Narbenmädchen
Die 15-jährige Lara muss in eine Kurklinik für verhaltensauffällige Jugendliche – ein emotional packender Roman über psychische Gesundheit, Freundschaft und Heilung.
16,00 €
(0,00 € / )
lieferbar
- Versandkostenfreiin Deutschland
- Schneller VersandLieferung 3-5 Werktage
- Sichere ZahlungSSL-verschlüsselt
Narbenmädchen
Lara ist 15 und muss die nächsten vier Wochen in einer Kurklinik für verhaltensauffällige Jugendliche verbringen. Dass sie ziemlich verrückt ist, wie sie findet, sieht man ja schon daran, dass sie Rasierklingen in die Kur geschmuggelt hat, um sich weiter schneiden zu können. Aber die Gruppentherapie nervt einfach maximal und die Psychologin erzählt auch nur so komisches Zeug. Also fängt Lara an, mit Neo und Finn über ihre Probleme zu reden. Und diese beiden Teenager schaffen es irgendwie, Laras Leben zu verändern.
Das beeindruckende Debüt der jungen deutschen Autorin
- Mal lakonisch und mit Selbstironie, mal voller unterdrückter Wut, aber immer emotional packend
- Laras Panzer, aber auch ihre Verletzlichkeit und vor allem ihre Entwicklung nehmen die Leser*in jederzeit mit und lassen so schnell nicht mehr los
Bibliografische Daten
2. Auflage
Lilly Bogenberger
Lilly Bogenberger wurde 1992 in München geboren. Sie studierte in Köln »Serial Storytelling«, arbeitet als Drehbuchautorin und war 2023 mit ›So laut du kannst‹ und 2025 mit ›Wer ohne Schuld ist‹ für den ›Deutschen Fernsehpreis‹ nominiert. Während der Corona-Pandemie schrieb sie das Manuskript zu ›Narbenmädchen‹, ihrem ersten Roman. Sie lebt derzeit mit ihrem Mann, ihrer kleinen Tochter und ihrem Hund in einem Campervan und reist durch Europa.
8 - 10 von 88 Leserstimme
Therapie sind die anderen
„Narbenmädchen“, der Debutroman von Lilly Bogenberger, erschienen 2026 bei dtv, ist ein mutiges und ehrliches Buch über die mental issues einer jungen Generation, berührend und nah, ganz sicher nicht nur für die Zielgruppe Young Adult, und eine kleine Mahnung an eine Elterngeneration, sich trotz der ewigen Postadoleszenz mehr mit den eigenen Kindern zu beschäftigen – weil sie es verdienen. Das Cover ziert eindrücklich eine Distelblüte, ein starkes Bild einer Pflanze, die sich ein scheinbar bombensicheres Abwehrsystem gebaut hat – und doch von jedem starken Wind umgeknickt werden kann.So geht es auch der Protagonistin Lara, 15 Jahre alt, die sich für vier Wochen auf einer Kur in einer Heilanstalt, dem Heilige-Elisabeth-Stift befindet, unter den Teilnehmenden „Elisabethknast“ genannt. Direkt im ersten Teil werden wir auf ihren Kur-Grund gestoßen: Lara verletzt sich selbst. Warum sie das tut, werden wir erst gegen Ende des Buches erfahren, wie generell die Hintergründe der Diagnosen der Jugendlichen, die sich auf der Kur befinden, erst mit der Zeit entblättert werden – was gut ist, denn viel wichtiger als die Begründungen für das Verhalten ist der Kampf der jungen Menschen mit ihren Symptomen und der angestrengte Versuch, in der Kur Therapie und Lebenslust zu finden. Lara fühlt sich im System Kur eingesperrt und nicht gesehen, ihr Drang zur Selbstverletzung ist auch ein Freund, der ihr hilft – und so braucht es vielleicht echte Freunde, um ihr einen Weg davon weg zu zeigen, ohne dass die Autorin behauptet, dass hierin die Lösung läge. Lara erlebt in der Kur auf dem engen Raum in einem geregelten Alltag viele Konflikte, aber auch eine zarte Annäherung an Finn und Neo, die ebenfalls große Päckchen mit sich