Eichenblätter auf gelbem Hintergrund, mittig der Text "Die Suche nach dem Käfer und dem, was bewahrt werden muss - im Leben wie in der Natur", rechts davon das liegende 3D-Cover von "Der Einsiedlersommer" von Anne Sverdrup-Thygeson und links das Zitat "
Eichenblätter auf gelbem Hintergrund, mittig der Text "Die Suche nach dem Käfer und dem, was bewahrt werden muss - im Leben wie in der Natur", rechts davon das liegende 3D-Cover von "Der Einsiedlersommer" von Anne Sverdrup-Thygeson und links das Zitat "
Zitat von dodo1 auf vorablesen.de: »Für alle, die daran interessiert sind, dass unser Planet geschützt wird. Für alle, die Verluste erlitten haben und damit leben müssen. Für alle, die Freundschaft zu schätzen wissen.«
Zitat von katto auf vorablesen.de: »In einer oft hektischen Welt wirkt das Buch wie eine kleine Auszeit und erinnert daran, wie wichtig die Verbindung zur Natur sein kann.«
Zitat von la calvaera catrina auf vorablesen.de: »Anne Sverdrup-Thygesons Naturbeschreibungen sind so detailliert und lebendig, dass man das Gefühl hat, selbst durch den Wald zu wandern und die Insekten summen zu hören.«
Zitat von kerstin0312 auf vorablesen.de: »Es ist eine dringliche, aber leise Erinnerung daran, wie eng das menschliche Schicksal mit dem der Natur verknüpft ist.«
Zitat von connie94 auf vorablesen.de: »Ein Roman, der daran erinnert, wie schützenswert und kostbar unsere Natur und ihre Bewohner sind!«

Auch als Hörbuch bei Hörbuch Hamburg

Ungekürztes Hörbuch, gelesen von Heike Warmuth.

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Die Suche nach dem Käfer und dem, was bewahrt werden muss  – im Leben wie in der Natur
Der Einsiedlersommer

Mit Wärme, feinem Witz und großem sprachlichem Einfühlungsvermögen erzählt Anne Sverdrup-Thygeson von zwei Frauen aus unterschiedlichen Generationen – und von einem Sommer in den uralten Eichenwäldern Norwegens, der zeigt, wie aus Verletzlichkeit neue Kraft erwachsen kann. Dieser berührende, vielschichtige Roman verbindet die Suche nach dem Eremitenkäfer mit einer entscheidenden Frage unserer Zeit: Was müssen wir bewahren, damit Leben möglich bleibt – in der Natur und in uns selbst?

Nach einem schmerzhaften Verlust zieht sich Eva Wist aus Oslo, Norwegen, in ein Dorf in Vestfold zurück, um den als ausgestorben geltenden Eremitenkäfer zu suchen. Dort begegnet die 33-jährige Biologin ihrer neuen Nachbarin, der exzentrischen Olga. Die 76-Jährige lebt als Einsiedlerin inmitten des uralten Eichenwaldes. Auf ihrem Grundstück soll ein Steinbruch entstehen. Das Projekt verspricht Arbeitsplätze und eine Zukunft für die Region. Doch Olga will das unbedingt verhindern: Für sie ist der Wald lebendige Erinnerung – und der Schlüssel zu einem Familiengeheimnis, das sie endlich aufklären will. Während Eva die Artenvielfalt erkundet und mit Olga Freundschaft schließt, findet sie Schritt für Schritt aus der Trauer und ringt um die Frage, was bewahrt werden muss – im Leben wie in der Natur.

»Niemand schreibt so über die Natur wie Anne Sverdrup-Thygeson« Maja Lunde

Warm, hoffnungsvoll, hochaktuell – ein Roman mit echter Relevanz
Dieser Roman verbindet eine intime, emotional packende Geschichte mit großen Zukunftsfragen: Artensterben, Naturschutz, Verantwortung und die fragile Beziehung zwischen Mensch und Umwelt. Mit Wärme, Hoffnung und erzählerischer Kraft zeigt er, wie Natur trösten kann – und wie Freundschaft Grenzen von Alter, Erfahrung und Lebenswegen überwindet.

Für Fans von Die Geschichte der Bienen‹ von Maja Lunde, Der Gesang der Flusskrebse‹ von Delia Owens und Die Hummerfrauen‹
Wer Romane liebt, die Natur, Menschlichkeit und gesellschaftliche Themen klug miteinander verknüpfen, findet hier die perfekte Lektüre – atmosphärisch, berührend und lange nachhallend.

