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Von Prinzen, die nicht herrschen wollen, und Prinzessinnen, die sich selber zu retten wissen
Von Prinzen, die nicht herrschen wollen, und Prinzessinnen, die sich selber zu retten wissen
Für zukünftige Männer 

Boys! Geschichten für die neue Generation von Jungs

Warum müssen Prinzen Drachen besiegen, wenn Mädchen es selbst besser tun könnten? Warum müssen Jungs immer die Anführer sein, wenn Mädchen genauso viel Talent dazu haben?

Es wird Zeit, die alten Rollenklischees zu durchbrechen. In den zwölf Geschichten begegnen sich Jungen und Mädchen auf Augenhöhe. Sie durchqueren verwunschene Dschungel, gehen auf Schatzsuche, befreien Königreiche, stellen dabei die Stereotypen auf den Kopf und zeigen spielerisch, dass das Leben viel schöner ist, wenn die Beziehungen von Jungen und Mädchen auf Gleichheit und Verbundenheit beruhen. Später können diese Jungs als Väter ihren Söhnen (und Töchtern) vorleben, dass es nicht »unmännlich« ist, mit Zuwendung, Zärtlichkeit und Liebe zu erziehen.

Mit einem Nachwort von Shila Behjat

Bibliografische Daten

EUR 18,00 [DE] – EUR 18,50 [AT]
ISBN : 978-3-423-64125-8
Erscheinungsdatum: 13.03.2025
1. Auflage
192 Seiten
Format : 17,3 x 25,3 cm
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Italienischen von Knut Krüger
Lesealter ab 6
Autor*innenporträt

Francesca Cavallo

Francesca Cavallo ist Mitautorin der bahnbrechenden, von der Kritik hochgelobten und beliebten ›Good Night Stories for Rebel Girls‹ Bücher I und II. Seit dem Start der Reihe im Jahr 2016 haben die Bücher die Welt im Sturm erobert, wurden in 50 Sprachen übersetzt und mehr als 7 Millionen Exemplare weltweit verkauft. Seit 2019 ist Francesca Cavallo Teil des  European Young Leaders-Programms von Friends of Europe und setzt sich für die Rechte von LGBTQIA+ und die Gleichstellung der Geschlechter ein.

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Übersetzer*innenporträt

Knut Krüger

Knut Krüger lebt als freier Autor, Lektor und Übersetzer mit seiner Familie in München. ›Nur mal schnell das Mammut retten‹ war sein erster Erfolgstitel für dtv junior.

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Illustrator*innenporträt

Luis San Vicente

Luis San Vicente wurde im März 1970 in Mexiko-Stadt geboren. Er studierte Grafikdesign an der UAM. Mehr als 50 Kinderbücher hat er illustriert, die in der ganzen Welt veröffentlicht wurden. Seine Zeichnungen sind auch in Zeichentrickfilmen erschienen. Luis Sanvicentes Arbeiten wurden in verschiedenen Ländern u. a. in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, und Mexiko ausgestellt.

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Nachwort

Shila Behjat

Shila Behjat, 1982 geboren, ist Journalistin und Publizistin. Sie studierte Jura in Hamburg und Paris und lebte in London und in Indien. Regelmäßig moderiert sie vor der Kamera und auf Veranstaltungen und lebt mit ihrer Familie in Berlin.

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29 von 29 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.52 von 5 Sternen


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2 - 10 von 29 Leserstimme

jacq42 am 24.03.2025 15:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Kreative Geschichten für Jungs und Mädchen

