»Man spürt, dass Beatrix Gerstberger erlebt hat, wovon sie schreibt. Ein unterhaltsamer, kraftvoller Roman.« Brigitte. Das Wiedersehen mit den Hummerfrauen
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Ungekürztes Hörbuch, gelesen von Tessa Mittelstaedt.
Details
Ein Wiedersehen mit den Hummerfrauen: Aufbrüche und Abschiede in Maine
Hummerjahre
Ein aufwühlender Familienroman über Schuld und Verzeihen und die Frage, ob die Liebe wirklich alle Verletzungen überdauern kann
MINA (47) reist gemeinsam mit ihrer Tochter Luca, ihrem schwerkranken Vater Richard und ihrer Mutter Judith zurück nach Eagle Island. Richard sehnt sich nach der Leichtigkeit vergangener Sommer an der Küste von Maine. Aber Mina kämpft mit gemischten Gefühlen, da sie dem Vater ihrer Tochter wiederbegegnen wird. Kann eine große Liebe, die gescheitert ist, je ein glückliches Ende finden?
JULIE (73) will sich nach dem Tod ihres Mannes Nat und ihrer besten Freundin Ann nicht mit dem Alleinsein abfinden. Sie beginnt, ihr Leben nach neuen Möglichkeiten abzutasten.
JUDITH (75) muss sich den Erinnerungen jenes Sommers stellen, der das Leben ihres Sohnes auf tragische Weise zerstört hat. Nun kann sie vor ihrer eigenen Schuld nicht länger davonlaufen.
Sie alle suchen auf ihre Weise nach dem Glück, der Liebe und dem Mut, das Richtige zu tun.
Ein grandioser Roman, der uns zeigt, wie der Blick in die Vergangenheit die Wunden unseres Lebens heilt
»Ein Hummer versteht sich besser aufs Loslassen als jeder Mensch.« Fischerweisheit aus Maine
Die Presse über ›Die Hummerfrauen‹:
»Der Sommer-Hit des Jahres.« Hamburger Abendblatt
»Schon der erste Satz führt ins Leseglück.« Brigitte
»Ein erfrischendes Leseerlebnis – ein vielgelobtes und vielgelesenes Buch.« Morgenpost
»Das alte Ferienhaus hatte sich zuerst fremd angefühlt. Es schien anders zu atmen als früher. Dann merkte Judith, dass der Salzgeruch immer noch in die Zimmer drang, dass das Haus sich immer noch in der Nacht dehnte und knackte und bei starkem Ostwind seufzen konnte. Und sie sah, dass der neu geschliffene Dielenboden immer noch leicht gesenkt war an den Stellen, über die man von der Küche zur Veranda lief. Ihre alten Pfade, die sie alle gegangen waren. Dieses Haus hatte viele Sommer lang alles von ihnen mitbekommen. Je länger sie wieder hier waren, desto mehr drangen die alten Erinnerungen und Geschichten durch die Ritzen.«
Bibliografische Daten
2. Auflage
Autor*innen
Beatrix Gerstberger
Beatrix Gerstberger ist freie Autorin für ›Brigitte‹, ›Stern‹ und ›Geo‹. Sie schrieb den Bestseller ›Keine Zeit zum Abschiednehmen‹ über den frühen Tod ihres Partners und die Geschichten von weiteren jungen Witwen, als sie mehrere Monate in einem Fischerdorf in Maine lebte. Aus ihren Erinnerungen an diese Zeit entstand die Idee für den viel gelobten Roman ›Die Hummerfrauen‹, der monatelang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste stand, und für ihr neues Buch ›Hummerjahre‹.
