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»Die Zeiten haben sich geändert. Die Verbrechen auch.«

Im Schatten der Wende

Dezember 1989. Die Mauer ist gefallen. Der angehende Kriminalpolizist Tobias Falck tritt bei dem neu gegründeten Kriminaldauerdienst in Dresden an – und wird vor große Herausforderungen gestellt. Drogenhandel, Prostitution, Mord auf offener Straße – die Kriminalität im Osten verändert sich drastisch. Und es ist völlig unklar, welche Rechtsgrundlage für ostdeutsche Polizeiarbeit kurz nach der Wende gilt. Das KDD-Team gerät zusehends unter Druck, vor allem als plötzlich eine westdeutsche Kollegin auftaucht und um Amtshilfe bei der Suche nach einem Auftragskiller ersucht …

Bibliografische Daten

EUR 16,95 [DE] – EUR 17,50 [AT]
ISBN : 978-3-423-26318-4
Erscheinungsdatum: 16.02.2022
2. Auflage
368 Seiten
Format : 13,6 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Frank Goldammer

Frank Goldammer, geboren 1975, ist Handwerksmeister und Autor. Bekannt wurde er mit seiner historischen Krimi-Bestsellerreihe über Kommissar Max Heller. Goldammer lebt als freier Autor in seiner Heimatstadt Dresden.

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107 von 107 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.54 von 5 Sternen


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9 - 10 von 107 Leserstimme

azyria_sun am 13.02.2022 13:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Spannende Ermittlungen im Zeichen der Ostalgie

Worum geht’s?Tobias Falck macht in der DDR eine Ausbildung zum Polizisten. Als er fast fertig ist, fällt die Mauer und alles ändert sich. Er wird dem Kriminaldauerdienst Ost zugeteilt und die Ermittlungen, die er vor dem Mauerfall begann, verfolgen ihn weiter. Ermittlungen, die im Schatten der Wende stehen und die ihn fast an seine Grenzen bringen.Meine Meinung:Mit „Im Schatten der Wende“ (dtv Verlagsgesellschaft, Februar 2022) schreibt Frank Goldammer einen Kriminalroman, der nicht nur spannend ist, sondern auch deutlich darstellt, wie es für die Menschen dort im Allgemeinen und die Polizei im Besonderen war, als die Mauer fiel. Vor welchen Problemen und Zukunftsängsten sie plötzlich standen und welche Hoffnungen sie hatten. Er beleuchtet hierbei in einem ausdrucksstarken Schreibstil auch das Leben in der DDR vor dem Mauerfall. Und wir dürfen Teil sein an polizeilichen Ermittlungen Ende der 1980er Jahre, erleben den Sturm auf das Stasi-Hauptgebäude und bekommen einen Einblick in das Leben der Menschen, das Warten auf eine Wohnung, den Zerfall der Gebäude und in die Ostalgie der 1980er Jahre.Besonders gut gefallen hat mir Tobias Falcks Vorgesetzter Schmidt. Er macht zugleich auch die wohl größte Entwicklung durch. Von einem kauzigen Eigenbrötler zu einem echten Teamplayer. Doch auch Tobias gefällt mir gut und seine Kollegin Steffi Bach. Die drei entwickeln sich im Laufe des Buches zu einem tollen Ermittler-Trio bzw. -Quartett, als dann noch Westpolizisten Suderberg hinzukommt.Und anhand dieser Charaktere dürfen wir einen wirklich spannenden Kriminalfall erleben, der es in sich hat und am Ende richtig an Fahrt und Spannung aufnimmt. Dies alles vor den Kulissen der ehemaligen DDR. Den Problemen, denen sich die Bevölkerung ausgesetzt sah. Der Bespitzelung durch die Stasi – war dein Nachbar Freund oder Feind? Der Wohnungssuche, nur als Familie mit Kind hattest du Chancen, eine gute Wohnung zu bekommen. Das bringt Frank Goldammer wie nebenbei mit in die Ermittlungen ein, dass man die damalige Zeit im Osten wirklich vor sich sieht. Das Handeln mit Westgütern. Die Gedanken und Träume der Menschen. Dieses Buch ist nicht nur ein Kriminalroman, sondern so viel mehr. Zwischendrin hatte ich zwar kurzzeitig das Gefühl, als mache der Autor einen Zeitsprung und hier fehlt mir auch etwas, als es plötzlich mit dem KDD weitergeht, aber ansonsten hat mich das Buch gut unterhalten und ich hatte das Gefühl, einen wirklich authentischen Blick in das ehemalige Ostdeutschland bekommen zu dürfen.Fazit:„Im Schatten der Wende“ von Frank Goldammer ist nicht nur ein Kriminalroman, der am Ende an Spannung richtig Fahrt aufnimmt, sondern auch ein historischer Roman, der das Leben und Arbeiten in der ehemaligen DDR aufzeigt. Die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, die Werte der Menschen und der Politik, das Leben im Schatten der Stasi. Wir dürfen Tobias, Steffi und Schmidt auf ihren Ermittlungen begleiten, erleben ihre Entwicklung zu einem guten Ermittler-Trio mit. Sehen die Unterschiede zwischen der Zeit vor und nach dem Mauerfall. Auch wenn es in der Mitte des Buches m.E. eine Lücke gegeben hat, und Tobias plötzlich von der Polizei der DDR im KDD saß – da hätte ich tatsächlich gerne mehr erfahren. Wie das kam, was dazwischen passierte. Aber wirklich gestört hat das nicht und am Ende war das Buch sogar nochmal richtig spannend.4 Sterne von mir für diesen ostalgisch spannenden Kriminalroman!

