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Eichenblätter auf gelbem Hintergrund, mittig der Text "Die Suche nach dem Käfer und dem, was bewahrt werden muss - im Leben wie in der Natur", rechts davon das liegende 3D-Cover von "Der Einsiedlersommer" von Anne Sverdrup-Thygeson und links das Zitat "
Eichenblätter auf gelbem Hintergrund, mittig der Text "Die Suche nach dem Käfer und dem, was bewahrt werden muss - im Leben wie in der Natur", rechts davon das liegende 3D-Cover von "Der Einsiedlersommer" von Anne Sverdrup-Thygeson und links das Zitat "
Die Suche nach dem Käfer und dem, was bewahrt werden muss  – im Leben wie in der Natur

Der Einsiedlersommer

Mit Wärme, feinem Witz und großem sprachlichem Einfühlungsvermögen erzählt Anne Sverdrup-Thygeson von zwei Frauen aus unterschiedlichen Generationen – und von einem Sommer in den uralten Eichenwäldern Norwegens, der zeigt, wie aus Verletzlichkeit neue Kraft erwachsen kann. Dieser berührende, vielschichtige Roman verbindet die Suche nach dem Eremitenkäfer mit einer entscheidenden Frage unserer Zeit: Was müssen wir bewahren, damit Leben möglich bleibt – in der Natur und in uns selbst?

Nach einem schmerzhaften Verlust zieht sich Eva Wist aus Oslo, Norwegen, in ein Dorf in Vestfold zurück, um den als ausgestorben geltenden Eremitenkäfer zu suchen. Dort begegnet die 33-jährige Biologin ihrer neuen Nachbarin, der exzentrischen Olga. Die 76-Jährige lebt als Einsiedlerin inmitten des uralten Eichenwaldes. Auf ihrem Grundstück soll ein Steinbruch entstehen. Das Projekt verspricht Arbeitsplätze und eine Zukunft für die Region. Doch Olga will das unbedingt verhindern: Für sie ist der Wald lebendige Erinnerung – und der Schlüssel zu einem Familiengeheimnis, das sie endlich aufklären will. Während Eva die Artenvielfalt erkundet und mit Olga Freundschaft schließt, findet sie Schritt für Schritt aus der Trauer und ringt um die Frage, was bewahrt werden muss – im Leben wie in der Natur.

»Niemand schreibt so über die Natur wie Anne Sverdrup-Thygeson« Maja Lunde

Warm, hoffnungsvoll, hochaktuell – ein Roman mit echter Relevanz
Dieser Roman verbindet eine intime, emotional packende Geschichte mit großen Zukunftsfragen: Artensterben, Naturschutz, Verantwortung und die fragile Beziehung zwischen Mensch und Umwelt. Mit Wärme, Hoffnung und erzählerischer Kraft zeigt er, wie Natur trösten kann – und wie Freundschaft Grenzen von Alter, Erfahrung und Lebenswegen überwindet.

Für Fans von Die Geschichte der Bienen‹ von Maja Lunde, Der Gesang der Flusskrebse‹ von Delia Owens und Die Hummerfrauen‹
Wer Romane liebt, die Natur, Menschlichkeit und gesellschaftliche Themen klug miteinander verknüpfen, findet hier die perfekte Lektüre – atmosphärisch, berührend und lange nachhallend.

Internationaler Spitzentitel: Der große Roman der Frankfurter Buchmesse 2025
Ein Titel mit enormer Strahlkraft: auf der Frankfurter Buchmesse 2025 international gefeiert und bereits in 15 Länder verkauft – ein Roman, der Leserinnen und Leser weltweit erreicht.

Warum dieses Buch jetzt lesen?

  • Roman über die besondere und heilsame Kraft der Natur 
  • Generationenübergreifende Freundschaft zwischen Frauen 
  • Aktueller Konflikt um Umwelt, Arbeitsplätze und die Zukunft
  • Warm und hoffnungsvoll, zugleich zugänglich, emotional berührend und richtig gut geschrieben

Bibliografische Daten

EUR 23,00 [DE] – EUR 23,70 [AT]
ISBN : 978-3-423-28566-7
Erscheinungsdatum: 21.07.2026
1. Auflage
480 Seiten
Format : 12,8 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Norwegischen von Ricarda Essrich, Franziska Hüther und Nora Pröfrock
Autor*innenporträt

Anne Sverdrup-Thygeson

Anne Sverdrup-Thygeson ist Professorin für Naturschutzbiologie an der Norwegischen Universität für Biowissenschaften. Sie hat sechs gefeierte Sachbücher veröffentlicht, die in über 25 Sprachen übersetzt wurden, darunter ›Extraordinary Insects‹, ein Sunday Times-Bestseller. ›Der Einsiedlersommer‹  ist ihr erster Roman, der in fünfzehn Ländern weltweit erscheint.

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Übersetzer*innenporträt

Ricarda Essrich

Ricarda Essrich, geb. 1976, studierte in Köln Skandinavistik und Linguistik. Heute lebt und arbeitet sie als Fach- und Literaturübersetzerin in Düsseldorf und überträgt sowohl Romane als auch Sachliteratur aus dem Schwedischen, Norwegischen und Dänischen ins Deutsche.

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Übersetzer*innenporträt

Franziska Hüther

Franziska Hüther, geboren 1988, lebt als freie Übersetzerin aus dem Dänischen, Schwedischen und Norwegischen im Odenwald bei Darmstadt. Sie hat u. a. Werke von Kim Faber & Janni Pedersen und Marianne Kaurin ins Deutsche übertragen.