Pressematerialien
Leserstimmen
1 - 10 von 103 Leserstimme
Rückkehr zur Insel der Hummerfischer
Viele Jahre sind vergangen seit Mina mit der kleinen Luca einst Eagle Island verlassen hat. Sie wohnt jetzt in Seattle und ist mit Carlos verheiratet, der ihrer Tochter ein guter Vater ist. Auch ihre Eltern, Judith und Richard, waren seit damals nicht mehr auf der Insel. Nun ist Richard schwer erkrankt und äußert den Wunsch, Eagle Island und seine dortigen Freunde noch einmal zu besuchen. Auch die inzwischen 17jährige Luca zieht es auf die Insel, sie möchte ihren leiblichen Vater Sam endlich näher kennen lernen. So bezieht die gesamte Familie, außer Carlos, der in Seattle zurückbleibt, ihr altes Feriendomizil. Dort hat sich inzwischen vieles verändert. Ann ist bereits verstorben, ihr blauer Hummer lebt jetzt bei Julie, deren Mann Nat auch schon tot ist und die nur noch gelegentlich mit ihrem Boot zum Fang aufs Meer fährt. Mina freut sich alte Bekannte wieder zu treffen, weiß aber, dass sie auch ihrer großen Liebe Sam, dem Vater ihrer Tochter, wieder begegnen wird. Können die Beiden ihre Gefühle verbergen, oder finden sie wieder zusammen und das Drama beginnt erneut? … Beatrix Gerstberger, geb. 1964 im Sauerland, ist eine deutsche Autorin und Journalistin, die bekannt ist für ihre emotionalen und tiefgründigen Romane und Reportagen. Nach dem frühen Tod ihres Partners zog sie, um einen Weg aus der Trauer zu finden, Anfang der 2000er mit ihrem damals noch kleinen Sohn für ein halbes Jahr in ein Hummerfischerdorf. Der damalige Aufenthalt in Maine inspirierte sie zu dem Roman „Die Hummerfrauen“ (dtv 2025), der nun in „Hummerjahre“ (dtv 2026) seine Fortsetzung gefunden hat. Beatrix Gerstberger lebt heute in Hamburg. In ihrem ruhigen, einfühlsamen Schreibstil ist es der Autorin großartig gelungen, die Gedanken und Gefühle der Figuren begreiflich zu machen und ihre Ängste, Trauer, Einsamkeit und Sehnsucht dem Leser zu vermitteln. Die anschaulich und atmosphärisch beschriebene Küstenlandschaft von Maine, das Meer, die Fischerei und das Inselleben geben der Geschichte einen besonderen Rahmen. Es geht nicht nur um große dramatische Ereignisse, sondern auch um zwischenmenschliche Beziehungen, das Bedürfnis nach Zusammenhalt, um verdrängte Erinnerungen und um alltägliche Erlebnisse. Loslassen und Abschied spielen eine große Rolle, Neuanfang, auch im Alter, scheint für einige Personen sehr aussichtsreich. Die Geschichte ist eine Mischung aus Melancholie und Hoffnung, die noch lange nach dem Lesen nachklingt. Fazit: Gut gelungene Fortsetzung von „Die Hummerfrauen“. Durch zahlreiche Rückblenden ist die Geschichte gut zu lesen, auch ohne den ersten Teil zu kennen.
Eagle Island ich werde Dich vermissen
Nach der Lektüre von DIE HUMMERFRAUEN blieben bekanntlich einige Fragen offen. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, noch einmal an die Küste von Maine zurückzukehren. Der Verlust von Ann hat eine große Lücke in Julies Leben hinterlassen. Mit Beginn des Frühlings schiebt sie ihren Wehmut zur Seite und fasst den Entschluss der Einsamkeit ein zweites Mal ein Schnippchen zu schlagen. Ob sie sich wohl eine neue Liebe suchen soll? Mina genießt das ruhige Leben an Carlos Seite in Seattle, doch ihr fehlen auch die Reibereien, die es mit Sam immer gab. Carlos hat nie erfahren, was nach Anns Beerdigung passiert ist, scheint aber die Veränderung zu spüren. Luca wird zunehmend rebellischer, beschließt vom geplanten Studium Abstand zu nehmen und erstmal nach Eagle Island zu gehen, um Hummerfischerin zu werden. Minas Vater Richard ist schwerkrank, sein Wunsch ein letzter Sommer an der Küste von Maine zu verbringen. So kommt es, dass Mina ihre Tchter und ihre Eltern für den Sommer nach Eagle Island begleitet. Es wird ein Sommer, in dem sich der Vergangenheit gestellt und diese aufgearbeitet wird. Es gibt Beichten, Entschuldigungen, Hoffnungen, Neuanfänge, neue Freundschaften und Liebe. In diesem Band stehen nicht nur die Frauen im Vordergrund, auch Sam, Richard und Ellis wird viel Raum gegeben, um mehr Einblick in ihre Charaktere zu erhalten. Der Sommer stellt viele Weichen für die Zukunft und zieht auch Abschiede nach sich. Ich habe jede Sekunde des Aufenthalts auf Eagle Island in mich aufgesogen wie ein Schwamm, voller Hoffnung aber auch Angst, welche Zukunft auf die Protagonisten und auf mich zukommt. Meine Gefühle sind Achterbahn gefahren und der Abschied ist mir wirklich schwergefallen. Ich habe mich aber auch gefreut, welche Wege nun gegangen werden. Mein Respekt gilt Mr. Darcy, der für alle immer ein offenes Ohr hatte. Ich hoffe, Du hast Deinen Platz im Hummerballett eingenommen. Vielen Dank Beatrix Gerstberger für die wunderbare Zeit, die ich an der Küste von Maine verbringen durfte. Die Hummerfrauen-Reihe war für mich ein absolutes Lesehighlight.Mein Fazit:Noch einmal treffen sich alle Beteiligten auf Eagle Island wieder. Es ist an der Zeit mit der Vergangenheit und all seinen Geschehnissen Frieden zu schließen, neue Wege zu gehen, aber auch Abschied zu nehmen. Sehr empathisch und voller Gefühl führt Beatrix Gerstberger eine großartige Geschichte ins Finale.
