Eichenblätter auf gelbem Hintergrund, mittig der Text "Die Suche nach dem Käfer und dem, was bewahrt werden muss - im Leben wie in der Natur", rechts davon das liegende 3D-Cover von "Der Einsiedlersommer" von Anne Sverdrup-Thygeson und links das Zitat "
Eichenblätter auf gelbem Hintergrund, mittig der Text "Die Suche nach dem Käfer und dem, was bewahrt werden muss - im Leben wie in der Natur", rechts davon das liegende 3D-Cover von "Der Einsiedlersommer" von Anne Sverdrup-Thygeson und links das Zitat "
Zitat von dodo1 auf vorablesen.de: »Für alle, die daran interessiert sind, dass unser Planet geschützt wird. Für alle, die Verluste erlitten haben und damit leben müssen. Für alle, die Freundschaft zu schätzen wissen.«
Zitat von katto auf vorablesen.de: »In einer oft hektischen Welt wirkt das Buch wie eine kleine Auszeit und erinnert daran, wie wichtig die Verbindung zur Natur sein kann.«
Zitat von la calvaera catrina auf vorablesen.de: »Anne Sverdrup-Thygesons Naturbeschreibungen sind so detailliert und lebendig, dass man das Gefühl hat, selbst durch den Wald zu wandern und die Insekten summen zu hören.«
Zitat von kerstin0312 auf vorablesen.de: »Es ist eine dringliche, aber leise Erinnerung daran, wie eng das menschliche Schicksal mit dem der Natur verknüpft ist.«
Zitat von connie94 auf vorablesen.de: »Ein Roman, der daran erinnert, wie schützenswert und kostbar unsere Natur und ihre Bewohner sind!«
Mit Wärme, feinem Witz und großem sprachlichem Einfühlungsvermögen erzählt Anne Sverdrup-Thygeson von zwei Frauen aus unterschiedlichen Generationen – und von einem Sommer in den uralten Eichenwäldern Norwegens, der zeigt, wie aus Verletzlichkeit neue Kraft erwachsen kann. Dieser berührende, vielschichtige Roman verbindet die Suche nach dem Eremitenkäfer mit einer entscheidenden Frage unserer Zeit: Was müssen wir bewahren, damit Leben möglich bleibt – in der Natur und in uns selbst?
Der Einsiedlersommer

Die Suche nach dem Käfer und dem, was bewahrt werden muss  – im Leben wie in der Natur

Nach einem schmerzhaften Verlust zieht sich Eva Wist aus Oslo in ein Dorf in Vestfold zurück, um den als ausgestorben geltenden Eremitenkäfer zu suchen. Dort begegnet die 33-jährige Biologin ihrer neuen Nachbarin, der exzentrischen Olga. Die 76-Jährige lebt als Einsiedlerin inmitten des uralten Eichenwaldes. Auf ihrem Grundstück soll ein Steinbruch entstehen. Das Projekt verspricht Arbeitsplätze und eine Zukunft für die Region. Doch Olga will das unbedingt verhindern: Für sie ist der Wald lebendige Erinnerung – und der Schlüssel zu einem Familiengeheimnis, das sie endlich aufklären will. Während Eva die Artenvielfalt erkundet und mit Olga Freundschaft schließt, findet sie Schritt für Schritt aus der Trauer und ringt um die Frage, was bewahrt werden muss – im Leben wie in der Natur.

»Niemand schreibt so über die Natur wie Anne Sverdrup-Thygeson« Maja Lunde

Warm, hoffnungsvoll, hochaktuell – ein Roman mit echter Relevanz
Dieser Roman verbindet eine intime, emotional packende Geschichte mit großen Zukunftsfragen: Artensterben, Naturschutz, Verantwortung und die fragile Beziehung zwischen Mensch und Umwelt. Mit Wärme, Hoffnung und erzählerischer Kraft zeigt er, wie Natur trösten kann – und wie Freundschaft Grenzen von Alter, Erfahrung und Lebenswegen überwindet.

