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Im Hintergrund ein Gemälde einer Landschaft, links das 3D-Cover des Buchs "Und mittendrin der Birnbaum" von Ute Mank, rechts daneben der Text: "Ein Dorf in dunklen Zeiten. Ein Mädchen, dessen Spur sich verliert. Eine Freundin, die sich erinnert."
Im Hintergrund ein Gemälde einer Landschaft, links das 3D-Cover des Buchs "Und mittendrin der Birnbaum" von Ute Mank, rechts daneben der Text: "Ein Dorf in dunklen Zeiten. Ein Mädchen, dessen Spur sich verliert. Eine Freundin, die sich erinnert."
Ein Dorf in dunklen Zeiten. Ein Mädchen, dessen Spur sich verliert. Eine Freundin, die sich erinnert.

Und mittendrin der Birnbaum

Es ist ein milder Frühsommer, als Dora nach vielen Jahrzehnten in ihren Heimatort Hausen zurückkehrt. Stundenlang wandert sie durch die fremd-vertrauten Straßen – zu ihrem Elternhaus, aber auch zu dem Fachwerkhaus, in dem einst ihre beste Freundin wohnte.

Vom Wissen und Wegschauen: Ein berührender Roman über Zerbrechlichkeit und Hoffnung in dunklen Zeiten.

Als sie entdeckt, dass vor diesem Haus Stolpersteine verlegt wurden, ist Dora fassungslos. Denn dort liegen nur vier Steine, sie weiß aber genau, dass es fünf sein müssten. Einer fehlt, nämlich der ihrer ehemals besten Freundin Fanny. Was ist damals mit ihr geschehen?

Die Dorfgemeinschaft in Zeiten der Judenverfolgung: ein neuer, spannender Blick auf die düstere deutsche Geschichte. Emotional, glänzend recherchiert und mitreißend erzählt.


Dora ging auf das Haus zu. Mit jedem Schritt wurde sie ein bisschen langsamer. Mit jedem Schritt sank ihr Kopf ein bisschen tiefer. Noch konnte sie nicht hingucken. Ob das Haus ihrer Freundin wohl entstellt worden war wie so manch anderes im Dorf? Ob sie es wiedererkennen würde? 

Als sie endlich den Kopf hob, wäre sie fast in Tränen ausgebrochen. Es war ganz und gar unglaublich. Es sah genauso aus wie damals. Als wäre die Zeit nicht vergangen. Dora stand und stand, konnte sich gar nicht sattsehen. Gleich musste die Freundin aus dem Haus kommen. Oder aus dem Fenster gucken. Oben links. Und rufen: »Ich komme.«

Bibliografische Daten

EUR 23,00 [DE] – EUR 23,70 [AT]
ISBN : 978-3-423-28492-9
Erscheinungsdatum: 17.09.2026
1. Auflage
336 Seiten
Format : 12,8 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Ute Mank

Ute Mank wurde in Marburg geboren. Sie ist Mutter von zwei erwachsenen Töchtern, lernte einen Gesundheitsberuf, studierte Erziehungswissenschaften und promovierte später nebenberuflich. Ihr erster Roman ›Wildtriebe‹ erschien 2021 und war für den Klaus-Michael-Kühne-Preis nominiert. Sie lebt mit ihrer Familie in Hessen.

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67 von 67 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.76 von 5 Sternen


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1 - 10 von 67 Leserstimme

ullap64 am 24.09.2026 07:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Der fehlende Stolperstein

