Narbenmädchen

Die 15-jährige Lara muss in eine Kurklinik für verhaltensauffällige Jugendliche – ein emotional packender Roman über psychische Gesundheit, Freundschaft und Heilung.

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Klar, ehrlich und ungeschönt
Narbenmädchen

Lara ist 15 und muss die nächsten vier Wochen in einer Kurklinik für verhaltensauffällige Jugendliche verbringen. Dass sie ziemlich verrückt ist, wie sie findet, sieht man ja schon daran, dass sie Rasierklingen in die Kur geschmuggelt hat, um sich weiter schneiden zu können. Aber die Gruppentherapie nervt einfach maximal und die Psychologin erzählt auch nur so komisches Zeug. Also fängt Lara an, mit Neo und Finn über ihre Probleme zu reden. Und diese beiden Teenager schaffen es irgendwie, Laras Leben zu verändern.

Das beeindruckende Debüt der jungen deutschen Autorin

  • Mal lakonisch und mit Selbstironie, mal voller unterdrückter Wut, aber immer emotional packend
  • Laras Panzer, aber auch ihre Verletzlichkeit und vor allem ihre Entwicklung nehmen die Leser*in jederzeit mit und lassen so schnell nicht mehr los
Bibliografische Daten
EUR 16,00 [DE] – EUR 16,50 [AT]
ISBN : 978-3-423-74135-4
Erscheinungsdatum: 12.03.2026
2. Auflage
352 Seiten
Format : 13,6 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch
Lesealter ab 14
Autor*innenporträt
Lilly Bogenberger

Lilly Bogenberger wurde 1992 in München geboren. Sie studierte in Köln »Serial Storytelling«, arbeitet als Drehbuchautorin und war 2023 mit ›So laut du kannst‹ und 2025 mit ›Wer ohne Schuld ist‹ für den ›Deutschen Fernsehpreis‹ nominiert. Während der Corona-Pandemie schrieb sie das Manuskript zu ›Narbenmädchen‹, ihrem ersten Roman. Sie lebt derzeit mit ihrem Mann, ihrer kleinen Tochter und ihrem Hund in einem Campervan und reist durch Europa. 

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annetts am 31.05.2026 12:05 Uhr
Hilfreich

In diesem Roman, geht es um Lara. Sie muss in eine Kurklinik. Hier werden auffällige Jugendliche therapiert. Sie ritzt sich seit einiger Zeit und so kann es nicht weiter gehen. Sie selbst fühlt sich damit wohl. Als sie hier auf Jugendliche trifft, die alle so ihre eigenen Probleme haben, wächst zunächst die Ablehnung, sich mit seinen eigenen Problemen auseinander zu setzen. Alle Jugendlichen hier haben mit sich zu kämpfen, der eine leidet unter Magersucht oder Bullemie, andere haben Selbstmordgedanken, sind aggressiv oder Drogenabhängig. Sie selber bezeichnet es als Knast und auch die Therapien scheinen für sie nicht hilfreich. Hier lernt sie Finn und Neo kennen und es entwickelt sich eine Freundschaft. Sie treffen sich oft und im Laufe der Geschichte reift eine wahre Freundschaft. Sie reden über ihre Probleme. Wird dies zu guter letzt ein Punkt sein, der sie im Leben weiter bringt?Die Autorin hat sich hier mit einem Thema befasst, was sehr präsent ist in unser Gesellschaft. Der Schreibstil ist fließend und jugendlich frisch. In die Gedankenwelt von Lara kann man sich eigentlich nur zum Ende hin richtig gut hineinversetzen, wenn man nicht selbst betroffen ist. Die Autorin schildert hier, wie es in diesen jungen Menschen aussieht. Sie wissen selbst nicht, warum sie bestimmte Verhaltensmuster haben und müssen erkennen, warum sie so handeln. Dieser Prozess kann sehr lange dauern. Ich bin der Meinung, das dieser Roman sehr hilfreich für betroffene Jugendliche ist, aber auch für Menschen im näheren Umfeld. Am Ende werden hier auch noch einige Hilfe-und Anlaufstellen aufgeführt.

