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Bei Minus 20 Grad zählt jede Stunde

Kalt und still

Der Auftakt der neuen Serie aus der Feder der internationalen Bestsellerautorin Viveca Sten um eine Stockholmer Ermittlerin

Tief in den Bergen weiß jeder, wie grausam die Natur sein kann. Grausamer ist nur der Mensch ...

Als im Leben der Stockholmer Polizistin Hanna Ahlander das totale Chaos ausbricht, sucht sie Zuflucht im Ferienhaus ihrer Schwester, hoch im Norden Schwedens. Doch in Åre erwartet sie alles andere als eine ruhige Zeit. Das Bergdorf gerät in Aufruhr. Über Nacht verschwindet die 18-jährige Amanda - und bei Temperaturen von minus 20 Grad zählt jede Stunde. Was, wenn das Mädchen irgendwo da draußen ist? Hanna bietet der örtlichen Polizei Unterstützung an. Zusammen mit Kriminalkommissar Daniel Lindskog stürzt sie sich in die Ermittlungen. Ihre einzige Spur: ein roter Schal ... 

»Viveca Sten ist eine Meisterin der sanften Erschütterung« Elmar Krekeler, DIE WELT


Alle Bände der Åre-Morde von Viveca Sten:

Band 1: Kalt und still

Band 2: Tief im Schatten 

Band 3: Blutbuße

Band 4: Lügennebel

Band 1 und 2 jetzt als sechsteilige Serie bei Netflix

Bibliografische Daten

EUR 10,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-44589-4
Erscheinungsdatum: 19.10.2022
1. Auflage
512 Seiten
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Schwedischen von Dagmar Lendt
Autor*innenporträt

Viveca Sten

Viveca Sten ist eine der bekanntesten schwedischen Krimiautorinnen der Gegenwart. Mit ihrer Familie lebt sie nördlich von Stockholm. Seit ihrer Kindheit verbringt sie jeden Sommer auf Sandhamn in den Schären. Im Winter aber reist sie zum Skifahren nach Åre – dem Schauplatz ihrer aktuellen Reihe. Die Verfilmung der Åre-Morde stand auf Platz 1 der Netflix-Charts, ihre Sandhamn-Krimis lieferten den Stoff für die beliebte TV-Serie ›Mord im Mittsommer‹. Viveca Stens Bücher gehören zu den erfolgreichsten Krimiserien aus Skandinavien und erscheinen in über 25 Ländern.

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Übersetzer*innenporträt

Dagmar Lendt

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184 von 184 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.73 von 5 Sternen


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4 - 10 von 184 Leserstimme

lunama am 20.12.2022 10:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Großartig!

Kalt und still war tatsächlich mein erstes Buch von Viveca Sten. Die Autorin hatte ich zwar schon immer im Hinterkopf, aber irgendwie bin ich nie dazu gekommen,auch etwas zu lesen.Das wird sich jetzt aber definitiv bei mir ändern! Was für ein tolles und großartiges Buch!Obwohl ich recht früh geahnt habe, was passiert ist und wer oder was dafür verantwortlich sein könnte, hat mich die Geschichte so sehr gefesselt und sie hat mich in einen unglaublichen Bann gezogen! Selten habe ich ein Buch gelesen oder gehört wo alle Charaktere so sorgsam, so mitfühlend, so tiefgreifend und facettenreich beschrieben wurden.Ich habe oft darüber gestaunt, wie sehr ich mit den einzelnen Charakteren mitfühlen konnte, wie emphatisch sie dargestellt waren. Und das ohne dass es zu irgendeinem Zeitpunkt abrutschte oder mir Zuviel wurde. Ganz große Klasse!Dabei ist der Fall nicht minder spannend und ich habe förmlich an den Buchseiten geklebt, besser gesagt an meinen Kopfhörern. Ein Genuss!Auch die beiden Ermittler, Hanna Ahlander mochte ich sofort, spätestens als sie ihre Schultertasche wechseln musste. Ich liebe solche Details, die einem den Charakter näherbringen. Und dabei auch so selbstverständlich sind. Daniel Lindskog war mir ebenso auf Anhieb sympathisch, irgendwie fühlte es sich für mich sogar bei beiden an, als ob sie alte Bekannte waren, so vertraut kamen sie mir schon vor. Die eisige Gegend hat selbst mich bibbern lassen, ich fand das so gut beschrieben, es hat mir unglaublich gut gefallen.Ich bin absolut begeistert und hingerissen und kann dieses Buch nur aller wärmstens empfehlen!

