Im Bücherdorf Redu lebt es sich anders. Friedlicher, geregelter und warmherziger. Als Französin Marie ins Dorf kommt, erweckt sie mehr Leben und auch die mürrische Mathilde kann sich ihr nicht entziehen.
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Mathilde und Marie
»Bei uns geht es nicht darum, möglichst viele Dinge in immer kürzerer Zeit zu erledigen, sondern sich den Dingen mit vollständiger Hingabe und Aufmerksamkeit zuzuwenden. Weniger ist mehr, mehr ist weniger.«
In Redu, einem kleinen Bücherdorf inmitten der belgischen Ardennen, wird die Zeit als Freund und nicht als Gegner empfunden: Umgeben von ausgedehnten Wäldern, rauschenden Flüssen und steilen Anhöhen gibt es hier lediglich einen Fernseher, während das Internet nur eine Stunde am Tag verfügbar ist. Dass der Kirchturm windschief in den Himmel ragt und man sein baldiges Herabstürzen befürchten muss, stört die 390 Einwohner ebenso wenig wie die gehörig aus dem Takt geratene Turmuhr.
Eine Begegnung, die alles verändern wird
Als die junge Französin Marie kurzentschlossen ihr Leben in Paris hinter sich lässt und zu einer Reise mit unbekanntem Ziel aufbricht, ahnt sie nicht, dass sie bald an diesem bemerkenswerten Ort ankommen wird. Im Zug begegnet sie Jónína, einer Isländerin, die Menschen mit ungewöhnlicher Klarheit zu lesen vermag und somit auch Maries Situation schnell erfasst. Sie nimmt Marie mit zu sich nach Hause, nach Redu, wo sie eine kleine Buchhandlung betreibt.
Eine Gemeinschaft, liebenswert und verschroben
Mit jedem Tag fühlt sich Marie in Redu wohler. Hier lernt sie nicht nur neue Seiten des Lebens, sondern auch sich selbst kennen. Und sie trifft auf eine ganz besondere Gemeinschaft.
Wenn eine Freundschaft zur Rettung wird
Als der Frühling vollends Einzug hält, wird nicht nur die Natur zu neuer Blüte erweckt, sondern es werden Veränderungen in Gang gesetzt, denen sich selbst die mürrische Mathilde nicht entziehen kann …
Ein wohltuender, mutmachender Roman über die heilende Kraft der Gemeinschaft und das, was im Leben wirklich zählt.
Bibliografische Daten
4. Auflage
Torsten Woywod
Torsten Woywod (*1981) arbeitete als Buchhändler und im Online-Marketing, bevor er 2021 die Marketingleitung des DuMont Buchverlags übernahm. Für sein Engagement für die Buchwelt erhielt er 2015 den Young Excellence Award. Zuletzt gründete er mit seiner Freundin den Verlag WOYWOD & MEURER, dessen Debütveröffentlichung ›Leonard und Paul‹ ein SPIEGEL-Bestseller und für das Lieblingsbuch der Unabhängigen nominiert war. Mit ›Mathilde und Marie‹ legt er nun seinen ersten eigenen Roman vor.
