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Buch The Artist und Text Sie tritt aus dem Schatten, auch wenn es bedeutet, ihre Welt in Flammen zu setzen
Buch The Artist und Text Sie tritt aus dem Schatten, auch wenn es bedeutet, ihre Welt in Flammen zu setzen

Details

Ein Debüt, das Sie in eine Welt voller Düfte, Farben, Licht und Schatten entführt: Inspirierend. Sinnlich. Leuchtend. Feministisch.

Die Farben des Lichts

Die faszinierende Geschichte einer begabten jungen Frau, die sich ihren Weg in die männliche Kunstwelt bahnt, allen Widerständen zum Trotz.

Provence, um 1920. Für Joseph Adelaide ist die Einladung die Chance seines Lebens: Er wird den weltberühmten Maler Tartuffe interviewen, der seit Jahren die Öffentlichkeit scheut. In dem abgelegenen Landhaus erwartet den Journalisten jedoch eine Überraschung. Denn nur solange Joseph dem Maler Modell sitzt, darf er bleiben und über ihn schreiben. In der flirrenden Sommerhitze erkennt Joseph bald, dass das größte Rätsel nicht der »Meister des Lichts« ist, sondern Tartuffes Nichte. Ettie kocht, wäscht Pinsel und erträgt Tartuffes Launen mit unergründlicher Hingabe. Doch etwas brodelt in ihr. Joseph fühlt sich immer mehr zu ihr hingezogen. Und langsam, Schicht für Schicht wie in einem Gemälde, kommt ihr Geheimnis ans Licht …

Nominiert für den ›Women's Prize For Fiction 2025‹ und den ›British Book Award 2026‹, prämiert mit dem ›Waterstones Debut Fiction Prize 2025‹ und ›Waterstones Book of the Year 2025‹

»Sommervergnügen pur!« Für Sie

»Dieser Roman ist die perfekte Sommer-Lektüre für alle, die sich für Kunst und Künstler*innen-Biografien interessieren, die Sonne und Südfrankreich mögen und eine überraschende und fesselnde Geschichte lesen möchten. […] Ein beeindruckend gutes Debüt und ein lesenswerter Schmöker!« NDR Kultur

Bibliografische Daten

EUR 14,00 [DE] – EUR 14,40 [AT]
ISBN : 978-3-423-22229-7
Erscheinungsdatum: 29.04.2027
1. Auflage
384 Seiten
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem britischen Englisch von Hella Reese

Autor*innen

Autor*innenporträt

Lucy Steeds

Lucy Steeds hat nach ihrem Literaturstudium an der Universität Oxford in Frankreich und Singapur gelebt und pendelt derzeit zwischen London und Amsterdam. Als eines der meistgelobten Debüts des Jahres stand ›The Artist‹ 2025 auf der Longlist für den renommierten Women’s Prize for Fiction, wurde mit dem Waterstones Debut Fiction Prize ausgezeichnet und zum Waterstones Book of the Year gekürt. 2026 folgten Nominierungen für den British Book Award und den Walter Scott Prize for Historical Fiction. Seit seinem Erscheinen entfaltet der Roman eine stetig wachsende Anziehungskraft und erscheint demnächst in zweiundzwanzig weiteren Ländern.

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Übersetzer*innenporträt

Hella Reese

Hella Reese studierte Slavistik, Romanistik und Osteuropäische Geschichte und schloss ihr Studium mit der Promotion ab. Nach langjähriger Tätigkeit in einer internationalen Strategieberatung und im Verlagswesen arbeitet sie jetzt als Übersetzerin und Lektorin.

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Pressematerialien

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Leserstimmen

160 von 160 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.66 von 5 Sternen


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4 - 10 von 160 Leserstimme

ullap64 am 09.06.2026 14:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Große Kunst!