Internationaler Spitzentitel: Der große Roman der Frankfurter Buchmesse 2025
Ein Titel mit enormer Strahlkraft: auf der Frankfurter Buchmesse 2025 international gefeiert und bereits in 15 Länder verkauft – ein Roman, der Leserinnen und Leser weltweit erreicht.

Warum dieses Buch jetzt lesen?

  • Roman über die besondere und heilsame Kraft der Natur 
  • Generationenübergreifende Freundschaft zwischen Frauen 
  • Aktueller Konflikt um Umwelt, Arbeitsplätze und die Zukunft
  • Warm und hoffnungsvoll, zugleich zugänglich, emotional berührend und richtig gut geschrieben
Bibliografische Daten
EUR 23,00 [DE] – EUR 23,70 [AT]
ISBN : 978-3-423-28566-7
Erscheinungsdatum: 21.07.2026
1. Auflage
480 Seiten
Format : 12,8 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Norwegischen von Franziska Hüther, Nora Pröfrock und Ricarda Essrich
Autor*innenporträt
Anne Sverdrup-Thygeson

Anne Sverdrup-Thygeson ist Professorin für Naturschutzbiologie an der Norwegischen Universität für Biowissenschaften. Sie hat sechs gefeierte Sachbücher veröffentlicht, die in über 25 Sprachen übersetzt wurden, darunter ›Extraordinary Insects‹, ein Sunday Times-Bestseller. ›Der Einsiedlersommer‹  ist ihr erster Roman, der in fünfzehn Ländern weltweit erscheint.

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Übersetzer*innenporträt
Ricarda Essrich

Ricarda Essrich, geb. 1976, studierte in Köln Skandinavistik und Linguistik. Heute lebt und arbeitet sie als Fach- und Literaturübersetzerin in Düsseldorf und überträgt sowohl Romane als auch Sachliteratur aus dem Schwedischen, Norwegischen und Dänischen ins Deutsche.

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Übersetzer*innenporträt
Franziska Hüther

Franziska Hüther, geboren 1988, lebt als freie Übersetzerin aus dem Dänischen, Schwedischen und Norwegischen im Odenwald bei Darmstadt. Sie hat u. a. Werke von Kim Faber & Janni Pedersen und Marianne Kaurin ins Deutsche übertragen.

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Übersetzer*innenporträt
Nora Pröfrock

Nora Pröfrock, geboren 1981, übersetzt aus dem Dänischen, Norwegischen und Schwedischen. Nach zwölf Jahren in Norwegen lebt sie mit ihrer Familie mittlerweile in der Nähe von Aachen.

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kleine hexe am 22.06.2026 23:06 Uhr