tragen, wie alle der Jugendlichen. Bogenberger vereint viele Diagnosen in einem Raum und beschönigt dabei nicht, das Buch ist nicht ohne und spart auch suizidale Episoden nicht aus, lässt aber auch immer wieder eine Menge Humor aufblitzen und die Sonne der Hoffnung in die Welt scheinen. Es ist ein berührendes, nahbares Buch, in dem Bogenberger sehr genau den Ton und die Lebenswelt einer jungen Generation trifft, die von ihren Eltern aus vielen Gründen nicht gut gesehen wird. Ihr Roman ist auch ein Plädoyer dafür, sich nicht mit einfachen Sichtweisen und Antworten zufriedenzugeben, genauer hinzuschauen.Ein Manko des Buches ist leider die Grundkonstellation – diese ist nicht real. Dieses Ausmaß an Diagnosen wäre nicht kur-fähig und die jungen Menschen würden deshalb nie eine solche Kur verschrieben bekommen, hier würde zunächst deutlich mehr Therapie verordnet werden, bevor eine Kur in Betracht käme. Daran krankt der Roman an vielen Stellen, wobei ein junges Publikum wahrscheinlich darüber hinwegliest – mich hat es doch sehr gestört. Und leider driftet die Autorin auch in Klischees ab, natürlich konsumieren die psychisch labilen Jugendlichen auch Drogen, trinken sehr viel Alkohol, rauchen usw. Da wird nicht viel ausgelassen und das ist schade, weil es zum einen nicht wirklich eingeordnet wird, zum anderen aber eben ein Klischee ist, wahrlich nicht alle psychisch instabilen Jugendlichen verhalten sich so, ich würde mutmaßen, noch nicht einmal die Mehrheit. Davon ab aber habe ich die knapp 350 Seiten in einem Rutsch durchlesen können und bin von diesem Debut mehr als angetan. Bogenberger schreibt lebendige Figuren mit Tiefgang und lässt uns geschickt immer tiefer in diese und ihre Beziehungen eintauchen, sie schont die Lesenden nicht und zeigt auch offen, wie schwer es ist, hier passgenau zu helfen. Viele Szenen gehen sehr ans Herz und am Ende zeigt sich: Therapie sind immer die anderen. Es braucht ein gutes Netz und dieses muss selbstgewählt sein, nur dann kann das Schutzsystem aus Stacheln aufgebrochen werden. Verantwortungsbewusst stellt die Autorin eine ausführliche Triggerwarnung voran und im Nachwort finden sich viele Adressen für Hilfsangebote. Dieses Buch hätte mir vor 20 Jahren sicher viel bedeutet und auch heute noch hat es mich auf eine emotional glaubhafte Reise genommen. Von Lilly Bogenberger werden wir noch lesen. Ein großes Dankeschön an vorablesen.de und dtv für das Rezensionsexemplar!
sehr interessant!
narbenmädchen hat mich beim lesen richtig erwischt, weil die autorin so offen und ehrlich zeigt, wie körperliche und seelische narben unser leben prägen können, ohne dass es überdramatisch oder belehrend wirkt. ich mochte besonders, wie die hauptfigur ihre eigenen wunden und erinnerungen betrachtet, nicht nur als narben im körper, sondern als teile ihrer geschichte, die sie geprägt haben und die sie zugleich nicht mehr verstecken will. beim weiterlesen hatte ich oft das gefühl, richtig nah bei ihr zu sein, weil alles aus ihrer sicht erzählt wird, mit all den kleinen zweifeln, hoffnungen und diesem impuls, sich selbst neu zu definieren. die artt wie verletzlichkeit, selbstannahme und mut hier miteinander verknüpft werden, hat die geschichte für mich unglaublich nahbar und echt gemacht. ich hab mich oft wiedererkannt in gedanken wie was macht ein körper mit mir, was macht ein blick von außen mit mir, und genau das hat die lektüre für mich so mitreißend und bewegend gemacht.
