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Die Farben der Rebellion sind bunt!

Wenn die Bienen schweigen

Nachdem die letzte Biene ausgestorben ist, gerät die Welt aus den Fugen. Im Alter von elf Jahren werden Mädchen in Camps gezwungen, wo sie per Hand die Blüten der Obstbäume bestäuben. Kaum gebärfähig, werden sie verheiratet. Jess ist eines dieser Mädchen. Sie kennt die Welt vor dem Kollaps aus Büchern und liebt die Natur. Frei will sie sein, leben! Und schon lange weiß sie, dass Pinsel nicht zum Bestäuben von Pflanzen erfunden wurden. Als sie eines Tages zufällig an Farbtuben gerät, schleicht sie sich aus dem Camp und malt ein leuchtendes Bild an die große Mauer. In den anderen Mädchen entfacht sie damit den Funken der Rebellion. Und einmal gedacht, lässt sich der Gedanke der Freiheit nicht mehr unterdrücken.


»Eine packende Handlung und eine poetische Erzählstimme machen dieses Buch zu etwas Besonderem.« – Kirkus Reviews, starred review

»Kunst und Literatur als Mittel zum Überleben und zur Veränderung … Kraftvoll zurückhaltend und beunruhigend.« – Horn Book

»Ein kluges und dunkles Leseerlebnis, das an Margaret Atwoods ›Der Report der Magd‹ und Ray Bradburys ›Fahrenheit 451‹ erinnert, mit einer Umweltkrise als Hintergrundfolie und voller wichtiger Themen.«​ – School Library Journal


  • Ein bewegendes Ausgangsszenario: die Welt nach dem Aussterben der Bienen
  • Der Roman verbindet die Belastung der Ökosysteme und die Sorge darum mit einer emotionalen Freundschaftsgeschichte und gesellschaftlichen Fragen 
  • Vom inneren Widerstand zum offenen Aufruhr – über den Kampf gegen ein autoritäres System
  • Eine Liebeserklärung an die Kunst, die Fantasie und das Erzählen von Geschichten
  • Mit einer feministischen Botschaft

Bibliografische Daten

EUR 14,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-45078-2
Erscheinungsdatum: 16.07.2026
1. Auflage
304 Seiten
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Englischen von Anu Stohner
Lesealter ab 14
Autor*innenporträt

Caryl Lewis

Caryl Lewis, geboren 1978, ist eine preisgekrönte walisische Autorin, Dramatikerin und Drehbuchautorin. Sie schreibt für Kinder und Erwachsene und ist Gastdozentin für Kreatives Schreiben an der Cardiff University. Caryl Lewis lebt mit ihrer Familie auf einer Farm in der Nähe von Aberystwyth in Wales.

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Übersetzer*innenporträt

Anu Stohner

Anu Stohner, geboren 1952 in Helsinki, lebt als Übersetzerin und Autorin in Altlußheim am Rhein. Für ihre Übersetzungen aus dem Englischen, Finnischen und Schwedischen wurde sie unter anderem mit dem Hans-Christian-Andersen-Preis für ÜbersetzerInnen und dem Finnischen Staatspreis ausgezeichnet. 

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132 von 132 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.65 von 5 Sternen


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2 - 10 von 132 Leserstimme

elchy am 22.08.2026 10:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

So, so viel kann in 300 Seiten stecken ...