Das Buchcover lässt Geschichten für Jungs über Raketen und Piraten vermuten. Manche der Geschichten handeln auch davon, aber anders als "erwartet". Nicht die mutigsten und stärksten sind die Helden, sondern ganz "normale" Jungs und auch Mädchen. Auf kreative Weise versuchen sie, die Herausforderungen des Lebens zu meistern. Die Geschichten sind kurzweilig, aber nicht zu kurz. Als Vorlesegeschichte beim abendlichen Zubettgehen sind sie bestens geeignet.Die kunstvollen Illustrationen passen sich dezent den Geschichten an.Ich habe das Buch zusammen mit meinem fast fünfjährigen Sohn gelesen. Er wollte jeden Tag eine andere Geschichte hören. Trotz der wenigen Bilder haben sie ihm Spaß gemacht. Manche Sätze waren etwas zu kompliziert für ihn und ich musste sie etwas umformulieren. Die Altersempfehlung von 6 Jahren passt jedoch.Wer auf der Suche nach kurzen Geschichten für Mädchen und Jungs ist, die nicht typisch nur einem Rollenbild entsprechen sollen, sollte einen Blick in dieses Buch werfen.

claire94 am 16.03.2025 18:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Gute-Nacht-Geschichten mit unterschiedlichen Themen

Das Cover, ebenso wie der Titel sind sehr auf das junge männliche Geschlecht abgezielt.Das Vorwort finde ich sehr gelungen geschrieben und stellt einige mündliche Tatsachen einfach mal gelungen in schriftlicher Form fest und bringt sie in einen Zusammenhang.Innerhalb der 12 Geschichten finde ich dies aber nicht mehr so eindrücklich und bin eher der Meinung, dass dieses Buch für beide bzw. Alle Geschlechter gleichermaßen geeignet ist.So sind die kurzen Geschichten in ihrer Lehre meist sehr eindeutig, aber auch nicht zu plackertiv. So gibt es Märchen zum Thema teilen und das starre Festhalten an Traditionen, was es bringt mutig zu sein, oder einander zuzuhören und nicht nur sein eigenes Ding durchzuziehen ohne auf die Konsequenzen für andere zu achten. Nur eine der Geschichten fand ich nicht sonderlich überzeugend, da sie für die Lehre (Liebe muss nicht erwidert werden) dahinter in meinen Augen zu kurz war und ich das entsprechende nicht nachvollziehen konnte („Der Piratenplanet“). Eine Erzählung geht auch in die Queer-Richtung, in der ein Junge gerne die Kleidung von Mädchen trägt und die Eltern damit ein Problem haben.Fazit 5 von 5 Sternen: Es ist eine sehr schöne Sammlung von neuen "Märchen" und Erzählungen, die viele Themenbereiche ansprechen und sich super gut als Gute-Nacht-Geschichten eignen für alle Kinder jedes Geschlechts! Ein tolles Geschenk für einen Anlass, wie Geburtstag, Weihnachten, Ostern, etc.

nanometer am 15.03.2025 18:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Mehr in diese Richtung bitte!

Das Vorwort hat mich sehr neugierig auf die 12 Geschichten gemacht, in welchen die Autorin Jungs zeigen möchte, die zu ihren Gefühlen stehen, und Mädchen, die etwas tun, das sonst doch eigentlich Aufgabe der Jungs ist.Jede der Geschichten spielt auf einem anderen Planeten und wir entdecken beim Lesen wie das Leben neben Riesen sein könnte, was magische Pinsel mit Feuerwerk zu tun haben, dass Geister nicht immer böse sind, und dass eine Frau einen Mann nicht gern haben muss, nur weil dieser sich um sie gekümmert hat. Die grundsätzliche Richtung der Geschichten finde ich super, die Länge der Geschichten ist passend als Gute-Nacht-Geschichte und viele der schwarz-weißen Bilder regen zum Schmunzeln an. Etwas mehr Emotion und Gefühle wäre aber sicherlich an einigen Stellen noch möglich gewesen.Kurzum: Das. Buch alleine wird sicherlich nicht alle Rollenbilder aufbrechen, aber es ist ein schöner Start in eine sehr wichtige und richtige Richtung!

killerbiene75 am 14.03.2025 06:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Fast schon märchenhafte Kurzgeschichten