5 - 10 von 161 Leserstimme
Entschleunigend & eine Hommage an das Leben
"Mathilde und Marie" ist der Debütroman des Autors Torsten Woywod. Mitten in den Bergen, umgeben von wundervoller Natur liegt das Bücherdorf Redu in den Ardennen von Belgien. Redu hat gerade einmal 390 Einwohner, 13 Buchhandlungen und das Internet steht den Bewohner täglich nur eine Stunde zur Verfügung.Hierhin verschlägt es die 25-jährige Studentin Marie als sie total ausgebrannt und unglücklich aus der hektischen Großstadt Paris fliehen will. Im Zug trifft sie auf die Isländerin Jónína, die sie dorthin einlädt. Jónína hat ein sehr feines Gespür für Menschen und die beiden freunden sich an.Neben Marie und Jónína gibt es nur wenige weitere Charakter, wie die verbitterte Witwe Mathilde und den Bäcker Thomas. Diese werden so gelungen beschrieben, dass ich direkt das Gefühl hatte sie zu kennen. Die Handlung ist sehr ruhig und viel entscheidender als diese sind die Botschaften, die zwischen den Zeilen stecken. Durch detaillierte Beschreibungen der Natur und der Landschaft hatte ich diese direkt vor Augen und hatte das Gefühl direkt in Redu zu sein und die Einwohner – samt liebenswerter Hündin Anneliese – kennenzulernen.Ich habe gespürt, wie Marie in Redu an- und zur Ruhe kommt. Genauso bin ich beim Lesen zur Ruhe gekommen, es hatte auf mich eine sehr entschleunigende Wirkung.Es geht um Achtsamkeit, Freundschaft, Liebe, Geheimnisse und vieles mehr - alles zeitlose, wichtige Themen, die zum Nachdenken anregen und mich auch nach Beendigung des Buches beschäftigen. Für mich war es ein richtiger Wohlfühlroman, mit bedeutungsvollen Botschaften und liebenswerten Charakteren, deren Entwicklung ich gerne verfolgt habe. Es ist ein leises aber bedeutsames Buch mit einer angenehmen Atmosphäre. Mit einem treffenden Vor- und Nachwort rahmt Torsten Woywod seinen Roman gelungen ein.Ich kann diese Reise nach Redu jedem empfehlen, der einmal durchatmen möchte.
Welch wunderbares Buch, ich bin begeistert
Es ist kein Ereignis, das sich lauthals ankündigte und in aller Munde war. Und trotzdem bewirkte der Einzug Maries in das Dorf Redu sehr viel. Dabei wusste sie gar nicht, dass sie hierher geraten würde. Nur der Wunsch, das hektische und laute Paris zu verlassen, brachte sie zum Einsteigen in einen Zug. Ziel unbekannt. Warum sie dann ausgerechnet in dem verschlafenen Örtchen Redu landete? Das lag an der jungen Frau, die sie während der Fahrt kennenlernte. Die ist Isländerin und überredet sie nachdrücklich, doch mit nach Redu zu kommen. Einem Bücherdorf in den belgischen Ardennen. Marie ist Hektik gewohnt und lebt eigentlich nur für ihre Arbeit. In Redu laufen die Uhren anders. Kein Smartphone, kein Fernsehen, kein Internet sondern nur Natur. Wie gut das tut, merkt Marie sehr schnell. Die Spaziergänge in der Natur geben ihr Kraft. Sie genießt den Geruch des Waldes und den Gesang der Vögel. Und hat zudem eine treue Begleiterin namens Anneliese. Nein, das ist keine Frau. Es handelt sich dabei um eine Labradorhündin, die Marie seit dem ersten Zusammentreffen abgöttisch liebt. Ein wunderschöner, ruhiger Roman. Er zeigt deutlich, wie die Liebe zu Büchern verbinden kann. Redu ist kein Fantasiegebilde des Autors. Kenner bezeichnen es als eines der schönsten Dörfer in der Wallonie. Seit 1984 trägt es den Namen „Bücherdorf“. Warum Marie sich hier so wohl fühlt und wie es zu der Freundschaft mit Mathilde kam, das wird hier nicht verraten. Dass die Liebe zu Büchern dabei eine Rolle spielt, versteht sich wohl von selbst.