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Übersetzer*innenporträt

Nora Pröfrock

Nora Pröfrock, geboren 1981, übersetzt aus dem Dänischen, Norwegischen und Schwedischen. Nach zwölf Jahren in Norwegen lebt sie mit ihrer Familie mittlerweile in der Nähe von Aachen.

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141 von 141 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.61 von 5 Sternen


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4 - 10 von 141 Leserstimme

engineerwife am 06.08.2026 09:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Zwischen alten Eichen und neuen Anfängen ...

Das Buch „Der Einsiedlersommer“ überzeugt gleich auf den ersten Blick durch sein wunderbar gestaltetes Cover und lädt somit direkt ein, tief in diesen Roman einzutauchen. Während die Natur mit ihren Einwohnern einen großen Teil der Geschichte ausmacht, stehen natürlich die Biologin Eva Wist und die zurückgezogen lebende Olga im Mittelpunkt. Die zwei Frauen aus völlig unterschiedlichen Generationen, werden im Laufe der Story durch einen Sommer in den norwegischen Wäldern auf besondere Weise zueinanderfinden, doch bis dahin ist es ein steiniger Weg.Eva zieht sich nach einem schweren Verlust aus Oslo zurück und übernimmt die Aufgabe, in den alten Eichenwäldern von Vestfold nach dem seltenen Eremitenkäfer zu suchen. Dabei begegnet sie ihrer Nachbarin Olga, die abgeschieden lebt und zunächst eigenwillig und unnahbar wirkt. Nach und nach entsteht zwischen den beiden Frauen eine ungewöhnliche Freundschaft. Beide tragen ihre eigenen Verletzungen und Geheimnisse mit sich und helfen einander, wieder einen Weg zurück ins Leben zu finden.Besonders gefallen hat mir, wie Anne Sverdrup-Thygeson die Natur beschreibt. Die alten Wälder, die Eichen, die kleinen Lebewesen und besonders der Eremitenkäfer werden nicht einfach nur zum Hintergrund der Geschichte, sondern wirken fast wie eigene Figuren. Man spürt die große Liebe der Autorin zur Natur und ihre Sorge um deren Erhalt. Gleichzeitig erzählt sie sehr einfühlsam von Trauer, Einsamkeit, Hoffnung und der heilenden Kraft von Begegnungen.Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich das stellenweise sehr ruhige Erzähltempo. Manche Passagen hätten etwas gekürzt werden können, wodurch die Geschichte noch mehr Spannung bekommen hätte. Trotzdem passt die Langsamkeit auch zur Atmosphäre des Buches und lädt dazu ein, sich auf die Natur und die Gedanken der Figuren einzulassen.Insgesamt ist „Der Einsiedlersommer“ ein berührender Roman über Verlust, Freundschaft und die Frage, was wir in unserer Welt bewahren sollten. Ein Buch, das entschleunigt und zum Nachdenken anregt. Von mir gibt es dafür vier Sterne und eine herzliche Empfehlung für diesen atmosphärischen Sommerroman.

federfee am 05.08.2026 17:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ein entscheidender Sommer

