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Eichenblätter auf gelbem Hintergrund, mittig der Text "Die Suche nach dem Käfer und dem, was bewahrt werden muss - im Leben wie in der Natur", rechts davon das liegende 3D-Cover von "Der Einsiedlersommer" von Anne Sverdrup-Thygeson und links das Zitat "
Eichenblätter auf gelbem Hintergrund, mittig der Text "Die Suche nach dem Käfer und dem, was bewahrt werden muss - im Leben wie in der Natur", rechts davon das liegende 3D-Cover von "Der Einsiedlersommer" von Anne Sverdrup-Thygeson und links das Zitat "
Die Suche nach dem Käfer und dem, was bewahrt werden muss  – im Leben wie in der Natur

Der Einsiedlersommer

Mit Wärme, feinem Witz und großem sprachlichem Einfühlungsvermögen erzählt Anne Sverdrup-Thygeson von zwei Frauen aus unterschiedlichen Generationen – und von einem Sommer in den uralten Eichenwäldern Norwegens, der zeigt, wie aus Verletzlichkeit neue Kraft erwachsen kann. Dieser berührende, vielschichtige Roman verbindet die Suche nach dem Eremitenkäfer mit einer entscheidenden Frage unserer Zeit: Was müssen wir bewahren, damit Leben möglich bleibt – in der Natur und in uns selbst?

Nach einem schmerzhaften Verlust zieht sich Eva Wist aus Oslo, Norwegen, in ein Dorf in Vestfold zurück, um den als ausgestorben geltenden Eremitenkäfer zu suchen. Dort begegnet die 33-jährige Biologin ihrer neuen Nachbarin, der exzentrischen Olga. Die 76-Jährige lebt als Einsiedlerin inmitten des uralten Eichenwaldes. Auf ihrem Grundstück soll ein Steinbruch entstehen. Das Projekt verspricht Arbeitsplätze und eine Zukunft für die Region. Doch Olga will das unbedingt verhindern: Für sie ist der Wald lebendige Erinnerung – und der Schlüssel zu einem Familiengeheimnis, das sie endlich aufklären will. Während Eva die Artenvielfalt erkundet und mit Olga Freundschaft schließt, findet sie Schritt für Schritt aus der Trauer und ringt um die Frage, was bewahrt werden muss – im Leben wie in der Natur.

»Niemand schreibt so über die Natur wie Anne Sverdrup-Thygeson« Maja Lunde

Warm, hoffnungsvoll, hochaktuell – ein Roman mit echter Relevanz
Dieser Roman verbindet eine intime, emotional packende Geschichte mit großen Zukunftsfragen: Artensterben, Naturschutz, Verantwortung und die fragile Beziehung zwischen Mensch und Umwelt. Mit Wärme, Hoffnung und erzählerischer Kraft zeigt er, wie Natur trösten kann – und wie Freundschaft Grenzen von Alter, Erfahrung und Lebenswegen überwindet.

Für Fans von Die Geschichte der Bienen‹ von Maja Lunde, Der Gesang der Flusskrebse‹ von Delia Owens und Die Hummerfrauen‹
Wer Romane liebt, die Natur, Menschlichkeit und gesellschaftliche Themen klug miteinander verknüpfen, findet hier die perfekte Lektüre – atmosphärisch, berührend und lange nachhallend.

Internationaler Spitzentitel: Der große Roman der Frankfurter Buchmesse 2025
Ein Titel mit enormer Strahlkraft: auf der Frankfurter Buchmesse 2025 international gefeiert und bereits in 15 Länder verkauft – ein Roman, der Leserinnen und Leser weltweit erreicht.

Warum dieses Buch jetzt lesen?

  • Roman über die besondere und heilsame Kraft der Natur 
  • Generationenübergreifende Freundschaft zwischen Frauen 
  • Aktueller Konflikt um Umwelt, Arbeitsplätze und die Zukunft
  • Warm und hoffnungsvoll, zugleich zugänglich, emotional berührend und richtig gut geschrieben

Bibliografische Daten

EUR 23,00 [DE] – EUR 23,70 [AT]
ISBN : 978-3-423-28566-7
Erscheinungsdatum: 21.07.2026
1. Auflage
480 Seiten
Format : 12,8 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Norwegischen von Ricarda Essrich, Franziska Hüther und Nora Pröfrock
Autor*innenporträt

Anne Sverdrup-Thygeson

Anne Sverdrup-Thygeson ist Professorin für Naturschutzbiologie an der Norwegischen Universität für Biowissenschaften. Sie hat sechs gefeierte Sachbücher veröffentlicht, die in über 25 Sprachen übersetzt wurden, darunter ›Extraordinary Insects‹, ein Sunday Times-Bestseller. ›Der Einsiedlersommer‹  ist ihr erster Roman, der in fünfzehn Ländern weltweit erscheint.

