Eine Bibliothek außerhalb von Raum und Zeit, in der alle Erinnerungen der Menschheit bewahrt werden – und ausgerechnet hier wird Lisavet von ihrem Vater verstecken. Doch als sie beginnt, verbotene Erinnerungen zu sammeln, kreuzt Zeithüter Ernest ihren Weg …
16,99 €
(0,00 € / )
lieferbar
- Versandkostenfreiin Deutschland
- Schneller VersandLieferung 2–3 Werktage
- Sichere ZahlungSSL-verschlüsselt
Das Buch der verlorenen Stunden
An einem schicksalhaften Abend ändert sich für die junge Lisavet alles. Um ihr Leben zu retten, versteckt ihr Vater, ein bekannter Uhrmacher, sie in einer riesigen Bibliothek, die unabhängig von Raum und Zeit existiert und in der alle menschlichen Erinnerungen in Büchern gespeichert sind. Nur wenige wissen von diesem besonderen Ort und Zeithüter entscheiden darüber, welche Erinnerungen an die Vergangenheit erhalten oder unwiederbringlich ausgelöscht werden.
Wer bestimmt, woran wir uns erinnern?
»Die Vergangenheit hält uns den Spiegel vor. Sie erklärt, wer wir waren und wie wir so geworden sind. Manchen Leuten gefällt nicht, was sie in ihren Spiegelbildern zu sehen bekommen, also ändern sie es, indem sie Erinnerungen für alle Welt auslöschen. Indem sie Menschen auslöschen.«
Als ihr Vater nicht zurückkehrt, beginnt Lisavet, die Erinnerungen, die die Welt vergessen soll, in ihrem eigenen Buch zu sammeln.
Eines Abends folgte sie einem Zeithüter in sicherem Abstand und entdeckte, wonach sie gesucht hatte. Die Erinnerung in seinen Händen war ein extrem dicker Band, der zu einem mindestens Hundertjährigen gehören musste. Statt das Buch in einem Stück zu verbrennen, löste der Zeithüter den blauen Ledereinband ab und legte ihn beiseite. Dann zündete er die Seiten an und Lisavet fiel auf, mit welcher Gleichgültigkeit er diese Aufgabe verrichtete. Offenbar jemand, der nur Befehle ausführte und den das Ergebnis nicht kümmerte. Im Nu verschwand er wieder, ohne seine Tat bis zum Ende zu beaufsichtigen, und Lisavet sprang hervor, um das Buch zu retten.
Bis sie auf den Zeithüter Ernest trifft, der zu ihrem einzigen Halt wird.
Kann die Liebe uns vor dem Schlimmsten bewahren?
Was folgt, wird nicht nur die beiden, sondern auch den Lauf der Geschichte für immer verändern ...
Bibliografische Daten
1. Auflage
Hayley Gelfuso
Hayley Gelfuso hat einen Master in Nachhaltigkeit und arbeitet im Marketing. Sie liebt wunderbare Geschichten mit magischen Elementen, die auf den realen Geschehnissen unserer Zeit und der Wissenschaft basieren. Das Buch der verlorenen Stunden ist ihr Debütroman, der in über 20 Ländern erscheint. Hayley Gelfuso lebt mit ihrer Familie in einem Vorort von Chicago.