Als ich das Buch gesehen habe, wollte ich es gerne lesen. Es ist ein Buch für Jungs, dass sie nicht immer der stereotypische Junge sein müssen. Jungs dürfen auch weinen oder auch rosa T-Shirts tragen, wenn sie das gut finden. Ich bin da auch schon sehr entspannt, auch wenn es bei mir auch noch Grenzen gibt. Wenn meine Jungs z.B. Kleider tragen wollten, dann würde ich schon eine eindeutige Grenze ziehen, damit sie nicht gehänselt werden. Aber grundsätzlich finde ich solche Art von Büchern toll. Das Cover vom Buch ist aufgemacht wie ein typisches Jungs-Buch mit Raketen, Piraten und Weltraum. Auch wenn es gerade darum geht, finde ich das Cover gut gelungen. Die meisten Jungs lieben nach wie vor Raketen oder Piraten (Mädchen übrigens auch oft). Die Umwelt gibt solche Denkweisen nun mal leider vor und damit die Jungs das Buch überhaupt lesen wollen, finde ich das Cover gut gewählt. Ein Buch mit Blümchen oder Prinzessinnen würden sie nicht lesen aus Angst von den Schulkameraden belächelt zu werden. So ist es leider nun mal, was ich sehr schade finde. Aber nun zum Buch. Das Buch ist schön gestaltet und in viele kurze Geschichten unterteil, die alle eine Botschaft haben. Es geht um Freundschaft, darum als Junge auch mal nachzugeben oder um einen Sinnlosen Ehrgeiz, der zu nichts führt, weil die Familie dabei auf der Strecke bleibt. Die Art der Erzählung erinnert mich an Märchen. Jede neue Geschichte fängt mit eine sehr stark bebilderten Seite an, so dass man schon erahnen kann worum es geht. Jede Geschichte spielt auf einem eigenen Planeten. Leider sind die Illustrationen alle in Schwarz gehalten und es gibt nicht mal Grautöne. Dadurch wirkt das ganze Buch etwas düster für meinen Geschmack. BUNT wäre genau richtig wären sie viel schöner gewesen. Aber alle Geschichten übermittelt genau das, was sie versprochen haben. Zwar ist die Botschaft nicht immer sofort klar erkennbar für Kinder, aber dafür kann man sich prima mit den Kindern darüber unterhalten. Ich würde es als Erwachsener mit dem Kind zusammen lesen oder zumindest hinterher noch mal mit dem Kind darüber sprechen, damit die Botschaft auch wirklich ankommt. Kinder lesen oftmals ohne sich zu viele Gedanken über das Gelesene zu machen und man muss sie schon darauf hinweisen. Aber das Gefühl oder Gespür dafür, dass Jungs auch mal keine typischen Jungs sein müssen, das vermittelt das Buch auf jeden Fall. Fazit:Eine tolle Idee mit fast schon märchenhaften Charakter. Einzig die schwarzen Illustrationen hätten meiner Meinung nach sehr viel Bunter sein dürfen, so wirkt es doch etwas trostlos.

hildegardpaula am 13.03.2025 12:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Tolle Geschichten für tolle Kinder

Wir sind noch mittendrin in den Geschichten über die unterschiedlichen Planeten. Aber die Geschichten lösen allabendlich Begeisterung aus und das Buch wird täglich mit in den Kindergarten genommen und auch dort mit Freude gelesen.Ich finde es besonders gelungen, wie mit den typischen Rollenklischees umgegangen und wie diese aufgebrochen werden. Die Kinder können sich vieles sehr gut vorstellen und der Schreibstil sorgt dafür, dass es inhaltlich nicht zu überfrachtet ist.Grafisch ist das Buch ebenfalls sehr gut. Ich finde es durchaus spannend, dass nur in schwarz-weiß gearbeitet wurde und damit der Blick nicht nur primär auf die Bilder, sondern eher auf den Inhalt gelenkt wird. Ich empfehle das Buch und freue mich, dass endlich damit aufgeräumt wird, dass Jungen nur Drachen und Ritter spielen und Mädchen nur hübsche Prinzessinnen sind.