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Übersetzer*innenporträt

Ricarda Essrich

Ricarda Essrich, geb. 1976, studierte in Köln Skandinavistik und Linguistik. Heute lebt und arbeitet sie als Fach- und Literaturübersetzerin in Düsseldorf und überträgt sowohl Romane als auch Sachliteratur aus dem Schwedischen, Norwegischen und Dänischen ins Deutsche.

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Übersetzer*innenporträt

Franziska Hüther

Franziska Hüther, geboren 1988, lebt als freie Übersetzerin aus dem Dänischen, Schwedischen und Norwegischen im Odenwald bei Darmstadt. Sie hat u. a. Werke von Kim Faber & Janni Pedersen und Marianne Kaurin ins Deutsche übertragen.

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Übersetzer*innenporträt

Nora Pröfrock

Nora Pröfrock, geboren 1981, übersetzt aus dem Dänischen, Norwegischen und Schwedischen. Nach zwölf Jahren in Norwegen lebt sie mit ihrer Familie mittlerweile in der Nähe von Aachen.

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141 von 141 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.61 von 5 Sternen


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9 - 10 von 141 Leserstimme

regenprinz am 22.06.2026 09:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Waldsommer

Auf der Suche nach dem als ausgestorben geltenden Eremitenkäfer zieht Biologin Eva sich für mehrere Sommermonate in den norwegischen Wald zurück. Die Aufgabe, die Waldgebiete zu kartieren, ist ihr wichtig, doch genauso wichtig ist die persönliche Auszeit in der Natur und der Rückzug in die Abgeschiedenheit für sie, nachdem sie ihr Baby verloren hat und wieder zu sich selbst finden muss. Dafür braucht sie Abstand zu ihrem bisherigen Stadtleben und Partner Eirik.In Eigenbrötlerin Olga, die auf dem Nachbarhof lebt und mehr als doppelt so alt ist wie sie, findet Eva bald eine Freundin, mit der sie sich austauschen kann. Mir hat es gut gefallen, wie in diesem Roman die Lebenswelten der beiden Frauen verknüpft werden, wie Vergangenheit und Gegenwart ineinandergreifen. Der ruhige Erzählstil passt wunderbar dazu! Beziehungen verändern sich langsam, Geheimnisse kommen nach und nach ans Licht und auch der Wald gibt allmählich so einiges preis, was in seinem Totholz verborgen liegt.Das wichtige Thema Artenschutz ist hier elegant in eine persönliche Geschichte verflochten. Man bekommt beim Lesen einen besonderen Blick auf Käfer und Insekten und versteht, wie bedeutsam die Zusammenhänge für die Natur sind. Die Diskussionen im Ort sind realistisch dargestellt. Es gibt einige sympathische Nebenfiguren, aber auch Menschen, die zwiespältig wirken, sobald es um Profite oder die Lokalpolitik geht. Bis zum Ende des Sommers machen Eva und ihr Eremitenprojekt jedenfalls ein paar spannende Entwicklungen durch, ebenso wie ihre großartige Nachbarin Olga.Mir hat die Geschichte bis zum Ende gut gefallen und wirklich schön fand ich, dass manches im Roman ein bisschen in der Schwebe bleibt und Raum lässt für Deutungen.

reading2fast4you am 21.06.2026 21:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Der Sommer, der alles veränderte