2 - 10 von 116 Leserstimme
Zum mitfiebern
“Das Buch der verlorenen Stunden” von Haley Gelfulso, ist ein wunderschöner Roman über die Magie von Zeit und Büchern.Eines Abends versteckt ihr Vater, Lisavet in einer geheimnisvollen Bibliothek, die ganz unabhängig von der Zeit existiert. Dort haben nur Zeithüter Zutritt, welche dafür sorgen, dass jede Erinnerung der Menschheit in Büchern festgehalten wird.Doch leider zerstören manche Zeithüter bestimmte Erinnerungen, in ihrem eigenen Interesse und nur Lisavet scheint sie aufhalten zu können. Denn sie sammelt die zerstörten Erinnerungen in ihrem eigenen Buch.Dieser Roman hat auf mich zu Beginn sehr unscheinbar gewirkt, hat mich letztendlich aber mehr als überzeugt. Die Geschichte ist aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, welche in unterschiedlichen Zeiten agieren. Das sorgt aber überhaupt nicht für Verwirrung, sondern ist wirklich gut nachzuvollziehen. Diese Erzählweise macht die Bedeutung der Geschichte auch noch klarer.Die Autorin spricht viele Missstände an und regt immer wieder zum Nachdenken an. Gerade das macht dieses Buch auch aus.Der Schreibstil ist sehr bildhaft, was es unglaublich einfach gemacht hat in der Geschichte zu versinken. (Ich war nicht nur einmal mit Lisavet im Zeitraum).Die Charaktere sind super ausgearbeitet. Man lernt sie sehr gut kennen und vorallem auch einzuschätzen. Dabei wird dem eigentlichen Plot aber nicht vorgegriffen, sondern die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten. Ich habe auf jeder Seite bestens unterhalten gefühlt.Die Fantasy-Elemente sind so dezent eingearbeitet gewesen, dass ich mich selbst dabei ertappt habe, wie ich kurz darüber nachdenken musste, ob dieser Zeitraum wirklich existieren könnte.Also ein wirklich schöner und toller Roman im historischen Setting über die Liebe, Zeit und die Sinnlosigkeit von Krieg.
„Was im Herzen liebevolle Erinnerungen hinterlässt, kann weder vergessen werden noch verloren gehen.“
Dieses Buch liest sich wie ein leises, zugleich mächtiges Märchen über Erinnerung, Liebe und Verantwortung.Im Zentrum steht Lisavet, deren Leben sich an einem schicksalhaften Abend für immer verändert. Um sie zu retten, verbirgt ihr Vater sie in einer zeitlosen Bibliothek, einem geheimen Ort, an dem die Erinnerungen der Menschheit in Büchern bewahrt werden. Doch Erinnerungen sind hier nicht unantastbar: Zeithüter entscheiden, was bleiben darf – und was für immer ausgelöscht wird. Mit jeder vernichteten Erinnerung verschwinden auch Menschen aus der Geschichte.Als ihr Vater nicht zurückkehrt, beginnt Lisavet selbst zu sammeln, was die Welt vergessen soll. Ihre Begegnung mit dem Zeithüter Ernest wird dabei zu ihrem einzigen Halt – und zur Hoffnung in einer Welt, in der Vergangenheit manipuliert und Identität ausgelöscht werden kann. Die Frage, wer über unsere Erinnerungen bestimmt, zieht sich wie ein leiser Widerhall durch jede Seite.Die Geschichte entfaltet sich auf zwei kunstvoll ineinander verwobenen Ebenen und verbindet Historie, Fantasy und philosophische Tiefe zu einer atmosphärischen Erzählung voller Magie. Bildhafte, poetische Sprache und eine originelle Grundidee erschaffen eine Welt, die gleichermaßen verzaubert und nachdenklich stimmt. Die Figuren – allen voran Lisavet und Amelia – wirken vielschichtig, verletzlich und berührend, getragen von Emotionen, Verlust und Hoffnung.Trotz der märchenhaften Anmutung entwickelt sich die Handlung stellenweise zu einem temporeichen Mystery-Thriller mit überraschenden Wendungen. Liebe, Erinnerung und Verantwortung stehen dabei stets im Mittelpunkt und verleihen der Geschichte eine stille Dringlichkeit.Dieses Buch fühlt sich an wie ein magischer Fund im Buchladen – eines, das sofort heraussticht. Ein Roman voller Herz, Tiefgang und Poesie, der lange nachhallt und daran erinnert, dass unsere Erinnerungen nicht nur unsere Vergangenheit sind, sondern auch der Schlüssel zu dem, was wir werden.