frieda lorenzo am 13.02.2022 11:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Eine Zeitreise in die Wende

Der erste Teil des Romans "Im Schatten der Wende" von Felix Goldammer spielt im Jahr 1988, dem letzten Jahr der DDR. Es wird das Arbeitsleben und der Alltag des Volkspolizei-Obermeisters Tobias Falck beschrieben, Schauplatz ist Dresden. Hier wird Falck mit verschiedenen Straftaten konfrontiert. Falck steht zum System DDR und verteidigt es wo er kann. Aber der Todessturz eines ABV, der als Unfall abgetan werden soll, stimmt ihn nachdenklich.Der zweite Teil des Romans befasst sich dann mit der Zeit der Wende ab Oktober/November 1989. Nach Öffnung der Mauer tritt Falck seinen Dienst beim KDD Ost an. Dort bekommt er es mit einer ganz anderen Art von Verbrechen zu tun. Es scheint, dass sich gleich Kriminelle aus dem Westen in den Osten begeben haben, um ihre Geschäfte auszuweiten. Drogenhandel und das neu entstandene Rotlichtmilieu sind Neuland für ihn. Der Roman zeigt ein Stück Zeitgeschichte und die gravierenden Unterschiede zwischen BRD und DDR, den Umgang der Menschen miteinander und die Lebensverhältnisse in Ost und West. Meines Erachtens ist die Charakterisierung der Protagonisten sehr gut gelungen, insbesondere die Darstellung der unterschiedlichen Persönlichkeiten hat mich sehr angesprochen. Die Konflikte in der Zusammenarbeit zwischen Ost und West haben persönliche Erfahrungen und Erinnerungen bei mir geweckt.Mein Fazit: Eine fesselnde Zeitreise vom letzten Jahr der DDR in die Wendezeit.

dodona am 12.02.2022 22:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Spannend bis zum letzten Kapitel

"Im Schatten der Wende" ist meine erster Roman von Frank Goldammer. Der Klappentext hatte mich bereits gefangen, ein sozusagen "historischer" Kriminalroman, auch wenn es in der jüngeren Vergangenheit passiert.Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und interessant. Besonders Schmidt hat mir sehr gut gefallen mit seiner unkonventionellen oder gar frechen Art und Weise, die ich erst im Laufe der Geschichte immer besser fand. Dagegen wirkt Falck, der eigentliche Hauptcharakter, fast schon zu blass. Dennoch macht Falck eine gute Entwicklung durch und bleibt nicht sturr auf seinen "alten" Vorstellungen und Ideen kleben. Die Fäden, die zusammengeführt werden, haben am Ende für mich sehr gut zusammengepasst, und, zugebeben, auch in die Irre geführt - was ich bei einem Kriminalroman aber sehr gut und passend finde. Das macht das Miträtseln spannender. Mit einigen Begrifflichkeiten hatte ich so meine Probleme, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich nach dem Mauerfall geboren wurde und auch nicht aus der ehemaligen DDR stamme. Während des Lesens hatte ich überlegt, ob vielleicht eine Art Glossar für typische Begriffe passend wäre - aber wenn man aufpasst, klärt sich eigentlich alles. "Im Schatten der Wende" ist für mich im Gesamten ein gelungener Kriminalroman, der mir großen Spaß beim Lesen bereitet und Lust auf mehr gemacht hat.Klare Empfehlung!

