Barbara Kingsolvers grandiose Neuerzählung von David Copperfield im Herzen der Appalachen von heute. Ausgezeichnet mit dem Pulitzer-Preis und dem Women's Prize for Fiction.
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Demon Copperhead
»Jeder weiß, dass alle, die in diese Welt geboren werden, von Anfang an gezeichnet sind – Gewinner wie Verlierer.«
Ein Trailer in den Wäldern Virginias, dem Land der Tabakfarmer und Schwarzbrenner, der Hillbilly-Cadillac-Stoßstangenaufkleber an rostigen Pickups. Hier kommt Demon Copperhead zur Welt – die Mutter ist noch ein Teenie und frisch auf Entzug, der Vater tot. Ein Junge mit kupferroten Haaren, großer Klappe und einem zähen Überlebenswillen, bei allem, was das Leben für ihn bereithält: Armut, Pflegefamilien, Drogensucht, erste Liebe und unermesslichen Verlust. Es ist seine Geschichte, erzählt in seinen Worten, unbekümmert, vorwitzig, von übersprudelnder Lebenskraft.
Ein mitreißender Roman über ein Leben auf Messers Schneide, in dem in jedem Moment Hoffnung aufscheint.
Ein Triumph und ein großes Lesevergnügen: Der Millionenbestseller aus den USA, über ein Leben gegen alle Widerstände.
»Eine der großen virtuosen Sprachperfomances. Ein meisterhaftes Lehrstück.« Richard Powers
»Erzählkunst at its best.« Stephen King
»Ein ebenso komisches wie schmerzhaft-wahrhaftiges Buch.« Alena Schröder
»Zutiefst berührend, zutiefst lebendig.« Susanne Abel
Bibliografische Daten
1. Auflage
Barbara Kingsolver
Barbara Kingsolver, 1955 geboren, hat Romane, Gedichte, Essays und ein Memoir verfasst, die in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet wurden, u. a. mit dem Pen/Faulkner Award, dem Orange Prize for Fiction, dem Women's Prize for Fiction und dem Pulitzer-Preis. Sie wurde mit der National Medal of Humanities geehrt und ist Mitglied der American Academy of Arts and Letters. Aufgewachsen in Kentucky, lebt sie heute mit ihrer Familie auf einer Farm in Virginia.
Dirk van Gunsteren
Dirk van Gunsteren, ausgezeichnet mit dem Heinrich-Maria-Ledig-Rowohlt-Preis und dem Übersetzerpreis der Stadt München, übertrug u.a. Thomas Pynchon, John Dos Passos, George Saunders, Patricia Highsmith und Philip Roth ins Deutsche.
15 - 10 von 150 Leserstimme
traurige Kindheit
Demon hat von Anfang "Hier!" gerufen, als der liebe Gott das Pech verteilt hat. Geboren in einem Wohnwagentrailer als Sohn einer Junkiebraut übernimmt er die Lasten, die ihm das Leben auferlegt hat. Er kümmert sich um die lebensuntüchtige Mutter und trägt ihre Verantwortung mit. Als dann der Stiefvater übergriffig wird und die Mutter immer weniger in der Lage ist sich um ihren Sohn zu kümmern, kommt dieser in Pflegefamilien, die ihn als Hilfskraft ausbeuten oder im besten Fall das Geld wollen, was er als Pflegekind einbringt. Demon muss während seines Aufwachsens viele Verluste und Schicksalsschläge einstecken. Seine Umwelt ist geprägt von Hoffnungslosigkeit, Arbeitslosigkeit, Drogenabhängigkeit und Tablettensucht. Lediglich sein letzter Vormund und seine Kunstlehrerin geben ihm eine Perspektive. Demon avanciert zum Footballstar und zeigt außerdem ein großes künstlerisches Talent, was seinem Leben eine neue Richtung aufzeigt, bis ihn ein Vorkommnis aus der Bahn und sein Leben zum Trudeln bringt.Mmh. Ich war von diesem Roman zuerst begeistert. Demon als Junge fand ich bewundernswert. Ich mochte seinen wachen Verstand, seine Resilienz und seine mit perspektivischen Abstand und fast plaudernden Erzählton. Und genau das ist mir im Laufe