Zwischen Schmerz und Hoffnung
„Narbenmädchen“ hat sich für mich vom Schreibstil her wirklich gut und flüssig lesen lassen. Man kommt schnell in die Geschichte hinein und bleibt auch dran. Thematisch geht es um Depressionen, psychische Erkrankungen, Selbstverletzung, innere Zerrissenheit und all das, was junge Menschen emotional mit sich herumtragen können. Das sind wichtige, aber auch sehr schwere Themen – Triggerwarnungen sollte man auf jeden Fall ernst nehmen.Soweit ich weiß, wird das Buch dem Jugendbereich zugeordnet, und dafür finde ich die Storyline teilweise schon ziemlich intensiv. Gerade weil so krasse Themen aufgegriffen werden, ist es aber auch stark, dass sie überhaupt Raum bekommen.Trotzdem muss ich ehrlich sagen, dass ich mich nicht komplett abgeholt gefühlt habe. Ich glaube einfach, dass ich nicht ganz die Zielgruppe bin. Vielleicht bin ich für die Perspektive ein kleines Stück „zu weit weg“ vom Alter der Protagonistin. Das heißt nicht, dass das Buch schlecht ist – es hat wichtige Themen und eine klare Botschaft – aber es konnte mich emotional nicht vollständig erreichen.Deshalb vergebe ich 3,5 von 5 Sternen.
Intensiv, düster und emotional fordernd
„Narbenmädchen“ ist kein leichtes Buch. Schon nach wenigen Seiten wird klar, dass hier ein sensibles und zugleich sehr belastendes Thema im Mittelpunkt steht. Die Geschichte geht unter die Haut, weil sie nicht ausweicht und nichts beschönigt. Genau das macht sie so eindringlich.Besonders beeindruckt hat mich die emotionale Intensität. Die inneren Konflikte der Hauptfigur sind nachvollziehbar und glaubwürdig dargestellt. Man spürt die Verletzlichkeit, aber auch die Stärke, die sich langsam entwickelt. Die Narben – im übertragenen wie im wörtlichen Sinn – stehen für Erfahrungen, die prägen und nicht einfach verschwinden.Der Schreibstil ist klar und direkt, ohne unnötige Dramatisierung. Das sorgt dafür, dass die Geschichte authentisch wirkt. Manche Szenen sind schwer auszuhalten, aber gerade dadurch bleibt das Buch lange im Kopf.Nicht jede Passage ist gleich stark, stellenweise hätte die Handlung etwas straffer sein können. Dennoch überzeugt der Roman insgesamt durch seine Ehrlichkeit und emotionale Tiefe.Fazit:Ein intensiver, bewegender Roman über Verletzung, Selbstbehauptung und Heilung. „Narbenmädchen“ ist fordernd, aber lohnend – besonders für Leser:innen, die sich auf ernste, psychologisch geprägte Geschichten einlassen möchten.
Ein Spiegelbild verletzter Seelen
„Narbenmädchen“ hat mich auf eine Weise bewegt, die schwer in Worte zu fassen ist. Es ist kein „leichtes“ Buch – die Themen sind hart und die Atmosphäre oft bedrückend. Wer selbst von Depressionen oder Selbstverletzung betroffen ist, sollte unbedingt die Triggerwarnung der Autorin ernst nehmen, da die Schilderungen sehr direkt und schonungslos sind.Besonders fasziniert hat mich die emotionale Entwicklung der Protagonistin. Lara ist zu Beginn keine klassische Sympathieträgerin; sie raucht, trinkt und zeigt sich oft abweisend. Doch gerade diese Unvollkommenheit macht sie so menschlich. Man spürt ihre Wut und ihre Verzweiflung in jedem Satz. Es ist erschreckend mitzuerleben, wie blind ihr Umfeld für ihre tiefe Not ist.Obwohl der Roman sehr negativ und belastend wirken kann, steckt in der Beziehung zu Neo und Finn ein großer Funken Hoffnung. Es ist ein mutiges und wichtiges Buch, das zeigt: Niemand sollte das Gefühl haben, mit seinen dunklen Gedanken allein zu sein. Für mich ist „Narbenmädchen“ ein Weckruf, psychische Erkrankungen endlich aus der Tabuzone zu holen und den Mut derer zu bewundern, die sich Hilfe suchen. Ein Roman, der nachhallt und zum Nachdenken anregt – sowohl Jugendliche als auch Erwachsene.