Für Fans von Die Geschichte der Bienen‹ von Maja Lunde, Der Gesang der Flusskrebse‹ von Delia Owens und Die Hummerfrauen‹
Wer Romane liebt, die Natur, Menschlichkeit und gesellschaftliche Themen klug miteinander verknüpfen, findet hier die perfekte Lektüre – atmosphärisch, berührend und lange nachhallend.

Internationaler Spitzentitel: Der große Roman der Frankfurter Buchmesse 2025
Ein Titel mit enormer Strahlkraft: auf der Frankfurter Buchmesse 2025 international gefeiert und bereits in 15 Länder verkauft – ein Roman, der Leserinnen und Leser weltweit erreicht.

Warum dieses Buch jetzt lesen?

  • Roman über die besondere und heilsame Kraft der Natur 
  • Generationenübergreifende Freundschaft zwischen Frauen 
  • Aktueller Konflikt um Umwelt, Arbeitsplätze und die Zukunft
  • Warm und hoffnungsvoll, zugleich zugänglich, emotional berührend und richtig gut geschrieben
Bibliografische Daten
EUR 23,00 [DE] – EUR 23,70 [AT]
ISBN : 978-3-423-28566-7
Erscheinungsdatum: 21.07.2026
1. Auflage
480 Seiten
Format : 12,8 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Norwegischen von Franziska Hüther, Nora Pröfrock und Ricarda Essrich
Autor*innenporträt
Anne Sverdrup-Thygeson

Anne Sverdrup-Thygeson ist Professorin für Naturschutzbiologie an der Norwegischen Universität für Biowissenschaften. Sie hat sechs gefeierte Sachbücher veröffentlicht, die in über 25 Sprachen übersetzt wurden, darunter ›Extraordinary Insects‹, ein Sunday Times-Bestseller. ›Der Einsiedlersommer‹  ist ihr erster Roman, der in fünfzehn Ländern weltweit erscheint.

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Übersetzer*innenporträt
Ricarda Essrich

Ricarda Essrich, geb. 1976, studierte in Köln Skandinavistik und Linguistik. Heute lebt und arbeitet sie als Fach- und Literaturübersetzerin in Düsseldorf und überträgt sowohl Romane als auch Sachliteratur aus dem Schwedischen, Norwegischen und Dänischen ins Deutsche.

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Übersetzer*innenporträt
Franziska Hüther

Franziska Hüther, geboren 1988, lebt als freie Übersetzerin aus dem Dänischen, Schwedischen und Norwegischen im Odenwald bei Darmstadt. Sie hat u. a. Werke von Kim Faber & Janni Pedersen und Marianne Kaurin ins Deutsche übertragen.

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Übersetzer*innenporträt
Nora Pröfrock

Nora Pröfrock, geboren 1981, übersetzt aus dem Dänischen, Norwegischen und Schwedischen. Nach zwölf Jahren in Norwegen lebt sie mit ihrer Familie mittlerweile in der Nähe von Aachen.

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la calavera catrina am 19.06.2026 14:06 Uhr

