Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Der süchtig machende Spannungsroman der internationalen Bestsellerautorin – jetzt im Taschenbuch

Die blaue Stunde

Die geheimnisumwitterte Künstlerin Vanessa Chapman ist schon lange tot, doch ihre Werke sind berühmter denn je und werden in den renommiertesten Häusern ausgestellt. Als eines Tages ein menschlicher Knochen in einer der Skulpturen Chapmans entdeckt wird, ist die Aufregung groß: Woher stammt der Knochen und wie konnte er Teil eines gefeierten Kunstwerks werden?

»Ein vielschichtiger, Kunst und Menschen betrachtender Psychothriller.« Frankfurter Rundschau

James Becker, der Kurator des Museums, begibt sich auf Spurensuche und reist dafür auf die abgeschiedene Gezeiteninsel Eris Island, die nur eine einzige Bewohnerin hat und weit mehr als nur eine dunkle Wahrheit verbirgt.

»Mit dem Kunstweltkrimi ›Die blaue Stunde‹ knüpft Paula Hawkins an ihren Welterfolg ›Girl on the Train‹ an. Und spezialisiert sich darin erneut auf das hoch komplizierte Seelenleben ihrer Heldinnen.« Der SPIEGEL 

Atmosphärisch, vielschichtig und mit Hingabe erzählt: Paula Hawkins` Roman setzte neue Maßstäbe in der Spannungsliteratur.

Von Paula Hawkins ist bei dtv ebenfalls lieferbar: Girl on the Train

Bibliografische Daten

EUR 14,00 [DE] – EUR 14,40 [AT]
ISBN : 978-3-423-22162-7
Erscheinungsdatum: 12.03.2026
3. Auflage
384 Seiten
Format : 12,2 x 19,1 cm
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Englischen von Birgit Schmitz
Autor*innenporträt

Paula Hawkins

Paula Hawkins arbeitete fünfzehn Jahre lang als Journalistin, bevor sie mit dem Schreiben von Romanen begann. Sie wuchs in Simbabwe auf, bevor sie 1989 nach London zog. Ihr Weltbestseller ›Girl on the Train‹ verkaufte sich über 23 Millionen Mal und wurde in 40 Sprachen übersetzt. Ihre psychologischen raffinierten Spannungsromane begeistern Leserinnen und Leser weltweit.

zur Autor*innen Seite
Übersetzer*innenporträt

Birgit Schmitz

Birgit Schmitz wuchs am Niederrhein auf. Sie studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften in Berlin und arbeitete u. a. am Wiener Burgtheater sowie am Thalia Theater in Hamburg. Seit 1999 übersetzt sie erfolgreich englischsprachige Literatur ins Deutsche. Sie lebt in Frankfurt am Main.

zur Übersetzer*innen Seite
Bei unserer Presseabteilung können Sie unter Angabe des Verwendungszwecks Autor*innenfotos anfordern.

128 von 128 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.46 von 5 Sternen


46%

54%

0%

0%

0%


Geben Sie eine Leserstimme ab!

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Kunden.


10 - 10 von 128 Leserstimme

sturmtatze am 18.12.2024 17:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Welche Geheimnisse verbirgt Eris Island?

