Beth is dead
Ihre Schwestern schrecken vor nichts zurück, um Beths Mörder zu finden – bis sie beginnen, sich gegenseitig zu verdächtigen ...
Als Beth March tot aufgefunden wird, ist für die Polizei sofort klar: Es war Mord. Schnell geraten ihre Schwestern unter Verdacht: Jo ist eine aufstrebende Autorin mit vielen Followern. Hat sie ihre Schwester für eine reißerische Geschichte umgebracht? Amy möchte unbedingt in Europa Kunst studieren, aber sie braucht Geld von ihrer Tante – Geld, das für Beth bestimmt war. Und Meg würde nicht im Traum daran denken, ihre Schwester zu verletzen, aber ihr Freund könnte es getan haben, und ihn würde sie um jeden Preis schützen.
Und der Kreis der Verdächtigen ist noch größer, denn vor Monaten wurden die Schwestern unfreiwillig ins Rampenlicht gezerrt, als ihr Vater einen umstrittenen Bestseller über seine Töchter veröffentlichte.
Doch die Wahrheit wird ans Licht kommen – und mit ihr viele dunkle Geheimnisse.
»Eine raffiniert konstruierte Geschichte voller Wärme und Schwesternliebe. Spannend bis zur letzten Seite und mit Charakteren, von denen man sich nicht trennen möchte.« Stephanie Garber, Bestsellerautorin von ›Once Upon a Broken Heart‹
1. Auflage
Katie Bernet ist eine in Dallas, Texas, lebende Autorin. Sie ist ein langjähriges Mitglied des DFW Writers Workshops und die Leiterin der DFW Writers Conference 2025. Sie ist die älteste von drei Schwestern und ein eingefleischter Fan von ›Little Women‹.
Katarina Ganslandt hat schon als Kind angefangen zu übersetzen (Schlagertexte in die Schäli-Geheimsprache) und kann sich keinen Beruf vorstellen, der ihr mehr Spaß machen würde. Hoffentlich verliert ihr nie die Lust an Büchern!
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Beth is dead: Vier Schwestern. Viele Lügen. Ein Mord.448 Seiten | 16.04.2026 | dtv | Taschenbuch | 17,00 €» InhaltBei „Beth is Dead“ stehen die vier March-Schwestern Meg, Jo, Beth und Amy im Mittelpunkt der Geschichte. Durch die Buchveröffentlichung ihres Vaters, der heimlich den Roman „Little Women“ über das Leben seiner Töchter geschrieben hat, sind die Mädchen ungewollt zu Berühmtheiten in und außerhalb ihrer Heimatstadt Concord geworden. Die Geschichte beginnt, als die 17-jährige Beth nach einer Silvesterparty bei Sallie Gardinerdes, dem It-Girl der Stadt, am Neujahrsmorgen von ihren Schwestern Jo und Amy tot aufgefunden wird. Blutüberströmt und mit einer klaffenden Wunde am Kopf liegt Beth nicht unweit ihres Zuhauses im Schnee. Es drängt sich die Frage auf: Was ist passiert?Amy, die jüngste der vier, träumt davon, Künstlerin zu werden. Auf einer Vernissage lernt sie Fred Vaughn kennen, einen vermeintlich renommierten Künstler. Dieser lädt sie und ihre Cousine Florence auf seinen Sommerworkshop in Europa ein. Dafür muss Amy eine Anzahlung von 10.000 Euro aufbringen – ein Betrag, der das Familienbudget deutlich übersteigt. Außer natürlich ihre reiche Tante würde einspringen. Diese hat jedoch bereits Beth Geld für ihre Ausbildung in einem teuren Kunstinternat versprochen. Sie schließen einen Deal: Wenn Beth sich gegen die Ausbildung entscheidet und das Geld nicht brauchen sollte, finanziert Tante March Amys Europatrip. Beth ist die unscheinbarste der vier Schwestern. Sie fühlt sich vorhersehbar und langweilig. Sie hat keine Träume wie ihre Schwestern und sie fragt sich nach dem Roman ihres Vaters, ob es ihr an Persönlichkeit fehlt. Beth ist eine ausgezeichnete Pianistin und so bietet ihre Tante ihr die Finanzierung eines Platzes an der Plumfiled School an. Doch Beth weiß nicht wirklich was sie will. Nur eines weiß sie sicher: sie ist verliebt in Henry Hummel und in seiner Nähe fühlt sie sich Einzigartig. Sie kann sich nicht vorstellen, ihn zu verlassen, nur um eine erfolgreiche Musikerin zu werden.Jo ist, wie ihr geliebter Vater, Autorin. Sie ist die einzige der Schwestern, die begeistert vom Roman des Vaters ist. