Es war ein Fall, der die ganze Nation bewegte und doch nie aufgeklärt wurde: Dezember 2003, Luke Ryder wird ermordet aufgefunden. Niemand hat etwas gesehen. Doch jetzt, Jahre später, werden die Geheimnisse live vor der Kamera gelüftet.
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Murder in the Family
Ein ungeklärter Cold Case. Eine bahnbrechende TV-Show.
Es war ein Fall, der die ganze Nation bewegte und doch nie aufgeklärt wurde: Dezember 2003, Luke Ryder wird ermordet im Garten des Familienhauses in London aufgefunden und hinterlässt eine wohlhabende ältere Witwe und drei Stiefkinder. Niemand hat etwas gesehen. Doch jetzt, Jahre später, werden die Geheimnisse live vor der Kamera gelüftet. Eine Gruppe von Experten untersucht in der True-Crime-Show ›Infamous‹ erneut die Beweise – mit schockierenden Ergebnissen. Weiß das Team mehr, als es zugegeben hat? Liegt die Wahrheit vielleicht ganz nahe? Und vor allem: Kannst du den Fall vor den Experten lösen?
Perfekt für Fans von True Crime und außergewöhnlichen, spannenden Krimis.
Der BookTok-Bestseller!
Dieser Krimi ist etwas Besonders: Durch einen Mix aus Skripten, Zeitungsartikeln, Chatverläufen und Beweisstücken aller Art erhält man Informationen genau zur selben Zeit wie die Experten, sodass man hautnah am Geschehen beteiligt ist und gleich selbst mitermitteln kann.
»Dieser teuflisch kluge, bahnbrechende Roman lässt einen nicht mehr los.« Ian Rankin
»Eine großartige Idee, meisterhaft ausgeführt – eine Wundertüte an Buch.« JP Delaney
»Ein exzellenter, absolut neuartiger Whodunnit!« Gilly MacMillan
Bibliografische Daten
2. Auflage
Cara Hunter
Cara Hunter hat Englische Literaturwissenschaft studiert und lebt in Oxford. Die Bücher der Bestsellerautorin wurden bislang in 27 Sprachen übersetzt. ›Murder in the Family‹ ist ihr erster Stand-Alone-Krimi, der sofort die Sunday Times Bestsellerliste stürmte.
Anne Rudelt
Anne Rudelt schreibt, übersetzt und lektoriert mit viel Leidenschaft und Freude alles, was ihr zwischen die Finger und in den Kopf kommt. Nach längeren Zwischenstopps in London, Hamburg und Tokyo lebt sie mit ihrem Mann und zwei Kindern wieder sehr gern in ihrer Heimatstadt Berlin.
Michaela Link
Michaela Link lebt mit ihrem Mann und engstem Mitarbeiter auf einem ehemaligen Bauernhof in Norddeutschland. Sie hat zahlreiche Romane aller Art aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt und auch selbst einige fantastische und historische Romane geschrieben.
3 - 10 von 140 Leserstimme
Eine völlig neue Erzählperspektive
Das Konzept dieses Buches ist anders. Man muss es mögen, da es keine wirkliche Erzählperspektive gibt. Jede Information wird durch Berichte , Ausschnitte, oder die Recherchen des Fernsehteams beschrieben.Das ist sehr spannend als Konzept, hat allerdings den Nachteil, dass keine der beteiligten Personen in irgendeiner Art und Weise charakterisiert wird. Dadurch bleiben sämtliche Protagonisten in dem Buch blass und dimensionslos. Wobei, und das ist das Besondere an diesem Buch, man nicht so recht von Protagonisten sprechen kann, da jede Einzelheit nur von außen, oder anderen Personen beleuchtet wird.Auch untereinander im Team kommen einige Besonderheiten zum Vorschein, die für Spannung und falsche Fährten sorgen. Für mich waren es zeitweise zu viele Personen, da das gesamte Team im Wechsel berichtet. Auch ist das Buch als E-Book im Kindle Format streckenweise schlecht lesbar, da die Berichte nicht richtig angezeigt werden und der Zeilenumbruch nicht stimmt.Der Fall an sich ist ein Cold Case. Nicht spektakulär, aber gut ausgearbeitet und spannend beschrieben. Geübte Krimileser werden das Rätsel tatsächlich vor dem Team lösen können, aber das Buch ist spannend genug um den Leser weiterlesen zu lassen.Fazit: Ich fand das Konzept genial, hatte allerdings Probleme mit der Vielzahl der Personen, die im Buch herumwuseln und recherchieren, und mir fehlte ein wenig die beschreibende Perspektive. Vier wundervolle Sterne für ein genial anderes Buch.
