Im Bücherdorf Redu lebt es sich anders. Friedlicher, geregelter und warmherziger. Als Französin Marie ins Dorf kommt, erweckt sie mehr Leben und auch die mürrische Mathilde kann sich ihr nicht entziehen.
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Mathilde und Marie
»Bei uns geht es nicht darum, möglichst viele Dinge in immer kürzerer Zeit zu erledigen, sondern sich den Dingen mit vollständiger Hingabe und Aufmerksamkeit zuzuwenden. Weniger ist mehr, mehr ist weniger.«
In Redu, einem kleinen Bücherdorf inmitten der belgischen Ardennen, wird die Zeit als Freund und nicht als Gegner empfunden: Umgeben von ausgedehnten Wäldern, rauschenden Flüssen und steilen Anhöhen gibt es hier lediglich einen Fernseher, während das Internet nur eine Stunde am Tag verfügbar ist. Dass der Kirchturm windschief in den Himmel ragt und man sein baldiges Herabstürzen befürchten muss, stört die 390 Einwohner ebenso wenig wie die gehörig aus dem Takt geratene Turmuhr.
Eine Begegnung, die alles verändern wird
Als die junge Französin Marie kurzentschlossen ihr Leben in Paris hinter sich lässt und zu einer Reise mit unbekanntem Ziel aufbricht, ahnt sie nicht, dass sie bald an diesem bemerkenswerten Ort ankommen wird. Im Zug begegnet sie Jónína, einer Isländerin, die Menschen mit ungewöhnlicher Klarheit zu lesen vermag und somit auch Maries Situation schnell erfasst. Sie nimmt Marie mit zu sich nach Hause, nach Redu, wo sie eine kleine Buchhandlung betreibt.
Eine Gemeinschaft, liebenswert und verschroben
Mit jedem Tag fühlt sich Marie in Redu wohler. Hier lernt sie nicht nur neue Seiten des Lebens, sondern auch sich selbst kennen. Und sie trifft auf eine ganz besondere Gemeinschaft.
Wenn eine Freundschaft zur Rettung wird
Als der Frühling vollends Einzug hält, wird nicht nur die Natur zu neuer Blüte erweckt, sondern es werden Veränderungen in Gang gesetzt, denen sich selbst die mürrische Mathilde nicht entziehen kann …
Ein wohltuender, mutmachender Roman über die heilende Kraft der Gemeinschaft und das, was im Leben wirklich zählt.
Bibliografische Daten
4. Auflage
Torsten Woywod
Torsten Woywod (*1981) arbeitete als Buchhändler und im Online-Marketing, bevor er 2021 die Marketingleitung des DuMont Buchverlags übernahm. Für sein Engagement für die Buchwelt erhielt er 2015 den Young Excellence Award. Zuletzt gründete er mit seiner Freundin den Verlag WOYWOD & MEURER, dessen Debütveröffentlichung ›Leonard und Paul‹ ein SPIEGEL-Bestseller und für das Lieblingsbuch der Unabhängigen nominiert war. Mit ›Mathilde und Marie‹ legt er nun seinen ersten eigenen Roman vor.
12 - 10 von 161 Leserstimme
Im Bücherdorf – warmherzig und berührend
Das Cover mit dem idyllischen Gebirgsdorf gefällt mir gut und passt toll zu dem Roman.Torsten Woywod hat einen flüssigen, feinfühligen Schreibstil. Sein Erzählstil ist sanft, mit sehr detaillierten Beschreibungen und angenehm für mich zu lesen.Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Marie, Jónína und Mathilde erzählt.Marie hat Paris ohne festes Ziel verlassen, da sie sich dort nicht mehr wohlgefühlt hat. Im Zug trifft sie auf die ältere Jónína, die in ihr kleines Dörfchen Redu zurückfährt. Marie schließt sich ihr an und kommt bei ihr im Haus unter. Sie hilft Marie in der Buchhandlung und kommt dort mit den Dorfbewohnern zusammen. Das Leben im Bücherdorf entwickelt sich langsam und behutsam, auch ohne viele Wort, oft mit ruhigen Gesten.Diese warmherzige Geschichte hat mich begeistert. Ein absoluter Wohlfühlroman. Lesenswert!