Zum Inhalt: Der Kurator James Becker kann es nicht glauben, als sein Chef ihm erzählt, dass in einer der Skulpturen der Künstlerin Vanessa Chapman ein menschlicher Knochen gefunden wurde. Schließlich wurde die Skulptur schon in etlichen Museen ausgestellt. Um der Sache auf den Grund zu gehen, begibt sich James auf die abgeschiedene Gezeiteninsel Eris Island. Denn dort lebt Grace Haswell, die gut mit der Künstlerin befreundet war und ihren Nachlass verwaltet. Von ihr erhofft sich James Antworten zur Entstehung der Skulptur. Handelt es sich wirklich um einen menschlichen Knochen? Welche Geheimnisse verbirgt Eris Island noch?Meine Meinung: Wir begeben uns zusammen mit dem Kurator James Becker auf die Suche nach der Wahrheit hinter dem Knochenfund, bei dem es sich um einen menschlichen Knochen handeln soll. Ich habe James gern auf seinem Weg begleitet und war gespannt, was er alles herausfinden wird. James Becker ist ein gewissenhafter Mann, dem mein seine Leidenschaft und Begeisterung für die Kunstwerke der Künstlerin Vanessa Chapman jederzeit anmerkt. Ich konnte seine Aufregung spüren, als er Vanessas Atelier betreten hat oder die Orte, die die Vorlage für ihre Bilder darstellten, mit eigenen Augen sehen durfte. Dennoch muss ich sagen, bin ich mit ihm nicht so richtig warm geworden. Denn ich wusste an vielen Stellen nicht so recht, wie ich ihn einschätzen sollte. Zudem haben mich seine ewige Unsicherheit und seine Eifersucht Sebastian gegenüber irgendwann einfach nur noch genervt. Da die Handlung nicht nur aus der Sicht von James und Grace Haswell erzählt wird, sondern auch Vanessa durch Tagebucheinträge zu Wort kommt, bekommt man auch einen guten Eindruck von ihr. So wird klar, dass sie eine facettenreiche Frau ist, bei der sich die Beschreibung durch die Presse und Personen, die sie privat kannten, unterscheidet. Ich fand es interessant herauszufinden, wer sie wirklich ist. Dabei hat sich mein Bild von ihr immer wieder verändert. Der Autorin sind nicht nur mit James, Grace und Vanessa vielschichtige Personen gelungen, bei denen man immer wieder neue Seiten entdecken konnte, sondern auch ihre Nebenfiguren habe alle ihre individuellen Charaktereigenschaften. Außerdem scheint fast jede der Personen ein Geheimnis zu haben, was die Handlung interessant macht und auch für eine gewisse Spannung sorgt. Ebenso wie James Nachforschungen bezüglich des Knochens. Zudem habe ich mich im Laufe der Handlung gefragt, was von dem, was man erfährt, wirklich wahr ist und was nicht. Dennoch fand ich die Handlung ehrlich gesagt nicht übermäßig spannend, was auch an einigen Längen lag. Fazit: Eine Geschichte mit interessanten Figuren, bei denen man nicht so recht weiß, woran man bei ihnen ist und ob sie die Wahrheit sagen. Außerdem scheint fast jeder der Personen ein Geheimnis zu hüten. Dies alles hat die Handlung interessant gemacht und für eine gewisse Spannung gesorgt, die ich aber nicht als übermäßig empfunden habe. Dennoch habe ich James gern bei seinen Nachforschungen begleitet und war gespannt, was er alles herausfinden wird.

dosi1980 am 18.12.2024 16:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Anders als erwartet

Der Roman "Die blaue Stunde" von Paula Hawkins ist ein atmosphärischer Thriller. Das Cover ist mit den vielen Blautönen sehr gut gelungen. Zum Inhalt:Bei einer Skulptur der bereits verstorbenen Künstlerin Vanessa Chapman wird ein, wahrscheinlich menschlicher, Knochen gefunden.Ist der Knochen vom vor einigen Jahren verschwundenen Mann der Künstlerin, oder doch tierischer Herkunft?Der Kurator James Becker will der Geschichte auf der abgelegenen Insel Eris nachgehen.Der Erzählweise der Autorin ist teilweise schwer zu folgen und man kann dieses Buch nicht so dahin lesen.Die Charaktere sind sehr komplex und man bekommt durch die verschiedenen Sichten Einblick in die Leben der handelnden Personen.Das Buch war anders als erwartet, die Spannung hielt sich in Grenzen, aber durch die mystische Erzählweise gut zu lesen.

jo.spricht am 18.12.2024 11:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Kein klassischer Kriminalroman

Ein ausgestelltes Kunstwerk, in dem ein menschlicher Knochen gefunden wird - so mysteriös und packend beginnt dieser Roman von Paula Hawkins. Doch es ist kein klassischer Kriminalroman, eher eine Geschichte über Wertschätzung, Anerkennung, Freundschaft und Liebe, deren unglücklicher Verlauf dazu führt, dass die Dinge ihren Lauf nehmen. Im Zentrum der Geschichte stehen James Becker und Grace, beide aus einfachen Verhältnissen stammend und in höheren Ebenen gelandet. Beide lernen wir im Laufe des Buches kennen, wenn die beiden sich auf der Gezeiteninsel Eris Island einige Male treffen, um das Erbe einer Kunstikone zu regeln. Das Buch hat keine sonderlich spannenden Wendungen, arbeitet dafür stetig auf die Auflösung des Ausgangsszenarios hin und deckt unterwegs so einiges Weiteres auf. Das Buch hat seine Längen, wird zum Ende hin noch einmal richtig spannend.