„Der Einsiedlersommer“ von Anne Sverdrup-Thygeson hat mich vor allem durch seine besondere Atmosphäre überzeugt. Schon das Cover vermittelt die ruhige, naturverbundene Stimmung, die sich durch den gesamten Roman zieht.Im Mittelpunkt stehen zwei Frauen, deren Leben auf unerwartete Weise miteinander verknüpft ist. Zwar gibt es auch eine Liebesgeschichte, doch sie steht nicht im Vordergrund. Stattdessen erzählt der Roman von familiären Beziehungen, persönlichen Entwicklungen und dem Einfluss der Vergangenheit auf die Gegenwart. Die nach und nach aufgelösten Familiengeheimnisse sorgen dabei bis zum Ende für Spannung, ohne dass die Geschichte künstlich dramatisch wirkt.Besonders gut gefallen hat mir der Schreibstil. Anne Sverdrup-Thygeson erzählt in einem angenehmen, eher ruhigen Tempo und nimmt sich Zeit für ihre Figuren. Vor allem die Beschreibungen der norwegischen Wälder und des kurzen Sommers sind so lebendig, dass man sich beim Lesen direkt dorthin versetzt fühlt. Gleichzeitig bleibt stets ein Hauch von Mysterium erhalten, der dem Roman eine besondere Atmosphäre verleiht.Auch die Figuren wirken authentisch und vielschichtig. Vor allem die Beziehung zwischen den beiden Protagonistinnen ist mit viel Feingefühl dargestellt und macht einen großen Teil des Reizes der Geschichte aus.Dass der Roman zum Teil auf wahren Begebenheiten beruht, fand ich zusätzlich spannend. Insgesamt ist „Der Einsiedlersommer“ ein atmosphärischer und feinfühlig erzählter Roman, den ich allen empfehlen kann, die Natur, zwischenmenschliche Geschichten und eine leichte Prise Mystik mögen.

fibelleser am 21.06.2026 19:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Gemeinsam wird alles leichter

Anne Sverdrup - Thygeson hat mit ihrem Roman „ Der Einsiedlersommer“ eine sehr nachdenkliche Geschichte über den Natur- und Umweltschutz sowie zwischenmenschliche Beziehungen verfasst. Der Titel hat für mich eine ganz besondere Bedeutung, eigentlich gibt es gleich drei Einsiedler im Sommer 2012: Eva, die Biologin, Olga, die schon ewig in der Provinz Vestfold lebt, und natürlich der Eremit, der vom Aussterben bedrohte Käfer.Eva braucht Zeit und Abstand zu ihrem bisherigen Leben. Sie hat die Totgeburt ihres Sohnes Sander noch nicht verwunden und hofft, hier in der Einöde dieses Ereignis besser zu verarbeiten. Die ausgeschriebene Stelle zur Suche nach dem Eremiten und der Kartographierung der bestehenden Wälder nimmt sie an, ohne sich mit ihrem Partner darüber zu verständigen. Der kann ihre Flucht nicht nachvollziehen. Lange Zeit ist unklar, wie es mit den beiden weitergeht.In ihrer unmittelbaren Nachbarschaft wohnt Olga sehr zurückgezogen von allem. Aber auch Olga hat eine Geschichte zu erzählen. Genau wie Eva, hat auch sie ihre Tochter verloren. Die Autorin lässt beide Frauen ihre Sichtweisen erzählen. Irgendwie schaffen es die beiden Frauen gegenseitiges Vertrauen aufzubauen. Sie machen sich gegenseitig Mut ihr Leben zu leben. Olga schafft es ein Kindheitstrauma endlich zu hinterfragen und aufzuklären. Eva schafft es den Eremiten zu finden und ihr Leben wieder in geordnete Bahn zu bringen. Auch wenn die Geschichte nur Fiktion ist, bleibt sie nachhaltig in Erinnerung und zwingt den Leser auch über Mensch und Natur nachzudenken.

kanshu am 21.06.2026 17:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ein berührendes Buch

Das Cover ist ganz toll getroffen. Es zeigt einen Käfer mit buntem Panzer, im Hintergrund liegen Blätter. Das Cover zeigt sofort die Verbindung zur Story: Eva Wist soll den Käfer mit Namen "Eremiten" finden. Der Roman selbst ist in kurze Kapitel unterteilt, die die Leser mit in die Leben der Hauptfiguren nehmen. Eva Wist, die den Sommer in Lopperud zum Karieren und Auffinden des "Eremiten" verbringt und Olga Froyshov, die ihr Leben lang in der Gegend wohnt. Beide tragen einiges an Lasten mit sich herum. Davon erfahren die Leser:innen nach und nach. Der Schreibstil ist wirklich gut und weckt das Interesse. Die Geschichte rund um Naturschutz ist hochaktuell. Verwoben werden hiermit aber auch Tragödien der Gegenwart und der Vergangenheit. Die Figuren sind gut dargestellt und glaubhaft. Das einzige, was nicht ganz passt, ist das schnelle Umspringen des Verhältnisses der beiden Frauen. Auf der einen Seite will die alte Olga nichts von Eva wissen, auf der nächsten sitzen sie schon fast vertraut in Olgas Küche zusammen. Hier ist eine Diskrepanz, weswegen nur vier Sterne vergeben wurden. Aber die verwobenen Themen sind sehr interessant und absolut lesenswert.

rauschleserin54 am 21.06.2026 17:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Einsiedler-Variationen!