Ruhige, sehr atmosphärische Geschichte
Das Buch Mathilde und Marie hat mich sehr beeindruckt. Denn die Geschichte ist sehr ruhig, es geht dabei um die junge Französin Marie die aus der Stadt flieht und dabei auf Jònina trifft. Durch diese Bekanntschaft kommt sie in das Bücherdorf Redu in Belgien. Dort findet sie das Gegenteil von ihrem bisherigen Leben in der Großstadt Paris vor. Sie lernt die Einwohner kennen und die Natur.Das Buch wird in ganz ruhiger Art und Weise erzählt, dennoch wollte ich immer weiterlesen und es war zu keinem Zeitpunkt langweilig und langwierig zu lesen. Den sehr bildhaften Schreibstil von Torsten Woywod mochte ich sehr, dieser passte perfekt zur Geschichte. So wurden auch die Charaktere und die Orte, an denen die Geschichte spielt, sehr atmosphärische, authentisch und realistisch gezeichnet und dargestellt. Das hat mir sehr gut gefallen. Damit verbunden fand ich auch die Entwicklung der Geschichte, sowie der Charaktere spannend und gut gelungen. Dieses Buch kann ich also von Herzen weiterempfehlen, für alle die gerne auch mal ruhige Geschichten mit viel Atmosphäre lesen. Lasst euch auf die Geschichte ein, die sowohl von der Liebe zur Natur und zu Büchern zeigt und auch die Menschlichkeit in den Vordergrund rückt.
Bezauberndes Buch über Freundschaft und Gemeinschaft
Schon das Cover entführt den Betrachter in ein idyllisches Dorf, eingebettet in einen sanften Talkessel, umgeben von prächtigen Bergen. Es zog mich sofort in seinen Bann. Hier landet Marie, die sich am Gare du Nord in Paris ein Ticket für den TGV gekauft hat, um der Hektik der Stadt und ihren eigenen Problemen zu entfliehen. In Brüssel entscheidet sie sich spontan, weiterzureisen. Im Zug begegnet sie Jonina, einer Isländerin, die sie mit nach Redu nimmt – einem kleinen Dorf in den Ardennen. Kaum angekommen, fühlt sich Marie geborgen, auch wenn es hier keine verlässliche Internetverbindung für ihr Handy gibt. Sie bezieht Quartier im Gästehaus von Jonina und hilft ihr in der Buchhandlung, einer von vielen im Ort. Als Jonina plötzlich verschwindet, bleibt Marie in Redu und übernimmt die Verantwortung für den Laden. Auf ihren morgendlichen Spaziergängen mit der Labradorhündin Anneliese begegnet sie Mathilde, einer älteren Dorfbewohnerin, die sich aus der Gemeinschaft zurückgezogen hat und einsam sowie verbittert in ihrem Haus lebt – und das, obwohl sie Joninas Nachbarin ist.Torsten Woywod zeichnet seine Figuren mit großer Einfühlsamkeit. Jede von ihnen erzählt ihre Geschichte in einem eigenen Kapitel, sodass man tief in ihre Gefühlswelten eintauchen kann. Besonders die vorsichtigen Kontakte und die wachsende Freundschaft zwischen Mathilde und Marie sind wunderbar beschrieben. Die einsamen Ausflüge in den Wald und Maries zunehmende Liebe zur Natur ziehen den Leser in lebendige, anschauliche Szenen hinein. Auch die Dorfgemeinschaft verändert sich: Marie wird aufgenommen und führt schließlich die Buchhandlung selbständig weiter. Redu wird zu ihrer neuen Heimat, einem Ort der Ruhe und des Ankommens.Dieser Roman hat mich sehr berührt, denn auch ich sehne mich gerade nach einem Ort der Stille und Geborgenheit. Deshalb empfehle ich ihn von Herzen weiter.