Daumen hoch für Teil 2
Die Schriftstellerin Beatrix Gerstberger legt Teil 2 ihrer Hummerfrauen nämlich "Hummerjahre" vor. Dieses Buch ist als HC im dtv Verlag erschienen und nach meiner Meinung besser, als der 1. Teil. Ich hatte mit mir gekämpft, ob ich ihn lesen soll und kann nur sagen, dass es sich absolut gelohnt hat. Bin viel besser ins Buch reingekommen, als in Teil 1. Für mich eines der Lesehightlights des Jahres 2026.Wir erfahren das Julie, inzwischen verwitwet ihren Mann Nat sehr schmerzlich vermisst. Sie muss ihr Leben neu aufstellen und wieder Boden unter ihre Füsse bekommen. Neue Freundschaften schliessen und langsam wieder in der Welt ankommen.Ann ist noch in Band 1 verstorben und wir erfahren was vor ihrem Tod noch so passiert ist.Auch Mina kehrt zurück nach Eagle Island. Die Geschichten werden weiter erzählt in einer mitreissenden Art und Weise. Der Schreibstil ist schwungvoll, aber zeitweise auch gelungen melancholisch.
Gemeinschaftsgefühl
Der Roman ist wie ein persönliches Wiedertreffen mit den Hummerfrauen in Eagle Island in der Nähe von Maine. Die Geschichte wird weitergeschrieben, Ann kommt leider nur noch in den Rückblenden vor, da sie vor kurzem verstorben ist, sodass hier Mina und ihre Tochter Luca, Julie und Judith mit ihren Familien im Mittelpunkt stehen. Obwohl die Sprache nüchtern und direkt ist, so liest man zwischen den Zeilen und in den einzelnen Handlungen sehr viel Liebe und Gefühle heraus. Alte Geschichten werden aufgewärmt, Schuldgefühle, Verletzungen, Verluste wieder durchlebt und bei der einen oder anderen Person gibt es den leichten Hoffnungsschimmer auf einen Neuanfang. Generell ist die Grundstimmung allerdings sehr traurig und düster, fast schon etwas deprimierend. Auch die raue Küstenlandschaft und die schwierigen Arbeits- und Lebensbedingungen der Einwohner*innen tragen dazu bei. Durch die bildhafte Beschreibung hat man als Leser*in das Gefühl, mit den Menschen vor Ort zu sein und an ihren Leben teilzuhaben, dies finde ich gelungen umgesetzt. In diesem Teil steht die Aufarbeitung der Vergangenheit im Vordergrund und auch, ob man Entscheidungen mit dem Herzen oder dem Verstand treffen sollte und die damit verbundenen Auswirkungen auf das restliche Leben und viele weitere betroffene Personen. Erzählt wird die Geschichte in den einzelnen Kapiteln wiederum aus der Perspektive der Hauptcharaktere, zudem gibt es zahlreiche Rückblenden, sodass man gewisse Ereignisse umfangreicher betrachten kann und manchmal auch im Nachhinein besser nachvollziehen kann, warum auf welche Weise gehandelt wurde und auch kritisch betrachten kann, was man hätte ändern können. Teilweise hat mir allerdings ein wenig die Struktur gefehlt, die Geschichte wird in verschiedenen Zeitebenen von verschiedenen Personen und durcheinander erzählt. Ich empfehle den ersten Teil unbedingt vorab zu lesen, damit man mehr Lesespaß und ein umfangreicheres Verständnis für die Hummerfrauen hat. Die Abbildung des blauen Hummers Mr. Darcy auf dem Cover finde ich wunderschön und treffend.
