Bei einem Einsatz anlässlich eines Banküberfalls schießt Police Sergeant Martin Gordon seinen Kollegen Clark Jarrett an. War das nur ein Versehen?
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Wer mit den Wölfen heult
Sie ist intuitiv, sie ist hartnäckig, sie ist clever. Doch zwei neue Fälle bringen Therapeutin Lily Brown an ihre Grenzen. Die Canterbury-Fälle beruhen auf wahren Verbrechen. Für Leserinnen von Charlotte Link und Elizabeth George Bei einem Einsatz anlässlich eines Banküberfalls schießt Police Sergeant Martin Gordon seinen Kollegen Clark Jarrett an. War das nur ein Versehen? Nicht zum ersten Mal gab es Konflikte zwischen den beiden Polizisten. Deren Vorgesetzter beauftragt Lily Brown, ein psychologisches Gutachten über Gordon zu erstellen. Doch noch bevor sie zu dem verschlossenen Mann durchdringen kann, begeht er Selbstmord. Er hinterlässt einen Brief mit der Botschaft: »Lily Brown wird herausfinden, was wirklich geschehen ist.« Lily kann sich zwar keinen Reim darauf machen, wird aber zu den internen Ermittlungen der Umstände von Gordons Tod hinzugezogen Dabei stößt sie auf ein unglaubliches Komplott innerhalb der Polizei. Stimmen zu Band 1: Wer das Vergessen stört »Unbedingt lesen!« Ruhr Nachrichten »Das Debüt in diesem neuen Genre ist Tessa Duncan geglückt und nicht nur das, sie brilliert darin!« Dennie Ahrweiler, Alltag eines Bestsellers Die Canterbury-Fälle: Wer das Vergessen stört Wer mit den Wölfen heult Jeder Band ist unabhängig zu lesen.
Bibliografische Daten
1. Auflage
Tessa Duncan
Tessa Duncan hat in Psychologie promoviert und ist ausgebildete Klinische Psychologin und Psychotherapeutin. Nach zehn Jahren in diesem Berufszweig ihres Fachs und weiteren über 20 Jahren als selbstständige Unternehmensberaterin konzentriert sie sich heute fast nur noch aufs Schreiben. Unter dem Pseudonym Marie Lacrosse wurde sie zur vielfachen Bestsellerautorin. Bei dtv erscheint ihre Krimireihe um die ermittelnde Therapeutin Lily Brown. Tessa Duncan lebt mit ihrem Mann und Kater Mirko in einem beschaulichen Weinort.
2 - 10 von 17 Leserstimme
Hochspannung in Teil 2
Therapeutin Lily Brown ermittelt wieder. Der Hauptfall um Polizist Martin Gordon, der erst einen Kollegen anschiesst und später Selbstmord begeht, bringt sie an ihre Grenzen.
Von der Polizei um Mithilfe gebeten, sieht alles nach internen Verbrechen aus. Auch wie immer noch mit den Kolleginnen umgegangen wird, ist schlimm. Unterstützt wird sie von ihrem Lebensgefährten Dan, der selbst einen Serienmörderfall bearbeitet. Auch privat ist es nicht einfach, da Dans Ex schwanger ist.
Der zweite Fall in Lilys Privatpraxis dreht sich um eine junge schwangere Frau, die Angst vor einem zweiten Kindstod hat. Auch hier kommt die Spannung nicht zu kurz.
Unbedingte Leseempfehlung!
Therapeutin Lily Brown ermittelt wieder. Der Hauptfall um Polizist Martin Gordon, der erst einen Kollegen anschiesst und später Selbstmord begeht, bringt sie an ihre Grenzen.
Von der Polizei um Mithilfe gebeten, sieht alles nach internen Verbrechen aus. Auch wie immer noch mit den Kolleginnen umgegangen wird, ist schlimm. Unterstützt wird sie von ihrem Lebensgefährten Dan, der selbst einen Serienmörderfall bearbeitet. Auch privat ist es nicht einfach, da Dans Ex schwanger ist.
Der zweite Fall in Lilys Privatpraxis dreht sich um eine junge schwangere Frau, die Angst vor einem zweiten Kindstod hat. Auch hier kommt die Spannung nicht zu kurz.
Unbedingte Leseempfehlung!