Ein Plädoyer für den Naturschutz und Neuanfänge

Eva nimmt in „Der Einsiedlersommer“ einen dreimonatigen Sommerjob an und reist mit ihrer Hündin in ein norwegisches Dorf, um die Artenvielfalt zu erkunden und den als ausgestorben geltenden Eremitenkäfer dort nachzuweisen. Als leidenschaftliche Entdeckerin erhofft sich die 33-jährige Biologin, in den Wäldern Trost zu finden. Was sie findet, ist ein Neuanfang und eine Freundin. Die 76-jährige Olga lebt abgeschieden im Wald und wehrt sich gegen ein Bauprojekt auf ihrem Grundstück. Sie begegnet Eva anfangs unfreundlich – erst mit der Zeit führt ihr schützenwertes Ziel sie zusammen. Spannung entsteht dadurch nicht nur über die Dialoge und inneren Konflikte, sondern auch über ein Geheimnis und den ungewissen Ausgang. Abwechselnd wird langsam Olgas und Evas Vergangenheit entblättert, die von Verlusten geprägt, sie durch ihre Gemeinsamkeiten zusammengeführt, was sich ganz natürlich angefühlt hat. Ihre Weiterentwicklungen fand ich gefühlvoll und nachvollziehbar beschrieben und in ihrer Stärke inspirierend. Das hat mir am besten gefallen. Die Autorin Anne Sverdrup-Thygeson, norwegische Biologin und Bestsellerautorin, zeigt die Natur als tröstlichen Heiler und Ort der Ruhe und Einsamkeit, der der menschlichen Zerstörung hilflos ausliefert ist. Ihre ruhige Erzählweise geht tief und man fühlt von Anfang an Evas Zerrissenheit und ihre Sehnsucht nach Freiheit. Wenn man mit Eva und ihrer Hündin Orca in dieses Ökosystem eintaucht, wird man durch den bildlich und poetischen Schreibstil direkt mit der Natur verbunden. Das habe ich sehr genossen. Anne Sverdrup-Thygesons Naturbeschreibungen sind so detailliert und lebendig, dass man das Gefühl hat, selbst durch den Wald zu wandern und die Insekten summen zu hören. Gleichzeitig gibt sie Einblicke in den Artenschutz. Die Geschichte ist nicht nur informativ, sondern auch ein Appell an unsere Verantwortung – und das auf eine Weise, die keinen kalt lässt. Es werden zwar auch andere Themen aufgegriffen, die wirken aber der Vielfalt entgegen, ohne zu überladen. Man spürt die eigene Faszination der Autorin für Artenschutz und die Natur und manchmal auch ihre Verzweiflung angesichts des Rückgangs der Artenvielfalt.Es ist nicht nur ein Roman für Naturliebende, der spannende Fakten in unterhaltsamer Form bietet, sondern auch eine inspirierende Geschichte darüber, was möglich ist, wenn wir einander wirklich begegnen und ins Gespräch kommen. Ein sehr empfehlenswerter Roman.

rauschleserin54 am 21.06.2026 17:06 Uhr

Einsiedler-Variationen!

Dieses Buch ist wie ein Pflaster auf die Wunden unterschiedlicher Tiefe, die Gesellschaften sich gegenseitig zufügen. Schon das Cover birgt Hoffnung in seinen Farbschattierungen alleinauf dem Rücken des Einsiedlerkäfers, der auf bunten Eichenblättern ange-siedelt ist. Farben des Lichts und der Hoffnung, aber auch die der Trauer und der Farblosigkeit. „Eva wurde nachdenklich. Olga hatte ja recht. Die Ereignisse des letztenhalben Jahres hatten sie ungeduldig gemacht. Als hätte sie eine Art mentales Peeling hinter sich, durch das sämtliche Schichten weg geschrubbt worden waren, die die Seele schützten. Alles eilte, musste auf der Stelle erledigt werden.“Eva ist von Oslo nach Midtstranda, einen kleinen Ort in der norwegischen Provinz Vestfold, förmlich geflohen, mithilfe eines Forschungsauftrags, den Einsiedlerkäfer zu finden, der in Norwegen als ausgestorben galt. Dieser Käfer wurde im alten Ägypten als Symbol der Wiedergeburt verehrt. Eva hat ihr Kind verloren und Eirik und sie haben eine schwere Zeit. Sie kann nicht mehr und zieht auf einen kleinen einsamen Hof, um in der Einsamkeit den Käfer und vielleicht sich selbst zu finden. Aber ihre Nachbarin Olga macht ihr das Leben schwer und auch die Gemeinde hat ganz eigene Ziele......Anne Sverdrup-Thygeson hat ein großartiges Buch geschrieben, mit aller Sensibilität und aller Brutalität der Wahrheit und allem was Menschen an Gutem und Bösen umtreibt. Ihr Wissen um die Natur und deren Zusammenspiel mit den wirtschaftlichen Interessen, ist sehr umfangreich und zeigt sehr viele Blickwinkel auf, nie nur das Beharren auf Standpunkten. Ich denke,hier isteine Vorlage für kontroverse Diskussionen unserer Zukunft. Und es ist ein Zeichen wieder zuzuhören und abzuwägen und hinzuschauen.Ganz wunderbar auch die Wendungen und die herrlichen Bilder der Natur,die auf jeder Wanderung, die ich mit Eva unternehmen darf, entstehen und über die Kraft der Liebe. Ob nur der Käfer ein Einsiedler ist, werden wir nach Genuss des Buches erfahren. Wir werden auch lesen, wie gut Stille in unserer lauten Gesellschaft tut. Ein Bücherschatz für Naturliebhaber und welche, die es werden wollen. Danke Anne Sverdrup-Thygeson!!