bibliofreund am 13.12.2022 21:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Atmosphärischer Krimi

Kommissarin Hanna Ahlander erleidet einen Burnout als sie sich mit ihrem Chef zu sehr in die Quere kommt und wird gleichzeitig auch von ihrem Freund wegen einer anderen Frau im Stich gelassen. Das wird ihr alles ein wenig zu viel aber ihre große Schwester Lydia eilt ihr zur Hilfe und bietet ihr an, eine Auszeit zu nehmen, in das luxuriöse Ferienhaus ihrer Familie mitten im schwedischen Skigebiet. Es ist Adventszeit und die Gegend liegt so weit im Norden, dass es täglich nur fünf Stunden Sonnenlicht gibt und die Sonne schon um 14 Uhr untergeht. Das Verschwinden eines Highschool-Mädchens sobald sie dort ankommt löst eine landesweite Suche aus, die leider mit einer tragischen Entdeckung endet. Hanna versucht bei den Ermittlungen mitzumachen und die Polizei ist dadurch sehr beeindruckt von ihr und bietet ihr einen Job in dem Fall an, der weit mehr als nur das vermisste Mädchen betrifft.Die Polizeiarbeit wirkt auf manche Ebenen wie ein gemütlicher Krimi, auf andere jedoch wie ein fragwürdiges Verfahren, als ob die Protagonisten eher zufällig auf Antworten stößen als durch wirkliches Geschick. Die Geschichte ist so gut ausgearbeitet, dass viele Personen als Verdächtige in Frage kommen, aber manchmal ist sie auch ein wenig verworren.Gut gefallen haben mir jedoch die atmosphärischen Beschreibungen der Berge und der Landschaft sowie die tiefe Kälte mitten im Winter, die man beim Lesen richtig spüren konnte.

smiley39 am 13.12.2022 14:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Packende Spannung am Polarkreis

„Kalt und Still“ ist der Auftakt einer neuen Reihe um die Ermittlerin Hanna Ahlander. Der Start beginnt für die junge Polizistin alles andere als vielversprechend: Ihr Freund trennt sich von ihr und ihren Job ist sie ebenfalls los. Alles am gleichen Tag. Zum Glück kann sie kurzfristig im Ferienhaus ihrer Schwester auf neue Gedanken kommen, das im hohen Norden in Are, einem Skigebiet, liegt. Parallel dazu wird in Are ein Mädchen vermisst. Die 18-jährige Amanda ist nach einer Lucia Feier nicht nach Hause gekommen. Um auf andere Gedanken zu kommen, schließt sich Hanna dem Suchtrupp im Ort an und bietet sich der Polizei in Are als Hilfe an. Aufgrund von Unterbesetzungen bekommt sie die Stelle und kann den leitenden Ermittler Daniel Lindskog unterstützen. Neben der Ermittlung um Amanda werden auch immer wieder private Einblicke in Daniels und Hannas Privatleben bzw. ihren Sichten auf die Dinge gewährt. Recht kurze Kapitel und geschickte Handlungssprünge lassen die Spannung immer hoch bleiben. Der Schreibstil ist derart packend, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Die Ermittlung verläuft sehr packend und man ist immer auf Augenhöhe mit der Polizei, um den Fall aufzuklären. Die eisige Kälte von minus 20 Grad wird sehr facettenreich beschrieben und man kann sich als Leser alle Schwierigkeiten, die eine Ermittlung bei derart frostigen Temperaturen so mit sich bringt, bildhaft vorstellen. Das Cover bildet dahingehend die passende Eröffnung dieses fesselnden Romans. Eine definitive Leseempfehlung von mir!

hundeliebhaberin am 11.12.2022 21:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Gelungener Polarkreis-Krimi