Therapeutin Lily Brown ermittelt wieder. Der Hauptfall um Polizist Martin Gordon, der erst einen Kollegen anschiesst und später Selbstmord begeht, bringt sie an ihre Grenzen.
Von der Polizei um Mithilfe gebeten, sieht alles nach internen Verbrechen aus. Auch wie immer noch mit den Kolleginnen umgegangen wird, ist schlimm. Unterstützt wird sie von ihrem Lebensgefährten Dan, der selbst einen Serienmörderfall bearbeitet. Auch privat ist es nicht einfach, da Dans Ex schwanger ist.
Der zweite Fall in Lilys Privatpraxis dreht sich um eine junge schwangere Frau, die Angst vor einem zweiten Kindstod hat. Auch hier kommt die Spannung nicht zu kurz.
Unbedingte Leseempfehlung!
Therapeutin Lily Brown ermittelt wieder. Der Hauptfall um Polizist Martin Gordon, der erst einen Kollegen anschiesst und später Selbstmord begeht, bringt sie an ihre Grenzen.
Von der Polizei um Mithilfe gebeten, sieht alles nach internen Verbrechen aus. Auch wie immer noch mit den Kolleginnen umgegangen wird, ist schlimm. Unterstützt wird sie von ihrem Lebensgefährten Dan, der selbst einen Serienmörderfall bearbeitet. Auch privat ist es nicht einfach, da Dans Ex schwanger ist.
Der zweite Fall in Lilys Privatpraxis dreht sich um eine junge schwangere Frau, die Angst vor einem zweiten Kindstod hat. Auch hier kommt die Spannung
Entsetzlich, spannend, schockierend. Aktuell und auf wahren Verbrechen beruhend.
Ein Lob für das hervorragende Cover! Es macht sofort aufmerksam.
Dies war mein zweiter Fall mit der Therapeutin Lily Brown. Genau wie der erste Band, lässt auch dieser einen sehr nachdenklich zurück. Unfassbar und erschreckend, weil er auf wahren Begebenheiten beruht. So nah an der Wirklichkeit ist.
Wieder gibt es einen Haupt- und einen Nebenhandlungsstrang. Unterschiedlich Verbrechen, die einen sofort in ihren Bann ziehen. Zum einen ist da der Polizist Martin, der bei einem Einsatz auf einen anderen Polizisten schießt. War es ein Versehen oder Absicht? Das gilt es für Lily herauszufinden. Zum anderen wird ihr eine Patientin vermittelt, die schwanger ist, und die bereits ein Kind durch Kindstod verloren hat.
Mit ihrem psychologischen und kriminalistischen Gespür gelingt es Lily die Hintergründe zu ermitteln. Dabei kommen schockierende, entsetztliche Dinge zu Tage. Es ist so geschrieben, als wäre man immer an der Seite von Lily. Man durchlebt mit ihr alle menschlichen Gefühle. Man zittert, leidet und freut sich mit ihr. Nach und nach erfahren wir mehr über Täter und Opfer, in beiden Handlungssträngen. So erhöht sich auch nach und nach die Spannung. Man kann das Buch einfach nicht aus der Hand legen.
Beeindruckend auch wieder der Bezug zu der Geschichte von Canterbury. Hier wählt der Polizist Martin die Kathedrale, als Ort für seine letzte Tat. Eine mehr als schreckliche Vorstellung.
Das Ende ist dramatisch und gefährlich. Wieder einmal setzt Lily ihr Leben aufs Spiel.
Der Cliffhänger am Ende macht sofort neugierig auf den nächsten Band.
Auf die ganzen Details der Fälle möchte ich nicht näher eingehen, diese sind so abscheulich und erschreckend, dass sie einen fassungslos zurücklassen. Diese Taten werden noch lange zum Nachdenken anregen.
Bitte lest unbedingt selbst!
Gerne würde ich mehr als 5 Sterne vergeben!