Ein unvergesslicher Sommer im Wald

Eva muss weg aus Oslo. Nach der Geburt ihres totgeborenen Sohnes muss sie weg. Sie verlässt ihren Partner und nimmt eine Stelle als Biologin in einer Gemeinde an. Ihre Aufgabe: Sie soll das Gebiet kartieren und einen Käfer wiederfinden, von dem man glaubte, er wäre ausgestorben. Sie verbringt die Sommermonate in dieser Gemeinde, wohnt in einem leerstehenden Anwesen außerhalb der Ortschaft und nimmt ihre Arbeit sehr ernst. Ihre nächste Nachbarin ist Olga, eine 76 jährige, die jede menschliche Gesellschaft meidet.Nach etlichen Hindernissen kommen sich die beiden Frauen näher, freunden sich an, stellen fest, wie viele Gemeinsamkeiten sie eigentlich haben und helfen sich gegenseitig. Es stellt sich die Frage, wer hier der eigentliche Einsiedler ist? Eva, die Abstand von ihrem bisherigen Leben sucht, Olga, die ein Trauma und Geheimnis aus der Kindheit hütet und dann der Eremit, der verschollen geglaubte Käfer. Alle drei benötigen die reichen, üppigen Wälder Norwegens, benötigen eine intakte Natur, in der sie sich erholen können, sich entfalten können. Der Käfer, um seine Population langsam und stetig wieder aufzubauen, die beiden Frauen, um ihre Trauer und Verluste zu überwinden. Anne Sverdrup-Thygeson zeichnet mit sehr feiner Feder diese beiden Frauen, erweckt sie vor unseren Augen zum Leben, lässt sie uns von Anfang an sympathisch sein. Auch Eirík, Evas Partner aus Oslo, wächst uns schnell ans Herz, unser Mitgefühl gilt Eva und Eirik für den Verlust von Sander, ihrem Sohn, der nicht leben sollte. Olga, die ihr Leben lang ein schreckliches Geheimnis hüten musste, kann mit Evas Hilfe dieses Drama abschließen, sich mit Arne, ihrem Vater aussöhnen. Im Buch gibt es noch eine andere “Hauptgestalt”: die Wälder, die Natur an sich. So wie die Autorin die Bäume, die Wiesen, die Gewässer und die Käfer beschreibt, haben die Lesenden das Gefühl, mittendrin zu sein, auch an einer alten Eiche zu lehnen, durch den Wald zu streifen und ihn zu erkunden. Dabei ist das Schicksal eines Teils des Waldes schon besiegelt. Unter dem Wald befinden sich reiche Vorkommen an Larvikit, das eine Firma im Tagebau abbauen will. Es ist ein wertvolles Gestein, das reiche Gewinne verspricht und für die unter Bevölkerungsschwund leidende Gegend neue Arbeitsplätze verspricht. Sobald Großindustrielle und Politiker mit Begriffen wie “neue Arbeitsplätze”, “Aufschwung”, “Wachstum”, “Kinder”, “nachhaltiges Wachstum”, “Wertschöpfung”, “Steuereinnahmen”, “Export” um sich werfen, hören alle ökologischen Beweggründe auf zu existieren. Kaum noch zu toppen sind “grünes Wachstum” und “Verantwortung” oder “lebendige nachhaltige Lebenswelt” und “grüner Wandel” (S. 372). Als die Gemeinde Eva mit der Kartierung und dem Auffinden des Einsiedlerkäfers beauftragt hatte, war das nur Augenwischerei, genau wie die Bürgerversammlung. Die Bergbaubehörde hatte den Abbau von Larvikit schon längst beschlossen, zumindest auf dem Storas-Berg und im offenen Tagebau, was die komplette Zerstörung des Berges bedeutet. Zumindest den Teil des alten Eichenwaldes, der auf dem Berg “Beinnesberget” wächst und gedeiht, kann die Bergbaufirma “Vestfold Ökostein” nicht die Hände drauf tun. Der Wald gehört Olga und sie wird niemals einem Verkauf zustimmen. Weshalb geht sozio-ökonomisches Wachstum nur mit Zerstörung der Umwelt einher? Weshalb ist die Begründung des Kahlschlags mit “anderswo gibt es auch schöne Wälder”, sollen die doch geschützt werden, solange hier an diesem Ort der Rubel rollt. So wird der Naturschutz ausgelagert, die Verantwortung dafür anderen aufgebürdet. Seit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert ist der Konflikt präsent. Ein Konflikt zwischen wirtschaftlichen Interessen und Naturschutz. Dreimal dürft ihr raten, wer den Kürzeren zieht? Aber wenn eine Region von Abwanderung bedroht wird, muss der Naturschutz weichen. Ob “Osmoderma eremita”, der Eremitenkäfer, unter diesen Bedingungen überleben wird? Anne Sverdrup-Thygeson lässt das Ende in der Schwebe, und regt uns dadurch zum Nachdenken an.

gdlwbr am 20.06.2026 09:06 Uhr

Spannende kleine Lebewesen

Der Roman „Der Einsiedler Sommer“ von Anne Sverdrup-Thygeson hat mich wirklich begeistert. Schade, dass der Roman nur 475 Seiten umfasst. Die Hauptperson Eva wurde sehr gut dargestellt und war absolut authentisch. Ihr Verlust, den sie erlitten hatte, hat mich innerlich betroffen gemacht. Olga, die zweite wichtige Person im Roman, wird sehr differenziert beschrieben. Sowohl der Schreibstil, als auch das Cover gefallen mir sehr gut. Und wenn jemand bisher kein Interesse an Käfern hatte, nach dem Lesen dieses Romans, ist das sicherlich anders. Sehr ansprechend fand ich die Vielschichtigkeit und Tiefe der Themen, die angesprochen wurden. Es geht unter anderem um persönliche Beziehungen, Umwelt und Klima und um die Aufarbeitung von Vergangenheit. Also Themen, die alle ansprechen. Und schließlich ist der Handlungsort Norwegen immer eine Reise wert.