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als selbst einen Bestseller zu schreiben. Ein Verlagsangebot hat sie bereits, ihr fehlte bisher nur die Idee. Ihre Lektorin hat deutlich gemacht, das nächste Manuskript ist ihre letzte Chance. Als sie ihre Schwester tot auffindet, ist ein Buchtitel schnell gefunden: „Beth is Death“ kritzelt sie in ihr Notizbuch, und scheint damit endlich ihre Schreibblockade überwunden zu haben. Meg ist die älteste der Schwestern und setzt alles daran Ärztin zu werden. Sie hat ein Stipendium und studiert zusammen mit ihrer langjährigen Freundin Salli in Harvard. Zusammen teilen sie sich auch eine Studentenwohnung, allerdings flüchtet sie sich immer öfter zu ihrem ehemaligen Highschool-Freund John. Diesen hat Beth in der Silvesternacht angerufen, um sich von ihm nach Hause fahren zu lassen. War er der Letzte, der Beth lebend gesehen hat und warum ist seine Stoßstange völlig verbogen? Meg ist sich sicher, John hätte Beth niemals etwas angetan, die Polizei sieht das allerdings anders. Aber nicht nur John rückt in das Visier der Ermittlungen… » Erster Satz❞Am Neujahrsmorgen liegt Beth nicht in ihrem Bett.❝» Meine MeinungDie Autorin Katie Bernet legt jede Menge falscher Fährten und die Motive überschlagen sich förmlich. Der Spannungsbogen zieht sich von Anfang bis Ende prima durch die gesamte Geschichte. Der Schreibstil ist dabei leicht und flüssig. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen, denn nach jedem Kapitel tun sich neue Verdächtige auf. Die Kapitel sind aus Sicht der Schwestern „vor“ und „nach“ Beths Tod geschrieben. Die Autorin schafft es so, einen sehr guten Einblick in das Leben der vier Schwestern zu geben und ihre verschiedenen Charaktereigenschaften authentisch herauszuarbeiten. Nach und nach lernt man alle vier Mädchen, ihr Umfeld und ihre Beweggründe kennen und erlebt die Achterbahn der Gefühle hautnah mit.Ich finde es eine tolle Idee, wie die Autorin Parallelen zu Jane Austens Werk aufbaut. „Little Women“ als Buchtitel des Romans, den der Vater der Mädchen veröffentlicht hat und der innerhalb der Geschichte immer wieder eine prägnante Rolle spielt, wie auch die Namen der Schwestern und weiterer Charaktere im Buch. Auch die Eigenschaften, die die Mädchen ausmachen, passen gut zu Austens Vorlage. Absolut gelungen ist auch am Ende die Auflösung. Vor allem dann, wenn man das Original kennt.» FazitEine wirklich einfallsreiche Neuinterpretation des Originals. Ich habe mich durchweg sehr gut unterhalten gefühlt und habe von Seite zu Seite mit den Charakteren mitgefiebert. Toll geschrieben, toll inszeniert. Ein großer Spaß für alle Hobby-Ermittler.Meine Bewertung: ★★★★★ (5*)
Das Cover ist mir zwar etwas zu rosa, aber sonst ansprechend. Dafür ist das Buch einfach sowas von spannend und gut geschrieben. Man fühlt sich als wäre man mitten in einer Serie. Ich kann mir das Buch auch sehr gut als Serienverfilmung vorstellen. Alles dreht sich um die 4 Schwestern und wer Beth getötet haben könnte. Es stellt sich schnell heraus, dass alle extrem viel verheimlichen. So bleibt es wirklich bis zum Ende spannend und ich finde es auch toll, dass die Perspektiven der Schwestern immer wieder wechseln. Man kann sich in jede Einzelne gut reinversetzen. Der Vater hat ein Buch über seine Töchter veröffentlicht. Alle waren davon geschockt, insbesondere vom Ende, denn auch hier stirbt Beth, obwohl sie im echten Leben zum Zeitpunkt der Buchveröffentlichung noch lebt. Der Vater wird daher von vielen gehasst. Für mich alles in allem auf jeden Fall eine Empfehlung.