Dass ich dieses Buch in einer Leserunde lesen und mich mit Anderen direkt darüber austauschen konnte, war eine unglaubliche Bereicherung, auch wenn das Buch allein für sich schon bewegend ist.Alles hängt mit Allem zusammen:Die Bienen sind ausgestorben, als logische Folge die Nahrungsmittel knapp. Aber nicht nur härteste Umweltbedingungen, auch die Folgen für das politische Machtgefüge sowie für das Volk, die Allgemeinheit, sind leider nicht allzu weit von unserer Realität entfernt.Wie schon aus dem Klappentext hervorgeht, werden die Mädchen als „Arbeitsbienen“ benutzt. Sie sind schon in sehr jungem Alter in Camps eingepfercht und haben keinerlei Rechte oder Aussichten auf Freiheit. Zugleich wird (natürlich) Bildung wie auch jegliche Möglichkeit für Kreativität vorenthalten. Auch solche Strukturen kennen wir bereits aus manchen anderen Staaten.Insofern hat das Buch schon viel Bedrückendes. Aber das ist ja nicht alles. Denn die Protagonistin, Jess, hatte das Privileg, anders als die Mehrheit aufzuwachsen. Ihre Mutter nebst einer weiteren Bezugsperson haben ihr beigebracht, wie es früher ausgesehen hat, haben sie lesen, schreiben, malen und hinterfragen gelehrt. Die zentrale Handlung des Buches besteht in der zunächst stillen, dann immer lauter werdenden Rebellion innerhalb des Camps, angeführt von Jess und dem Soldaten Eliot, der die Mittel organisiert und sie ermutigt. Eine Rebellion besteht aus Kampf, wenn auch nicht zwingend gewaltsam. So verwundert es nicht, dass die Führungspersonen alles versuchen, kritisches Gedankengut, Bindungen und erst recht Unruhen im Keim zu ersticken. Eben alles, was Diktatoren und deren Unterhändler so tun, um ihre Diktatur aufrecht zu erhalten.Das alles hat bei mir immer wieder für Atemstock – Momente gesorgt. Neben der Spannung kommen aber auch die Charaktere nicht zu kurz. Nicht nur Jess, sondern auch Nebenfiguren werden lebendig gezeichnet, mit Ängsten und Hoffnungen, Eigenheiten und Verhaltensweisen, positiv wie negativ. Das Buch erzählt alles, was Jess erlebt oder zum Teil eben erlebt hat, bevor sie ins Camp kam. So erfahren die Lesenden wenig bis gar nichts über die Außenwelt, was mit den Jungen geschieht und wie die Strukturen außerhalb dieser Anlage aussehen. Mich persönlich hat das nicht im Geringsten gestört, weil ich den rein auf Jess gerichteten Fokus gut annehmen kann. Anderen Lesenden reicht das vielleicht nicht.Ebenso manche „allzu glücklichen Fügungen“, die nicht wirklich realistisch sind. Doch im Rahmen eines Romans kann ich über solche Logiklücken hinweg sehen, sofern sie nicht überhand nehmen. Das Ende schließlich ist kein „Ende gut, alles gut“. Es bleiben einige Fragen und Entwicklungen offen. Mir gefällt das, es bleibt Raum für die eigene Fantasie sowie hoffentlich für eine Fortsetzung.Für mich war das Buch ein Highlight. Spannung, Charaktertiefe, Freundschaften trotz aller Unterschiedlichkeit, dystopische, bedrückende Düsterkeit, aber auch Hoffnung zeichnen dieses Buch aus. Viele Szenen haben zudem einen starken symbolischen Charakter. Dies alles zusammen hat mir ein großes Lesevergnügen beschert, mich aber auch nachdenklich gestimmt. Last but not least gibt es im Nachwort, sowie auch zwischendurch eingestreut, einige interessante Fakten Bienen betreffend, was das Bild für mich abrundet, dass das Buch nicht nur unterhalten, sondern auch deutlich warnen will.

pmelittam am 19.08.2026 18:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Mutet leider sehr realistisch an