Negative Gefühle
"Narbenmädchen" von Lilly Bogenberger ist ganz klar ein Jugendbuch, nicht aber unbedingt sofort als solches zu erkennen. Vielmehr erinnert mich das Cover eher an einen Thriller. Das Thema macht es aber bald sehr deutlich, dass es sich um ein Jugendbuch handelt, ebenso die Sprache aus der Sicht der Protagonistin Lara. Diese ist ein fiktionaler Charakter, ich hatte beim Lesen aber stets das Gefühl, die Autorin hat dies vielleicht selbst so oder ähnlich erlebt und Lara ist oder ähnelt Lilly. Der Roman lässt sich gut lesen, doch die Themen sind hart: Lara praktiziert selbstverletzendes Verhalten und kann auch nicht einfach damit aufhören, wie man das scheinbar glaubt. Hilfe bekommt sie in der zwangsverordeneten Kur nicht, ihre Mutter denkt auch lieber zuerst an sich selbst, hätte sie nicht Freundschaft mit ein paar Jungs aus der Klinik geschlossen...Alle haben unterschiedliche Probleme, und so werden die Lesenden mit sehr vielen Problemen konfrontiert. Obwohl die Probleme der Jugendlichen gut nachvollziehbar sind, fand ich niemanden wirklich sympathisch, auch nicht die Protagonistin Lara. Sie rennt ständig zum Rauchen (und auch mal zum Trinken), was ja auch kein Wunder ist, da sie auch zuhause sogar in ihrem Zimmer rauchen durfte - und das mit 15! Auch sonst war sie für mich keine Sympathieträgerin. Auch die sehr saloppe Sprache hat mir nicht gefallen, es gibt nicht einen korrekten Kausalsatz, auch die Wortwahl fand ich nicht immer schön, obwohl sie für Lara sicher angemessen war. So wurde mir während des Lesens klar, dass "Narbenmädchen" sicher einer jüngeren Zielgruppe besser gefallen würde, obwohl ich sonst auch gern Jugendromane lese. Doch würde ich den Roman Jugendlichen gern empfehlen? Ich würde dies nicht tun, weil er mir einfach zu negativ scheint, realistisch zwar möglicherweise schon, aber ich möchte ihn niemandem empfehlen, weil ich beim Lesen stets ein sehr bedrückendes Gefühl hatte. Vor allem für selbst Betroffene würde ich "Narbenmädchen" nicht empfehlen. Es gibt dann sicher noch andere gute Literatur. Die Warnung der Autorin am Anfang des Buches finde ich aber gut und wichtig.
tiefgreifende Probleme einer Jugendlichen
Die Kurzbeschreibung und das Cover haben mich sehr neugierig auf die Lektüre des Buches gemacht und ich habe es auch recht schnell ausgelesen. Es ist ein äußerst emotionaler und tiefgreifender Roman über diverse psychische Probleme von Jugendlichen und aus deren Sicht erzählt. Die Schreibweise ist direkt aus dem Leben gegriffen. Es geht um ein 15jähriges Mädchen, welches seinen Aufenthalt in einer Kurklinik für psychisch labile Jugendliche aus ihrer eigenen Sicht erzählt - und zwar so, wie sie es auch sprachlich wiedergeben würde. Man hat fast den Eindruck, man hört die Gedankengänge des Mädchens. Das macht es sehr leicht, sich in die verfahrene Situation hineinzuversetzen. Sehr schön ist auch die entstehende Freundschaft zwischen ihr und weiteren Kindern in der Kurklinik beschrieben. Zum Teil sind deren Erfahrungen und wie sie damit umgehen, ziemlich erschreckend. Es geht um Drogensucht, Alkoholprobleme, Machtmissbrauch und damit einhergehender Selbstverletzungen.
