohn Henry hatte sie heute Morgen mit Kaffee und Müsli geweckt, sie an den Zahnarzt erinnert und daran, dass sie sich ausgiebig die Zähne putzen soll. Sie weiß, dass es umgekehrt sein sollte, aber sie liebt, wie er sich kümmert. Das wird schon bald vorbei sein, denn er schreibt seine letzte Abiturklausur. Schon bald wird er ausziehen und sie fürchtet sich vor dem Alleinsein. Herr Bello aus der Sechsunddreißig schläft lieber länger, damit der Tag kürzer ist. Seine Frau ist schon vor einigen Jahren gegangen, Knoten in der Brust zu spät erkannt, ging dann ziemlich schnell. Er erwartet nichts mehr vom Leben, vertreibt sich die Zeit gerne mit Malen nach Zahlen, das entspannt ihn so schön. Frau Kaiser ist seit zwanzig Jahren Witwe und darüber ist sie ganz froh. Ihr Mann war nicht immer nett zu ihr. Sie schaut am liebsten nach vorn. Das hat sie im Krieg gelernt, als sie mit ihrer Mutter flüchtete und eine Bombe ihr Haus traf. Schau nicht zurück, hatte die Mutter gesagt. Sie wohnt im Erdgeschoss und ist die einzige mit einem kleinen eingezäunten Garten, drei mal fünf Meter misst der. Dort blühen gerade Klatschmohn und Gänseblümchen und es brummt und summt, wie nirgends in der Siedlung „Am Kastanienbaum“.Fazit: Tanja Kokoska, freischaffende Journalistin und Autorin, ist mit ihrem Debüt ein ungemein warmherziger Roman gelungen. Ihre Hauptprotagonistin ist alleinerziehende Mutter, die mehrere Jobs wuppt, um über die Runden zu kommen. Sie hat einen ungemein sympathischen Sohn, der den Vater vermisst, den er nie hatte. Sie leben in einer runtergerockten Siedlung, die einmal von amerikanischen Besatzern bewohnt war. In der näheren Nachbarschaft Ines lebt die türkische Familie Arslan, die einen kleinen Laden betreibt und ganz eigene Probleme hat. Die alte Frau Kaiser, die schlecht zu Fuß und vergesslich ist. Der Herr Bello, der Frauenkleider auch der feinen Stoffe wegen liebt und der Herr Thirugnanasampanthan, was niemand aussprechen kann und der deswegen Samy genannt wird. Er kommt aus Sri Lanka und betreibt die Gaststätte „Zum Plaudern“. In der Siedlung leben 1584 Menschen, die sich kaum begegnen. Jeder lebt sein eigenes Leben. Die Autorin erzählt die Geschichten von acht Menschen, lässt sie sich näherkommen und verbindet sie miteinander. Jede*r von ihnen ist ganz individuell gezeichnet, hat Bedürfnisse und Befürchtungen. In diesem Buch findet sich Toleranz, Zusammenhalt, Freundschaft und zarte Bande, die geknüpft werden, neben rechter Weltanschauung und dem Sterben und alles findet seinen richtigen Platz. Wundervolle Unterhaltung, regelrecht liebevoll. Der Schreibstil hat mich ein bisschen an das ebenfalls wundervolle Buch „Treppe aus Papier“ erinnert.

brauneye am 18.06.2026 07:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Warmherziger Roman

Zum Inhalt:Eigentlich will Ina sich doch nur in den richtigen Mann verlieben, aber irgendwie geht das immer schief. Gemeinsam mit ihrem Sohn wohnt sie zusammen in einer Siedlung und arbeitet in einem Tattoo-Studio. Und in ihrer Umgebung gibt es viele Menschen wie sie. Sie wohnen zwar in der Nähe, aber sind doch allein. Doch dann geschieht etwas, was die Menschen in der Siedlung zusammen bringt.Meine Meinung:Was für ein warmherziger Roman. Es war schön, wie so langsam aus Fremden, die sich maximal gegrüßt haben, nach und nach Freunde werden. Klar, an der ein oder anderen Stelle waren die Zufälle, die dazu führten etwas arg konstruiert, nahm aber der Geschichte trotzdem nicht den Zauber. Vor allem werden viele auch ernste Themen aufgegriffen und auch gut geschildert, das hat mir gut gefallen. Es hinterlässt auch so ein Gefühl von, lass doch mal hinter die Fassade der anderen schauen. Ich hatte die Hörbuchversion, die ich auch gut gelesen fand.Fazit:Warmherziger Roman

jam am 18.06.2026 06:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Eine gewöhnliche Siedlung in einer herausfordernden Zeit - mit außergewöhnlichen Menschen und besonderen Begegnungen.