spaghettimonster am 23.05.2026 21:05 Uhr
Vier Wochen Kurklinik

„Wir sind schon ganz schön krass eigentlich. Wir haben ja auch eine Menge Shit durchgemacht und da sind wir trotzdem immer irgendwie durchgekommen.“ Diesen Satz sagt Lara zu ihren neuen Freunden Finn und Neo. Lara ist 15, schneidet sich und verbringt deshalb vier Wochen in einer Kurklinik für Kinder und Jugendliche. Viele der Jugendlichen haben einen konkreten Grund für ihr Verhalten, aber nicht immer wird der ernstgenommen. Die Therapeut_innen und anderen Angestellten der Klinik wirken überfordert und wenig hilfreich. Das mag zum einen daran liegen, dass viel zu wenig Zeit für die Patient_innen da ist, zum anderen aber auch am Konzept: Vier Wochen rausgerissen aus dem Alltag, danach wieder entlassen. Wird es alles besser bleiben die Jugendlichen zu Hause, wird es schlimmer kommen sie in die Psychiatrie. Die Autorin Lilly Bogenberger schreibt schon länger professionell und das merkt man auch diesem Buch an. Sprachlich sehr gut und vor allem bei der Hauptperson Lara sehr authentisch formuliert. Bogenberger hat vieles von dem, was sie im Buch behandelt, selbst erlebt. Das führt einerseits dazu, dass sie die Kurklinik mit all ihren Dynamiken und Unzulänglichkeiten unglaublich plastisch beschreiben kann, andererseits muss man sich klar machen, dass man hier eine ganz eigene Perspektive bekommt. Es gibt keine Erzählungen aus Sicht der Erwachsenen Personen, keine ausgewogene Berichterstattung sondern Laras Geschichte. Und die ist so mitreißend, dass es nichts anderes braucht um das Buch lesenswert und wichtig zu machen.

readinthegarden am 03.05.2026 15:05 Uhr
Ein intensives Buch

Ein intensives Buch Wenn wir an unsere Jugend, vor allem an die Pubertät denken, haben sicher viele von uns mit einigen Themen zu kämpfen gehabt. Die Hormone spielen verrückt und man denkt, die ganze Welt ist gegen einen. So geht es auch Lara. Nur, dass es bei ihr noch einen Schritt weiter geht.Denn die 15-jährige Lara kommt in eine Kurklinik für verhaltensauffällige Jugendliche, in der sie zunächst Therapie und Regeln ablehnt und weiter mit Selbstverletzung kämpft. Doch sie vertraut sie den Mitpatienten Neo und Finn an. Durch ihre Freundschaft beginnt sich ihre Sicht auf sich selbst und ihr Leben langsam zu verändern. Dieses Buch hat mich ziemlich in seiner direkten Art und Weise getroffen. Ohne große Umwege wird man in Laras Welt hineingeworfen. Lara ist wütend, verletzlich und voller Widersprüche. Dass sie sogar Rasierklingen in die Kurklinik schmuggelt, macht schnell klar, wie ernst ihre Situation ist. All das wird nicht beschönigt.Der Schreibstil ist klar und intensiv und doch in einer Weise geschrieben, die sicher vor allem bei Jugendlichen einen Nerv trifft. Natürlich bewegt sich die Geschichte stellenweise nah an bekannten Mustern. Einige Klischees rund um Alkohol, Drogen oder „problematische Jugendliche“ sind vorhanden, aber sie bleiben für mich noch im Rahmen.Gerade für Jugendliche bietet das Buch viel Identifikationspotenzial. Auch wenn sicher nicht jede*r direkt so drastisch sein Leben in so jungen Jahren verändert, können sich doch sicher viele Leser*innen dort wiederfinden. Für mich ist das ein intensives Debüt, das nicht perfekt ist, aber genau durch seine Ecken und Kanten überzeugt.ISBN: 978-3423741354 Autorin: Lilly BogenbergerVerlag: dtvET: 12.03.26Umfang: 352 Seiten

franzi311 am 27.04.2026 21:04 Uhr
Interessant

Narbenmadchen von Lilly Bogenberger ist ein sehr interessantes und teilweise lehrreiches Buch. In diesem geht es um die fünfzehnjährige Lara, welche für vier Wochen in einer Kurklinik sich einer Therapie unterzieht. Wie es für eine fünfzehnjährige Teenagerin in der Pubertät meist üblich ist, fällt es ihr schwer, sich an die dortigen Regeln zu halten und durchbricht ab und an Grenzen. Doch die Zeit mit den anderen Patienten hält auch gutes für Lara bereit. Nach und nach schmilzt ihr harter Kern und sie beginnt, an sich und ihrer Krankheit und ihrem Leben zu arbeiten. Die Handlungen werden aus Sicht von Lara erzählt. Man kann sich als Leser gut in die Geschichte um Lara hineinversetzen. Vielleicht kann Lara hiermit auch anderen Jugendlichen den Mut dazu geben, an sich zu arbeiten und sich auch den Ängsten und Zweifeln zu stellen.

yh110by am 27.04.2026 19:04 Uhr
Tolles Buch!