Beth is death hat ein wunderbares und auffälliges Cover. Wenn man den Klappentext liest und das Original Little Women kennt, stellt man sofort den Zusammenhang her, auf den eher versteckt hingewiesen wird.Im MIttelpunkt stehen auch hier die vier March Schwestern und wie im Original stirbt Beth. Nur, dass wir hier jetzt die düstere Thriller Version haben, Beth wird ermordet und schnell ist klar, jeder könnte ein Motiv haben.Wir tauchen als Leser abwechselnd in die Perspektive der vier Schwestern ein und bewegen uns parallel auf den Zeitebenen vorher und heute. Das ist sehr clever gemacht, da es dem Leser einen tieferen Einblick in die Ereignisse bietet.Man rätselt von Anfang an mit und ist gefangen in den plötzlichen Wendungen, die zu immer neuen Verdächtigungen führen und das nicht nur bei den Lesern, sondern auch bei den Charakteren.Diese sind erfrischend in die Gegenwart versetzt worden und könnten unterschiedlicher nicht sein. Die Familiendynamik der Schwestern untereinander ist nachvollziehbar und der Gedanke, ja so könnte es gewesen sein, ist schnell gegenwärtig. Wichtige Themen der Gegenwart, wie zum Beispiel Fluch und Segen von Social Media werden geschickt in Handlung eingefügt.Der Spannungsbogen hält sich wirklich bis zum Schluss, der für mich die losen Fäden zusammenführt und für mich plausibel ist.Für mich ist dies eine sehr gelungene Neuinterpretation, die keineswegs nur für Jugendliche geeignet ist.
„Beth Is Dead“ von Katie Bernet ist ein echter Pageturner! Spannend, emotional und voller unerwarteter Wendungen!Der flüssige und bildhafte Schreibstil sorgt dafür, dass man sofort in die Geschichte eintaucht. Besonders gelungen fand ich die vielen Perspektivwechsel: Die Kapitel werden aus den Sichtweisen der vier Schwestern erzählt und wechseln zudem zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Dadurch entsteht eine sehr abwechslungsreiche Erzählweise, die immer neue Einblicke bietet und die Spannung konstant hochhält. Dazu kommen zahlreiche falsche Fährten und überraschende Wendungen, die mich immer wieder auf eine neue Spur geführt haben. Gerade die letzten hundert Seiten entwickeln sich zu einem echten Pageturner!Auch die Figuren sind sehr authentisch und gut ausgearbeitet. Die Hauptcharaktere lehnen sich an die Schwestern aus dem Klassiker „Little Women“ an, wurde allerdings in die Gegenwart übertragen. Während im Original Jo meine Lieblingsfigur war, ist es in diesem Buch Beth selbst. Aber auch die neu erfundenen Nebenfiguren konnten überzeugen und machen die Geschichte noch lebendiger. Besonders beeindruckt haben mich außerdem die überraschend emotionalen Momente (vor allem am Ende des Buches) sowie die sehr unerwartete Auflösung mit einem Motiv für den Mord, das ich so wirklich nicht vorhergesehen habe.Ein kleiner Kritikpunkt: Etwas verwirrend fand ich, dass Mr. March in dieser Geschichte nicht den Klassiker „Little Women“ geschrieben hat, sondern eine andere Geschichte mit demselben Titel, die scheinbar in der Gegenwart spielt. Fazit: Eine spannende, emotionale Geschichte, mit vielen Wendungen und einer unerwarteten Auflösung! Besonders zum Ende hin absolut fesselnd!
