Barbara Kingsolvers grandiose Neuerzählung von David Copperfield im Herzen der Appalachen von heute. Ausgezeichnet mit dem Pulitzer-Preis und dem Women's Prize for Fiction.
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Demon Copperhead
»Jeder weiß, dass alle, die in diese Welt geboren werden, von Anfang an gezeichnet sind – Gewinner wie Verlierer.«
Ein Trailer in den Wäldern Virginias, dem Land der Tabakfarmer und Schwarzbrenner, der Hillbilly-Cadillac-Stoßstangenaufkleber an rostigen Pickups. Hier kommt Demon Copperhead zur Welt – die Mutter ist noch ein Teenie und frisch auf Entzug, der Vater tot. Ein Junge mit kupferroten Haaren, großer Klappe und einem zähen Überlebenswillen, bei allem, was das Leben für ihn bereithält: Armut, Pflegefamilien, Drogensucht, erste Liebe und unermesslichen Verlust. Es ist seine Geschichte, erzählt in seinen Worten, unbekümmert, vorwitzig, von übersprudelnder Lebenskraft.
Ein mitreißender Roman über ein Leben auf Messers Schneide, in dem in jedem Moment Hoffnung aufscheint.
Ein Triumph und ein großes Lesevergnügen: Der Millionenbestseller aus den USA, über ein Leben gegen alle Widerstände.
»Eine der großen virtuosen Sprachperfomances. Ein meisterhaftes Lehrstück.« Richard Powers
»Erzählkunst at its best.« Stephen King
»Ein ebenso komisches wie schmerzhaft-wahrhaftiges Buch.« Alena Schröder
»Zutiefst berührend, zutiefst lebendig.« Susanne Abel
Bibliografische Daten
1. Auflage
Barbara Kingsolver
Barbara Kingsolver, 1955 geboren, hat Romane, Gedichte, Essays und ein Memoir verfasst, die in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet wurden, u. a. mit dem Pen/Faulkner Award, dem Orange Prize for Fiction, dem Women's Prize for Fiction und dem Pulitzer-Preis. Sie wurde mit der National Medal of Humanities geehrt und ist Mitglied der American Academy of Arts and Letters. Aufgewachsen in Kentucky, lebt sie heute mit ihrer Familie auf einer Farm in Virginia.
Dirk van Gunsteren
Dirk van Gunsteren, ausgezeichnet mit dem Heinrich-Maria-Ledig-Rowohlt-Preis und dem Übersetzerpreis der Stadt München, übertrug u.a. Thomas Pynchon, John Dos Passos, George Saunders, Patricia Highsmith und Philip Roth ins Deutsche.
13 - 10 von 150 Leserstimme
Ein Lese-Highlight zu Beginn des Jahres
Der Ich-Erzähler Demon Copperhead beginnt die Geschichte mit seiner Geburt in einem Trailer in Virginia und man folgt ihm durch eine harte und steinige Jugend, geprägt von Armut in einer wirtschaftlich hoffnungslosen Gegend. Sein Vater ist schon vor seiner Geburt gestorben und seine Junkie-Teenie-Mutter stirbt früh, der gewalttätige Stiefvater interessiert sich nicht für ihn. Deshalb wird er durch verschiedene Pflegefamilien geschleust und es wird jedes Mal eher schlimmer als besser. Er muß selbst als Kind bereits hart arbeiten und hungern, aber er hat einen unbändigen Lebenswillen und Freunde in einer ähnlichen Lage an der Seite. Durch die Behörden bzw. das Jugendamt erfährt er keine Unterstützung. Und dann gibt es doch jemanden, der es gut mit ihm meint und er kommt in den Haushalt von Coach Winfield. Hier fühlt er sich quasi wie im Schlaraffenland. Es ist die beste Zeit seines Lebens und er hat Erfolg im Sport, wird vom Waisenkind zum Footballstar, lernt die erste Liebe und – es bleibt wieder nicht aus - die Drogen kennen. Aber auch dort ziehen irgendwann dunkle Wolken auf, woran er nicht unschuldig ist. Aber er hat auch noch ein anderes Talent, mit dem er nun durchstartet. Die Autorin beschreibt dieses Auf und Ab im Leben von Demon realistisch, berührend und auch bewunderswert, mit welcher Stärke und auch einem gewissen Optimismus er sein Leben meistert und nicht aufgibt. Durch den Podcast Eat.Read.Sleep wurde ich auf die Autorin aufmerksam. Dort wurde die Giftholzbibel besprochen. Nachdem ich diese begeistert gelesen habe und von ihrem neuen Buch erfahren habe, war es für mich klar, daß ich dieses sofort lesen wollte. Und ich muß sagen, mit dieser Neuerscheinung hat sie mich absolut überzeugt. Der Schreibstil ist fesselnd und dieser Schmöker war leider viel zu schnell gelesen. Von diesen über 800 Seiten war keine einzige überflüssig oder hatte Längen. Ein amerikanischer Gesellschaftsroman, der jetzt schon ein heißer Anwärter auf das Buch des Jahres 2024 für mich ist.Von mir eine absolute Leseempfehlung!