Eine Freundschaft die zur Rettung wird
Meine Meinung zum Autor und BuchEs ist mein erster Roman von dem Buchhändler Torsten Woywod , deshalb war ich sehr neugierig was er geschrieben hat. Ich war positiv überrascht über diesen Roman. Es spielt tatsächlich in dem berühmten Bücher Dörfchen Redu, in den Ardennen. Nur seine Protagonisten sind fiktiv, aber die Herzlichkeit, Achtsamkeit, Freundschaften gibt es tatsächlich in dieser dörflichen Gemeinsamschaft. Auch die herrliche Gegend und Natur ist hervorragend beschrieben. Der Schreibstil ist sehr leise und behutsam, die einzelnen Figuren sind sehr realistisch dargestellt. Ich habe mich verliebt in das geschehen..Die junge Studentin Marie flieht aus Paris, der Lärm , die Belastungen und der Tod ihrer geliebten Mutter und der Tante sind einfach Zuviel, sie muss fort. Marie packt und setzt sich in den Zug und fährt ins nirgendwo, sie hat kein Ziel. Da trifft sie auch die ältere Jonina , ein mütterliche Frau, so kam es mir vor in den Menschen lesen, wie in einem Buch, ich fühlte mich gleich hingezogen zu ihr. Sie reden miteinander und sie überzeugt Marie ihr nach Belgien ins Bücher Dörfchen Redu zu folgen, mit seinen 390 Einwohnern. Ich war froh das Marie ihr folgte, am Bahnhof wartete der Bäcker Thomas auf Jonina, so fuhren sie los nach Redu, durch die Ardennen, mit ihren Wäldern , Anhöhen, und einer Atemberaubenden Natur. Marie erschrak im ersten Moment, das es hier nur das Fernsehen gibt, aber kein Internet, wenn höchstens Abends für eine Stunde. Die Bergrüßung von den Menschen dort war sehr herzlich und sie fühlte sich willkommen. Jonina lässt sie in ihrem kleinen Gästehaus schlafen. Langsam gewöhnt sich Marie ein, sie genießt die Natur, Tiere und den Gesang der Vögel. Es gibt 13 Buchhandlungen in dem kleinen Dorf. Hier ist noch eine richtige Gemeinschaft, man hört zu, und hilft einander. Nur Mathilde etwas eigenartig, begrüßt Marie nicht, warum nur frage ich mich. Viel später begegnen sie sich und langsam werden sie vertrauter, ob es eine Freundschaft wird und ob wir hinter Mathildes Geheimnis kommen.Lassen wir uns überraschen, auch von Thomas Backkünsten , und auch Jonina hat ein gut gehütetes Geheimnis.
Entschleunigung im Bücherdorf Redu
Hörbuchrezension: In Redu, einem kleinen Bücherdorf inmitten der belgischen Ardennen, wird die Zeit als Freund und nicht als Gegner empfunden: Umgeben von ausgedehnten Wäldern, rauschenden Flüssen und steilen Anhöhen gibt es hier lediglich einen Fernseher, während das Internet nur eine Stunde am Tag verfügbar ist. Dass der Kirchturm windschief in den Himmel ragt und man sein baldiges Herabstürzen befürchten muss, stört die 390 Einwohner ebenso wenig wie die gehörig aus dem Takt geratene Turmuhr. Als die junge Französin Marie kurzentschlossen ihr Leben in Paris hinter sich lässt und zu einer Reise mit unbekanntem Ziel aufbricht, ahnt sie nicht, dass sie bald an diesem bemerkenswerten Ort ankommen wird. Im Zug begegnet sie Jónína, einer Isländerin, die Menschen mit ungewöhnlicher Klarheit zu lesen vermag und somit auch Maries Situation schnell erfasst. Sie nimmt Marie mit zu sich nach Hause, nach Redu, wo sie eine kleine Buchhandlung betreibt. Mit jedem Tag fühlt sich Marie in Redu wohler. Hier lernt sie nicht nur neue Seiten des Lebens, sondern auch sich selbst kennen. Und sie trifft auf eine ganz besondere Gemeinschaft.Ich bin sehr schnell in das Hörbuch reingekommen, denn der Schreibstil ist leicht und schnörkellos, so kann man sich gut auf die Geschichte konzentrieren. Dennoch muss man auch sagen, dass der Autor einen Hang hat die Geschichte sehr ausschweifend zu erzählen und gerade den ersten Teil der Geschichte, indem man auch kaum etwas von Mathilde erfährt, hätte doch in meinen Augen etwas gekürzt werden dürfen. Der Autor hat es geschafft eine Geschichte über Entschleunigung zu schreiben, weg von Handy und Stress, hin zu Natur, Büchern und selbstgemachtem Essen. Das Bücherdorf Redu wird auch sehr bildhaft und lebendig beschrieben und man merkt dem Autor seine Liebe zu diesem Ort an. Die Geschichte zwischen Marie und Mathilde, die eigentlich erst richtig in der zweiten Hälfte beginnt, konnte mich berühren, auch wenn alles ein bisschen an eine märchenhafte Erzählung erinnert und auch zum Ende hin ein wenig zu kitschig wird, aber das ist ja immer auch Geschmackssache. Insgesamt habe ich der Geschichte gerne gelauscht und finde es toll, dass es das Bücherdorf Redu auch tatsächlich gibt, wie der Autor im Nachwort kurz erklärt. Dadurch das die Geschichte für meinen Geschmack ein wenig zu ausschweifend erzählt wurde, erhält das Hörbuch 3,5 Sterne.Die Sprecherin hat gut zur Geschichte gepasst und hat diese schön vorgelesen. Ein Hörbuch das selbst ein wenig entschleunigt.