In hohem Alter kehrt Dora in ihren Heimatort Hausen zurück, um sich dort in einem Seniorenheim einzuquartieren, wieder Kontakt zu Bruder und Schwägerin aufzunehmen und irgendwie auch mit der Vergangenheit abzuschließen. Vergangenheit, das ist auch ihre Freundin Fanny, zu der sie seit Kriegszeiten keinen Kontakt mehr hatte, Fannys jüdische Familie ist seinerzeit in die USA emigriert. Bei einem Spaziergang entdeckt sie vor dem ehemaligen Haus der Familie vier Stolpersteine. Die Familie hatte jedoch drei Kinder, der Gedenkstein für Fanny fehlt. Was ist seinerzeit nur passiert?In wechselnden Zeitebenen erfahren wir das Leben und die Gedanken von Dora: einmal zu Kriegszeiten und dann in der Gegenwartsebene. Mir hat es insbesondere gut gefallen, dass hier in Bezug auf den Antisemetismus nicht mit dem mahnenden Finger gezeigt wird, sondern das einfache Dorfleben präsentiert wird: ein Dorf, in dem die Menschen nach ihren Häusern benannt werden sowie zwei Mädchen, die eigentlich nur Freundinnen sein wollten und bei denen eine für ein höheres Ziel beständig unter Druck gesetzt wird. Der titelgebende Birnbaum blitzt dabei symbolisch immer mal wieder kurz auf. Doras Gefühle sind dabei für mich nicht so tiefgreifend dargestellt, wie ich es eigentlich erwartet hatte, passen aber dennoch gut zu der hier erzählten Geschichte, bei der für mich eine junge Frau aus dem Dorf, die Dora bei der Recherche zur Vergangenheit hilft, der sympatischste Charakter war.Die Geschichte ist leichtgängig lesbar und könnte so oder so ähnlich in vielen kleinen Dorfgemeinschaften passiert sein, auf jeden Fall sehr lesenswert!

zimt-zicke am 22.09.2026 13:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Zurück nach Hausen – Ein Roman, der einem lange nicht aus dem Kopf geht

Zurück nach Hausen – Ein Roman, der einem lange nicht aus dem Kopf gehtIch habe gerade „Und mittendrin der Birnbaum" von Ute Mank gelesen, erschienen bei dtv. Ein Roman, der mich richtig mitgenommen hat.Dora kehrt nach Jahrzehnten in ihren Heimatort Hausen zurück, um in ein Altersheim zu ziehen. Und dann steht sie vor vier Stolpersteinen – und einem fehlenden. Das reicht, um alles auszulösen, was sie damals zurückgelassen hat.Für mich war das ein eher trauriges Drama. Ein stilles, ruhiges Buch, das einem richtig zum Nachdenken bringt. Durch die Rückblenden erfährt man so nach und nach die Geschichte und kann die Gedanken von Dora mitverfolgen. Was mich besonders beeindruckt hat: Die Autorin lässt einen nie im Regen stehen. Man bildet sich sein eigenes Urteil, trifft seine eigenen Entscheidungen. Und man gibt die Hoffnung einfach nicht auf, ob sich die beiden Frauen noch einmal begegnen. Der Schreibstil ist wirklich toll – man wird einfach mitgenommen, ohne dass es je aufdringlich wird. Ich finde, der Roman ist sehr, sehr authentisch. Fazit: Ein Buch, das einem unter die Haut geht, ohne je laut zu sein. Ich kann es nur empfehlen – man sollte sich danach aber eine ruhige Minute gönnen oder mehr. Der Roman hat mich nachdenklich zurück gelassen.

stina23 am 22.09.2026 10:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Wie wird erinnert?

Dora ist über 80, als sie beschließt in ihr Heimatdorf zurückzukehren und um dort in ein Seniorenheim zu ziehen. Ihre Schwägerin, die ebenfalls in Hausen lebt, ist eine Ansprechpartnerin für Dora, mit ihrem Bruder verbindet sie wenig. Dennoch will sie in ihrem Alter einen letzten Neuanfang wagen. Womit die rüstige Frau nicht gerechnet hat, sind die Erinnerungen, die sie in ihrer alten Heimat einholen. Dora erinnert sich besonders an ihre Kindheits- und Jugendfreundin Fanny, die jüdischen Glaubens war und die mit ihrer Familie während des zweiten Weltkrieges ermordet wurde. Doch Dora findet bei ihren Spaziergängen heraus, dass Fanny kein Erinnerungsstein/Stolperstein vor ihrem ehemaligen Haus gewidmet ist. Dora beginnt Nachforschungen zum Schicksal ihrer damaligen Freundin, wird dabei immer wieder von Schuld geplagt und von der Verdrängungskultur im Dorf ausgebremst. In der jungen Studentin Pina findet Dora eine Mitstreiterin. Gemeinsam gehen sie einen Weg, der vielen unbequem ist, jedoch das wahrhafte Erinnern lebt.In Dora findet man eine Protagonistin, die für mich bisher einzigartig ist. Zuvor hatte ich noch kein Buch gelesen, in dem die Erlebnisse einer über 80ig-Jährigen im Mittelpunkt standen. Eine Frau, die auf viel Lebenserfahrung zurückblicken und diese nutzen kann, um vorwärtszukommen und um gleichzeitig Vergangenes neu zu sehen, hat mir imponiert. Dora war mir auch schnell sympathisch. Klug, eigenwillig, wissbegierig und selbstbewusst. Sie setzt sich recht schonungslos mit ihrer eigenen Verantwortung am Leid ihrer jüdischen Freundin auseinander und zeigt das vermeintliche Unwissen und Wegsehen im Dorf damals und heute auf. Schuld hat dabei viele Gesichter. Den Mut sich für diejenigen einzusetzen, denen Leid und Unrecht angetan wird, hatten nur einzelne.Mich hat das Buch tief berührt. Es erzählt leise, aber mit Nachdruck von Menschen, wie sie waren und wie sie auch heute sind und von dem, was es bedeutet, welchen Weg man einschlägt.

