Im Bücherdorf Redu lebt es sich anders. Friedlicher, geregelter und warmherziger. Als Französin Marie ins Dorf kommt, erweckt sie mehr Leben und auch die mürrische Mathilde kann sich ihr nicht entziehen.
22,00 €
(0,00 € / )
lieferbar
- Versandkostenfreiin Deutschland
- Schneller VersandLieferung 3-5 Werktage
- Sichere ZahlungSSL-verschlüsselt
Mathilde und Marie
»Bei uns geht es nicht darum, möglichst viele Dinge in immer kürzerer Zeit zu erledigen, sondern sich den Dingen mit vollständiger Hingabe und Aufmerksamkeit zuzuwenden. Weniger ist mehr, mehr ist weniger.«
In Redu, einem kleinen Bücherdorf inmitten der belgischen Ardennen, wird die Zeit als Freund und nicht als Gegner empfunden: Umgeben von ausgedehnten Wäldern, rauschenden Flüssen und steilen Anhöhen gibt es hier lediglich einen Fernseher, während das Internet nur eine Stunde am Tag verfügbar ist. Dass der Kirchturm windschief in den Himmel ragt und man sein baldiges Herabstürzen befürchten muss, stört die 390 Einwohner ebenso wenig wie die gehörig aus dem Takt geratene Turmuhr.
Eine Begegnung, die alles verändern wird
Als die junge Französin Marie kurzentschlossen ihr Leben in Paris hinter sich lässt und zu einer Reise mit unbekanntem Ziel aufbricht, ahnt sie nicht, dass sie bald an diesem bemerkenswerten Ort ankommen wird. Im Zug begegnet sie Jónína, einer Isländerin, die Menschen mit ungewöhnlicher Klarheit zu lesen vermag und somit auch Maries Situation schnell erfasst. Sie nimmt Marie mit zu sich nach Hause, nach Redu, wo sie eine kleine Buchhandlung betreibt.
Eine Gemeinschaft, liebenswert und verschroben
Mit jedem Tag fühlt sich Marie in Redu wohler. Hier lernt sie nicht nur neue Seiten des Lebens, sondern auch sich selbst kennen. Und sie trifft auf eine ganz besondere Gemeinschaft.
Wenn eine Freundschaft zur Rettung wird
Als der Frühling vollends Einzug hält, wird nicht nur die Natur zu neuer Blüte erweckt, sondern es werden Veränderungen in Gang gesetzt, denen sich selbst die mürrische Mathilde nicht entziehen kann …
Ein wohltuender, mutmachender Roman über die heilende Kraft der Gemeinschaft und das, was im Leben wirklich zählt.
Bibliografische Daten
4. Auflage
Torsten Woywod
Torsten Woywod (*1981) arbeitete als Buchhändler und im Online-Marketing, bevor er 2021 die Marketingleitung des DuMont Buchverlags übernahm. Für sein Engagement für die Buchwelt erhielt er 2015 den Young Excellence Award. Zuletzt gründete er mit seiner Freundin den Verlag WOYWOD & MEURER, dessen Debütveröffentlichung ›Leonard und Paul‹ ein SPIEGEL-Bestseller und für das Lieblingsbuch der Unabhängigen nominiert war. Mit ›Mathilde und Marie‹ legt er nun seinen ersten eigenen Roman vor.