Toller Aufbau und super spannend
Meinung:Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!Erster Satz: Wer hat Luke Ryder getötet?Das Cover gefällt mir super gut und man sieht sofort, dass es sich um einen Thriller handelt. Wenn man das Buch in der Hand hält, ist der Fingerabdruck veredelt, sodass man noch mehr fühlt.Der Schreibstil der Autorin war sehr gut zu lesen, wobei es auch schwer zu beurteilen ist, da das ganze wie ein Skript von einer TV-Show geschrieben ist. Auf jeden Fall hat sie es gut hinbekommen, dass man immer gefesselt blieb.Zu Beginn lernt man alle Experten kennen, die bei der Serie dabei sind und erfährt, worum es eigentlich geht. Vor 20 Jahren wurde ein Mann getötet und das Verbrechen wurde nie aufgeklärt, im Laufe der Serie soll sich das ändern. Was aber keiner der Experten weiß ist, dass da vielleicht noch mehr dahinter steckt.Der Einstieg in das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich wusste schon, in welcher Art es geschrieben ist und war gespannt, wie die Autorin dies umsetzen würde. Zuerst erhält man Informationen zu allen Experten, einen kurzen Lebenslauf und um was in der Show eigentlich geht. Die Infos habe ich zum Großteil gleich wieder vergessen, weil es auch nicht wirklich relevant war, für mich zumindest. Ich war eher gespannt, wie der Rest aussehen würde.Zu den Personen kann ich gar nicht viel sagen, da man nur Dialoge oder Berichte liest. Erwähnenswert sind aber Guy, Maura und Amelie, die Kindern der Ehefrau des Ermordeten. Sie treten immer wieder kurz auf und man kann sich ein Bild von ihnen machen. Die Mädchen sind nicht so erpicht darauf irgendwas aufzuklären, Guy allerdings schon, er hat auch den Vorschlag gemacht, diesen Fall zu nehmen. Ich fand die Dynamik der drei gut, denn die Schwestern verstehen sich gut, keine aber ist wirklich eng mit Guy, zumindest wirkt es so.Dann haben wir noch Nick, den Produzenten und größten Arsch im Buch. Ihn will ich explizier erwähnen, weil ich ihn einfach nicht mochte. Er hat die Show in eine Richtung getrieben, die nur für die Einschaltquoten gut ist und hat keinerlei Rücksicht auf Gefühle genommen. Ich mochte ihn nicht, kein bisschen, er war absolut unsympathisch.Ich bin ja ein großer Fan davon, wenn Bücher nur in Skripten oder Dokumenten geschrieben ist und hier fand ich es auch sehr gut gemacht. Dadurch, dass es sich wie ein Skript von einer Serie liest, sind auch immer wieder Gesichtsausdrücke oder andere Infos eingestreut. Für mich war es, als würde ich die Serie wirklich ansehen und jede Folge in dem Buch hat mich auf die nächste warten lassen.Die Ermittlungen haben schnell Fahrt aufgenommen und es kamen immer wieder neue Erkenntnisse ans Licht. Zwischendurch hatte ich die wildesten Theorien, aber in der zweiten Hälfte habe ich mich auf einen Täter festgelegt und habe damit auch recht behalten. Wie die Experten zu dem Schluss kommen, dass diese Person es war und wieso sie es war, hat mir richtig gut gefallen. Es gab psychologische Anaylsen, die alles untermauert haben und es ergab auch Sinn. Ich hatte nämlich die Befürchtung, dass irgendwer, der gar kein Verdächtiger war plötzlich auftaucht und als Täter identifiziert wird, zum Glück nicht.Neben den Hauptermittlungen gab es auch noch andere Dinge, die ans Licht kamen. Nicht alles davon war relevant für den Fall, aber doch schockierend genug, dass man als Leser