fibelleser am 21.06.2026 19:06 Uhr

Gemeinsam wird alles leichter

Anne Sverdrup - Thygeson hat mit ihrem Roman „ Der Einsiedlersommer“ eine sehr nachdenkliche Geschichte über den Natur- und Umweltschutz sowie zwischenmenschliche Beziehungen verfasst. Der Titel hat für mich eine ganz besondere Bedeutung, eigentlich gibt es gleich drei Einsiedler im Sommer 2012: Eva, die Biologin, Olga, die schon ewig in der Provinz Vestfold lebt, und natürlich der Eremit, der vom Aussterben bedrohte Käfer.Eva braucht Zeit und Abstand zu ihrem bisherigen Leben. Sie hat die Totgeburt ihres Sohnes Sander noch nicht verwunden und hofft, hier in der Einöde dieses Ereignis besser zu verarbeiten. Die ausgeschriebene Stelle zur Suche nach dem Eremiten und der Kartographierung der bestehenden Wälder nimmt sie an, ohne sich mit ihrem Partner darüber zu verständigen. Der kann ihre Flucht nicht nachvollziehen. Lange Zeit ist unklar, wie es mit den beiden weitergeht.In ihrer unmittelbaren Nachbarschaft wohnt Olga sehr zurückgezogen von allem. Aber auch Olga hat eine Geschichte zu erzählen. Genau wie Eva, hat auch sie ihre Tochter verloren. Die Autorin lässt beide Frauen ihre Sichtweisen erzählen. Irgendwie schaffen es die beiden Frauen gegenseitiges Vertrauen aufzubauen. Sie machen sich gegenseitig Mut ihr Leben zu leben. Olga schafft es ein Kindheitstrauma endlich zu hinterfragen und aufzuklären. Eva schafft es den Eremiten zu finden und ihr Leben wieder in geordnete Bahn zu bringen. Auch wenn die Geschichte nur Fiktion ist, bleibt sie nachhaltig in Erinnerung und zwingt den Leser auch über Mensch und Natur nachzudenken.

gdlwbr am 20.06.2026 09:06 Uhr

Spannende kleine Lebewesen

Der Roman „Der Einsiedler Sommer“ von Anne Sverdrup-Thygeson hat mich wirklich begeistert. Schade, dass der Roman nur 475 Seiten umfasst. Die Hauptperson Eva wurde sehr gut dargestellt und war absolut authentisch. Ihr Verlust, den sie erlitten hatte, hat mich innerlich betroffen gemacht. Olga, die zweite wichtige Person im Roman, wird sehr differenziert beschrieben. Sowohl der Schreibstil, als auch das Cover gefallen mir sehr gut. Und wenn jemand bisher kein Interesse an Käfern hatte, nach dem Lesen dieses Romans, ist das sicherlich anders. Sehr ansprechend fand ich die Vielschichtigkeit und Tiefe der Themen, die angesprochen wurden. Es geht unter anderem um persönliche Beziehungen, Umwelt und Klima und um die Aufarbeitung von Vergangenheit. Also Themen, die alle ansprechen. Und schließlich ist der Handlungsort Norwegen immer eine Reise wert.

