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Grafik "Wenn die Lüge überlebenswichtig wird" zu Alles Liebe von Ronja von Rönne
Grafik "Wenn die Lüge überlebenswichtig wird" zu Alles Liebe von Ronja von Rönne
Sie zerstört. Sie rettet. Sie fehlt. Sie macht aus Opfern Täter: die Liebe, die Lüge.

Alles Liebe

»Ronja von Rönne hat mit ›Alles Liebe‹ den vielleicht coolsten Roman des Sommers geschrieben.« Laura Hertreiter, DIE ZEIT

»Mit ihrem neuen Roman ist Ronja von Rönne der große Wurf geglückt: ›Alles Liebe‹ ist unterhaltsam, grausam und zwingend.« Arno Frank, DER SPIEGEL

»Mehr als dieses Nachdenken, das einen lange nach der Lektüre begleitet, kann Literatur kaum erreichen.« Marie-Luise Goldmann, Die Welt

Mit feinem Gespür und großer Intensität erschafft Ronja von Rönne ein Mosaik über Liebe als Behauptung und Wahrheit als Konstrukt.

Laura hat schon als Kind verstanden, wie Mitleid funktioniert. Barbara füllt ihr leeres Haus mit Versandhauskatalogen und einem Mann, den es nicht gibt. Heike sitzt seit dreißig Jahren in einem Haus, das ihrer Schwiegermutter gehört, und träumt von einem Garten, den sie nie haben wird. Christina verkleinert mit ihrer Kunst die Welt, weil sie sie sonst nicht aushält.

»Ein Buch, von dem man sich wünscht, dass es nie zu Ende geht.« Betterov

»Ronja von Rönne schreibt einfach umwerfend.« Katja Riemann


Bibliografische Daten

EUR 23,00 [DE] – EUR 23,70 [AT]
ISBN : 978-3-423-28530-8
Erscheinungsdatum: 02.07.2026
4. Auflage
240 Seiten
Format : 12,8 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Ronja von Rönne

Ronja von Rönne, geboren 1992, ist Schriftstellerin, Journalistin und Moderatorin. 2015 las sie beim Ingeborg-Bachmann-Preis. Von 2017 bis 2022 moderierte sie auf ›Arte‹ die Sendung ›Streetphilosophy‹. Ab Herbst 2023 ist sie in dem neuen Format ›Unhappy‹ zu sehen. Sie schreibt für ›Die Zeit‹ und ›Zeit Online‹. Ihr Roman ›Ende in Sicht‹ wurde zum von der Kritik gefeierten Bestseller.



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104 von 104 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.55 von 5 Sternen


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9 - 10 von 104 Leserstimme

lucacml am 29.06.2026 11:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ein großer Ronja von Rönne Fan!

„Alles Liebe“ von Ronja von Rönne ist ein Erzählband, der aus vielen kurzen, sehr unterschiedlichen Geschichten besteht. Jede davon wirft einen kleinen Blick in ein Leben – manchmal mitten hinein in eine Beziehung, manchmal in einen ziemlich einsamen Moment oder in eine Situation, die schon fast wieder vorbei ist, bevor man richtig drin war. Es gibt keine klassische durchgehende Handlung, sondern eher viele kleine Ausschnitte, die sich wie Momentaufnahmen lesen. Erst nach und nach merkt man, dass sich trotzdem ein roter Faden ergibt: Themen wie Liebe, Erwartungen, Enttäuschungen und dieses ständige Suchen nach etwas, das sich richtig anfühlt. Die letzte Geschichte wirkt dann ein bisschen wie ein Abschluss, der die vorherigen Erzählungen nochmal zusammenzieht und ihnen im Nachhinein mehr Zusammenhang gibt.Ich mochte das Buch vor allem, weil ich Ronja von Rönnes Schreibstil sowieso richtig gern habe – das war schon bei ihren anderen Büchern so, besonders bei „Ende in Sicht“. Sie schreibt so klar und gleichzeitig irgendwie distanziert, aber trotzdem trifft es oft genau ins Gefühl. Auch hier hat mir das wieder gut gefallen. Die einzelnen Geschichten lassen sich schnell lesen, man ist sofort drin und genauso schnell wieder raus, und genau das macht es irgendwie leicht und angenehm. Ich fand es schön, diese kurzen Einblicke in verschiedene Leben zu bekommen, ohne dass alles super ausführlich erklärt wird.Am Ende ist „Alles Liebe“ für mich kein Buch, das jetzt ewig nachhallt oder mich lange beschäftigt, aber das muss es auch gar nicht. Es hat mich gut unterhalten, ich mochte die Sprache sehr und fand, dass die Geschichten echt klug zusammengestellt sind. Vor allem dieses Zusammenspiel am Ende, wenn sich alles ein bisschen zusammenfügt, hat mir gut gefallen. Insgesamt einfach ein leichtes, gut geschriebenes Buch, das man schnell wegliest und dabei trotzdem gerne drin bleibt.