dranbleiben will und mehr erfahren will. Dadurch, dass auch die Experten nicht alle eine zu 100% reine Weste haben wurdes es noch besser und die letzten 200 Seiten habe ich nur so inhaliert. Plötzlich wirkte jeder verdächtig und ich wusste schon gar nicht mehr was ich glauben soll. Das hatte aber auch den Vorteil, dass das Buch nie langweilig wurde und durchgehend spannend blieb.Einzig von Caroline, der Ehefrau, hätte ich gerne noch mehr gelesen, da sie aber an Alzheimer leidet, wurde sie immer nur am Rande erwähnt. Das Ende war dann echt gut, ein bisschen offen, aber insgesamt hat es mir gut gefallen.Fazit:Ich habe mich schon lange auf das Buch gefreut und wurde auch nicht enttäuscht. Für mich war es super spannend und da ich nicht viele Thriller lese war ich stolz, dass ich den Mörder indetifizieren konnte. Wäre dies eine echt Sendung, würde ich sie mir anschauen. Von mir bekommt das Buch volle fünf Sterne.
Live-Mördersuche in einer True-Crime-Fernsehshow - ein ungewöhnlich erzähltes, wendungsreiches Krimiexperiment
Vor mehr als zwanzig Jahren, im Dezember 2003, wurde Luke Ryder ermordet. Der Fall wurde bisher nicht aufgeklärt. Nun möchte sein Stiefsohn, der Regisseur Guy Howard, in der Live-True-Crime-Show „Infamous“ herausfinden, wer für Ryders Tod verantwortlich ist. Dazu hat er verschiedene Experten engagiert, die gemeinsam mit den Zuschauern ermitteln sollen, was am Tag des Mordes wirklich geschah. Ob der wahre Mörder auf diese Weise enttarnt werden kann?„Murder in the Family“ liest sich wie das Drehbuch der Show. Die Handlung wird dabei nicht als zusammenhängende Geschichte im Fließtext aufbereitet. Vielmehr sind Dialoge, Zeitungsartikel, Chatverläufe, Bilder, Lebensläufe oder Polizeiberichte abgedruckt. So wird der Fall von allen Seiten gründlich und genau untersucht. Eine durchaus ungewöhnliche Erzählweise.Die Personenkonstellation ist recht umfangreich und vielfältig. Insgesamt wirken sehr viele Personen mit, so die Familie des Opfers, Guy Howard und seine beiden älteren Schwestern, zahlreiche weitere Bekannte des Toten und natürlich die mit der Aufklärung des Falls beauftragten Experten. Mir fiel es vor allem zu Beginn schwer, die sechs Experten voneinander zu unterscheiden. Sie bleiben durch die spezielle Art, wie der Fall präsentiert wird, zwangsläufig blass. Alle beteiligten Personen haben Geheimnisse, die nach und nach aufgedeckt werden. In jeder der im Buch präsentierten acht TV- Folgen gelangen verschiedene Fakten und Details an die Oberfläche, die den Mord immer wieder in ein völlig anderes Licht rücken und interessante Wendungen und Überraschungen bringen. Jede Folge endet mit einem kleinen Cliffhanger. Mehr als einmal ließ ich mich dabei auf eine falsche Fährte locken. Dennoch hat mich das Buch nicht hundertprozentig überzeugt. Meine Leselust litt teilweise doch stark unter der besonderen, neutralen Erzählweise, die die Phantasie, das Kopfkino, nicht so beflügelte wie ein klassischer Kriminalroman. Ich wollte unbedingt wissen, wer der Mörder ist, fieberte aber emotional nicht mit den Figuren mit, da ich keinen rechten Bezug zu ihnen entwickeln konnte. Womöglich ist der Roman eines der wenigen Bücher, das als Verfilmung besser funktioniert als als Buch. Wer allerdings einmal ein etwas anderes literarisches Krimiexperiment wagen möchte, dem empfehle ich „Murder in the Family“ trotzdem gerne weiter.