Wortgewaltig und Erschütternd
Demon Copperhead ist ein beeindruckender Roman über das Erwachsenwerden in einer gesellschaftlich benachteiligten Gegend, um Freundschaften, Familien und die Frage danach, was eine Familie eigentlich wirklich ist und die Opioid-Epidemie in den USA. Dieser Roman von Barbara Kingsolver, angelehnt an den Klassiker “David Copperfield” von Charles Dickens, erzählt die Geschichte von Damien, den alle seit er klein ist Demon nennen. Er wurde von einer Drogensüchtigen-Teenie-Mutter auf die Welt gebracht, sein Vater ist zu diesem Zeitpunkt bereits tot. Nicht die besten Voraussetzungen für den Start ins Leben, aber Demon macht das Beste daraus und versucht sich so gut es eben geht im Leben durchzuschlagen. Demon Copperhead hat mich sehr zum Nachdenken gebracht und mir beim Lesen neue Blickwinkel aufgezeigt, die ich so bisher noch nicht gelesen habe. Wir können in dem Roman mit Demon heranwachsen, Freundschaften schließen, Fehler machen, auf die Nase fallen und wieder aufstehen. Wir spüren seinen Witz, seine Frustration, seine Talente und lernen die Menschen kennen, die ihn zu dem gemacht haben, wer er ist. Dieses Buch ist so vielschichtig und trotz seiner Dicke in keiner Weise langatmig. Ich war überrascht, wie schnell ich durch die Kapitel geflogen bin, weil ich einfach immer noch länger in der Geschichte von Demon bleiben wollte und erfahren musste, wie es weiter geht. Barbara Kingsolver gibt uns mit Demon Copperhead einen dringend notwendigen Einblick in die südlichen Appalachen, über institutionalisierte Armut in den USA, das schreckliche Pflegefamiliensystem sowie die beginnende Opioidkrise der 1990er-Jahre und die Kinder, die darin aufwachsen.
Eine Kindheit in Amerika
" Demon Copperhead " von Barbara Kingsolver ist ein beeindruckender Roman und eins der besten Bücher, das ich in letzter Zeit gelesen habe.Die Autorin erzählt die Lebensgeschichte ihres Protagonisten Demon in einer leichten und trotz aller Traurigkeit humorigen Art .Demons Vater ist vor seiner Geburt gestorben, seine Mutter ist drogensüchtig und heiratet später einen gewalttätigen und cholerischen Mann.Als seine Mutter an einer Überdosis von Drogen stirbt, kommt Demon in eine Pflegefamilie, in dem es ihm aber nicht besser geht.Auch in der Schule wird er aufgrund seines Backgrounds gemobbt und keiner kann ihm helfen.Trotz aller Widrigkeiten in seinem Leben entwickelt sich Demon zu einer starken Persönlichkeit.Der Roman hat mich berührt und zeigt eine traurige Seite der amerikanischen Gesellschaft.Durch die Ich-Erzählweise hat man einen gewissen Abstand zu dem Geschehen und ist mehr stiller Beobachter.Ein bemerkenswerter Roman, der mich noch lange nach dem Lesen beschäftigt hat.