Neue Ermittlungen für Lily Brown
Schon im Prolog wird Spannung aufgebaut, ein Banküberfall, bei dem Police Sergeant Martin Gordon,seinen Kollegen Clark Jarrett anschießt und ihn leicht verletzt,Zufall oder Absicht?Das muß ihr Chef klären und bittet Lily Brown ,ein psychologisches Gutachten zu erstellen.Doch bevor es hier zu einem Ergebnis kommt,begeht Martin Selbstmord.Er hinterlässt einen Brief mit dem Text“Lily Brown wird herausfinden,was wirklich geschehen ist“und so wird Lily in die Ermittlungen eingebunden.Da es viele Probleme im beruflichen Umfeld gab ,bittet sie Dan ,Polizeipsychologe und privat mit ihr liiert,um Unterstützung.Bei ihren Ermittlungen stoßen sie auf ein Wespennest, was immer größere Ausmaße annimmt. Als Lily auch privat bedroht wird,spitzt sich die Lage zu.
Gleichzeitig ist sie in ihrer Praxis mit dem Fall von Jerry Hoover betraut,die ein Baby durch den plötzlichen Kindstod verloren hat,erneut schwanger ist und eine Wiederholung fürchtet.Nach etlichen Widersprüchen bezweifelt Lily ihre Aussagen.Auch am privaten Umfeld gibt für Lily weitere Probleme.
Nachdem ich den ersten Band der Reihe mit Begeisterung gelesen hatte, war ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung und wurde erneut nicht enttäuscht. Der Schreibstil der Autorin und ihr Talent gleich zu Beginn einen Spannungsbogen aufzubauen und diesen durchgehend zu halten, hat mich auch hier erneut begeistert. Sie greift mehrere brisante Themen auf, unter anderem Gruppenzwang,Mobbing am Arbeitsplatz und sexuellen Missbrauch.Mir blieb beim Lesen manchmal die Luft weg ,aufgrund des ungeheuerlichen Ausmaßes.
Besonders interessant fand ich die im Nachwort erläuterten Hintergründe,welche zu der Geschichte führten.Da es am Ende einen Cliffhanger gab,bin ich schon sehr gespannt auf den nächsten Band.
Spannend,schockierend und an wahren Fällen angelehnt
Tessa Duncan ,uns allen schon länger unter den Namen Marie Lacrosse und Marita Spang bekannt, hat gerade ihren 2. Canterbury Fall veröffentlicht. Wer mit den Wölfen heult ist ein absolut spannendes Buch.
Auf dem Cover ist es als Roman ausgezeichnet aber ich würde es schon in die Kategorie True Crime einordnen.
Angelehnt an tatsächliche Kriminalfälle ist Tessa Duncan wieder ein sehr spannendes Buch gelungen aber auch ein Buch das einen sehr nachdenklich macht und einen nur so mit den Kopf schütteln lässt.
Es wird,wie schon in Band 1,wieder in 2 Fällen ermittelt und recherchiert.
Zum einen ist da der Fall eines Polizisten der während eines Banküberfalls seinen Kollegen anschießt. War das wirklich ein unglücklicher Unfall,ein Versehen oder war es tatsächlich Absicht? Das zumindest behauptet Clark Jarrett,der angeschossene Polizist. Oder behauptet er das nur weil er und Martin sich nicht grün sind?
Martin Gorden muss nun bei Lily Brown in Therapie gehen um seine Diensttauglichkeit zu überprüfen zu lassen.
In den Gesprächen erkennt Lily immer mehr Ungereimtheiten und weiss nicht was sie von der Sache halten soll. Warum sollte Martin seinen Kollegen anschießen? Aber irgendwie glaubt Lily das Martin ihr wichtige Details verschweigt. So kann sie nicht arbeiten.
Als Martin dann keinen Ausweg mehr sieht um heil aus der Sache herauszukommen, geht er einen drastischen Weg. Auf absolut spektakuläre Weise begeht er Selbstmord,aber nicht ohne Vorkehrungen getroffen zu haben das Lily Brown sich dieser vertrakten Situation annimmt und in der Sache ermittelt.
In einem Brief gibt er sein Wissen an Lily weiter.
Martin lässt durchblicken das es in seinen eigenen Reihen Kollegen gibt die absolut skrupellos sind und auch vor Mobbing,Vergewaltigung und Mord nicht zurückschrecken. Doch wie soll er das beweisen, wem kann er noch trauen. Martin muß täglich miterleben wie weit seine Kollegen zu gehen bereit sind um ihre Interessen durchzusetzen.Demütigung ist da an der Tagesordnung.
