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Sie sammelt die Geschichten anderer ...

Das Glück der Geschichtensammlerin

... doch hat sie den Mut, sich ihrer eigenen Geschichte zu stellen?

 

Ein warmherziger Roman über die lebensverändernde Kraft von Geschichten

 

 Putzfrau Janice kann sich gar nicht mehr daran erinnern, wann sie ihre Sammlung begonnen hat. Doch irgendwann fiel ihr auf, dass die Leute ihr gerne ihre Geschichten erzählen, während sie in deren Wohnzimmern Staub wischt oder ihre Kühlschränke abtaut. Manche davon sind lustig, manche fesselnd, ein paar sind melancholisch und wieder andere lebensbejahend. Sorgfältig bewahrt Janice all diese Geschichten in einer Bibliothek in ihrem Kopf auf und hütet sie, weil sie selbst keine Geschichte zu erzählen hat. Bis sie auf die gewitzte Mrs. B trifft. Die trickreiche Neunzigjährige weiß, dass mehr hinter Janice steckt. Auch sie ist Heldin einer eigenen Geschichte – oder etwa nicht?

 

  • Der Überraschungsbestseller und Publikumsliebling aus Großbritannien
  • Für Leserinnen und Leser von Carsten Henn, Rachel Joyce und Lori Nelson Spielman

 

»Humorvoll, weise und bewegend, mit liebenswerten und unvergesslichen Charakteren.« Hazel Prior

»Klug, lustig, bezaubernd – ein ganz besonderes Buch!« Katie Fforde"

Bibliografische Daten

EUR 9,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-44275-6
Erscheinungsdatum: 01.07.2023
1. Auflage
416 Seiten
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem britischen Englisch von Carolin Müller
Autor*innenporträt

Sally Page

Sally Page studierte Geschichte und arbeitete im Marketing, bevor sie eine Ausbildung zur Floristin machte und ihr eigenes Blumengeschäft eröffnete. Sie erkannte bald, dass die Arbeit im Blumenladen ihr einen ganz besonderen Einblick in das Leben anderer Menschen ermöglichte. Und sie stellte fest, dass jeder Mensch eine Geschichte zu erzählen hat – was sie schließlich zu ihrem ersten Roman, ›Das Glück der Geschichtensammlerin‹ inspirierte. Sally Page lebt in Dorset und hat zwei Töchter. Sie arbeitet derzeit an ihrem nächsten Roman.

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Übersetzer*innenporträt

Carolin Müller

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126 von 126 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.44 von 5 Sternen


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13 - 10 von 126 Leserstimme

aklikaka am 09.07.2023 11:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Sheherazade (= Janice?) erzählt

Sheherazade (Janice?) erzähltDas Cover ist zauberhaft gestaltet und hat mich sofort angesprochen. Der Umschlag des Buches ist wie eine Box gestaltet, in der die Geschichten aufbewahrt werden können. Tolle Idee!Die Protagonistin Janice erzählt Erlebnisse aus ihrem Alltagsleben als Putzfrau. Dabei spielen die Begegnungen mit ihren Arbeitgebern eine Rolle und eine bedeutende Nebenrolle spielt der durch Mimik „sprechende“ Foxterrier Decius. Sie sammelt Geschichten nach festgelegten Regeln und speichert sie in ihrem Gedächtnis ab. Dass sie auch eine eigene Geschichte hat, will sie zunächst nicht glauben, wird aber eines Besseren belehrt.Der Autorin Page gelingt es, die fantasievollen und wahren Geschichten geschickt miteinander zu verweben, wodurch bis zum Schluss ein Spannungsbogen erhalten bleibt. Man mag das Buch gar nicht aus der Hand legen.Es liest sich leicht, obwohl fast wie nebenbei, eine Menge passiert. Es hat eine fein dosierte Mischung aus Humor, Tragik und Drama. Ich kann es für alle diejenigen empfehlen, die eine leichte Sommerlektüre wünschen; sowohl an wolkenlosen Tagen, als auch an Regentagen (tröstlich) zu lesen.

luckynelli am 08.07.2023 07:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Familiengeschichten