fibelleser am 21.06.2026 19:06 Uhr

Gemeinsam wird alles leichter

Anne Sverdrup - Thygeson hat mit ihrem Roman „ Der Einsiedlersommer“ eine sehr nachdenkliche Geschichte über den Natur- und Umweltschutz sowie zwischenmenschliche Beziehungen verfasst. Der Titel hat für mich eine ganz besondere Bedeutung, eigentlich gibt es gleich drei Einsiedler im Sommer 2012: Eva, die Biologin, Olga, die schon ewig in der Provinz Vestfold lebt, und natürlich der Eremit, der vom Aussterben bedrohte Käfer.Eva braucht Zeit und Abstand zu ihrem bisherigen Leben. Sie hat die Totgeburt ihres Sohnes Sander noch nicht verwunden und hofft, hier in der Einöde dieses Ereignis besser zu verarbeiten. Die ausgeschriebene Stelle zur Suche nach dem Eremiten und der Kartographierung der bestehenden Wälder nimmt sie an, ohne sich mit ihrem Partner darüber zu verständigen. Der kann ihre Flucht nicht nachvollziehen. Lange Zeit ist unklar, wie es mit den beiden weitergeht.In ihrer unmittelbaren Nachbarschaft wohnt Olga sehr zurückgezogen von allem. Aber auch Olga hat eine Geschichte zu erzählen. Genau wie Eva, hat auch sie ihre Tochter verloren. Die Autorin lässt beide Frauen ihre Sichtweisen erzählen. Irgendwie schaffen es die beiden Frauen gegenseitiges Vertrauen aufzubauen. Sie machen sich gegenseitig Mut ihr Leben zu leben. Olga schafft es ein Kindheitstrauma endlich zu hinterfragen und aufzuklären. Eva schafft es den Eremiten zu finden und ihr Leben wieder in geordnete Bahn zu bringen. Auch wenn die Geschichte nur Fiktion ist, bleibt sie nachhaltig in Erinnerung und zwingt den Leser auch über Mensch und Natur nachzudenken.

rauschleserin54 am 21.06.2026 17:06 Uhr

Einsiedler-Variationen!

Dieses Buch ist wie ein Pflaster auf die Wunden unterschiedlicher Tiefe, die Gesellschaften sich gegenseitig zufügen. Schon das Cover birgt Hoffnung in seinen Farbschattierungen alleinauf dem Rücken des Einsiedlerkäfers, der auf bunten Eichenblättern ange-siedelt ist. Farben des Lichts und der Hoffnung, aber auch die der Trauer und der Farblosigkeit. „Eva wurde nachdenklich. Olga hatte ja recht. Die Ereignisse des letztenhalben Jahres hatten sie ungeduldig gemacht. Als hätte sie eine Art mentales Peeling hinter sich, durch das sämtliche Schichten weg geschrubbt worden waren, die die Seele schützten. Alles eilte, musste auf der Stelle erledigt werden.“Eva ist von Oslo nach Midtstranda, einen kleinen Ort in der norwegischen Provinz Vestfold, förmlich geflohen, mithilfe eines Forschungsauftrags, den Einsiedlerkäfer zu finden, der in Norwegen als ausgestorben galt. Dieser Käfer wurde im alten Ägypten als Symbol der Wiedergeburt verehrt. Eva hat ihr Kind verloren und Eirik und sie haben eine schwere Zeit. Sie kann nicht mehr und zieht auf einen kleinen einsamen Hof, um in der Einsamkeit den Käfer und vielleicht sich selbst zu finden. Aber ihre Nachbarin Olga macht ihr das Leben schwer und auch die Gemeinde hat ganz eigene Ziele......Anne Sverdrup-Thygeson hat ein großartiges Buch geschrieben, mit aller Sensibilität und aller Brutalität der Wahrheit und allem was Menschen an Gutem und Bösen umtreibt. Ihr Wissen um die Natur und deren Zusammenspiel mit den wirtschaftlichen Interessen, ist sehr umfangreich und zeigt sehr viele Blickwinkel auf, nie nur das Beharren auf Standpunkten. Ich denke,hier isteine Vorlage für kontroverse Diskussionen unserer Zukunft. Und es ist ein Zeichen wieder zuzuhören und abzuwägen und hinzuschauen.Ganz wunderbar auch die Wendungen und die herrlichen Bilder der Natur,die auf jeder Wanderung, die ich mit Eva unternehmen darf, entstehen und über die Kraft der Liebe. Ob nur der Käfer ein Einsiedler ist, werden wir nach Genuss des Buches erfahren. Wir werden auch lesen, wie gut Stille in unserer lauten Gesellschaft tut. Ein Bücherschatz für Naturliebhaber und welche, die es werden wollen. Danke Anne Sverdrup-Thygeson!!