Viele Themen, stilistisch unterschiedlich - Freundschaft, Liebe, Verlust u.a. Traumata, vor allem aber UmweltproblematikEin schwerer Verlust, ein traumatisches Erlebnis: Evas und Eiriks Sohn wird tot geboren. Eva ist auch nach Wochen noch so verstört, dass sie Abstand von allem braucht, auch und gerade von ihrem langjährigen Lebenspartner Eirik, der lieber sprechen würde. Sie aber fühlt sich unter Druck, zieht sich völlig zurück und nimmt für drei Monate einen Auftrag in einer einsamen Gegend an, denn sie ist Biologin und wird die Waldgebiete dort im Auftrag der Gemeinde kartieren. Am meisten aber lockt sie die Vorstellung, einen aussterbenden Käfer zu finden, der dort in der Gegend gesehen wurde: der Eremitenkäfer.Sie bleibt allerdings mit ihrem Hund Orca keine einsiedlerische Eremitin, denn auf dem Nachbarhof lebt eine alte Frau von über 70 alleine, Olga, eigenwillig und noch sehr fit. Ihre anfängliche Schroffheit und Ablehnung verliert sich schnell, denn die beiden Frauen mögen sich trotz des Altersunterschieds und sie haben etwas gemeinsam. Auch Olga hat Verluste erlitten und zudem scheint es ein Geheimnis in ihrer Vergangenheit zu geben, das ihr heute noch Albträume verursacht.Der junge Amtsleiter der Gemeinde, Hallvard, mit dem Eva beruflich zu tun hat, scheint Interesse an ihr zu haben und auch Eva fühlt sich von ihm angezogen.War es bisher sehr atmosphärisch und nachvollziehbar erzählt, fand ich die Art, wie das beschrieben wurde, dem bisherigen Niveau des Buches nicht angemessen. Wenn Eva Schweiß und Deo von Hallvard wahrnimmt, kribbelt es bei ihr und zweimal wird er als ‘süß’ bezeichnet. Eirik dagegen ist ein ‘netter’ oder auch ‘toller’ Mann - ein völlig nichtssagender Ausdruck. Auch muss es nicht sein, dass so oft gekichert wird oder Hallvard sich als vielleicht zu ‘pushy’ bezeichnet.Diese stilistischen Entgleisungen finde ich besonders schade, weil es durchaus sehr bildhafte, poetisch beschriebene Passagen gibt: der Wald mit seinen Bäumen, wie Eva im verbotenen Steinbruch eine Sprengung erlebt oder wie Hallvard von Höhlen schwärmt.Fast dachte ich: da haben zwei Autorinnen geschrieben, aber nein: drei Übersetzerinnen. Vielleicht liegt es daran.Doch zurück zum Thema, das für mich neben der Frauenfreundschaft das Wichtigste ist: die Umweltproblematik. Die Gemeinde will einen Steinbruch erschließen, wofür aber jahrhundertealte Eichen gefällt werden müssten. Es ist immer das Gleiche: Ausbeutung gegen Naturschutz und auch die Argumentation kennen wir zur Genüge: Schaffung von Arbeitsplätzen, weniger Abwanderung, Geld für die Gemeinde für Schulen u.a., heimische Baustoffe besser als Beton, (angeblich) aus China oder Indien. Es ist natürlich nicht von der Hand zu weisen, dass das alles so ist, aber gräbt man tiefer, wird sich oft herausstellen, dass es um den Profit weniger geht - so auch hier - und dass wir als Menschheit es uns nicht weiter erlauben können, weiter Raubbau an der Natur und den Ressourcen zu betreiben.Eva versucht durch ihre Arbeit zu begründen, dass die Biodiversität erhalten bleiben muss, nur leider interessiert die Menschen das Schicksal eines Käfers und anderer Insekten nicht. Dabei achtet niemand darauf und die meisten wissen es wahrscheinlich auch nicht, welche Bedeutung ein funktionierendes Natursystem hat, auch für den Menschen. Die Autorin kritisiert durch Eva zu Recht, dass hier Manipulation stattfindet:‘Bei diesem Kuhhandel waren nicht die Fakten die Währung, sondern Worte - Worte, die man zu seinem Vorteil verdrehen konnte. Strategien und Spielchen, Manipulationstechniken und Lächerlichmachen.’ (372)Während Hallvard differenziert dargestellt wird, trifft das auf Eva und Olga nicht ganz so zu. Ich fand einige ihrer Handlungsweisen und ihr allzu schnelles Anfreunden unglaubwürdig, muss allerdings zugestehen, dass die Autorin es verstanden hat, die Spannung bis zum Schluss zu halten.Der Leser stellt sich einige Fragen: Werden Eva und Eirik wieder zueinander finden, nachdem sich ihr Konflikt zugespitzt hatte? Wird Olga herausfinden, was damals im Wald passiert ist und wer ihr Vater ist? Wird sie Frieden finden und auf ihrem Hof bleiben? Was wird mit dem geplanten Steinbruch?FazitIch fand es ein wenig zu viel an Themen, was jedoch andererseits bedeutet, dass jeder Leser etwas finden wird, was gefällt, anrührt oder fasziniert. Für mich war es die Umweltproblematik, die hier vielleicht durch die anderen Themen wie Liebe, Freundschaft und Geheimnisse an Leser vermittelt wird, die sich sonst nicht dafür interessieren würden.Schade sind die stilistischen Entgleisungen, die wieder wettgemacht werden durch atmosphärische Schilderungen der Natur (Wald, Insektenwelt, Höhlen). Auch gefallen haben mir viel zitierwürdige Sätze, so dass ich im Ganzen über einiges andere hinwegsehe und volle 4 Sterne vergebe.Noch einige Zitate:‘Alles schwindet dahin. Verschleißt, verwittert, löst sich auf. Gegenstände, Erinnerungen, das Leben.’ - ‘Und alles, was wir tun können, ist, im Jetzt zu leben. Die uns zugestandene Zeit so zu nutzen, wie es uns am besten erscheint. Bald wird ohnehin alles vergessen sein. Die Dinge, die Gedanken und wir.’ (352)‘Es gibt Dinge, die nicht verstanden werden sollten oder sich nicht begreifen lassen, die wir einfach loslassen müssen.’ (364) - ‘Vielleicht ist die Wahrheit nicht immer das Beste.’ (447)‘’... ein sturer Umweltschutzterrier, der sich im Hosenbein des Kapitalismus verbissen hatte.’ 383P.S. Zu erwähnen ist noch die liebevolle Ausstattung. Wenn man den Schutzumschlag entfernt, sieht man eine Baummaserung mit einem Käfer.

regina1960 am 05.08.2026 15:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Die Geheimnisse des uralten Eichenwaldes