Dieses Buch ist wie ein Pflaster auf die Wunden unterschiedlicher Tiefe, die Gesellschaften sich gegenseitig zufügen. Schon das Cover birgt Hoffnung in seinen Farbschattierungen alleinauf dem Rücken des Einsiedlerkäfers, der auf bunten Eichenblättern ange-siedelt ist. Farben des Lichts und der Hoffnung, aber auch die der Trauer und der Farblosigkeit. „Eva wurde nachdenklich. Olga hatte ja recht. Die Ereignisse des letztenhalben Jahres hatten sie ungeduldig gemacht. Als hätte sie eine Art mentales Peeling hinter sich, durch das sämtliche Schichten weg geschrubbt worden waren, die die Seele schützten. Alles eilte, musste auf der Stelle erledigt werden.“Eva ist von Oslo nach Midtstranda, einen kleinen Ort in der norwegischen Provinz Vestfold, förmlich geflohen, mithilfe eines Forschungsauftrags, den Einsiedlerkäfer zu finden, der in Norwegen als ausgestorben galt. Dieser Käfer wurde im alten Ägypten als Symbol der Wiedergeburt verehrt. Eva hat ihr Kind verloren und Eirik und sie haben eine schwere Zeit. Sie kann nicht mehr und zieht auf einen kleinen einsamen Hof, um in der Einsamkeit den Käfer und vielleicht sich selbst zu finden. Aber ihre Nachbarin Olga macht ihr das Leben schwer und auch die Gemeinde hat ganz eigene Ziele......Anne Sverdrup-Thygeson hat ein großartiges Buch geschrieben, mit aller Sensibilität und aller Brutalität der Wahrheit und allem was Menschen an Gutem und Bösen umtreibt. Ihr Wissen um die Natur und deren Zusammenspiel mit den wirtschaftlichen Interessen, ist sehr umfangreich und zeigt sehr viele Blickwinkel auf, nie nur das Beharren auf Standpunkten. Ich denke,hier isteine Vorlage für kontroverse Diskussionen unserer Zukunft. Und es ist ein Zeichen wieder zuzuhören und abzuwägen und hinzuschauen.Ganz wunderbar auch die Wendungen und die herrlichen Bilder der Natur,die auf jeder Wanderung, die ich mit Eva unternehmen darf, entstehen und über die Kraft der Liebe. Ob nur der Käfer ein Einsiedler ist, werden wir nach Genuss des Buches erfahren. Wir werden auch lesen, wie gut Stille in unserer lauten Gesellschaft tut. Ein Bücherschatz für Naturliebhaber und welche, die es werden wollen. Danke Anne Sverdrup-Thygeson!!

lese-lotte am 21.06.2026 13:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ein atmosphärisches Leseerlebnis das alle Sinne berührt