Wiedersehen auf Eagle Island
Hummerjahre von Beatrix Gerstberger ist die Fortsetzung der Hummerfrauen, der mich genauso wie Band 1 begeistern konnte!Die Hummerfrauen, das waren Ann, Julie und Mina. Ann ist am Ende von Band 1 verstorben, in der Fortsetzung erfahren wir aber, was sie kurz vor ihrem Tod noch erlebt hatte und was mit ihrer großen Liebe Carolyn passiert ist, die viele Jahre zuvor Eagle Island ohne ein Wort verlassen hatte. Julie ist mittlerweile Mitte 70 und verwitwet. Sie vermisst ihren Mann Nat, sie kann das Alleinsein kaum ertragen und schaut sich nach neuen Freundinnen und einem neuen Partner um. Sie freundet sich mit der Bibliothekarin Linda und der Ladenbesitzerin Edwina an und hat mit ihnen wieder Spaß am Leben. Mina kommt mit ihren Eltern Judith und Richard sowie Tochter Luca nach vielen Jahren zurück nach Eagle Island. Luca ist mittlerweile erwachsen. Sie lebt mit ihrer Mutter und deren Mann Carlos in Seattle. Ihr Vater Sam lebt wieder auf Eagle Island, nachdem er viele Jahre lang die Welt als Fotograf bereist hatte. Luca mag Carlos, findet ihren leiblichen Vater Sam aber viel interessanter. So geht es auch Mina, die wehmütig an ihre Zeit mit Sam zurückdenkt. Sie fühlt sich immer noch zu ihm hingezogen. Richard ist schwer krank, es war sein größter Wunsch, noch einmal nach Eagle Island zurückzukehren. Judith hat den Tod ihres Sohnes Christopher nie verwunden. Zurück auf der Insel wird sie von Erinnerungen an die Nacht überwältigt, in der Christophers bester Freund Jack gestorben ist. Ellis, Jacks und Sams Vater und Lucas Großvater, freut sich sehr auf die gemeinsame Zeit mit seiner Enkelin. Seine Frau Jane hat die Insel nach dem Tod ihres Sohnes verlassen, doch Ellis hat nie aufgehört, an sie zu denken und sie zu lieben. Ich bin sehr gerne nach Eagle Island zurückgekehrt und habe mich über ein Wiedersehen mit Julie, Mina, Ellis, Sam, Ann und Mr. Darcy gefreut. Der blaue Hummer lebt seit Anns Tod bei Ellis, er hat immer ein offenes Ohr für die Sorgen seiner Menschen und spielt in ihrem Leben eine wichtige Rolle. Wer Hummerfrauen gern gelesen hat, wird auch Hummerjahre lieben. Gerne spreche ich eine große Leseempfehlung für beide Bände aus.
Zurück bei den Hummerfrauen
Ich habe Die Hummerfrauen schon geliebt und war deshalb gleichzeitig unglaublich gespannt und ein bisschen skeptisch, ob Hummerjahre für mich wirklich mit dem ersten Band mithalten kann. Aber eigentlich hätte ich mir diese Sorge sparen können: Ich habe auch den zweiten Teil wieder geliebt.Für mich steht dabei vor allem die Rückkehr im Vordergrund. Wieder nach Eagle Island zurückzukommen, all die vertrauten Figuren wiederzutreffen und zu erfahren, wie ihre Geschichten weitergehen, war einfach wunderschön. Ich liebe diese Menschen, ich liebe die Atmosphäre und ich liebe, wie Beatrix Gerstberger diesen Ort beschreibt. Am liebsten würde ich sofort selbst nach Maine zu den Hummerfrauen reisen.Gleichzeitig passiert durchaus einiges. Wir begleiten die verschiedenen Figuren weiter, erleben zum Teil große Entwicklungen