Beeindruckender Roman
Demon Copperhead, ein beeindruckender und bewegender Roman über die Kindheit und Jugend eines Jungen, der unter schwierigen Umständen aufwachsen muss. Er erlebt verschiedene Pflegefamilien, kennt Armut, Hunger und das Desinteresse des Jugendamtes. Die Geschichte wird aus seiner Perspektive erzählt – melancholisch, frech, anfangs oft kindlich naiv, doch stets mit einem feinen Humor. Demon steht vor enormen Herausforderungen und entwickelt sich zu einem starken, entschlossenen und klugen Charakter, der sowohl an seinem Leben als auch an den Ungerechtigkeiten des Systems wächst.Barbara Kingsolver urteilt nicht, sondern beschreibt unvoreingenommen und dennoch spannend. Trotz der Schwere der Themen strahlt dieser Roman eine gewisse Leichtigkeit aus und übt eine absolute Sogwirkung aus. Ein beeindruckender Roman über die Schwere des Lebens!
Weltklasse Wälzer!
Barbara Kingsolver (mit Dirk van Gunsteren als Übersetzer) hat mit Demon Copperhead wirklich ein Meisterwerk der Literatur geschaffen!Dieser über 800-Seiten Wälzer hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Am Ende hätte ich mir sogar noch mindestens 200-Seiten mehr gewünscht.Dabei erzählt uns "Demon Copperhead" selber seine Lebensgeschichte. Keine Themen werden hier als Tabu angesehen und die ganze Geschichte ist mit einer gnadenlosen Ehrlichkeit durchzogen. Es handelt sich hier nicht um eine glückliche Geschichte, sondern wir begleiten einen heranwachsenden Jungen, der immer wieder vor den Trümmern seines Lebens steht. Definitiv keine leichte Kost!Aber sie ist so einfühlsam und mitreißend geschrieben, dass ich sie in wenigen Tagen verschlungen habe. Wichtigen Thematiken, wie die Opium-Epedemie in den USA, Rassismus und auch das zerrüttete Sozialsystem der USA werden hier besprochen und beleuchtet.Dieser Roman hat mir das Herz gebrochen und mich dennoch völlig begeistert zurückgelassen. Ganz großes Kino und unbedingt zu empfehlen!
Ein David Copperfield der Gegenwart
Manchmal findet die Leserin oder der Leser ein besonderes Buch und manchmal findet ein besonderes Buch sein Publikum. So ging es mir mit „Demon Copperhead“ von Barbara Kingsolver, einem Obelisken von Roman, der von einigen Kritikern schon als „David Copperfield“ für das aktuelle Jahrhundert beziechnet wurde. Und ja, dieser Vergleich liegt nahe, nicht umsonst haben beide Protagonisten die gleichen Initialen. Und ähnlich wie das Meisterwerk von Dickens entwickelt die Geschichte um Demon, der eigentlich Damon heißt, aber nur von der Nachbarsfrau so genannt wird, einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Demon hat es von Anfang an nicht leicht. Der Vater stirbt vor seiner Geburt, die Mutter kämpft ständig mit ihrer Sucht und heiratet den falschen, weil gewalttätigen, Mann. Geborgenheit findet er nur bei den Nachbarn, der Familie Peggot, die im gleichen Trailerpark irgendwo in den Apalachen lebt. Und hier beginnt auch seine Odyssee durch Armut, Drogensucht, Pflegefamilien und Gewalt. Aber Demon ist ein Kämpfer, ausgestattet mit einem knochentrockenen Humor. Und er nimmt den Kampf an, auch wenn das Leben ihm jedesmal aufs Neue Steine in den Weg legt.Demon Copperhead ist ein tragisches, aber auch komisches Buch, das das Leben in all seinen Facetten und Grausamkeiten zeigt, dem aber auch immer ein Funken Hoffnung innewohnt. Denn Demon entwickelt sich, allen Widrigkeiten zum Trotz zu einem starken Charakter, der entschlossen und klug seinen Weg geht.Barbara Kingsolver gelingt es dabei, dem Publikum ein zutiefst gespaltenes Amerika aus einer Perspektive zu zeigen, die man so in der Regel nicht kennenlernt. Sie schreibt übe soziale Ungerechtigkeiten, Armut, Drogensucht und Gewalt, aber sie verurteilt die Protagonisten nicht. Im Gegenteil, in jeder Zeile schwingt auch Verständnis für ihre tragischen Helden mit. Für mich ein Buch, das trotz mehr als 800 Seiten nie langweilig wurde und Blickwinkel eröffnet, die ich so noch nicht kannte. Dies wurde auch schon gewürdigt, die Autorin erhielt für „Demon Copperhead“ den Pulitzer-Preis 2023 in der Kategorie „Belletristik“.