Ungewöhnlich aber interessant
Der Aufbau des Buches ist anders als man ihn kennt und das macht auch die Einzigartigkeit des Buches aus. Das Cover an sich finde ich ist eher schlicht gehalten. Der Fingerabdruck lässt aber bereits auf die Thematik des Buches schließen. Inhaltlich geht es um die Aufklärung des Mordes an Luke Ryder. Luke Ryder wird ermordet im Garten des Familienhauses aufgefunden und es stellt sich die Frage, wer der Mörder ist. Der Fall ist jedoch auch nach längerer Zeit nicht geklärt, sodass sich nunmehr ein Spezialistenteam ans Werk macht. Das Buch weist anfangs einige Längen auf und der Umstand, dass hierbei vor allem Zeitungsartikel und Chatverläufe genutzt werden hat den Lesefluss manchmal etwas gestört. Allerdings konnte man hierdurch auch selbst an der Aufklärung des Falles beteiligt sein. Dennoch wusste man bis zuletzt nicht wer der Mörder ist. Das Buch hat mir gut gefallen und war auch mal etwas anderes.
Einmal Selbst Ermitteln
Leseerlebnis :"Murder in the family" von Cara Hunter, und Deutsche übersetzt von Anne Rudelt und Michaela Link, ist ein ganz neuartiges Leseerlebnis. Zum einen ist es aufgebaut wie ein Drehbuch, aber es gibt zusätzlich noch Zeitungsartikel, Chatverläufe, Emails etc zu entdecken. Wie schon auf dem Cover zu sehen, gibt es sechs Experten, die im Rahmen einer True Crime Show, einen zwanzig Jahre alten Cold Case lösen sollen. Als Leser ist man komplett mit dabei, rätselt mit, stellt Theorien auf und verwirft sie wieder. "Murder in the family" hat eine unglaubliche Sogwirkung. Ich konnte es kaum aus der Hand legen, da ich ständig auf der Suche nach neuen Beweisen und Theorien war. Es gab soviel Wendungen, Twists und Überraschungen, die ich niemals erwartet hätte. Obwohl ich mir sehr lange, sehr sicher war, wer die Tat begangen hat, war er trotzdem ein großartiges Leseerlebnis und ich hoffe auf ganz viele weitere Werke der Autorin. Fazit:True Crime zum Selbstermitteln. Ein ganz neues Buchformat mit unheimlicher Sogwirkung. Ein einzigartiges Leseerlebnis. Absolute Leseempfehlung meinerseits.
True Crime mal anders
Vor über 20 Jahren wurde Luke Ryder ermordet und bisher konnte der Täter nicht ermittelt werden. Haben seine Witwe und die drei Stiefkinder vielleicht doch etwas mit dem Mordfall zu tun oder was haben sie sonst zu verheimlichen? Oder gibt es vielleicht einen anderen Täter, der ein bisher unbekanntes Motiv hat?Nun soll der Fall bei einer ganz besonderen TV Show doch noch gelöst werden. Darum dreht sich auch das Buch und der Leser wird hier zum Ermittler und kann seine eigenen Therorien aufstellen und ggf. verwerfen und neu zusammensetzen. Die Geschichte ist nicht im "normalen" Schreibstil geschrieben, sondern es ist eine Mischung aus verschiedenen Informationspuzzeln sei es aus Chats / Zeugenbefragungen / Regieanweisungen und Beweisstücken. Cara Hunter hat mit "Murder in the family" einen außergewöhnlichen True-Crime-Fall in einer für mich neuen Art und Weise vorgelegt. Ich fand es spannend mch auf diese Art des Lesens einzulassen und hatte viel Spaß beim Miträtseln. Ein paar überraschende Wendungen haben mich auch ziemlich in die Irre führen können, aber wie bei echter Ermittlungsarbeit gibt es die ein oder andere Sackgasse.Für echte TrueCrime Fans, die sich mal auf ein neues Format einlassen, ist es ein absolut lesenswertes Buch.