"Wenn man die Welt von oben betrachtet, dann könnte man meinen, dies sei ein Morgen wie jeder andere."Noch regt sich nichts in der Siedlung am Kastanienbaum. Doch unter der Oberfläche sieht es anders aus. Bei Bauarbeiten findet Baggerfahrer Paco eine Bombe, einen Blindgänger. Und während die Bewohner ihrem alltäglichen Leben nachgehen, wird die Evakuierung geplant.In "Guten Morgen, schönes Wetter heute" geht es aber nicht um das große Drama der Bombe, es geht um das wirkliche Leben. Denn eigentlich ist es eine ganz normale Siedlung, die am Kastanienbaum. Doch der genaue Blick auf die einzelnen Bewohner macht sie zu etwas ganz besonderem - und diesen Roman zu einer Auszeit vom Alltag, obwohl es den Alltag beschreibt. Ina hat zwei Jobs, um über die Runden zu kommen und für ihren Sohn zu sorgen. Der wüsste gerne, wer sein Vater ist. Und wie es dem Mädchen im Nagelstudio geht, das ihn scheu angelächelt hat.Wir begleiten die Bewohner der Siedlung über ein paar Tage, dürfen an ihren kleinen und großen Begegnungen Teil haben. Während Ina die Wohnung ihrer verstorbenen Eltern räumt, entdeckt sie Herrn Bellos geheime Leidenschaft und unterstützt ihn. Dieser hat spontan die Gelegenheit, Koch und Lokalbesitzer Samy aus einer Notlage zu helfen. Samy kauft bei Frau Aslan ein, die im Geheimen Gedichte liest - und auf ihre eigene Weise verteilt. Dann ist da auch noch Frau Kaiser, die, um die Langeweile zu vertreiben, in Hotels anruft, um nach ihrem Sohn Roland zu fragen. Natürlich ist es nicht DER Roland Kaiser, aber die Gespräche bringen etwas Abwechslung in ihren Alltag. Diese kleinen Zufallsbegegnungen bilden ein fabelhaftes Ganzes.Obwohl das Buch große Themen behandelt, fließt es ruhig und beruhigend dahin. Gerade die winzigen Kontakte machen aus einzelnen Individuen eine Gemeinschaft, Menschen, die sich gegenseitig bei kleinen und großen Problemen helfen.Mit dem Gefühl, etwas zusammenzurücken, lässt es einen zurück, und mit einem neuen Blick für Details.Das ganze abgerundet durch Ulrieke Kriener, die dem Hörbuch durch ihre ruhige Sprechweise besonderes Leben einhaucht. Fazit: Eine gewöhnliche Siedlung in einer herausfordernden Zeit - mit außergewöhnlichen Menschen und besonderen Begegnungen.

do_ro am 17.06.2026 18:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Großes Gefühl im Kleinen

Tanja Kokoska webt in „Guten Morgen, schönes Wetter heute“ ein berührendes Mosaik aus alltäglichen Schicksalen. Vom träumenden Baggerfahrer über eine sehnsüchtige Nageldesignerin bis hin zu einem Ehepaar, das durch Poesie neuen Halt findet – die Figuren sind mitten aus dem Leben gegriffen. Als ein Bombenfund die Nachbarschaft durchschüttelt, gerät einiges ins Wanken, doch genau darin liegt die Chance für Neuanfänge.Auch das farbenfroh gestaltete Cover spiegelt die positive, lebensbejahende Stimmung des Romans perfekt wider.Es ist faszinierend zu sehen, wie die Schicksale der Charaktere subtil miteinander verschmelzen. Dieses Buch steckt voller Wärme, Mitgefühl, Zusammenhalt und leisem Mut. Es zeigt uns die Stärke, die in Liebe und nachbarschaftlicher Hilfe liegt. Ein herzerwärmender Roman, dessen Lektüre viel Spaß gemacht hat!

bookworld91 am 17.06.2026 18:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Gruppe