Was für ein wunderschöner Einband für ein Taschenbuch. So konnte ich es garnicht abwarten, dieses aufzuschlagen und in die Geschichte zu versinken.Jancie, eine Putzfrau, sammelt außergewöhnliche Geschichten, von Menschen, die sie kennenlernt. So verschieden wie die Menschen sind, so verschieden sind natürlich auch die Geschichten, die man Janice erzählt. So trifft sie auf Berühmtheiten, sehr Wohlhabende, aber auchauf durch das Schicksal gebeutelte Menschen. Alle Geschichten überdenkt Janice und denkt dadurch, dass sie keine eigene Geschichte hat. Doch das denkt auch nur sie, denn ein eigentlich unerwünschter Auftrag entwickelt sich dann zu einem sehr spannenden Auftrag. Die Autorin, Sally Page, bringt mit viel Gefühl das Leben von Janice dem Lesenden näher. So erlebt der Lesende dann die Protagonistin der Geschichte, Janice, als empathischen und hilfsbereiten Menschen. Aufgrund dieser Eigenschaften wird sie von einigen Auftraggebern ausgenutzt. Und dann gibt es noch eine weitere Geschichte, nämlich die von Janice. Alle Personen der Geschichte sind bildhaft wunderbar dargestellt. Mit einer empathischen Sprache bekommt so der Lesende einen guten Eindruck über Janice und ihr Leben. Für mich ist die Geschichte sehr lesenswert.

lesequeen am 07.07.2023 17:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Lebensgeschichten

Janices Bezeichnung ist Putzfrau, aber sie ist viel mehr als das: sie sammelt außergewöhnliche Geschichten. Das ist interessant, lernt sie doch durch ihre Tätigkeit die verschiedensten Menschen kennen. Berühmtheiten, Wohlhabende, vom Schicksal Gebeutelte. Alle haben ihre Eigenheiten und Erfahrungen, die Janice anhört und überdenkt. Sie hat keine eigene Geschichte - meint sie. Stimmt nicht. Ein zunächst unerwünschter Auftrag entwickelt sich zu einer spannenden Sache.Sally Page erzählt gefühlvoll von Janices Leben. Engagiert, hilfsbereit und emphatisch meistert Janice ihre Aufgaben. Selbstlos, zunächst ohne für sich einzustehen. Sie wird oft ausgenutzt. Aber da gibt es noch ihre Geschichten! Es gibt viele davon und dazu noch eine Geschichte in der Geschichte. Die beschriebenen Personen sind gut vorstellbar, werden treffend charakterisiert. Ihre Entwicklungen sind spannend. Wunderbar geschrieben, emotional ansprechend, mitfühlend geschrieben - einfach lesenswert.

zebra am 06.07.2023 08:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Das gewisse Etwas fehlte

