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Buch "Die Hummerfrauen" von Beatrix Gerstberger mit dem Zitat "... DAS Buch des Sommers, schon der erste Satz führt ins Leseglück." von Angela Wittmann, BRIGITTE sowie dem Button "Der Bestseller im Taschenbuch" und der Grafik eines Hummers
Buch "Die Hummerfrauen" von Beatrix Gerstberger mit dem Zitat "... DAS Buch des Sommers, schon der erste Satz führt ins Leseglück." von Angela Wittmann, BRIGITTE sowie dem Button "Der Bestseller im Taschenbuch" und der Grafik eines Hummers

Auch als Hörbuch bei Hörbuch Hamburg

Ungekürztes Hörbuch, gelesen von Tessa Mittelstaedt.

Mehr zum Hörbuch

Wo Vergangenheit auf Gegenwart trifft: drei Frauen in Maine

Die Hummerfrauen

»Ich kann dir nichts über das Meer beibringen«, hatte Ann einmal zu Mina gesagt. »Du spürst es oder eben nicht. Am Ende ist es mit dem Meer wie mit dem Leben, man muss alles allein herausfinden. Andere können dich auf dem Weg nur begleiten.«

Die Sommer ihrer Kindheit verbrachte Mina jedes Jahr auf einer kleinen Insel in Maine, gemeinsam mit ihren Eltern und dem großen Bruder. Auf Eagle Island fühlte sich das Leben frei und leicht an: Mina streifte mit dem Fischerjungen Sam durch die Kiefernwälder, sammelte Muscheln und Vogelfedern, während die Erwachsenen die Tage am Strand und auf Gartenpartys vorbeiziehen ließen. Doch ein schicksalhafter Sommertag veränderte alles, die Wege von Mina und Sam trennten sich.

Ein eindringlicher und berührender Roman über eine große Liebe, die für immer im Schatten der Vergangenheit steht

Nun, fast zwanzig Jahre später, ist Minas Familie durch den plötzlichen Tod des Bruders zerbrochen. Sie hat allen Halt verloren, auch sich selbst ist sie fremd geworden. Und sie weiß: Ihre Suche nach sich selbst muss an jenem Ort beginnen, an dem sie zum letzten Mal glücklich war. In Maine, so hofft sie, wird sie endlich herausfinden, warum die Familie die Insel nach diesem Sommer für immer verließ und nie wieder zurückkehrte.

Stürmisch wie das Leben, tief wie das Meer

Mina strandet in einem Hummerfischerdorf bei den beiden Fischerinnen Ann und Julie. Die 72-jährige Ann lebt seit der Trennung von ihrer Lebensgefährtin allein in einem großen Haus am Wasser, nur ein seltener blauer Hummer namens Mr. Darcy leistet ihr Gesellschaft. Julie ist Mitte 50 und musste sich ihren Platz in der männlich geprägten Dorfgemeinschaft hart erkämpfen. Sie packt an, wo es nötig ist und nimmt kein Blatt vor den Mund, aber ihre Gefühle für den Fischer Nat kann sie aufgrund alter Verletzungen nicht zulassen.

Der raue Alltag der Hummerfischerinnen wird zum Schauplatz eines inspirierenden Romans über Liebe, die Kraft weiblicher Gemeinschaft – und die Frage, ob die Vergangenheit unsere Gegenwart bestimmt

Mit Ann und Julie fährt Mina hinaus aufs Meer, von ihnen erfährt sie Wärme und ein noch nie gekanntes Gefühl von Zugehörigkeit. Dann begegnet sie jedoch Sam wieder. Die tiefe Verbindung aus Kindheitstagen ist vom ersten Moment an wieder spürbar: Mina und Sam verlieben sich leidenschaftlich ineinander. Aber auch Sam kämpft mit seiner Vergangenheit, denn auch seine Familie war nach jenem schicksalhaften Sommer nicht mehr die, die sie einmal war.

»Wusstest du, dass ein Hummer nur deshalb fast hundert Jahre alt werden kann, weil er sich alle zwei bis drei Jahre häutet? Er stapelt einfach ein Leben auf ein nächstes, ohne zwischendurch den Tod reinzulassen. Er wächst sein Leben lang weiter und muss deshalb regelmäßig den alten Panzer abwerfen, damit er nicht zerquetscht wird. Klingt nicht schön, ist aber die größte Weisheit, die der alte Mr. Darcy mir mitgegeben hat.«

»Ein literarischer Pageturner voller Wärme, Humor, Menschenkenntnis und ein umwerfendes Romandebüt. Das Buch des Sommers, schon der erste Satz führt ins Leseglück.« Angela Wittmann, BRIGITTE

Bibliografische Daten

EUR 22,00 [DE] – EUR 22,70 [AT]
ISBN : 978-3-423-28476-9
Erscheinungsdatum: 26.06.2025
9. Auflage
400 Seiten
Format : 13,8 x 21,5 cm
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Beatrix Gerstberger

Beatrix Gerstberger ist freie Autorin für ›Brigitte‹, ›Stern‹ und ›Geo‹. Sie schrieb den Bestseller ›Keine Zeit zum Abschiednehmen‹ über den frühen Tod ihres Partners und die Geschichten von weiteren jungen Witwen, als sie mehrere Monate in einem Fischerdorf in Maine lebte. Aus ihren Erinnerungen an diese Zeit entstand die Idee für den viel gelobten Roman ›Die Hummerfrauen‹, der monatelang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste stand, und für ihr neues Buch ›Hummerjahre‹.