Der in seinen beruflichen Anfangsjahren stehende englische Journalist Joseph darf in den zwanziger Jahren nach Frankreich reisen, um den dort in einem alten Bauernhaus lebenden berühmten Maler Eduard Tartuffe bei seiner Arbeit zu beobachten und anschließend Artikel über sein Wirken zu verfassen. Zusammen mit Tartuffe lebt dort dessen Nichte Ettie, die der Maler seit ihrer Kindheit großzieht und die für ihn Haushälterin, Managerin, Muse, quasi "Mädchen für alles" ist. Joseph ist nicht nur von dem introvertierten Künstler, sondern insbesondere von der geheimnisvollen Ettie fasziniert. Was für ein toller Roman, der mich direkt von Beginn an in seinen Sog gezogen hat. Die Geschichte berichtet nicht nur von Kunst und Malerei, allein die Schreibweise ist hier schon die ganz große Kunst dieses Buches, das einen direkt in die französische Landschaft hineinzieht und mir auch die im Laufe der Geschichte entstehenden Gemälde so nah vor Augen führt, dass ich sie förmlich vor mir sehen konnte. Sie handelt jedoch auch von dem immer wieder schwelenden Mann-Frau-Konflikt und der Frage, wer hier eingentlich die bessere Kunst berherrscht. Geschickt werden in diesem fiktiven Roman einige tatsächlich existierende Figuren der seinerzeitigen Kunstgeschichte als Nebenfiguren eingeflochten, was dem Ganzen noch etwas mehr Plastizität gibt. Mich hat die Geschichte sehr gefangen genommen und bis zum Ende total begeistern können!

readingmimi am 08.06.2026 10:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Zwischen Sehnsucht und Freiheit

Als Journalist reist Joseph von London nach Südfrankreich, um über den gefeierten Maler Tata zu schreiben, der sich seit Jahren aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat und abgeschieden in einem alten Bauernhaus lebt. Dort begegnet er nicht nur einem faszinierenden Künstler, sondern auch dessen Nichte Ettie, die scheinbar ganz im Schatten ihres Onkels lebt. Doch je länger Joseph bleibt, desto mehr beginnt die Fassade dieses Hauses zu bröckeln und alte Geheimnisse kommen langsam ans Licht.Dieses Buch hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Es ist allerdings keine Geschichte, die von Spannung oder großen Wendungen lebt, sondern vielmehr von Atmosphäre, Figuren und den Dingen, die oft zwischen den Zeilen passieren. Teilweise war mir die Handlung dadurch stellenweise etwas zu ruhig, gleichzeitig hat aber genau diese melancholische und fast traumartige Stimmung unglaublich gut zur Geschichte gepasst.Am faszinierendsten fand ich die Dynamik zwischen Ettie, Tata und Joseph. Vor allem Tata ist eine unglaublich vielschichtige Figur. Einerseits wirkt er wie dieses geheimnisvolle Künstlergenie, andererseits aber auch wie ein Mensch, der verzweifelt versucht, alles und jeden festzuhalten, weil er mit Verlust und Veränderung nicht umgehen kann. Dadurch war er für mich gleichzeitig faszinierend, tragisch und stellenweise wirklich grausam.Im Laufe der Geschichte versteht man immer besser, warum Ettie so zwischen Sehnsucht, Angst und dem Wunsch nach Freiheit schwankt. Gerade ihre Entwicklung fand ich sehr spannend. Besonders interessant fand ich dabei, dass es für mich im Kern weniger um eine klassische Liebesgeschichte ging, sondern vielmehr um das Bedürfnis, wirklich gesehen zu werden.Auch die Kunstthematik mochte ich sehr gerne. Kunst ist hier nicht einfach nur Hintergrund, sondern eng mit Identität, Kontrolle, Erinnerung und Freiheit verbunden. Besonders spannend fand ich dabei die Frage, wem Kunst eigentlich „gehört“ und wie sehr andere Menschen Einfluss darauf haben, ob jemand seine eigene Stimme finden darf.Der Schreibstil hat perfekt zur Geschichte gepasst. Sehr ruhig, atmosphärisch und teilweise fast schon poetisch. Manche Szenen hatten etwas unglaublich Bildhaftes, gleichzeitig zog sich aber stellenweise auch etwas Langes durch die Handlung, wodurch mich das Buch nicht immer komplett mitreißen konnte.Trotzdem hat mir das Ende insgesamt gut gefallen. Vor allem mochte ich, dass die Geschichte eher leise und atmosphärisch ausklingt und dabei trotzdem hoffnungsvoll bleibt.Für mich war das ein atmosphärisches und besonderes Buch über Kunst, Freiheit, Kontrolle und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben.

donnie_darko am 08.06.2026 00:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Emotional, atmosphärisch und absolut wunderschön!