Nur wer selbst Narben auf der Seele hat, kann die der anderen auch spüren, sehen und begreifen
Psychische Erkrankungen sind leider in Unserer Gesellschaft immer noch ein Tabuthema und tragen den Makel versagt zu haben, warum eigentlich möchte man sich fragen. Wenn man sich einen Arm bricht, weil man durch Unachtsamkeit oder Albernheit gestürzt ist, denkt da nicht einer auch nur ein paar Minuten drüber nach wie dumm das war. Ich denke immer diejenigen, die sich bei psychischen Problemen Hilfe holen, zeigen dass sie Verantwortungsvoll mit sich selber umgehen, erkannt haben, dass sie ein Problem haben und den Mut aufbringen das anzugehen. So wie auch die Protagonistin in diesem Buch, die vier Wochen in eine Klinik für verhaltensauffällig Jugendliche gehen soll. Sicherlich entsteht auch durch ihre Ablehnung gegen dem Aufenthalt und die Nichtkenntnis was sie dort erwartet ein Missverstehen. Therapien setzten auch etwas darauf, das sich Menschen untereinander kennen lernen, in Gespräch kommen, sehen, dass es anderen genau so geht um dann zu merken, dass es ganz normal ist wie man eben ist und jeder seinen Weg erst finden muss. Sicherlich ein Langer und schwieriger Weg, aber wie hier im Buch geht Lara ihn ja nicht alleine. Sie lernt Neo und Finn kennen und schafft es dadurch in ihre Geschichte zu gehen und letztendlich Änderungen zuzulassen. Ein sehr ehrliches, emotional packendes Buch, was sowohl Jugendliche, als auch Erwachsene begeistern wird. Ein Buch, was über seelische Verletzungen, Selbstzweifeln, aber auch der heilende Kraft von Freundschaft erzählt, und letztendlich aufzeigt, wie wichtig Verständnis und echtes Zuhören heutzutage ist. Ich habe das Buch sehr gerne Gelesen, finde solche Geschichten Mutig und wichtig, niemand sollte das Gefühl haben alleine zu sein, alleine mit seinen Gefühlen, Gedanken und Sorgen. Liebe Grüße
Zum Nachdenken
In dem Jugendroman geht es um die 15-jährige Lara, die für vier Wochen in eine Kurklinik für verhaltensauffällige Jugendliche eingewiesen wird. Schon ihre eigene Sicht auf sich selbst ist von Selbstzweifeln geprägt: Sie hält sich für „verrückt“ – nicht zuletzt, weil sie Rasierklingen in die Klinik schmuggelt, um sich weiterhin selbst verletzen zu können. Die verordnete Gruppentherapie empfindet sie als anstrengend und wenig hilfreich, auch die Gespräche mit der Psychologin erreichen sie zunächst nicht. Stattdessen beginnt Lara, sich ihren Mitpatienten Neo und Finn anzuvertrauen. In den Gesprächen mit den beiden Jugendlichen fühlt sie sich zum ersten Mal wirklich verstanden. Aus vorsichtigem Austausch wächst eine Freundschaft, die ihr neue Perspektiven eröffnet – und schließlich den Anstoß gibt, ihr Leben zu verändern.Meine MeinungIch war selbst einmal 15 und kann gut nachvollziehen, wie missverstanden man sich in diesem Alter fühlen kann. Das Buch macht sehr deutlich, wie oft es die Erwachsenen sind, die mit ihrer eigenen Unsicherheit oder der Verdrängung von Gefühlen dazu beitragen, dass Jugendliche sich allein gelassen fühlen. Wenn Probleme nicht ernst genommen oder klein geredet werden, beginnen junge Menschen schnell, die Schuld bei sich selbst zu suchen.Besonders berührend fand ich, wie intensiv Laras innere Zerrissenheit geschildert wird. Als Leserin und Mutter schmerzt es, mitzuerleben, wie sehr sie sich quält – und wie blind ihre Eltern für ihre Not erscheinen. Der Roman zeigt eindringlich, wie wichtig es ist, jemanden zu haben, der nicht nur zuhört, sondern einem auch das Recht zugesteht, so zu sein und zu fühlen, wie man eben ist. Werden Gefühle dauerhaft unterdrückt, können ernsthafte psychische Probleme entstehen. Umso hoffnungsvoller ist die Entwicklung, die Lara durch die Freundschaft zu Neo und Finn erfährt. Diese Beziehung wird zu ihrem Rettungsanker.FazitEin bewegender und ehrlicher Jugendroman über Selbstzweifel, seelische Verletzungen und die heilende Kraft von Freundschaft. Das Buch regt zum Nachdenken an – sowohl Jugendliche als auch Erwachsene – und zeigt, wie wichtig Verständnis und echtes Zuhören sind.