lilalilli am 29.06.2026 10:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Tiefe Einblicke in emotionale Grauzonen

Das Cover passt wunderbar zu den 5 Geschichten, die eigenständig aber auch irgendwie miteinander verwoben sind. Hier geht es immer irgendwie um Liebe, teilweise in abstrusen Konstellationen.Vier Charaktere mit ganz unterschiedlichen Lebensumständen lassen uns tief in ihr Innerstes blicken und so manche Emotionen, Verhaltensweisen und Reaktionen kommen zu Tage. Ronja von Rönne versteht es meisterhaft selbst abgründige Denkweisen in ein Licht zu stellen, das zum Nachdenken anregt und vieles entschuldigt oder nachsichtiger dastehen lässt. Obwohl jeder detailliert skizzierte Protagonist sein Thema lebt, verbindet alle fünf doch einiges. Hin und wieder erkannte ich mich auch wieder, jedoch nicht so überzeichnet, wie in den Erzählungen. Spannend fand ich die schonungslose Offenlegung der jeweiligen Gedankenwelt und die Konsequenzen für das Umfeld, bezogen auf die Handlungen der Charaktere. Mir gefällt der dynamische Schreibstil und die unterhaltsame Art die alles andere als leichten Themen zu präsentieren.

buch-liebe am 28.06.2026 22:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Zwischen Absurdität und Zärtlichkeit – ein Blick auf das, was uns prägt

Das Cover von Alles Liebe passt erstaunlich gut zum Roman, der emotional vielschichtig, stellenweise verstörend und gleichzeitig sehr feinfühlig ist.Im Zentrum stehen mehrere Frauenfiguren, deren Leben auf unterschiedliche Weise von Sehnsucht, Anpassung und inneren Konflikten geprägt sind. Jede von ihnen hat ihre eigene Art entwickelt, mit der Realität umzugehen – sei es durch Rückzug, Fantasie oder Kontrolle. Dabei verschwimmen immer wieder die Grenzen zwischen richtig und falsch, zwischen Selbstschutz und Selbsttäuschung.Der Schreibstil von Ronja von Rönne ist besonders: direkt, stellenweise trocken-humorig und gleichzeitig überraschend poetisch. Ich musste beim Lesen mehrmals schmunzeln, obwohl die Themen eigentlich eher schwer sind. Genau diese Mischung aus Komik und Tragik macht den Reiz des Buches aus.Die Figuren sind nicht unbedingt „sympathisch“ im klassischen Sinne, aber sie wirken sehr echt. Gerade ihre Ecken und Kanten machen sie interessant.Für mich war das Buch besonders spannend, weil es sich nicht klar einordnen lässt.

buchlieberin am 28.06.2026 15:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Was ist Gut, was ist Böse?