Den „Einsiedlersommer“ von Anne Sverdrup-Thygeson, herausgegeben bei der dtv Verlagsgesellschaft, habe ich sehr gerne gelesen. Nie wurde es langweilig auf den insgesamt 477 Seiten, da die Buchautorin hier neben der Suche nach einem ausgestorben geglaubten Eremitenkäfer eine Vielfalt von Themen einarbeitet wie Trauerverarbeitung nach dem Verlust eines Kindes, unausgesprochene zwischenmenschliche Konflikte, Lügen und Vertuschen von Straftaten, Vergangenheitsbewältigung, Zeitgeschichte rund um den 2. Weltkrieg mit NS-Hintergrund in Norwegen und vor allem den Raubbau des Menschen an der Natur und die daraus resultierenden gravierenden Folgen wie Artensterben, Umweltverschmutzung, Klimaveränderung und zerstörte Lebensräume. Dass die Schriftstellerin auch Professorin für Naturschutzbiologie ist, kommt in diesem Roman rund um Protagonistin Eva einmal mehr als zum Tragen, arbeitet sie auf fantastische Art und Weise ihr fundiertes Fachwissen rund um Wälder, Pflanzen und Kräuter sowie Tiere eindrucksvoll in die Geschehnisse an, ich habe beim Lesen sehr viel gelernt, aber auf äußerst angenehme Art und Weise. Erzählt wird von der 33-jährigen Biologin Eva, die nach einer stillen Geburt Oslo ohne Abschied von ihrem langjährigen Partner Eirik verlässt und sich in ein einsames Dorf in Vestfold zurückzieht. Sie nimmt einen Auftrag der Gemeinde an, Kartierungen vorzunehmen und macht sich dabei auf die Suche nach einem Eremitenkäfer, den man bereits als ausgestorben glaubte. Sie lernt die 76 Jahre alte eigenbrötlerische Olga kennen, die zurückgezogen auf einem verfallenen Gehöft lebt. Im Verlaufe der Zeit nähern sich die beiden ungleichen Frauen jedoch an und werden sogar zu Freundinnen. Doch bis dahin passiert jede Menge, denn auch Olga hat ihre ganz eigene Lebensgeschichte, die sie seit der Kindheit quält. Zudem tobt im Ort eine Diskussion der Naturschützer rund um den geplanten Abbau von wertvollem Gestein, was zwar wirtschaftlich für die Region von Nutzen wäre, für die Natur aber ein folgenschwerer Eingriff. Dieses Buch ist sehr warmherzig geschrieben, alle Charaktere wurden sehr gut herausgearbeitet, Fachwissen geschickt eingearbeitet und überraschende Wendungen klug gesetzt. So blieb die Spannung hoch bei gleichzeitig ruhigem, unaufgeregten Schreibstil, der sich wunderbar leicht lesen lässt. Der Schluss lässt Spielraum für Interpretation, regt zum Nachdenken an und motiviert zur Selbstreflexion. So habe ich mich noch einmal eingehender mit der Bedeutung Norwegens für die Nazis befasst. Auch mein Blick auf den Umgang des Menschen mit Natur und Umwelt hat sich beim Lesen noch einmal verschärft, so habe ich nach dem Lesen des Buches noch kleine Veränderungen in meinem Garten vorgenommen, um den Tieren für ihr Überleben mehr Vielfalt zu bieten. „Der Einsiedlersommer“ ist eine schöne Kombination aus vielen Themen, einfühlsam geschrieben, was das Buch zu einem wahren Lesevergnügen macht. Die Haptik des Gesamtwerkes ist einzigartig und zeugt von hoher Wertigkeit. Der Schutzumschlag mit dem farbenfrohen Käfer ist bereits wunderschön, das Buch selber wird dann noch einmal durch dieses Motiv liebevoll verziert, was einfach für einen großartigen Gesamteindruck sorgt. Dieses Buch kann ich wärmstens empfehlen!

pusteblümchen am 04.08.2026 15:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Über Umweltschutz und bedrohte Artenvielfalt

Der Eremitenkäfer gilt als ausgestorben, wurde aber in einem alten Eichenwald in Norwegen gesichtet. Die Biologin Eva Wist erhält den Auftrag, nach diesem zu suchen. Für sie ist es nach einer Fehlgeburt eine willkommene Auszeit, um ihre Gefühle aufzuarbeiten.In dem Eichenwald lebt auch Olga, eine Einsiedlerin, der Evas Anwesenheit zunächst wenig gefällt, da sie allen Menschen gegenüber misstrauisch und skeptisch ist.Eva und Olga freunden sich trotz des großen Altersunterschiedes an und zwischen den ungleichen Frauen entsteht eine wirklich tiefe und einzigartige Beziehung, die auf der Liebe zur Natur und deren Schutz sowie der Erfahrungen eines Verlustes basiert.Die Autorin schreibt bildhaft und flüssig. Dabei beschreibt sie die Natur so lebendig und fesselnd, dass ich alles direkt vor Augen hatte.Wer die Natur liebt und wem diese wichtig ist, der wird sicherlich auch gefallen an diesem Buch finden. Dabei merkt man, dass Anne Sverdrup-Thygeson sich beruflich mit Naturschutz beschäftigt.Insgesamt ist „Der Einsiedlersommer“ ein lehrreicher Roman, der den Blick für Natur und Umwelt schärft und dabei gleichzeitig gut unterhält. Wer die Natur liebt und wem ihr Schutz am Herzen liegt, der wird an diesem Buch große Freude haben.

jam am 04.08.2026 07:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Eine faszinierende Geschichte voller Metaphern und Gefühl.

"Der Eremit", dachte sie, "der seltenste Käfer Norwegens, quasi wieder auferstanden von den Toten, ein Symbol dafür, dass es immer noch Hoffnung gab."Aber gibt es noch Hoffnung? Nach einer stillen Geburt nimmt Eva spontan eine Stelle in einem kleinen Dorf westlich von Oslo an. Dort soll sie den für ausgestorben gegoltenen Eremitenkäfer suchen und den Wald kartieren. Dabei trifft sie auf die 76jährige Olga, die sich hartnäckig weigert, ihr Grundstück, einen alten Eichenwald, zu verkaufen.Eva hat ihrem Mann nichts von diesem Job gesagt, hat einfach ihre Tasche und Orka, den Hund, geschnappt und ist in die Wälder gezogen. Sie sucht den Käfer - und sich selbst.Während sie durch die Wälder streift, Fallen aufstellt und dokumentiert, kommen sich die drei Einsiedler:innen näher, Eva, Olga und letzten Endes auch der Käfer. Was für eine wunderbare Geschichte, wie viele Kreise kann man in einem Buch ziehen und wie viele Metaphern geschickt platzieren? Ich sortiere noch immer meine Gedanken und die vielen Schichten dieses Buches! Die wunderbare Landschaft Norwegens, die ich in jeder Hörminute vor Augen hatte, ist ebenso greifbar wie Evas und auch Olgas Trauer. Erst scheint es, dass bei den Frauen Welten aufeinanderprallen doch rasch stellen sie fest, dass sie mehr gemeinsam haben, als sie glauben. Eva liebt Olgas Wald, möchte ihn unbedingt schützen, denn in der Gegend soll ein Steinbruch entstehen. Und Olga möchte nicht, dass jemand ihre alten Eichen zerstört, aus vielen Gründen.Neben dem geheimnisvollen Käfer ein weiterer Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, des Ortes: der Larvekit! Ein wunderschöner Stein, aus dem ein Denkmal für Olgas Onkel gemacht wurde, einen Helden des zweiten Weltkrieges. Auf genau dieser Säule wurde auch der Eremitenkäfer zum ersten Mal fotografiert. Und es ist ebenso jener Stein, für den die alten Eichenwälder zerstört werden sollen, der Lebensraum des Eremitenkäfers.Erst bleibt jede der Frauen für sich. Doch bald öffnen sie sich voreinander und langsam wird beiden klar, was für sie wichtig ist, was sie bewahren wollen, wo sie tiefer graben müssen. Olga weiht Eva in ein lang gehütetes Familiengeheimnis und das bringt ein weiteres spannendes Element hinzu. Nach dem Einsiedlersommer ist nichts mehr, wie es war. Fazit: Eine faszinierende Geschichte voller Metaphern und Gefühl.