Lara muss für vier Wochen zur Kur, weil sie sich ritzt. Sie ist 15 Jahre alt und dort unter anderen Jugendlichen, die ganz verschiedene Probleme haben, wie z.B. Bulimie, Magersucht, Depressionen usw. Sie freundet sich mit zwei Jungen an und das Sprechen über ihre Probleme hilft ihr. Doch vorher hatte sie einen Rückfall. Sie hat sich mit einer eingeschmuggelten Rasierklinge geritzt und wurde erwischt. Es wird jetzt noch entschieden, ob sie die Kur abbrechen und in eine geschlossene Anstalt muss. Das Buch ist sehr spannend und fesselnd zu lesen und hat mich sehr interessiert. Ich habe mich bisher noch nie mit dem Thema beschäftigt und fand es sehr wirklichkeitsnah und berührend dargestellt. Es war toll zu lesen, wie die Jugendliche immer mehr Fortschritte gemacht haben und durch ihre Freundschaft einen Schritt weiter in der Lösung ihrer Probleme gekommen sind.

nel.readss am 20.04.2026 08:04 Uhr
Ehrlich

4/5 SterneIn dem Buch geht es um Lara, die mit 15 in eine Kurklinik für Verhaltensauffällige Jugendliche geschickt wird, da sie sich schneidet. Im Laufe der Geschichte lernen wir Lara, sowie die anderen Jugendlichen den Kurklinik besser kennen, sowie ihre Gründe, warum sie dort sind.Ich fand das Buch sehr ehrlich und emotional. Ich hatte das Gefühl die Charaktere wirklich zu kennen und konnte mit ihnen fühlen.Das Buch lässt den Leser jede Emotion fühlen, von Freude über Wut bis hin zu Trauer. Ich glaube, dass diese Geschichte einen Aufenthalt in einer Kurklinik sehr gut darstellt und sehr nah an der Realität geschrieben ist. Ich kann das Buch aufjedenfall empfehlen, besonders wenn man die Serien Hungry und Stabil mag, welche in einem ähnlichen Setting stattfinden. Ich denke es sollten auch Menschen lesen, welche mit den Themen nicht viel zutun haben, um sich besser in Menschen mit Problemen hineinversetzen zu können.

backlistbaddie am 20.04.2026 06:04 Uhr
Verletzlich, ehrlich, nah dran

"Narbenmädchen" ist kein leichtes Buch und genau das macht es so eindrücklich.Im Mittelpunkt steht die 15-jährige Lara, die in einer Kurklinik mit ihren psychischen Belastungen konfrontiert wird. Selbstverletzung, innere Zerrissenheit und die Suche nach Zugehörigkeit ziehen sich durch die Geschichte. Besonders die Beziehungen zu anderen Jugendlichen geben dem Roman emotionale Tiefe und zeigen, wie wichtig Verbindung in solchen Situationen sein kann.Stark ist vor allem die Darstellung von Laras Innenleben. Ihre Gedanken wirken roh, ehrlich und oft schmerzhaft nachvollziehbar. Der Schreibstil passt dazu gut, manchmal schonungslos direkt, manchmal fast lakonisch. Dadurch entsteht eine intensive, aber auch belastende Atmosphäre, die einen nicht so schnell loslässt.Gleichzeitig hat genau diese konsequente Perspektive auch ihre Grenzen. Durch den Fokus auf Lara wirkt die Erzählung stellenweise etwas eng und repetitiv, wodurch man als Leser gelegentlich auf Abstand gerät.Trotzdem bleibt es ein sehr bewegender Roman, der wichtige Themen wie psychische Gesundheit und Selbstverletzung ernst nimmt, ohne sie zu vereinfachen. Kein angenehmes Buch im klassischen Sinn, aber eines, das nachhallt und zum Nachdenken zwingt.

carina_s am 12.04.2026 17:04 Uhr
Tiefgehender Roman über Verletzlichkeit und Heilung

Narbenmädchen von Lilly Bogenberger ist ein intensiver, emotionaler Roman, der sich mit den Themen Identität, Trauma und Selbstfindung auseinandersetzt.Im Mittelpunkt steht eine junge Protagonistin, die von ihrer Vergangenheit gezeichnet ist, sowohl innerlich als auch äußerlich. Die Geschichte begleitet sie auf ihrem Weg, mit diesen Erfahrungen umzugehen und langsam wieder Kontrolle über ihr eigenes Leben zu gewinnen. Dabei werden psychische Belastungen und zwischenmenschliche Beziehungen sensibel und nachvollziehbar dargestellt.Besonders hervorzuheben ist der Fokus auf die innere Entwicklung der Figur. Ihre Gedanken und Gefühle stehen klar im Zentrum, wodurch eine dichte, teilweise sehr beklemmende Atmosphäre entsteht. Gleichzeitig schafft es die Autorin, Momente von Hoffnung und Stärke einzubauen, ohne die Schwere des Themas zu relativieren.Der Schreibstil ist direkt und emotional, teilweise schonungslos, was gut zur Thematik passt. Dadurch kann das Buch stellenweise fordernd sein, entfaltet aber gerade dadurch eine starke Wirkung.Insgesamt ist Narbenmädchen ein tiefgehender Roman über Verletzlichkeit und Heilungi, der vor allem Leserinnen und Leser anspricht, die sich für psychologisch geprägte Geschichten interessieren.