Hanna Ahlander ist Polizistin in Stockholm. Als sie sich ejdoch weigert, einen kriminellen Kollegen zu decken und andere Vorgehensweisen fordert, stellt sich die Stockholmer Polizei gegen sie und ihr Vorgesetzter legt ihr nahe, dass sie ihren Dienst dort quittiert. Als wäre das nicht genug, offenbart ihr Partner ihr auch noch, dass er eine andere Frau kennengelernt hat und sie sobald wie möglich aus der gemeinsamen Wohnung - die eigentlich seine sei - auszuziehen hat. Ihre ältere Schwester bringt Hanna zunächst in ihrem Ferienhaus in Åre unter, damit sie sich etwas erholt und neue Entscheidungen fällen kann.Hanna ist noch nicht ganz angekommen, da erschüttert die Gemeinschaft das Verschwinden eines jungen Mädchens, Amanda, das nach einer Party nicht nach Hause gekommen ist. Einzige Spur ist ihr Schal, der nahe der Straße gefunden wurde. Aufgrund der eisigen Temperaturen kommt es auf jede Stunde an und Hanna schließt sich dem Suchtrupp an, wo sie nähere Infos über Amanda bekommt.Viveca Sten hat sich im ersten Teil sehr auf die Privatleben von Hanna und Amanda fokussiert, hat den Fokus im Verlauf jedoch verstärkt auf die Ermittlungen und die damit zusammenhängenden Ereignisse verschoben. Generell hat mir die Ausgewogenheit zwischen Infos über Privatleben und Ermitlungsarbeit sehr gut gefallen. Auch die Art, wie Hanna Ahlander Teil des Polizeiteams in Åre geworden ist, fand ich nachvollziehbar.Viveca Sten legt einige Fährten und baut immer wieder Spannung auf. Die Auflösung war in sich schlüssig.Hanna Ahlander hat mich überzeugt, weshalb ich mich auf den hoffentlich ich in Deutschland erscheinenden zweiten Band freue.

froschman am 11.12.2022 19:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Eisige Stunden

Hanna Ahlander, 34jährige Polizistin in Stockholm, hat große Probleme bei ihrer Einheit, weil sie Gewalt an Frauen nicht tolerieren kann, auch wenn es gegen einen eigenen Kollegen geht. Daher wird ihr nahegelegt, dass sie sich um einen Polizeijob am Land bewerben soll oder sie bekommt ein Disziplinarverfahren. Und auch ihr Lebenspartner gesteht, dass er eine neue Freundin hat und sie soll innerhalb einer Woche aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen, da er diese Unterkunft bezahlt habe. Hanna wendet sich an ihre ältere Schwester, die sofort die Fäden in die Hand nimmt und schickt sie in das leerstehende Ferienhaus nach Are, sogar den Flug und das Taxi organisiert sie. Nach einigen Tagen voll Selbstmitleid erreicht sie die Nachricht, dass in der Nähe Amanda, ein 18jähriges Mädchen, verschwunden ist. Hanna nimmt an der Suchaktion teil, erfährt einiges und kombiniert die richtigen Zusammenhänge. Sie wird von der Polizei Are kurzfristig eingestellt, begibt sich bei ihren eigenständigen Ermittlungen aber selbst in Gefahr.In kurzen Kapiteln beschreibt Viveca Sten eine engagierte Polizistin, die sich auch nach Tiefschlägen nicht unterkriegen lässt. Hannas neue Kollegen kommen ebenfalls sympathisch rüber, die tragischen Entwicklungen der Familie des Opfers, der völlige Zusammenbruch, sind toll ausgearbeitet. Die Beschreibung der Kälte und ihre Auswirkungen sind hervorragend gelungen. Man kann sich schon auf weitere Folgen mit Hanna freuen. Das falunrote Haus in der eiskalten Schneelandschaft am Cover ist ein absoluter Hingucker.

reisemalki am 10.12.2022 18:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Erst Liebeskummer, dann pure Spannung!

Viveca Sten und "Kalt und Still". Ich hatte keine wirliche Ahnung, um was es in dem Kriminalroman eigentlich geht. Eine junge Frau, fast noch ein Mädchen verschwindet nach einer Party, nur ein Schal von ihr ist die einzige Spur, welche Daniel und Anton als Ermittler der Polizei in Are, im schwedischen Hochland haben. Eine Ermittlerin aus Stockholm, versucht dem Alltag zu entfliehen und den Lebensgefährten zu vergessen, welcher sie hat sitzen lassen und aus der gemeinsamen Wohnung rausgeschmissen hatte. Hanna versucht Abstand zu gewinnen im Haus der Schwester in Are und kommt über die Suchaktionen zu Amanda, der Schülerin, welche nach einer Party verschwunden ist, in die Polizeiarbeiten mit hinein. Soweit so gut. Aber der Anfang handelte für mich zu viel um Hanna und ihre Beziehung, als das ich es als Kriminalroman empfunden hatte. Nach dem ersten Viertel des Romans wurde die Handlung für mich eher zu einem Kriminalroman. Vor allen Dingen die düstere Welt in einem Winter im Bergland von Schweden konnte man als Leser sehr gut erahnen. Auch viele "Nebelkerzen" welche Viveca Sten in die Handlung einstreute, waren meines Erachtens sehr gut gesetzt und hielten die nun stark aufkommende Spannung in der Handlung: "Ei wer ist es nun gewesen" auf einem hohen Niveau. Auch fand ich es erschütternd realistisch geschrieben, wie die Familie Halvorssen langsam aber sicher auseinanderbricht angesichts des Dramas um die Tochter. Der Anfang fand ich ein wenig schlapp, aber 2/3 des Romans haben dafür mehr als entschädigt und einen echt spannenden Kriminalroman entstehen lassen.