mimihoff am 18.12.2024 11:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Düsteres Geheimnis

Das Cover hat mich direkt auf den ersten Blick angesprochen. Das sehr dunkel gehaltene Cover mit dem geöffneten Fenster welches in den schönsten Blautönen schimmert lässt die Tiefe der Geschichte erahnen.Es handelt sich um keinen gewöhnlichen Krimi wo die Aufklärung des Verbrechens den größten Teil der Handlung einnimmt. Es wird viel mehr auf die Psyche der einzelnen Personen eingegangen. Welche Abgründe sich auftun und wie es dazu kommen konnte. Wenn man sich auf diese Art der Erzählung einlässt taucht man in Abgründe ein und eine unglaublich fesselnde Geschichte.Durch die sehr lebhafte und bildreiche Erzählung kann ich mir die kleine Insel Eris gut vorstellen. Der vermeintliche Knochenfund in einem Exponat der bereits verstorbenen Künstlerin Vanessa Chapman macht Neugierig darauf wie es dazu kommen konnte. Ich empfinde die zahlreichen Wendungen als sehr gelungen. Es macht große Freude in die Dunklen Seiten der Psyche einzutauchen.

yernaya am 17.12.2024 23:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Düstere Geheimnisse

Auf dieses Buch muss man sich einlassen!"Die blaue Stunde" von Paula Hawkins ist ein psychologischer Spannungsroman. Ein Spannungsroman unterscheidet sich von einem Krimi dadurch, dass nicht die Tätersuche im Mittelpunkt steht, sondern die innere Entwicklung der Protagonist*innen. Wer also eine handlungsorientierte Geschichte erwartet, wird mit diesem Buch nicht gut zurechtkommen. Wer sich jedoch mit der Psyche der beschriebenen Personen beschäftigen mag, mit ihren Empfindungen, Verletzungen und Abgründen, der wird an diesem Roman seine Freude haben.Paula Hawkins erzählt eine Geschichte, in der es vordergründig um die Werke einer längst verstorbenen berühmten und geheimnisumwitterten Künstlerin geht. Vanessa Chapman hat ihr Œuvre einer Stiftung vermacht und ihre enge Freundin Grace Haswell zur Testamentsvollstreckerin bestimmt. Da es zu juristischen Auseinandersetzungen zwischen der Stiftung und der vereinsamten alten Dame kommt, macht sich Kurator James Becker auf den Weg zu ihr nach Eris Island. Zudem wird offenbar, dass eine Installation der Künstlerin offenbar einen menschlichen Knochen enthält. Der Verdacht liegt nahe, dass es sich dabei um ein Relikt des verschollenen Ehemanns der Künstlerin handelt. James Becker hat eine besondere Obsession für Vanessa Chapman. Diese treibt ihn immer wieder auf die abgelegene schottische Gezeiteninsel Eris Island, auf der sein Idol lange Zeit lebte. Die raue, mystische Natur des Schauplatzes verleiht dem Roman eine besondere Atmosphäre. Eris Island ist eine Metapher für den Verlauf der Geschichte. Hawkins baut den Spannungsbogen gekonnt langsam auf. Sie beschreibt die düstere und trotzdem wunderschöne Natur mit all ihren Gefahren. Sie erschafft komplizierte Verbindungen zwischen Menschen, die ihre eigenen Geheimnisse oder Verletzungen in sich tragen. Keine der Figuren bietet sich dabei als Sympathieträger*in an. Da ist die exzentrische, teilweise manische Künstlerin; Es gibt snobistische Protagonist*innen, gewalttätige Männer, Personen, die von Minderwertigkeitsgefühlen bestimmt werden. All dies fügt Hawkins zu einer fesselnden Erzählung zusammen. Ganz langsam baut sich die Spannung auf, die Situation wird stetig bedrohlicher. Menschliche Abgründe werden durch solche der Natur widergespiegelt. Mich konnte "Die blaue Stunde" von der ersten bis zur letzten Seite fesseln. Die Covergestaltung der deutschen Ausgabe rundet das Lesevergnügen ab. Der Blick aus einem dunklen Raum auf das tosende Meer fängt die Stimmung des Romans hervorragend ein. 5 Sterne für einen Roman, der ganz wunderbar zu langen dunklen Herbst- und Winterabenden passt.