Eine Bombe in einer Wohnhaussiedlung! Durch dieses Horrorszenario rücken die Menschen in „Guten Morgen, schönes Wetter heute“ näher zusammen. Über 1500 Menschen leben in der Siedlung „Am Kastanienbaum“. Die meisten leben isoliert vor sich hin. Als eine Bombe entdeckt wird, werden alle Bewohner in eine Turnhalle isoliert- und lernen sich so kennen…Ich habe mit „Achtzehnter Stock“ und „Die Straße“ bereits ähnliche Bücher gerne gelesen. Für mich ist es faszinierend, wie die Menschen aneinander vorbei leben und das selbe Ereignis unterschiedlich erleben. Das erhoffte ich mir auch von diesem Buch und wurde nicht enttäuscht. Im Zentrum des Romans stehen verschiedene Personengruppen. Zum Beispiel Herr Bello, der eine verborgene Leidenschaft hat. Ina und ihr Sohn Henry geben sich Mühe, den Alltag zwischen Arbeit und Schulabschluss hinzubekommen. Und das Ehepaar Aslan hat tiefe Träume. All sie treffen in der Siedlung aufeinander, wobei jeder seine subjektiven Erfahrungen berichtet.Ich fand den Roman sehr unterhaltsam. Tanja Kokoska beschreibt anschaulich und detailliert, was hinter den Türen geschieht. Dabei achtet sie auf Stereotypen ebenso wie auf Individualisten. Musterschüler Henry zum Beispiel kümmert sich um eine junge Frau, die abgeschoben werden soll. Herr Bello tanzt im Faltenrock. Und Frau Aslan versteckt Gedichte. Das alles ist so typisch- untypisch, dass ich mich köstlich darüber amüsiert habe.Unterstützt werden die unterhaltsamen Charaktere durch eine authentische Sprache, die direkt von der Straße kommen könnte. Ich hatte den Eindruck, die Gespräche könnten direkt um die Ecke stattfinden. Hinzukommt, dass Kokoska bildhaft und detailreich schreibt. So habe ich auch das Setting vor Augen.Was das Buch jedoch von den ähnlichen Romanen abhebt, ist, dass es um das Schicksal der gesamten Siedlung geht und alle Charaktere zueinander finden- inklusive Henrys Vater, der am Ende des Romans von seinen Sohn erfährt. Dadurch gerät die Gruppe in den Fokus, wo vorher Individuen waren. Das ist für mich eine tolle Moral. Ich empfehle den Roman jeden, der in „Achtzehnter Stock“ und „Die Straße“ das Gruppengefühl und die entsprechende Moral vermisst hat. Aus meiner Sicht Fünf Sterne.

anniilovesbooks am 17.06.2026 18:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Herzenswarm!

Mit „Guten Morgen, schönes Wetter heute“ ist der Autorin ein rundum gelungener Feel-Good-Roman gelungen. Im Mittelpunkt stehen verschiedene Figuren, die auf den ersten Blick nur eines gemeinsam haben: Sie leben in derselben Wohnsiedlung. Nach und nach verbindet die Autorin ihre einzelnen Lebenswege jedoch zu einem stimmigen Gesamtbild, das vor allem von Gemeinschaft, Wärme und gegenseitigem Verständnis geprägt ist.Besonders gefallen hat mir, wie authentisch der Alltag der „normalen“ Menschen dargestellt wird. Ihre Sorgen, kleinen Herausforderungen, Hoffnungen und Träume wirken sehr lebensnah und nachvollziehbar, sodass ich mich schnell in die Geschichte hineinversetzen konnte und mich beim Lesen richtig wohlgefühlt habe.Auch wenn man bei dieser Art von Roman vielleicht schon früh ahnt, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird, hat das meinem Leseerlebnis keinen Abbruch getan. Im Gegenteil: Die Handlung hat mich entspannt begleitet und mir viele ruhige, oft auch mit einem Lächeln verbundene Lesemomente geschenkt.Die Geschichte vermittelt dabei eine klare Botschaft: Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung sind oft wertvoller als Konkurrenzdenken. In einer Welt, die häufig von Leistungsdruck geprägt ist, zeigt der Roman, wie wichtig ein respektvolles Miteinander sein kann.Fazit: „Guten Morgen, schönes Wetter heute“ ist ein warmherziger, angenehm zu lesender Feel-Good-Roman, der verschiedene Lebensgeschichten fein miteinander verwebt. Eine klare Empfehlung für alle, die leichte, positive und herzerwärmende Geschichten mögen und entspannte Lesestunden genießen möchten.

eternal-hope am 17.06.2026 15:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Leichter Sommerwohlfühlroman