Wohlfühlbuch
Was soll ich zu diesem Buch noch sagen? Der Autor hat im Vorwort und in der Nachbemerkung alles zusammengefasst. Der Roman spielt in Redu, ein aus der Zeit gefallenes Dorf mit ca. 400 Einwohnern und 13 Buchhandlungen. Internet gibt es nur eine Stunde am Tag, dafür das beste Brot der Welt und viele sehr nette Menschen. Es geht um die junge Marie, die nach einem Schikcsalsschlag ihrem alten leben in der lauten Großstadt ohne Ziel entflieht. Dabei wird sie von der isländischen Buchhändlerin Jónína aufgegabelt und kurzerhand mit nach Hause genommen. Der Bäcker Thomas unterstützt sie dabei. Die Nachbarin Mathilde, erscheint erst auf Seite 40 und ist vor Trauer ganz gelähmt und hat sich total in sich selbst zurückgezogen.Aus verschiedenen Perspektiven erzählt Woywood von einem Leben (fast) ohne Technik, im Einklang mit der Natur, viel Lust an der Literatur und schönen Dingen. Meine Lieblingsfigur hat vier Beine Anneliese. Diese wird bei jeder Gelegenheit von verschiedenen Menschen gefüttert, geht sehr gerne mit Mathilde spazieren und sich von jedem ausgiebig streicheln. Woywood schreibt im Vorwort, dass das Buch Hoffnung geben soll, und einfach guttun soll. Das erfüllt er. Das ist keine hohe Literatur, aber auch schlimme Ereignisse werden sanft reflektiert und aufgearbeitet. Dabei hilft das ganze Dorf. Zieht jemand neues ein, muss diese Person erstmal einen eigenen Platz finden und sich in die symbiotische Dorfgemeinschaft einfügen. Das gelingt Marie ganz wunderbar. Viele Schicksale werden nur angeteasert, dafür bekommt die Natur der Ardennen viel Raum. Das Buch entschleunigt ungemein, so wie es ein Besuch in Redu auch tun sollte. Das muss ich unbedingt mal ausprobieren, denn dieses Bücherdorf gibt es wirklich.
Rückbesinnung auf wahre Werte
Hals über Kopf flieht die junge Marie aus ihrem bisherigen Leben in Paris. Unterwegs lernt sie die Isländerin Jònína kennen, und folgt ihr nach Redù, einem kleinen Dorf in den belgischen Ardennen, in dem die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Nur eine kleine Zahl von Einwohnern, Internetzugang nur zwei Stunden am Tag, dafür aber viel Natur, menschliches Miteinander und viele Buchhandlungen. Langsam entdeckt Marie in Redú ihre Liebe zur Natur, den Jahreszeiten und zu einem menschlichen Miteinander abseits der Oberflächlichkeit der sozialen Medien. Während sich Marie mit Jónína und dem Bäcker Thomas schnell anfreundet, stößt sie bei der älteren Mathilde jedoch zunächst nur auf Ablehnung. Aber diese Ablehnung bröckelt durch Maries empathische Art im Laufe der Geschichte, und Mathilde offenbart Marie ihre Lebensgeschichte und ihre Ängste.Torsten Woywod hast mit seinem Erstlingsroman zum einen eine schön zu lesende Wohlfühlgeschichte mit liebevoll gezeichneten Charakteren geschaffen. Kleinere Längen gibt es, ja, aber sie haben mein Lesevergnügen nicht beeinträchtigt. Ich konnte mich ab der ersten Seite in die Geschichte fallen lassen, und einfach nur genießen.Davon abgesehen ist der Roman jedoch auch ein eindringlicher Appell an uns, die Leser*innen, uns auf heute vielfach aus der Mode geratene Werte wie Achtsamkeit gegenüber Mensch, Tier und Natur und Menschlichkeit zu besinnen. Auch wird man angeregt, sich mit Themen wie etwa der Reizüberflutung durch die uns zur Verfügung stehenden diversen Medien auseinander zu setzen. Täte uns nicht allen etwas mehr der Ruhe, die in Redú herrscht, gut?Nicht zuletzt ist dieses Buch aber auch ein flammender Appell für das Lesen und den stationären Buchhandel, ein Thema, das dem Autor besonders am Herzen liegt und das er hier eindringlich vermittelt. Für mich ein wunderschönes Wohlfühlbuch, dass gleichwohl zum Nachdenken, und das auch zur Rückbesinnung auf mit der Zeit verloren gegangene Werte, anregt.