und erfahren noch mehr über ihre Geschichten. Besonders Julie habe ich auch diesmal wieder sehr geliebt. Trotzdem ist es für mich vor allem dieses Gefühl beim Lesen, das die Reihe so besonders macht.Denn Hummerjahre ist teilweise tieftraurig und unglaublich melancholisch und gleichzeitig so herzerwärmend. Die Geschichte ist eher ruhig erzählt, ohne für mich jemals langweilig zu werden. Stattdessen wollte ich einfach immer weiterlesen und noch ein bisschen länger bei diesen Menschen bleiben.Grundsätzlich kann man Hummerjahre sicherlich auch lesen, ohne Die Hummerfrauen zu kennen. Ich würde es trotzdem überhaupt nicht empfehlen. Der zweite Band geht nahtlos weiter und warum sollte man sich das Wiedersehen mit all den vertrauten Figuren nehmen? Außerdem nimmt man sich vermutlich einiges aus dem ersten Band vorweg, wenn man die Reihenfolge umdreht. Deshalb: Unbedingt mit Die Hummerfrauen anfangen und danach direkt weiterlesen.Ich hatte wirklich Angst, dass der zweite Band für mich nicht mit Die Hummerfrauen mithalten kann, aber ich bin vollkommen begeistert. Für mich eine wunderschöne Rückkehr nach Eagle Island, die mich gleichzeitig traurig und glücklich gemacht hat.Und jetzt brauche ich bitte Band
Eine berührende Geschichte
Mich hat das Buch mit seiner einfühlsamen und atmossphärischen Erzählweise sehr angesprochen. Die Geschichte verbindet persönliche Schicksale mit der schönen Stimmung der Küstenlandschaft.Besonders gefallen haben mir die Figuren, deren Gedanken, Zweifel und Hoffnungen sehr nachvollziehbar beschrieben sind. Es geht um Veränderungen, Beziehungen, vergangene Entscheidungen und den Mut zu finden, das eigene Leben neu zu betrachten. Dabei wirkt die Geschichte nie oberflächlich sondern regt immer wieder zum Nachdenken an.Die Sprache der Autorin ist ruhig und bildhaft ohne dabei schwerfällig zu werden. Besonders in den Bann gezogen haben mich die Beschreibungen der Landschaft und des Meeres. Zusammenfassend ist Hummerjahre für mich ein warmherziger und gleichzeitig nachdenklicher Roman, der auch noch eine Weile nach dem Lesen im Gedächtnis bleibt.
Lebensnaher Roman
Hummerjahre von Beatrix Gerstenberger ist ein wunderbarer, lebensnaher Roman, der mit viel Feingefühl, treffsicherem Humor und spritzigem Schreibstil punktet. Die Charaktere sind authentisch, liebenswert unperfekt und wachsen einem rasch ans Herz. Gerstenberger fängt die Wendepunkte des Lebens und das Suchen nach dem eigenen Glück hervorragend ein und schafft eine schöne Balance zwischen Leichtigkeit und tiefgründigen Momenten.Ein kleiner Wermutstropfen:Im mittleren Drittel verliert die Handlung zeitweise etwas an Schwung. Einige Nebenstränge und Dialoge ziehen sich ein wenig in die Länge, ohne die Geschichte entscheidend voranzubringen. Auch manche Entwicklungen gegen Ende wirken im Vergleich zum sonst so realistischen Ton ein kleines bisschen konstruiert und überstürzt.Dennoch überwiegt der positive Gesamteindruck bei Weitem: Eine warme, kluge und charmante Lektüre, die trotz kleiner Längen absolut lesenswert ist!