mari1993 am 12.03.2025 08:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Tolles Kinderbuch

Das Cover gefällt mir sehr gut und es ist definitiv ein Magnet für Jungs da sie Raumschiffe und Piraten toll finden. Zumindest kenne ich keinen Jungen dem diese Themen nicht gefallen. Im Buch zeigt sich dann ganz deutlich das dieses Buch mit den klassischen Rollenklischees schluss machen will. Es soll zeigen das Mädchen die verschiedenen Dinge auch genauso gut machen können oder vielleicht besser als so mancher Junge aber auch zeigt es den Jungs das es nicht schlimm ist wenn man sich heutzutag vielleicht lieber mit Dingen beschäftigt die früher nur Mädchen gemocht haben. Das Buch zeigt deutlich das jeder das machen soll was er möchte und kann und Jungen und Mädchen gleichgestellt sind und sich auf Augenhöhe begegnen sollen. Das sind meiner Meinung nach sehr wichtige Werte die Man den Kindern von klein auf beibringen soll. Daher eine klare Weiterempfehlung.

senfblüte am 11.03.2025 15:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Moderne Jungs

Mit "Boys" Geschichten für die neue Generation von Jungs knüpft Francesca Cavallo an ihre Erfolgsreihe "Good Nicht Stories for Rebel girls" an. Nach den Mädchen stehen nun die Jungs im Fokus. Das Ziel wird im Vorwort klar umrissen, mit traditionellen Rollenbildern zu brechen und mehr Offenheit für Reflexion und Gefühle zu vermitteln. Die Geschichten spielen auf fiktiven Planeten und werden mit klaren, schwarz-weiß Illustrationen unterstütz, die nicht ganz so mein Fall sind - aber keineswegs gegen das Buchkonzept sprechen. Das grundsätzliche Vermitteln von moderneren Wertebildern für Jungs finde ich ein hohes Ziel. Es gelingt sicher nicht in allen Geschichten so ganz unauffällig. Trotzdem haben meine Kinder die Geschichten gemocht. Der Pirat Goldbart, der seine Konkurrentin Drachenwimper gern küssen würde, aber wartet bis sie wieder aufwacht und sich dann vor Wut über den Korb den Schatz schnappt, ansonsten aber völlig ohne Diskussion das "Nein" akzeptiert, der jung Großprotz, der nicht mehr auf Kosten des restlichen Planeten leben will und daher beschließt mit den Traditionen und dem "Das war schon immer so" - zu brechen und all die anderen Charaktere von ihren verschiedenen Planeten, machen Perspektivwechsel möglich und schon das allein macht das Buch empfehlenswert.

bobo123 am 11.03.2025 13:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Tolle, fantasievolle Vorlesegeschichten

"Boys! Geschichten für die neue Generation von Jungs" ist ein modernes Märchenbuch für Jungs (und vermutlich auch Mädchen) ab sechs Jahren. Das Ziel des Buches ist ausdrücklich politisch: Geschichten zu erzählen, mit männlichen Protagonisten, die Gefühle und Gedanken haben, und die sich mit Mädchen auf Augenhöhe begegnen. Doch die Geschichten sind überhaupt nicht belehrend und werden ohne erhobenen Zeigefinger erzählt. Sie bieten Anregungen für Gespräche an, wenn man darüber sprechen will, aber die Botschaften werden so vermittelt, dass sie nicht auffallen müssen. Das Cover, mit dem Raketen und dem Piratenschiff, ist meinem Sohn natürlich sofort ins Auge gefallen. Die zwölf Märchen im Buch sind etwas unerwartet. Sie sind eigentlich wie traditionelle Märchen geschrieben, inklusive einiger morbider Details. Z.B. wird einer Piratin der Arm von einem Krokodil abgebissen, was für meinen kleinen Jungen äußerst spannend war. Meinem Kind haben die Geschichten gut gefallen.