nina.berndt am 21.06.2026 11:06 Uhr

Eine perfekte Lektüre für ruhige Sommertage

Schon das farbenfrohe Cover von „Der Einsiedlersommer“ lädt dazu ein, in diese besondere Geschichte einzutauchen – und das Buch hält, was es verspricht. Hinter der sommerlichen Gestaltung verbirgt sich eine tiefgründige und berührende Erzählung über Natur, Verlust, Hoffnung und die Frage, was im Leben wirklich bewahrenswert ist.Die Biologin Eva Wist zieht sich nach einem schweren Schicksalsschlag in die Wälder von Vestfold zurück. Auf der Suche nach einem seltenen, vom Aussterben bedrohten Käfer möchte sie nicht nur die Natur erforschen, sondern auch einen Weg zurück zu sich selbst finden. Dort begegnet sie Olga, einer älteren Frau, die abgeschieden im Wald lebt und ebenfalls ihre ganz eigene Geschichte und Suche mit sich trägt.Besonders beeindruckt hat mich die bildhafte und einfühlsame Schreibweise der Autorin. Die Beschreibungen der Natur sind so lebendig, dass man sich als Leser direkt mitten im Wald wiederfindet. Gleichzeitig erzählt das Buch zwei bewegende Lebensgeschichten, die aus unterschiedlichen Zeiten stammen und sich auf besondere Weise miteinander verbinden.Mit viel Feingefühl zeichnet Anne Sverdrup-Thygeson ihre Figuren und lässt den Leser an ihren Gedanken, Sorgen und Hoffnungen teilhaben. Eingebettet in einen spannenden gesellschaftlichen Konflikt entwickelt sich die Handlung ruhig, aber mit zunehmender Spannung bis zum Ende. Jeder Erzählstrang hat seinen Platz und fügt sich zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen.„Der Einsiedlersommer“ ist für mich ein wunderschönes Buch über die Kraft der Natur, über Neuanfänge und darüber, was wir schützen und bewahren sollten. Eine perfekte Lektüre für ruhige Sommertage, einen verregneten Urlaubstag oder einfach zum Versinken in eine besondere Geschichte.

regenprinz am 22.06.2026 09:06 Uhr

Waldsommer

Auf der Suche nach dem als ausgestorben geltenden Eremitenkäfer zieht Biologin Eva sich für mehrere Sommermonate in den norwegischen Wald zurück. Die Aufgabe, die Waldgebiete zu kartieren, ist ihr wichtig, doch genauso wichtig ist die persönliche Auszeit in der Natur und der Rückzug in die Abgeschiedenheit für sie, nachdem sie ihr Baby verloren hat und wieder zu sich selbst finden muss. Dafür braucht sie Abstand zu ihrem bisherigen Stadtleben und Partner Eirik.In Eigenbrötlerin Olga, die auf dem Nachbarhof lebt und mehr als doppelt so alt ist wie sie, findet Eva bald eine Freundin, mit der sie sich austauschen kann. Mir hat es gut gefallen, wie in diesem Roman die Lebenswelten der beiden Frauen verknüpft werden, wie Vergangenheit und Gegenwart ineinandergreifen. Der ruhige Erzählstil passt wunderbar dazu! Beziehungen verändern sich langsam, Geheimnisse kommen nach und nach ans Licht und auch der Wald gibt allmählich so einiges preis, was in seinem Totholz verborgen liegt.Das wichtige Thema Artenschutz ist hier elegant in eine persönliche Geschichte verflochten. Man bekommt beim Lesen einen besonderen Blick auf Käfer und Insekten und versteht, wie bedeutsam die Zusammenhänge für die Natur sind. Die Diskussionen im Ort sind realistisch dargestellt. Es gibt einige sympathische Nebenfiguren, aber auch Menschen, die zwiespältig wirken, sobald es um Profite oder die Lokalpolitik geht. Bis zum Ende des Sommers machen Eva und ihr Eremitenprojekt jedenfalls ein paar spannende Entwicklungen durch, ebenso wie ihre großartige Nachbarin Olga.Mir hat die Geschichte bis zum Ende gut gefallen und wirklich schön fand ich, dass manches im Roman ein bisschen in der Schwebe bleibt und Raum lässt für Deutungen.

teilzeitbäuerin am 25.06.2026 19:06 Uhr

So beeindruckend!