katto am 22.09.2026 10:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Eine leise Geschichte über Freundschaft, Schuld und das Erinnern

„Und mittendrin der Birnbaum“ von Ute Mank ist ein ruhiger, eindringlicher Roman. Er hat mich auf eine besondere Art berührt. Im Mittelpunkt steht Dora, die nach vielen Jahrzehnten in ihr Heimatdorf zurückkehrt. Dort wird sie wieder mit ihrer Kindheitsfreundin Fanny konfrontiert, einem jüdischen Mädchen, dessen Schicksal Dora nie wirklich losgelassen hat. Gemeinsam mit der jungen Pina beginnt sie, Fragen nachzugehen, die über Jahrzehnte unbeantwortet geblieben sind.Es geht um Freundschaft und Verlust, aber auch um Schuld, Wegsehen und die Frage, wie man mit Erinnerungen lebt, die einen ein ganzes Leben lang begleiten. Ich mochte sehr, wie Ute Mank Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet. Nach und nach erfährt man mehr über Dora und Fanny und bekommt ein immer besseres Gefühl dafür, was diese Erinnerungen für Dora bedeuten. Der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen. Ute Mank schreibt ruhig, klar und unaufgeregt. Das Buch ist eher zurückhaltend erzählt, was für mich aber gut zur Geschichte passt. Trotzdem entstand nach und nach eine Spannung, weil ich unbedingt wissen wollte, was damals mit Fanny passiert ist.Die Protagonistin Dora fand ich sehr interessant, weil sie keine Figur ist, die man einfach in eine bestimmte Schublade stecken kann. Ihre Gedanken und ihr Umgang mit der Vergangenheit haben mich immer wieder zum Nachdenken gebracht. Auch die Verbindung zwischen Dora und Pina fand ich schön. Zwei Frauen aus unterschiedlichen Generationen nähern sich einer Vergangenheit an, die für beide auf ganz unterschiedliche Weise Bedeutung bekommt. Für mich macht genau das den Roman besonders interessant: Die beiden Generationen begegnen sich auf eine Weise, die zeigt, wie wichtig es ist, sich auch heute noch mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen.„Und mittendrin der Birnbaum“ ist für mich ein stiller, berührender Roman über Freundschaft, Erinnerungen und die Schatten der Vergangenheit. Er hat mich nachdenklich und auch ein Stück weit traurig zurückgelassen. Vor allem aber hat mich das Buch daran erinnert, wie wichtig es ist, hinzusehen und Fragen zu stellen – auch wenn die Antworten unbequem sind. Ich empfehle ihn gerne weiter.

raschke64 am 21.09.2026 15:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Nachdenkliches Buch

Dora entschließt sich relativ plötzlich und kurzfristig, in ihren Heimatort Hausen zurückzukehren und in ein Altersheim zu ziehen. Als junges Mädchen ist sie von dort weggegangen und nie wieder zurück gekommen. Langsam macht sie sich erneut mit dem Ort vertraut und findet vor dem Haus ihrer damaligen besten Freundin vier Stolpersteine. Ihre Freundin war Jüdin. Doch die Familie bestand aus fünf Personen und der Stein für Fanny fehlt.Das Buch erzählt die Geschichte einer Freundschaft, aber auch vom Wegsehen, Helfen und von Schuld. Es ist ein stilles, ruhiges und sehr nachdenkliches Buch. Es lässt sich sehr gut lesen und durch die Rückblenden erfährt man so nach und nach die Geschichte und kann die Gedanken von Dora teilen. Die Autorin schafft es, dass der Leser sich selbst ein Urteil bilden und eigene Entscheidungen treffen kann. Und dass man nie die Hoffnung aufgibt, ob sich die beiden Mädchen/Frauen noch einmal begegnen werden. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

tine_2502_leseschaf am 20.09.2026 21:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

man vergisst nie ganz...