"Guten Morgen, schönes Wetter heute" von Tanja Kokoska hat ein farbenfroh gestaltetes Cover. Man sieht darauf viele kleine Fenster von Wohnungen, mit unterschiedlich ausgemalten Wänden im Hintergrund. Damit stimmt das Buch schon gut auf sein Thema ein: es geht um die Menschen in einer Straße, nämlich "Am Kastanienbaum", und ihre individuellen Schicksale, die teils nebeneinander und teils immer mehr miteinander verflochten sind.Da gibt es Ina, alleinerziehend mit ihrem jugendlichen Sohn Henry, die gerade die Wohnung ihrer verstorbenen Eltern ausräumt. Eine türkischstämmige Familie, bei der die Großelterngeneration zurück in die Türkei gegangen ist, nie in Deutschland wirklich heimisch werden konnte und nun aufgrund der Distanz, steigender Flugpreise und wenig Urlaub auch nur wenig besucht kann, während eine der erwachsenen Töchter sich für Gedichte interessiert und diese in Produktverpackungen im Supermarkt versteckt.Henry lebt eine unkonventionelle Seite aus und lässt sich spontan seine Nägel in einem neu eröffneten Nagelsalon machen, dort arbeiten ausgebeutete Thailänderinnen, die erst einmal die Kosten, um sie ins Land zu bringen, wieder hineinwirtschaften müssen, eine davon gefällt ihm gut. Dann gibt es noch ein paar weitere Charaktere. Und irgendwo wird gegraben, vielleicht nach einem Schatz, vielleicht findet sich auch eine Bombe?Es ist ein liebevoll erzähltes Buch, das sich sehr gut als locker-leichte Sommerunterhaltung ohne besonders viel Tiefgang eignet. Es sind größtenteils liebenswerte Charaktere aus der Durchschnittsbevölkerung, die hier vorgestellt werden, die aber wiederum dann auch so gar nicht diversen Klischees entsprechen. Man merkt, dass die Autorin sich Mühe gegeben hat, vielfältige Menschen mit individuellen Lebensweisen zu beschreiben, die eben in keine Schublade passen... außer vielleicht in diese des Zeitgeistes, der sich um Vielfalt und Toleranz bemüht.Ich persönlich bin mit dem Buch nur teilweise warm geworden, was aber vermutlich eher an meinen sonstigen Lesegewohnheiten als an diesem Buch liegt. Stellenweise war es mir dann doch zu sehr Unterhaltung und zu wenig literarischer Anspruch. Letzten Endes waren mir manche Charaktere dann vielleicht doch zu alternativ und damit ein Stück unglaubwürdig und manches war nicht mein Humor. So richtig hineingezogen hat mich die Erzählweise mit diesen vielen Geschichten auch nicht, eine besondere Sprache, wie ich sie an anspruchsvoller Literatur schätze, habe ich auch nicht entdecken können. Es ist also klar ein Werk der Unterhaltung, was es ja auch sein darf.Wer gerne leichte Sommerlektüre, Humor und eine warmherzige Erzählweise mag, wird mit diesem Buch sicherlich seine Freude haben können.

jackiem am 17.06.2026 13:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein Buch, das glücklich macht

Irgendwo in Deutschland liegt die Siedlung "Am Kastanienbaum" - etwas mehr als 1.500 Menschen leben hier in den dreistöckigen Häusern. Kokoska umkreist eine kleine Handvoll von ihnen und schenkt tiefe Einblicke in deren Lebenssituationen. Allen gemeinsam ist die Einsamkeit, mit der sie sich irgendwie arrangieren. Die 85jährige Frau Kaiser möchte eigentlich ganz viel reden. Gegen das Alleinsein hilft ihr Roboter Haruto nur wenig. Ebenso geht es dem verwitweten Herrn Bello - immer stilvoll gekleidet, entdeckt er irgendwann die Schönheit von Kleidern. Manchmal geht er auf ein Glas Wein in die Gaststätte "Zum Plaudern". Hier arbeitet Samy aus Sri Lanka sieben Tage die Woche. Es ist sein eigenes Lokal, dennoch hat er viele unerfüllte Wünsche. Um sich täglich daran zu erinnern, dass er dafür etwas tun muss, hat er sich im Tattoo-Studio ein Herz, eine Feder und ein Kreuz stechen lassen. Er kauft gern im Laden von Herrn und Frau Arslan. Frau Arslan liebt Rilke-Gedichte, fühlt sich sehr einsam in ihrer Ehe. Und dann ist da noch Ina, die sich nach einem richtig coolen Typen sehnt. Sohn Henry wünscht sich einen Papa, weiß nicht mal, wer sein Erzeuger ist. In jeden dieser Mikrokosmen tauchen wir ein und spüren, Einsamkeit muss nicht sein. Und genau das zeigt die Autorin. Aufeinander zugehen, achtsam miteinander umgehen, zuhören. Vielleicht muss ja nicht erst ein Drama passieren. Vielleicht muss es keine zu entschärfende Bombe aus dem 2. Weltkrieg sein, die all die Menschen zueinander führt. So wundervoll und klug erzählt. Absolut bereichernde Lektüre.