Ein wahr gewordener Traum
Meine Erwartungen wurden zu 100% erfüllt.Ein absolut, absoluter Wohlfühlroman im allerbesten Sinne. Liebe in ganz vielen Varianten, zu Menschen, Flora und Fauna, Farben und Worten, Gerüchen und Texturen.Der Text fließt ganz fein und wohlig vor sich hin, wie ein Traum. Eine Utopie die so schön wäre, wenn sie nicht nur ein Dorf als Vorlage hätte, sondern auch andere Gemeinden und Städte.Gerne würde ich mich umgehend auf den Weg machen, auf den Weg zur Vorlage zu diesem Buch - ich hoffe das dies nicht zu viele tatsächlich tun werden, aber vielleicht in ihrer eigenen Umgebung den ein oder anderen Versuch unternehmen, das ein oder ander umzusetzen.Vor allem aber liebe ich die Liebe zu den Büchern, den Geschichten in dieser Geschichte und die soziale Intelligenz die sich an so vielen Stellen im Buch zeigt.Mögen es viele lesen und sich ein Scheibchen abschneiden.
Sanft erzählt, stark berührend
Mathilde und Marie ist ein warmherziges, einfühlsames Buch – ruhig erzählt und dennoch voller Spannung im Zwischenmenschlichen. Schon von den ersten Seiten an fühlte ich mich den Figuren verbunden: der Französin Marie, der Isländerin Jónína und dem Bäcker Thomas. Anfangs dachte ich sogar, der Roman müsste eher Jónína und Marie heißen. Doch schnell wird deutlich, dass die Beziehung zwischen Mathilde und Marie das eigentliche Herzstück dieser Geschichte ist.Es ist die Geschichte zweier Frauen aus unterschiedlichen Generationen, die trotz ihrer Unterschiede eine Verbindung zueinander finden – eine Verbindung, aus der sich eine tiefe, stille Freundschaft entwickelt. Der Roman zeigt auf berührende Weise, dass weniger manchmal mehr ist. Dass man nicht alles aussprechen oder zerreden muss. Dass es nicht entscheidend ist, sofort die gesamte Lebensgeschichte seines Gegenübers zu kennen, um dennoch füreinander da zu sein.Gleichzeitig erinnert das Buch daran, dass man im Leben nicht immer einen Plan braucht, um anzukommen. Wie wichtig die Zwischentöne sind. Dass man seine Bauchgefühle oder die innere Stimme nicht ignorieren sollte. Nicht immer hat die Vernunft recht – manchmal muss man einfach in sich hineinspüren, um herauszufinden, was wirklich richtig ist.Für mich war dieses Buch ein echtes Wohlfühlerlebnis. Eine Geschichte, in die ich mich fallen lassen konnte – entspannen, durchatmen, Zeile für Zeile genießen. Torsten Woywod schreibt so schön und unaufdringlich, dass man die Charaktere nach und nach immer besser kennenlernt, ohne dass es je konstruiert wirkt.Ein stilles, liebevoll erzähltes Buch, das lange nachklingt.
Neubeginn im Bücherdorf Redu
Manche Romane drängen sich nicht auf. Sie klopfen nicht laut an, sie treten nicht mit dramatischen Wendungen oder großer Geste auf. Sie stehen einfach da: offen, ruhig, einladend. Mathilde und Marie ist genau so ein Buch. Für mich ein feines, unaufgeregtes Buchjuwel, das seine Wirkung nicht durch Tempo entfaltet, sondern durch Nähe.Der Roman führt nach Redu, d. h. in ein kleines Bücherdorf in den belgischen Ardennen, das es tatsächlich gibt und das hier fast selbst zur Hauptfigur wird. Ein Ort, an dem die Zeit nicht als Gegner empfunden wird, sondern als Begleiter. Internet gibt es nur stundenweise, der Kirchturm steht schief, die Turmuhr geht falsch, und niemand scheint sich daran zu stören. Diese bewusste Entschleunigung wirkt wie ein leiser Gegenentwurf zur rastlosen Außenwelt.In dieses Dorf verschlägt es Marie, eine junge Französin, die ihr Leben in