Coverbild Sommerhaus am See von Thomas Harding, ISBN-978-3-423-28069-3
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Thomas Harding

Sommerhaus am See

Fünf Familien und 100 Jahre deutscher Geschichte
Ein Ort für die Seele
Das kleine Holzhaus am See von Groß Glienicke ist fast 100 Jahre alt und hat die turbulente Geschichte eines ganzen deutschen Jahrhunderts überstanden, inklusive eines Weltkriegs. Es steht für die Schicksale von Menschen und ihren Familien: Otto von Wollank war ein noch vom Kaiser geadelter Landwirtschaftsunternehmer. Auf seinem Grund wurde das Sommerhaus in den 20er Jahren von der jüdischen Familie Alexander errichtet. Elsie Alexander, die ältere Schwester von Hanns Alexander, dem Mann, der Rudolf Höß gejagt hat, verbrachte wunderbare Zeiten an diesem Ort, bevor ihre Familie vor den Nazis fliehen musste.

Sommerhaus am See: Fünf Familien und 100 Jahre deutsche Geschichte


Nach der Flucht der Familie Alexander kam Willy Meisel, Komponist und NSDAP-Mitglied, in den Besitz und nutzte es im Krieg als Zufluchtsort für seine Familie. Das Haus lag direkt an der Grenze der sowjetischen Besatzungszone auf dem Gebiet der späteren DDR. Im zweiten deutschen Staat wurde aus dem ehemaligen Sommerhaus für Jahrzehnte der Wohnsitz der Familie Kühne, deren Sohn Bernd dort als Bürger der DDR aufwuchs. Er sah, wie direkt am Ende des Grundstücks die Mauer gebaut wurde, und er sah auch, wie sie fiel.

Es war ein Ort für die Seele


Für Elsie Alexander, Großmutter von Autor Thomas Harding, ist es auch nach der Verfolgung und Vertreibung durch die Nazis ein Ort für die Seele geblieben. Thomas Harding hatte seine Großmutter nach der Wende einmal dorthin begleitet. Sie wollte diesen Schauplatz ihrer Jugend noch einmal sehen. Viele Jahre später kam er wieder. Es war wie ein Wunder. Das Haus stand immer noch, inzwischen aber verlassen und dem Verfall preisgegeben. Er beschloss, die Geschichte dieses Hauses und der Menschen, die in ihm gelebt hatten, zu erzählen. Und nicht nur das: Er konnte die Stadt Potsdam, inzwischen Besitzerin des Grundstücks, davon überzeugen, dass dieses Haus Denkmalschutz verdient. Und so wird das alte Sommerhaus weiter existieren, als Begegnungs- und Gedenkstätte.
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Coverbild Sommerhaus am See von Thomas Harding, ISBN-978-3-423-28069-3
19. Februar 2016
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Coverbild Sommerhaus am See von Thomas Harding, ISBN-978-3-423-42845-3
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Details

EUR 24,90 € [DE], EUR 25,60 € [A]
dtv Sachbuch
Durchgehend vierfarbig
Durchgehend vierfarbig
Aus dem Englischen von Daniel Bussenius
Deutsche Erstausgabe, 432 Seiten, ISBN 978-3-423-28069-3
19. Februar 2016

Autorenporträt

Portrait des Autors Thomas Harding

Thomas Harding

Thomas Harding ist Journalist und Autor und lebt heute mit seiner Familie in Hampshire/England. Er schrieb für Zeitungen wie ›The Guardian‹, ›The Sunday Times‹, ›The ...