Langsamer Start, warmes Herz 💫
„Das Buch der verlorenen Stunden“ von Hayley Gelfuso war für mich ein Buch, in das man nicht sofort leicht hineinkommt. Ganz ehrlich: Der Anfang war zäh und stellenweise sogar ziemlich langweilig. Ich musste mich erst einmal durch die ersten Kapitel kämpfen und war mir nicht sicher, ob mich die Geschichte wirklich packen würde. Doch mit jeder Seite und von Kapitel zu Kapitel wurde es besser – spürbar besser.Besonders berührt hat mich die Liebesgeschichte zwischen Ernest und Lisavet. Sie ist ruhig, tiefgehend und unglaublich wärmend. Man fühlt die Nähe, aber auch den Schmerz, die Sehnsucht und all die unausgesprochenen Gefühle zwischen den beiden. Genau diese Emotionen geben dem Roman seine Stärke. Auch der Gedanke, Erinnerungen löschen zu können, hat etwas Verlockendes – wer würde nicht manchmal gern belastende Momente hinter sich lassen?Der Schreibstil ist sehr schön und teilweise fast poetisch. Die sanften Zeilen zwischendurch geben der Geschichte einen besonderen Klang und machen sie angenehm zu lesen. Obwohl ein Hauch Fantasie enthalten ist – eigentlich nicht mein Lieblingsgenre – hat mir das Buch am Ende wirklich gut gefallen. Es steckt viel Roman und Gefühl darin, was für mich den Ausschlag gegeben hat.
"Wer bestimmt, woran wir uns erinnern?"
„Das Buch der verlorenen Stunden“ ist der Debütroman der amerikanischen Autorin Hayley Gelfuso.Ich möchte da unbedingt die Gestaltung loben. Sowohl die Umschlagfolie als auch das Hardcover sind wunderschön in passenden Farben gestaltet.Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich gut, berührend, bildhaft und sehr atmosphärisch. Die Autorin legt großen Wert auf kleine Sprüche, die eine große Wirkung haben. Die Geschichte ist emotional und verfolgt zwei Erzählstränge, die sich am Schluss wieder vereinen.Die 11jährige Lisavet wird im Jahr 1938, in der Kristallnacht, von ihrem Vater, ein jüdischer Uhrmacher, in einer geheimer Bibliothek versteckt. Lisavet wird langsam erkennen, dass das ein Ort außerhalb der Zeit und Raum ist und ist bewahrt von Zeithütern, die entscheiden können, welche Erinnerungen in Bücher aufbewahrt und welche ausgelöscht werden. Diese Idee hat mich sofort fasziniert und gibt dem Buch eine magische Atmosphäre.Auf einer anderen Ebene kennen wir Amelia, Moira und Ernest im Jahr 1965 und wir bekommen langsam Hinweise, wer die anderen Charaktere sind und was zwischen 1938 und 1965 passiert ist. Dieser Teil hat ein eiliges Tempo, war spannender und hat sich für mich wie ein Thriller angefühlt.Ich fand die Charaktere in diesem Buch glaubhaft und konnte ihre Entscheidungen gut nachvollziehen. Sehr interessant habe ich gefunden, wie man für die gleiche Figur in unterschiedlichen Situationen unterschiedliche Gefühle entwickeln kann.Das zentrale Thema des Buches sind die Erinnerungen und rund um dieses Thema wird sehr viel philosophiert: wer entscheidet was wir uns erinnern, gehören die Erinnerungen uns selbst oder sind Teil der Gemeinschaft, wo alle Zugriff haben dürfen, wie ethisch ist es, Erinnerungen zu manipulieren, was passiert mit der Geschichte, wenn die Erinnerungen