kleineperle am 20.06.2026 11:06 Uhr

Ein beeindruckendes Buch

Ich habe das Buch, der Einsiedler Sommer von Anne Sverdrup-Thygeson, gelesen. Mich hat sofort das wunderschöne Buchcover fasziniert. Das Cover ist in harmonischen Farben gestaltet und in der Mitte liegt der als ausgestorbenen geltenden Eremitenkäfer. Das Cover ist gut mit dem Inhalt der Geschichte abgeglichen.Zur Geschichte: Sie spielt in Norwegen, in der Nähe von Oslo. Die Biologin Eva lernt ihre neue Nachbarin Olga kennen. Olga gilt als exzentrisch und ist mehr als doppelt so alt wie Eva. Eva ist auf der Suche nach den als ausgestorbenen geltenden Eremitenkäfer. Wird sie noch ein lebendes Exemplar finden? Was sie auf jeden Fall findet, ist eine wunderschöne Freundschaft zu Olga.Die Autorin schreibt sehr flüssig und bildhaft. Mir haben ganz besonders die Beschreibungen der Natur gefallen.Mich hat das Buch sehr gefesselt und berührt. Es ist eine besondere Geschichte, fesselnd, einfühlsam und stimmungsvoll erzählt.

laternenschein am 20.06.2026 12:06 Uhr

Ein Sommer in den Wäldern Norwegens

Bei «Der Einsiedlersommer» von Anne Sverdrup-Thygeson sticht sofort das farbenfrohe und optimistische Cover ins Auge, das direkt zum Lesen einlädt. Dieser Optimismus zieht sich durch das gesamte Buch: Eva Wist, eine Biologin aus Oslo, flüchtet nach einem Verlust in die Wälder der Region Vestfold, um einen vom Aussterben bedrohten Käfer zu suchen und den Forstbestand zu katalogisieren.Das gelingt nicht ohne einige Abenteuer, die die Autorin mit viel Liebe zum Detail erzählt. Man merkt deutlich, dass Anne Sverdrup-Thygeson aus eigener Erfahrung spricht, wenn sie Eva gemeinsam mit ihrer Hündin Orca durch die Wälder Norwegens streifen lässt. Als Professorin für Naturschutzbiologie weiss sie genau, wie die Feldarbeit aussieht und wie sie die Natur in Worte fassen muss, um deren Zauber den Leserinnen und Lesern näherzubringen.Ihr Schreibstil ist sehr angenehm und lässt einen tief in die Geschichte eintauchen. Mein einziger kleiner Wermutstropfen ist das etwas offene Ende und die Fragen, die unbeantwortet bleiben. Andererseits regt genau dies dazu an, sich noch intensiver mit der Geschichte auseinanderzusetzen.Für mich ist es ein wundervolles Buch, das noch lange in Erinnerung bleiben wird. Besonders die Authentizität der Geschichte hat mich überzeugt. Zudem erfährt man viel über die norwegische Natur sowie über den Konflikt zwischen Naturschutz und wirtschaftlichen Interessen in einem verschlafenen Dorf, das mit der Abwanderung junger Menschen zu kämpfen hat. Ich kann dieses Buch wärmstens weiterempfehlen.

leseskorpion am 20.06.2026 21:06 Uhr

Zweierlei Einsiedler

Eva ist Biologin und braucht nach einer privat harten Zeit in Oslo dringend eine Auszeit und nimmt einen Sommerjob in den Wäldern im Süden Norwegens an. Dort soll sie den vermeintlich ausgestorbenen Einsiedlerkäfer suchen, von dem ein Exemplar gesichtet worden ist. Bei dieser Flucht lernt sie die 76-jährige Olga kennen und freundet sich mit ihr an. Die beiden so unterschiedlichen Frauen helfen einander dabei, seelisch zu heilen. Dieser Roman hat mich mit seiner emotionalen Tiefe sehr überrascht. Die Begegnung und Annäherung zwischen den beiden Frauen hat mich sehr berührt, dabei entbehrte sie auch nicht einer gewissen Spannung. Beide haben eine gewisse Ähnlichkeit mit dem von Eva gesuchten Käfer. Die aktuellen Themen um Umweltschutz und Ressourcenverbrauch stehen dazu nicht wie erwartet in Konkurrenz, sondern passen perfekt zu den Kämpfen der Frauen um ihren Seelenfrieden. Es ist gut herausgearbeitet, dass das alles sehr eng zusammenhängt. Ich habe einiges gelernt über die Natur Südnorwegens und über den Widerspruch zwischen Klima/Naturschutz und über das Überleben kleiner, von Abwanderung bedrohter Dörfer. Der Schreibstil ist packend und bildhaft, die Autorin beschreibt die wunderschönen Wälder sehr eindringlich. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und empfehle es ebenso gerne weiter.