Eva nimmt - ohne es ihrem Lebensgefährten zu sagen - eine Stelle in einem entlegenen Dorf an, um dort den fast ausgestorbenen Eremitenkäfer zu finden. An diesem einsamen Ort trifft sie vielleicht nicht nur den Käfer, sondern auch Olga, die ein schweres Geheimnis mit sich trägt, und versucht, eine Fehlgeburt zu verarbeiten.Ein bewegendes Buch zwischen Naturbeschreibung und den Tiefen der menschlichen Psyche. Der eindringliche Schreibstil zieht den Leser völlig in den Bann. Eva und ihr Schicksal sind sehr berührend - es werden im Laufe der Geschichte die Höhen und Tiefen des menschlichen Lebens aufgezeigt. Viele Passagen geben die Gedankengänge der Hauptakteure völlig realistisch wieder.Eine bewegende Geschichte zwischen Umweltsünden, persönlichen Schicksalen und den Irrwegen des Lebens - hat mir SEHR gut gefallen.

kräutert am 23.06.2026 14:06 Uhr

Skandinavischer Sommer

Diesen Roman habe ich an einem Wochenende durchgelesen. Die fesselnde Geschichte von Eva, einer Insektenforscherin, die nach einem harten Schicksalsschlag einen Sommer-Job als Waldkartografin in den Skandinavischen Eichen-Wäldern annimmt, hat mich sehr berührt.Es ist eine bewegende Geschichte über eine junge Frau, deren Beziehung nach einem harten persönlichen Unglück eine Auszeit braucht.Diese Auszeit nimmt sich Eva, ohne ihrem Partner Bescheid zu sagen, und verschwindet einfach Richtung Wald. Dort hat sie eine Stelle als Biologin angenommen und kartografiert einen alten Eichenbaumbestand, in der Hoffnung, den ausgestorben geglaubten Eremiten-Käfer dort zu finden. denn der benötigt zum Überleben sehr alte Eichenwälder.Es entwickelt sich eine Frauenfreundschaft, eine unklare Beziehung zu einem ortsansässigen attraktiven Mann und ihre alte Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt.Die Charaktere des Romanes waren für mich mit ihren eigenen Geschichten sofort greifbar. Die Geschichte ist spannend bis zur letzten Seite, ohne das die Emotionalität darunter leiden würde.Ganz geschickt hat Anne Sverdrup-Thygeson biologisches Wissen in den Roman mit eingebaut, was mir besonders gut gefallen hat.Ein sehr gelungener Roman und absolut empfehlenswert für alle Naturliebhaber.

kleineperle am 20.06.2026 11:06 Uhr

Ein beeindruckendes Buch

Ich habe das Buch, der Einsiedler Sommer von Anne Sverdrup-Thygeson, gelesen. Mich hat sofort das wunderschöne Buchcover fasziniert. Das Cover ist in harmonischen Farben gestaltet und in der Mitte liegt der als ausgestorbenen geltenden Eremitenkäfer. Das Cover ist gut mit dem Inhalt der Geschichte abgeglichen.Zur Geschichte: Sie spielt in Norwegen, in der Nähe von Oslo. Die Biologin Eva lernt ihre neue Nachbarin Olga kennen. Olga gilt als exzentrisch und ist mehr als doppelt so alt wie Eva. Eva ist auf der Suche nach den als ausgestorbenen geltenden Eremitenkäfer. Wird sie noch ein lebendes Exemplar finden? Was sie auf jeden Fall findet, ist eine wunderschöne Freundschaft zu Olga.Die Autorin schreibt sehr flüssig und bildhaft. Mir haben ganz besonders die Beschreibungen der Natur gefallen.Mich hat das Buch sehr gefesselt und berührt. Es ist eine besondere Geschichte, fesselnd, einfühlsam und stimmungsvoll erzählt.

sarolue am 22.06.2026 14:06 Uhr

Wundervoller Roman!