lesens_werte am 31.07.2026 08:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Heilsamkeit

Der Eremitenkäfer, ein Tier, welches momentan in vielerlei Hinsicht für Eva nicht passender sein könnte. Die Suche nach dem seltenen Insekt in Norwegens Wäldern ist für die junge Biologin eine einmalige Chance, denn nach dem Verlust ihres Babys, zieht es sie in die Einsamkeit und in die Natur. Ihre neue Nachbarin Olga ist davon allerdings zunächst nicht begeistert. Auch sie hat das Einsiedlerdasein für sich gewählt und kein Interesse daran, ihren Platz zum Leben mit Eva zu teilen. Wer von der Ruhe und Einzigartigkeit der norwegischen Wälder lesen möchte, ist bei Autorin Anne Sverdrup-Thygeson genau richtig. In detailreichen und sehr plastischen Beschreibungen, scheint die Natur hier der Hauptprotagonist zu sein und gewinnt an Lebendigkeit. Darunter tritt die Spannung allerdings einstweilen in etwas in den Hintergrund, ebenso wie die sich langsam entwickelnde Freundschaft zwischen den beiden, auf den ersten Blick doch so ungleichen, Frauen. Hierauf hätte ich mir manchmal mehr Fokus gewünscht. Hinter allem steckt allerdings die wertvolle Botschaft der Heilsamkeit der Natur und welch große Wirkung bereits in einem kleinen Tier, wie dem Käfer, stecken kann.

das.lesende.ich am 29.07.2026 14:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Wald-Spa

🪲🍃🌳𝘈𝘣𝘦𝘳 𝘮𝘢𝘯𝘤𝘩𝘮𝘢𝘭 𝘬𝘢𝘯𝘯 𝘦𝘴 𝘴𝘦𝘪𝘯, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘮𝘢𝘯 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘳 𝘚𝘢𝘤𝘩𝘦 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘨𝘢𝘯𝘻 𝘢𝘶𝘧 𝘥𝘦𝘯 𝘎𝘳𝘶𝘯𝘥 𝘨𝘦𝘩𝘦𝘯 𝘮𝘶𝘴𝘴 𝘰𝘥𝘦𝘳 𝘬𝘢𝘯𝘯 𝘰𝘥𝘦𝘳 𝘴𝘰𝘭𝘭𝘵𝘦. 𝘌𝘴 𝘨𝘪𝘣𝘵 𝘋𝘪𝘯𝘨𝘦, 𝘥𝘪𝘦 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘷𝘦𝘳𝘴𝘵𝘢𝘯𝘥𝘦𝘯 𝘸𝘦𝘳𝘥𝘦𝘯 𝘴𝘰𝘭𝘭𝘵𝘦𝘯 𝘰𝘥𝘦𝘳 𝘴𝘪𝘤𝘩 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘣𝘦𝘨𝘳𝘦𝘪𝘧𝘦𝘯 𝘭𝘢𝘴𝘴𝘦𝘯, 𝘥𝘪𝘦 𝘸𝘪𝘳 𝘦𝘪𝘯𝘧𝘢𝘤𝘩 𝘭𝘰𝘴𝘭𝘢𝘴𝘴𝘦𝘯 𝘮𝘶̈𝘴𝘴𝘦𝘯. 💭Ein Buch mit Setting in Norwegen? Count me in.Wir begleiten Eva nach Midtstranda in Vestfold. Nach einem schmerzhaften Verlust zieht sie sich in die Natur zurück. Sie möchte allein sein, den Wald kartieren und den Eremitenkäfer finden. Nach und nach erfahren wir, was ihr widerfahren ist und wie sie versucht, mit ihrer Vergangenheit umzugehen.Dabei begegnet sie ihrer eigensinnigen Nachbarin Olga. Ich mochte sie vom ersten Moment an. Mit ihrer direkten Art bringt sie frischen Wind in die Geschichte, doch auch sie trägt ein Geheimnis mit sich.Besonders gefallen hat mir die Atmosphäre. Beim Lesen habe ich richtig gemerkt, wie mich das Buch entschleunigt. Oft liefen bei mir nebenbei Naturgeräusche und ich hatte das Gefühl, gemeinsam mit Eva durch die norwegischen Wälder zu streifen.Trotz dieser ruhigen Stimmung entwickelt die Geschichte einen angenehmen Sog. Die Geheimnisse von Eva und Olga haben mich neugierig gemacht und ich wollte unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt.Zwischendurch gibt es immer wieder Tagebucheinträge zu Evas Arbeit im Wald. Diese mochte ich sehr und hätte mir davon sogar noch etwas mehr gewünscht.𝘋𝘦𝘳 𝘌𝘪𝘯𝘴𝘪𝘦𝘥𝘭𝘦𝘳𝘴𝘰𝘮𝘮𝘦𝘳 ist ein ruhiger, atmosphärischer Roman über Verlust, Neuanfang, Geheimnisse und die Kraft der Natur. Wer entschleunigende Geschichten mag und gedanklich nach Norwegen reisen möchte, sollte sich dieses Buch unbedingt anschauen.⭐️⭐️⭐️⭐️☆(8/10)

corsicana am 27.07.2026 22:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ruhig, mit viel Naturthemen und Umweltschutzaspekten