Eigentlich eine Sammlung von kurzen Erzählungen, die sehr locker miteinander verbunden sind. Im letzten Kapitel kommen alle Protagonisten noch einmal vor, so werden die Zusammenhänge nochmal klar.Da ist Laura, die sich schon als Kind viel zusammenlügt um Aufmerksamkeit zu bekommen. Al ihre Freundin Krebs bekommt, schafft sie es, sich dadurch in den Vordergrund zu drängen. Auch wenn die Lügen auffliegen und sie tief fällt, lernt sie daraus nicht.Sehr tragisch ist die Geschichte von Barbara. Ihre Tochter hat auch Krebs, aber es gibt ekiene Hoffnung. Der Mann verlässt sie, sie bleibt allein mit ihrer sterbenden Tochter. Trost findet sie beim imaginären Rolf, dessen Bild sie aus einem Versandhauskatalog kennt. Barbara verdrängt ihre Trauer indem sie sich ein neues Leben erträumt. Sehr traurig.Heike heiratet den falschen Mann. Eigentlich ist Norbert ganz in Ordnung, aber dessen Mutter engt Heike total ein. In Heike konnte ich mich gut hineinversetzen. Ich hatte auch mal einen Partner, der sich im Zweifel immer für seine Mutter entschied. Zum Glück habe ich anders und schneller reagiert als Heike und mich frühzeitig getrennt.Fedor hat Kunst studiert, bekommt danach für seine Kunstwerke aber keinerlei Anerkennung. Ganz im Gegensatz zu Christina, seiner Frau. Diese arbeitet an einer Verkleinerung der Welt, denn die reale Welt ängstigt sie irgendwie. So schafft sie immer kleinere Miniaturen, die sich sehr gut verkaufen. Dieser Part gefiel mir am besten. Der ehrgeizige Fedor, zwischen Neid und Liebe zu Christina zerrissen. Sie dagegen immer planlos neben dem Leben sehend und trotzdem sehr erfolgreich in dem, was sie macht. Doch als sie eine Pause macht und sich von Fedor trennt, kommt sie auch endlich auf der Erde an. Tolle Entwicklungsstudie der beiden Personen!Der letzte Abschnitt gehört Mattis. Eigentlich ein total sympathischer Typ. Er arbeitet mit der Lügnerin Laura aus dem ersten Kapitel zusammen. Er sammelt Beweise um sie bei einer günstigen Gelegenheit anzubringen. Laura macht erfolgreich Journalismus, aber von der üblen Sorte. So schlachtet sie unfair das Schicksal von Barbara (totes Kind, s.o.) aus.Doch dann dreht sich das Blatt. Mattis macht etwas Unverzeihliches. Laura, die vorher die Täterin war, wird zum Opfer. Mattis versucht das zu drehen. Ganz spannend, was dieses Kapitel mit mir gemacht hat. Der nette Mattis wird plötzlich zum Ar…. Trotzdem war etwas in mir, was ihn gewinnen lassen wollte. Dafür habe ich mich schon beim lesen geschämt. Sehr unterhaltsames Buch, geschickt verknüpfte Geschichten, vielschichtig. Es geht um Liebe, Täter, Opfer, Lügen. Gut und Böse ist mir schon klar, aber das Buch hat diese Seiten in mir dauernd umgedreht.

tinam206 am 28.06.2026 14:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Fabelhaft

Ein sehr gelungener Roman über verschiedene Menschen mit besonderen Eigenschaften, Lebensweisen und Situationen. Ronja von Rönnes Schreibstil gefällt mir gut, alles ist klar geschrieben, man kann es flüssig lesen und ich wae sofort in den Geschichten drin. In den verschiedenen Kapitel schreibt sie über einen Menschen. Im letzten Kapitel kommen nochmal ihre Figuren vor. So gut erzählt, ich bin begeistert. Heike, Laura, Barbara, Mattis, Fedor. Jeder von ihnen hat Eigenschaften oder Vorlieben, rettet sich in eine andere Welt, ist belastet, unglücklich. Am meisten fasziniert hat mich die Geschichte von Barbara, die so einsam ist und in ihrer Traumwelt lebt, sich einen anderen Mann ausdenkt, ihrer Freundin nicht sagen kann das ihre Tochter gestorben ist. Faszinierend geschrieben. Ich kann das Buch sehr empfehlen. Das Buchcover gefällt mir sehr gut.

badsnowwhite am 27.06.2026 22:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Rezension zu "Alles Liebe"