[insomnia] am 07.04.2026 14:04 Uhr
Ein Blick in verletzte Seelen

Der Klappentext von Lilly Bogenbergers Debütroman Narbenmädchen klang recht interessant, so habe ich mir das Buch näher angesehen. Ich hatte nicht gedacht, dass mich dieses Buch im Endeffekt so zum Nachdenken bringt und mich bewegt.Im Zentrum der Geschichte steht Lara, die aufgrund ihres Verhaltens und ihrer Selbstverletzungen (sie nennt Ritzen einfach "Schneiden") vier Wochen in einer Kurklinik mit anderen Jugendlichen verbringt - von den Jugendlichen aufgrund eines Graffitis "Elisabethknast" genannt. Dabei entwickelt sich die Freundschaft zu Neo und Finn zu einer eigenen Art von Therapiegruppe, die im Endeffekt Anker für alle drei und ihre Zukunft ist.Der Roman greift eine Vielzahl belastender Themen auf, mit denen Jugendliche konfrontiert sein können: Selbstverletzung, Essstörungen und Suizidgedanken. Dabei gelingt es der Autorin, zumindest ansatzweise Einblicke in die Gedankenwelt der Betroffenen zu geben. Man beginnt zu verstehen, was in jungen Menschen vorgehen kann, die mit solchen inneren Kämpfen ringen.Gerade dieses Nachdenken über die dargestellten Probleme und die bestehenden Therapieansätze hat mich besonders bewegt. An manchen Stellen hätte ich mir allerdings mehr Tiefe und Ausarbeitung gewünscht. Insgesamt ist Narbenmädchen jedoch ein berührendes Debüt.

evaristo am 31.03.2026 17:03 Uhr
Ein "Psychoroman" im besten Sinne

Lilly Bogenberger: NarbenmädchenLara ist 15 und ritzt sich, deswegen wurde sie zu einer psychatrischen Jugendkur geschickt. Doch statt der erhofften Hilfe, gibt es nur Gelaber, viel freie Zeit, Sport, Autogenes Training, Wassertreten und viele andere Kids mit psychischen Problemen...am liebsten würde sie sofort wieder abreisen, bringt ja eh alles nichts....doch dann lernt sie einige ihrer Mitpatienten besser kennen und ganz langsam passiert etwas mit ihr und den anderen....Ein Roman über psychische Krankheiten bei Jugendlichen. Geschrieben aus der Ich-Perspektive und ganz nah dran an den Protagonisten. Für mich als Außenstehende sehr gelungen, um besser zu verstehenwie Betroffene sich fühlen. Eigentlich ein klassisches Jugendbuch, doch sind die Themen echt hart und sicher nicht für jeden geeignet, doch trotzdem eine Empfehlung für interessierte ältere Jugendliche und alle anderen, die sich für sie Innenwelt psychisch Kranker interessieren und kein Problem mit Themen wie Missbrauch, Essstörungen, Selbstverletzung und Suizid haben.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Kinder- und Jugendmedien Bern-Freiburg

Ein tolles Debüt und ein wichtiges Buch gerade für junge Mädchen!

Mélanie Gerber, 13.04.2026

Eselsohr

Lilly Bogenberger erzählt keine ganz neue Geschichte, aber sie erzählt sie vielschichtig und unvorhe...rsehbar (…). Dabei sind fast alle Figuren weder klar gut noch böse. In diesen spannenden Grautönen bewegt sich auch die Handlung. mehr weniger

Eva Maus, 04.04.2026

Buch & Maus

Schonungslos, aber zugleich einfühlsam und überzeugend erzählt die Autorin in ihrem Debütroman aus L...aras Perspektive von Protagonistinnen, deren Gefühlswelten oszillieren zwischen Verzweiflung über die eigenen Süchte und Krankheiten auf der einen und der Hoffnung auf Hilfe, um gerade diese Süchte zu überwinden und Krankheiten zu besiegen, auf der anderen Seite. mehr weniger

01.04.2026

lokalkompass.de

Spannung vom Anfang bis zum Ende und eine Autorin mit Tiefgang. Großartiges Debutwerk!

Martin Wagner, 16.03.2026

musicheadquarter.de

Der Roman liest sich sehr flüssig und ist durchgehend spannend aufgebaut.

12.03.2026