Bereits das Cover von Der Einsiedlersommer vermittelt eine ruhige, naturnahe Stimmung und passt hervorragend zum Inhalt des Romans. Die Gestaltung weckt Erwartungen an eine Geschichte, die eng mit Landschaft, Tierwelt und den Menschen verbunden ist, die darin leben.Anne Sverdrup-Thygeson erzählt von der Biologin Eva, die einen Sommer in der norwegischen Provinz verbringt, um nach dem seltenen Eremitenkäfer zu suchen und die Artenvielfalt eines Waldgebietes zu erfassen. Gleichzeitig versucht sie, Abstand zu einem schmerzhaften Ereignis in ihrem Leben zu gewinnen. In ihrer Nachbarschaft lebt die ältere Olga, die ebenfalls zurückgezogen und für sich allein ihren Alltag gestaltet. Im Laufe der Handlung werden die Lebensgeschichten beider Frauen miteinander verknüpft.Besonders gelungen finde ich, wie die Autorin ernste Themen wie Verlust, Trauer, Einsamkeit und Neuanfang mit Fragen des Natur- und Artenschutzes verbindet. Der vom Aussterben bedrohte Eremitenkäfer ist dabei weit mehr als nur Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Er steht sinnbildlich für Zerbrechlichkeit, aber auch für die Möglichkeit, selbst unter schwierigen Bedingungen weiterzubestehen. Dadurch erhält die Geschichte eine zusätzliche Bedeutungsebene.Der Schreibstil ist atmosphärisch und bildhaft. Vor allem die Beschreibungen der norwegischen Landschaften und Wälder haben mir sehr gefallen. Man merkt deutlich, dass die Autorin als Biologin über ein großes Fachwissen verfügt. Die naturkundlichen Aspekte wirken authentisch und fügen sich harmonisch in die Handlung ein. Gleichzeitig verliert der Roman nie die Menschen aus dem Blick.Die Figuren sind überzeugend ausgearbeitet. Eva und Olga wirken mit ihren Sorgen, Erinnerungen und Hoffnungen glaubwürdig und vielschichtig. Besonders gelungen ist, dass ihre unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven gezeigt werden. Dadurch entsteht ein interessantes Zusammenspiel zwischen zwei Frauen verschiedener Generationen, die trotz aller Unterschiede Gemeinsamkeiten entdecken und einander neue Wege eröffnen.Was mir besonders gefallen hat, ist die nachdenkliche Grundstimmung des Romans. Die Geschichte regt dazu an, über den Umgang mit Verlust, über zwischenmenschliche Beziehungen und über die Verantwortung des Menschen gegenüber der Natur nachzudenken. Dabei wird nie belehrend erzählt, sondern auf eine ruhige und einfühlsame Weise.Insgesamt ist Der Einsiedlersommer ein berührender Roman, der Naturbeobachtungen mit emotionaler Tiefe verbindet. Wer Geschichten über persönliche Entwicklung, starke Figuren und die Schönheit sowie Verletzlichkeit der Natur schätzt, wird an diesem Buch viel Freude haben. Für mich ist es eine eindrucksvolle und lange nachwirkende Lektüre, die ich gerne weiterempfehle.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Meins

Eva und Olga kämpfen, jede auf ihre Weise, fürs Leben und für die Natur.

29.07.2026

TV Hören und Sehen

Berührend!

24.07.2026

Hamburger Abendblatt

Die Norwegerin Sverdrup-Thygeson versteht sich auf eine umstandslose Erzählweise. Dies ist ein guter... Stoff für Leseabende, an denen die Hitze des Tages langsam schwindet. mehr weniger

15.07.2026

Stavanger Aftenblad

Ein beeindruckender Debütroman. ›Der Einsiedlersommer‹ ist nicht nur eine Geschichte über Umweltschu...tz und bedrohte Artenvielfalt, sondern auch eine existenzielle Erzählung über Menschen, die nach dem Verlust von etwas Wesentlichem darum ringen, wieder Anschluss an das Leben zu finden. mehr weniger

09.06.2026

Verdens Gang

Ein lesenswertes Buch, voller Energie und tiefer Liebe zu allem, was in der Natur wächst und lebt.

09.06.2026

Lerne die Protagonistinnen Eva und Olga kennen

Eingesprochen von Hörbuchsprecherin Heike Warmuth


Anne Sverdrup-Thygeson stellt ›Der Einsiedlersommer‹ vor


Interview mit Anne Sverdrup-Thygeson

Foto der Autorin Anne Sverdrup-Thygeson (Copyright: Agnete Brun)

Was hat Ihre Liebe zur Natur geweckt?