Ein Buch, dass man sehr gerne in die Hand nimmt. Schon bevor man die erste Seite von Anne Sverdrup-Thygesons Romandebüt „Der Einsiedlersommer“ aufschlägt, fällt die wunderschöne und hochwertige Buchgestaltung ins Auge.Das farbenfrohe Cover mit den Eichenblättern und dem schillernden Käfer spiegeln die Naturstimmung perfekt wider. Für mich gehört zu einem guten Buch auch, das die Aufmachung stimmt. Dieses Hardcover liegt einfach fantastisch in der Hand, lädt zum Verweilen ein und animiert sofort zum Lesen. Darum geht es: Die 33jährige Biologin Eva zieht sich nach einem schweren Verlust aus Oslo in die Einsamkeit der norwegischen Wälder zurück. Sie hat dort einen Sommerjob angenommen. Ihre Aufgabe ist es, ein Waldgebiet zu kartieren und nach dem seltenem, totgeglaubten Eremitenkäfer suchen. Dabei trifft sie auf die eigenwillige 76jährige Olga, die als Einsiedlerin im Wald lebt. Als Olgas geliebter Eichenwald durch ein wirtschaftliches Steinbruchprojekt bedroht wird, kreuzen sich die Wege der beiden Frauen. Nicht zuletzt, weil sie auch der gleiche schmerzliche Verlust verbindet. Tiefe durch emotionale Zwischentöne:Besonders berührt hat mich die Darstellung von Evas Trauerarbeit. Der fluchtartige Rückzug in den Wald ist für sie auch ein Versuch, Abstand zu ihrem Lebenspartner Eirik und dem gemeinsamen Schmerz in Oslo zu gewinnen. Die Autorin zeigt im Laufe der Geschichte sehr feinfühlig, wie tief die Risse in der Beziehung nach dem schweren Schicksalsschlag sind und wie unterschiedlich Menschen mit Verlust umgehen. Ein weiteres Highlight war für mich die Hintergrundgeschichte von Olga. Insbesondere die Dynamik rund um ihren „Vater“, der mittlerweile schwer Demenz in einem Pflegeheim lebt. Diese Perspektive bringt eine historische und emotionale Tiefe in die Handlung. Der schleichende Verlust seines Geistes spiegelt auf traurige Weise Evas eigenen Verlust wider. Es erklärt nicht nur Olgas exzentrische, einsiedlerische Art, sondern beleuchtet auch, warum sie so erbittert für den Erhalt ihres Landes und des Waldes kämpft. Dadurch gewinnen die Charaktere unglaublich an psychologischer Glaubwürdigkeit. Mein Fazit:Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Die norwegische Naturschutzbiologin verwebt ihr tiefes Fachwissen mit einer sehr leisen, poetischen und warmherzigen Geschichte über komplexe Beziehungen, Generationen und den Erhalt unserer Natur. Ein toller, unaufgeregter Sommerroman, der nicht nur inhaltlich berührt, sondern auch im Bücherregal eine wunderschöne Figur macht.

nina.berndt am 21.06.2026 11:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Eine perfekte Lektüre für ruhige Sommertage

Schon das farbenfrohe Cover von „Der Einsiedlersommer“ lädt dazu ein, in diese besondere Geschichte einzutauchen – und das Buch hält, was es verspricht. Hinter der sommerlichen Gestaltung verbirgt sich eine tiefgründige und berührende Erzählung über Natur, Verlust, Hoffnung und die Frage, was im Leben wirklich bewahrenswert ist.Die Biologin Eva Wist zieht sich nach einem schweren Schicksalsschlag in die Wälder von Vestfold zurück. Auf der Suche nach einem seltenen, vom Aussterben bedrohten Käfer möchte sie nicht nur die Natur erforschen, sondern auch einen Weg zurück zu sich selbst finden. Dort begegnet sie Olga, einer älteren Frau, die abgeschieden im Wald lebt und ebenfalls ihre ganz eigene Geschichte und Suche mit sich trägt.Besonders beeindruckt hat mich die bildhafte und einfühlsame Schreibweise der Autorin. Die Beschreibungen der Natur sind so lebendig, dass man sich als Leser direkt mitten im Wald wiederfindet. Gleichzeitig erzählt das Buch zwei bewegende Lebensgeschichten, die aus unterschiedlichen Zeiten stammen und sich auf besondere Weise miteinander verbinden.Mit viel Feingefühl zeichnet Anne Sverdrup-Thygeson ihre Figuren und lässt den Leser an ihren Gedanken, Sorgen und Hoffnungen teilhaben. Eingebettet in einen spannenden gesellschaftlichen Konflikt entwickelt sich die Handlung ruhig, aber mit zunehmender Spannung bis zum Ende. Jeder Erzählstrang hat seinen Platz und fügt sich zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen.„Der Einsiedlersommer“ ist für mich ein wunderschönes Buch über die Kraft der Natur, über Neuanfänge und darüber, was wir schützen und bewahren sollten. Eine perfekte Lektüre für ruhige Sommertage, einen verregneten Urlaubstag oder einfach zum Versinken in eine besondere Geschichte.

moka07 am 20.06.2026 21:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Natur und mehr