Katie Bernet nimmt ihre Leser mit auf eine Suche nach dem Mörder. Dabei gibt es einige Rückblicke in das Leben der Protagonisten und immer wieder Spuren, die die Leser auf eine falsche Fährte bringen sollen. Die Charaktere wirken sehr unterschiedlich und authentisch. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen und die Länge der Kapitel ist gut gewählt. Die Kapitel beginnen immer mit dem Hinweis, welche der Charaktere im Fokus steht und ob es um Geschehnisse aus der Vergangenheit in der Gegenwart geht. Die Stimmen der Hörbuchsprecher sind angenehm und deren Aussprache ist deutliche, sodass sie auch gut die Emotionen transportieren. Das Cover ist gut zur Geschichte gestaltet und man bekommt beim Einband eine kurze Zusammenfassung über die Eigenschaften der 4 Schwestern.Die Hauptprotagonisten sind die March Schwestern Beth, Meg, Jo und Amy.Die 4 Schwestern haben nicht viel Gemeinsamkeiten und wirken immer wieder sehr eigensinnig. Ihr Vater ist Autor und hat seine Töchter als Vorlage seines Buchs Little Women genommen. Doch das Buch erhält nicht so viel gute Resonanz, denn gerade die Frauen stellen in Frage, wie denn ein Mann sich in seine Töchter versetzen kann und warum er seine Töchter so der Öffentlichkeit aussetzt. Da Beth in dem Buch eher als schüchternes Mäuschen ohne eigene Meinung rüberkommt und sie am Ende sogar stirbt, hat sie am meisten nach der Veröffentlichung zu kämpfen. Als sie nach Silvester dann tatsächlich tot aufgefunden wird, stellt sich schnell die Frage, wer in ihrem Umfeld hat ein Motiv. Hat eine der Schwestern einen so großen Hass auf Beth entwickelt, dass sie ihr das Leben nahm? Oder sind der Klavierlehrer John und ihr Freund Henry vielleicht von ihr enttäuscht wurden und hat sich rächen wollen? War es wirklich Mord oder ein Unfall, der sich nach der Silvesterfeier ereignet hat? Und wo ist der Vater der Mädchen? Wird er nach dem wirklichen Tod seiner Tochter zurück zur Familie kommen? Welche Geheimnisse verbergen die Schwestern und gab es wirklich solch heftige Auseinandersetzungen zwischen ihnen, die die Mutter nicht mitbekommen hat, aber dazu geführt haben, dass sie einander den Tod wünschten? Wollte Amy sich dadurch Inspiration für ihren eigenen Roman verschaffen?Ein Jugendbuch, wo sich durch die sehr verschiedenen Eigenschaften der Protagonisten wohl viele Leserinnen mit ihnen identifizieren können. Im Laufe der Geschichte kommen viele Geheimnisse ans Licht, die immer wieder für neue Motive sorgen und die mehrere Charaktere zu Verdächtigen werden lassen. Als Leser kann man gut mit rätseln und sich hinterfragen, was hätte man selbst in solch einer Situation gemacht? Manchmal können Wörter etwas auslösen, was man so nicht beabsichtigt hat und ein Leben komplett auf den Kopf stellen.
𝐖𝐎𝐑𝐔𝐌 𝐆𝐄𝐇𝐓 𝐄𝐒?Stell dir vor, deine ganze Kindheit steht in einem berühmten Buch und darin ist dein Tod bereits vorgeschrieben.Für die March Schwestern wird dieser Albtraum Realität, als Beth tatsächlich ermordet aufgefunden wird.Was wie ein tragisches Schicksal aus dem Buch ihres Vaters wirkt, entpuppt sich als eiskalter Mord. Während die Polizei ermittelt, tauchen wir tief in die Geheimnisse der Schwestern ein.Jede von ihnen hat plötzlich ein Motiv.In einem Netz aus Eifersucht, Ruhm und familiären Abgründen muss die Antwort auf die wohl wichtigste Frage gefunden werden.Wer wollte Beth wirklich tot sehen?𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:• Geniales Thriller-Retelling: Die Idee, den Klassiker "Little Women" in ein modernes Thriller-Kostüm zu stecken, ist einfach brillant und wurde fantastisch umgesetzt.• Grandiose Perspektivwechsel: Die Multi-POVs haben mich total abgeholt, da man so tief in die Psyche jeder einzelnen Schwester eintauchen konnte.• Zwei Zeitebenen: Durch den Wechsel zwischen "Vorher" und "Heute" kam auch Beth selbst zu Wort, was die Geschichte unglaublich emotional und nahbar gemacht hat.• Absoluter Suchtfaktor: Ab der Hälfte gab es kein Halten mehr. Ich wollte das Buch eigentlich für einen Buchclub in Abschnitten lesen, aber ich war so gefesselt, dass ich die Abschnitte irgendwann ignoriert und einfach bis tief in die Nacht durchgelesen habe.• Spannendes Rätselraten: Durch die geschickten Cliffhanger hatte ich zwischendurch das Gefühl, wirklich jeder könnte der Täter sein.𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐖𝐄𝐍𝐈𝐆𝐄𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:• Fordernder Einstieg: Bei so vielen verschiedenen Perspektiven und den zwei Zeitebenen braucht man zu Beginn ein bisschen Konzentration, um alle Schwestern und ihre Verbindungen direkt richtig einzuordnen. Sobald man aber drin ist, lässt einen der Flow nicht mehr los.𝐅𝐀𝐙𝐈𝐓:Dieses Buch ist eine absolute Herzensempfehlung für alle, die das Original lieben und Lust auf eine düstere, moderne Wendung haben.Wer auf Jugendthriller im Stil von "Pretty Little Liars" steht oder Fan von atmosphärischen Familiengeschichten mit Gänsehautgarantie ist, wird dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen können.