der Geschichte zusehends auf den Wecker gegangen. Er erlebt so schreckliche Dinge und wirkte dabei auf mich fast teilnahmslos, als würde er sein Leben gar nicht richtig fühlen. Möglicherweise hat Barbara Kingslover dies als Stilmittel eingesetzt um das Abgestumpftsein und die Lethargie hervorzuheben. Mich hat es aber irgendwie gestört, und ich habe ab der Mitte des Buches den Bezug zu Demon verloren. Ich kann auch nicht verstehen, warum man diesem Buch den Pulitzerpreis verliehen hat. Schön, es zeigt Missstände in der amerikanischen Gesellschaft auf und ist ein modernes Pendant zu David Copperfield. So ganz kann ich mich trotzdem nicht der Begeisterung anschließen. Kingslover kann erzählen und der Roman ist facettenreich. Trotzdem hatte die Geschichte für mich zu viele Längen und gleichzeitig konnte ich einige Aspekte nicht nachvollziehen. * Achtung, Spoiler! * Mir ist nicht ganz klar, wie Demon in die Abhängigkeit geraten ist. Der Sportunfall und falsche Freunde, aber das ist in der Erzählung gar nicht richtig ausgearbeitet, sondern wird eher beiläufig erwähnt. Dieses Phänomen begegnete mir ein paar Mal während des Lesens. Auch hier könnte es natürlich ein Stilmittel sein um zu veranschaulichen, wie Demon immer mehr den Kontakt zu sich verliert. Ich befürchte aber, dass ich da zuviel in den Schreibstil reindichte.Alles in allem ist der Roman für mich gut und auch empfehlenswert, wenn er etwas weniger Längen gehabt hätte.
Was für ein Juwel!
David Copperfield als US-Teenager!Damon hat es nicht leicht in seinem bisher noch recht kurzen Leben in Appalachia. Seine Mutter, selbst noch ein Teenie, ist gerade frisch auf Entzug und sein unbekannter Vater tot. Allein die Zeit mit seinem Nachbarsfreund Maggot ist ein täglicher Lichtblick für den Jungen. Nach einigen tragischen Ereignissen muss Damon aka Demon aber sein zu Hause verlassen und sich auf eine Odyssee begeben, die ihn in eine Welt voller Armut, Pflegefamilien und schrecklichen Verlusten katapultiert. Seine witizige, unbekümmerte und hoffnungsvolle Art hilft ihm dabei, auch durch die schlimmsten Täler zu gehen.Ab der ersten Seite spürt man Damons schelmische und hoffnungsvolle Sicht aufs Leben. Der Schreibstil ist großartig und lässt einen direkt eintauchen in diese Welt. Ein wahres Epos, dass man kaum aus der Hand legen kann!
Brillant erzählt
Barbara Kingsolver hat mit "Demon Copperhead" den Pulitzer - Preis für Belletristik gewonnen. Der brillant erzählte Roman ist eine Adaption an Dickens "David Copperfield". Auch Kingsolver zeichnet ein Bild einer Gesellschaft, in der noch immer Kinder in Armut aufwachsen müssen.Demon Copperhead ist Protagonist und zugleich Erzähler seiner eigenen Lebensgeschichte. Er kommt unter denkbar schwierigen Verhältnissen auf die Welt, die Mutter ein Teenager und medikamentenabhängig, der Vater tot. Demon lebt in verschiedenen Pflegefamilien. Hunger Armut prägen seinen Alltag. Er muss als Kind bereits Jobs annehmen. Doch Demon ist intelligent, talentiert und vor allem ein Kämpfer, voller Kraft und Lebendigkeit. Er lässt sich von den widrigen Umständen nicht unterkriegen. Demon ist ein sympathischer Junge, man fühlt mit ihm. Der Roman ist großartige Literatur, er entfaltet von Anbeginn eine starke Sogwirkung. Auch wenn traurige Dinge erzählt werden und subtil Gesellschaftskritik geübt wird, liest die Geschichte sich leicht.Ich bin mir sicher, es wird eines der besten Bücher des Jahres sein, wenn nicht sogar das beste. Ganz große Leseempfehlung!