harakiri am 12.02.2022 19:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ade Max Heller - Hallo Tobias Falck

Deutschland zur Zeit der Wende. Polizeianwärter Tobias Falck bekommt es mit mehreren Fällen zu tun. Zum einen verschwinden ständig Leichen, zum anderen werden junge Frauen belästigt, aber sofort wieder in Ruhe gelassen. Das junge Team im neuen Kriminaldauerdienst muss sich erst zusammenfinden und das ist bei so verschiedenen Charakteren gar nicht so einfach. Der Einstieg in das Buch ist etwas verwirrend. Es startet im Jahr 1989, blendet dann zurück ins Jahr 1988, und kommt dann zurück nach 1989. Hier fand ich den Übergang etwas abrupt. Jedoch hatte ich mich bald festgelesen. Tobias‘ „Ausflug“ undercover hat mir sehr gut gefallen. Außerdem mochte ich Tobias Falck gleich sehr gerne, ebenfalls seine Kollegin Bach. Zudem waren die Hintergründe der ehemaligen DDR sehr authentisch. Besonders nachhaltig bleibt mir sicher das Verschwinden der Leichen im Kopf – hier musste ich manches Mal breit schmunzeln. Tobias‘ Arbeit war sehr vielschichtig und das machte das Buch so interessant. Das Team verfolgt nicht nur einen Fall, sondern hat es gleich mit mehreren Fällen zu tun, die einer wie der andere sehr gut aufgebaut und gut zu lesen waren. Fazti: Ich fand es schade, dass die Reihe um Max Heller beendet ist, die Reihe um Tobias Falck versöhnt mich aber mit dieser Tatsache.

tabasc0 am 12.02.2022 16:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Licht und Schatten

Im Schatten der Wende ist ein deutscher Kriminalroman, der in Dresden im Jahr 1988 spielt. Zur Zeit der Wende etabliert sich nicht nur der Kriminaldauerdienst neu, auch die „neue“ Kriminalität verlangt Polizist Falck alles ab und zusammen mit einer Kollegin aus dem Westen jagt er einen Auftragskiller. Der Anfang ist sehr zäh und man muss sich etwas an den ruhigen Schreibstil gewöhnen, dann kommt es aber Schlag auf Schlag und man erhält als Leser sehr viele geschichtliche Einblicke und ein solides Hintergrundwissen aus der DDR.Es ist aber keinesfalls ein abgedroschener Wenderoman, viel mehr erzählt Frank Goldammer, wie auch in seinen anderen Romanen sehr detailreich und zeitnah von den typischen Menschen und ihren alltäglichen Problemen dieser Zeit. Für die Fans der Reihe aber auch für Neuleser von Goldammer sehr empfehlenswert, spannend und unterhaltsam.

meldsebjon am 12.02.2022 15:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Wende