9 - 10 von 161 Leserstimme
zauberhaftes Kleinod
Inmitten der belgischen Ardennen liegt Redu. Ein kleines Dörfchen mit nicht mal 400 Einwohnern. Hier kommt Marie an. Die junge Französin ist auf der Flucht vom lauten, schnellen Paris und auch vor sich selbst und hat im Zug Jonina und Thomas kennen gelernt und die nehmen sie mit nach Redu. Hier gibt es nur eine Stunde am Tag Internet und sonst ist das Leben hier eben langsamer, bedächtiger, ehrlicher und ruhiger. Brot backen braucht seine Zeit, Papierschöpfen ist eine stille Kunst und Bücher sind wichtig und der Schlüssel zur Seele. Marie lernt all das kennen und sie zögert, hadert und schaut aufs stille Handy, aber immer wieder sieht sie die mürrische Mathilde. Diese wiederum ist argwöhnisch und ihr ist die Fremde ein Dorn im Auge. Aber Redu ist auch ein Ort, wo die Menschen sich verändern, aufwachen, wieder leben und sich auf neue Straßen trauen. Wo führt der Weg von Jonina, Thomas, Mathilde und vor allem von Marie hin? Torsten Woywod hat ein Kleinod geschaffen, einen Ort zum wohlfühlen und eine Geschichte, die verzaubert. Mit sanften Tönen und einer klugen Sprache, erzählt er die Geschichte und seine Figuren haben viel Platz um sich zu entwickeln und zu entfalten und so kommen wir Leser auch zur Ruhe, in Redu an und ich musste oft Pause machen und nachdenken und ich habe Appetit bekommen und während mein Brotteig im Gärkörbchen ruht, lese ich weiter. Danke für dieses zauberhafte Geschichte, diesen Ort und das Schönste ist, Redu gibt es wirklich und so kann man diesen stillen Ort sogar besuchen. 2026 ist noch so jung, aber das erste große Buch Highlight ist schon da.
Eine leise Umarmung aus Worten
Mit „Mathilde und Marie“ legt Torsten Woywod seinen Debütroman vor – und er tut das mit einer bemerkenswerten Sanftheit, die sofort berührt. Schon nach wenigen Seiten wird klar, dass dies kein lauter, dramatischer Roman ist, sondern einer, der sich leise in das Herz der Lesenden schleicht. Die Geschichte entfaltet sich mit einer Wärme, die man in der heutigen, oft hektischen Literaturwelt selten findet.Im Mittelpunkt steht die junge Studentin Marie, eine Figur, die man sofort ins Herz schließt. Sie ist empathisch, verletzlich und zugleich voller stiller Stärke. Ihre Flucht aus Paris wirkt wie ein Aufatmen – nicht nur für sie, sondern auch für die Lesenden, die gemeinsam mit ihr in das kleine belgische Bücherdorf Redu eintauchen. Dort findet sie bei Jónína, ein neues Zuhause, die mit ihrer Offenheit und Menschenkenntnis zu einer Art Ankerfigur wird. Redu selbst ist ein literarischer Sehnsuchtsort: ein Dorf voller Buchhandlungen, liebevoller Menschen und entschleunigter Lebensweise. Woywod beschreibt diesen Ort mit so viel Detailverliebtheit, dass man ihn beinahe riechen, hören und fühlen kann. Der Roman lebt von dieser Sinnlichkeit – er ist atmosphärisch, poetisch und wirkt wie eine sanfte Umarmung.Die Dorfbewohner – der gutmütige Bäcker Thomas, die Kräuterfrau Louise, die zunächst verschlossene Mathilde und natürlich Labrador Anneliese – sie alle bilden ein warmes Geflecht aus Beziehungen, das Marie langsam wieder Vertrauen fassen lässt. Besonders schön ist, wie der Roman zeigt, dass Heilung oft im Kleinen beginnt: in Gesprächen, in Begegnungen, in der Stille eines Ortes ohne Internet und Supermarkt. Der Satz „Im Alltag beschränken wir uns auf jene Dinge, die wir für wesentlich halten“ zieht sich wie ein stilles Leitmotiv durch die Geschichte. Er spiegelt die Essenz des Romans wider: das Wesentliche wiederzufinden, indem man sich dem Unwesentlichen entzieht.„Mathilde und Marie“ ist ein ruhiger, herzöffnender Roman, der mit poetischem Stil und liebevollen Figuren überzeugt. Er lädt dazu ein, langsamer zu werden, hinzusehen und sich auf die kleinen, heilsamen Momente des Lebens einzulassen. Torsten Woywods Debüt fühlt sich an wie ein literarischer Rückzugsort – warm, vertraut und voller Menschlichkeit.Wer Geschichten mag, die nicht laut, sondern tief wirken, wird dieses Buch lieben.