Aus dem Leben eines Satansbratens
Wenn die Times schreibt, dass sich das Buch lese, „[a]ls hätten die Coen-Brüder Dickens verfilmt“, klingt das interessant und will näher ergründet sein – auch wenn das Buch annähernd 900 Seiten zählt.Erzählt wird die Geschichte des titelgebenden Demon Copperhead – wobei er dem Namen oder umgekehrt alle Ehre macht, denn er hat kupferrote Haare, ein loses Mundwerk und einen unbedingten Willen, sich vom Leben nicht unterbuttern zu lassen. Verortet ist die schwierige Kinder- und Jugendzeit des Kindes eines auf sich allein gestellten drogensüchtigen Teenagers auf dem wie man so schön sagt gottverlassenen Land von Tabakbauern und Schwarzbrennern, in den Wäldern. Zwar soll es für Demon sogar noch schlimmer kommen: Pflegefamilien, (eigene) Drogensucht, Verlust und Einsamkeit; doch er ist auch ein unverbesserlicher Optimist, der sein Leben als keinesfalls hoffnungslos betrachtet.Klassische Handlung, über die man berichten könnte, hat das Buch nicht viel – da stimmen fast 900 Seiten umso „bedenklicher“. Doch bis auf einzelne Längen, in denen die Verzweiflung nachgerade aus den Seiten troff, las sich das Buch keinesfalls langweilig, was mich verdutzte, zumal ich kein erklärter Dickens-Fan bin. Allerdings erinnerte mich das Buch an eine andere literarische Figur: Huckleberry Finn, der in der Verfilmung, die ich mal gesehen habe, auch rote Haare hatte und diesen Habitus des sich vom Schicksal und seiner Unbill nicht unterbuttern Lassenden hatte, wozu auch das Setting im ländlichen „abgehängten“ Amerika passt. Daraus wiederum ergibt sich, dass Kingsolver die Themen Drogensucht (vor allem die Macht, die die Droge vom Süchtigen ergreift), Opioid-Krise, Pflegekindersystem, Umweltausbeutung, aber auch die Resilienz der Landbewohner „aufarbeiten“ kann – und das in einem nicht moralisierenden Ton, da sie den wenig intellektuellen, aber „bauernschlauen“ Satansbraten (das schoss mir als beste Beschreibung Demons sehr schnell in den Kopf) darüber schlicht plaudern lässt. Das wirkt leicht und unbeschwert und schlägt sich natürlich im Erzähl- bzw. Schreibstil nieder. Wie genau sie es macht, ist mir schleierhaft, aber in weiten Teilen ist die Geschichte sprachlich schlicht brillant. Man merkt, dass Kingsolver ihre Figuren, allen voran ihren Protagonisten mit großer Liebe gezeichnet hat, was auch nötig ist, weil man als „Otto-Normal-Leser“ das Leben Drogensüchtiger, aber auch als sich abgehängt Fühlender, ja vielleicht „Multikrisengeplagter“, kaum nachzuvollziehen vermögen würde. Obwohl Demons Leben von zahlreichen echten Härten geprägt ist und das Leben ihn jederzeit von dem Drahtseil, auf dem er tanzt, herunterschubsen könnte, lässt er sich nicht unterkriegen: das macht Hoffnung. Doch auf über 800 Seiten bleiben vereinzelte Längen nicht aus und es bedarf aufgrund der Vielzahl der auftretenden Figuren ein wenig Konzentration. Barbara Kingsolver war mir bis zu „Demon Copperhead“ unbekannt – warum eigentlich? Denn sie vollbringt ein echtes Kunststück: Sie schreibt ein beinah episodenhaftes und gut lesbares Epos, das schwere Themen aufarbeitet, ohne zu werten.