Paris hinter sich lässt, ohne genau zu wissen, wohin sie eigentlich will. Ihre Reise beginnt impulsiv, fast fluchtartig, und gewinnt Tiefe, als sie im Zug auf Jónína trifft, eine Isländerin mit der Gabe, Menschen klar und unverstellt zu lesen. Jónína erkennt Maries innere Erschöpfung, noch bevor Marie sie selbst in Worte fassen kann, und nimmt sie mit nach Redu, in ihre kleine Buchhandlung.Von dort an entfaltet sich der Roman ganz leise. Marie kommt an, nicht nur an einem Ort, sondern zunehmend auch bei sich selbst. Sie begegnet einer Gemeinschaft, die getragen ist von Eigenheiten, Wärme und einem stillen Verständnis füreinander. Besonders berührend ist dabei die mürrische Mathilde, die sich dem Leben zunächst verschlossen zeigt und doch nicht unbewegt bleibt, als der Frühling Einzug hält. In der Natur ebenso wie in den Menschen.Was mich besonders begeistert hat, ist die geschliffene, ruhige Sprache. Torsten Woywod schreibt mit großer Sorgfalt, ohne ornamental zu werden. Immer wieder streut er detailreiche Naturimpressionen ein: Wälder, Licht, Geräusche, die Jahreszeiten, Tiere. Diese Beschreibungen wirken nie wie Beiwerk, sondern wie Atempausen, die den Text weiten und ihm Tiefe geben.Die Figuren sind durchweg sympathisch gezeichnet, ohne zu glatt oder idealisiert zu wirken. Selbst Nebenfiguren bleiben im Gedächtnis, z. B. Arthur und Louise. Und dann ist da noch Labradorhündin Anneliese, die immer wieder für unterhaltsame Momente sorgt und dem Roman eine zusätzliche Herzenswärme verleiht.Mathilde und Marie kommt ganz ohne Action aus. Es gibt keine reißerischen Konflikte, keine künstlich erzeugte Dramatik. Stattdessen erzählt der Roman von Freundschaft, vom Lesen, von Hoffnung, aber auch von Verlust und Trauer. Gerade diese leisen, schmerzhaften Töne machen die Geschichte glaubwürdig und tief. Es ist eine Ode an das Miteinander und ein sanfter Beweis dafür, dass das Leben zumindest zeitweise auch ohne Internet und Social Media gelingen kann.Für mich ist dieses Buch eine absolute Feel-good-Geschichte im besten Sinne. Das Setting in Redu ist ein Traum. Es ist ein Ort, an dem ich selbst gerne leben möchte. Und genau so, wie man sich in dieses Dorf hineinträumt, schleicht sich auch der Roman ganz sanft und leise ins Leser:innenherz.Eine klare Leseempfehlung für alle, die feinsinnige, warmherzige Literatur schätzen, und für jene, die sich nach einer Geschichte sehnen, die nicht laut sein muss, um lange nachzuklingen.
Das Bücherdorf Redu
Marie flieht nach dem Tod ihrer Tante aus dem lauten und überfüllten Paris. Im Zug trifft sie auf Jonina, die sie einlädt mit in ihr Dorf zu kommen. So lernt Marie Redu kennen. Im Bücherdorf Redu gibt es kein Internet, dafür aber sehr viele kleine Buchläden. Als Jonina aus gesundheitlichen Gründen Redu verlassen muss, kümmert sich Marieum die Buchhandlung und auch um Joninas Hund. Marie, die nur kurze Zeit in Redu bleiben wollte, fühlt sich in dem Dorf immer wohler und bleibt schließlich dort.Auf einem ihrer Spaziergänge trifft sie auf Mathilde, die vor kurzem ihren Mann verloren hat. Marie und Mathilde begegnen sich auf ihren Spaziergängen im Wald immer wieder. Und so lernen sie sich nach und nach besser kennen. Marie lernt die Ruhe des Waldes zu schätzen. Zusammen mit Mathilde lernt sie Fauna und Flora besser kennen. Mathilde und Marie ist ein wunderbares Wohlfühlbuch. Mit jeder Seite habe ich mich mehr entspannt. Die Naturbeschreibungen haben mir sehr gut gefallen.