Aus der Zeit gefallen und doch aktuell
Eine rundum Wohlfühllektüre mit ganz viel positiven Gefühlen in einer malerischen Umgebung soll es sein? Dann ist „Mathilde und Marie“ von Torsten Woywod wirklich genau das Richtige! Die Geschichte ist was die Atmosphäre betrifft schon einzigartig und hält ganz viel Hoffnung, gute Laune und Empathie bereit. Die Erzählweise ist dabei durchgehend ruhig, stets gelassen, aber trotzdem eindringlich. Im Mittelpunkt stehen einerseits die persönlichen Entwicklungen der beiden namensgebenden Protagonistinnen, andererseits spielt aber auch Redu selbst, sowie die zauberhafte Umgebung eine richtig gehende Hauptrolle. Die Geschichte lädt dazu ein die eigenen Gedanken schweifen zu lassen und auch das eigene Leben zu reflektieren. Die Essenz eines von Zufriedenheit geprägten Alltag verbirgt sich durchaus zwischen den Seiten. Allerdings schreibt der Autor keinesfalls plakativ und überlässt es ganz seinen Leser:innen was sie letztlich mitnehmen wollen. Alles in allem eine Mischung, welche mir sehr gut gefallen hat. Deshalb empfehle ich diesen feinfühligen Roman auch gerne weiter und vergebe natürlich volle 5 Sterne!
Das entschleunigte Dorf
Marie hat zwei geliebte Menschen in relativ kurzer Zeit verloren, ihre zwei Jobs und das Studium überfordern sie. Sie zieht die Reißleine und verlässt ohne großen Abschied die Metropole Paris, um irgendwo zur Ruhe zu kommen. Auf der Bahnfahrt lernt sie die ältere Jónína kennen und erzählt ihr fast ihre ganze Lebensgeschichte.Sie lädt sie in ihr Heimatdorf Redu,ein tatsächlich existierender Ort ,mit wenig Einwohnern und vielen Buchläden.Zeit spielt hier nur eine untergeordnete Rolle, was schon die Kirchturmuhr beweist, die zwei verschiedene Uhrzeiten anzeigt,Internet und Fernsehen sind nur stark eingeschränkt verfügbar.Die wenigen Einwohner gehen achtsam miteinander um und kümmern sich umeinander.Ein Ort zur Entschleunigung und zum Nachdenken über die wichtigen Dinge des Lebens.Marie wird bis auf eine Ausnahme gut aufgenommen und übernimmt nach kurzer Zeit die vorübergehende Betreuung des Buchladens von Jónína,als diese zu einer dringend nötigen Erholungspause in ihrer Heimat Island fährt.Mathilda ist eine alte Dame, die nach langer, glücklicher Ehe ihren Mann ganz plötzlich verloren hat und seitdem mit ihrem Schicksal hadert.Nachdem sie Marie anfangs vehement ablehnt, nähern Sie sich durch Gespräche langsam an, Marie hilft ihr bei der Suche nach einer unauffindbaren Hinterlassenschaft ihres Mannes ,wodurch sie wieder zu mehr Lebensmut findet.Das Erstlingswerk des Autors ist ein modernes Märchen,welches durch viele liebenswerte Kleinigkeiten,nette Menschen,viel Empathie und einige Lebensweisheiten zu etwas Besonderem wird.Man kann genießen,innehalten ,entschleunigen und ein bisschen den Alltag vergessen.Außerdem wird aufgezeigt,dass man versuchen kann,etwas „ Redu“ in das tägliche Leben zu integrieren und es dadurch aufzuwerten.Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und empfehle es weiter.
