Das Hauptwerk von John Williams


Was es heißt, ein Mensch zu sein ... der furiose Abschluss der Werktrilogie nach ›Stoner‹ und ›Butcher's Crossing‹


»John Williams‘ Fantasie ist es vielleicht plausibler als jedem Historiker gelungen, die Seele dieser erstaunlichen Figur zu durchleuchten.«
Alexander Cammann, DIE ZEIT No. 46, 3. November 2016


Octavius ist neunzehn, sensibel, wissbegierig, und er will Schriftsteller und Gelehrter werden. Doch als Großneffe und Adoptivsohn Julius Cäsars fällt ihm nach dessen Ermordung ein gewaltiges politisches Erbe zu: Ihm, der von schwächlicher Konstitution aber enormer Willenskraft ist, wird es durch Glück, List, Intelligenz und Entschlossenheit gelingen, das riesige Römische Reich in eine Epoche des Wohlstands und Friedens zu führen.

Williams schildert das Wirken und Leben dieses außergewöhnlichen Mannes, des späteren Kaiser Augustus‘, in dramatischen Szenen, so plastisch, so mitreißend, als würden die Geschehnisse sich in unseren Tagen ereignen.

Überwiegend fiktive Briefe und Notizen, Erinnerungen und Senatsprotokolle lassen die Person eines Herrschers lebendig werden, dem das Schicksal Macht und Reichtum in vorher ungekanntem Ausmaß zuspielte. Aber er, der sich zum Gott erheben ließ, sieht am Ende, von Frau und Tochter entfremdet, dem Tod so ungeschützt entgegen, wie jeder Mensch – als das »arme Geschöpf, das er nun einmal ist.«

Auch dieser historisch-biographische Roman fügt sich in das schmale aber außerordentliche Werk des posthum durch ›Stoner‹ weltberühmt gewordenen Autors, in dessen Mittelpunkt die tiefgreifende Frage steht, was es heißt, ein Mensch zu sein.

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Ich habe die Welt erobert, und nirgendwo ist man sicher; ich habe den Menschen die Freiheit gezeigt, und sie fliehen sie wie eine Krankheit; ich verachte jene, denen ich trauen kann und liebe die am meisten, die mich am ehesten verraten würden. Und ich weiß nicht, wohin wir gehen, dabei bin ich es, der eine Nation ihrem Schicksal entgegenführt. Solcher Art, mein lieber Neffe, der ich Dich meinen Sohn nenne, sind die Zweifel, die jenen Mann heimsuchen, den sie zu ihrem Kaiser machen wollen.

JULIUS CÄSAR AN GAIUS OCTAVIUS IN APOLLONIA, ROM (44 V. CHR.)
»Vater«, fragte ich, »ist es das wert gewesen? Deine Macht, dieses Rom, das du gerettet hast, das Rom, das von dir erbaut wurde? Ist es all das wert gewesen, was du getan hast?« Mein Vater schaute mich lange an, dann wandte er den Blick ab. »Ich muss daran glauben«, sagte er. »Wir müssen beide daran glauben.«

DAS TAGEBUCH DER JULIA, PANDATERIA (4 N. CHR.)

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