Mediathek

Buchtrailer ›Sommerhaus am See‹

Pressestimmen

Stefan Brams, Neue Westfälische, 30. November 2016
»Ein vielschichtiges Erinnerungsbuch.«
Michaela Höber, Nürnberger Zeitung, 26. August 2016
»Entstehen soll eine Begegnungsstätte, ein Ort der Erinnerung und Versöhnung. Ein faszinierendes Projekt, das in dem Buch so spannend erzählt wird, dass man gleich selbst zu dem Sommerhaus am See fahren möchte.«
Uwe Stiehler, Märkische Oderzeitung, 12. August 2016
»Ort der Brüche, Ort der Heilung: Als der Brite Thomas Harding die Geschichte seiner Familie aufarbeitet, stößt er auf den Mann, der den Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß verhaftet hat, und auf ein Sommerhaus in Groß Glienicke, dessen Vergangenheit sich wie ein Roman über Deutschlands 20. Jahrhundert liest.«
Peter J. König, helga-koenig-gpw.blogspot.de, 7. Juli 2016
»Thomas Harding hat nicht nur ein spannendes, ja ergreifendes Buch über das Schicksal des Hauses am Groß Glienicker See geschrieben, er hat auch davon ausgehend den bewegenden, manchmal sogar sehr tragischen Verlauf der einzelnen Schicksale dieser fünf Familien skizziert, die mit dem Haus verbunden waren.«
P.M.History, 1. August 2016
»Bewegend, faszinierend, wahr.«
Klaus P. Andrießen, Wetzlarer Neue Zeitung, 18. Juni 2016
»Dabei gibt es weder einen moralischen Zeigefinger noch eine Übergewichtung der eigenen Familie. Umso intensiver wird die Einbettung des privaten Lebens in die grauenvollen Ereignisse der deutschen Geschichte nachvollziehbar.«
Uwe Stiehler, Märkische Oderzeitung, 11. Juni 2016
»Hardings Buch ist ein fesselnder Bericht darüber, wie große Geschichte ins Leben kleiner Leute einbricht. Aber auch, wie die kleinen Leute Geschichte machen.«
Jens Frederiksen, Allgemeine Zeitung, 8. Juni 2016
»Familiengeschichte als Zeitgeschichte ... Was den Anstoß zu einem Buch gibt, das zum derzeit Lesenswertesten weit und breit gehört.«
Jochanan Shelliem, hr2, 11. Mai 2016
»Packend, empfehlenswert und voller Leben.«
Mario Rheintaler, XTRA!, 28. April 2016
»Wunderbar erzählt. informativ, spannend.«
Christian von Zittwitz, Buchmarkt, 1. April 2016
»Wir haben uns bei Thomas Hardings 'Sommerhaus am See' nicht dem Sog nacherzählter Familiengeschichten über hundert Jahre entziehen können.«
Holger Catenhusen, Der Tagesspiegel, 29. Februar 2016
»Harding verwebt in seinem Buch die Geschichte der Familien ganz eng mit den politischen Geschehnissen des 20. Jahrhunderts. Auf diese Weise ist es ihm gelungen, eben doch deutsche Geschichte zu erzählen - und dies lebendiger als in den meisten Geschichtsbüchern.«
Manfred Lehmann-Pape, www.rezensions-seite.de, 8. März 2016
»Dabei kommt Harding sein ureigenstes Talent zu Gute, aus dokumentarischen Fakten und historischen Abläufen die einzelnen, für ihn wichtigen Ereignisse romanhaft zu erzählen, den Figuren nicht nur ein äußeres Erleben nachzuzeichnen, sondern ein inneres Erleebn zu geben und dies für den Leser lebendig vor Augen erstehen zu lassen.«
Alan Posener, Die Welt, 27. Februar 2016
»Deutsche Geschichte im Mikrokosmos. 'Sommerhaus am See' liest sich so spannend wie ein guter historischer Roman.«
Jörg Raach, www.unterderlupe.de, 26. Februar 2016
»ER beschloss, die Geschichte dieses Hauses und der Menschen, die in ihm gelebt hatte, zu erzählen. Das ist ihm mit diesem Buch großartig gelungen.«
Mechthild Küpper, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. Februar 2016
»Sein Buch geht weit über das Haus und die eigene Familie hinaus. Es ist die deutsche Geschichte, erzählt an diesem einen Haus und seinen Bewohnern.«
Neil MacGregor, 28. September 2015
»Ein leidenschaftliches Erinnerungsbuch über Deutschland.«
The Bookseller magazine, 27. September 2015
»Ein Meisterstück.«
Tom Holland, 26. September 2015
»Ein hervorragendes Porträt von Deutschland im 20. Jh.«
Ian Critchley, Sunday Times, 25. September 2015
»Ein Meisterwerk der Sozialgeschichte, dargestellt mit rasantem erzählerischem Schwung.«
Oliver Kamm, Jewish Chronicle, 24. September 2015
»Es ist nicht einfach, etwas Neues und Bewegendes über die quälende Geschichte Deutschlands im 20. Jh. zu erzählen. Aber Thomas Harding ist das bemerkenswert gut gelungen.«
John Lewis-Stempel, Sunday Express, 20. September 2015
»Die Geschichte wird so anschaulich und aufschlussreich erzählt, als wäre in dem Haus am See von Groß Glienicke vor 90 Jahren eine Webcam installiert worden.«
Clare Mulley, The Spectator, 19. September 2015
»Dies ist ein leises, aber bereicherndes Buch, in dem aus der Geschichte eines kleinen Hauses an einem See ein sorgfältig abgestimmter Chor von Stimmen aus der Vergangenheit aufklingt.«

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Aktuelles
18.07.2016

Thomas Harding hat die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt - als Reaktion auf das Brexit-Votum

Seine jüdischen Urgroßeltern und ihre Kinder mussten in den 30er-Jahren nach England fliehen. Mehrere Mitglieder der Familie wurden im Holocaust ermordet. Lange fiel es Thomas Harding schwer, den Deutschen zu vergeben. Dann begann er, sich mit der Geschichte seiner Familie und Deutschland zu befassen. Er schrieb ein Buch über ›Hanns und Rudolf‹, seinen Großonkel Hanns Alexander, der als britischer Soldat nach dem Krieg Rudolf Höß, den Kommandanten von Auschwitz, aufgestöbert hatte. Als er erfuhr, dass das alte Sommerhaus seiner Familie am See von Groß Glienicke, das die Zeiten wie durch ein Wunder überstanden hatte, abgerissen werden sollte, besuchte er es noch einmal und beschloss, das Haus zu retten. Mit vielen engagierten Mitstreiterinnen und Mitstreitern gelang es, den Abriss zu verhindern. Inzwischen steht das ›Sommerhaus am See‹, dessen Geschichte Thomas Harding in seinem jüngsten Buch erzählt, unter Denkmalschutz. (www.alexanderhaus.org)

Am Tag des Brexit-Votums erfuhr Thomas Harding nun, dass die Bundesregierung 140.000 Euro für die Restaurierung und die Umwandlung in eine internationale Begegnungsstätte zur Verfügung stellt. Er beantragte die deutsche Staatsbürgerschaft. Als Nachfahre ehemaliger deutscher Staatsbürger hat er einen Anspruch darauf. Aber sein eigentliches Motiv ist das Entsetzen darüber, dass Großbritannien Europa spaltet, während Deutschland alles versucht, um Europa zusammenzuhalten.

(Brexit drove me to embrace my German roots, www.theguardian.com, 2. Juli 2016)

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