"Alles Liebe" war mein erstes Buch von Ronja von Rönne; und ganz sicher nicht mein letztes.Der Roman ist in insgesamt fünf Abschnitte unterteilt, die jeweils den Namen einer Figur tragen. Eine klassische Kapitelstruktur gibt es nicht, was mich zunächst etwas überrascht hat, da ich normalerweise eher kurze Kapitel bevorzuge. Hier hat sich diese Form aber absolut richtig angefühlt. Die einzelnen Abschnitte geben den Figuren Raum und sorgen dafür, dass man sich intensiv auf ihre Perspektiven und Lebensrealitäten einlassen kann.Besonders gefallen hat mir der Schreibstil der Autorin. Er ist nahbar und emotional, ohne jemals überladen oder überdramatisch zu wirken. Ronja von Rönne gelingt es, große Themen mit einer erstaunlichen Leichtigkeit zu erzählen, ohne ihnen dabei ihre Schwere zu nehmen.Was mir an diesem Buch besonders in Erinnerung bleiben wird: Es erzählt nicht einfach Geschichten über Menschen, sondern darüber, wie wir uns selbst erzählen. Über die Rollen, die wir einnehmen, über Wahrheiten, die unbequem sind, und über die Frage, was passiert, wenn Wahrnehmung und Wirklichkeit auseinanderdriften.Die Figuren wirken dabei nie glatt oder perfekt, sondern widersprüchlich, manchmal unbequem und gerade deshalb sehr menschlich. Manche Entscheidungen haben mich überrascht, manche berührt und einige Stellen haben mich länger beschäftigt, als ich erwartet hätte.Ich möchte bewusst nicht zu viel über die Handlung verraten, weil ich finde, dass dieses Buch besonders davon lebt, die Entwicklungen selbst zu erleben.Für mich war "Alles Liebe" ein Roman, der leise beginnt, dabei aber immer mehr Tiefe entfaltet und am Ende deutlich mehr hinterlässt, als man zunächst vermutet.

champes am 27.06.2026 20:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Traurigschön, ungewöhnlich und lange nachhallend

Wer bei dem Titel „Alles Liebe“ und dem stimmungsvollen Cover eine klassische Liebesgeschichte erwartet, wird vermutlich überrascht sein. Dieses Buch erzählt nicht von der einen großen Romanze, sondern von den vielen Facetten der Liebe – den schönen, den schmerzhaften, den schrägen und manchmal auch den kaum greifbaren.Mich hat der Roman von der ersten Seite an gefesselt. Zunächst hatte ich den Eindruck, einzelne Kurzgeschichten zu lesen. Doch mit jeder Seite werden die Verbindungen deutlicher, bis sich am Ende alles zu einem stimmigen Ganzen zusammenfügt. Dieser Aufbau hat mir richtig gut gefallen.Ronja von Rönne schreibt direkt, klug und gleichzeitig sehr einfühlsam. Immer wieder gibt es Momente, die berühren, nachdenklich machen oder ein kleines Schmunzeln hervorrufen. Besonders die außergewöhnlichen Charaktere sind mir ans Herz gewachsen. Sie wirken unperfekt, echt und bleiben lange im Gedächtnis.„Alles Liebe“ ist für mich ein traurigschönes Buch über Menschen, Beziehungen und die vielen Formen von Liebe, die das Leben bereithält. Es hat mich emotional abgeholt und noch lange nach dem Zuklappen beschäftigt.Von mir gibt es dafür verdiente 5 Sterne.

leselupe84 am 27.06.2026 18:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Was wir Liebe nennen...

Nach Liebe und Anerkennung sehnen wir uns vermutlich alle. Doch wie viel von uns selbst sind wir bereit aufzugeben, um gesehen zu werden? Und können Anerkennung und Liebe anderer wirklich ersetzen, was wir uns selbst verweigern? Genau diesen Fragen widmet sich - zumindest meiner Interpretation nach - Ronja von Rönne in ihrem Roman "Alles Liebe“.Vielschichtig verwoben erzählt sie die Lebensgeschichten unterschiedlicher Charaktere, die auf ihre eigene Weise darum ringen, angenommen zu werden. Da ist Laura, die seit ihrer Kindheit versucht, die Wahrnehmung ihrer Mitmenschen zu manipulieren, oder Heike, bei der erst ein Schicksalsschlag den jahrelang angestauten Groll an die Oberfläche bringt. Getragen von Ronja von Rönnes feinfühligem Blick und ihren facettenreichen Charakteren flog ich mühelos von Seite zu Seite - von Schicksal zu Schicksal. Ihr Roman lädt schmerzhaft dazu ein, zu ergründen, wie wir Liebe definieren und ob sie nicht manchmal nur ein Synonym für emotionale Abhängigkeit ist. Ungeschönt setzt sich die Autorin mit den Abgründen menschlicher Beziehungen auseinander.Fazit: "Alles Liebe“ ist ein tiefgründiges Spiegelbild menschlicher Sehnsüchte Mich hat der Roman so gefesselt, dass ich ihn innerhalb weniger Tage verschlungen habe. Ein bedrückendes, aber lohnendes Leseerlebnis, das noch lange nachhallen wird und in mir die Frage aufgeworfen hat: Möchte ich die Leinwand für die Erwartungen anderer sein - oder lieber ein eigenes Bild, dessen Farbenreichtum gerade dadurch entsteht, dass ich meine Fähigkeiten und Schwächen miteinander mische, anstatt sie mühsam zu verbergen?

bücherei_schonach am 27.06.2026 16:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Liebe?