Was für ein grandioses Debüt! Allein das Cover ist nicht nur wunderschön, sondern spiegelt die Atmosphäre des Buches perfekt wider und gibt schon einen ersten Sneak Peek auf das, was einen erwartet.Inhaltlich möchte ich gar nicht zu viel vorwegnehmen. Nur so viel: Wir tauchen ein in die Welt der Kunst in der Provence um 1920. Geheimnisse, Leidenschaft und eine emotional fesselnde Handlung inklusive.Dabei war der Einstieg für mich die ersten Seiten noch etwas langatmig, aber sobald man sich richtig auf die Story einlässt, kann man das Buch einfach nicht mehr zur Seite legen. Durch die bildhafte Sprache erwacht jede Szene regelrecht zum Leben. Man kann die Hitze der Provence fast spüren, die satten Farben sehen und die Atmosphäre hautnah miterleben. Was mich dabei besonders begeistert hat: Jedes noch so kleine Detail wirkte zunächst unwichtig, zog sich aber wie ein roter Faden durch die Handlung und war am Ende sogar entscheidend. Aber Achtung, das Buch hat nicht nur wundervolle und herzzerreißende Passagen, sondern auch brutale Szenen die unverblümt sowie sehr detailliert beschrieben werden. Definitiv nichts für schwache Nerven.Wer hier pure Spannung sucht, wird sie nicht finden. Stattdessen wartet eine emotionale Tiefe, wie ich sie schon lange nicht mehr erlebt habe. Besonders Ettie und Joseph waren mein persönliches Highlight. Beide sind unglaublich authentisch für die damalige Zeit und ihre Entwicklung ging mir so unter die Haut, dass ich einfach nicht anders konnte als die ganze Zeit mit den beiden mitzufiebern. Selbst Tata hinterlässt durch seine Eigenart einen bleibenden Eindruck, auch wenn nicht gerade einen positiven. Für mich ein absolutes Highlight und definitiv nicht mein letztes Werk von Lucy Steeds.💭 Fazit: Ein grandioses Debüt, das einen langsam aber sicher in seinen Bann zieht und mit emotionaler Tiefe sowie einer Atmosphäre belohnt, die man förmlich spüren kann. Wer sich auf eine intensive Geschichte mit unvergesslichen Figuren einlassen will, kommt hier absolut auf seine Kosten. Für mich ganz klare 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

flotteranton am 05.06.2026 16:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein sprachliches sowie atmosphärisches Erlebnis

Ich war mir nicht sicher, ob ein Buch über einen Maler die richtige Wahl für mich sei. Zum Glück habe ich es trotz meiner Zweifel versucht. Bisher hätte ich gedacht, dass mich Beschreibungen über Farbe, Textur und Bildkompositionen langweilen würden, erstaunlicherweise hat Lucy Steeds es geschafft, dass das hier nicht der Fall war.Die Charaktere der Protagonisten ergeben sich aus ihrem Handeln, ihren Blicken. Mir gefiel wie sich die Protagonisten im Laufe der Geschichte entwickeln. Unterschwellige Strömungen werden mehr und mehr erkennbar. Geheimnisse kommen ans Licht und führen zu einem Eklat. Apropos Licht, das spielt eine große Rolle in den Werken von Tartuffe und kommt immer wieder zur Sprache.Mit ihrem einzigartigen Schreibstil, der wunderbaren und bildgewaltigen Sprache versetzte mich die Autorin mitten in die Provence. Unter der brennenden Sonne sah ich die Weizen- und Sonnenblumenfelder, roch den Lavendel und den Staub auf den Wegen, fühlte den Wind auf meiner Haut. Ich saß mit am Tisch und versuchte zu sehen was Tartuffe an der Zusammenstellung der Speisen auf den Tellern zu einem Bild inspirierte.Der Roman war ein sprachliches sowie atmosphärisches Erlebnis für mich, auch wenn mir am Ende der zeitliche Sprung zu abrupt war. Aber das ist meckern auf hohem Niveau. Meiner Meinung nach verdient der Roman die Lobeshymnen, die die internationale Presse auf The Artist singt.