Feel-Good-Roman
„Mathilde und Marie“ von Torsten Woywod /Verlag: dtv / Hörbuch: Argon Verlag„Manchmal lohnt es sich, einem Impuls zu folgen.“ (Seite 25)Redu ist ein kleines Bücherdorf mit knapp 400 Einwohner:innen, vielen Buchläden mit neuen und alten Büchern und einer schiefen Kirchturmspitze mit zwei verschiedenen Uhrzeiten.„Bücher sind mein Leben.“ (Seite 20)Jónina, eine alte Isländerin mit einer kleinen Buchhandlung in Redu, lernt die junge Französin Marie im Zug kennen. Nachdem sich Marie ihren Kummer von der Seele gesprochen hat, lädt die ältere Frau sie in das kleine Bücherdorf ein.Spontan nimmt Marie, die gerade auf der Flucht vor ihrem alten, traurigen Leben ist, dieses Angebot an.Das kleine Dorf ist atemberaubend schön, es strahlt eine Ruhe und Behaglichkeit aus. Marie ist entzückt und überrascht von der wundervollen Stille. Vogelgezwitscher füllt diese Stille, was Marie besonders bewusst wird, da sie bisher nur den Lärm von Paris in den Ohren hatte.Anneliese, ein liebevoller Hund, der genau das macht, was sie will, schenkt Zuneigung und Liebe den Menschen, die sie am meisten gebrauchen können. Sie läuft sofort auf Marie zu und verbringt viel Zeit bei und mit ihr.Thomas, der Bäcker, die gute Seele des Dorfes und Jóninas guter Freund, ist im Hintergrund für Marie da. Nicht nur, dass er traumhaftes Brot bäckt, auch als Jónina das Dorf aus gesundheitlichen Gründen überstürzt verlässt und Marie bittet zu bleiben und in ihrem Buchladen zu arbeiten, steht er ihr zur Seite. Still, zurückhaltend, aber immer präsent.„Das Leben ist Kunst.“ (Seite 227)Arthur, ein Künstler oder Handwerker mit einem Buchladen für gebrauchte Bücher oder selbst hergestellte Werke, zeigt Marie, wie man auf kreative Art, ganz ohne Strom oder elektrische Geräte, Papier herstellt.„Wer hätte gedacht, dass ein einfaches Stück Papier so glücklich machen kann?“ (Seite 231)Marie ist begeistert. Und dann ist da Mathilde. Ruhig, zurückgezogen und voller Trauer lernt sie durch Marie wieder, am (Dorf-) Leben teilzunehmen. Marie nimmt ihr die Angst vor dem Unbekannten und zeigt ihr neue Wege. Ganz still und leise beginnt eine Freundschaft und ein gegenseitiges Helfen und Lernen der beiden Frauen voneinander.Torsten Woywod bringt uns mit diesem leisen, warmherzigen und mutmachenden Roman die Natur, die Freundschaft und auch die Stille näher. Der Roman ist ruhig, voller Wärme und fühlt sich an wie eine lang ersehnte Umarmung. Er regt zum Nachdenken an. Man spürt die Entschleunigung, den Abfall von Stress und Hektik und besinnt sich mit Marie auf die wichtigen Dinge im Leben.Anfangs ist Marie entsetzt, dass es für die Bewohner nur eine Stunde Internet am Tag zur Vergnügung gibt. Am Ende fällt es ihr gar nicht mehr auf, beziehungsweise sie vermisst es nicht. Sie ist bei sich angekommen, in der Natur und bei lieben Menschen.Alles andere erfährt sie früh genug aus der wöchentlichen Zeitung. Was für eine Befreiung, nicht immer alles sofort zu wissen und nicht auf alles reagieren zu müssen. Was für ein Leben und was für eine Freiheit.Redu gibt es wirklich, und auch wenn es sicher nicht hundertprozentig meiner Fantasie entspricht, möchte ich es dennoch besuchen und die Stille hören.Eine Hommage an die Stille und die Selbstfindung, an ein Dorf, das uns wieder zum Ursprung bringt, zu uns selbst.Sabine Arnhold gelingt es mit ihrer einfühlsamen, ruhigen und warmherzigen Stimme, die Atmosphäre dieses Romans vollkommen einzufangen, sie regt zum Nachdenken an, schenkt Ruhe und macht das Hörbuch zu einem echten Wohlfühlmoment.Ein Feel-Good-Roman, der lange nachklingt.