Eva bricht auf in die Natur, nach Vestfold, einerGegend voller Wald in Norwegen. Ihren Lebensgefährten und ihre Promotion lässt sie für drei Monate in Oslo zurück. Sie will raus, Wälder kartografieren und nach einem seltenen Käfer suchen, der eigentlich in Norwegen ausgestorben ist und nun doch eventuell in den Wäldern von Vestfold lebt. Eva wurde für drei Monate von einer dortigen Provinzverwaltung als Biologin angestellt, eben für die Kontrolle von schützenswerten Gebieten und auch für die Suche nach dem EinsiedlerkäferUnterkunft findet sie in einem einsam gelegenen und ziemlich heruntergekommenen Haus, mit einer einzigen und dazu sehr eigenbrötlerischen Nachbarin, Olga. Die beiden Frauen werden sich irgendwie anfreunden, auch wenn das am Anfang nicht so aussieht. Und Eva wird Insektenfallen aufbauen, in einem etwas provisorischen Labor auf dem Wohnzimmertisch Käfer untersuchen und immer weiter in die Wälder eindringen, um vielleicht doch den Einsiedlerkäfer zu finden. Auf diese Weise versucht sie, zurück ins Leben zu finden. Denn sie hat einen herben Verlust erlitten. Und da ist sie nicht die Einzige, denn auch Olga hat mit einer schwierigen Vergangenheit zu kämpfen...Diesen Teil der Geschichte habe ich gerne gelesen, den mit den zwei Frauen und ihrer Annäherung. Mit den Käfern und Wäldern konnte ich etwas weniger anfangen, es war aber sehr bildhaft beschrieben. Für Umweltschutz sollten Leser:innen sich schon interessieren, sonst wäre es das falsche Buch. Was mir nicht ganz so gefallen hat, waren die (zu) vielen Themen. Umweltschutz versus Wirtschaft und Arbeitsplätze war noch verständlich, aber eine sich anbahnende Affäre, die Nazi-Vergangenheit, Evas Problem mit dem unbekannten Vater und Olgas Vater-Thema waren fast ein wenig too much. Also für mich. Es wird auch nicht alles so ganz aufgelöst. Muss es vielleicht auch nicht. Aber trotzdem. Insgesamt ein ruhiges Sommerbuch für diejenigen, die mal etwas anderes lesen wollen als Strand, Süden und die erste Liebe. Alle hier im Roman sind erwachsen und haben schon die ein oder andere Narbe davongetragen - das hat mir wiederum sehr gut gefallen.

stillesen am 27.07.2026 21:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein Sommer der Veränderungen

Die Autorin Anne Sverdrup-Thygeson hat bereits faszinierende Sachbücher über die Natur geschrieben. „Der Einsiedlersommer“ ist ihr Romandebüt, auf das ich sehr gespannt war.Darum geht es: Die 34-jährige Biologin Eva nimmt sich nach einem schweren Verlust eine Auszeit und sucht in den norwegischen Wäldern nach dem nahezu ausgestorbenen Eremitenkäfer. Gemeinsam mit ihrem Labrador Orca zieht sie in ein abgelegenes Gehöft, wo sie auf die eigenwillige 76-jährige Olga trifft. Aus anfänglichem Misstrauen entwickelt sich langsam eine besondere Freundschaft, die beiden Frauen neuen Halt gibt.Mich hat vor allem die Atmosphäre in dem Roman begeistert. Die Beschreibungen der Natur fühlen sich beim Lesen echt an und die Liebe der Autorin zur Natur ist auf jeder Seite spürbar. Man merkt, dass Anne Sverdrup-Thygeson Expertin auf diesem Gebiet ist. Ganz nebenbei erfährt man viel über Biodiversität und die Bedeutung alter Wälder, ohne dass es belehrend wirkt.Doch das Buch ist weit mehr als ein Roman über Naturschutz. Die Entwicklung der Freundschaft zwischen Eva und Olga hat mich sehr berührt: Zwei Frauen aus unterschiedlichen Generationen, die beide auf ihre Weise zu Einsiedlerinnen geworden sind und sich gegenseitig zurück ins Leben helfen. Außerdem kommen Themen wie Trauer, Verlust und Familiengeheimnisse auf.Neben den emotionalen Themen greift der Roman auch den Konflikt zwischen Naturschutz und wirtschaftlichen Interessen auf und zeigt, wie schwierig es ist, das zu bewahren, was auf den ersten Blick unscheinbar wirkt und doch unersetzlich ist.Der Schreibstil ist ruhig, atmosphärisch und gleichzeitig fesselnd. Immer wieder sorgen kleine Wendungen und Geheimnisse dafür, dass man weiterlesen möchte. Lediglich einige Handlungsstränge bleiben am Ende etwas offen und die männlichen Figuren wirken im Vergleich zu Eva und Olga weniger facettenreich.„Der Einsiedlersommer“ ist ein berührendes Romandebüt über Natur, Freundschaft und das Leben selbst. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5/5 Sternen.