Das farbenfrohe Cover des neuen Buches von Anne Sverdrup-Thygeson "Der Einsiedlersommer" lädt den Leser/ die Leserin direkt zum Lesen ein. Und man wird nicht enttäuscht. Eva Wist, Professorin für Naturbiologie aus Oslo, hat einen herben Verlust erlebt. Traumatisiert flüchtet sie in die Wälder von Vestfold. Sie will dort einen vom Aussterben bedrohten Käfer suchen und hofft, sich selber wiederzufinden. Dort trifft sie auf Olga, eine ältere Frau, die ganz allein und abgeschieden lebt. Auch sie ist auf der Suche. Beiden ist die Frage gemeinsam was im Leben, in der Natur oder was ist überhaupt erhaltenswert. Der Autorin gelingt es den Leser/ die Leserin durch ihre bildhaften Schreibweise mit in die Wälder zu nehmen und an dem Schicksal der beiden Frauen teilhaben zu lassen. Das wird sicher durch die leichte und gut zu lesende Schreibweise unterstützt. Auch das schöne Cover ist passend gewählt. Eine schöne Sommerlektüre!

leseskorpion am 20.06.2026 21:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Zweierlei Einsiedler

Eva ist Biologin und braucht nach einer privat harten Zeit in Oslo dringend eine Auszeit und nimmt einen Sommerjob in den Wäldern im Süden Norwegens an. Dort soll sie den vermeintlich ausgestorbenen Einsiedlerkäfer suchen, von dem ein Exemplar gesichtet worden ist. Bei dieser Flucht lernt sie die 76-jährige Olga kennen und freundet sich mit ihr an. Die beiden so unterschiedlichen Frauen helfen einander dabei, seelisch zu heilen. Dieser Roman hat mich mit seiner emotionalen Tiefe sehr überrascht. Die Begegnung und Annäherung zwischen den beiden Frauen hat mich sehr berührt, dabei entbehrte sie auch nicht einer gewissen Spannung. Beide haben eine gewisse Ähnlichkeit mit dem von Eva gesuchten Käfer. Die aktuellen Themen um Umweltschutz und Ressourcenverbrauch stehen dazu nicht wie erwartet in Konkurrenz, sondern passen perfekt zu den Kämpfen der Frauen um ihren Seelenfrieden. Es ist gut herausgearbeitet, dass das alles sehr eng zusammenhängt. Ich habe einiges gelernt über die Natur Südnorwegens und über den Widerspruch zwischen Klima/Naturschutz und über das Überleben kleiner, von Abwanderung bedrohter Dörfer. Der Schreibstil ist packend und bildhaft, die Autorin beschreibt die wunderschönen Wälder sehr eindringlich. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und empfehle es ebenso gerne weiter.

ytheyrr am 20.06.2026 20:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Natur

Dieses Buch „Der Einsiedersommer“ von Anne Sverdrup-Thygeson ist ein schönes Buch und zeigt uns, wie schön die Natur sein kann. Denn in der Natur gibt es auch viele kleine Lebewesen, wie z.B. die Käfer, die für uns wichtig sind. Es gibt viele Stellen, die mich überrascht hat. Außerdem finde ich es schön, wie die Autorin die Charaktere so sympathisch beschrieben hat. Das Schreibstil ist sehr schön und gut zu lesen. Es ist überhaupt nicht trocken und kompliziert. Ich finde es ebenfalls gut, dass die Kapitel kurz sind. Das Cover ist sehr schön, die Farben sind hell und fröhlich. Der Käfer auf dem Cover zeigt uns bereits, um was es in dem Buch geht. In diesem Buch geht es um vieles, um Natur, um Freundschaft, aber auch um Naturschutz und wie wichtig es ist, dass wir Menschen die Natur mehr schätzen müssen. Insgesamt ein gutes Buch die ich weiter empfehlen kann.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Zwei Seiten - Der Podcast über Bücher (WDR)
Für mich hat sich dieses Buch angefühlt wie ein Waldspaziergang.

Mona Ameziane, 08.09.2026

Für Sie
Ein hoffnungsvoller Roman über Freundschaft und die Kraft der Natur, die es mehr denn je zu schützen... gilt. mehr weniger

26.08.2026

Meins
Eva und Olga kämpfen, jede auf ihre Weise, fürs Leben und für die Natur.

29.07.2026

TV Hören und Sehen
Berührend!