steffiii am 10.03.2025 11:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Jungs sind Jungs sind Jungs

Mir gefällt die Grundidee dieses Buches, einmal hinter die Fassade der „starken Jungs“ zu blicken. Denn in ihnen steckt viel, viel mehr und meist werden die ganzen Emotionen und die feinfühlige Art übersehen oder schlimmstenfalls belächelt. Der Schreibstil des Buches gefällt mir recht gut und man ist schnell in den 12 Kurzgeschichten angekommen. Auch die Idee, mit jeder Geschichte auf einem anderen Planeten zu landen ist gelungen.Die Geschichten selbst sind oft schön und unterhaltsam. Aber es gibt in einigen Geschichten Aspekten, wie beispielsweise den Schattenmann, der Geburtstage ruiniert oder eine Piratin, deren Arm abgebissen wird, die uns nicht besonders gefallen. Sie haben bei uns eher Angst ausgelöst.Gerade, weil wir oft im Bett Bücher lesen waren solche Geschichten für uns eher unpassend. Auch die schwarz-weiß Illustrationen waren für uns etwas zu trist und die Gesichter oft zu düster. Weil es ja gerade auch für sensible Jungs sein soll, finde ich die Umsetzung hier tatsächlich nicht so gelungen.

gtotter am 10.03.2025 07:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Kreativ

Mir ist klar, dass das Buch umstritten ist. Ich habe einige Reviews und Leseproben gesehen, in denen argumentiert wird, dass man heutzutage keinen Unterschied mehr zwischen Mädchen und Jungen machen muss. Und mal selbst würde seine Kinder ja anders erziehen. Da muss ich leider entgegenhalten, dass sofern man nicht in einer sehr progressiven Bubble lebt, diese Unterschiede von den Gesellschaft immer noch gemacht werden. Mein Kind trägt z.B. gerne bunte Kleidung. Und wird daher oft für ein Mädchen gehalten. Das war schon im Babyalter so. Und vor allem in älteren Filmen und Serien wird oft ein alles andere als progressives Bild gezeichnet. Man kann seine Kinder kaum ewig davon abschirmen. Zudem kommt es bei Kindern in einem gewissen Alter oft zu Gruppendenken. Jungs grenzen sich von den „doofen“ Mädels ab und umgekehrt. Daher macht der reißerische Titel und die klischeehafte Aufmachung Sinn. Es sind genau die Jungs die sehr auf Jungs sind, die das Buch erreichen möchte. Das Vor- und Nachwort ist natürlich diskussionswürdig. Die Geschichten waren alle sehr kreativ und oft auch lustig. Natürlich sind nicht alle Geschichten gleich gut. Manchmal wird einem die Moral mittels Holzhammer aufgedrückt. Die Bilder hingegen fand ich klasse. Ich mag den Zeichenstil sehr.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

stiftungslesen.de
Das Buch bietet Kindern ab sechs Jahren einen gut zugänglichen Einstieg in Gespräche über Geschlecht...errollen, Fairness und gegenseitigen Respekt. Reizvoll ist, dass bekannte Erzählmuster nicht einfach verworfen, sondern umgedeutet werden: Abenteuer, Fantasie und märchenhafte Elemente bleiben erhalten, während klassische Rollenbilder verschoben werden. mehr weniger

06.06.2026

BÜCHER Magazin
Die meisten Geschichten strotzen vor Zuversicht und einem wohlwollenden Blick auf die Welt. Kinder s...ind mutig und setzen sich kreativ gegen geschlechterspezifische Zuschreibungen zur Wehr, zum Beispiel mit dem Ergebnis, dass Glitzer aus Pistolen donnert und ein Riesen- und ein Menschenkind entgegen aller Größen- und Machtverhältnisse Freunde werden. mehr weniger

Jana Kühn, 06.12.2025

boys&books
Die Texte machen deutlich, dass Fürsorge, Zärtlichkeit und liebevoller Umgang keine Frage von Geschl...echterrollen sind und dass die Bitte nach Hilfe, Zweifeln oder Nachdenken nicht automatisch dazu führen, dass man weniger geliebt wird. mehr weniger

14.05.2025

Vorwort der Autorin Francesca Cavallo

Liebe Erwachsene,

dieses Buch ist aus dem tiefen Wunsch heraus entstanden, ein Werkzeug zu schaffen, mit dem wir uns einem der umstrittensten Themen unserer Zeit widmen können: der Männlichkeit.