Kampf gegen dunkle Dämonen
Lara ist 15 und wurde dazu verdonnert, vier Wochen in einem Kurhaus für verhaltensauffällige Kinder und Teenager zu verbringen. Schon bald offenbart sich, was das Mädchen hinter ihrem Trotz und der Unangepasstheit verbirgt: Lara ist psychisch schwer krank und hat den Halt im Leben verloren. Sie ist depressiv, fügt sich selbst Verletzungen zu und neigt in schwierigen Situationen zur Dissoziation. Mit gekonnten Verdrängungsmechanismen verweigerte sie sich bisher einer Therapie. Von den Eltern fühlt sie sich im Stich gelassen.Zögerlich freundet sie sich mit anderen Jugendlichen an und erkennt, wie unfassbar weit das Spektrum der psychischen Erkrankungen ist.Nach einer weiteren Selbstverletzung spitzt sich die Lage zu: Die Chefärztin stellt klar: Ein nochmaliges Fehlverhalten von Lara hätte zur Folge, dass sie direkt in eine geschlossene psychiatrische Klinik eingewiesen wird.Die einfühlsame Autorin gibt tiefen Einblick in das Leben mit psychischen Störungen. Sie beleuchtet behutsam das fragile Innennleben der jungen Protagonisten. Die Dynamiken, die sich beim Zusammentreffen der Figuren ergeben, sind herzerwärmend, schmerzhaft aber manchmal auch urkomisch. Die Protagonisten erhalten genügend Raum, damit ihnen gerecht wird. Bitte aber unbedingt die Triggerwarnung am Anfang berücksichtigen - danke der Autorin auch dafür.
Pressestimmen
Eindringlicher Debütroman der Jungen Autorin Lilly Bogenberger, der ein intensiver Roman über Trauma...ta, Selbstverletzungen und Selbstfindung gelungen ist. mehr weniger
30.06.2026
Ein tolles Debüt und ein wichtiges Buch gerade für junge Mädchen!
Mélanie Gerber, 13.04.2026
Lilly Bogenberger erzählt keine ganz neue Geschichte, aber sie erzählt sie vielschichtig und unvorhe...rsehbar (…). Dabei sind fast alle Figuren weder klar gut noch böse. In diesen spannenden Grautönen bewegt sich auch die Handlung. mehr weniger
Eva Maus, 04.04.2026
Schonungslos, aber zugleich einfühlsam und überzeugend erzählt die Autorin in ihrem Debütroman aus L...aras Perspektive von Protagonistinnen, deren Gefühlswelten oszillieren zwischen Verzweiflung über die eigenen Süchte und Krankheiten auf der einen und der Hoffnung auf Hilfe, um gerade diese Süchte zu überwinden und Krankheiten zu besiegen, auf der anderen Seite. mehr weniger
01.04.2026
Der Blick in Laras Leben, ihre Gedanken und ihre Geschichte ist unterhaltsam und spannend. Gibt Anla...ss zum Nachdenken und Reflektieren. mehr weniger
Sandra Groß, 01.04.2026
Spannung vom Anfang bis zum Ende und eine Autorin mit Tiefgang. Großartiges Debutwerk!
Martin Wagner, 16.03.2026
Der Roman liest sich sehr flüssig und ist durchgehend spannend aufgebaut.
12.03.2026
Ein tolles Debüt und ein wichtiges Buch gerade für junge Mädchen!
Melanie Gerber, 01.01.2026