24.07.2026

Hamburger Abendblatt
Die Norwegerin Sverdrup-Thygeson versteht sich auf eine umstandslose Erzählweise. Dies ist ein guter... Stoff für Leseabende, an denen die Hitze des Tages langsam schwindet. mehr weniger

15.07.2026

Stavanger Aftenblad
Ein beeindruckender Debütroman. ›Der Einsiedlersommer‹ ist nicht nur eine Geschichte über Umweltschu...tz und bedrohte Artenvielfalt, sondern auch eine existenzielle Erzählung über Menschen, die nach dem Verlust von etwas Wesentlichem darum ringen, wieder Anschluss an das Leben zu finden. mehr weniger

09.06.2026

Verdens Gang
Ein lesenswertes Buch, voller Energie und tiefer Liebe zu allem, was in der Natur wächst und lebt.

09.06.2026

Zitat von dodo1 auf vorablesen.de: »Für alle, die daran interessiert sind, dass unser Planet geschützt wird. Für alle, die Verluste erlitten haben und damit leben müssen. Für alle, die Freundschaft zu schätzen wissen.«
Zitat von katto auf vorablesen.de: »In einer oft hektischen Welt wirkt das Buch wie eine kleine Auszeit und erinnert daran, wie wichtig die Verbindung zur Natur sein kann.«
Zitat von la calvaera catrina auf vorablesen.de: »Anne Sverdrup-Thygesons Naturbeschreibungen sind so detailliert und lebendig, dass man das Gefühl hat, selbst durch den Wald zu wandern und die Insekten summen zu hören.«
Zitat von kerstin0312 auf vorablesen.de: »Es ist eine dringliche, aber leise Erinnerung daran, wie eng das menschliche Schicksal mit dem der Natur verknüpft ist.«
Zitat von connie94 auf vorablesen.de: »Ein Roman, der daran erinnert, wie schützenswert und kostbar unsere Natur und ihre Bewohner sind!«


Leseprobe

Fordern Sie hier Ihre exklusive Leseprobe an

Der Natur ganz nahe – Gewinnen Sie ein Wochenende im Baumhaus-Hotel

Gibt es einen besseren Ort für ›Der Einsiedlersommer‹ als mitten im Grünen? Anne Sverdrup‑Thygeson erzählt mit Wärme, feinem Witz und großem Einfühlungsvermögen von der tröstenden Kraft der Natur – und von der Frage, was wir bewahren müssen, damit Leben möglich bleibt: in der Natur und in uns selbst.

Mit unserem Gewinnspiel holen wir dieses Gefühl aus dem Roman in die Wirklichkeit: Der Natur ganz nahe können Sie ›Der Einsiedlersommer‹ dort erleben, wo man Waldluft atmet und den Alltag einmal leise werden lässt.

  • 1. Preis: Zwei Nächte inkl. Frühstück für zwei Personen in der Baumhaus-Herberge Bockhop sowie ein Exemplar des Romans
  • 2. Preis: Eine Nacht inkl. Frühstück für zwei Personen in der Baumhaus-Herberge Bockhop sowie eine Baumpatenschaft (mit Urkunde) und ein Exemplar des Romans
  • 3. Preis: 3x je eine exklusive Blogger*innen-Box zu ›Der Einsiedlersommer‹

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, füllen Sie das untenstehende Formular aus und beantworten Sie folgende Frage: Wald, Strand oder Berge: Wo in der Natur tanken Sie am liebsten neue Kraft – und warum?

Das Gewinnspiel endet am 1. September um 23:59 Uhr. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.

Lerne die Protagonistinnen Eva und Olga kennen

Eingesprochen von Hörbuchsprecherin Heike Warmuth

Auch als Hörbuch bei Hörbuch Hamburg

Ungekürztes Hörbuch, gelesen von Heike Warmuth.

Mehr zum Hörbuch


Anne Sverdrup-Thygeson stellt ›Der Einsiedlersommer‹ vor


Interview mit Anne Sverdrup-Thygeson

Foto der Autorin Anne Sverdrup-Thygeson (Copyright: Agnete Brun)

Was hat Ihre Liebe zur Natur geweckt?

Ich war schon immer gerne draußen. Als Kind verbrachte ich die Sommerferien mit meiner Familie in einer kleinen Blockhütte im Wald. Abgesehen von Büchern war die Natur die einzige Unterhaltung – es gab einfach nicht viel anderes zu tun. So gewöhnte ich mich daran, mit den kleinen Waldbewohnern zu spielen und sie zu beobachten: Ameisen, Bienen und Käfer. Ich glaube, das war der Anfang meiner Faszination für die Natur.