Überragend geschrieben – ganz große Literatur
Dies ist die Geschichte von dem Jungen Demon Copperhead. Sie spielt in den 1980/1990er Jahren in Amerika in Südwest-Virginia in Lee County. Jeder kennt dort jeden, jeder kennt die Geschichten der anderen. Es herrschen in den 1980ger Jahren Vorurteile gegen Homosexualität, gegen Frauen an sich, Kleinbürgerlichkeit und Bigotterie sind weit verbreitet, Gewalt wird akzeptiert und die Armut prägt.“...und dort “gibt’s eben alle möglichen schlimmen Sachen“. Kein guter Start für einen Zehnjährigen mit einer drogenabhängigen, alleinerziehenden MutterDer neue Mann der Mutter schreckt nicht vor radikalen Erziehungsmaßnahmen zurück.Als seine Mutter später an einer Überdosis stirbt, erkennt Demon: „Erst einen Psycho anschleppen und dann auschecken“. Er ist auf sich gestellt.Demon kommt in eine Pflegefamilie - vom Regen in die Traufe - keine saubere Kleidung keine Zahnbürste; in der Schulklasse abgestempelt und gemobbt.Überforderte Sozialhelfer, die desinteressiert sind und nicht hinschauen. Im Laufe seiner weiteren Odyssee wird er schließlich zum Helden, ist dann mit Sucht und Niedergang konfrontiert, erlebt die erste Liebe.Bis er eine eigene Entscheidung für das Leben und Überleben trifft.Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben in der damaligen Gegenwart, auch von einem späteren Ich rückblickend kommentiert.Demon betrachtet, beobachtet, identifiziert sich nicht mit den Werten dessen, was er sieht, bleibt Beobachter. Kluge und witzige Gedanken und Betrachtungen des jungen Demon bringen das Buch in Fahrt, die alleinerziehende Mutter wird in seinen Augen z.B. nicht Erziehungs- sondern Entzugsexpertin.Barbara Kingsolver schreibt so, als wäre man selbst Demon.Durch die Erzählperspektive des Jungen gewinnt man Abstand, das lässt den Leser unvoreingenommen schauen, ohne zu urteilen. Nur so erscheinen die Dinge und Begebenheiten unbewertet und ohne Vorurteile, man lässt sie einfach wirken. Der Roman ist identisch und glaubwürdig. Wie Demon das Leben meistert, ist zutiefst berührend. Man möchte mehr aus seiner Perspektive erfahren, seine Sicht der Welt – weil diese Sicht so viel Wahrheit und Weisheit hervorbringt, die tief berührt und tatsächlich, obwohl Demon das Scheitern im sozialen Amerika aufzeigt, man das Gefühl hat, dass eben durch das Aussprechen schon eine Erlösung, ein nächster Schritt in die Wege geleitet wird.Als Erwachsener Leser kann man die Situationen in denen Demon steckt einschätzen und es ist außerordentlich spannend, wie er selber, gerade vielleicht 11 Jahre alt, ganz allein dies meistern und entscheiden muss - das ist der durchgängige Spannungsbogen. Barbara Kingsolver kommt selber aus Appalachia und kennt und beschreibt detailliert das Land, die Gemeinschaft und Situationen. Die hervorragende Recherche lässt sofort eintauchen in Zeit und Geschehen. "Demon Copperhead", ist eine Adaption von Charles Dickens Werk "David Copperfield" von 1850, spielt aber 170 Jahre später in Amerika bei den sozial Vernachlässigten der Appalachen - „Es gibt den Norden und den Süden, und dann gibt’s noch Lee County – die Welthauptstadt der Lose-Lose-Situation“ Das County zählt heute noch zu den ärmsten Countys in den USA. „Alles, was Demon passiert, ist im wirklichen Leben jemandem passiert, den ich kenne“, sagt Barbara Kingsolver in einem Interview. Sie hat den Roman gewidmet „Für die Überlebenden“.Das Buch ist ausgezeichnet mit dem Pulitzer Preis und dem Women´s Prize for Fiction.Überragend geschrieben – ganz große Literatur