Es ist ein Buch, das auf der Bereitschaft zum Zuhören, auf Liebe und tiefem Vertrauen basiert. Drei Dinge, die in der Beziehung zu Kindern, ob weiblich oder männlich, niemals fehlen dürfen.
Als ich vor ein paar Jahren ›Good Night Stories For Rebel Girls‹ schrieb, ging ich von der Überzeugung aus, dass Mädchen nicht weniger Ehrgeiz besitzen als Jungen, dass sie genauso leistungsorientiert und führungsstark sind wie diese – und dass wir es sind, die ihnen eine Kultur der Unterlegenheit vermitteln und das Ganze dann »Natur« nennen.

Und die Jungs?

Ist bei ihnen vielleicht ein ähnlicher Mechanismus am Werk? Könnte es sein, dass sie nicht »von Natur aus« weniger einfühlsam oder aggressiver sind, sondern dass wir ihnen vermitteln, dass eine Kultur der Gefühllosigkeit für sie der einzige Weg ist, ihre Männlichkeit zum Ausdruck zu bringen?
Um diese Frage zu beantworten, habe ich die Geschichten untersucht, die bei den Kindern bestimmte Erwartungen wecken, was es heißt, »ein Mann zu sein«. Ich habe entdeckt, dass die männlichen Figuren in Märchen nicht so frei sind, wie ich dachte, und dass wir oft nichts über ihr Innenleben wissen. Wir wissen nicht, wie sich der Märchenprinz fühlt, wenn er heiratet, und wir wissen auch nicht, was der Vater von Schneewittchen empfindet, wenn er gezwungen ist, sich von seiner einzigen Tochter zu trennen, nachdem er Witwer geworden ist. Wir wissen nicht, ob sie Probleme mit ihren Herkunftsfamilien haben (ein Thema, das bei den weiblichen Figuren sehr präsent ist). Die Rolle der Männer im Märchen besteht hauptsächlich darin, die Integrität des Königs zu wahren – wobei es nicht so wichtig ist, wenn sie ihre eigene verlieren.

Zu den wenigen berühmten Figuren in klassischen Märchen und Geschichten, deren Gefühle wir kennen, gehören das Biest in ›Die Schöne und das Biest‹ und Quasimodo in ›Der Glöckner von Notre-Dame‹. Die Botschaft ist klar: Männliche Wesen, die ihre Gefühle zeigen, werden von der Gesellschaft gemieden, die sie zudem so sehr verachtet, dass sie in die totale Isolation getrieben werden.
Bei den modernen Helden sieht es nicht besser aus: Superhelden wie James Bond führen immer ein Doppelleben und sind deshalb oft zur Einsamkeit verdammt. Nur der leistungsfähigste Teil der Persönlichkeit darf in der Öffentlichkeit gezeigt werden. Die übrigen Anteile der wahren Persönlichkeit mit all ihren Zweifeln, ihrem Schmerz und ihrer Unsicherheit müssen im Schatten bleiben.
In den überlieferten Geschichten, mit denen wir den Männern ihren rechtmäßigen Platz in der Welt zugewiesen haben, ist ihre Fähigkeit, ihre wahre Identität zu verbergen, eine bewundernswerte Eigenschaft und ihre Entfremdung von den eigenen Gefühlen eine Tugend.