Sehr zu empfehlen
Seid ihr auf der Suche nach einem Mudermystery Roman mit Twists? Dann kann ich euch Murder in the Family nur empfehlen.In dem Buch wird der Mord von Luke Ryder innerhalb eines Podcasts ermittelt. 20 Jahre wurde der Fall nicht gelöst und es wird sich nun erhofft dadurch etwas Klarheit in die Angelegenheit zu bringen.Das Buch ist unterteilt in die 8 Podcast-Folgen und wir als Leser können mit den mitgelieferten Informationen selbst mit ermitteln. Ich persönlich war sogar relativ nah an der Lösung was mich auf der einen Seite echt happy gemacht hat. Auf der anderen Seite muss ich sagen, ich hatte einige Theorien die mir besser gefallen hätten.Rundum kann ich aber sagen, dass es sehr viel Spaß gemacht hat selbst zu ermitteln. Das Buch ist eine Geschichte die much als Leser direkt in einen Sog gezogen hat und mit dem ganzen Twists ganz schön auf Trapp gehalten hat.
Eine neue Herangehensweise
Eine neue HerangehensweiseIch muss gestehen, ich liebe Bücher, die anders sind. Sei es, sie sind als Tagebuch, in Briefen, Therapiesitzungen usw. geschrieben. Daher war "Murder in the Family" für mich direkt ein Buch, das ich lesen wollte. Es ist nicht wie ein typischer Roman aufgebaut, sondern mit Zeitungsartikeln, Drehbüchern, Steckbriefen etc. geschrieben. Als würde einem eine Fallakte der Polizei oder eines Journalisten in die Hände fallen und man muss daraus nun was machen. Nämlich selbst recherchieren.Der Aufbau war für mich recht schnell im Lesefluss integriert und ich konnte mich ganz auf die Geschichte einlassen. Man hatte seine Vermutungen und dann wurden sie doch wieder über Bord geworfen. Sicher ist es nichts für Menschen, die lieber einen Fließtext lesen, aber wer sich mal an etwas ran trauen möchte, der ist hier genau richtig.Ich wünsche mir mehr solcher Bücher. Mehr trauen und mal etwas anderes wagen. Denn hier hat es für mich wirklich gut gepasst und gern würde ich das Erlebnis noch einmal haben.
Lasst euch ein auf dieses Konzept!!!
Bei diesem Klappentext und diesem Aufbau konnte ich einfach nicht widerstehen, obwohl ich mir lange nicht sicher war, ob mir dieser skript-mäßige Aufbau wirklich gefallen würde. Aber man muss es ausprobieren: Offen sein für neues!!Unser Cold Case beschäftigt sich mit "Luke Ryder". Ein junger verheirateter Mann, der brutal ermordet von seinen Stieftöchtern gefunden wird. Fast 20 Jahre später ist noch immer kein Mörder gefunden und sein Stiefsohn Guy versucht gemeinsam mit einem Team von diversen "Spezialisten" endlich diesen Fall zu lösen. Es werden die verschiedensten Spuren verfolgt und ich versuchte mich ohne jegliche Vorurteile darauf einzulassen. Auch wenn das erste Drittel eher unspektakulär dahin ging, hielt ich brav durch und wurde belohnt. Ich hatte so meine eigenen Theorien, wer es denn gewesen sein könnte. Mit jedem weiteren Hinweis begann ich meine Theorien abzuändern, neue Wege zu sehen und alles zu hinterfragen. Ich war mir nie wirklich sicher, wer es im Endeffekt wirklich gewesen sein könnte. Irgendwie hatte nach einer gewissen Zeit einfach jeder ein Motiv und auch die Möglichkeit. Man muss wirklich sagen, dass man sich einfach auf dieses Konzept einlassen muss. Man gewöhnt sich schnell daran und kommt nach einiger Zeit richtig gut rein und fühlt sich mit der Geschichte verbunden. Man möchte nichts mehr als den Mörder zu entlarven und Luke Ryder endlich Ruhe zu verschaffen..... Ich mochte es bis zum Ende hin dann wirklich sehr gern. Es war spannend, teilweise unvorhersehbar und hat vielleicht für den ein oder anderen Leser ein überraschendes Ende! Für mich war es dann nicht so überraschend, weil ich diese Theorie irgendwie bereits von Anfang an in Betracht gezogen habe....leider.....