Lektüre zum Entschleunigen
„Was wiegt so schwer auf deiner Seele?“Dieser fast poetische Satz stammt aus dem Buch „Mathilde und Marie“ und gibt einen guten Eindruck davon, mit welch schöner Sprache Torsten Woywod seinen Debütroman geschrieben hat.Es ist eine ruhige, warmherzige Geschichte über Menschlichkeit, Freundschaft und die Schönheit kleiner Alltagsmomente.Die Handlung führt uns nach Redu, einem tatsächlich existierenden Bücherdorf in Belgien, in dem Buchläden, verwinkelte Gassen und feste Rituale den Rhythmus des Lebens bestimmen. Marie, Anfang 20, kommt hierher, um Abstand zu gewinnen, und begegnet Mathilde, die das Dorf seit Jahren ihr Zuhause nennt. Anfangs verschlossen, öffnet sich Mathilde langsam, und zwischen den beiden Frauen entwickelt sich eine leise, glaubwürdige Freundschaft.Besonders eindrucksvoll ist die Atmosphäre des Romans: die spürbare Liebe zu Büchern und unabhängigen Buchläden, die Nähe zur Natur, die feinen Beobachtungen des Alltags - bis hin zum charmanten Dorfhund Anneliese. „Mathilde und Marie“ ist ein Buch zum Innehalten und Durchatmen, zum Entschleunigen. Ideal für alle, die leise Geschichten, Bücherliebe und menschliche Nähe schätzen.
Redu-ein kleines Bücherdorf
Klappentext:In Redu, einem kleinen Bücherdorf inmitten der belgischen Ardennen, wird die Zeit als Freund und nicht als Gegner empfunden: Umgeben von ausgedehnten Wäldern, rauschenden Flüssen und steilen Anhöhen gibt es hier lediglich einen Fernseher, während das Internet nur eine Stunde am Tag verfügbar ist. Dass der Kirchturm windschief in den Himmel ragt und man sein baldiges Herabstürzen befürchten muss, stört die 390 Einwohner ebenso wenig wie die gehörig aus dem Takt geratene Turmuhr.Als die junge Französin Marie kurzentschlossen ihr Leben in Paris hinter sich lässt und zu einer Reise mit unbekanntem Ziel aufbricht, ahnt sie nicht, dass sie bald an diesem bemerkenswerten Ort ankommen wird. Im Zug begegnet sie Jónína, einer Isländerin, die Menschen mit ungewöhnlicher Klarheit zu lesen vermag und somit auch Maries Situation schnell erfasst. Sie nimmt Marie mit zu sich nach Hause, nach Redu, wo sie eine kleine Buchhandlung betreibt.„Mathilde und Marie“ ist der Debütroman von Torsten Woywod.Es ist eine ganz ruhige und leise Geschichte, nichts Aufregendes, doch ich bin nach wenigen Seiten ganz tief in die Geschichte eingesunken.Der Schauplatz ist Redu. Dieses Dorf gibt es wirklich. Es ist das zweitälteste Bücherdorf der Welt und liegt in der Wallonie, in Belgien.Das Dorf wird wunderschön beschrieben und ich weiß jetzt schon, dass ich es mir anschauen muss.Neben dem Bücherdorf, dass unbestritten die Hauptrolle in der Geschichte spielt, sind natürlich noch Marie wichtig in der Geschichte.Marie ist Französin und hat ihr Leben in Parias hinter sich gelassen und lässt sich treiben. Im Zug trifft Marie auf Jónína, eine junge Isländerin, die in den Menschen lesen kann. Sie spürt die Erschöpfung Maries und nimmt sie mit nach Redu, wo sie eine kleine Buchhandlung besitzt und sich die Uhren langsamer drehen.Dort erwartet Marie ein Leben voll Ruhe und Geborgenheit und sie lernt die verschlossene und mürrische Mathilde kennen.Torsten Woywod erzählt die Geschichte in einem ganz ruhigen Ton und in einer feinen Sprache. Die Geschichte ist geprägt von der Beschreibung des Schauplatzes Redu und durch die recht sympathischen Charaktere.Diese führt der Autor spielend durch die Geschichte. Es ist eine Geschichte über Begegnung, Veränderung und Gemeinschaft.Der Schreibstil von Torsten Woywod ist flüssig und gut verständlich. Der Autor versteht es mit seiner ruhigen Geschichte sich in die Herzen seiner Leser*innen zu schreiben.„Mathilde und Marie“ ist ein wunderschöner und ruhiger Wohlfühlroman, mit einem schönen und interessanten Setting.