„Beth is Dead“ von Katie Bernet hat mich insgesamt sehr gut gefallen und konnte mich schnell in die Geschichte hineinziehen. Die Handlung ist spannend aufgebaut und lebt stark von den familiären Dynamiken und den Beziehungen zwischen den Figuren.Besonders interessant sind die Spannungen innerhalb der Familie mit vier Töchtern, bei denen Themen wie Erwartungshaltungen, Selbstfindung und der eigene Platz im Leben eine große Rolle spielen. Diese Aspekte sind gut herausgearbeitet und wirken sehr authentisch.Die Charaktere sind vielschichtig angelegt und entwickeln sich nachvollziehbar weiter. Besonders die familiären Konflikte und das gegenseitige Misstrauen sorgen für eine durchgehend interessante Spannung, die zum Miträtseln einlädt.Der Erzählfluss ist angenehm flüssig und gut verständlich, sodass man der Handlung jederzeit gut folgen kann.Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich die Gewichtung innerhalb der Familie: Die Mutterfigur hätte mehr Raum verdient, da sie eine zentrale stabilisierende Rolle übernimmt. Stattdessen liegt der Fokus sehr stark auf dem Vater, wodurch seine Perspektive teilweise zu dominant wirkt.Insgesamt ein sehr gelungenes Buch mit starker Figurenzeichnung und spannenden Familiendynamiken.Fazit: Klare Empfehlung.
Das Hörbuch „Beth is Dead“ von Katie Bernet hat mich vor allem durch seine Atmosphäre und die besondere Erzählweise gepackt. Es handelt sich um einen Thriller für Hörerinnen und Hörer ab 14 Jahren, in dem man auf die Charaktere aus Little Women trifft. Die Sprecherinnen sind Jodie Ahlborn, Julia Nachtmann, Nina Reithmeier und Lisa Cardinale.Die Geschichte beginnt direkt mit einem Schockmoment, nämlich dem Tod von Beth, und wirft einen sofort mitten hinein in ein Geflecht aus Geheimnissen, Schuld und Misstrauen.Besonders spannend fand ich, dass die Handlung aus den Perspektiven aller vier Schwestern erzählt wird. Zusätzlich gibt es zwei Zeitstränge, „vor dem Mord“ und „heute“. Beim Hören musste ich genau aufpassen, um alle Hauptprotagonistinnen und ihre Freunde auseinanderhalten zu können. Dabei war es von Vorteil, dass jede Schwester eine eigene Sprecherin hatte. Diese haben die Persönlichkeit der Figuren besonders gut eingefangen, sodass ein gelungenes Hörerlebnis entstand.Im Verlauf der Geschichte merkt man schnell, dass keine von ihnen vollkommen unschuldig ist. Genau das macht den Reiz aus. Das Hörbuch lädt dazu ein, selbst mitzurätseln. Inhaltlich geht es jedoch nicht nur um den Mordfall. Vielmehr stehen die Beziehungen der Schwestern im Mittelpunkt, etwa Neid, Loyalität, äußerer Druck und die Frage, wie gut man die Menschen kennt, die einem eigentlich am nächsten stehen. Gerade dieser emotionale Unterbau hat mir gut gefallen, auch wenn ich mir an manchen Stellen noch etwas mehr Tiefe gewünscht hätte.Was die Spannung angeht, war ich zwiegespalten. Einerseits baut sich eine unterschwellige Spannung auf, die einen durch das Hörbuch trägt. Andererseits hatte ich relativ früh eine Ahnung, in welche Richtung es gehen könnte. Das hat den Hörspaß nicht komplett genommen, aber ein wenig mehr Überraschung am Ende hätte ich mir gewünscht.Trotzdem ist „Beth is Dead“ für mich ein gelungenes Hörbuch, vor allem für alle, die gerne miträtseln. Die Mischung aus Thriller und Familiendrama macht das Ganze besonders und sorgt dafür, dass man bis zum Schluss dranbleiben möchte.