Eine Hommage an die Buchhändler
Mit „Mathilde und Marie“ hat Torsten Woywod einen warmherzigen, tiefgründigen Roman geschrieben, der vor allem eines ist: eine liebevolle Hommage an Bücher, Buchhandlungen und die Menschen, die sie mit Leben füllen. Nicht umsonst widmet der Autor sein Buch – wie er im Vorwort schreibt – den unabhängigen Buchhändlern dieser Welt. Allein diese Widmung macht neugierig und trifft einen Nerv.Der Roman spielt im belgischen Bücherdorf Redu, einem kleinen Ort in den Ardennen mit gerade einmal 390 Einwohnern – und beeindruckenden 13 Buchläden. Schon diese Vorstellung übt eine enorme Anziehungskraft aus. In dieser besonderen Umgebung erzählt Woywod die Geschichte der Isländerin Jonina, die seit über 30 Jahren eine Buchhandlung in Redu betreibt. Auf einer Zugfahrt lernt sie die Französin Marie kennen, die nach einem schweren Schicksalsschlag auf der Suche nach Abstand und Ruhe ist. Spontan lädt Jonina sie ein, einige Zeit bei ihr in Redu zu verbringen.Für Marie, die aus Paris kommt, wirkt das Leben dort zunächst wie ein Kulturschock: nur eine Stunde Internetzugang am Tag, kein Fernseher, viel Stille. Was anfangs kaum vorstellbar erscheint, wird für sie jedoch zunehmend zu einer Wohltat. Marie beginnt, das entschleunigte Leben zu genießen, lernt die Dorfgemeinschaft kennen, liest viel, führt intensive Gespräche über Literatur und unternimmt ausgedehnte Spaziergänge durch die Natur rund um Redu. Dabei findet sie nicht nur Ruhe, sondern auch einen neuen Zugang zu sich selbst.Eine besondere Rolle spielt die Begegnung mit Mathilde – einer alten, zurückgezogen lebenden Frau, die sich von der Dorfgemeinschaft weitgehend abgeschottet hat. Trotz ihrer Verschlossenheit kreuzen sich die Wege der beiden Frauen immer wieder bei Spaziergängen im Wald. Aus vorsichtigen Begegnungen entwickelt sich langsam eine leise, behutsame Freundschaft. Erst nach und nach wird deutlich, wie viel die beiden miteinander verbindet – mehr, als es zunächst den Anschein hat.„Mathilde und Marie“ ist ein Roman über die verbindende Kraft von Büchern und Geschichten, über Gemeinschaft, Achtsamkeit und darüber, wie Orte und Menschen heilen können. Besonders beeindruckend ist Torsten Woywods Sprache: Die Naturbeschreibungen während Maries Spaziergänge sind eindrucksvoll und atmosphärisch, die Dialoge tiefgründig und feinfühlig. In jeder Zeile spürt man die große Liebe des Autors zum Buch und zum Buchhandel – und zu den Menschen, die beides bewahren.Überraschend und schön ist zudem die Erkenntnis, dass es das Bücherdorf Redu tatsächlich gibt. Während der Lektüre wünscht man sich mehr als einmal, selbst durch die kleinen Gassen zu schlendern, Buchläden zu entdecken und Teil dieser achtsamen Gemeinschaft zu sein. Die respektvolle, wertschätzende Art, wie die Menschen in Redu miteinander umgehen, wirkt wohltuend und inspirierend.Abgerundet wird der Roman durch ein wunderschön gestaltetes Cover, das perfekt zur Atmosphäre der Geschichte passt. „Mathilde und Marie“ ist ein leises, kluges und sehr berührendes Buch – und eine echte Freude für alle, die Bücher lieben. Ich freue mich sehr, dass dieses Buch nun einen festen Platz in meinem Regal gefunden hat.
Pressestimmen
Dieser zauberhafte Roman um eine Schicksalsgemeinschaft in dem belgischen Bücherdorf Reduhat hat aus... dem Stand die Herzen einer breiten Leserschaft erobert. (…) Ein Roman, der die Welt der Bücher feiert, in eine meditative Naturschönheit eingebettet, die zum Innehalten einlädt. mehr weniger
01.04.2026
Eine berührende Geschichte über Freundschaft.
25.03.2026
Der passende Roman für alle, die Trost, Wärme und Entschleunigung suchen. (…) Klug und nachdenklich ...schreibt Woywod, selbst einst Buchhändler, in seinem Debüt darüber, was im Leben wirklich wichtig ist. mehr weniger
18.03.2026
Wer Geschichten von Freundschaft mag, kann sich auf schöne Lesestunden einstellen.
21.02.2026
Ein leises, kluges Buch, das lange nachwirkt - besonders für Leserinnen und Leser, die literarische ...Tiefe und existentielle Fragen schätzen. mehr weniger
11.02.2026
›Mathilde und Marie‹ ist eine warmherzige Geschichte über einen Neuanfang und eine beginnende Freund...schaft. mehr weniger
Eva Haury, 09.02.2026
Warmherzig und entschleunigend – ein Roman, der einfach guttut!
01.02.2026
Ein ruhiges, achtsames, unspektakuläres Buch, das trotzdem zu Herzen geht.
Martina Bollinger, 23.01.2026