das.lesende.ich am 05.06.2026 14:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Junger Mann mit Orange

🍊🎨»𝘋𝘶 𝘮𝘶𝘴𝘴𝘵 𝘦𝘪𝘯𝘧𝘢𝘤𝘩 𝘥𝘦𝘮 𝘓𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘧𝘰𝘭𝘨𝘦𝘯, 𝘑𝘰𝘴𝘦𝘱𝘩. 𝘔𝘦𝘩𝘳 𝘴𝘵𝘦𝘤𝘬𝘵 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘥𝘢𝘩𝘪𝘯𝘵𝘦𝘳. 𝘋𝘢𝘴 𝘓𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘻𝘦𝘪𝘨𝘵 𝘥𝘪𝘳, 𝘸𝘢𝘴 𝘻𝘶 𝘮𝘢𝘭𝘦𝘯 𝘪𝘴𝘵.« 💭Schon das Cover und vor allem der Klappentext haben mich direkt angesprochen. Die Ausgangsidee klang unglaublich spannend und hat sofort meine Neugier geweckt.Im Mittelpunkt stehen drei sehr unterschiedliche Figuren. Da ist zum einen Edouard Tartuffe, ein eigensinniger und nicht immer einfacher Charakter. Gerade seine Art macht die Geschichte besonders interessant, weil man nie genau weiß, woran man bei ihm ist.Dann ist da Joseph, der sein Kunststudium abgebrochen hat und nun für eine Zeitung schreibt. Eigentlich möchte er Tartuffe interviewen, doch stattdessen findet er sich plötzlich als Modell wieder. Seine Perspektive hat mir sehr gut gefallen.Besonders neugierig gemacht hat mich aber Ettie. Sie wirkt schüchtern und zurückhaltend, und die ganze Zeit wollte ich herausfinden, warum sie so still ist und welches Geheimnis sie mit sich herumträgt.Der Roman hat für mich eine ganz besondere Mischung aus Spannung und Ruhe geschaffen. Einerseits wollte ich ständig weiterlesen, andererseits nimmt sich die Geschichte Zeit für ihre Figuren und ihre Beziehungen.Vor allem Tartuffes unberechenbare Art sorgt immer wieder für interessante Momente. Das Geheimnis um Ettie konnte ich irgendwann erahnen, trotzdem blieb ich neugierig, wie alles zusammengeführt werden würde.Gegen Ende zieht das Tempo noch einmal deutlich an und wird fast schon actionreich. Besonders schön fand ich, dass ich nach dem Ende direkt noch einmal zum Prolog zurückblättern musste. Plötzlich ergibt vieles einen neuen Sinn.𝘛𝘩𝘦 𝘈𝘳𝘵𝘪𝘴𝘵 ist ein atmosphärischer und sehr lesenswerter Roman mit interessanten Figuren und einer Geschichte, die mich von Anfang bis Ende gefesselt hat. Für mich eine klare Leseempfehlung.⭐️⭐️⭐️⭐️☆,₅(9/10)

biene101 am 05.06.2026 03:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Wenn Sprache Bilder malt