manipuliert werden, wie stark können wir uns an Erinnerungen verlassen, usw. Ich finde dieser philosophischen Teil, den historischen Hintergrund, den Zweiten Weltkrieg, sehr passend.Es werden auch andere Themen besprochen, wie Identität, Zeit, Liebe, Familie, Geschichte und die Macht von Geschichten.Es gibt Zeitsprünge und zwei Erzählstränge, man muss sich zurechtfinden, wo man in Raum und Zeit im Buch ist und dann ist man mit vielen Fragen konfrontiert. All das macht das Buch etwas anspruchsvoll, aber genau deshalb finde ich das Buch lesenswert. Fazit:Mir hat das Buch besonders gut gefallen, auch wenn ich von Genre es nicht gut einordnen konnte. Das Buch eignet sich gut für alle, die Fantasy Geschichten mit historischem Hintergrund mögen und für alle, die Geschichten mit Tiefe mögen, die Fragen stellen und nachdenklich machen. Aus meiner Seite bekommt das Buch auf jeden Fall 5*+
Die Macht der Erinnerungen
Stellen wir uns vor Erinnerungen der Menschen existieren in einer Bibliothek, unabhängig von Raum und Zeit. Zeithüter archivieren sie, überwachen sie und zerstören sie auch. Doch wer bestimmt, welche Erinnerungen bewahrt werden sollen und welche nicht? Aus einem kleinen Zweifel wird schließlich eine große Rebellion.Diese Geschichte ist ein atmosphärischer Mix aus historischem Setting mit politischen Verstrickungen, Zeitreisen und einer Liebesgesichte, die Raum und Zeit überdauern kann. Im Mittelpunkt steht eine zentrale Frage der Erinnerungskultur: Wenn Geschichte von den Siegern geschrieben wird, ist es dann richtig, dass die Sieger entscheiden welche Erinnerungen einer Gesellschaft bewahrt werden und welche für immer vernichtet werden? Die Erzählweise, welche ebenfalls nicht konstant der Zeit folgt, unterstützt diese Frage noch. Trotz der Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart lässt sich die Handlung flüssig lesen.Eine absolute Empfehlung an alle, die mal ein etwas anderes Fantasybuch zum Thema Zeitreisen lesen möchten.
Erinnerungen sind Energie
"Wer zu genau weiß, welchen Kurs die Zeit einschlägt, bevor die Dinge tatsächlich geschehen, bürdet sich nur Qualen auf. Schließlich ist nichts so gefährlich wie das Leben. Nicht einmal der Tod. Nicht einmal die Erinnerungen."Auf der Flucht vor den Nazis gerät die junge Lisavet in eine riesige Bibliothek, jenseits von Zeit und Raum. Bald lernt sie, dies ist der Zeitraum, der Erinnerungen in Büchern aufbewahrt. Doch die Geschichte wird von Siegern geschrieben und selbst im Zeitraum herrscht ein Kampf darum, welche Erinnerungen überdauern werden. Als Lisavet den Zeithüter Ernest trifft, geraten nicht nur die beiden in Gefahr, sondern es geht um die Zukunft des Zeitgefüges selbst...Die Geschichte enstspinnt sich auf zwei Ebenen, die raffiniert ineinander verwoben sind und tiefgründige Fragen aufwerfen, die durch fantastische Elemente illustriert werden. Zusätzlich gibt es Merkmale eines Spionageromans. Stories, die sich einer herkömmlichen Klassifizierung entziehen, bleiben oft am längsten im Gedächtnis."Azrael hatte unrecht, dachte sie. Nicht zu lieben war das Gefährlichste, was es gab. Sondern zu lieben."