Zu erfahren, wie die Wende auf jemanden gewirkt hat, der sich eigentlich ganz gut und überzeugt im System der damaligen DDR eingerichtet hat, war wirklich sehr interessant. Genauso einer ist nämlich der Polizist Tobias Falck. Ihm geht es gut und so hat er eigentlich keinen Grund, über eine Ausreise nachzudenken. Ein wenig nachdenklich wird er bei einem Undercover-Einsatz. Erstmals kommt er mit Menschen in Berührung, die durchaus Grund haben, das System nicht nur gut zu finden. Sie sind der Willkür von Polizisten ausgesetzt, die ihre Macht missbrauchen. Falck findet die jungen Leute eigentlich gar nicht schlimm, darf diese Meinung seinen Vorgesetzten gegenüber aber nicht äußern. Seine eigenen guten Ideen werden sofort als unrealistisch abgetan, denn es darf nichts sein, was eben nicht sein darf. Als er dann zu Wendezeiten zur Kriminalpolizei wechselt, kommt er in direkten Kontakt zum Westen, muss er doch mit einer Kriminalpolizistin zusammenarbeiten, die aus besagtem Westen kommt. Ein gut geschriebenes Buch liegt hier vor, durch das Verständnis geweckt wird. Ein "normaler" Mensch, integer und nicht dumm, muss vollständig anders denken, als er es in seinen Jugendjahren gelernt hat. Sehr zu empfehlen für Menschen, die sich auch für die jüngere Geschichte interessieren und auch eine andere Sichtweise kennenlernen möchten, als die, die im Westen verbreitet ist.

makama am 12.02.2022 15:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Kriminalität im Zeichen der Wende

Das Buch beginnt im Frühjahr 1988, Hauptprotagonist ist der junge Volkspolizist Tobias Falk, Mitte 20 und sehr engagiert, was seinen Vorgesetzten nur bedingt gefällt. Er darf eine Fortbildung machen und landet dann im Dezember 1989 beim KDD in Dresden. Das Team zu dem noch die junge Polizistin Steffi Bach und der Chef der Truppe Schmidt gehören muss noch zusammenwachsen. Und so kurze Zeit nach der Wende merken alle, dass sich die Kriminalität rasant verändert ... Richtung Westniveau...Dann taucht plötzlich die westdeutsche Hauptkommissarin Sybille Sunderberg auf und bittet um Amtshilfe ..... gar nicht so einfach für alle Beteiligten, denn da prallen Welten aufeinander und gefährlich ist es auch.Fazit und Meinung:mal was anderes, ein deutsch-deutscher Krimi, der zu Zeiten der Wende spielt, die noch gar so lange her ist und trotzdem hat sich seitdem vieles verändert. Ich hab ihn ja erlebt, aber irgendwie ist er für mich schon sehr weit weg.Sehr interessant fand ich den historischen Hintergrund - dass die DDR so kaputt war, war mir gar nicht mehr so bewusst.Aber jetzt zum Fall: Das Buch hat mir nicht schlecht gefallen, aber vieles fand ich zu konstruiert, und es waren auch zu viele Fälle, was es etwas unübersichtlich gemacht hat, und es wurde auch nicht alles aufgeklärt - schade, deshalb nur knappe 4 Sterne für dieses Buch.PS Das Cover hat mir gut gefallen und passt auch gut.

traumtiger am 12.02.2022 11:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Historisch interessanter Krimi

Ich bin zur Handlungszeit des Buches noch ein Kind gewesen und auch in der DDR aufgewachsen. Es ist interessant so manches zu lesen, was man nebenher mitbekommen, aber als Kind nicht verstanden hat. Mir hat gut gefallen, wie der Komissar Falck sich entwickelt und mit den verschiedenen Fällen umgeht. Der Schreibstil gefällt mir gut. Das Buch ist nicht zu spannend und durch die vielen verschiedenen Fälle / Szenen muss man aufpassen und aufmerksam sein. Es ist historisch - meiner Ansicht nach - sehr gut recherchiert und umgesetzt. Ich finde es sehr interessant auch die Hintergründe und die Ermittlungsstile zu lesen und dahinter zu steigen. Die verschiedenen Charaktere sind so umgesetzt, dass man sie sich gut vorstellen kann. Auch die Schauplätze sind passend beschrieben. Das Cover gefällt mir gut. Es passt zur Geschichte. Eine klare Lese Empfehlung von mir.

tigercat666 am 11.02.2022 09:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Im Schatten der Wende