Auf den ersten Blick erzählt der Roman fünf voneinander unabhängige Geschichten. Im Mittelpunkt stehen unterschiedliche Frauen, die mit Einsamkeit, Krankheit, unerfüllten Träumen und schwierigen Beziehungen leben. Nach und nach zeigen sich erste Verbindungen zwischen den Figuren, doch erst mit der letzten Geschichte fügt sich alles zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen. In „Alles Liebe“ von Ronja von Rönne, erschienen im dtv Verlag, geht es um die vielen Facetten der Liebe – und darum, dass sie nicht immer Trost oder Geborgenheit bedeutet.Das Buch hat uns sehr gefesselt. Jede Geschichte entwickelt ihren ganz eigenen Sog, sodass wir immer weiterlesen wollten, um zu erfahren, wie sie endet. Obwohl alle Erzählungen ernste Themen behandeln, wirken sie nie übermäßig traurig.Besonders gelungen fanden wir den Aufbau des Romans. Während die Geschichten zunächst recht gewöhnlich beginnen, spitzen sie sich immer weiter zu, bis sie mit einem Knall enden.Das Ende des Buches hat uns besonders beeindruckt. Mit der letzten Geschichte werden die zuvor losen Erzählungen miteinander verbunden und vieles ergibt plötzlich Sinn. Gleichzeitig bleiben einige Fragen offen, über die wir auch nach dem Lesen noch lange nachgedacht haben. Genau das macht für uns den Reiz dieses Romans aus.Auch das Cover ist außergewöhnlich gelungen. Zunächst dachten wir, das Herz bestehe aus zwei Menschen, die sich umarmen. Doch während des Lesens bekommt das Motiv eine ganz neue Bedeutung: Man erkennt, dass das Herz von einem Faden eingeschnürt wird. Dieses Bild passt perfekt zu den Geschichten, denn die Liebe wird hier nicht als etwas Leichtes oder Tröstendes dargestellt, sondern als etwas, das auch einengen und verletzen kann.Insgesamt ist „Alles Liebe“ ein ungewöhnlicher und klug aufgebauter Roman, der mit seinem besonderen Erzählstil und den miteinander verwobenen Geschichten lange im Gedächtnis bleibt. Eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne Bücher lesen, über die man auch nach der letzten Seite noch nachdenkt.

tanzimregen am 27.06.2026 13:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Tragisch und genial

Während das Cover mit dem eingeschnürten Herzen mich nicht sehr angesprochen hat, ebenso wenig wie der Titel, waren die Geschichten wirklich mitnehmend.So geht es beispielsweise um Laura, die das grausame Schicksal ihrer Freundin eiskalt ausnutzt, um Aufmerksamkeit zu erhaschen oder um Barbara, die sich gebrochen von dem Sterben ihrer Tochter in eine Fantasiewelt flüchtet. In all den Geschichten über die Menschen geht es irgendwie um Liebe - sei es, dass sie fehlt, dass sie vorgegaukelt wird oder so intensiv ist, dass man daran zugrunde geht. Ich mag die einzelnen Geschichten und auch, dass die Autorin es schafft, sie alle irgendwie miteinander in Verbindung zu setzen. Dennoch werde ich mit dem Titel nicht ganz warm und verstehe es nicht so, dass die Liebe alle Geschichten verbindet. Laura ist für mich zum Beispiel eine Soziopathin. Alles in allem ein Roman, der sich super lesen lässt, mich zum Nachdenken gebracht hat und mich am Ende eiskalt erwischt hat, indem ich meine moralischen Werte infrage gestellt habe.