Herausforderndes Miträtseln
Was einmal Vampire oder Superhelden waren, das ist aktuell vor allem True Crime oder Whodunnit, wobei diese beiden Genres für mich einen ähnlichen Trend bedienen. Dazu lässt sich der Trend quer durch alle Medien finden. Man findet ihn in Podcasts, in Büchern, in Filmen und in Serien. Bislang hat mich die Thematik vor allem seriell interessiert. Bei Büchern habe ich mich bislang vor allem auf die rein fiktionalisierten Krimis und Thriller verlassen. "Murder in the Family" von Cara Hunter erschien mir da alleine vom Klappentext wie der ideale Hybrid. Es ist zwar alles Fiktion, aber es geht um True Crime in einer TV-Sendung, wo eine Expertenrunde gemeinsam einen 20 Jahre alten Fall aufzuklären versucht. Diese Prämisse klang in meinen Augen so vielversprechend, dass ich gerne mal rein gelesen habe.Zunächst ist mir an dem Buch die Erzählweise als besonders interessant ins Auge gesprungen. Ich musste direkt ein wenig an "Daisy Jones & The Six" von Taylor Jenkins Reid denken, da sich Parallelen entdecken lassen. Während der Roman das Drehbuch einer Dokumentation nacherzählt hat, ist der Thriller gefüllt mit den Drehbüchern der einzelnen TV Episoden sowie privat ausgetauschten Nachrichten von Hauptfiguren, Kritik in der Zeitung und Diskussionen von Fans in Social Media. Es ist hier also mit noch einmal ein paar mehr Facetten ausgestaltet und die verschiedenen Formate haben auch dazu beigetragen, dass das Buchcover nicht umsonst fragt: "Kannst du den Fall vor ihnen lösen?" Als Leserin hatte ich so das umfänglichste Bild vom Geschehen und konnte mehr Puzzleteile ineinander setzen. Wenn nicht schon der Erzählstil an sich aufgrund seiner Seltenheit reizvoll genug gewesen wäre, dann wäre es dieses offensive Einladen des Mitmachens ganz sicher gewesen. Auch wenn es nur schwerlich zu vergleichen ist, aber ich musste manches Mal an einen Escape Room denken, wo ich mich unbewusst unter Druck gesetzt sah, Rätsel zu lösen, um vor der Zeit, sprich Buchende, die Lösung parat zu haben. Da das Buch nicht mit klassischen Kapiteleinteilungen arbeitet, was das Lesen einer Folge manchmal etwas lang macht, war es durch die Stilistik raffiniert, dass ich so aufmerksam war, dass mir das Ganze wie im Flug erschien und ich auch zu 100% im Geschehen eingefangen wurde.Spezielle Erzählstile bergen natürlich auch Gefahren und das ist bei so einem Drehbuchstil der Aufbau der Charaktere. Dafür werden am Anfang verschiedene Arten genutzt, um speziell das Expertenteam näher vorzustellen. Dennoch sind die Informationen natürlich knapp. Über alle anderen Figuren, vielleicht noch Guy Howard als Regisseur und persönlich Betroffener der Tragödie ausgenommen, wissen wir quasi nichts und es wird im Verlauf gemeinsam ergründet. Dennoch ist es schwer, sich mit einzelnen Figuren zu identifizieren. Die reine Dialogform macht es schwierig, die Gefühle dahinter zu greifen, wenn auch an manchen Stellen des Drehbuchs Gefühle der Personen durchaus auch mal festgehalten werden, wobei man dann natürlich bedenken muss, solche Drehbücher werden dennoch von einer Person mit subjektiven Gefühlen geschrieben. Dementsprechend ist man durch den Stil wirklich selbst in die Rolle eines Experten positioniert, als Detektiv. So misstraut man lieber allen Beteiligten