Ich gestehe: Hier bin ich „Cover-Opfer“ – dann noch der Hinweis, dass es britischer Provenienz ist, muss man doch mögen, oder?Die Geschichte handelt von Janice, einer Putzfrau, die ihren Job liebt. Noch mehr jedoch liebt sie die Geschichten, die ihre Kunden ihr erzählen, während sie den Flur entrümpelt oder den Boden feudelt. Sie selbst scheint jedoch keine Geschichte zu haben (abgesehen davon, dass in ihrer Ehe die Lasten ungleich verteilt sind), was ihr bewusst wird, als sie für die alte Mrs. B. zu putzen beginnt. Denn die dreht den Spieß rum und hört Janice zu – nachdem sie ihr ziemlich zugesetzt hat. In der Tat bin ich noch ein wenig ratlos wegen der Geschichte: Ich wollte sie mögen und ich mag sie auch, aber ganz rund ist doch etwas nicht … Was die Geschichte besonders macht, ist ihre Alltäglichkeit: Da ist eine Putzfrau mit schwierigen und weniger schwierigen Kunden, in deren Privatsphäre sie regelmäßig unterwegs ist und das sowohl räumlich als auch gedanklich. Das ist für sie normal. Normal ist eigentlich auch, dass eine gestandene lebenserprobte ältere Frau ihr quasi den Spiegel vorhält. So wird Janice langsam bewusst, dass sie zwar eine Geschichte hat, sich damit aber nicht auseinandersetzen will. So war denn auch Mrs. B. (neben dem Terrier) für mich die eigentliche Hauptfigur: interessant, witzig, neugierig; Janice dagegen ist „nur“ nett, freundlich zu jedem – so kantenlos … Ein weiterer Punkt, der die Geschichte erzählenswert macht, ist der Umstand, dass hinter jedem Menschen, wirke er auch auf den ersten Blick noch so langweilig, eine interessante Geschichte stecken kann, derjenige vielleicht ein gewaltiges Päckchen zu tragen hat. Dieser Aspekt läuft so ein bisschen unter dem Radar während des Lesens, zumal man die Figuren ja aus Janices Sicht vorgestellt bekommt. So sammelt man selbst während des Lesens Geschichten, sogar eine ziemliche Menge und ja, sie sind auch „gehaltvoll“, mal lustig, mal traurig, und nein, ich werfe der Geschichte nicht vor, dass sie leise ist (plakativer ausgedrückt: etwas schwer in Gang kommt, keine Handlung in dem Sinne hat). Vielmehr kam ich mit dem Erzählstil wohl nicht so ganz zurecht: Präsens – das ist bei mir oft ein Problem. Doch das war nicht der Punkt: Irgendetwas fehlte, das leise Geschichten brauchen, um zu überzeugen. Die Lektüre bzw. das Zuhören war durchaus unterhaltsam, aber irgendwie plätscherte die Geschichte vor sich hin – was nicht an Sandra Voss lag. Die hat Janice wunderbar ihre Stimme geliehen, gut moduliert, sodass ich sogar relativ schnell den Bogen raushatte, um wen es gerade geht. Das gewisse Etwas fehlte einfach. Und so gibt es noch ganz knapp von 3,5 aufgerundete 4 Sterne, weil diese Geschichte nur aus Marketingsicht um Aufmerksamkeit heischt.

buchkathi am 04.07.2023 21:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Selbst Geschichten sammeln, um die eigene zu überdecken

Als Putzfrau erzählen all ihre Kunden Janice ihre Geschichten. Ganz nebenbei, wenn sie saubermacht, fangen die Leute an zu plaudern und so taucht Janice in jedes einzelne Leben ein. Doch ihre eigene Geschichte, die hält sie verborgen und spricht nicht darüber. Bis sie eines Tages bei einer alten Frau – Mrs B, wie Janice sie nennt – anfängt zu putzen. Denn die alte Dame interessiert sich für Janice und lässt nicht eher locker, bis sich Janice öffnet und von ihrer ganz eigenen Geschichte erzählt.Janice ist eine Frau, die man nur mögen kann. Sie ist nett und freundlich und sieht in allen Menschen nur das Gute. Und selbst, wenn sie nichts Gutes findet, nimmt sie die Personen so an, arbeitet klaglos für sie und geht ihren Pflichten nach. Das Putzen ist mehr als ein Job für sie und sie ist stolz auf das, was sie tut. Auch in ihrem Leben hat sie eine beneidenswerte Pack-an-Mentalität und man kann von ihr lernen, wie man sich auch über die kleinen Dinge freuen und die nicht so Guten übersehen kann. Im Verlauf der Geschichte lernen wir sie immer besser kennen, wobei es eine Freude ist, zu sehen, wie gut ihr die alte Mrs B tut. Denn Janice befreit sich von dem, was ihr nicht guttut und beginnt, ihr eigenes Glück zu suchen.In dem Hörbuch bin ich anfangs etwas durcheinander gekommen mit den ganzen Personen. Doch das ist gar nicht schlimm, denn das legt sich nach den ersten Kapiteln. Wenn dann erstmal die alte Mrs B auftaucht und von Becky erzählt, ist man gefangen und will unbedingt wissen, wie es weitergeht. Das ist eigentlich ganz lustig, denn so wie uns Hörern geht es ja auch Janice. Neben der Spannung und den vielen schönen Lebensgeschichten, die eingebettet sind in der eigentlichen Geschichte, bietet das Hörbuch eine tolle Sprecherin, die die Stimmlage und Betonung ganz wunderbar wechselt. Mein Highlight war die Art, wie sie Mrs B spricht. Und obwohl ich die Geschichte schon während des gesamten Hörens mochte, war ich am meisten vom Ende begeistert, weil es so rundherum perfekt ist – viel perfekter als man erwartet.Ein perfektes Hörerlebnis für alle, die sich gerne Lebensgeschichten von anderen Menschen anhören und ihrer Neugier ungebremst freien Lauf lassen wollen.