Der Roman erzählt von einer Welt, in der die letzte Biene gestorben ist. Das führt zu Lebensmittelknappheit und Unruhen, und letztlich zu einer diktatorischen Regierung. Mit elf Jahren werden die Kinder aus ihren Familien genommen, die Mädchen dazu verpflichtet, Bäume von Hand zu bestäuben, während Jungen zur Kampfausbildung geschickt werden.Jess und ihr Bruder hatten das Glück, dass ihre Mutter alles daran setzte, sie länger bei sich zu behalten, außerdem haben sie durch die Nachbarin Ruth vom Davor erfahren. Ruth ist schon sehr alt und hat nach selbst erleben dürfen, was es nun nicht mehr gibt. So wird zu einem sehr prägenden Menschen in Jess‘ Leben. Letztlich mussten beide dennoch ihre Mutter verlassen. Der Roman wird komplett aus Jess‘ Perspektive in Ich-Form erzählt. Ihre erste Zeit im Camp ist nicht einfach, doch nach und nach schließt sie Freundschaften. Von der Mutter zu eigenem Denken erzogen, erkennt sie schnell, was man ihr und den anderen Mädchen antut. Sie erkennt aber auch, dass sie nicht ganz hilflos ist.Der Roman ist für ein Lesealter ab 14 Jahren gedacht, hat mich als Erwachsene aber auch sehr berührt. Die Autorin schreibt bildhaft und sehr atmosphärisch. Teilweise malt sie regelrecht Bilder zum Beispiel wenn sie Ruth Jess zu erklären lässt, wie Honig schmeckt. Die Geschichte ist spannend, denn Jess‘ begibt sich mehrmals in Gefahr, da sie hofft, Dinge ändern zu können. Der Roman hat nur etwas über 300 Seiten, doch kann man sich die Welt, wie sie nun ist, gut vorstellen, auch wenn man größtenteils nur das Camp, in dem die Mädchen leben, kennen lernt. Für mich war das durchaus ausreichend, um mir mehr vorstellen zu können. Auch das Ende ist für mich so wie es ist sehr passend. Offenbar plant die Autorin aber, wie sie in einem englischsprachigen interview offenbarte, ein Sequel, ich könnte mir vorstellen, dann vielleicht eine andere Perspektive zu erfahren. Offiziell angekündigt ist aber noch nichts.Jess ist für mich eine perfekte Protagonistin, schon wegen der besonderen Erziehung durch ihre Mutter und das Wissen, das Ruth an sie weitergibt. Neben ihr lernt man noch verschiedene andere Mädchen kennen. Eliot, einer der Wächter im Camp, zeigt, dass das Leben auch für den männlichen Nachwuchs nicht unbedingt einfach ist, und sich auch dort Widerstand bilden kann. Wie unschön das Leben im Camp ist, kann man gut sehen, für mich hätte es das mobbende Mädchen, das anderen, vor allem auch Jess, das Leben schwer macht, gar nicht gebraucht, auch nach Beendigung der Lektüre hat sich meine Meinung dahingehend nicht wesentlich geändert.Dass es immer weniger Insekten gibt, kann jeder für sich selbst feststellen, und dass das gerade bezüglich der bestäubenden Insekten auch für uns Menschen dramatisch ist, sollte bekannt sein. Der Roman übertreibt da nicht, auch heute schon gibt es Gegenden auf der Erde, wo von Hand bestäubt werden muss. Wir sollten alles dafür tun, dass wir nicht eine solche Situation wie im Roman erleben müssen, der leider viel zu realistisch anmutet. Ich empfehle, unbedingt auch das Nachwort der Autorin zu lesen, das mich wie auch der Roman berührt hat.Der Roman ist dystopisch, allerdings erzählt er von einer Welt, die schon sehr nahe sein könnte. Schon deswegen halte ich es für wichtig, dass er viele Leser:innen bekommt. Er ist zudem spannend und atmosphärisch erzählt, berührt emotional und wirkt nach. Von mir gibt es daher eine große Leseempfehlung nicht nur für Jugendliche sondern auch für Erwachsene.

xox0.anni am 19.08.2026 18:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Geile Dystopie!