Zwar sehr umfangreich, aber jede Seite ist es wert, gelesen zu werden
Zugegeben, als das Päckchen mit dem Buch ankam, war mein erster Gedanke "Oh nein, so ein dicker Wälzer". Da hatte ich nicht darauf geachtet und es wäre in der Tat die Wahl des Ebooks klüger gewesen. Aber mit der Zeit entwickelt man eine gute Technik mit diesem schweren Buch trotzdem gut klarzukommen. Hinter dem alles andere als schönen und nichtssagenden Cover verbirgt sich die Geschichte des kleinen Demon Copperhead. Dieser lebt in prekären Verhältnissen mit einer Mutter, die ein problematisches Verhältnis zu Drogen hat, was ihr letztlich zum Verhängnis wird. Und damit beginnt für den Jungen eine Odyssee durch sämtliche Instanzen, die der amerikanische Staat für derartige Fälle bereithält. Seine Erlebnisse bei den Pflegefamilien sind zum Teil haarsträubend und es wird auch deutlich, dass die Behörden oft keine Wahl haben und Kinder zu Pflegeeltern geben müssen, von denen sie wissen, dass es die Kinder dort nicht gut haben werden. Nebenbei wird deutlich, wie schlimm die Zustände in Amerika zum Teil sind und weshalb es so ein gespaltenes Land ist. Die auf dem Land Lebenden sind die Abgehängten und werden dafür noch belächelt. Die aus der Sicht des Jungen erzählte Geschichte ist trotz des Umfangs und einiger Längen zu Recht mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet worden. Fazit: Ein tolles Buch - Charles Dickens hätte wohl seine Freude an diesem David Copperfield der Gegenwart
Howdy Demon
Um eine Angst schon vorab auszuhebeln: man muss David Copperfield nicht gelesen haben, um Demon Copperhead zu genießen. Eröffnet es eine neue Perspektive. Definitiv. Copperfield beschäftigt sich mit der institutionellen Armut in England und Barbara Kingsolver verschifft diesen Fragestellung in die Südstaaten der USA. Hier geht es um Hillbillies, Hinterwäldler und Drogen. Mitten in diesem Sog wächst Demon Copperhead auf. Klar und mit viel Gespür für ihre Figuren und ihr Setting führt Kingsolver durch Demons Leben. Hätte es dafür über 800 Seiten gebraucht? Meiner Meinung nach nicht und das ist schon der erste meiner Wermutstropfen. Nur wenige Geschichten brauchen so viele Seiten und obwohl Kingsolver stets eine große Qualität hält, war die Geschichte an einigen Stellen für mich zu lang. Der zweite Wermutstropfen ist für mich, dass Kingsolver einerseits Klischees und Stereotypen kritisiert und hinterfragt, andererseits diese an vielen Stellen reproduziert (drogenabhängige Mütter, Football, Teenie Schwangerschaften). Hier fehlte mir an manchen Stellen die Perspektive oder gezieltere Einordnung (und das bei über 800 Seiten!). Das inhaltliche Highlight bleibt aber wie gut Kingsolver zu Epidemie der Schmerzmittel und damit auch Sucht in den USA einfängt und Oxycontin zum größten Bösewicht des Romans macht. Schlussendlich ist Demon Copperhead ein gutes Buch, das eine Mischung aus A Little Life und Forrest Gump darstellt, ohne jemals so viel Schmerz oder Humor wie diese beiden großen der Popkultur zu entwickeln.