Ein Buch das begeistert
Ein Buch das begeistertMarie will weg aus Paris und landet in Redu, einem kleinen Bücherdorf. Es gibt nur einen Fernseher und eine Stunde Internet am Tag für alle 390 Bewohner des Dorfes. Marie bringt frischen Wind in das wunderbare Dorf.Schon im Vorwort erfahren wir, das man Geschichten braucht, die zum nachdenken anregen, die Hoffnung geben und die einfach nur guttun, Genau so eine Geschichte ist das und sie wurde von Torsten Woywood fantastisch umgesetzt. Das Dorf Redu habe ich sofort lieben gelernt, da gibt es nur eine kleine Dosis der Medien und die Menschen sind dort sehr glücklich. Die Menschen und die Gegend werden so wunderbar beschrieben, das man sofort dorthin möchte. Die Bewohner sind im Einklang mit der Natur und Marie fühlt sich dort sehr schnell sehr wohl. Sie merkt schnell, wie ihr Leben entschleunigt wird und lernt tolle Menschen kennen. Sie vermisst TV und Internet nicht und besinnt sich schnell auf das „Wahre“. Hier gibt es keine Einsamkeit, denn jeder ist für einen da. Beim lesen spürt man förmlich die Ruhe, die diese Geschichte in einem auslöst. Das Buch hat mich so faszinierend und ich kann es nur jedem empfehlen. Die Geschichte lässt mich zufrieden zurück und wird lange nachklingen. Und das Nachwort spricht für sich - wunderschön.
Ein ruhiges Buch, das nachdenklich macht
Manchmal ist das Leben sehr anstrengend und fordernd, sich dann auf das zu besinnen, was wirklich wichtig ist, ist eine große Herausforderung.In diesem Buch ist Marie von ihrem hektischen Leben in Paris überfordert und braucht eine Auszeit. Diese findet sie in Redu, einem kleinen Dorf mit wenigen Einwohnern und 13 Buchhandlungen. Allein das klingt traumhaft. Redu liegt mitten in den Bergen und ist umgeben von der Natur. Hier kümmern sich die Menschen umeinander. Neben Jónína, durch die Marie in das Dorf gekommen ist, lebt dort Mathilde. Auch Mathilde steht an einem schwierigen Punkt in ihrem Leben.Das Buch steckt voller wertvoller Botschaften und hatte beim Lesen eine entschleunigende Wirkung auf mich. Diese entstand dadurch, dass Redu mit seinen wundervollen Landschaftsbeschreibungen eine schöne Atmosphäre vermittelt hat und dadurch, dass die Charaktere alle durchweg sehr aufmerksam miteinander umgegangen sind.Die Geschichte hält dazu an eine Pause vom Alltag zu nehmen und das Leben bewußt zu genießen. Es ist ein wirklich schöner Roman, der zum Nachdenken anregt und ein friedliches Gefühl hinterlässt.