eschlbachia am 17.06.2026 11:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Einfühlsame Einblicke

Immer wenn ich durch eine Großstadt fahre, bin ich erstaunt über die vielen Fenster. Und denke daran, dass sich hinter jedem Fenster ein eigener Kosmos verbirgt.In diesem Roman nimmt mich Tanja Kokoska mit in viele kleine verschiedene Lebensentwürfe in die Siedlung "Am Kastanienbaum". Ich lerne viele Leute kennen und einige auch lieben. Eines Tages wird in der Siedlung eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg ausgebaggert und das Zusammenleben dieses kleinen Kosmos verändert sich – und plötzlich beginnen sich die Wege der Menschen zu kreuzen. Aus Distanz wird Begegnung, aus Einsamkeit vorsichtige Verbundenheit.Ein berührender, hoffnungsvoller Gesellschaftsroman, der daran erinnert, wie nah wir einander eigentlich sind – wenn wir nur den Mut haben, aufeinander zuzugehen. Ein Buch wie Kaffee am Morgen: wohltuend, ehrlich und voller leiser Zuversicht.

filipinesbuchclub am 17.06.2026 08:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ein Buch über eine bessere Welt

Ein Buch über das Alleinsein inmitten von 1583 Menschen.In der Straße ‚Am Kastanienbaum‘ leben Menschen wie Ina, die ihren Sohn Henry allein erzieht, Frau Kaiser, deren Sohn in Japan lebt, Herr Bello, dessen Frau gestorben ist, Samy, dem das Restaurant ‚Zum Plaudern‘ gehört, und die Familie Arslan, die einen türkischen Laden betreiben. Sie alle leben vor sich hin und kommen wenig miteinander in Kontakt. Das ändert sich, als aufgrund eines Bombenfunds die Straße evakuiert werden muss.Tanja Kokoska hat einen Gesellschaftsroman voller Wärme und Menschenliebe geschrieben, der eine Welt beschreibt, in der wieder miteinander geredet wird, man einen toleranten und freundlichen Umgang pflegt und beschreibt, welch heilende Wirkung dies auf die Betroffenen hat.Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, die Protagonisten waren mir von Anfang an sympathisch, sodass ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Man fliegt nur so durch die Seiten. Gerne empfehle ich dieses Wohlfühlbuch allen weiter, die in eine bessere Welt eintauchen wollen.

Veranstaltungen & Medientermine

Veranstaltung
Tanja Kokoska liest aus ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹
03.11.2026
19:30 Uhr (CEST)
Stadtbücherei
Haidplatz 8
93047 Regensburg
Veranstaltung
Tanja Kokoska liest aus ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹

Eine Veranstaltung im Rahmen der Verler Literaturtage

06.11.2026
19:30 Uhr (CEST)
Bibliothek Verl
Hauptstraße 15
33415 Verl
Veranstaltung
Tanja Kokoska liest aus ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹
16.11.2026
19:30 Uhr (CEST)
Thalia Deutschland GmbH & Co. KG / Ettlingen
Schillingsgasse 3
76275 Ettlingen
Veranstaltung
Tanja Kokoska liest aus ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹
19.11.2026
19:00 Uhr (CEST)
Barbara Buchhandlung
Burgstr. 10
47441 Moers
Veranstaltung
Tanja Kokoska liest aus ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹
20.11.2026
19:00 Uhr (CEST)
Ruhrtal-Buchhandlung
Hüsingstr. 20
58239 Schwerte
Veranstaltung
Tanja Kokoska liest aus ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹
28.01.2027
19:00 Uhr (CEST)
Stadtbibliothek Mühlhausen
Sankt Jakobi 1
99974 Mühlhausen
Veranstaltung
Tanja Kokoska liest aus ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹
26.02.2027
19:00 Uhr (CEST)
Hl.-Geist Kirche
Burgstraße 47
54470 Bernkastel-Kues-Bernkastel
Veranstaltung
Tanja Kokoska liest aus ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹
02.03.2027
19:30 Uhr (CEST)
Leuenhagen & Paris
Lister Meile 39
30161 Hannover
Veranstaltung
Tanja Kokoska liest aus ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹
23.04.2027
19:30 Uhr (CEST)
Österreichisches Schlösschen
Marktplatz 8
78315 Radolfzell am Bodensee
Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