Atemberaubender Roman
Ein beeindruckender und bewegender Roman über die Kindheit und Jugend eines Jungen, der unter schwierigen Umständen aufwachsen muss. Er erlebt verschiedene Pflegefamilien, kennt Armut, Hunger und das Desinteresse des Jugendamtes. Die Geschichte wird aus seiner Perspektive erzählt – melancholisch, frech, anfangs oft kindlich naiv, doch stets mit einem feinen Humor, der dem Leser hilft, das Gelesene besser zu ertragen. Demon steht vor enormen Herausforderungen und entwickelt sich zu einem starken, entschlossenen und klugen Charakter, der sowohl an seinem Leben als auch an den Ungerechtigkeiten des Systems wächst.Barbara Kingsolver urteilt nicht, sondern beschreibt unvoreingenommen. Trotz der Schwere der Themen strahlt dieser Roman eine gewisse Leichtigkeit aus und übt eine absolute Sogwirkung aus. Ich hätte die mehr als 800 Seiten dieses Buches noch ewig weiterlesen können. Kingsolver gewährt einen unglaublichen Einblick in einen Teil der amerikanischen Gesellschaft.
Pressestimmen
Demon Copperhead ist ein praller, von Dirk van Gunsteren großartig übersetzter Roman, der vom unvers...chuldeten Elend und vom Überlebenswillen erzählt, ein Roman über Freundschaft, Verrat, Hochstapelei, Rassismus und nicht zuletzt die Liebe. mehr weniger
Rainer Moritz, 15.02.2024
Kingsolvers Roman, für den sie den Pulitzer-Preis für Belletristik erhielt, ist trotz seiner Länge v...on mehr als 800 Seiten konstant fesselnd, so witzig wie erschütternd. Man teilt mit Demon Schmerzen und Einsamkeit, aber auch Mikroglücksmomente, wie in ein Erdnussbuttersandwich zu beißen oder einem Lächeln zu verfallen. mehr weniger
Jana Felgenhauer, 15.02.2024
Warum die aufrüttelnde Geschichte eines Waisenjungen aus Kentucky lesen? Weil sie uns soviel versteh...en lässt: Was Kinder stark macht, wie Sucht entsteht und warum Amerika so kaputt ist - aber auch, wie Hoffnung geht. mehr weniger
Katja Nele Bode, 14.02.2024
Zutiefst berührend, zutiefst lebendig.
Susanne Abel, 01.11.2023
Ein ebenso komisches wie schmerzhaft-wahrhaftiges Buch: Demon Copperhead ist der perfekte Held für a...lle, die der Kälte der Welt ihren Witz und ihr großes Herz entgegenstellen. mehr weniger
Alena Schröder, 01.11.2023
Ja, es gibt Drogen, die glücklich machen und nicht den Verstand kosten. Dieses Buch ist eine davon.
Stefan Kister, 28.08.2024
Ein sozialkritischer, unterhaltsamer, im allerbesten Sinne des Wortes grandioser Schmöker.
Harald Hordych, 24.07.2024
Das Buch ist wirklich fantastisch. Es hat mich von Anfang an reingesogen. Die Sprache ist total beei...ndruckend. (…) Kann ich jedem nur empfehlen. mehr weniger
Jörg Hartmann, 08.06.2024
Kingsolver schickt ihre Hauptfigur Demon auf eine atemberaubende Achterbahnfahrt. 864 Seiten voller ...Drama und übersprudelnder Lebenskraft. Da mitreißendste Werk der US-Literatur seit Jahren. mehr weniger
01.05.2024
Demon Copperhead‹ ist, das kann man ohne Übertreibung sagen, eines der literarischen – womöglich das... literarische Ereignis des Jahres. mehr weniger
16.04.2024
Hier kommt ein Pageturner, gefühlssatt, und für mich schon jetzt eines der Bücher des Jahres. (…) 83...4 Seiten voller Witz, Leidenschaft und Leid, (…) voller Drama, Durchhaltekraft und Wut, voller Lebenswillen, unbedingt und unbändig. (…) Ganz groß! mehr weniger
Silvi Feist, 01.04.2024
Ein großes Lesevergnügen.