Ich war schon immer gerne draußen. Als Kind verbrachte ich die Sommerferien mit meiner Familie in einer kleinen Blockhütte im Wald. Abgesehen von Büchern war die Natur die einzige Unterhaltung – es gab einfach nicht viel anderes zu tun. So gewöhnte ich mich daran, mit den kleinen Waldbewohnern zu spielen und sie zu beobachten: Ameisen, Bienen und Käfer. Ich glaube, das war der Anfang meiner Faszination für die Natur.

Warum ein Roman – und kein weiteres Sachbuch?

Im Rückblick sehe ich, dass sich meine Stimme mit jedem Sachbuch, das ich geschrieben habe, weiterentwickelt hat. Nach und nach habe ich mich getraut, mehr von mir selbst in das Schreiben einfließen zu lassen – nicht nur „Professorin Anne“, sondern auch Anne als Mensch, als Bürgerin, als Mutter … wenn das Sinn ergibt? Dadurch entstand Raum für mehr literarische Elemente in meiner Arbeit. Und ich bin von Natur aus ein neugieriger Mensch, also fragte ich mich: Könnte ich meine Stimme und Kreativität noch weiterentwickeln – bis hin zum Schreiben von Fiktion, vielleicht sogar eines ganzen Romans? Ich beschloss, es zu versuchen.

Warum der Eremitenkäfer – und was löst er in der Geschichte aus?

Ich habe in meiner Arbeit viel Zeit damit verbracht, alte Eichen und ihre Insektenbewohner zu untersuchen und zu beobachten – darunter auch den Eremitenkäfer. Dieser Käfer ist groß, schön und gilt sowohl in Europa als auch weltweit als gefährdet, vor allem, weil die Zahl alter hohler Bäume in unseren heutigen Landschaften abnimmt. Für mich ist der Eremitkäfer nicht nur für sich genommen faszinierend. Er steht auch symbolisch für das Dilemma, das entsteht, wenn menschliche Landnutzung mit den Bedürfnissen anderer Arten in Konflikt gerät.

Die Protagonistinnen Eva und Olga trennen 43 Jahre: Was unterscheidet sie und was verbindet sie?

Ja, sie sind in vielerlei Hinsicht unterschiedlich – in Alter, Persönlichkeit und Hintergrund. Eva ist jung, unruhig und aufgeschlossen, eine Wissenschaftlerin mit einer großen Leidenschaft für den Schutz der Natur. Die deutlich ältere und introvertiertere Olga hingegen lebt lieber zurückgezogen auf ihrem Hof, klettert auf Bäume und redet mit ihrem Kater – bis Eva unerwartet in ihr Leben tritt. Trotz all ihrer Unterschiede werden die beiden Frauen Freundinnen. Ich denke, sie erkennen etwas in der jeweils anderen – eine gemeinsame Erfahrung des Verlusts und eine geteilte Sehnsucht, die Welt zu verstehen. 

Der Roman hat ja den Titel ›Der Einsiedlersommer‹. Ist Olga eine Einsiedlerin?

In dem Moment, in dem wir sie kennenlernen, lebt Olga tatsächlich zurückgezogen von der Gesellschaft. Doch unter ihrer Schicht aus Misstrauen und Ablehnung verbirgt sich eine im Grunde warmherzige Frau, die den Kontakt zu anderen Menschen durchaus genießt. Das Leben hat sie jedoch mehr als einmal enttäuscht, und sie trägt Geheimnisse mit sich, die sie nur schwer verarbeiten kann.

Wie kamen Sie darauf, die Handlung im fiktiven Ort Lopperud bei Vestfold spielen zu lassen?

Diese Landschaft, mit einigen ihrer Schätze sichtbar und anderen, die unter der Oberfläche verborgen liegen, passt sehr gut zu meiner Geschichte. Sie spiegelt auch die realen Herausforderungen wider, vor denen wir ständig stehen: Wie finden wir einen Weg, unsere menschlichen Bedürfnisse mit denen der unzähligen anderen Arten in Einklang zu bringen, mit denen wir die Welt teilen?

Wie geht es nach ›Der Einsiedlersommer‹ weiter? Planen Sie einen weiteren Roman?

Jetzt, wo ich einmal damit angefangen habe, glaube ich nicht, dass ich mit dem Schreiben von Fiktion aufhören kann – auch wenn der Prozess manchmal holprig war, war er zugleich unglaublich bereichernd. Im Moment arbeite ich an einem Sachbuch, aber in meinem Kopf schwirren bereits Ideen und Figuren für einen neuen Roman herum …

Autorinnenfoto: © Agnete Brun