Diese Erkenntnis hat mich entsetzt

Wenn wir unseren Jungen vermitteln, dass die Welt sie niemals voll und ganz akzeptieren wird, wie können wir uns dann über den Mangel an Integrität wundern, der für einige besonders problematische Erscheinungsformen von Männlichkeit so charakteristisch ist? Und wie hoch ist der Preis, den männliche Erwachsene dafür zahlen, dass sie seit ihrer Kindheit den Glauben verinnerlicht haben, dass der einzige Teil von ihnen, den sie anderen zeigen dürfen, ihre Fähigkeit ist, außergewöhnliche Leistungen zu vollbringen?

Ich habe mich monatelang mit psychologischen, anthropologischen und soziologischen Studien zur männlichen Identitätsbildung befasst. Das Bild, das sich dabei ergab, hat meine Wahrnehmung nicht nur von Jungen und Jugendlichen, sondern auch von erwachsenen Männern erheblich verändert. Mir ist klar geworden, wie schädlich der Mythos des starken und schweigsamen Mannes ist, aber auch, wie wenig wir immer noch in der Lage sind, das kostbare Innenleben unserer Jungen zu erkennen und ihm Raum zu geben.

Allen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Trotz haben wir uns eingeredet, dass Jungen »einfacher gestrickt« sind als Mädchen, ihre Bedürfnisse »rudimentärer« und dass ihre Persönlichkeit weniger facettenreich ist. Diese Überzeugungen hindern uns daran, unsere Jungen sorgfältig zu beobachten und ihnen dabei zu helfen, ihr emotionales und spirituelles Leben zu entfalten. Sie hindern uns sogar daran zu erkennen, wann sie uns brauchen.

Was können wir also tun?

Die ›Geschichten für die neue Generation von Jungs‹ sind meine Antwort auf diese Frage. Jede Geschichte in diesem Buch behandelt ein zentrales Thema der männlichen Identitätsbildung: von der Beziehung zur Vaterfigur bis zum Umgang mit ungleicher Machtverteilung; vom Erkennen der eigenen Emotionen jenseits von Wut bis zur furchtlosen Erkundung der eigenen Geschlechtsidentität; von der Wiederentdeckung einer Romantik, die keine Helden braucht, bis zur Bedeutung des Wissens, wie man repariert, was in einem selbst und außerhalb davon kaputt ist.

Die ›Geschichten für die neue Generation von Jungs‹ machen Jungen und Mädchen nicht nur mit männlichen Charakteren bekannt, die stolz auf ihren emotionalen Mut und ihre moralische Integrität sind, sondern sie zeigen auch, wie die Welt sein könnte, wenn alle, Männer und Frauen, in der Lage wären, ihr Bedürfnis nach Verbundenheit zum Ausdruck zu bringen, ohne sich selbst und anderen gegenüber destruktiv zu verhalten. Die Figuren in diesen Geschichten erleben nicht nur spannende Abenteuer, sie überleben auch Zurückweisungen und Enttäuschungen und lernen aus ihren Fehlern. Sie wissen, wie man um Hilfe bittet, und sie scheuen sich nicht, nachzudenken und zu zweifeln, weil sie keine Helden sein müssen, um sich geliebt zu fühlen. Sie sind offen, weil sie keinen Teil von sich verstecken müssen, um akzeptiert zu werden.

Ich habe mich entschieden, diese Geschichten auf fernen und nahen Planeten anzusiedeln, in einem Raum, der so grenzenlos ist wie der, der sich jedes Mal in unseren Herzen auftut, wenn wir in der Lage sind, andere mit Mut, Mitgefühl und Ehrlichkeit zu betrachten. Das ist der Raum, den ich gemeinsam mit jedem von euch und vor allem mit den Jungen und Mädchen, die diese Geschichten lesen werden, erobern möchte. Damit unsere Liebe zu ihnen zu der Liebe wird, die sie für sich selbst empfinden. Und damit diese Liebe zu der Kraft wird, die ihr Leben bestimmt.

Mit all der Liebe, die es dann gibt
Francesca Cavallo