Fesselnd über die Bedeutung von Erinnerungen
Alles beginnt wie ein Märchen: mit der elfjährigen Lisavet begeben wir uns in eine mysteriöse Bibliothek, in der die Bücherregale vollgestopft mit unzähligen Büchern sind. Diese Bücher sind kostbar, denn dort wurden die menschlichen Erinnerungen aufbewahrt und nur die Zeithüter können über diesen magischen Ort bestimmen.Sehr spannend und emotional ist der Anfang der Geschichte, in der sowohl die wichtigen historischen Ereignisse, wie auch die bewegenden Menschenschicksale bedeutende Rolle spielen. 1938 versteckt ein jüdischer Uhrmacher seine Tochter Lisavet in dem Zeitraum; so rettet er ihr das Leben. Viele Jahre später wurde ein anderes Mädchen, Amelia, in den Zeitraum geschickt, um eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Hayley Gelfuso kreiert in ihrem Roman einen mystischen Ort, der außerhalb von Zeit und Raum existiert: einen Zeitraum, der zwar für normale Menschen nicht zugänglich ist, aber ihr Leben und das Zeitgeschehen bedeutend beeinflussen kann. Es ist ein mysteriöser und gleichzeitig ein magischer Ort, an dem Lisavet die Zeit flüstern hört, gute Geister und Zeithüter trifft. Hier begegnet sie dem Zeithüter Ernest, hier sammelt sie in ihrem eigenen Buch Erinnerungen, die nicht in die Vergessenheit geraten sollten. In einer bildhaften, oft poetischen Sprache erzählt die Autorin diese außergewöhnliche Geschichte. Die lebendige Erzählung erzeugt Bilder im Kopf, die viele Emotionen wecken, berühren und verzaubern.Der parallele Handlungsstrang, in dem die Geschichte nach dem Krieg weiterspielt, verliert etwas von dem magischen Zauber. Der Roman entwickelt sich zu einem temporeichen Mystery-Thriller mit vielen überraschenden Wendungen. Und auch dieser Teil der Geschichte fesselt und ließ mich um das Schicksal der Protagonisten bangen. Das Buch endet mit einer unerwarteten Lösung, die mich nicht vollständig überzeugen konnte. Den phantasievollen, fesselnden Roman habe ich jedoch sehr gerne gelesen. Den Fantasy-Teil habe ich genossen, die Idee mit den Erinnerungen in einem Zeitraum fand ich faszinierend. Das gesamte Buch bietet gute Unterhaltung und ist absolut lesenswert!
Woran erinnern wir uns?
Allgemeines:„Das Buch der verlorenen Stunden“ ist der Debütroman der amerikanischen Autorin Hayley Gelfuso. Der Roman ist im November 2025 bei dtv erschienen und richtet sich an eine erwachsene Leserschaft. Er hat 480 Seiten und ist optisch sehr aufwändig gestaltet. Inhalt: „Keine Geschichte ist so kraftvoll wie unsere ErinnerungAn einem schicksalhaften Abend ändert sich für die junge Lisavet alles. Um ihr Leben zu retten, versteckt ihr Vater, ein bekannter Uhrmacher, sie in einer riesigen Bibliothek, die unabhängig von Raum und Zeit existiert und in der alle menschlichen Erinnerungen in Büchern gespeichert sind. Nur wenige wissen von diesem besonderen Ort und Zeithüter entscheiden darüber, welche Erinnerungen an die Vergangenheit erhalten oder unwiederbringlich ausgelöscht werden.Wer bestimmt, woran wir uns erinnern?»Die Vergangenheit hält uns den Spiegel vor. Sie erklärt, wer wir waren und wie wir so geworden sind. Manchen Leuten gefällt nicht, was sie in ihren Spiegelbildern zu sehen bekommen, also ändern sie es, indem sie Erinnerungen für alle Welt auslöschen. Indem sie Menschen auslöschen.«Als ihr Vater nicht zurückkehrt, beginnt Lisavet, die Erinnerungen, die die Welt vergessen soll, in ihrem eigenen Buch zu sammeln.Eines Abends folgte sie einem Zeithüter in sicherem Abstand und entdeckte, wonach sie gesucht hatte. Die Erinnerung in seinen Händen war ein extrem dicker Band, der zu einem mindestens Hundertjährigen gehören musste. Statt das Buch in einem Stück zu verbrennen, löste der Zeithüter den blauen Ledereinband ab und legte ihn beiseite. Dann zündete er die Seiten an und Lisavet fiel auf, mit welcher Gleichgültigkeit er diese Aufgabe verrichtete. Offenbar jemand, der nur Befehle ausführte und den das Ergebnis nicht kümmerte. Im Nu verschwand er wieder, ohne seine Tat bis zum Ende zu beaufsichtigen, und Lisavet sprang hervor, um das Buch zu retten.Bis sie auf den Zeithüter Ernest trifft, der zu ihrem einzigen Halt wird.Kann die Liebe uns vor dem Schlimmsten bewahren?Was folgt, wird nicht nur die beiden, sondern auch den Lauf der Geschichte für immer verändern ...