chrissysbooks am 17.12.2024 17:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ein atmosphärischer, düsterer Roman

Nach dem Tod der Künstlerin Vanessa Chapman erlangen ihre Werke zunehmend an Bekanntheit. Als jedoch der Verdacht aufkommt, dass in einer ihrer Skulpturen ein menschlicher Knochen eingearbeitet sein könnte, sorgt das für große Aufregung. Der Museumskurator James Becker begibt sich auf Spurensuche und reist zur abgelegenen Gezeiteninsel Eris Island, wo die berühmte Künstlerin viele Jahre lang lebte. Heute gibt es dort nur noch eine einzige Bewohnerin, die mehr als nur ein dunkles Geheimnis zu verbergen scheint.„Die blaue Stunde“ ist ein atmosphärisch düsterer Roman, der sich durch einen leicht lesbaren Schreibstil auszeichnet. Dennoch braucht die Geschichte etwas Zeit, bis ich tiefer in die Geschichte eintauchen konnte. Zwischendurch gibt es durchaus auch einige Längen, die mich immer mal wieder im Lesefluss gestört haben. Das traumhafte Setting fügt sich perfekt in die Geschichte ein. Die Handlung verläuft auf verschiedenen Zeitebenen und wechselt gelungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart sowie unterschiedlichen Perspektiven. Es sind durchweg schwierige Charaktere, die einen insgesamt unsympathischen Eindruck hinterlassen, dennoch perfekt in diesen düsteren Roman passen.Tagebucheinträge, Briefe und Zeitungsartikel lockern die Erzählung auf und gewähren immer mehr Einblicke in das Leben der verstorbenen Künstlerin. Themen wie Beziehungsprobleme, Eifersucht, Intrigen und düstere Geheimnisse verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe und Spannung.Zum Ende hin zieht das Tempo deutlich an, was mir besonders gut gefallen hat. „Die blaue Stunde“ ist ein atmosphärischer düstere Roman, der mich nach einiger Zeit immer mehr in seinen Bann gezogen hat.

bookloving am 17.12.2024 02:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein fesselnder Spannungsroman über Kunst und Obsession