Einfach mal innehalten
So schön Paris auch sein kann, so laut und rastlos kommt es Marie vor - sie fühlt sich gefangen in der Hektik der Großstadt. Kurzerhand setzt sie sich in einen Zug mit unbekanntem Ziel. Unterwegs begegnet ihr Jónína, die in Redu ihr Zuhause gefunden hat. Dort betreibt sie eine kleine Buchhandlung, es ist beileibe nicht die einzige in diesem Ort, in dem es sehr viel gemächlicher zugeht als Marie das je erlebt hätte. Sie steigt mit Jónína hier, in diesem so wundersamen Bücherdorf inmitten der belgischen Ardennen, aus. Das Leben in Redu ist der krasse Gegensatz zu ihrem bisherigen Dasein. Schon der Name ist Programm. Redu – réduire – reduzieren. Es ist das zweitälteste Bücherdorf der Welt, dieses Dorf gibt es wirklich. Und auch ansonsten ist vieles real wie etwa die Zeiger der Kirchturmuhr, die asynchron laufen. Dies und noch so einiges mehr verrät der Autor in seiner Nachbemerkung, lediglich seine titelgebenden Protagonistinnen sind fast ausschließlich seiner Fantasie entsprungen wie auch die weiteren Figuren, allesamt liebenswerte Charaktere, die ich – so sie denn existieren würden – gerne näher kennenlernen würde. 390 Einwohner sind es, die überwiegend ohne Internet sind. Gut, so dann und wann haben sie Empfang, was vollkommen ausreichend ist. Auch ansonsten verzichten die Bewohner auf viele moderne Errungenschaften, was Marie zunächst erstaunt, bald aber schätzt sie die entschleunigte Lebensweise. Zuvor hatte sie ihr Studium, zwei Nebenjobs und Schulden obendrein. Und nun ist sie hier. Sie trifft auf Thomas, den Bäcker, der ihr stets mit Rat und Tat zur Seite steht. Eines schönen Tages setzt sie sich neben Mathilde auf die Bank, beide haben nicht das Bedürfnis, zu reden. Sie begegnen sich wieder, lassen die Landschaft auf sich wirken, kommen sich näher und auch wenn Marie mit Flora und Fauna nicht viel anzufangen weiß, lernt sie, ihre Sinne zu schärfen. Sie hört auf ihre innere Uhr, hört auf das Vogelgezwitscher, folgt dem Stand der Sonne – sie schätzt diese Lebensart mehr und mehr. Und auch Mathilde, die ihre Lebensfreude verloren hat, blüht auf. Wir hetzten durch den Alltag, schauen nicht nach links oder rechts, sind eher mit Scheuklappen unterwegs, dabei hat die Natur so viel zu bieten. Man muss nur genau hinsehen, sich so viel Zeit nehmen, wie es braucht, um die Schönheit um uns herum zu erfassen.Das Buch regt zum Nachdenken an und auch wenn wir nicht in diesem zauberhaften Redu leben, so sind es doch die kleinen Alltagsfluchten, die man sich gönnen sollte, um wieder aufzutanken. Und mittendrin sind es Mathilde und Marie und noch einige mehr, die sich gegenseitig unterstützen, die miteinander leben. Ein leises Buch, das so viel vermittelt und das mich mahnt, so manches Mal innezuhalten.
Das Bücherdorf
Mathilde und Marie, ist eine berührende Geschichte von Torsten Woywod.Das Bücherdorf Redu gibt es tatsächlich, ich habe mir die Bilder von Google zeigen lassen. Das ist ja mal ein Reiseziel für uns Bücherratten.Die Personen hat sich der Autor ausgedacht, das ist ihm gut gelungen. Redu ist in dem Roman ein Ort, in denen sich gestresste Menschen erholen können.Der Autor lässt die Emotionen Mathildes und Marie miterleben.Marie kommt aus Paris, ihr wurde alles zu viel und zu laut.Im Zug trifft sie eine ältere Frau, die sie mit nach Redu nimmt. Da kann sie regenerieren. Mathilde ist gegen die Fremde, aber sie ist sowieso ungesellig.Es ist interessant wie die beiden Frauen sich näher kommen.Der Roman ist fesselnd und zeigt noch die Fauna und Flora der Gegend.Es ist ein berührender Roman, den ich gerne gelesen habe. Ich kann ihn wärmstens empfehlen.