The Artist spielt in der Provence im Jahr 1920. Drei Personen stehen im Mittelpunkt der Geschichte.Tartuffe (Tata), ein exzentrisches Genie, seine Nichte Ettie und der Journalist Joseph.Von Beginn an beeindruckt die bildhafte Sprache. Sie kreiert eine Atmosphäre, in der alles lebendig wirkt. Personen, Landschaft, sogar Gemälde. Man kann die Landschaft der Provence riechen, die Hitze des Sommers spüren.Die Charaktere sind speziell. Tata steht für das tyrannische Genie, also eigentlich das typische Klischee. Ettie, eine junge Frau mit eigenen künstlerischen Begabungen und dem Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung. Joseph versucht, sich von dem bestimmenden Vater zu befreien und seinen Weg zu finden. Da es nur drei wichtige Charaktere gibt, können diese sich aber gut entwickeln.Die offenen Fragen zur Vergangenheit von Tartuffe und Ettie, die eingeschränkten Möglichkeiten, als Frau den eigenen Weg zu gehen, und die Folgen des Krieges werden geschickt eingebunden.Das Ende war mir etwas zu überhastet. Verglichen mit den vorherigen Abschnitten, in denen sehr ausführlich, teilweise wiederholend erzählt wurde, bleiben hier einige Fragen offen.Insgesamt ein tolles Buch, mit komplexen Charakteren, das durch die Sprache und die kreierte Atmosphäre getragen wird

ann-liest am 04.06.2026 20:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein Erlebnis für alle Sinne

Die Autorin legt mit „The Artist“ ein beeindruckendes und lebendiges Debüt vor. Der junge Journalist Joseph reist nach Südfrankreich, um dort auf den großen Künstler Édouard Tartuffe zu treffen und ein Porträt über ihn zu verfassen. Dort lernt er dessen Nichte Ettie kennen, welche sich um den Haushalt und den exzentrischen Künstler kümmert.Alle drei Charaktere sind sehr vielschichtig gezeichnet und ihr Zusammenspiel miteinander und auch die Auseinandersetzung mit Tartuffe, seinen Eigenheiten und seinen Wutausbrüchen werden sehr intensiv und spannend erzählt. Ob der Verlust der Mutter, das „nicht gesehen werden“ oder die Auseinandersetzung mit der Kunst - Joseph und Ettie verbindet so einiges.Neben den Schilderungen der Schrecken des ersten Weltkrieges, geht es hier auch um Rollenbilder, um Selbstbestimmung und den Mut, seinen eigenen Weg zu gehen.Besonders fasziniert hat mich der Schreibstil der Autorin. Sie versteht es auf eine ganz besondere Art, ihre Geschichte zu einem intensiven Erlebnis für alle Sinne zu machen. Die Beschreibung der Bilder und der Farben, die Gerüche auf dem Markt, die Geräusche beim Essen oder die der Nacht, die Haptik der Lebensmittel - all dies beschreibt sie auf eine Weise, die einem das Gefühl geben mitten drin zu sein, zu hören, zu riechen, zu sehen, zu fühlen. In dieser Intensität habe ich das zuvor noch nicht erlebt.So ist Lucy Steeds aus meiner Sicht ein bildstarkes, poetisches Meisterwerk gelungen, das ich gerne empfehle.

mirjams am 03.06.2026 16:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Von Farben, Facetten und Kraft des Lichts