MEINE MEINUNG"Die blaue Stunde" von der britischen Autorin Paula Hawkins ist ein fesselnder psychologischer Spannungsroman, der uns auf eine abgelegene schottische Gezeiteninsel entführt. In ihrer sehr atmosphärischen Geschichte erzählt sie über künstlerisches Vermächtnis, Vereinsamung und unheilvolle Geheimnisse und beleuchtet zudem gekonnt die Komplexität menschlicher Beziehungen sowie die labilen Grenzen zwischen Realität, Wahrnehmung und Obsession. Hawkins' ansprechende Erzählweise und ihr Talent, komplexe Charaktere zu erschaffen, sorgen nicht nur für ein spannendes Leseerlebnis, sondern regen mit der gelungenen tiefgründigen Erforschung der Abgründe der menschlichen Psyche auch zum Nachdenken an. Die Geschichte kreist um die verstorbene, enigmatische Künstlerin Vanessa Chapman, deren Werke nach ihrem Tod zu großem Ruhm gelangt sind. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der promovierte Kunsthistoriker und Kurator der Fairburn-Stiftung James Becker, der die bemerkenswerte Kunstsammlung mit den Werken von Vanessa Chapman betreut. Chapman war nicht nur für ihr außergewöhnliches Talent und ihre glamouröse Persönlichkeit bekannt, sondern auch für ihr geheimnisumwobenes Leben auf der abgelegenen schottischen Gezeiteninsel Eris. Als bei einer Ausstellung in einer von Chapmans berühmten Skulpturen ein mutmaßlich menschlicher Knochen entdeckt wird, gilt es einen möglichen Skandal abzuwenden. Dieser Fund droht nicht nur Chapmans Vermächtnis zu beschädigen, sondern könnte auch die Reputation der Stiftung in Misskredit bringen und sogar Beckers Karriere beenden. Um den Hintergründen auf die Spur zu kommen und Licht ins Dunkel zu bringen, reist Becker kurzentschlossen nach Eris Island, wo Chapmans ehemalige Freundin und Pflegerin Grace Haswell noch lebt und eine Hüterin der letzten Geheimnisse der Künstlerin zu sein scheint. Noch ahnt Becker nicht, auf welche heikle Spurensuche er sich begeben hat und welche fatale Ereigniskaskade er in Gang gesetzt hat.Gekonnt erschafft Hawkins eine dichte, geheimnisvolle Atmosphäre und lässt uns immer tiefer in eine unheilvolle Welt voller Geheimnisse und dunkler Wahrheiten eintauchen.Geschickt hat sie die komplexe Handlung auf verschiedenen Zeitebenen angelegt und sorgt dafür, dass wir immer tiefer in den Sog der Ereignisse hineingezogen werden. Hawkins versteht es, Vergangenheit und Gegenwart kunstvoll miteinander zu verweben und erzählt die vielschichtige Geschichte rund um Vanessa Chapman aus wechselnden Perspektiven. Dies ermöglicht es uns, nicht nur die Geschehnisse aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, sondern auch immer tiefer in Vanessas Kunst und ihr Lebensumfeld einzutauchen. Nach und nach enthüllen wir die dunklen Geheimnisse um ihre Person und ergründen ein komplexes Geflecht aus Intrigen und Emotionen, das die Geschichte zunehmend in eine düstere Stimmung taucht.Hawkins' besondere Stärke sind ihre vielschichtigen, tiefgründigen Charaktere. Insbesondere die pensionierte Ärztin Grace Haswell ist sehr faszinierend gezeichnet. Sie entwickelt sich im Laufe des Romans von einer einsamen, bemitleidenswerten Figur zu einer Frau mit überraschenden Facetten. Langsam wird ihre komplexe Persönlichkeit enthüllt, die neben großem Mitgefühl auch erschreckend dunkle Seiten ihrer Seele erkennen lässt. Vanessa Chapman, wir nur durch rückblickende Erinnerungen und Tagebucheinträge kennen lernen, ist eine facettenreiche Figur, deren schillernde Persönlichkeit in ihrem künstlerischen Schaffen, ihren Affären und eigenen Geheimnissen spürbar wird. Ebenfalls ein interessanter Charakter ist James Becker, der zunächst ein glühender Verehrer der Künstlerin im Laufe seiner Nachforschungen zunehmend seine Bewunderung verliert und ihrer geheimnisvollen Persönlichkeit schließlich ernüchtert gegenübersteht.In ihrem Roman erforscht die Autorin Obsession in ihren vielfältigen Formen und hinterfragt die Natur der Kunst, den Preis des Ruhms und die Grenzen, die Menschen zum Schutz ihres Vermächtnisses zu überschreiten bereit sind. Hervorragend gelungen sind die lebendigen, eindrucksvollen Beschreibungen von Vanessas Kunstwerken, so dass man sich wünscht, diese fiktiven Stücke mit eigenen Augen zu sehen. Die Autorin fängt die Essenz kreativer Leidenschaft sehr anschaulich ein und lässt uns sehr unmittelbar an der Begeisterung, Frustration und Besessenheit als künstlerischer Antriebsfeder teilhaben.Hawkins schafft es, uns im lange Zeit Ungewissen zu lassen, bis man schließlich ahnt, worauf alles hinausläuft. Durch einige unvorhersehbare Wendungen bleibt der Spannungsbogen bis zum packenden Finale hoch. Trotz gelegentlicher Längen im Mittelteil und einiger etwas blasser Nebenfiguren ist der Roman ein beeindruckendes und fesselndes Werk, das zum Nachdenken anregt.

anabellb am 16.12.2024 16:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Aussergewöhnlicher Roman