Veranstaltungen & Medientermine

Veranstaltung
Ronja von Rönne bei NZZ Live
Moderation : Sacha Batthyany und Rafaela Roth
21.09.2026
19:30 Uhr (CEST)
Bernhard Theater
Sechseläutenplatz 1
8008 Zürich
Veranstaltung
Ronja von Rönne liest aus ›Alles Liebe‹ beim Festival "LiteraturJetzt"
Moderation : Samira El Ouassil
25.09.2026
18:00 Uhr (CEST)
Zentralwerk
Heidestr. 2
01127 Dresden
12,00 € VVK 9,00 €
Veranstaltung
Ronja von Rönne zu Gast in der Reihe “tipBerlin Literaturkapelle”
30.09.2026
19:00 Uhr (CEST)
Kapelle99
Boxhagener Straße 99
10245 Berlin
Veranstaltung
#fbm26 Ronja von Rönne im Gespräch am ZEIT-Stand
Moderation : Laura Hertreiter (Die Zeit)
09.10.2026
10:30 - 11:00 Uhr (CEST)
Frankfurter Buchmesse, ZEIT-Stand, Halle 5.0 E67
Ludwig-Erhard Anlage 1
60327 Frankfurt am Main
Veranstaltung
#fbm26 "Meine legendärste Buchmesse": Ronja von Rönne im Gespräch am FAZ-Stand
Moderation : Tania Martini & Tobias Rüther (FAS)

Ein Gespräch mit Tom Kraushaar, Michael Krüger, Susanne Schüssler und Ronja von Rönne

09.10.2026
17:20 - 18:00 Uhr (CEST)
Frankfurter Buchmesse, FAZ-Stand, Halle 3.0 C123
Ludwig-Erhard Anlage 1
60327 Frankfurt am Main
Veranstaltung
Ronja von Rönne liest aus ›Alles Liebe‹ im Rahmen des Harbour Front Literaturfestivals
Moderation : Maline Kotetzki
10.10.2026
19:30 Uhr (CEST)
Nica Jazz Club
Alter Wall 20
20457 Hamburg
Veranstaltung
Ronja von Rönne liest aus ›Alles Liebe‹
Moderation : Dr. Kathi Mock
23.11.2026
19:30 Uhr (CEST)
Kulturforum Fürth
Würzburger Straße 2
90762 Fürth
Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

desired.de
Liebeskummer fühlt sich oft an, als würde plötzlich alles im eigenen Leben infrage stehen. (...) Gen...au an diesem Punkt setzt der neue Roman ›Alles Liebe‹ von Ronja von Rönne an – er spricht die Momente aus, in denen es weh tut, und nimmt gleichzeitig die Schwere nicht ganz so ernst, dass man daran zerbricht mehr weniger

Nadine Rehm, 26.08.2026

brigitte.de
Einer der Romane dieses Sommers.

Stella Birkey, 20.07.2026

Der Spiegel
Mit ihrem neuen Roman ist Ronja von Rönne der große Wurf geglückt: ›Alles Liebe‹ ist unterhaltsam, g...rausam und zwingend. mehr weniger

Arno Frank, 10.07.2026

Gala
›Alles Liebe‹ ist „für alle, die schon mal unter der Liebe gelitten haben“, so die Autorin Ronja von... Rönne. (…) Intensiv und leicht, böse und komisch. mehr weniger

09.07.2026

Die Welt, Literarische Welt
Je weiter man liest, desto atemloser verfolgt man die zart ausgelegten Fäden, die Rönne mit gemächli...cher Coolness und kunstvollem Geschick zu einem großen Ganzen verspinnt. mehr weniger

Marie-Luise Goldmann, 05.07.2026

Die Zeit
›Alles Liebe‹ zählt zu den coolsten Büchern des Sommers, ehrlich.

Laura Hertreiter, 02.07.2026

dpa
Ronja von Rönnes Buch ist unterhaltsam, spannend, böse und tragisch. Ihre Geschichten entlarven unse...re auf Selbstbetrug, eitlen Schein und brutale Aufmerksamkeitsökonomie angelegte Gesellschaft, die oft die Falschen belohnt. Gott sei Dank aber hält das Buch auch Trost und Genugtuung bereit. mehr weniger

01.07.2026

NZZ am Sonntag
Zuweilen erinnert ›Alles Liebe‹ an ›Sommerhaus, später‹, Judith Hermanns bedeutenden Erzählband von ...1998. Wegen ähnlicher Lebenswelten und Figuren, aber auch wegen der präzisen Psychologie und der ausgekühlten Sprache, die in Kontrast zu einer oft verstörenden Handlung steht. mehr weniger

Linus Schöpfer, 28.06.2026

Das sagen begeisterte Leser*innen über ›Alles Liebe‹:

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