moka07 am 20.06.2026 21:06 Uhr

Natur und mehr

Das farbenfrohe Cover des neuen Buches von Anne Sverdrup-Thygeson "Der Einsiedlersommer" lädt den Leser/ die Leserin direkt zum Lesen ein. Und man wird nicht enttäuscht. Eva Wist, Professorin für Naturbiologie aus Oslo, hat einen herben Verlust erlebt. Traumatisiert flüchtet sie in die Wälder von Vestfold. Sie will dort einen vom Aussterben bedrohten Käfer suchen und hofft, sich selber wiederzufinden. Dort trifft sie auf Olga, eine ältere Frau, die ganz allein und abgeschieden lebt. Auch sie ist auf der Suche. Beiden ist die Frage gemeinsam was im Leben, in der Natur oder was ist überhaupt erhaltenswert. Der Autorin gelingt es den Leser/ die Leserin durch ihre bildhaften Schreibweise mit in die Wälder zu nehmen und an dem Schicksal der beiden Frauen teilhaben zu lassen. Das wird sicher durch die leichte und gut zu lesende Schreibweise unterstützt. Auch das schöne Cover ist passend gewählt. Eine schöne Sommerlektüre!

heikek am 19.06.2026 09:06 Uhr

Alte Eichen und ihre Bewohner

"DER EINSIEDLERSOMMER" heißt der Debütroman von Anne Sverdrup-Thygeson. Der Roman wurde von Franziska Hüther, Nora Pröfrock und Ricarda Essrich aus dem Norwegischen übersetzt und erscheint im Juli 2026 im Verlag dtv.Der Schutzumschlag ist matt und fühlt sich etwas rau an. Auf dem Cover sind zwei Eichenblätter in lila und gelb, auf denen ein Käfer sitzt. Dieser Käfer ist bunt und glänzend und relievartig dargestellt. Ein besonderes Cover, das sich abhebt und mir sehr gut gefällt.Eva hat sich spontan auf eine Anzeige beworben. Sie soll innerhalb von drei Monaten verschiedene Waldgebiete in Vestfold katieren und den Nachweis bringen, dass der Eremitenkäfer in Norwegen noch nicht ausgestorben ist. In der Einsamkeit der Natur will Eva wieder ins seelische Gleichgewicht kommen. Ihre einzige Nachbarin ist Olga, die Kontakte scheut und ein bisschen eigenwilig ist. Doch Eva und Olga verbindet mehr als gedacht und die beiden schließen vorsichtig Freundschaft. Eva unterstützt Olga bei der Klärung von einem Missverständnis, über das Olga nie sprechen konnte und das sie über Jahrzehnte sehr belastet hat. Anne Sverdrup-Thygeson ist Professorin für Naturschutzbiologie. Durch Eva gibt sie uns einen kleinen Einblick in die Arbeit einer Biologin und mit Eva führt sie uns durch die Natur Norwegens. Ein wichtiges Anliegen ist ihr der Naturschutz und dass die Menschen achtsam und behutsam mit der Natur umgehen. Der heimliche Star dieses Romans ist kein imposantes Tier, sondern der Eremitenkäfer und da schließt sich der Kreis zu Eva und Olga.Ich wünsche Anne Sverdrup-Thygeson viel Erfolg für ihren Roman und hoffe, noch mehr von ihr lesen zu dürfen.

lieberlesen21 am 18.06.2026 20:06 Uhr

Naturschutz und das Leben, lesenswerter Roman!

