Nachts unter der steinernen Brücke

Roman

Leo Perutz' bekanntester Roman - mit der legendenumwobenen Gestalt des hohen Rabbi Loew.

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Nachts unter der steinernen Brücke

Ein »faszinierend farbsatter Teppich«. Friedrich Torberg

Im Zentrum dieses magischen historischen Romans steht die legendenumwobene Gestalt des hohen Rabbi Loew. Nur er kann das Rätsel um die Strafe Gottes lösen, die 1589 als großes Kindersterben über die Prager Judenstadt hereinbricht. Ratsuchend beschwört er übernatürliche Mächte, und diese führen ihn zu einem Vergehen, das er selbst begangen hat - eines Nachts unter der steinernen Brücke. Im Bannkreis dieses Vergehens bewegt sich nun ein ganzer Mikrokosmos - bunte Gestalten, von den Narren und Bettlern, die die Gassen und Spelunken der »Goldenen Stadt« bevölkern, bis hin zum Kaiser Rudolf selbst und seiner Geliebten, der schönen Jüdin Esther. Doch keine der handelnden Figuren durchschaut das komplexe Geflecht von Liebe, Schuld und Sühne: Nur der Leser überblickt - souverän und quasi gottgleich an der Seite des meisterhaften Erzählers Perutz - das ganze kunstvolle Muster, das lebendige historische Tableau, die zaubervolle versunkene Welt.

Bibliografische Daten
EUR 10,90 [DE] – EUR 11,30 [AT]
ISBN: 978-3-423-13025-7
Erscheinungsdatum: 01.12.2002
15. Auflage
272 Seiten
Sprache: Deutsch
Zusatzinfos: Lehrerprüfexemplar
Autor*innenporträt
Leo Perutz

Leo Perutz wurde am 2. November 1882 in Prag geboren und siedelte 1899 mit seiner Familie nach Wien über. In der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg zählte er zu den meistgelesenen Erzählern deutscher Sprache. 1938 emigrierte Perutz nach Tel Aviv. Er starb 1957 während eines Österreichbesuchs in Bad Ischl. Sein Werk umfasst zahlreiche Romane und Erzählungen und wurde in viele Sprachen übersetzt. In seinen Romanen begegnen sich Historisches und Phantastisches, Traum und Wirklichkeit verschmelzen.

Sein gesamtes Romanwerk sowie ein Nachlassband sind als Taschenbuch bei dtv in der Leo-Perutz-Edition lieferbar. Allesamt herausgegeben und mit einem neuen Nachwort von Hans-Harald Müller. Im Februar 2008 erscheint der Roman ›Der Meister des Jüngsten Tages‹ außerdem in der Edition der AutorenBibliothek.

»Leo Perutz ist der größte magische Realist unserer Sprache, ein Virtuose des Rätsels.« Daniel Kehlmann

»Er ist ein Dichter mit der Fähigkeit, ungewöhnlich fesselnde Romane zu schreiben. Ich betone: ein Dichter.« Carl von Ossietzky  

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Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

BuchMarkt

Der magische Realismus seines Romans, kunstvoll komponiert und sprachlich brillant zu Papier gebr...acht, entwickelt einen ganz eigenen Zauber.

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Nicole Lindgens

Süddeutsche Zeitung

Heute gilt dieses Buch als ein Meisterwerk des immer so präzise wie phantastisch schreibenden Rom...anciers [...].

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Harald Eggebrecht

Die Presse

Wir sollten viel mehr Perutz lesen, und die kunstvoll ineinander verschlungenen Arabesken rund um de...n Prager Hof von Kaiser Rudolf II. wären ein guter Einstieg in das Werk dieses Meistererzählers. mehr weniger

Oliver Grimm, 31.12.2019

Bücher (Kiel)

Dieses Buch aber bildet den Gipfel seiner Erzählkunst, wirkt verblüffend modern und sei auch den Sch...ulen als Lektüre dringend empfohlen. mehr weniger