Ich lese zwischendurch wirklich gerne Dystopien besonders dann, wenn sie nicht nur eine spannende Geschichte erzählen, sondern gleichzeitig Fragen aufwerfen, die gar nicht so weit von unserer eigenen Realität entfernt sind. Genau das hat „Wenn die Bienen schweigen“ von Caryl Lewis geschafft.Die Ausgangsidee fand ich von Anfang an unglaublich interessant: Was passiert mit unserer Welt, wenn es plötzlich keine Bienen mehr gibt? Was zunächst vielleicht nach einem relativ kleinen Problem klingt, entwickelt sich hier zu einer Katastrophe, die das gesamte Leben der Menschen verändert. Nahrung wird knapp, der Staat übernimmt immer mehr Kontrolle und Freiheit wird zu etwas, das die jüngere Generation kaum noch kennt.Im Mittelpunkt steht Jess, die in einer solchen Welt aufwächst. Bereits mit elf Jahren werden Mädchen in Camps gebracht, wo sie Blüten mit kleinen Pinseln bestäuben müssen. Jungen werden dagegen zu Soldaten ausgebildet. Alle haben ihren Platz – und vor allem ihre Aufgabe. Eine eigene Meinung scheint in dieser Welt nicht vorgesehen zu sein.Was ich besonders interessant fand: Jess hinterfragt dieses System nicht von Anfang an bewusst. Für sie ist es einfach ihre Realität. Sie kennt kaum etwas anderes. Erst durch die Geschichten ihrer Mutter beginnt sie sich vorzustellen, dass es einmal eine andere Welt gegeben haben muss. Eine Welt mit Farben, Kunst, Freiheit und genügend Essen.Und dann ist da dieser kleine Pinsel.Eigentlich ist er nur ein Werkzeug, mit dem Jess Blüten bestäubt. Aber für Jess wird er zu etwas ganz anderem: zu einem Werkzeug, mit dem sie malen und ihre eigene Vorstellung von einer besseren Welt sichtbar machen kann.Gerade dieser Aspekt hat mir unglaublich gut gefallen. Kunst wird hier nicht einfach nur als etwas Schönes dargestellt, sondern als Ausdruck von Freiheit und Hoffnung. Jess beginnt, etwas zu erschaffen, das in ihrer Welt eigentlich gar nicht existieren dürfte. Und plötzlich sehen auch andere Mädchen diese Farben und beginnen, ihre eigene Realität zu hinterfragen.Jess war für mich definitiv das Herzstück der Geschichte. Sie ist keine typische Heldin, die von Anfang an alles durchschaut und gegen das System rebelliert. Sie ist ein Mädchen, das träumt, zweifelt, Angst hat und trotzdem immer wieder den Mut findet, einen kleinen Schritt weiterzugehen. Gerade dadurch wirkte ihre Entwicklung auf mich besonders glaubwürdig.Auch die Freundschaften mit Cass, Deva und Zuri haben mir gut gefallen. Und Eliot mochte ich ebenfalls sehr gerne. Besonders seine Verbindung zu Jess und die kleinen Dinge, die er für sie tut, haben der Geschichte immer wieder etwas Hoffnungsvolles gegeben.Natürlich ist das Grundgerüst nicht völlig neu. Einige Elemente haben mich durchaus an andere dystopische Geschichten erinnert – unter anderem an „Der Report der Magd“ oder „Ich, die ich Männer nicht kannte“. Trotzdem hatte das Buch für mich eine ganz eigene Atmosphäre. Es ist düster und bedrückend, aber gleichzeitig erstaunlich ruhig erzählt. Und gerade weil wir die Welt hauptsächlich durch Jess’ Augen kennenlernen, wirken viele Dinge noch einmal anders.Was mir außerdem gefallen hat, ist, dass die Geschichte nicht einfach nur „eine Welt ohne Bienen“ erzählt. Hinter dem Szenario stecken viel größere Fragen: Was passiert, wenn Freiheit selbstverständlich war und irgendwann verschwindet? Wie leicht lassen sich Menschen kontrollieren, wenn sie nichts anderes kennen? Und wie viel kann eine einzelne Person überhaupt verändern?„Wenn die Bienen schweigen“ hat mich deshalb vor allem nachdenklich zurückgelassen. Es ist eine Geschichte über Artensterben und Klimawandel, aber genauso über Freundschaft, Kunst, Freiheit und Hoffnung.Und vielleicht ist genau das meine größte Erkenntnis aus diesem Buch: Manchmal beginnt Veränderung nicht mit einer großen Revolution. Manchmal beginnt sie mit einem Pinselstrich.Fazit: Eine atmosphärische und überraschend realistische Dystopie mit einer starken Protagonistin und einer Ausgangsidee, die mich auch nach dem Lesen noch beschäftigt hat. Nicht alles war für mich perfekt, aber gerade die Mischung aus bedrückender Welt, emotionaler Geschichte und dem starken Motiv der Kunst hat dieses Buch für mich besonders gemacht.4,5 ⭐️

lesefan_dani am 19.08.2026 16:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Wirklich nur Dystopie?