Das farbenfrohe Cover mit dem (bunten) Käfer ist mir gleich ins Auge gesprungen, es wirkt so richtig schön sommerlich, hell und frisch, und der Roman hat ein Lesebändchen.Es handelt sich um den Roman „Der Einsiedlersommer“ der norwegischen Autorin Anne Sverdrup-Thygeson.Als ich dann las, dass das Buch für Fans von „Die Hummerfrauen“ und „Der Gesang der Flusskrebse“ gut geeignet ist, hat mich das sehr neugierig gemacht, denn diese beiden Bücher habe ich geliebt.Ebenfalls ganz gespannt war ich auf das Buch auch, weil es um zwei Frauen geht. Das ist momentan das Thema meines Buchklub: Starke Frauen.Wir sind immer auf der Suche nach neuen Romanen, und dieser scheint auch dafür sehr gut geeignet zu sein.Der Roman lässt sich sehr flüssig lesen, der Schreibstil ist sehr angenehm! Die Natur wird wunderschön beschrieben, man kann den Wald fast riechen!Die vielen kurzen Kapitel (insgesamt 99), die immer wieder aus dem Blickwinkel der verschiedenen Personen geschrieben sind, sind mir sehr entgegengekommen, da ich immer wusste, wo ich unterbrechen kann.Zum Inhalt: Eva „flieht“ nach einem Schicksalsschlag für eine Auszeit in den in die Wälder nördlich von Oslo, um dort nach einem unbekannten Käfer in Eichenwäldern zu suchen. Sie möchte auch Abstand zu ihrem Partner Eirik bekommen, um sich danach eventuell wieder anzunähern. Ihre Hündin Orca begleitet sie.Naturschutz ist Eva als angehende Biologin natürlich sehr wichtig und so möchte sie auch das Gebiet ihrer Nachbarin untersuchen und dafür die Erlaubnis erhalten. Olga ist zunächst abweisend, doch die beiden verbindet ein ähnliches Schicksal, und sie nähern sich einander an.Dieser Roman berührt wegen der Thematik schützenswerte Natur, Freundschaft und Verbindlichkeit gegenüber der Natur und den Menschen.Ein sehr lesenswertes Buch, dass mich begeistert hat.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Stavanger Aftenblad

Ein beeindruckender Debütroman. ›Der Einsiedlersommer‹ ist nicht nur eine Geschichte über Umweltschu...tz und bedrohte Artenvielfalt, sondern auch eine existenzielle Erzählung über Menschen, die nach dem Verlust von etwas Wesentlichem darum ringen, wieder Anschluss an das Leben zu finden. mehr weniger

09.06.2026

Verdens Gang

Ein lesenswertes Buch, voller Energie und tiefer Liebe zu allem, was in der Natur wächst und lebt.

09.06.2026

Lerne die Protagonistinnen Eva und Olga kennen

Eingesprochen von Hörbuchsprecherin Heike Warmuth


Anne Sverdrup-Thygeson stellt ›Der Einsiedlersommer‹ vor


Interview mit Anne Sverdrup-Thygeson

Foto der Autorin Anne Sverdrup-Thygeson (Copyright: Agnete Brun)

Was hat Ihre Liebe zur Natur geweckt?

Ich war schon immer gerne draußen. Als Kind verbrachte ich die Sommerferien mit meiner Familie in einer kleinen Blockhütte im Wald. Abgesehen von Büchern war die Natur die einzige Unterhaltung – es gab einfach nicht viel anderes zu tun. So gewöhnte ich mich daran, mit den kleinen Waldbewohnern zu spielen und sie zu beobachten: Ameisen, Bienen und Käfer. Ich glaube, das war der Anfang meiner Faszination für die Natur.

Warum ein Roman – und kein weiteres Sachbuch?