Vom Leben geprägt
Die erzählte Geschichte ist angelehnt an "David Copperfield" von Charles Dickens, wo die Armut von Kindern und deren Auswirkungen beschrieben sind. Die Autorin widmet ihr Buch den Kindern, die ihre Eltern durch Armut oder Schmerzmittel verloren haben.Demon Copperhead führt ein "beschissenes" Leben, die Mutter abhängig von Alkohol und Drogen, der Vater verstorben, der Stiefvater gewalttätig, der Pflegevater sadistisch....."und ihr habt noch nie ein Kind gesehen, das so am Boden zerstört war." Also schlechte Voraussetzungen für einen jungen Menschen, der sich so ziemlich allein zurechtfinden muss, begleitet von Armut, Gewalt, einem Leben bei Pflegefamilien, und vor allem durch Drogen. Mit der Zeit entwickelt er eine "Leck mich am Arsch" Einstellung, und er vergleicht sich mit den Unberührbaren Indiens. Demon Copperhard ist der ICH Erzähler und man fiebert unwahrscheinlich mit, denn er wächst einem ans Herz. Immer wenn es Demon gut geht, erwartet man schon die nächste schlechte Phase.Dass wieder etwas Schlimmes passiert wird angekündigt mit Sätzen wie:"Ich hätte abhauen sollen.Hätte ichs mal getan." Doch der Leser sieht, auch, dass der Protagonist eine innere Stärke hat, er etwas Besonderes ist. Und so vergleicht ein Schuldirektor ihn mit einem Fahrer eines Autos mit Totalschaden, aus dem er heil herauskommt.Man fliegt nur so durch die Seiten, immerhin über 800, muss ab und zu aber auch aussetzen, weil oft schwer zu ertragen und es wird nie langweilig. Thematisiert wird das Pflegesystem,Kinder-, und Jugendschutz, Sucht und Entzug und die Geschichte der Appalachen. Barbara Kingsolver ist hier ein großartiges Portrait gelungen, unterlegt mit einer Mileeustudie der Bevölkerung der Wälder Virginias.
Grandios erzählte Lebensgeschichte
Grundlage von Demon Copperhead ist ganz klar David Copperfield. Barbara Kingsolver hat David aber ein ganz schönes Makeover verpasst. Demons Geschichte beginnt in den 1990er Jahren und wird von ihm selbst erzählt. Mir gefällt dieser Zugang sehr gut. Wer sonst könnte seine Geschichte denn auch besser erzählen als er selbst?Demon hat es nicht einfach im Leben, aber er schlägt sich durch und es ist manchmal traurig, manchmal schön zu lesen, aber immer spannend. Das Buch hat eine ordentliche Seitenzahl von über 800, aber wenn man erst einmal angefangen hat, will man gar nicht mehr aufhören. Demon spricht Umgangssprache, und das finde ich sehr passend. Er versucht nicht eine Distanz zu dem Erzählten aufzubauen, er erzählt, wie er gesprochen hat und erzählt, was er empfunden hat. Als ich auf das Buch aufmerksam wurde, war ich noch ein bisschen skeptisch, ob mir ein Remake eines Dickens-Klassikers gefällt. Es wird schnell langweilig, wenn man einfach nur nacherzählt. Aber hier passiert das nicht. Die Geschichte wird mit so viel Leben(swirklichkeit) ausgefüllt, dass man einfach mitfiebern muss. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und volle Punktzahl.
Zurecht ausgezeichnet!
„David Copperfield“ von Charles Dickens ist Weltliteratur. In dem 1850 erschienenen Buch erzählt der Protagonist David Copperfield im Rückblick seine Lebensgeschichte und startet dabei mit seiner Geburt. Dabei erzählt nicht nur die Hauptfigur David aus seiner jeweiligen Perspektive (vom Kind bis zum erwachsenen Mann), sondern auch der Erzähler David, der mit größerem zeitlichen Abstand die Ereignisse kommentiert. Eindrücklich wird die Geschichte des Waisenkinds, der Demütigungen und Ängste der Kindheit und die sozialen Missstände erzählt. Diese literarische Vorlage inspirierte Barbara Kingsolver dazu, diesen Stoff zeitlich und geographisch neu zu verorten. Herausgekommen ist „Demon Copperhead“, übersetzt aus dem Englischen von Dirk von Gunsteren. Dieses Werkt erhielt 2023 sogar den mit Hernan Diaz „Treue“ den