Das Jugendbuch „Wenn die Bienen schweigen“ von Caryl Lewis hat eine gewaltige Botschaft an uns alle.Die Geschichte wird von Jess erzählt. Die Welt ist eine andere. Bienen sind verschwunden. Elfjährige Mädchen kommen in Camps an Obstplantagen und müssen nun von Hand Blüte um Blüte bestäuben. Unter ihnen sind auch Waisenkinder, teils noch jünger, ihnen wird ein besseres Leben versprochen. Im Alter von etwa 14 Jahen werden die Mädchen zwangsverheiratet, um ihrerseits für Nachkommen zu sorgen. Bis zu ihrer Heirat müssen sie die Haare wachsen lassen, denn aus den Haaren werden die Pinsel zur Bestäubung der Obstbäume gemacht…Das Szenario einer erschreckend realistischen Dystopie mag man sich gar nicht vorstellen. Aber ein Funke Wahrheit schwingt mit. Den Bienen und anderen Insekten geht es gar nicht gut und in China werden seit Jahren die Bäume per Hand bestäubt.Der Roman hat mir gut gefallen. Er ist genau so leise, wie das Bienensterben in Wirklichkeit geschieht. Die Atmosphäre ist sehr beklemmend. Die Autorin hat einen sehr mitreißenden Schreibstil, alles sehr wort- und bildgewaltig, so dass der Leser ein klares Bild vor Augen hat. Zudem kann der Leser seiner Fantasie freien Lauf lassen. Das Buch regt zum Nachdenken an. Nachdenken sollte man auf jeden Fall über unseren Umgang mit der Natur. Dieser Roman sollte in Schulen gelesen und diskutiert werden. Umweltschutz, Klimawandel und Feminismus sind aktueller denn je. Aber nicht nur Jugendliche sollten das Buch lesen, denn jeder Mensch ist angehalten aktiv etwas dagegen tun kann, dass dieses Horror-Szenario nicht Realität wird und unsere Enkel und Urenkel auch noch Bienen kennenlernen.Von mir daher eine klare Leseempfehlung.

bluesky_13 am 17.08.2026 10:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Passt gut auf die Bienen auf

MEINE MEINUNGWir lesen hier von Jess, die das alles aus ihrer Sicht erzählt. Es gab keine Bienen mehr und so kamen die Mädchen mit etwa 11 Jahren in Camps und dort wurden sie zu Obstplantagen gebracht um die Blüten von Hand zu bestäuben. Waisenkinder kamen hier sogar noch jünger in diese Camps und es wurde ihnen vorgegauckelt, das sie hier ein gutes zu Hause hatten. Sobald die Mädchen ihre Menstruation bekommen, werden sie verheiratet um Kinder zu bekommen. Diese Ehen werden arrangiert und die Mädchen werden hier überhaupt nicht gefragt, ob sie heiraten wollen. Während dieser Zeit haben die Mädchen auch lange Haare und die werden erst geschnitten, wenn die Mädchen wegen der Hochzeit das Camp verlassen. Die Haare werden dann dazu hergenommen um neue Pinsel zum bestäuben zu machen. Das alles hier liest sich so dramatisch und man mag sich das nicht vorstellen, was hier passiert. Die Autorin hat hier alles so plastisch beschrieben, das man manche Szenen direkt vor Augen hat. Das alles ist sehr erschreckend, was man hier zu lesen bekommt, aber es ist tatsächlich dramatisch, wenn es keine Bienen mehr geben würde. Wenn man dieses Buch hier so liest, dann wird einem die Bedrohung erst mal so richtig bewusst. Die Autorin hat hier aber auch sehr deutlich gemacht, wenn man Freunde hat und wenn man zusammen hält, dann kann man auch in so einem Camp etwas erreichen. Die Revolte war zwar nicht ungefährlich, aber Jess hat etwas erreicht. Dieses Buch hat viel Dramatik und es hinterlässt uns mit vielen Gedanken an unsere Zukunft und was einmal aus unserer angeschlagenen Welt noch so wird. Von mir gibt es für dieses wundervolle Werk hier absolut gerne die vollen 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

latalia am 16.08.2026 23:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Bild öffnet Türen