Warum ein Roman – und kein weiteres Sachbuch?

Im Rückblick sehe ich, dass sich meine Stimme mit jedem Sachbuch, das ich geschrieben habe, weiterentwickelt hat. Nach und nach habe ich mich getraut, mehr von mir selbst in das Schreiben einfließen zu lassen – nicht nur „Professorin Anne“, sondern auch Anne als Mensch, als Bürgerin, als Mutter … wenn das Sinn ergibt? Dadurch entstand Raum für mehr literarische Elemente in meiner Arbeit. Und ich bin von Natur aus ein neugieriger Mensch, also fragte ich mich: Könnte ich meine Stimme und Kreativität noch weiterentwickeln – bis hin zum Schreiben von Fiktion, vielleicht sogar eines ganzen Romans? Ich beschloss, es zu versuchen.

Warum der Eremitenkäfer – und was löst er in der Geschichte aus?

Ich habe in meiner Arbeit viel Zeit damit verbracht, alte Eichen und ihre Insektenbewohner zu untersuchen und zu beobachten – darunter auch den Eremitenkäfer. Dieser Käfer ist groß, schön und gilt sowohl in Europa als auch weltweit als gefährdet, vor allem, weil die Zahl alter hohler Bäume in unseren heutigen Landschaften abnimmt. Für mich ist der Eremitkäfer nicht nur für sich genommen faszinierend. Er steht auch symbolisch für das Dilemma, das entsteht, wenn menschliche Landnutzung mit den Bedürfnissen anderer Arten in Konflikt gerät.

Die Protagonistinnen Eva und Olga trennen 43 Jahre: Was unterscheidet sie und was verbindet sie?

Ja, sie sind in vielerlei Hinsicht unterschiedlich – in Alter, Persönlichkeit und Hintergrund. Eva ist jung, unruhig und aufgeschlossen, eine Wissenschaftlerin mit einer großen Leidenschaft für den Schutz der Natur. Die deutlich ältere und introvertiertere Olga hingegen lebt lieber zurückgezogen auf ihrem Hof, klettert auf Bäume und redet mit ihrem Kater – bis Eva unerwartet in ihr Leben tritt. Trotz all ihrer Unterschiede werden die beiden Frauen Freundinnen. Ich denke, sie erkennen etwas in der jeweils anderen – eine gemeinsame Erfahrung des Verlusts und eine geteilte Sehnsucht, die Welt zu verstehen. 

Der Roman hat ja den Titel ›Der Einsiedlersommer‹. Ist Olga eine Einsiedlerin?

In dem Moment, in dem wir sie kennenlernen, lebt Olga tatsächlich zurückgezogen von der Gesellschaft. Doch unter ihrer Schicht aus Misstrauen und Ablehnung verbirgt sich eine im Grunde warmherzige Frau, die den Kontakt zu anderen Menschen durchaus genießt. Das Leben hat sie jedoch mehr als einmal enttäuscht, und sie trägt Geheimnisse mit sich, die sie nur schwer verarbeiten kann.

Wie kamen Sie darauf, die Handlung im fiktiven Ort Lopperud bei Vestfold spielen zu lassen?

Diese Landschaft, mit einigen ihrer Schätze sichtbar und anderen, die unter der Oberfläche verborgen liegen, passt sehr gut zu meiner Geschichte. Sie spiegelt auch die realen Herausforderungen wider, vor denen wir ständig stehen: Wie finden wir einen Weg, unsere menschlichen Bedürfnisse mit denen der unzähligen anderen Arten in Einklang zu bringen, mit denen wir die Welt teilen?

Wie geht es nach ›Der Einsiedlersommer‹ weiter? Planen Sie einen weiteren Roman?

Jetzt, wo ich einmal damit angefangen habe, glaube ich nicht, dass ich mit dem Schreiben von Fiktion aufhören kann – auch wenn der Prozess manchmal holprig war, war er zugleich unglaublich bereichernd. Im Moment arbeite ich an einem Sachbuch, aber in meinem Kopf schwirren bereits Ideen und Figuren für einen neuen Roman herum …

Autorinnenfoto: © Agnete Brun