WDR 4, Buchtipps
Das ist so schön, wie die Autorin diese Schicksale zu einem modernen Märchen verwebt. (…) Mit ganz z...artem Humor, aber eben auch mit ganz viel Tiefgang. (…) Das Buch macht uns einfach glücklich. mehr weniger

Mike Altwicker, 19.06.2026

Die Rheinpfalz
Die Autorin beschreibt Ihre Figuren so wunderbar (sogar die Unsympathischen), dass ich diese am Ende... des Buches gerne noch weiter begleitet hätte. mehr weniger

Wiebke Leifheit, 02.10.2026

Freundin
Scharf beobachtet, mit wunderbaren Figuren, die einem ans Herz wachsen, inspiriert uns der Roman, na...ch Gemeinsamkeiten zu suchen – statt sich abzuschotten. mehr weniger

02.09.2026

emotion
Herzerwärmend, mutmachend und einfach schön.

Christiane Graeben, 01.09.2026

Frankfurter Rundschau
Ein Roman wie ein kühler Meereswind im Sommer– er sorgt für ein angenehmes Wohlgefühl, ohne jemals k...itschig oder oberflächlich zu sein. Jede einzelne Figur strauchelt auf ihre Weise durchs Leben, bleibt dabei aber immer würdevoll und stark. mehr weniger

Tanja Wessen, 10.08.2026

NDR Podcast eat.READ.sleep
Ein utopischer Blick auf unsere Gesellschaft, wie wir zusammenleben könnten!

Daniel Kaiser, 17.07.2026

ZDF Volle Kanne
Es wird alles liebevoll, sanft erzählt, mit Humor, mit ganz viel Herz. Da steckt ganz viel Menschlic...hkeit drin, und das ist schön. mehr weniger

Gesa Wegeng, 17.07.2026

hr2 kultur
Hinter dem ironischen Titel ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹ verbirgt sich ein liebevoller Blick... auf eine Frankfurter Siedlung. mehr weniger

08.07.2026

myself
Tanja Kokoska erinnert auf eine ganz besondere Weise daran, wie wichtig ein Lächeln oder ein „Guten ...Morgen“ sein kann. (…) Ein Roman, der Hoffnung macht. mehr weniger

01.07.2026

NDR Kultur
Es ist berührend, wie Tanja Kokoska es versteht, von Menschen zu erzählen.

30.06.2026

WDR 2
Tanja Kokoska hat mit ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹ ein ganz wunderbares Buch geschrieben, da...ss einen als Leser*in mit einem durch und durch zufrieden Gefühl zurücklässt. Die Figuren, die einem hier begegnen, wachsen einem beim Lesen sehr ans Herz. mehr weniger

Eva Haury, 30.06.2026

Event Magazin
Ein Gesellschaftsroman voller Wärme und zartem Humor über Freundschaft, Familie und Nachbarschaft.

Jessica Gartzke, 18.06.2026

Münchner Merkur
Ein Buch, das positiv stimmt.

18.06.2026

Grazia
Berührend!

18.06.2026


Gemeinsam liest es sich besser!

Gewinnen Sie ein Bücherfrühstück für sechs Personen

Gute Geschichten sind doch noch ein bisschen besser, wenn man sie nicht allein für sich behält. Darum laden wir Sie ein, ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹ gemeinsam zu lesen – und die Freude daran zu teilen.


1. Preis: 3x ein vegetarischer Frühstückskorb für 6 Personen im Wert von ca. 100 Euro, sowie eine Picknickdecke (2x2m) sowie sechs Exemplare des Romans


2. Preis: 5x je eine exklusive Schmökerbox zu ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹


3. Preis: 5x je eine signierte Ausgabe von ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹


Um am Gewinnspiel teilzunehmen, füllen Sie das untenstehende Formular aus und beantworten Sie folgende Frage: Mit wem würden Sie ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹ am liebsten gemeinsam lesen – und warum?


Das Gewinnspiel endet am 21. August um 23:59 Uhr. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.

Lerne die Bewohner*innen der Siedlung »Am Kastanienbaum« kennen

KENNEN SIE SCHON?


Ein einfühlsamer Familienroman der SPIEGEL-Bestsellerautorin voller liebenswerter Figuren, die durch kleine Wünsche große Ängste überwinden