Das Buch spielt in einer Dystopie, wir nehmen an, dass alle Bienen ausgestorben sind und jetzt Mädchen in Camps verfrachtet werden um Bäume per Hand zu bestäuben. Ich fand das Buch wirklich gut. Weil es uns direkt in das leben der Mädchen mit hineingenommen hat. Wir sehen die Machtkämpfe untereinander, um die Gunst der Obrigkeit zu gewinnen. Wir sehen wie Rebellion einfach nur einen kleinen funken braucht. Um Feuer zu fangen. Aber auch wie schnell solche Rebellionen wieder eingedämmt werden kann. Die Mädchen wissen nicht, dass die sogenannten Mütter so viel besser leben als sie. Die Mädchen sind in einer Art und weise den Obrigkeiten ausgeliefert und es ist herzzerbrechend so was zu lesen. Gleichzeitig aber auch erschreckend weil so weit entfernt sind wir auch nicht davon. Insekten sterben ist ein wichtiges Thema auch bei uns. In manchen Gegenden musste man ebenfalls zur Bestäubung mit pinseln übergehen. Das in Camps Menschen zur Zwangsarbeit gehalten werden. Ist auch kein ungehörtes Ding. Wir können nur hoffen dass in unserem Camps jemand wie Jess ist, die den Pinsel in die Hand nimmt um eine Tür malt. Ich kann das Buch allen nur herzlich empfehlen. Es ist relativ kurz und hat teilweise ein offenes Ende. Dieses ende war nicht ganz genug tuend, aber unter den Umständen dass ein weiter elaboriertes Ende die Geschichte noch länger gemacht hätte, find ich das genau richtig.Vielen dank an Vorablesen für dieses Rezessionsexemplar.

ann-liest am 16.08.2026 17:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Erschreckend realistische Dystopie

Wenn die Bienen schweigen hat mir sehr gut gefallen und ist meinerseits eine Herzensempfehlung. Es entwirft das Szenario einer erschreckend realistischen Dystopie. Die Autorin beschäftigt sich mit der Frage, wie ein Leben nach dem Sterben der letzten Biene aussehen könnte und welchen Einfluss dies nicht nur auf die Ernährungssituation sondern auch auf die Gesellschaft allgemein und die Rolle der Frau im Besonderen haben könnte.Sehr gefallen haben mir die leisen Töne. Das leise und unbemerkte Sterben der letzten Biene, die leise Revolution innerhalb des Camps, die Hoffnung spendende Kraft der Kunst. Die Atmosphäre in dem Buch ist beklemmend und schafft den Rahmen für eine spannende Dystopie, in der sich eine starke Protagonistin sehr gut entfalten kann.Wer ein Buch erwartet, in dem das Gesellschaftssystem in einer dystopischen Welt im Detail ausgearbeitet wird und man einen umfassenden Einblick in Führungs-, Militär- und Arbeiterstrukturen erhält, wird enttäuscht werden. Aber wer an dem Schicksal der Mädchen in dieser neuen Gesellschaft interessiert ist und sich für Ideen der überwiegend gewaltfreien Widersetzung begeistern kann wird hier eine tolle Geschichte finden. Es ist wunderbar geschrieben und bietet viele schöne Zitate, starke Szenen und reichlich Gedankenfutter.

teegeschirr am 15.08.2026 20:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Feministische Dystopie - Vergleichbar mit "Der Report der Magd"