Dora wollte eigentlich nie wieder in ihren alten Heimatort Hausen zurückkehren. Alles erinnert sie dort an die schrecklichen Taten des zweiten Weltkrieges und ihre Zeit dort.Und doch kehrt sie nach Jahrzehnten wieder zurück und wandelt an einem milden Frühlingstag durch die Straßen ihrer alten Heimat. Sie macht halt an ihrem ehemaligen Elternhaus und am alten Haus ihrer besten Freundin aus Kindheitstagen. Alles wirkt so vertraut - nur die sogenannten "Stolpersteine" vor dem Haus ihrer jüdischen Freundin Fanny wirken fremd. Zumal dort nur an vier Menschen der Familie erinnert wird - Fannys Familie bestand aber aus 5 Personen. Ausgerechnet der Name ihrer ehemals besten Freundin fehlt - doch warum?Auf ihre eigene Art "ermittelt" und recherchiert Dora und deckt das ein oder andere alte Geheimnis auf. Und nicht nur die, auch ihr Schamgefühl wird wieder geweckt. Wie konnte sie Fanny nur so aus ihrem Leben verdrängen.Eine sehr schöne Geschichte rund um Freundschaften, Feindschaften und der Feigheit Fehler zu zu geben.Was ist mit Fanny passiert? Warum "fehlt" ausgerechnet ihr Stein? Wird Dora zu ihren Fehlern stehen und antworten auf ihre Fragen bekommen?

oma 57 am 20.09.2026 17:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sehr berührendes Buch!

Das Cover dieses Buches hat mir sehr gut gefallen , es passt sehr gut.Das Buch hat mich sehr gefesselt und ich habe es relativ schnell gelesen, auch dank der nicht allzu langen Kapitel.Die Geschichte um Dora hat mich sehr berührt.Sie kehrt als alte Frau in ihr Dorf zurück, das sie als junge Frau verlassen musste.Es kommen Erinnerungen hoch, als sie ihr Elternhaus wiedersieht und auch das Haus, in dem ihre damalige beste Freundin Fanny, eine Jüdin ,gelebt hat.Es kommen große Schuldgefühle in ihr auf, weil sie ihrer Freundin zur Zeit der Judenverfolgung damals nicht beigestanden hat.Sie weiß bis heute nicht, was aus Fanny geworden ist und das nagt an ihr.Gerade in unserer heutigen Zeit sind solche Bücher wichtig, damit diese Zeit nicht verdrängt wird und solche Dinge nicht mehr passieren.Ich habe durch dieses Buch für mich mitgenommen, öfter für andere Menschen einzustehen, auch wenn es vielleicht unangenehm wird und hoffe, das mir das gelingt.

pinocchio am 20.09.2026 12:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Nicht der Wille sondern das Tun zählt

Das Cover des Buchs hat mich gleich angesprochen, einmal durch die schöne Farbe gelb und durch die saftige Birne, die darauf abgebildet ist.Der Birnbaum und die Birnen spielen auch eine Rolle in der Geschichte, unter all den vielen Apfelbäumen, gibt es nur einen Birnbaum, eine ganz besonders, saftige Sorte.Die Geschichte wird in der Gegenwart und in Rückblenden in der Vergangenheit erzählt. Der Übergang ist jeweils finde ich, sehr gut gelungen, so dass sich ein Gesamtbild von der Protagonistin Dora ergibt.Man kann auch ihre Gefühle und Gedanken gut nachempfinden, und die Entwicklung der Erzählung fand ich richtig spannend.Die Figuren in dem Buch spielen in der Gegenwart und zum Teil in der Vergangenheit eine Rolle im Leben von Dora, berührt hat mich die enge Beziehung zwischen der nun schon alten Frau und einer jungen 18-Jährigen, Pina, zu einer echten Freundschaft entwickelt.Das Buch habe ich an einem Tag ausgelesen, die Sprache der Schriftstellerin hat mir sehr gut gefallen, in relativ einfachen, kurzen Sätzen, trotzdem eine wichtige Geschichte über Zusammenhalt, Freundschaft und über die Zeit im Nationalsozialismus zu erzählen und dass es nie zu spät ist, seinen Seelenfrieden zu finden, wenn man sich darum bemüht Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen.