waterlilly am 10.12.2022 17:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Tragödie in Schweden

Schon das Wort Polarkreiskrimi prädestiniert „Kalt und still“ um in der vierten Jahreszeit gelesen zu werden. Bei der Beschreibung von Temperaturen um minus 20 Grad und mehr, erscheint einem der deutsche Winter plötzlich ziemlich harmlos. Der Krimi trägt den Untertitel „Der erste Fall für Hanna Ahlander“, dabei ist Hanna zunächst einmal ein Charakter von vielen. In kurzen Kapiteln springt die Handlung zwischen unterschiedlichen Personen hin und her. Da sind neben Hanna, die Teenager Amanda und Ebba, Amandas Eltern und der Polizist Daniel. Trotz der Vielzahl der Personen und den unterschiedlichen Problemen ist die Handlung zu keiner Zeit verwirrend und ich konnte mühelos den Überblick behalten. Hanna trägt einige Päckchen mit sich herum. Vom Freund betrogen und von der Arbeitsstelle herausgemobbt, treibt sie ohne Ziel durch die Gegend. Sie ist ein Mensch, der auf mich sehr liebenswert und gewissenhaft wirkt und man ärgert sich, dass ihr so viel Unrecht widerfährt. Manchmal möchte man sie wegen ihrer kopflosen Alleingänge allerdings auch schütteln. Generell fiel es mir leicht, die Charaktere zu mögen. Die Stimmung in dem kleinen Polizeirevier ist familiär und freundschaftlich. Man fühlt sich dort wohl, obwohl gerade ein Verbrechen passiert ist. Viveca Sten bietet genau die richtige Mischung aus Einblicken ins Privatleben und Ermittlungsarbeit um die Protagonisten kennenzulernen und Sympathien zu entwickeln. Der Mord selbst ist unblutig und dennoch von einer schockierenden Brutalität. Alles an diesem Fall ist mysteriös und man muss einfach immer weiter lesen. Die Autorin lässt in 500 Seiten keinen Moment der Langeweile aufkommen. Zum Schluss geht der Krimi richtig unter die Haut, da die Verkettung von Tragödien sehr betroffen macht. Ich fand „Kalt und still“ sehr gelungen und hoffe, dass weitere Bände in Deutschland erscheinen.

kuddel am 09.12.2022 19:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

neue Sten- Reihe

Viveca Sten hat eine neue Krimireihe begonnen, die im kalten Polarkreis spielt. In dem beschaulichen Touristenstädtchen passiert eigentlich nie etwas, aber nun wird die 18jährige Amanda vermisst. Sie hat eine alkoholgetränkte Lucia-Feier alleine verlassen und ist verschwunden. Die klirrende Kälte kann schnell zum Tod führen und so sind alle in Sorge und helfen, sie zu suchen.Die Handlung strickt sich um den Fall Amandas, aber einen Großteil nehmen die privaten Angelegenheiten der beiden neuen Protagonisten Hanna und Daniel ein, die hier ermitteln. Stockholmerin Hanna ist nicht bereit einen Kollegen zu decken, der mutmaßlich seine Frau in Anwendung häuslicher Gewalt getötet hat. Der Fall wird von den Kollegen und ihrem Chef unter den Tisch gekehrt und plötzlich ist sie eine gemobbte Außenseiterin. So hatte sie sich das nicht gedacht, unversehens bricht ihr der Boden unter den Füßen weg und sie wird vom Chef freigesetzt. Als sie frustriert und angetrunken nach Hause kommt, serviert ihr Freund sie ab. Murphys Gesetz schlägt hier mit voller Härte zu. Hanna verkriecht sich in im Ferienhaus der Schwester und muss ihr Leben dringend wieder in den Griff bekommen. Der Fall Amanda lenkt sie ab und ist froh über die Möglichkeit den Kollegen auf der unterbesetzten Wache vor Ort helfen zu dürfen. Daniel hat indes als junger Familienvater mit schlechten Erfahrungen aus der Kindheit ganz andere Sorgen neben der Arbeit.Sten versteht ihr Handwerk und schreibt locker und flüssig einen Plot aus verschiedenen Perspektiven, mit kleinen Cliffhanger vor den Wechseln, so dass die Spannung immer erhalten bleibt. Die Hintergründe zum Fall Amanda sind gut erdacht. Über diese Schiene bindet sie aktuelle Missstände in die Handlung ein. Der Fall wird letztendlich gut aufgeklärt.Der überragende Anteil an Hannas Privatleben gefiel mir letztendlich nicht ganz so gut, auch ihre Reaktionen und Handlungen fand ich nicht immer rational und glaubwürdig für eine gute Polizisten.Die vielen unterschiedlichen Themen, die hier eingebunden sind, konnten nicht alle gedeckelt werden. Auch die Reaktionen der Eltern Amandas blieben mir zu umkommentiert. Das Schicksal dieser Familie macht einen fassungslos, das ist gut dargestellt.Ich hätte mir den Fokus mehr auf dem Fall gewünscht. Die Auflösung war ab einem gewissen Zeitpunkt vorhersehbar. Sehr gelungen waren dagegen die Landschaftsschilderungen und die Beschreibung der Kälte.Solide geschriebener Krimi, der Reihenauftakt hat aber noch Luft nach oben. Beim zweiten Teil bin ich gerne wieder mit dabei. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 3,5 Sterne.