Wohlfühlen beim Lesen
Wow, ich bin begeistert, soein Wohlfühlbuch...Schon des einführenden Zitate begeistert mich sehr, denn es steckt so viel Liebe zu Büchern und zur Natur in diesen zwei kleinen Sätzen. Und genau damit geht es auch weiter. Wir begleiten die wunderbare Geschichte von Marie, Jónína, Mathilde, Anneliese und dem idyllischen Bücherdorf Redu. Ich bin wirklich begeistert von dem Schreibstil des Debütautoren Torsten Woywod. Er schreibt sehr leicht, aber trotzdem gefühlvoll, sehr romantisch und manchmal auch einfach metaphorisch. Das macht das Bücherdorf und die Protagonisten sehr lebendig und man kann sich meiner Meinung nach sehr gut in verschiedene Figuren hineinversetzen.Diese Geschichte hat mich wirklich sehr begeistert, denn sie zeigt wie viel sich in kurzer Zeit ändern kann, was Verlust für einen Schmerz hinterlassen kann, wohin neue Wege führen und die Schönheit von Veränderung. Dieses Buch zeigt, was die Liebe zu Menschen, das Interesse an der Natur und die Begeisterung für Literatur mit unserem Wesen macht. Das offene Happy End ist der krönende Abschluss und macht neugierig, soein Bücherdorf wie Redu auch einmal zu bereisen.
„Heile Welt in den belgischen Ardennen“
Einmal ist das schönste Buch zu Ende und obwohl ich es mir gut eingeteilt habe, sind die letzten Seiten gelesen.Das Cover zeigt ein Dorf und ist dezent gehalten, während der Einband das kräftige orange des Titels wiedergibt. Mir gefällt es.In „Marie und Mathilde“ wird aus der Perspektive mehrerer Menschen, der Isländerin Jónína, Marie und Mathilde ihre Geschichte im Bücherdorf Redu erzählt.Marie verlässt Paris fluchtartig ohne konkretes Ziel und trifft im Zug auf die Isländerin Jónína, die mit der Frage „Was wiegt so schwer in Deiner Seele?“ bei dieser die Tränen zum Fließen bringt. Die Geschichte dahinter wird noch nicht erzählt.Jónína nimmt Marie, nicht ohne Hintergedanken, mit ins Dorf Redu, in dem die Zeiten anders ticken. So gibt es einen Fernseher und der Internetzugang ist nur zwischen 19 Uhr und 20 Uhr verfügbar. Dinge, an die Marie sich schnell gewöhnt.Die Natur, die Menschen und die Bücher bestimmen den Umgang im Ort miteinander. So wird Marie zu Beginn von der älteren, verwitweten Mathilde beobachtet, doch bald kommen sich die beiden näher und freunden sich an. Mit dem beginnenden Frühling findet sich Marie ins Dorfleben und der Buchhandlung ein, in der sie Jónína vertritt.Das Zitat von Elif Shafak: „Bücher verändern uns, Bücher retten uns.“ Findet ebenfalls Erwähnung.Dies beschriebt die Handlung des Buches, doch beinhalten die 336 Seiten viel mehr. Ein Buch, bei dem man nicht umhin kann zu entschleunigen. Die Beschreibungen der Dorfbewohner, der Buchhandlungen, des Dorfes an sich und der Natur schaffen eine Atmosphäre, in der der Wunsch entsteht. „Hier möchte ich jetzt sein.“Ein Buch der leisen Töne.Wobei ich die ausführlichen Naturbeschreibungen häufig an der Grenze zum Kitsch empfand, hier wäre weniger mehr gewesen. Es geht in dem Buch weniger um einen ellenlangen Handlungsstrang, sondern um Werte wie Freundschaft, Natur, Empathie, ankommen, die im Vordergrund stehen. Natur, die Marie dazu bringt bei sich, und letztendlich im Dorf, anzukommen.„Mathilde und Marie“ funktioniert hervorragend auf der Gefühlsebene des Lesers. Man kann einfach nicht umhin sich in der heilen Welt in den belgischen Ardennen zu verlieren. Eine heile Welt, die momentan zwischendurch schlichtweg benötigt wird. Oder die Vision davon.