marpije am 19.09.2026 18:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Die Gespenster aus der Vergangenheit

Dora kehrt in ihren Heimatort nah viel Jahrzehnten , sie war weg gegangen in die Zeiten von die zweite Weltkrieg zu einem Ausbildung, aber sie hat dort ihre beste Freundin gelassen , in Stich gelassen und nie wieder nach ihr gesucht, Dora hat Fanny einfach vergessen oder besser gesagt sie hat Fanny tief im Unterbewusstsein geschoben, sie hat ihre Leben gelebt und sie wollte sich nicht erinnern, jetzt im Heimatdorf sie ist mit die "Gespenster aus der Vergangenheit " konfrontiert und sie schämt sich für sich selber , sie will unbedingt herausfinden was mit Fanny damals passiert war....Sehr schönes Buch welche nimmt uns in der Vergangenheit und stellt uns selber die Frage - wenn ich Dora wäre was werde ich damals machen ? Dora hat eine Entscheidung damals getroffen welche sie am ihre Lebensabend bereut, o das richtig war ? ist sehr schwer zu sagen.Emotional und gefühlvoll schreibt die Autorin über Schuld, über wegschauen und über Vergebung , das ganze ist geschrieben in zwei Zeiten von damals und von jetzt, der Zeitenwechsel baut hier der Spannung und hilft Doras besser zum verstehen, unglaublich gut finde ich die ruhige fast nostalgische Schreibweise, die Emotionen kochen aber der Ton bleib immer gleich. Die Kapiteln beim Schomberg auf der Hof ,wenn er erzählt über das Geschehene , habe ich mit eingehaltenen Atem gelesen, der Mut von die Mutter und die zwei Söhne war wahnsinnig groß, über das zu lesen ist leicht aber das selber zum erleben- für mich in diesen jetzigen, komfortablen Zeiten fast unvorstellbar.Pina und Dora , jung und alt, zwei unterschiedliche Charaktere in einer Sache verbunden , die Autorin ist gelungen dass ich die beide fest ins Herz geschlossen habe und diese Buch kann ich nur weiter empfehlen !!!

annetttaube am 19.09.2026 01:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Eine bewegende Geschichte um Schuldgefühl und Verdrängung.

Dora und Fanny zwei Freundinnen für's Leben. Zumindest dachten sie es so, bis Krieg, Rassenwahn, Vernichtung und Vertreibung auch ihr kleines Kindheitsparadies erreicht. Doch als Dora im hohen Alter zurück in den Heimatort zieht, fehlt bei den Stolpersteinen einer, der den Namen ihrer Freundin trägt. Was ist mit ihr geschehen hat sie überlebt? Eine Suche in der Vergangenheit beginnt. Da kommt da noch Pina dazu, eine lebenslustige offene junge Frau. Der Gegenpol zu Dora. Dies lockert die nachdenkliche Geschichte etwas auf. Sie wurde in einem sehr angenehmen Schreibstil verfasst, mit Ereignissen die einen nachdenklich stimmen und nachhallen. Die Charaktere und deren Handlungen sind realistisch beschrieben. Man fühlt mit der Hauptprotagonistin Dora, fühlt ihre Zerissenheit zwischen Erinnerung und verdrängen wollen. Man kann auch ihre Schuldgefühle gegenüber Fanny nachempfinden, welches sie nie verlor. Dieser Roman, ist ein guter, Blick in eine Zeit, die auch zur Geschichte von uns jüngeren Generationen gehört. Solche Bücher sind gerade im Hier und Jetzt so wichtig. Manifestieren sie doch den Gedanken, dass so etwas nie wieder geschehen darf. Fazit: sehr lesenswert und bewegend. Das Cover ist wunderbar passend gestaltet. Es fällt in seiner Gestaltung auf, ohne schreiend zu wirken.

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Ute Mank liest aus ›Und mittendrin der Birnbaum‹
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