Bevor ich mit dem Buch "Wenn die Bienen schweigen" von Caryl Lewis begonnen habe, hatte ich die Sorge, dass es ein Abklatsch von "Die Geschichte der Bienen" von Maja Lunde sein wird. Aber weit gefehlt! Das Buch geht mehr in die Richtung von "Der Report der Magd" von Margaret Atwood. Nebenbei finde ich den Originaltitel "The Danger of Small Things" ansprechender als den der deutschen Ausgabe.Aber jetzt zum Buch: ich war positiv überrascht. Die Geschichte spielt sich in einer Dystopie ab, in der junge Mädchen und Frauen so behandelt werden wie Nutztiere. In jungen Jahren müssen sie händisch Blüten bestäuben, sobald sie menstruieren werden sie an genetisch passende Partner zwangsverheiratet und dienen als Gebärmaschine.Zum Glück finden sich aber nicht alle Mädchen damit ab, dass das ihr Leben sein soll. Und so wird aus einem Funken ein gewaltiges Feuer das das ganze System zum Kollaps bringt. Und diesen Kollaps haben wir der Protagonistin Jess zu verdanken.Der Schreibstil von Caryl Lewis regt sehr die Fantasie an, es ist alles so detailliert beschrieben, dass man sich die einzelnen Szenen gut vorstellen kann. Zudem finde ich die länge der Kapitel sehr angenehm, es verleiht dem Buch eine gute Struktur.Da ich dank LovelyBooks ein Rezensionsexemplar erhalten habe, konnte ich mir diese Meinung bilden. Und nach der Lektüre, würde ich mir dieses Buch auch selbst kaufen. Es ist feministisch und regt zum Denken an, denn so weit hergeholt ist das alles leider nicht. Hier werden wichtige Themen wie Umweltschutz, Klima und Feminismus in einem äußerst spannenden Rahmen behandelt.

leopol am 15.08.2026 13:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Jungend-Dystopie - mit erschreckend aktueller Botschaft

Die Welt und das Leben sind anders: Bienen sind vor einigen Jahren ausgestorben, die Erde ist heiß und trocken und Wasser und Nahrung ist knapp. Junge Mädchen ab elf Jahren werden in Camps gezwungen in denen sie per Hand Blüten bestäuben. Auch die Jungen verlassen ihre Familien und leisten Militärdienst als Wachen. Jess, die im Camp eine Außenseiterin ist, weil sie erst spät dazu kam, träumt von der vergangenen Welt, die ihr ihre Mutter und die ältere Nachbarin geschildert haben. Als ihr Eliot, ein junger Soldat, Farben zukommen lässt, malt sie mit diesen und dem Pinsel, der sonst zum Bestäuben genutzt wird, ein ergreifendes leuchtendes Bild. Ein Gedanke an Freiheit ist gesät.Das Buch wird als Jugendbuch beworben, eignet sich aber durchwegs auch als Lektüre für Erwachsene. Eben auch weil diesen ein solcher Ausblick nicht schadet, denn man bekommt durch dieses Buch doch die Folgen einer Änderung des Klimas, der Tierwelt und der politischen Gegebenheiten mit. Man denkt gerne, dass alles utopische Fantasie ist. Doch viele Aspekte der Geschichte sind durchwegs schon in gewissen Formen in gewissen Regionen Realität.Die Sprache ist doch eher einfach gehalten, allerdings dennoch schön, gefühlvoll und auch atmosphärisch packend. Die bedrückende Atmosphäre schwappt auf den Leser über. Es fällt leicht sich in die Lebensrealität von Jess und den anderen jungen Mädchen hineinzuversetzen. Viele Themen, die auch in einer nicht dystrophischen Welt bedeuten sind kommen vor: Umgang mit Mobbing, Frauenrechten, Freundschaft, Hoffnung, Liebe und schlichtweg das Erwachsen werden.Der Roman selbst, konzentriert sich hauptsächlich auf das Leben im Camp der jungen Mädchen und deren Arbeit. Etwas weniger erfährt man über die Welt darum herum. Unklar ist in welchem Jahr und in welcher Region die Geschichte spielt und wie es dazu kam das dieses ja sagen wir Regime so gestaltet ist wie es ist. Allerdings funktioniert die Erzählung auch ohne diesem.Definitiv lesenswert - nicht nur für Jugendliche - , da man neben Unterhaltung auch viel Stoff zum Nachdenken bekommt.

kapitelreisende am 14.08.2026 18:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Unglaublich fesselnd