Allein das Cover ist schon ein Hingucker: rosa-pink, der Schriftzug erinnert fast an Barbie – und genau deshalb hatte ich anfangs eine ganz andere Erwartung. Aber: Dieses Buch ist überhaupt nicht „girly“ oder oberflächlich, sondern richtet sich klar an Erwachsene.Die Beschreibung hat mich sofort angesprochen – und das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Es ist vielleicht nicht unglaublich literarisch hochwertig, aber es punktet mit etwas anderem: einer großen Liebe zur Familie, einer Wertschätzung für Little Women und einem insgesamt sehr lebensbejahenden Blick auf junge Menschen.Ausgangspunkt ist klar: Beth ist tot – und wir suchen den Mörder oder die Mörderin. Der Kreis der Verdächtigen bleibt bewusst klein, was die Auflösung etwas absehbarer macht, aber gleichzeitig auch sehr angenehm ist. So kann man sich gut auf die verschiedenen Perspektiven konzentrieren, ohne dass es unübersichtlich wird.Nach und nach setzt sich alles wie ein Puzzle zusammen. Die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass ständig neue Informationen dazukommen. Man lernt die Schwestern Beth, Meg, Jo und Amy kennen, und ich finde, sie entwickeln sich im Laufe der Geschichte spürbar weiter.Der Showdown ist vorhanden, aber eher kurz gehalten – für mich auch gar nicht das Wichtigste. Viel stärker ist das ruhige Zusammensetzen der Geschichte.Fazit:Ein eher leiser Thriller, der durch Figuren, Familiengefühl und Struktur überzeugt. Einfach erzählt, aber schön gemacht.
Am Neujahrsmorgen wird Beth tot aufgefunden. War es ein Unfall oder wurde sie ermordet? Und wenn ja, wer hat sie getötet? Im Laufe der Geschichte werden nach und nach die drei Schwestern Meg, Jo und Amy verdächtigt, in den Tod ihrer Schwester involviert zu sein. Oder hat vielleicht ihr Vater, ein berühmter Bestseller Autor etwas mit ihrem Tod zu tun? Denn ausgerechnet Beth stirbt am Ende in seinem Roman, den er über die vier Schwestern geschrieben hat. Ausgerechnet Beth kommt sehr schwer mit dieser Situation klar und sucht halt bei ihrem Freund Henry. Bereits nach den ersten Seiten konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Das Buch überrascht auf eindrucksvolle Weise, denn es verbindet die emotionale Tiefe einer Familiengeschichte mit der Spannung eines Thrillers, wobei ich es persönlich eher als leichten Thriller bezeichnen würde, was es aber trotzdem genauso spannend macht. Katie Bernet, die Autorin hat dieses Buch, inspiriert von dem Literaturklassiker „Little Women“ von Louisa May Alcott, geschrieben. Ich kenne das Original leider nicht, es steht aber seitdem auf meiner Leseliste. Katie Bernets Schreibstil ist ruhig, fast zurückhaltend, und gerade deshalb so wirkungsvoll. Sie setzt weniger auf laute Schockmomente als auf ein stetig wachsendes Gefühl von Unbehagen. Die Spannung entsteht aus Andeutungen, aus Blicken zwischen den Zeilen und aus der Frage, was wirklich passiert ist – und wer die Wahrheit kennt. Als Leser rätselt bis zum Ende beim Lesen mit, genau wie es bei einem guten Thriller sein muss. Mir sind alle Schwestern im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen, insbesondere Beth, weil sie einfach so liebevoll und gleichzeitig zerbrechlich wirkt und man sich die ganze Zeit fragt, was sie getan hat, um mit dem Tod bestraft zu werden. Die Geschichte wird aus der Perspektive von allen vier Schwestern in der Vergangenheit und Gegenwart erzählt. Ich kam aber gut mit den Zeitsprüngen beim Lesen klar. Ein Buch, das gleichzeitig berührt und den Puls in die Höhe treibt – und noch lange nach dem Lesen im Kopf bleibt. Ganz klare Empfehlung von mir!
Pressestimmen
Buchkultur
Ein kurzweiliges Leseerlebnis mit Querverweisen zu Louisa May Alcotts »Little Women«.
Katharina Portugal, 02.02.2026