Das Leben in seinen Variationen spüren
Manchmal scheint sich die ganze Welt gegen einen verschworen zu haben. Nichts scheint zu gelingen, liebenswerte Menschen verabschieden sich für alle Zeiten. Man spürt wie mehr und mehr die Kräfte schwinden und mit ihnen der Mut, sich dem Chaos der Gedanken und Gefühle zu stellen. Es entsteht eine Spiralwirkung, die die Motivation dem neuen Tag mit Optimismus und Lebensfreude zu begegnen, kräftig nach unten zieht und damit alle Sinne lähmt.Marie, eine junge Frau, die sich in einer Lebenskrise befindet, zieht die Reißleine und kehrt ihrer Stadt Paris den Rücken, will nur noch weg, um den Ballast, der sich in den letzten Jahren immer schwerer anfühlt, loszuwerden. Sie besteigt einen Zug, ohne genaue Kenntnis des Ziels. Die Verzweiflung steht ihr ins Gesicht geschrieben und Jónína, eine lebenserfahrene Frau, die sich auf dem Nachhauseweg befindet, hört sich die Geschichte von Marie an und nimmt sie mit in das kleine, idyllisch in den belgischen Ardennen gelegene Bücherdorf. Redu bietet nicht nur eine traumhafte Kulisse der Natur, sondern auch eine Bevölkerung, die eine Gemeinschaft darstellt, die gegenseitig auf sich aufpasst, die Unterstützung anbietet, die dem modernen, schnelllebigen, oberflächlichem Dasein entsagt, die echte Handarbeit ausübt und wertschätzt und durch Entschleunigung der Zeit eine tiefere, erfülltere Bedeutung gibt. Dort wohnt auch Mathilda, die in sich gekehrt, allein vor sich hinlebt.Wie diese drei Frauen, begleitet von freundschaftlicher Herzenswärme liebenswerter Charaktere, ihre persönlichen Herausforderungen meistern, davon erzählt Torsten Woywod in seinem Roman ‘Mathilde und Marie‘. In einem ruhigen Erzählstil erfahren wir von der Schönheit der Natur, einer Flora und Fauna, die uns beim näheren Hinschauen erstaunliche Dinge lehren kann. Fast märchenhaft mutet die Gemeinschaft der Bevölkerung von Retu an, die ein Ideal menschlichen Zusammenlebens darstellt, wo sich Schwierigkeiten durch das Teilen des Schmerzes, das Dasein füreinander, welches keiner großen Worte bedarf, aber auch durch wohltuendes Schweigen miteinander überwinden lassen.Wer unserer schnelllebigen, oberflächlichen Welt mit ein paar Anstößen zum Nachdenken begegnen möchte, wird in dieser Geschichte ankommen.
Pressestimmen
Dieser zauberhafte Roman um eine Schicksalsgemeinschaft in dem belgischen Bücherdorf Reduhat hat aus... dem Stand die Herzen einer breiten Leserschaft erobert. (…) Ein Roman, der die Welt der Bücher feiert, in eine meditative Naturschönheit eingebettet, die zum Innehalten einlädt. mehr weniger
01.04.2026
Eine berührende Geschichte über Freundschaft.
25.03.2026
Der passende Roman für alle, die Trost, Wärme und Entschleunigung suchen. (…) Klug und nachdenklich ...schreibt Woywod, selbst einst Buchhändler, in seinem Debüt darüber, was im Leben wirklich wichtig ist. mehr weniger
18.03.2026
Wer Geschichten von Freundschaft mag, kann sich auf schöne Lesestunden einstellen.
21.02.2026
Ein leises, kluges Buch, das lange nachwirkt - besonders für Leserinnen und Leser, die literarische ...Tiefe und existentielle Fragen schätzen. mehr weniger
11.02.2026
›Mathilde und Marie‹ ist eine warmherzige Geschichte über einen Neuanfang und eine beginnende Freund...schaft. mehr weniger
Eva Haury, 09.02.2026
Warmherzig und entschleunigend – ein Roman, der einfach guttut!
01.02.2026
Ein ruhiges, achtsames, unspektakuläres Buch, das trotzdem zu Herzen geht.
Martina Bollinger, 23.01.2026