Aber eigentlich sollte man der Polizei doch vertrauen können, hier ist es aber ein tödlicher Irrtum.
Und auch der 2. Fall ist unfassbar und tragisch.
Die Sozialarbeiterin Mabel Ellis überweist die schwangere Jerry Hoover an Lily Brown.
Jerry ist das 2.mal schwanger und hat große Angst dieses Baby durch plötzlichen Kindstod zu verlieren.
Ganz unbegründet scheint ihre Angst nicht zu sein da sie schon ein Kind durch plötzlichen Kindstod verloren hat.
Lily soll ihr dabei helfen das erlebte zu verarbeiten und ihr die Angst zu nehmen. Sie spricht mit ihr in ihren Sitzungen und vorallem gibt sie ihr Ratschläge und Tipps was sie tun kann um das Risiko sehr gering zu halten das soetwas nochmal passiert.
Jerry ist überaus dankbar für die Tipps und verspricht, sich auf alle Fälle an alles zu halten.
Doch dann kommt es alles anders, Jerry wird nachlässig, sie kommt nicht mehr zu ihren Sitzungen und das Drama ist schon vorprogrammiert.
Das Nachwort hat mich dann vollens schockiert, hier wird aufgeklärt an welchen echten Kriminalfällen die Autorin sich hier orientiert hat. Zumindest der Fall um Martin Gorden ist mir noch sehr gut in Erinnerung,dieser Fall hat Deutschland sehr beschäftigt und schockiert.
Ich fand das Buch sehr spannend geschrieben, das es sich um wahre Fälle handelt gibt dem ganzen zwar einen schalen Beigeschmack aber absolut sehr gut umgesetzt. Ich finde das auch das 2. Buch dieser Reihe ein lesehighlight werden wird.
Lily Brown ist zurück!
Endlich ist er da, Band 2 der Canterbury-Fälle um die Psychologin und Psychotherapeutin Lily Brown. Wieder begleiten wir Lily bei ihrer Reise auf der Suche nach der Wahrheit. Ihr Patient ist Martin Gordon, ein Police Sergeant, der bei einem Einsatz seinen Kollegen Clark Jarrett angeschossen hat. Lily soll ein Gutachten zu Martins Dienstfähigkeit erstellen. Das gestaltet sich schwierig, da Martin immer nur die nötigsten Informationen preisgibt in den Therapiesitzungen, gerade soviel um Lily bei Laune zu halten. Alle Instinkte sagen Lily, dass Martin ihr Wesentliches verschweigt, es gelingt ihr jedoch nicht vollständig zu ihm durchzudringen. Ehe sie ihren Verdacht verifizieren kann, begeht Martin Selbstmord. Als letzter Wille wird bei ihm ein Zettel gefunden „Lily Brown wird die Wahrheit herausfinden.“ Diesen Auftrag nimmt Lily an, ihr Ehrgeiz ist geweckt und auch ihr Wunsch etwas gutzumachen. Da Lily die Lösung innerhalb der Polizei vermutet, kehrt sie in ihre Welt als forensische Psychologin zurück und ermittelt undercover für die Kent Police.
Gemeinsam mit Lily mache ich mich als Leserin an die Lösung bzw. das Aufdröseln des gordischen Knotens. Das ist eine Herausforderung, da alle Menschen, die etwas zur Auflösung beitragen könnten, lieber schweigen als reden. Lily braucht ihre ganze Entschlossenheit, Mut und auch Sturheit um der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Jedes Mal, wenn ich denke „jetzt habe ich es“ gibt es eine erneute Wendung und es geht (fast) wieder zurück auf Los. Die Schilderung von Lilys Ermittlungen wird mit den Erinnerungen von Martin Gordon verwoben. Das ist spannend und teilweise auch brutal und schonungslos geschildert.
Lilys zweiter Fall ist Jerry Hoover, eine junge Frau, die ihr Baby durch den plötzlichen Kindstod verloren hat und nun in Panik ist, da sie erneut schwanger ist und dasselbe Schicksal für ihr ungeborenes Kind befürchtet. Trotz ihres schweren Schicksals ist mir Jerry zutiefst unsympathisch, und ich fühle mit Lily, wenn sie die Behandlungstermine frustrierend findet und trotzdem bemüht ist, das Beste für ihre Patientin zu erreichen.