liesdochmaleinbuch am 26.07.2026 14:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Es ist alles miteinander verbunden

„Einsiedlersommer“ ist für mich eines dieser Bücher, an die ich zuerst gar keine Erwartungen hatte, das mir dann aber doch richtig nahe gegangen ist und wo ich im Nachhinein so froh bin, es gelesen zu haben. Dieses Buch verknüpft Umwelt und Naturforschung mit der Geschichte und Gesellschaftstruktur eines Ortes und würzt es mit einer Prise Familiendrama und dem „zurück zu selbst finden“. Fands toll geplottet und hab der unerwarteten Freundschaft zwischen Olga und Eva sehr entgegengefiebert.Der Aufbau der Geschichte war ansprechend angelegt- eine überstürzte Flucht, eine Chance, ein Ankommen und eine Wiederkehr, die Geschichte schlägt in meinen Augen einfach einen sehr schönen Bogen und ich fand Evas Verhalten und ihre Entwicklung sehr nahbar und nachvollziehbar. Ich mochte auch ihre Feldnotizen richtig gerne und war sehr fasziniert von ihrer Arbeit, dem Einfluss ihrer Arbeit auf das Leben im Ort und wie sich die natürlichen Gefüge gegenseitig bedingen.Trotzdem steht mich ganz klar das sehr emotional belegte Thema „Familie“ im Vordergrund. Nicht nur Evas Familie, sondern vor allem auch Olgas, wo Geheimnisse und alter Groll die Familiendynamik überschatteten und auch Olga so ein bisschen zu einer Einsiedlerin haben werden lassen. Der Titel ist hier als wirklich fantastisch gewählt und ich fands so schön zu sehen, wie hier Fremde sich über verbindende Schicksale annähern, zu Freunden werden und einander beistehen. Das Buch liest sich super schön und bringt trotz allem so eine angenehme Leichtigkeit mit sich. Vor allem auch Evas Feldversuche haben die Handlung für mich immer wieder aufgelockert und das Setting fand ich für einen sommerlichen Roman toll gewählt. Habs einfach wahnsinnig gern gelesen.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Zwei Seiten - Der Podcast über Bücher (WDR)
Für mich hat sich dieses Buch angefühlt wie ein Waldspaziergang.

Mona Ameziane, 08.09.2026

Für Sie
Ein hoffnungsvoller Roman über Freundschaft und die Kraft der Natur, die es mehr denn je zu schützen... gilt. mehr weniger

26.08.2026

Meins
Eva und Olga kämpfen, jede auf ihre Weise, fürs Leben und für die Natur.

29.07.2026

TV Hören und Sehen
Berührend!

24.07.2026

Hamburger Abendblatt
Die Norwegerin Sverdrup-Thygeson versteht sich auf eine umstandslose Erzählweise. Dies ist ein guter... Stoff für Leseabende, an denen die Hitze des Tages langsam schwindet. mehr weniger

15.07.2026

Stavanger Aftenblad
Ein beeindruckender Debütroman. ›Der Einsiedlersommer‹ ist nicht nur eine Geschichte über Umweltschu...tz und bedrohte Artenvielfalt, sondern auch eine existenzielle Erzählung über Menschen, die nach dem Verlust von etwas Wesentlichem darum ringen, wieder Anschluss an das Leben zu finden. mehr weniger

09.06.2026

Verdens Gang
Ein lesenswertes Buch, voller Energie und tiefer Liebe zu allem, was in der Natur wächst und lebt.

09.06.2026

Zitat von dodo1 auf vorablesen.de: »Für alle, die daran interessiert sind, dass unser Planet geschützt wird. Für alle, die Verluste erlitten haben und damit leben müssen. Für alle, die Freundschaft zu schätzen wissen.«
Zitat von katto auf vorablesen.de: »In einer oft hektischen Welt wirkt das Buch wie eine kleine Auszeit und erinnert daran, wie wichtig die Verbindung zur Natur sein kann.«
Zitat von la calvaera catrina auf vorablesen.de: »Anne Sverdrup-Thygesons Naturbeschreibungen sind so detailliert und lebendig, dass man das Gefühl hat, selbst durch den Wald zu wandern und die Insekten summen zu hören.«
Zitat von kerstin0312 auf vorablesen.de: »Es ist eine dringliche, aber leise Erinnerung daran, wie eng das menschliche Schicksal mit dem der Natur verknüpft ist.«
Zitat von connie94 auf vorablesen.de: »Ein Roman, der daran erinnert, wie schützenswert und kostbar unsere Natur und ihre Bewohner sind!«


Leseprobe

Fordern Sie hier Ihre exklusive Leseprobe an

Der Natur ganz nahe – Gewinnen Sie ein Wochenende im Baumhaus-Hotel

Gibt es einen besseren Ort für ›Der Einsiedlersommer‹ als mitten im Grünen? Anne Sverdrup‑Thygeson erzählt mit Wärme, feinem Witz und großem Einfühlungsvermögen von der tröstenden Kraft der Natur – und von der Frage, was wir bewahren müssen, damit Leben möglich bleibt: in der Natur und in uns selbst.

Mit unserem Gewinnspiel holen wir dieses Gefühl aus dem Roman in die Wirklichkeit: Der Natur ganz nahe können Sie ›Der Einsiedlersommer‹ dort erleben, wo man Waldluft atmet und den Alltag einmal leise werden lässt.