Im Rückblick sehe ich, dass sich meine Stimme mit jedem Sachbuch, das ich geschrieben habe, weiterentwickelt hat. Nach und nach habe ich mich getraut, mehr von mir selbst in das Schreiben einfließen zu lassen – nicht nur „Professorin Anne“, sondern auch Anne als Mensch, als Bürgerin, als Mutter … wenn das Sinn ergibt? Dadurch entstand Raum für mehr literarische Elemente in meiner Arbeit. Und ich bin von Natur aus ein neugieriger Mensch, also fragte ich mich: Könnte ich meine Stimme und Kreativität noch weiterentwickeln – bis hin zum Schreiben von Fiktion, vielleicht sogar eines ganzen Romans? Ich beschloss, es zu versuchen. Warum der Eremitenkäfer – und was löst er in der Geschichte aus? Ich habe in meiner Arbeit viel Zeit damit verbracht, alte Eichen und ihre Insektenbewohner zu untersuchen und zu beobachten – darunter auch den Eremitenkäfer. Dieser Käfer ist groß, schön und gilt sowohl in Europa als auch weltweit als gefährdet, vor allem, weil die Zahl alter hohler Bäume in unseren heutigen Landschaften abnimmt. Für mich ist der Eremitkäfer nicht nur für sich genommen faszinierend. Er steht auch symbolisch für das Dilemma, das entsteht, wenn menschliche Landnutzung mit den Bedürfnissen anderer Arten in Konflikt gerät. 

 Die Protagonistinnen Eva und Olga trennen 43 Jahre: Was unterscheidet sie und was verbindet sie?

Ja, sie sind in vielerlei Hinsicht unterschiedlich – in Alter, Persönlichkeit und Hintergrund. Eva ist jung, unruhig und aufgeschlossen, eine Wissenschaftlerin mit einer großen Leidenschaft für den Schutz der Natur. Die deutlich ältere und introvertiertere Olga hingegen lebt lieber zurückgezogen auf ihrem Hof, klettert auf Bäume und redet mit ihrem Kater – bis Eva unerwartet in ihr Leben tritt. Trotz all ihrer Unterschiede werden die beiden Frauen Freundinnen. Ich denke, sie erkennen etwas in der jeweils anderen – eine gemeinsame Erfahrung des Verlusts und eine geteilte Sehnsucht, die Welt zu verstehen. 

Der Roman hat ja den Titel ›Der Einsiedlersommer‹. Ist Olga eine Einsiedlerin?

In dem Moment, in dem wir sie kennenlernen, lebt Olga tatsächlich zurückgezogen von der Gesellschaft. Doch unter ihrer Schicht aus Misstrauen und Ablehnung verbirgt sich eine im Grunde warmherzige Frau, die den Kontakt zu anderen Menschen durchaus genießt. Das Leben hat sie jedoch mehr als einmal enttäuscht, und sie trägt Geheimnisse mit sich, die sie nur schwer verarbeiten kann. 

Wie kamen Sie darauf, die Handlung im fiktiven Ort Lopperud bei Vestfold spielen zu lassen?

Diese Landschaft, mit einigen ihrer Schätze sichtbar und anderen, die unter der Oberfläche verborgen liegen, passt sehr gut zu meiner Geschichte. Sie spiegelt auch die realen Herausforderungen wider, vor denen wir ständig stehen: Wie finden wir einen Weg, unsere menschlichen Bedürfnisse mit denen der unzähligen anderen Arten in Einklang zu bringen, mit denen wir die Welt teilen?

Wie geht es nach ›Der Einsiedlersommer‹ weiter? Planen Sie einen weiteren Roman?

Jetzt, wo ich einmal damit angefangen habe, glaube ich nicht, dass ich mit dem Schreiben von Fiktion aufhören kann – auch wenn der Prozess manchmal holprig war, war er zugleich unglaublich bereichernd. Im Moment arbeite ich an einem Sachbuch, aber in meinem Kopf schwirren bereits Ideen und Figuren für einen neuen Roman herum …

Autorinnenfoto: © Agnete Brun