Im zweiten Band erleben wir eine Lily, die in ihrer neuen Welt als Therapeutin angekommen ist. In der Sozialarbeiterin Mabel hat sie nicht nur eine Mitstreiterin gefunden, sondern auch eine gute Freundin. Ihr Praxiskollege Matt steht Lily mit Mitgefühl und Expertise zur Seite und auch die Beziehung zu Dan hat sich weiterentwickelt.
Dan und Lily arbeiten dieses Mal gemeinsam an der Aufklärung des Falls und erweisen sich beruflich als gutes Team. Privat haben sie es nach wie vor nicht leicht miteinander.
Kater Mick ist ebenso wieder dabei. Der Kater hat es nicht nur in mein Herz geschafft, sondern inzwischen auch in das von Lilys Nachbar Mister O’Brien, der dadurch auch für Lily zum verlässlichen Unterstützer wird. Als Mick beim Abendessen mit Dan auf einem dritten Stuhl am Tisch Platz nimmt habe ich schallend gelacht.
Viele Figuren aus Band 1 sind auch dieses mal wieder dabei, so erfahren wir z. B. auch, wie es mit Samantha, Lilys Patientin aus „Wer das Vergessen stört“ weitergeht. Alle Figuren werden von Tessa Duncan kurz eingeführt und ihre Rolle und Beziehung zu Lily erklärt, so dass dem Lesevergnügen bei Band 2 nichts im Wege steht, auch wenn jemand Band 1 (noch) nicht gelesen hat.
Band 2 ist eine gelungene Fortsetzung der Reihe um die sympathisch sture und mutige Lily Brown.
Nichts ist, wie es scheint
„...Ein Banküberfall! Ein Notruf! Von der Santander-Filiale in Whitfield! In der Nähe des Dover Business Park...“
Im Prolog geht es gleich heftig los. Police Sergeant Martin Gordon wird vor Ort geschickt. Obwohl er nicht zum Team gehört, setzt sich auch sein Kollege Clark Jarrett mit ins Auto. In der Bank schießt Martin auf Clark. Für mich als Leser liest sich das so, als hätte er die Gelegenheit bewusst genutzt. Clark wird nur leicht am Arm verletzt.
Die Autorin hat einen fesselnden Roman geschrieben. Der Schriftstil sorgt für einen hohen Spannungsbogen. Gut gefällt mir, dass er auch Raum für das Privatleben der Protagonisten lässt.
Die Therapeutin Lily Brown wird beauftragt, ein Gutachten über Gordon zu schreiben. Ist er noch dienstfähig? Wie konnte es zu dem Schuss kommen? Parker bittet sie als Außenstehende um Mithilfe, da so größere Objektivität zu erwarten ist.
„...Wahrscheinlich hätte es eine interne Polizeipsychologin schwer. Zu welchen Urteil sie auch käme. Es wäre angreifbar….“
Lily ist richtig gut. Ihr gelingt, hinter die Fassade zu schauen, denn sie kennt die Prozesse bei der Polizei von früher. Die Gespräche mit weiteren Kollegen, die am Tatort waren, zeigen, dass im Team etwas ganz und gar nicht stimmt.
„...Nochmal zurück auf Los! Anfangs hielten Sie Martin doch für einen guten Chef. Gab es denn bereits etwas an ihm auszusetzen, bevor Officer Jarrett in Dover anfing?...“
Mit Hilfe ihres Freundes Dan, Polizeipsychologe in London, bekommt Lily Auskünfte von der früheren Arbeitsstelle von Martin in London. Dabei wird klar, dass es einen Auslöser gegeben haben muss, der zur Feindschaft zwischen Clark und Martin geführt hat. Genau an der Stelle aber blockt Martin ab.
Kurze Zeit später sieht er keinen Ausweg mehr und inszeniert einen spektakulären Selbstmord. Er hinterlässt allerdings Lily eine mysteriöse Nachricht.
Lily soll die Hintergründe des Selbstmordes recherchieren. Jetzt gräbt sie tiefer und geht in der Geschichte weiter zurück. Dabei stößt sie auf Dinge, die in London gekonnt unter den Teppich gekehrt wurden.