01.04.2024
Schrecklich schön.
01.04.2024
Man hat Barbara Kingsolvers Roman eine Sensation genannt – und ja: Er ist eine.
Gitta List, 01.04.2024
Großartig geschrieben. Ein Wahnsinnsbuch!
Marie Kaiser, 28.03.2024
All der Schmerz, die Ungerechtigkeit wären wahrscheinlich unerträglich, würde einen dieser liebenswe...rte Demon nicht mit seiner ungebrochenen Widerstandskraft so in seinen Bann ziehen. Mit Empathie und Unmenschlichkeit zum Trotz , die er erfahren muss. mehr weniger
Franziska Trost, 26.03.2024
Was für ein Roman! Was für ein großes Stück Literatur! Was für ein Geschenk!
Christof Ernst, 24.03.2024
Mit seinen unvergesslichen Bildern vom Elend der Moderne hat Demon Copperhead schon jetzt Klassiker...potenzial. mehr weniger
01.03.2024
Ehrlich, traurig und immer hoffnungsvoll. DAS Buch im Frühjahr von Pulitzerpreis-Gewinnerin Kingsolv...er. mehr weniger
01.03.2024
Hinreißend, mutig und in den USA jetzt schon der Roman des Jahres.
28.02.2024
Grandiose Neuerzählung von Charles Dickens' Klassiker "David Copperfield".
22.02.2024
Unbekümmert, vorwitzig, voller Lebenskraft.
22.02.2024
Ein Buch, das man nicht vergisst.
21.02.2024
Wegen solcher Bücher liebt man das Lesen.
Thomas Andre, 21.02.2024
Trotz düsterer Perspektive sprudelt dieses Buch vor Lebensfreude.
18.02.2024
Ein ergreifendes, einzigartiges Werk, das lange nachhallt.
Bernd Melichar, 17.02.2024
Ob dieser Junge es schafft? Eine Antwort auf diese Frage lautet: So flott und kräftig muss eine Auto...rin, und sei’s mit einem berühmten englischen Paten an der Seite, erst einmal 800 Seiten schreiben können, dass Leser von dieser Frage gepackt werden. mehr weniger
Eberhard Rathgeb, 15.02.2024
Dieser wahrhaftige und bedrückende Roman handelt von den Verlusten, die man im Leben erleiden kann. ...Demon Copperhead gibt den abgeschriebenen Habenichtsen Amerikas Würde und Menschlichkeit zurück, indem er über den Schmerz spricht, den sie täglich empfinden. mehr weniger
Thomas Hummitzsch, 15.02.2024
Demon Copperhead von Barbara Kingsolver geht zu Herzen, reißt mit, wühlt auf. Und ist Literatur im b...esten Sinn. (...) Bitte unbedingt lesen! mehr weniger
Sabine Süder, 15.02.2024
Ein praller, glorreicher Roman über Amerika.
14.02.2024
800 Seiten sollen niemanden abschrecken, ›Demon Copperhead‹ ist ein Pageturner.
Bettina Steiner, 14.02.2024
Selten habe ich so sehr mit einem Helden mitgefiebert, ihm die Daumen gedrückt, seinetwegen nachts w...achgelegen und mich mit ihm über seine Erfolge gefreut. Demon Copperhead hat mich daran erinnert, dass es sich im Leben immer lohnt zu kämpfen, mit jeder Faser und ganzem Herzen, ganz egal wie mies die Startposition ist! mehr weniger
Anika Decker, 12.02.2024
Mitreißend und wortgewaltig!
06.01.2024