zweigeteilten Pulitzerpreis. Zurecht? Auf jeden Fall.Doch worum geht es?Die Autorin verlegt die Handlung nach Appalachia, die Region um die Appalachen, die über mehrere US-Bundesstaaten verteilt ist, aber wie bspw. die Kohleabbaugebiete sehr ähnlich kulturell und geographisch aufgebaut sind. Als Hillbillys und Hinterwäldler wurden die Bewohner beschimpft, denen sie in ihrem Buch nahekommen möchte. Die stigmatisiert werden, da sie durch ihre häufige Selbstversorgung weniger Steuern bezahlen und den Rest der Welt irgendwie nicht interessieren. Gerade, als die Opioidepidemie Appalachia und ihre Kultur und Familien zerstörte…In einem Trailer in den Wäldern Virginias kommt Demon Copperhead zur Welt. Der Vater ist bereits tot, die Mutter selbst noch Teenie und frisch auf Entzug. Beste Startvoraussetzungen also. Die Nachbarsfamilie ist ihm Zuflucht, der dortlebende Maggot sein bester Freund. Es könnte also aufwärts gehen – tut es natürlich nicht. Die Mutter stirbt und Demon beginnt seine Odysee durch das Pflegesystem Amerikas. Er ist willensstark und hat Überlebenswillen und so begleiten wir ihn auf seiner Reise zum Erwachsensein manchmal mit angehaltenem Atem. Er schlägt sich durch, überlebt wieder und wieder und wenn es scheint, dass es bergauf geht, geht es wieder bergab. Bis er irgendwann die Schmerzen einer Footballverletzung mit Medikamenten betäuben muss, da er keine Krankenversicherung hat, die eine Operation bezahlen würde…Dieser Roman ist zurecht ausgezeichnet worden. Die 832 Seiten lesen sich atemlos. Gleichzeitig fassungslos begleiten wir sein Straucheln und Aufstehen und die Missstände in Pflege, Schulwesen, Krankenversorgung und die Opioidkrise. Dabei ist der Roman so flott geschrieben, dass er großen Spaß macht. Demon kommentiert in der gleichen Perspektive wie David Copperfield seine eigene Geschichte, fängt ebenfalls bei der eigenen Geburt an und berichtet über ähnliche Stationen: Kindheit, Aufwachsen/Ausbildung, Ehe/Partnerschaft, Neuanfang. Viele Namen erinnern an das Origina:l David /Demon, Copperfield/Copperhead, Daniel Peggotty/ Magott, Emily/Emmy Dora/Dori und einen wichtigen Tommy gibt es in beiden Werken. Freude macht auch die Hoffnung, die das Gestalten eines Comics für Demon macht und so die Anklänge an einen Bildungsroman gibt. Ich habe dieses Buch wirklich gerne gelesen!
Unglaublich gut!
Wenn ein Buch zu viele Vorschusslorbeeren bekommt, bin ich grundsätzlich erst einmal skeptisch. Aber „Demon Copperhead“ ist wirklich großartig. Barbara Kingsolver hat einen würdigen Nachfolger für Dickens „David Copperfield“ geschrieben. Ich mochte dieses Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Erzählt wird diese Geschichte aus der Sicht des mittlerweile erwachsenen Demon. Er erzählt sein Leben von Geburt an bis zum heutigen Tag. Demon lebt mit seiner Mutter in einem Trailer in den Wäldern Virginias. Er erlebt Dinge, die kein Kind erleben sollte, schafft es dennoch in seiner manchmal schon sehr erwachsenen Art, sein Leben zu meistern und nicht zu verzweifeln. Drogensüchtige Mutter, Vater unbekannt, Stiefvater, grausam und furchtbar, all das bestimmt sein Leben. Der plötzliche Tod seiner Mutter bringt für Demon eine Wende in seinem Leben. Er ist nun in den Händen des Jugendamtes und wird durch verschiedene Pflegefamilien gereicht. Manchmal ist es kaum auszuhalten, was er erlebt. Die Familie Peggot und deren Sohn Maggot sind Lichtblicke in Demons Leben. Aber auch sie können seine Lebensumstände nicht wirklich ändern. Kingsolver versteht es, die richtige Sprache für diesen Roman zu finden. Es ist sehr berührend, das Leben dieses Jungen als Leser verfolgen zu dürfen. Ich habe lange mehr kein so gutes Buch gelesen und ich lese wirklich sehr viel. Der Pulitzerpreis für dieses Buch wurde wirklich zurecht vergeben.