wortschätzchen am 04.07.2023 14:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Gewöhnliche Menschen mit ungewöhnlichen Fähigkeiten

Janice ist Putzfrau, und zwar eine sehr gute. Da ihr Mann keinen Job lange behält, muss sie für ein gesichertes Einkommen sorgen. Sie macht das gerne, auch wenn nicht alle ihre Kunden nett sind. Als sie bei der alten Lady Mrs. B. anfängt, die noch dazu die Mutter eines der weniger netten Kunden ist, stellt Janice fest, dass ihre Leidenschaft, das Geschichtensammeln, wichtiger ist, als sie dachte. Und Mrs. B. macht Janice klar, dass auch sie eine Geschichte hat, die erzählt werden muss.Mir hat dieser Roman sehr gefallen. Er ist sehr sanft, sehr vorsichtig, gefühlvoll und zart. Kein Reißer, sondern ein Tröster, ein Heiler, ein Helfer. Janice ist eine Person, die sich viel zu viel gefallen lässt, immer schweigt und alles erduldet. Tief in ihrem Innern weiß sie aber, dass nicht alles gerecht ist, was ihr widerfährt und dass sie sich wehren sollte. Warum sie sich dazu nicht traut, wird im Laufe der Geschichte klar. Doch das Leben hilft einem manchmal auf die Sprünge, wenn man nicht von selbst etwas ändert und so ist es auch bei Janice.Mir gefällt, wie Sally Page die Personen durch Janice beschreibt. Selbst für die unangenehmsten Charaktere hat Janice noch Verständnis, was es leicht macht, sie ins Herz zu schließen und ihr zu wünschen, endlich mal an sich selbst zu denken und auf der Sonnenseite des Lebens zu sein. Die kleinen Vorstöße, die sie hin und wieder wagt, sind sehr vorsichtig und passen zu ihr. Auch ihre langsame Entwicklung, die Veränderungen, die sie zulässt, sind stimmig und nicht zu krass. So oft hätte ich sie gerne an die Hand genommen und ihr geholfen, dem einen oder anderen Fiesling deutlich gesagt, was ich von ihm halte. Janice Weg war länger und sanfter, aber sie ist am Ende an ihrem Ziel, angekommen, ohne – wie ich es getan hätte – laut zu poltern. Somit habe ich von ihr und ihren Geschichten, die sie sammelte und auch ihrer eigenen, viel lernen können. So unscheinbar Janice wirkt, so großartig ist sie.Am Ende stellt man fest, dass in diesem Roman eine Menge Themen angesprochen werden, die düster, schwer, hart und belastend sind. Dennoch ist der Roman nicht düster und schwer, sondern unterhaltsam, mit einem Hauch von Melancholie durchzogen, aber immer voller Hoffnung und Mut. Man kann sich in vielen Dingen – auch den weniger schönen – selbst erkennen und etwas für sich herausziehen. Die Aussage, dass es nie zu spät ist, etwas (oder auch sich selbst) zu ändern, finde ich sehr wichtig. Auch finde ich es großartig, dass das Ende nicht zu kitschig, rosig und traumhaft ist. Sandra Voss hat Janice sehr gefühlvoll und passend ihre Stimme geliehen und damit dem Roman von Sally Page auch noch so eine extra Portion Gefühl gegeben. Für mich passt hier alles und ich habe sehr gern ganz still zugehört und Janices Wandlung genossen. Ich mochte diesen so stillen, aber doch so vielsagenden Roman mit der wichtigen Aussage sehr. Fünf Sterne!

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