🐝 „Wenn die Bienen schweigen“ von Carly Lewis 🐝 📖 In einer von Naturkatastrophen geplagten Welt und wo das Patriarchat junge Mädchen in Camps sperrt, gibt es noch Menschen, die an eine bessere Zukunft glauben und für sie kämpfen.Die junge Jess hat heimlich lesen gelernt und kennt Geschichten über die Welt aus einer besseren Zeit. Darüber hinaus hat sie ein Talent zum Malen.Als ihr ein Wächter Farben gibt, malt sie ein Bild, das einen Ausblick auf eine andere Welt ermöglicht und entfacht damit einen Funken des Widerstands, der stetig wächst…✨ „Wenn die Bienen schweigen“ ist ein dystopischer und erschreckend realistischer Roman, über eine Welt, die auch uns eines Tages blühen kann, wenn wir nicht endlich begreifen, dass wir Menschen von der Natur abhängig sind und nicht andersherum.Zentrale Themen dieses Buchs sind der Klimawandel, seine Folgen und patriarchale Gesellschaftsstrukturen. Wer sich nicht beugt, muss mit Verfolgung rechnen, junge Mädchen werden missbraucht und zwangsverheiratet und das alles im Namen des „Fortschritts“.Jess wird als starke und talentierte Heranwachsende dargestellt, die einem schnell ans Herz wächst. Die Beschreibungen ihrer Zeichnungen sind so gut, dass ich die Bilder vor meinem Auge hatte.Die Gemeinschaft, in welcher die Mädchen leben, entwickelt sich im Verlauf der Geschichte und verdeutlicht, wie wichtig Freundschaft und Zusammenhalt sind, gerade in derartig herausfordernden Zeiten, wie sie in dem Buch herrschen.Sprachlich sehr gut formuliert, bis mehr oder weniger kurzen Kapiteln.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur, Buch des Monats
Mehr als eine Dystopie: eine eindrucksvolle Hommage an die Kraft von Kunst, Fantasie und Geschichte.

01.09.2026

Bangerang
Eine sowohl beunruhigende wie auch packende Dystopie, die zugleich zeigt, wie wichtig Literatur und ...Kunst sind, um uns zu empowern, aber auch Freundschaft und Liebe. mehr weniger

01.09.2026

jugendbuchtipps.de
Caryl Lewis hat ein geschicktes Händchen für die Dramaturgie. Und die Figuren sind (…) stimmig und ...vielschichtig angelegt. mehr weniger

Ulf Cronenberg, 28.08.2026

Augsburger Allgemeine
Ein spannendes Buch, das einiges Nachdenken in Gang setzt.

Birgit Müller-Bardorff, 11.08.2026

Die Zeit, Kinder- und Jugendbuch-Bestenliste
Eine Dystopie über den Wert der Freiheit – und den der Natur.

06.08.2026

Eselsohr
Das Buch liest sich schnell und einfach und stellt die richtigen Fragen. Obwohl unsere Welt mögliche...rweise untergehen wird, wenn wir nichts gegen das Bienensterben tun, so weckt dieser Roman Hoffnung, wo vielleicht sonst keiner mehr suchen würde. Wie in jedem Jugendroman fehlt es selbstverständlich nicht an den Themen Freundschaft, Pubertät und erste (queere) Liebe. mehr weniger

Theresa Krien, 01.08.2026

ORF-Teletext
Eine beklemmende und zugleich hoffnungsvolle Geschichte, getragen von einer poetischen Bildsprache, ...über Mut und Menschlichkeit. mehr weniger

Elisabeth Nibakhsh, 20.07.2026

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›Wenn die Bienen schweigen‹ auf der ZEIT Kinder- und Jugendbuch-Bestenliste

›Wenn die Bienen schweigen‹ von Caryl Lewis in der Übersetzung von Anu Stohner steht auf der ZEIT Kinder- und Jugendbuch-Bestenliste im August 2026. Jeden Monat wählen 20 Redakteurinnen und Redakteure der ZE...IT fünf Bücher aus der Vielzahl der Neuerscheinungen für die Kinder- und Jugendbuch-Bestenliste aus. Aus allen Titeln kürt eine Fachjury zum Jahresende das beste Buch des Jahres.

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