Atemberaubend
Demon Copperhead kommt unter denkbar schlechten Umständen auf die Welt. Seine drogenabhängige 18-jährige Mutter ist nicht in der Lage ihm ein Zuhause zu geben und sein Vater ist bereits tot. Aber Demon ist ein Kämpfer. Für ihn geht es in Pflegefamilien, er erfährt, was Armut und Drogensucht bedeutet. Die gesamte Handlung ist aus seiner Sicht geschrieben und für einen Leser, der unter normalen Umständen aufgewachsen ist, erscheinen die Ereignisse unglaublich. Auch wenn ich schon Bücher über Drogenabhängigkeit gelesen habe, gaben mir die Einblicke, die Barbara Kingsolver hier schildert, das Gefühl keine Ahnung zu haben. Dabei verurteilt sie jedoch nicht, sondern beschreibt unvoreingenommen, so dass direkt Empathie und Verstehen aufkommt.Demon steht vor unglaublichen Herausforderungen und ist ein starker, entschlossener und auch kluger Charakter, der an seinem Leben und auch den Ungerechtigkeiten des Systems wächst.Mit ihrem Buch gibt die Autorin einen unglaublichen Einblick in einen Teil der amerikanischen Gesellschaft.
Grandios
Ein großartiger und berührender Roman über die Kindheit und Jugend eines Jungen, der leider unter schwierigen Bedingungen erwachsen werden musste. Er lebt in verschiedenen Pflegefamilien, lernt Armut und Hunger kennen, Desinteresse vom Jugendamt und auch viele andere Kinder, denen es ähnlich geht. Das alles erzählt aus seiner Sicht, melancholisch, frech, am Anfang auch oft kindlich naiv, mit einem feinen Humor. Das lässt den Leser auch den ganzen Schmerz etwas besser ertragen. Demon kämpft sich durch mit einer beeindruckenden Stärke und Kraft. Trotz der Schwere der Themen hat dieser Roman eine gewisse Leichtigkeit und eine absolute Sogwirkung. Ich hätte dieses Buch (829 Seiten) noch ewig weiterlesen können. Ganz große Literatur, wunderbar geschrieben. Für mich eins der besten Bücher, die ich jemals gelesen habe.
Pressestimmen
Demon Copperhead ist ein praller, von Dirk van Gunsteren großartig übersetzter Roman, der vom unvers...chuldeten Elend und vom Überlebenswillen erzählt, ein Roman über Freundschaft, Verrat, Hochstapelei, Rassismus und nicht zuletzt die Liebe. mehr weniger
Rainer Moritz, 15.02.2024
Kingsolvers Roman, für den sie den Pulitzer-Preis für Belletristik erhielt, ist trotz seiner Länge v...on mehr als 800 Seiten konstant fesselnd, so witzig wie erschütternd. Man teilt mit Demon Schmerzen und Einsamkeit, aber auch Mikroglücksmomente, wie in ein Erdnussbuttersandwich zu beißen oder einem Lächeln zu verfallen. mehr weniger
Jana Felgenhauer, 15.02.2024
Warum die aufrüttelnde Geschichte eines Waisenjungen aus Kentucky lesen? Weil sie uns soviel versteh...en lässt: Was Kinder stark macht, wie Sucht entsteht und warum Amerika so kaputt ist - aber auch, wie Hoffnung geht. mehr weniger
Katja Nele Bode, 14.02.2024
Zutiefst berührend, zutiefst lebendig.
Susanne Abel, 01.11.2023
Ein ebenso komisches wie schmerzhaft-wahrhaftiges Buch: Demon Copperhead ist der perfekte Held für a...lle, die der Kälte der Welt ihren Witz und ihr großes Herz entgegenstellen. mehr weniger
Alena Schröder, 01.11.2023
Ja, es gibt Drogen, die glücklich machen und nicht den Verstand kosten. Dieses Buch ist eine davon.
Stefan Kister, 28.08.2024
Ein sozialkritischer, unterhaltsamer, im allerbesten Sinne des Wortes grandioser Schmöker.