“ (Quelle: dtv) Meine Meinung: Erst einmal würde ich gerne die schöne optische Gestaltung des Buches hervorheben. Gefällt mir wirklich gut, vor allem auch die Details, die sich unter dem Schutzumschlag verbergen. Ich finde, dass man dadurch das Gefühl hat, ein magisches Buch in Händen zu halten. Man erblickt es im Buchladen sogleich und es sticht hervor unter vielen ewig gleich erscheinenden Büchern. Dieses Gefühl wird durch die ersten Kapitel des Buches zunächst verstärkt. Wir begleiten die junge Lisavet in der einer sehr schwierigen Zeit. Danach springen wir kurz weiter und begegnen Amelia. Beide Stränge sind ganz unterschiedlich, haben aber den Bezug zu einer bestimmten, magischen Bibliothek gemeinsam. Darüber habe ich mich sehr gefreut, denn nach dem ersten Kapitel habe ich zunächst infrage gestellt, ob es vielleicht nur eine Flucht im Geiste vor den Nazis sein könnte. Aber da die gewisse Elemente in den Zeiten beider Protagonistinnen existieren, scheint dem nicht so zu sein. In diesem Buch treffen Realität und phantastische Elemente aufeinander. Es wird mit den Zeitebenen gespielt und wie in so vielen Geschichten, in denen mit der Zeit gespielt hat, entstehen an der ein oder anderen Stelle Logiklücken. Leider hat mich die Geschichte nach dem vielversprechenden Beginn nicht so richtig gepackt. Ja, sie ist gut geschrieben und ich finde die ganze Zeithütersache auch nach wie vor sehr faszinierend. Aber irgendwie dümpelt die Erzählung manchmal auch sehr vor sich hin. Vielleicht muss man die richtige Zeit für dieses Buch erwischen. Grundsätzlich ist es sehr besonders, bringt wichtige Elemente mit ein und wirft die Frage auf, an was wir uns erinnern und wer eigentlich die Geschichte schreibt, die wir irgendwann unseren Kindern erzählen werden. Fazit:Ein Buch, das anspruchsvoller ist, als man vermutet und auf eine besondere Art und Weise vermittelt, warum es wichtig ist, sich zu erinnern.
Starke Idee mit kleineren Schwächen
Mich hat sofort das Cover angesprochen. Ich mag die Farben und die Veredelung des Umschlags. Auch der Klappentext hat mich überzeugt. Die Idee, dass es Zeithüter gibt, die über unsere Erinnerungen wachen, fand ich spannend und ich wollte unbedingt wissen, was es damit auf sich hat. Tatsächlich hatte ich anahnd des Klappentextes eine andere Geschichte erwartet, aber ich bin dennoch begeistert. Historische und phantastische Elemente werden gekonnt miteinander vermischt und es kommt noch eine Prise Agenten/Spionagekrimi hinzu. Die Geschichte wird größtenteils aus Lisavets Zeitebene (beginnend 1938) und Amelias (1965) erzählt. Somit erfährt man teilweise schon, was zukünftig passiert sein wird, aber noch nicht, was dazu geführt hat. Es wird alles nach und nach zusammengesetzt, bis man endlich das große Ganze erkennt. Das hat mir besonders gefallen, da ich immer wissen wollte, wie es weitergeht. Ich konnte das Buch kaum weglegen. Das lag auch am Schreibstil und Tempo. Es ist angenehm zu lesen, flüssig und oft poetisch sowie philosophisch geschrieben. Es gibt so viele schöne Passagen, die einfach bewegend und tiefgründig sind. Als Leser:in wird man zwar direkt in die Handlung geworfen, allerdings ist das Erzähltempo anfangs recht langsam und man bekommt Zeit die Charaktere und die Welt besser kennenzulernen. Das fand ich wirklich angenehm, da ich gerade die phantastischen Elemente so besser verstehen und einordnen konnte. Zudem wächst man quasi mit Lisavet auf und bekommt ein wirklich gutes Bild von ihrer Figur wodurch ich mich direkt in sie hineinversetzen konnte. Dann nimmt die Handlung fahrt auf und auch das Tempo wird angezogen, was super gepasst hat. Das Ende war leider etwas gehetzt, wodurch die Handlung und Charaktere an Tiefe eingebüßt haben. Insgesamt liest sich das Buch aber sehr gut!Vor allem Lisavets Figur macht eine ziemliche Entwicklung durch, die vielleicht nicht von jedem gut angenommen wird, die ich aber zum Ende des Buches durchaus realistisch und nachvollziehbar fand. Das Ende hat mich ab einem gewissen Punkt nicht unbedingt überrascht, aber ich fand es passend und es bietet vor allem Spielraum für Interpretationen. Ich habe öfters gelesen, dass angenommen wurde, es sei ein Jugendbuch, dem ist absolut nicht so. Wer also ein Jugendbuch erwartet, wird von diesem Roman wohl eher enttäuscht sein.