Viele von uns haben die Bilder noch im Kopf, Bilder auf denen Bürger der DDR gegen das Regime auf die Straße gingen und für ihre Menschenrechte demonstrierten. Mit einer solchen Demonstration beginnt Frank Goldammers neustes Buch Im Schatten der Wende. Der junge Volkspolizist Tobias Falck wird gemeinsam mit vielen Kollegen nach Leipzig gebracht, um sich dort den Demonstranten entgegenzustellen. Hier kommt gleich zu Beginn das großartige Erzähltalent des Autors zum Tragen und die erste Spannung baut sich auf, man spürt die Angst, die Tobias in diesen Momenten empfindet, die Angst davor, mit Gewalt gegen die Menschen vorgehen zu müssen, die er eigentlich zu schützen versprach.Doch bevor diese Situation aufgelöst wird, macht die Handlung einen Sprung ins Jahr 1988.In Dresden kommt ein Abschittsbevollmächtigter (ABV) bei einem Treppensturz ums Leben, sein Tod soll als Unfall zu den Akten gelegt werden, doch Tobias Falck, der sich dienstlich bei dem Mann melden sollte, erkennt die Anzeichen einer Straftat. Überhaupt gehen seltsame Dinge in dem Stadtteil vor, es werden Frauen sexuell belästigt und es gibt mysteriöse Leichendiebstähle. Falck würde zu gern in all diesen Fällen ermitteln, doch zunächst wird er von seinen Vorgesetzten ausgebremst, sein Vorschlag sozusagen Undercover zu ermitteln wird dann aber überraschenderweise angenommen.Ausgebremst fühlte ich mich zunächst auch ein wenig beim Lesen. Falck zieht getarnt als ehemaliger Student in das Problemviertel. Von den Bewohnern wird er vorbehaltlos aufgenommen. Da war ich doch so manches Mal erstaunt, ich war tatsächlich der Meinung, dass die Menschen weniger vertrauensvoll miteinander umgingen. Dieser Abschnitt des Buches hat mir nicht so sehr gefallen, zwar erfährt man viel von den Lebensumständen in der ehemaligen DDR und darüber wie es den Menschen erging, die sich dem System nicht vorbehaltlos unterordnen wollten, aber das war nicht das, was im Klappentext versprochen wurde.Dafür nahm das Buch ab dem 2. Drittel deutlich Fahrt auf. Die Mauer ist gefallen und die ehemaligen Volkspolizisten stehen der westlich geprägten organisierten Kriminalität aus Drogenhandel, Prostitution und vielem mehr, ein klein wenig hilflos gegenüber, sie fühlen sich den Kollegen aus dem Westen unterlegen, wofür sie meiner Meinung nach überhaupt keinen Grund hatten. Tobias Falck wechselt von der Volkspolizei zum Kriminaldauerdienst und trifft dort auf Sybille Suderberg, die auf der Suche nach einem Killer zu dem neuen Team, das aus seinem Chef Edgar Schmidt, seiner Kollegin Steffi Bach und Tobias Falck besteht. Hier mochte ich die Beschreibungen der Umstände sehr, im Westen haben wir zwar viel darüber erfahren wie die Menschen lebten, aber so spezielle Gebiete wie die Verbrechensaufklärung blieben ja doch außen vor.Im Schatten der Wende, ist jetzt nicht der klassische Kriminalroman, der sich mit der Aufklärung eines Verbrechens beschäftigt. Der Leser erfährt viel über die Umstände direkt vor und nach der Wende, wir lernen die Protagonisten kennen und ihre verschiedenen Arbeitsweisen.Die Spannung bleibt dabei manchmal leider etwas auf der Strecke, da ich aber schon so einige Bücher des Autors gelesen habe, bin ich mir sicher das sich das in den folgenden Bänden der Reihe wieder ändern wird, dann kennen wir die Protagonisten und ihre Hintergründe und Frank Goldammer kann sich auf den Kriminalfall konzentrieren und seine Leser mit Hochspannung begeistern.

doro-liest am 10.02.2022 18:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Toller Wendekrimi