vanessa´s_bibliothek am 08.12.2022 12:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Titel: Kalt und Still ... Inhalt: Heiß und Laut!

Endlich lese ich mal einen Krimi aus dem skandinavischen Bereich. Immer hab ich erste Teile verpasst und lande bei Teil 5 oder so, wenn ich mich für solch ein Buch interessiere. Und das ist wirklich ein spannendes Buch! Ich bin begeistert, wie grandios dieses Buch ohne Blut auskommt und die Spannung aufrecht erhält. Es gibt immer wieder so kleinere Wendungen und Häppchen für den Leser, sodass dieser bis zum Schluss auch rätselt, wer der Mörder ist. Aber während dieser ermittelt wird, kommen noch ganz andere kriminelle Machenschaften zum Vorschein. Sodass der Leser nicht nur einen Handlungsstrang mitverfolgt. Das Buch hat über 500 Seiten und ich hätte nicht gedacht, dass ich wirklich durchweg dabei bleibe. Meistens empfinde ich dann so, dass das Buch Längen hat, aber das ist hier nicht der Fall. Auch das Setting und die Atmosphäre lassen einen die Kälte spüren. Ebenso fand ich die kurzen Kapitel super und hier haben mich auch nicht die mehreren Perspektiven gestört, wie so oft bei anderen Büchern. Die Charaktere waren interessant und ich fühle mit Hanna mit, die am Anfang des Buches wirklich einiges durchlebt. Ihr Sinn für Gerechtigkeit hat mir auch sehr gefallen und das sie sich für eine Kollegin eingesetzt hat, obwohl sie das ihren Job kostet. Fazit: Was soll ich sagen? Dieses Buch hat mich komplett in seinen kalten Bann gezogen. Absolute Empfehlung!

missmarie am 08.12.2022 12:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Wenn die Kälte zur Waffe wird