toll!
Das Buch der verlorenen Stunden war für mich ein ganz besonderes Leseerlebnis. Dieser einzigartige Genre-Mix aus Fantasy, Historienroman und philosophischem Märchen hat mich vom ersten Moment an verzaubert. Beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, mich in einer anderen Welt zu bewegen – still, geheimnisvoll und voller Magie.Im Mittelpunkt steht Lisavet, deren Leben sich in einer einzigen Nacht für immer verändert. Um sie zu schützen, bringt ihr Vater sie an einen Ort, der sich jeder Logik entzieht: eine zeitlose Bibliothek, in der die Erinnerungen der Menschheit in Büchern bewahrt werden. Allein diese Idee ist wunderschön und zugleich melancholisch. Die Vorstellung, dass entschieden wird, welche Erinnerungen bestehen bleiben dürfen und welche für immer verschwinden, verleiht der Geschichte eine große emotionale Tiefe.Als Lisavet beginnt, die vergessenen Geschichten der Welt selbst festzuhalten, bekommt der Roman eine leise Dringlichkeit. Die Begegnung mit dem Zeithüter Ernest bringt zusätzlich Spannung, aber auch Wärme und Menschlichkeit in die Erzählung. Ihre Beziehung entwickelt sich behutsam und fühlt sich fast zeitlos an – genau wie der Ort, an dem sie sich begegnen.Besonders geliebt habe ich die märchenhafte Atmosphäre. Die Sprache, die Bilder, das gesamte Konzept – alles wirkt wie aus einem Traum gewoben. Trotz der großen Themen wie Erinnerung, Verlust, Verantwortung und Zeit bleibt das Buch stets zugänglich und emotional berührend.Das Buch der verlorenen Stunden ist für mich ein echtes Highlight: poetisch, originell und tief bewegend. Ein Roman, der sich anfühlt wie ein Märchen für Erwachsene und der noch lange nachklingt. Ganz klare 5 Sterne.
Pressestimmen
Spannend, magisch süchtig machend.
26.11.2025
Dieses Debüt ist ein Lese-Fest für alle, die sich gern mit Büchern wegträumen.
Angela Wittmann, 19.11.2025
Eine abwechslungsreiche, berührende Zeitreise-Geschichte
30.06.2026
Ein spannendes Buch, ruhig erzählt, ein gelungener Mix aus Fantasy, Historie und Liebesgeschichte.
07.02.2026
Hayley Gelfusos poetisches Debüt ›Das Buch der verlorenen Stunden‹ hallt noch lange nach.
01.02.2026
Hier verschwimmen ein Thriller, ein Fantasy- und Historienroman auf besondere Weise miteinander und ...genau diese Mischung hat es mir angetan. mehr weniger
Paline Dautfest, 13.01.2026
Eines der schönsten Bücher dieses Jahres: Ein Mix aus Historienepos, Mystery-Thriller und philosophi...scher Zeitreise, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte. mehr weniger
17.12.2025
Ein magisches Lesefest.
05.12.2025
Fesselndes Romandebüt.
05.12.2025
Das sagen die Buchhändler*innen zu ›Das Buch der verlorenen Stunden‹