Die blaue Stunde ist das erste Buch, welches ich von der Autorin Paula Hawkins gelesen habe.Das Cover ist einfach gehalten, aber der Blick durch das Fenster auf die Wellen und der Titel passen gut zur Geschichte; hinzu kommt, dass ich die Farbe blau sehr mag.Der Klappentext und die Leseprobe haben mich direkt neugierig gemacht und nicht zu viel versprochen.Der flüssige und bildhafte Schreibstil der Autorin hat mich tief in die Landschaft eintauchen lassen und neugierig auf die "Insel" Eris gemacht. Aber auch die Frage nach dem vermeintlichen menschlichen Knochenfund in dem Exponat der toten Künstlerin Vanessa Chapman hat von Anfang an Spannung in die Geschichte gebracht.Die Autorin hat interessante und authentische Protagonisten geschaffen; James Becker war mir auf Anhieb sympathisch und mein anfängliches Mitleid mit Grace hat sich zum Ende stark gewandelt, als ihr wirklicher Charakter zum Vorschein kam.Der Roman ist wendungsreich und spannend; auch werden alle offenen Fragen geklärt, aber das Ende hat mich dann doch sehr überrascht.

lesenistleben am 16.12.2024 09:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Geheimnisse auf Eris Island

„Die blaue Stunde“ von Paula Hawkins ist ein kunstvoller Roman über besondere Kunst und düstere Geheimnisse.Im Zentrum des Romans steht das Leben von Vanessa Chapman, eine geheimnisvolle und sehr eigenwillige Künstlerin. Auch nach ihrem Tod sind ihre besonderen, faszinierenden Werke bekannter denn je. James Becker, Kurator des Museums, ist Spezialist und großer Fan von Vanessa Chapman. Er kennt sich aus mit ihrer Kunst und ihrem Leben, ist fast ein wenig besessen, hat sogar seine Abschlussarbeit über diese Künstlerin geschrieben. Nach dem spektakulären Fund eines menschlichen Knochens in Chapmanns Werk, begibt sich Becker auf die Suche und findet Antworten auf der verlassenen Insel Eris Island. Dort lebt nur eine Person, einsam und allein, umgeben von Geheimnissen. Paula Hawkins ist ein besonderer Roman gelungen. Durch den Wechsel der Erzählperspektiven, zeitlichen Rückblenden und Tagebucheinträgen wird die Geschichte um Vanessa Chapmann spannend aufgebaut und erhält Tiefe. Die Charaktere werden anschaulich und tiefgründig gezeichnet, man möchte stets mehr über die Personen erfahren. Die Sprache ist klar, nachdrücklich und genau. Die detaillierten Naturbeschreibungen sind sehr gelungen und erzeugen eine besondere Atmosphäre. Die Übersetzung von Birgit Schmitz ist sehr gelungen. Das Buchcover ist eher schlicht in dunklen, blauen Farben gestaltet. Das geöffnete Fenster zum Meer verleiht dem Cover eine besondere Wirkung.„Die blaue Stunde“ von Paula Hawkins ist ein besonderer Roman, der auch als Kriminalroman durchgehen könnte und eine klare Empfehlung, nicht nur für Kunstliebhaber.

sarahsjan am 15.12.2024 22:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Atmosphärischer Roman

Paula Hawkins hat einen dichten und atmosphärischen (Kriminal-)roman hingelegt. Die Geschichte habe ich gern gelesen - vor allem die stimmungsvollen Bilder machen das Buch aus. Die Insel Eris mit ihren atemberaubenden Sonnenuntergängen kann man sich bestens vorstellen. Nach "Girl on the train" und weiteren Büchern ist das ein etwas anderer Dreh. Die Künstlerin Vanessa Chapman strahlt bereits Eigensinnigkeit aus und zieht in ihren Bann. Kurator Becks kennt sich gut mit ihren Werken aus; ist fasziniert von ihr. Wird ihm das zum Verhängnis? In einem ihrer Werke wird nämlich ein menschlicher Knochen gefunden. Stammt er von ihrem verschwunden Mann? Aufklärung kann Grace liefern, die längere Zeit mit der Künstlerin lebte...bis es auf der Insel wieder zu Geschehnissen kommt. Ab einem gewissen Punkt war klar, wer für die Todesfälle verantwortlich ist. Das hat der Spannung für mein Empfinden keinen Abbruch getan. Gerne gelesen! Atmosphäre pur.