Frank Goldammer hat hier ein wirklich spannendes Buch verfasst. Im Mittelpunkt des Krimis steht der junge linientreuer DDR Polizist Tobias der während dem Mauerfall beim KDD in Dresden beginnt. In der zusammengewürfelten Truppe hat jeder sein Päckchen zu tragen und unterschiedliche Sichtweisen auf die Arbeit, Recht, Ordnung und das politische Zeitgeschehen. Dies erzeugt kontinuierlich eine leichte Spannung zwischen den Zeilen die zum gesamten Spannungsbogen des Buches beiträgt. Insgesamt umfasst das Buch zwei Jahre sodass auch die Endphase der ehemaligen DDR eine große Rolle spielen. Dies machte das Buch für mich wirklich lesenswert. Nicht nur die Spannung der Ermittlungen in verschiedenen Mordfällen, Gasexplosionen oder Schießereien und Demonstrationen - nein diese leichte Spannung durch die Geschehnisse der Wende. Die Atmosphäre ist so greifbar geschildert und die Emotionen und Gedanken der Menschen machen viel aus. Treue Sozialisten, heimliche Stasispitzel oder westorientierte Träumer sie alle finden Platz und machen dieses Buch zu einem wirklich lesenswerten Krimi der mir persönlich als deutsch deutscher Geschichtsfan sehr gut gefallen hat! Nicht zuletzt durch die tolle Art des Autors zu erzählen!

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Ruhr Nachrichten
Der Autor versteht es hervorragend, die Geschichte der beiden deutschen Staaten und der Wiederverein...igung als spannende Kulisse für seinen Krimi zu nutzen. mehr weniger

Beate Rottgardt, 16.03.2022

BÜCHER Magazin
Im Rückblick sieht man manches klarer und Autor Frank Goldammer gelingt mit ›Im Schatten der Wende‹ ...ein gut erzählter Krimi, vor allem aber ein stimmungsvoller und mit Details angereicherter Kommentar auf vieles, was in Ostdeutschland zur Wendezeit so ablief. mehr weniger

15.03.2022

Mainhattan Kurier
Start einer fesselnden neuen Krimi-Reihe des Bestsellerautors, die große Lust macht auf mehr.

15.03.2022

Westfälische Nachrichten
Eine fesselnde Reise in die jüngere deutsche Geschichte und ein spannender Einstieg in eine neue Kri...mireihe mit einem sympathischen Ermittlerteam. mehr weniger

26.02.2022

Morgenpost Sachsen
Der Autor wendet viel Sorgfalt auf, den historischen Schauplatz zu definieren, das Stadtbild, die St...raßennamen, die sozialen Milieus. mehr weniger

14.02.2022

musicalcocktail.info
Frank Goldammer startet mit diesem Buch eine vielversprechende Serie, die mehr als nur ein Krimi ist.... mehr weniger

08.06.2022

buecherplaza.de
›Im Schatten der Wende‹ ist der gelungene Auftakt einer neuen Krimireihe rund um Kriminalpolizist To...bias Falck und seine Kollegen. mehr weniger

06.06.2022

denglers-buchkritik.de
Frank Goldhammer startet mit dem ›Kriminaldauerdienst: Team Ost-West‹ eine verheißungsvolle neue Rei...he, die schon nach dem ersten Band süchtig macht! mehr weniger

Alex Dengler, 28.03.2022

literaturmarkt.info
Die Romane von Frank Goldamer: definitiv und ohne jeden Zweifel das Nonplusultra in der deutschen Kr...imiliteratur. mehr weniger

Susann Fleischer, 21.02.2022

eschborner-stadtmagazin.de
Es ist schon bemerkenswert, wie dicht der Autor die Gefühlslage eines jungen Polizisten schildert, d...er bei einer Montagsdemonstration in Leipzig eingesetzt wird und sich einer riesigen Menschenmenge gegenüber sieht. mehr weniger

Stephan Schwammel, 16.02.2022

diebedra.de
Zusammen mit den ein oder anderen überraschenden Wendungen sind nicht nur die Handlung, sondern auch... die Figuren so interessant, dass man von diesem Ermittlerteam gern mehr lesen möchte. mehr weniger

16.02.2022

der-kultur-blog.de
Mit diesem ersten tollen Band startet der Autor seine neue, vielversprechende Krimi-Serie.

Ingrid Mosblech-Kaltwasser, 16.02.2022

buechertreff.de
Eine sehr fesselnde Zeitreise zurück zum letzten Jahr der DDR und zur Wende, sehr lesenswert!

15.02.2022