"Dagegen besteht durchaus die Gefahr, dass das Mädchen erfroren sein könnte, falls sie volltrunken war und sich zum Ausruhen in eine Schneewehe gelegt hat."Die eisige Kälte im Winter Nordschwedens ist mörderisch. Wer sich zu lange mit unpassender Kleidung in ihr aufhält, erleidet den Kältetod. Das ist die dunkel Kehrseite der beliebten Skigebiete im Norden Skandinaviens. Temperaturen von über minus zwanzig Grad garantieren zwar Schnee und Winterzauber, können aber schnell tödlich werden. Das wissen auch die Bewohner der Region und so wächst ihre Sorge gewaltig, als die achtzehnjährige Amanda nach einer Lucia-Feier nicht nach Hause kommt. Ist sie auf dem Weg nach Hause angefahren und vom Schnee bedeckt worden? Hat sie sich im Dunkeln verlaufen? Oder steckt ihr bereits gewalttätig gewordener Freund hinter Amandas verschwinden? Kommissar Daniel Lindskog und seine Kollegen nehmen die Ermittlungen auf. Doch als chronisch unterbesetztes Team stoßen sie bald an ihre Grenzen. Gut, dass die Stockholmer Polizisten Hanna Ahlander gerade eine Auszeit im Winterdomizil ihrer Schwester nimmt und die Hilfe beim Fall anbietet.Viveca Sten, die Autorin des ersten Bandes der neuen Polarkreis-Krimi-Reihe, ist ein gewichtiger Name in der schwedischen Kriminalliteratur. Auch wenn ihre Kommissare normalerweise auf den Inseln im Süden des Landes ermitteln, zeigt Sten, dass sie auch in kälteren Gefilden spannende Geschichten verpacken kann. Wie zu erwarten, baut sie einen soliden Spannungsbogen auf, präsentiert verschiedene Tatverdächtige und hält den Leser mit kleinen Informationshäppchen bei der Stange. Wer aufmerksam liest und ein gutes Namengedächtnis hat, der kann schon frühe einige richtige Schlüsse ziehen. Insgesamt also ein solide erzählter Krimi.Neben der Krimierzählung an sich gelingt es der Autorin aber auch, die Landschaft, den Schnee und vor allem die Kälte immer wieder gekonnt in den Krimi einfließen zu lassen. Werden die niedrigen Temperaturen zur Mordwaffe? Wie schwer gestalten sich Ermittlungen im Tiefschnee? Der Leser taucht hier nicht nur in einer vorweihnachtliches Bullerbü für Erwachsene ein, sondern wird auch mit den negativen Seiten des Skiparadieses konfrontiert.Obwohl Spannung und Länderbezug durchaus gelungen sind, hat die Geschichte einige Stellen, die mich gestört haben. Zum einen tauchen mir im Laufe der Erzählung zu viele ernste Themen auf: Es geht um Menschenhandel, um Geflüchtete, um das Bürgermeisteramt, die Ski-WM und häusliche Gewalt. Womöglich hätte es dem Krimi gut getan, wenn man hier ein wenig entschlackt hätte und sich dafür mehr auf die plausible Schilderung der Achtzehnjährigen konzentriert hätte. Den auch hier gibt es einige Dinge, die meiner Meinung nach nicht so gut zum Charakter der Figuren passen. Fraglich ist für mich auch, wie sich ein zweiter Teil anschließen soll. Denn gerade in der ersten Romanhälfte wird fast einmal zu oft wiederholt, wie friedlich es in Are ist und wie wenig dort passiert...

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Gong
Bestsellerautorin Sten hält bei viel Schnee und Temperaturen um minus 20 Grad die Spannung hoch und ...macht Lust auf mehr Ahlander-Fälle. mehr weniger

05.12.2022

Donaukurier
Hanna Ahlanders erster, packender Fall.

06.04.2023

Westfälische Rundschau
Die weite, stille und eisige Landschaft am Polarkreis ist die perfekte Kulisse für ihre neue Ermittl...erin Hanna Ahlander. Ein gelungener Auftakt, der Lust auf weitere Bände macht. mehr weniger

22.02.2023

Niers-Magazin
Ein spannender Winterkrimi.

01.02.2023

Freiburger Nachrichten
Mit viel Gespür für die dort lebenden Menschen und genaue Beschreibungen der kalten, tief verschneit...en Landschaft Vivecea Sten, Juristin und bekannt durch ihre Schären-Krimis, eine unglaubliche Spannung auf. mehr weniger

19.12.2022

Westfalen-Blatt
Gelungener, spannender Einstand mit „Kalt und still“ in eine neue Krimiserie, die in einer Landschaf...t spielt, deren Gefahren nicht zu unterschätzen sind. Band 2 kann kommen! mehr weniger

25.11.2022

Solinger Tageblatt
Wirklich spannender Winterkrimi, interessante Ermittler: der erste Band der Reihe macht Lust auf meh...r. mehr weniger

17.11.2022

merkur.de
Mit "Kalt und Still" legt die Autorin ein neues Buch mit Bestseller-Garantie vor.

Sven Trautwein, 16.11.2022

Eschborner Stadtmagazin
Auch die neue Serie um Hanna Ahlander vereinnahmt den Leser vom ersten Wort und hat Suchtcharakter. ...Bitte mehr davon! mehr weniger

08.11.2022

Mainhattan Kurier
Der erste Band einer neuen Krimiserie und ein unglaublicher Pageturner.

01.11.2022

Buch Journal
Verheißungsvoller Auftakt zur neuen Krimiserie der Bestsellerautorin Viveca Sten - mit ebenso brilla...nter wie leidenschaftlich engagierter Ermittlerin. mehr weniger

01.10.2022