eine Art Märchen für Erwachsene
Eine leise Geschichte ist es, die uns , den Lesenden, durch die Protagonisten Marie und Mathilde erzählt wird.Ein Beispiel dafür, dass es für Freundschaft keine Altersgrenzen gibt.Und nicht nur die beiden Frauen, deren Vorgeschichte im Dunklen bleibt, sondern auch die weiteren Charaktäre stehen für Toleranz und Gelingen einer harmonischen Gemeinschaft, ohne Sentimentalität oder - im heutigen Chargon- weichspülende Schilderung ihres dörflichen Lebens.Dies liest sich hier " mit leichter Hand erzählt" und einfach formuliert. Gelegentlich wird die Sprache dann doch sehr einfach,bleibt aber dadurch dem erzählten Geschehnissen gerecht.Durchaus - und gerade in heutiger Zeit- eine Geschichte, von der - zumindest ich mir wünsche- sie sei nicht erdacht, sondern ein tatsächliches Protokoll eines alltäglichen Miteinanders.Zum Ende gleitet die Handlung dann doch ins eher Märchenhafte ab. Eine Handlung ohne Internet , stattdessen ein Leben mit und in der Natur- und Büchern.Ohne Dramatik, ohne " Liebesgedöns", lesenswert
Ein ruhiger Roman über Gemeinschaft, Zeit und leise Veränderung
Das Cover vermittelt bereits eine entspannte, unaufgeregte Atmosphäre und passt damit gut zum Inhalt des Romans. Die Handlung spielt im Bücherdorf Redu, einem Ort, in dem das Leben bewusst verlangsamt ist. Internet steht den Bewohnern nur für eine Stunde am Abend zur Verfügung, während Bücher, Gespräche und die Natur den Tagesablauf prägen. In diese besondere Umgebung kommt die junge Französin Marie und wird Teil der Dorfgemeinschaft.Mit dem Frühling beginnt nicht nur die Natur aufzublühen, auch die Dorfgemeinschaft gerät sanft in Bewegung. Besonders Mathilde, die als mürrisch und zurückgezogen gilt, kann sich dieser Entwicklung nicht entziehen. Die Begegnungen zwischen den beiden Frauen entwickeln sich ohne große Gesten und gerade dadurch sehr glaubwürdig. Unterschiedliche Erfahrungen und Blickwinkel treffen aufeinander und finden langsam zueinander.Der Schreibstil ist klar, ruhig und leicht zugänglich. Landschaft und Dorfleben werden detailliert beschrieben und geben der Geschichte ihre besondere Atmosphäre. Redu fungiert dabei nicht nur als Schauplatz, sondern auch als verbindendes Element zwischen den Figuren.Fazit: Für mich ist Mathilde und Marie ein ruhiger Roman, der entschleunigt und zeigt, wie kleine Veränderungen nachhaltige Wirkung entfalten können.
Pressestimmen
Dieser zauberhafte Roman um eine Schicksalsgemeinschaft in dem belgischen Bücherdorf Reduhat hat aus... dem Stand die Herzen einer breiten Leserschaft erobert. (…) Ein Roman, der die Welt der Bücher feiert, in eine meditative Naturschönheit eingebettet, die zum Innehalten einlädt. mehr weniger
01.04.2026
Eine berührende Geschichte über Freundschaft.
25.03.2026
Der passende Roman für alle, die Trost, Wärme und Entschleunigung suchen. (…) Klug und nachdenklich ...schreibt Woywod, selbst einst Buchhändler, in seinem Debüt darüber, was im Leben wirklich wichtig ist. mehr weniger
18.03.2026
Wer Geschichten von Freundschaft mag, kann sich auf schöne Lesestunden einstellen.
21.02.2026
Ein leises, kluges Buch, das lange nachwirkt - besonders für Leserinnen und Leser, die literarische ...Tiefe und existentielle Fragen schätzen. mehr weniger
11.02.2026
›Mathilde und Marie‹ ist eine warmherzige Geschichte über einen Neuanfang und eine beginnende Freund...schaft. mehr weniger
Eva Haury, 09.02.2026
Warmherzig und entschleunigend – ein Roman, der einfach guttut!
01.02.2026
Ein ruhiges, achtsames, unspektakuläres Buch, das trotzdem zu Herzen geht.
Martina Bollinger, 23.01.2026