Der gerade einmal zwanzigjährige, unerfahrene Journalist Joseph Adelaide kann sein Glück kaum fassen, als ihn die Einladung von Édouard Tartuffe erreicht. Tartuffe, große, gefeierte, jedoch ebenso exzentrische, wie schwer zugängliche Künstler, der sich der Öffentlichkeit seit Jahren entzieht, will sich ausgerechnet von ihm interviewen lassen. Angekommen in der Provence, erwartet ihn dort nicht nur der Künstler, sondern auch dessen stille Nichte Ettie, die sich um seinen Haushalt kümmert. Während sich Joseph mehr und mehr zu ihr hingezogen fühlt, wird ihm schnell klar, dass Ettie ein großes Geheimnis in sich birgt.„The Artist - Die Farben des Lichts“ ist Lucy Steeds Debütroman mit dem sie zweifelsohne einen ebenso leidenschaftlichen, wie berührenden und farbenfrohen Volltreffer gelandet hat. Ihr Schreibstil ist gleichermaßen poetisch, wie bildhaft, so dass sich die Geschichte mit allen Sinnen erleben lässt. Seien es beschriebene Landschaften, Personen, Gefühle, Lebensmittel, das Licht, einzelne Farben oder ganze Gemälde - man spürt, riecht, schmeckt und sieht sie!Inhaltlich sind Sehnsucht, Leidenschaft und Wahrhaftigkeit ebenso große zentrale Themen, wie die künstlerische bzw. persönliche Selbstverwirklichung und Entwicklung. Das von der Autorin bediente Künstlerklischee hat mir dabei genauso gut gefallen, wie die miteinander verflochtenen historischen und fiktionalen Elemente. Lediglich das Ende war mir, für eine derlei fulminante und detailverliebte Geschichte, ein wenig zu abrupt. Dabei sind bei mir einige Fragen offen geblieben, die ich gern noch für mich geklärt gewusst hätte. Fazit: The Artist ist ein gleichsam kraftvolles, wie berührendes von Licht und Schatten durchflutetes, Porträt einer starken jungen Frau. Und Künstlerin. Wenn auch durch den Prolog etwas vorhersehbar, so ist es dadurch nicht weniger fesselnd, sondern absolut lesenswert!

martinchen am 02.06.2026 14:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Gesehen werden

Grundsätzlich gefallen mir englische Titel auf deutschen Übersetzungen nicht, hier wird jedoch sehr schnell sehr deutlich, auch anhand des Klappentextes, warum dieser Titel beibehalten wurde. Ein Wort, eine Unterschrift. „Kommen Sie“ liest Joseph Adelaide, als er den Brief aus der Provence erhält. Natürlich ergreift er die einmalige Chance, den legendären Maler Édouard Tartuffe zu interviewen. Interessanter als Tartuffe, den alle nur Tata nennen, ist für Joseph Ettie, Tatas Nichte, die sich um alles kümmert.In einem ausgesprochen bildhaften Stil beschreibt die Autorin das Zusammenleben dieser drei Protagonisten, die so abgeschieden von der Welt die Sommermonate des Jahres 1920 verbringen. Die Menschen, die Landschaft, die Farben und die Gemälde entstehen beim Lesen. In der Begründung für die Nominierung zum Women's Prize for Fiction 2025 schreibt Deborah Joseph: „Ich konnte die Farben förmlich riechen, die Textur der Leinwände fühlen, das Licht im Atelier sehen.“Der Prolog wirft Fragen auf und beantwortet eine, die gar nicht gestellt wurde. Die Geheimnisse werden aufgedeckt, aber erst später im Roman. Joseph geht mit einer gewissen Naivität an seine Aufgabe, die er erst erfüllen kann, wenn er dem berühmten Maler Modell gestanden hat. Ganz erfüllt von der großen Gelegenheit braucht es einige Zeit, bevor Joseph beginnt, das Leben auf dem abgelegenen Anwesen zu durchschauen. Der Leser begleitet ihn dabei, sitzt mit ihm Modell, beobachtet Tata, beobachtet Ettie und erkennt nach und nach die komplizierten Verbindungen und Abhängigkeiten zwischen den beiden. Dabei werden die drei Protagonisten gut erkennbar: der große Künstler, der unsicher und abhängig ist und sich wie ein Tyrann aufführt, die stille und beinahe unsichtbare Ettie und Joseph, der die hohen Erwartungen seines Vaters an ihn nicht erfüllen kann und seinen Platz im Leben sucht.Die Machtstrukturen scheinen klar: die Männer haben sie und nutzen sie aus. Ist es wirklich so? Denn die stille Ettie hat jedoch eine große Kraft, die sie dazu befähigt, das ihr aufgezwungene Leben von Grund auf zu verändern. Und sie tut es auf eine sehr dramatische Weise, die den Roman (fast) abschließt. In einem kurzen Epilog schließt sich der Kreis zum Prolog.Fazit: ein sehr berührender, poetischer und großartiger Debüt-Roman, ein Lesehighlight 2026

musiklexikon am 01.06.2026 16:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Farben des Lichts und der Befreiung