  • 1. Preis: Zwei Nächte inkl. Frühstück für zwei Personen in der Baumhaus-Herberge Bockhop sowie ein Exemplar des Romans
  • 2. Preis: Eine Nacht inkl. Frühstück für zwei Personen in der Baumhaus-Herberge Bockhop sowie eine Baumpatenschaft (mit Urkunde) und ein Exemplar des Romans
  • 3. Preis: 3x je eine exklusive Blogger*innen-Box zu ›Der Einsiedlersommer‹

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, füllen Sie das untenstehende Formular aus und beantworten Sie folgende Frage: Wald, Strand oder Berge: Wo in der Natur tanken Sie am liebsten neue Kraft – und warum?

Das Gewinnspiel endet am 1. September um 23:59 Uhr. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.

Lerne die Protagonistinnen Eva und Olga kennen

Eingesprochen von Hörbuchsprecherin Heike Warmuth

Auch als Hörbuch bei Hörbuch Hamburg

Ungekürztes Hörbuch, gelesen von Heike Warmuth.

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Anne Sverdrup-Thygeson stellt ›Der Einsiedlersommer‹ vor


Interview mit Anne Sverdrup-Thygeson

Foto der Autorin Anne Sverdrup-Thygeson (Copyright: Agnete Brun)

Was hat Ihre Liebe zur Natur geweckt?

Ich war schon immer gerne draußen. Als Kind verbrachte ich die Sommerferien mit meiner Familie in einer kleinen Blockhütte im Wald. Abgesehen von Büchern war die Natur die einzige Unterhaltung – es gab einfach nicht viel anderes zu tun. So gewöhnte ich mich daran, mit den kleinen Waldbewohnern zu spielen und sie zu beobachten: Ameisen, Bienen und Käfer. Ich glaube, das war der Anfang meiner Faszination für die Natur.

Warum ein Roman – und kein weiteres Sachbuch?

Im Rückblick sehe ich, dass sich meine Stimme mit jedem Sachbuch, das ich geschrieben habe, weiterentwickelt hat. Nach und nach habe ich mich getraut, mehr von mir selbst in das Schreiben einfließen zu lassen – nicht nur „Professorin Anne“, sondern auch Anne als Mensch, als Bürgerin, als Mutter … wenn das Sinn ergibt? Dadurch entstand Raum für mehr literarische Elemente in meiner Arbeit. Und ich bin von Natur aus ein neugieriger Mensch, also fragte ich mich: Könnte ich meine Stimme und Kreativität noch weiterentwickeln – bis hin zum Schreiben von Fiktion, vielleicht sogar eines ganzen Romans? Ich beschloss, es zu versuchen.

Warum der Eremitenkäfer – und was löst er in der Geschichte aus?

Ich habe in meiner Arbeit viel Zeit damit verbracht, alte Eichen und ihre Insektenbewohner zu untersuchen und zu beobachten – darunter auch den Eremitenkäfer. Dieser Käfer ist groß, schön und gilt sowohl in Europa als auch weltweit als gefährdet, vor allem, weil die Zahl alter hohler Bäume in unseren heutigen Landschaften abnimmt. Für mich ist der Eremitkäfer nicht nur für sich genommen faszinierend. Er steht auch symbolisch für das Dilemma, das entsteht, wenn menschliche Landnutzung mit den Bedürfnissen anderer Arten in Konflikt gerät.

Die Protagonistinnen Eva und Olga trennen 43 Jahre: Was unterscheidet sie und was verbindet sie?

Ja, sie sind in vielerlei Hinsicht unterschiedlich – in Alter, Persönlichkeit und Hintergrund. Eva ist jung, unruhig und aufgeschlossen, eine Wissenschaftlerin mit einer großen Leidenschaft für den Schutz der Natur. Die deutlich ältere und introvertiertere Olga hingegen lebt lieber zurückgezogen auf ihrem Hof, klettert auf Bäume und redet mit ihrem Kater – bis Eva unerwartet in ihr Leben tritt. Trotz all ihrer Unterschiede werden die beiden Frauen Freundinnen. Ich denke, sie erkennen etwas in der jeweils anderen – eine gemeinsame Erfahrung des Verlusts und eine geteilte Sehnsucht, die Welt zu verstehen. 

Der Roman hat ja den Titel ›Der Einsiedlersommer‹. Ist Olga eine Einsiedlerin?

In dem Moment, in dem wir sie kennenlernen, lebt Olga tatsächlich zurückgezogen von der Gesellschaft. Doch unter ihrer Schicht aus Misstrauen und Ablehnung verbirgt sich eine im Grunde warmherzige Frau, die den Kontakt zu anderen Menschen durchaus genießt. Das Leben hat sie jedoch mehr als einmal enttäuscht, und sie trägt Geheimnisse mit sich, die sie nur schwer verarbeiten kann.

Wie kamen Sie darauf, die Handlung im fiktiven Ort Lopperud bei Vestfold spielen zu lassen?

Diese Landschaft, mit einigen ihrer Schätze sichtbar und anderen, die unter der Oberfläche verborgen liegen, passt sehr gut zu meiner Geschichte. Sie spiegelt auch die realen Herausforderungen wider, vor denen wir ständig stehen: Wie finden wir einen Weg, unsere menschlichen Bedürfnisse mit denen der unzähligen anderen Arten in Einklang zu bringen, mit denen wir die Welt teilen?

Wie geht es nach ›Der Einsiedlersommer‹ weiter? Planen Sie einen weiteren Roman?

Jetzt, wo ich einmal damit angefangen habe, glaube ich nicht, dass ich mit dem Schreiben von Fiktion aufhören kann – auch wenn der Prozess manchmal holprig war, war er zugleich unglaublich bereichernd. Im Moment arbeite ich an einem Sachbuch, aber in meinem Kopf schwirren bereits Ideen und Figuren für einen neuen Roman herum …

Autorinnenfoto: © Agnete Brun