Tolles Wiedersehen auf Eagle Island
Was für ein schönes Wiedersehen mit den Figuren aus dem ersten Band! Es fühlt sich absurderweise ein bisschen wie „nach Hause kommen“ an. Ich war direkt wieder gefangen von der tollen Stimmung auf Eagle Island. Man kann das Meer mit seinen Wellen förmlich hören und die salzige Luft riechen. Auch das Wiedersehen mit dem Hummer Mr. Darcy hat mich sehr gefreut. Ich finde es toll, wie er immer wieder in die Romanhandlung eingebunden wird und dadurch ein wichtiger Teil der Geschichte ist.Besonders gut haben mir die Kapitel gefallen, die aus der Sicht der mittlerweile verstorbenen Ann erzählt werden. Dabei handelt es sich um Rückblenden, durch die ich noch einmal einige Antworten auf Fragen bekommen habe, die mir am Ende von Band 1 im Kopf herumgegeistert sind. Ich mochte es sehr, dadurch noch mehr über die Vergangenheit der Figuren zu erfahren und manche Zusammenhänge besser zu verstehen.Auch Julies Geschichte hat mir gut gefallen. Es war spannend zu erfahren, wie sie nach Nats Tod weitermacht und mit dem Verlust umgeht. Sie entwickelt sich im Laufe des Buches weiter, und gerade diese Entwicklung fand ich sehr schön zu verfolgen.Ebenfalls sehr gerne gelesen habe ich die Kapitel aus Judiths Sicht. Im ersten Buch wirkte sie auf mich sehr distanziert und teilweise sogar herzlos. Das tut sie auch in „Hummerjahre“ nach wie vor, aber trotzdem macht ihre Figur eine Entwicklung durch, die ich mochte. Gerade weil sie nicht plötzlich zu einem völlig anderen Menschen wird, sondern ihre Eigenheiten behält, hat sich ihre Entwicklung für mich glaubwürdig angefühlt.Ein bisschen geärgert hat mich zwischenzeitlich allerdings das Verhalten von Mina. Sie steht vor einer schwierigen Entscheidung, schiebt diese aber sehr lange auf, sodass andere Menschen darunter leiden müssen. Ich kann verstehen, dass sie Zeit zum Nachdenken braucht und eine solche Entscheidung nicht einfach ist. Trotzdem hat mich ihre Trägheit bei der Entscheidungsfindung manchmal doch etwas wahnsinnig gemacht.Am Ende musste ich tatsächlich ein paar Tränchen vergießen, denn das Buch findet ein wirklich rührendes Ende. Gerade nach allem, was die Figuren im Laufe der Geschichte erlebt haben, hat mich das sehr berührt.Insgesamt ist „Hummerjahre“ für mich ein tolles zweites Buch, das mich erneut sehr begeistert hat. Vor allem die eigenwilligen Charaktere, das tolle Setting in Maine und die verschiedenen Herausforderungen, mit denen die Figuren umgehen müssen, haben mir wieder sehr gut gefallen. Ich würde dieses Buch allen empfehlen, denen Band 1 bereits viel Freude bereitet hat!
Schönes Wiedersehen!
Die Hummerfrauen sind zurück und ich habe mich sehr auf ein „Wiederlesen“ mit Mina, Julie, Judith und den anderen gefreut. Der Schreibstil gefällt mir so gut und man spürt, dass die Autorin eine Zeitlang in einem Dorf mit HummerfischerInnen gelebt hat, so authentisch erzählt sie.Mina kehrt, auf Lucas Wunsch hin, mit ihren Eltern nach Eagle Island zu Sam, Lucas Vater, zurück und deren Liebe entflammt neu, auch wenn es da noch Carlos gibt, ihr Ehemann, der in Seattle auf sie wartet. Auch die Geschichten der anderen Frauen werden weiter erzählt und man ist wieder in Gedanken in Maine in dieser Wohlfühl-Atmosphäre trotz des manchmal rauhen Klimas. Alte Geschichten kommen ans Licht und manches aus dem ersten Buch wird weiter erzählt. Ich kann das Buch sehr empfehlen, aber es ist hilfreich, den ersten Teil bereits gelesen zu haben.
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Willkommen zurück in Maine!
Hier wurde Beatrix Gerstberger zu ihren Romanen über die Hummerfrauen inspiriert
Maine liegt in der nordöstlichsten Ecke der USA, da wo es nicht mehr weitergeht, es sei denn, man will nach Kanada. Es gibt dort riesige Wälder, ein paar beeindruckende Berge, den Acadia National Park, eine zerklüftete, endlos lange felsige Küste mit Bilderbuchdörfern, eiskaltes Atlantikwasser und 3000 Inseln. Maine ist bekannt für seine wilden Blaubeeren, die strahlendweißen Leuchttürme – und natürlich für seinen Hummer. Von ihm lebt auch heute noch ein Großteil der Küstenbevölkerung, er gilt als der schmackhafteste der Welt und wird überall in Buden am Straßenrand angeboten. Warnung an Touristen: Die Menschen in diesem Bundesstaat nehmen kein Blatt vor den Mund und sprechen mit einem nur ihnen verständlichen einzigartigen Akzent. Was man hier unbedingt machen sollte: einen Ausflug mit einem der historischen Windjammer in der Hafenstadt Camden, das jährliche Hummerfestival in Rockland besuchen und schließlich ein paar Tage auf Monhegan Island verbringen – wegen des ganz besonderen Lichts lange Zeit ein beliebtes Ziel für Maler und andere Künstler.