Harald Hordych, 24.07.2024
Das Buch ist wirklich fantastisch. Es hat mich von Anfang an reingesogen. Die Sprache ist total beei...ndruckend. (…) Kann ich jedem nur empfehlen. mehr weniger
Jörg Hartmann, 08.06.2024
Kingsolver schickt ihre Hauptfigur Demon auf eine atemberaubende Achterbahnfahrt. 864 Seiten voller ...Drama und übersprudelnder Lebenskraft. Da mitreißendste Werk der US-Literatur seit Jahren. mehr weniger
01.05.2024
Demon Copperhead‹ ist, das kann man ohne Übertreibung sagen, eines der literarischen – womöglich das... literarische Ereignis des Jahres. mehr weniger
16.04.2024
Hier kommt ein Pageturner, gefühlssatt, und für mich schon jetzt eines der Bücher des Jahres. (…) 83...4 Seiten voller Witz, Leidenschaft und Leid, (…) voller Drama, Durchhaltekraft und Wut, voller Lebenswillen, unbedingt und unbändig. (…) Ganz groß! mehr weniger
Silvi Feist, 01.04.2024
Ein großes Lesevergnügen.
01.04.2024
Schrecklich schön.
01.04.2024
Man hat Barbara Kingsolvers Roman eine Sensation genannt – und ja: Er ist eine.
Gitta List, 01.04.2024
Großartig geschrieben. Ein Wahnsinnsbuch!
Marie Kaiser, 28.03.2024
All der Schmerz, die Ungerechtigkeit wären wahrscheinlich unerträglich, würde einen dieser liebenswe...rte Demon nicht mit seiner ungebrochenen Widerstandskraft so in seinen Bann ziehen. Mit Empathie und Unmenschlichkeit zum Trotz , die er erfahren muss. mehr weniger
Franziska Trost, 26.03.2024
Was für ein Roman! Was für ein großes Stück Literatur! Was für ein Geschenk!
Christof Ernst, 24.03.2024
Mit seinen unvergesslichen Bildern vom Elend der Moderne hat Demon Copperhead schon jetzt Klassiker...potenzial. mehr weniger
01.03.2024
Ehrlich, traurig und immer hoffnungsvoll. DAS Buch im Frühjahr von Pulitzerpreis-Gewinnerin Kingsolv...er. mehr weniger
01.03.2024
Hinreißend, mutig und in den USA jetzt schon der Roman des Jahres.
28.02.2024
Grandiose Neuerzählung von Charles Dickens' Klassiker "David Copperfield".
22.02.2024
Unbekümmert, vorwitzig, voller Lebenskraft.
22.02.2024
Ein Buch, das man nicht vergisst.
21.02.2024
Wegen solcher Bücher liebt man das Lesen.
Thomas Andre, 21.02.2024
Trotz düsterer Perspektive sprudelt dieses Buch vor Lebensfreude.
18.02.2024
Ein ergreifendes, einzigartiges Werk, das lange nachhallt.
Bernd Melichar, 17.02.2024
Ob dieser Junge es schafft? Eine Antwort auf diese Frage lautet: So flott und kräftig muss eine Auto...rin, und sei’s mit einem berühmten englischen Paten an der Seite, erst einmal 800 Seiten schreiben können, dass Leser von dieser Frage gepackt werden. mehr weniger
Eberhard Rathgeb, 15.02.2024
Dieser wahrhaftige und bedrückende Roman handelt von den Verlusten, die man im Leben erleiden kann. ...Demon Copperhead gibt den abgeschriebenen Habenichtsen Amerikas Würde und Menschlichkeit zurück, indem er über den Schmerz spricht, den sie täglich empfinden. mehr weniger
Thomas Hummitzsch, 15.02.2024
Demon Copperhead von Barbara Kingsolver geht zu Herzen, reißt mit, wühlt auf. Und ist Literatur im b...esten Sinn. (...) Bitte unbedingt lesen! mehr weniger
Sabine Süder, 15.02.2024
Ein praller, glorreicher Roman über Amerika.
14.02.2024
800 Seiten sollen niemanden abschrecken, ›Demon Copperhead‹ ist ein Pageturner.
Bettina Steiner, 14.02.2024
Selten habe ich so sehr mit einem Helden mitgefiebert, ihm die Daumen gedrückt, seinetwegen nachts w...achgelegen und mich mit ihm über seine Erfolge gefreut. Demon Copperhead hat mich daran erinnert, dass es sich im Leben immer lohnt zu kämpfen, mit jeder Faser und ganzem Herzen, ganz egal wie mies die Startposition ist! mehr weniger
Anika Decker, 12.02.2024
Mitreißend und wortgewaltig!
06.01.2024