und vertraut nur den eigenen Ergebnissen, Erkenntnissen und Gefühlen. Das hat wie gesagt auch gut funktioniert, aber es ist anderes Lesen als ich es sonst gewöhnt bin. Aber wenn man sich selbst gerne mal herausfordert, ideal. Zwischendurch habe ich mich nur mal gefragt, ob gewisse Pläne, Berichte etc., die zentral für die Ermittlung waren, besser vorne oder hinten in Buch gesammelt worden wären. Gerade wenn man sich dann so herausgefordert sieht, mitzurätseln, würde man so hektisches Hin- und Herblättern verhindern. Letztlich waren die einzelnen Sachen aus meiner Sicht nicht so entscheidend für daw Endergebnis. Dennoch ist es mir aufgefallen und wäre vielleicht für andere Bücher solcher Art für die Zukunft hilfreich.Wenn ich jetzt den genauen Verlauf des Geschehens betrachte, dann ist pro Cliffhanger einer Episode ein Spannungsmoment geboten. Dazu merkt man aber auch deutlich, dass pro TV-Episode, und es sind letztlich acht, mehr angezogen wird. Es tauchen immer mehr mögliche Richtungen auf, die Stimmung im Team verändert sich entscheidend, es wird teilweise gegen- statt miteinander gearbeitet und das sorgt insgesamt dafür, dass es eine Spannungskurve mit kleinen Ausbrüchen zwischendurch, aber eigentlich steil nach oben gibt. Zugegeben: Das Buch schrammt stellenweise ein wenig an dem schmalen Grat der Zufälle vorbei, aber ich habe das für mich gut eingeordnet bekommen, weil es auch innerhalb einer TV-Show angeboten wird und das ist Überdramatisierung schon ewig ein beliebtes Mittel der Wahl. Das ist nämlich ein weiterer wichtiger Aspekt der Handlung, denn es ist nicht nur True Crime, es ist auch Reality TV und wie sehr dort hinter den Kulissen gesponnen und gestrickt wird, oft ohne das Mitwissen derer, die dann vor der Kamera sind, um maximale Dramatik und explodierende Gefühlslagen darstellen zu können. Das ist hier vorzüglich abgebildet worden, denn irgendwann war es eine Atmosphäre zum Durchschneiden mit einem klaren Bösewicht, der sich für die Quote und das zu verdienende Geld hervorragend in dieser Rolle fühlt. Ansonsten wird das Geschehen aber zu einem sauberen Ende gebracht. Das war mir dann auch sehr wichtig, denn es wurde zwischendurch an Möglichkeiten wirklich breit und dann ist es die Kunst, den einen Weg noch zu finden. Das wurde hier aber geliefert, um noch ein kleines Rätsel ganz zum Schluss zu bieten. Insgesamt also eine wirklich raffiniert durchdachte Struktur.Fazit: "Murder in the Family" von Cara Hunter hat mich aufgrund der Erzählweise auf jeden Fall begeistern können, auch weil es wirklich jeden individuell einlädt, wild mitzurätseln und zu spekulieren. Es mag zwischendurch eine große Informationsfülle geben und es ist schwer, zwischendurch mal einen inhaltlichen Cut zu finden, aber die Vielschichtigkeit der Geschichte sowie die Wendungen und die steil ansteigende Spannungskurve sind einfach nicht zu schlagen, so dass ich ruhigen Gewissens eine Leseempfehlung ausspreche. Fühlt euch also gerne herausgefordert herauszufinden, ob der Mörder wirklich in der Familie ist.
Pressestimmen
Insgesamt ein spannender Thriller, perfekt zum selbst miträtseln, voller Geheimnisse und interessant...en Charaktere, der mit tolle Lesestunden bereitete und definitiv ein 5-Sterne Buch ist. mehr weniger
@zeilenprinzessin, 28.05.2024