Die Geschichte spielt im Jahr 1920. Der junge Journalist Joseph Adelaide darf den Künstler Édouard Tartuffe interviewen, der sich seit Jahren der Öffentlichkeit entzieht und reist dafür zu ihm in die Provence. Dort lebt der Maler sehr zurückgezogen mit seiner Nichte Ettie, die sich um den Haushalt kümmert. Tartuffe ist eine sehr rätselhafte und schwierige Person und Ettie ist noch weitaus rätselhafter. Doch der Sommer bringt nach und nach alle verborgenen Geheimnisse ans Licht und Joseph und Ettie beginnen sich ineinander zu verlieben.Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Das ist eine der Geschichten, wo ich schon nach den ersten Seiten wusste, dass sie ein Highlight werden wird und das kommt bei mir äußerst selten vor. Vor allem der bildhafte Schreibstil hat mir gefallen. Ich konnte alles hautnah miterleben und mitfühlen und auch zum Teil ein wenig mitleiden. Ich beschäftige mich auch gerne mit Kunst, obwohl meine Welt eher die Literatur und auch die Musik sind, aber in Bildern liegen auch manchmal Botschaften verborgen und es ist auch spannend ein Bild zu analysieren, habe ich festgestellt. Vor allem der Untertitel "Die Farben des Lichts" hat mich angesprochen, denn die hätte ich selbst gerne, wenn ich gerade wieder in meiner Depression feststecke und diese Geschichte hat mich sehr beeindruckt und für einige Vormittage für eine gewisse Zeit aus der Depression befreit, auch wenn am Ende noch zwei Fragezeichen offen geblieben sind. Aber ich vergebe trotzdem sehr gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung für diese atmosphärische Geschichte.

Kommen Sie mit uns in die Provence

Eine Welt voller Düfte, Farben, Licht und Schatten - so fühlt sich die sommerliche Provence und auch Lucy Steeds' Roman ›The Artist‹ an. Wenn Sie sich mit diesem Debüt in die Provence entführen lassen wollen, sollten Sie sich dieses Gewinnspiel nicht entgehen lassen!


1. Preis: Ein ArtNight Gutschein im Wert von 98€, ein Exemplar des Romans ›The Artist‹ sowie ein provence-Paket

2. - 5. Preis: Ein Exemplar des Romans ›The Artist‹ sowie ein Provence-Paket


Um am Gewinnspiel teilzunehmen, füllen Sie das untenstehende Formular aus und beantworten folgende Frage: Haben Sie ein Lieblingsgemälde und wenn ja, welches ist es?

Das Gewinnspiel endet am 30.06.2026 um 23:59 Uhr. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier. 

Das sagt die internationale Presse

Ein fulminantes Buch, poetisch, leidenschaftlich und mit sanfter, tiefer Kraft erzählt.


Daily Mail

Ein kraftvollles, alle Sinne anregendes Debüt. Lucy Steeds ist eine Autorin, die man im Auge behalten muss.


The Times

Die am meisten gelobte Debütautorin des Jahres […] Das sinnliche, berauschend duftende Porträt eines monströsen männlichen Egos und einer übersehenen Frau.


Telegraph

Ich habe jedes einzlene Wort dieses Romans geliebt … Steeds Sprache ist wunderschön, die Beschreibung der Kunst unheimlich fesselnd. Ich konnte die Farben förmlich riechen, die Textur der Leinwände fühlen, das Licht im Atelier sehen.


Deborah Joseph, Begründung für die Nominierung zum Women's Prize for Fiction 2025

Raffiniert und kraftvoll erzählt […] Ein äußerst gelungenes Porträt von Ehrgeiz und Selbstverwirklichung.


The Guardian