Natürlich hat Lily nicht nur Martin in ihrer Behandlung. Im Buch wir ein zweiter Fall von ihr ausführlich eingebunden. Auch hier ist nichts so, wie es scheint. Gut, dass sie ihren Praxispartner Matt als Ansprechpartner und Freund hat, der ihr in kritischen Situationen mit Rat und Tat zur Seite steht, auch wenn er gesundheitlich zu kämpfen hat.
Im Nachwort erläutert die Autorin, welche konkreten Fälle die Grundlage für das Buch gebildet haben.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Hier stehen unter anderen Gruppendruck und Mobbing im Mittelpunkt. Gleichzeitig geht es um Frauenfeindlichkeit in männlich geprägten Berufen.
Grandiose Fortsetzung
Jetzt ist er erschienen: Band 2 der Canterbury-Fälle von Tessa Duncan „Wer mit den Wölfen heult“. Ich habe mich sehr darauf gefreut, da mich der 1. Teil „Wer das Vergessen stört“ absolut begeistert hat. Die Leseprobe, die man bereits vor ein paar Wochen auf diversen Internetplattformen aufrufen konnte, zeigte, dass die Geschichte gleich ganz spannend anfing, und ganz spannend ging es weiter, bis das Ganze endlich aufgeklärt werden konnte.
Erneut kann Tessa Duncan (die sich bereits als Autorin historischer Romane einen Namen gemacht hat - Marita Spang bzw. Marie Lacrosse) im Genre Spannungsroman überzeugen. Die Handlung ist durchdacht und sorgfältig aufgebaut, die Spannung steigt immer mehr an, sodass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann und unbedingt zu Ende lesen muss. Der Schreibstil ist sehr lebendig und bildhaft, als Leserin hatte ich von Anfang an das Gefühl, direkt dabei zu sein. Ich habe vor allem mit der Hauptprotagonistin Lily Brown gehofft, gefiebert und gelitten. Die Autorin – promovierte Psychologin - hat sich auch diesmal von wahren Kriminalfällen inspirieren lassen, wie sie im Nachwort berichtet.
Auch für dieses Buch der Autorin kann ich nur die höchste Punktzahl vergeben, es hat mich absolut in seinen Bann gezogen. Ich bedanke mich herzlichst für spannende Lesestunden.
Das Buch wurde mir freundlicherweise vom dtv-Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, dies hat aber meine Meinung nicht beeinflusst.
Eine kurze Inhaltsangabe mit meinen eigenen Worten (ab hier Spoiler möglich!)
Die ehemals im Polizeidienst stehende Lily Brown ist nach wie vor als Psychotherapeutin in einer Praxisgemeinschaft tätig und bekommt es wieder mit zwei schwierigen Fällen zu tun. Da ist einmal die junge Jerry Hoover, die schwanger zu Lily kommt und von ihrer Angst berichtet, auch dieses Kind durch den plötzlichen Kindstod zu verlieren. Lily versucht nach Kräften, ihr zu helfen, und hofft sehr, dass ihr das gelingt. - Mir persönlich ging dieser Erzählstrang sehr unter die Haut…
Noch mehr ist Lily im Fall des Police Sergeant Martin Gordon gefordert. Dieser wird auf Anordnung seines Vorgesetzten bei Lily vorstellig, um seine Dienstfähigkeit überprüfen zu lassen. Gordon hat während eines Einsatzes auf einen seiner Kollegen geschossen. Wirklich nur ein Versehen, wie er immer wieder beteuert? Lily merkt bald, dass ihr Patient nicht ehrlich zu ihr ist. Offenbar waren er und besagter Kollege einst beste Freunde. Was ist seitdem passiert, warum vertraut der Police Sergeant Lily nicht? Und warum begeht er schließlich an einem symbolträchtigen Ort Selbstmord? Seine letzte Bitte an Lily ist, sie möge herausfinden, was wirklich passiert ist. Lily macht sich an die Arbeit, wühlt tief in der Vergangenheit Martin Gordons, macht erstaunliche Entdeckungen und gerät schließlich selbst in Gefahr.
PS. Natürlich ist auch Kater Mick (für den Kater Mirko der Autorin Pate stand) wieder mit von der Partie.