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140 von 140 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.56 von 5 Sternen


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1 - 10 von 140 Leserstimme

tanjas bücherstübchen am 27.02.2026 14:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Das Leben ist stürmisch, rau und doch voller Hoffnung

Die Familie der 28-jährigen Mina ist nach dem überraschenden Tod des Bruders zerrissen worden. Um sich selbst zu finden, reist sie nach Maine, damals verbrachte sie viele glückliche Sommer mit dem Fischerjungen Sam auf der kleinen Insel Eagle Island, bis sie der Insel für immer den Rücken kehrten. Mina hofft, fast 20 Jahre später die Gründe dafür zu finden. Der Zufall führt sie nach Stone Harbour zu den Hummerfischerinnen Ann und Julie. Beide sind geprägt durch Verluste und Schicksalsschläge, kommen ziemlich ruppig daher, nehmen aber Mina mit großem Verständnis und liebevoll auf. Die drei unterschiedlichen Frauen werden zu einer Wahlfamilie, die sich gegenseitig unterstützt. Nach dem Wiedersehen mit Sam ist da nicht nur die alte Vertrautheit, sie entdecken ihre innige Liebe füreinander. Doch auch Sam hat mit den Dämonen der Vergangenheit zu kämpfen. Schnell hatte ich mich mit den drei Protagonistinnen angefreundet. Drei Frauen, drei Generationen, die das Schicksal zusammengeführt hat. Die 72-jährige Ann, älteste Hummerfischerin des Ortes Stone Harbour, begegnet mir verbittert und sarkastisch. Sie lebt ziemlich zurückgezogen und unterhält eine skurrile Freundschaft zu dem blauen Hummer Mr. Darcy. Die 54-jährige Julie hat sich nach einem schweren Unfall zurück ins Leben gekämpft, an Deck ihres Fischerbootes hat sie ihren Frieden und ihre Bestimmung gefunden. Wer ihr begegnet, muss schon ein hartes Fell haben. Sie trägt ihr Herz auf der Zunge, ist ehrlich und direkt und großzügig beim Verteilen von Beleidigungen. Dennoch fühlte ich mich ihnen verbunden, denn hinter der rauen Schale steckt Verständnis und ein großes Herz. Mit Mina im Bunde sind sie für mich die perfekte Familie, die alles gemeinsam durchsteht. Durch Rückblenden ins Jahr 1982 erfahre ich viel über Mina´s Kindheit und ihre Familie. Als Städter war es für sie edes Jahr herrlich die Sommer unbeschwert an der Küste und im Einklang mit den Einheimischen zu verbringen. Mina, ihr Bruder Christopher und ihr Vater waren glücklich. Nur die Mutter kam mit ihrem Leben nicht klar. Sie klammerte bei ihrem Sohn, unterdrückte und vernachlässigte Mina und griff zu oft zum Alkohol.Zwei gravierende Vorfälle haben dazu geführt, dass zwei Familien zerstört wurden. Der Roman zeigt auf, dass jeder Mensch anders mit Verlusten und Schicksalsschlägen umgeht. Die einen suchen nach dem Warum, andere nehmen es hin und möchten nie wieder darüber reden. Die Fischerfamilien haben viele geliebte Menschen ans Meer verloren, für sie gehört es dazu, das Leben geht weiter.Die Autorin hat starke und tiefgehende Charaktere mit einer intensiven Lebensgeschichte geschaffen. Stürmisch wie das Meer, mit Höhen und Tiefen, Aufgeben gibt es nicht. Die Gemeinschaft der Fischer ist barsch und hartgesotten, aber sie halten zusammen. Es gab so einige Dialoge, die mich zum Schmunzeln brachten. Bei vielen war Julie zugegen. Mina und Sam schienen von klein auf an füreinander geschaffen, schwierig schien nur der richtige Moment, falls es so etwas überhaupt gibt. Man kann jemand von Herzen lieben und es dennoch nicht schaffen, das Leben gemeinsam zu meistern. Vielen Dank Beatrix Gerstberger für diesen fesselnden, absolut ehrlichen und teilweise ergreifenden Roman. Er wird noch lange in mir nachwirken. Absolut lesenswert. Mein Fazit:Die Hummerfrauen ist eine bildgewaltige Geschichte über das Leben, den Umfang mit Verlusten, über Neuanfänge, Liebe und Freundschaft. Die Lebensgeschichten der vielschichtigen Charaktere gehen unter die Haut und bleiben einem im Gedächtnis.

bettyliteratur am 25.12.2025 09:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Starke Frauen

Die drei ungleichen Frauen unterschiedlicher Generationen Ann, Mia und Julie teilen die Liebe zum Meer und dem Hummerfischen. In dem kleinen Fischerdorf in Mainedreht sich alles um den Hummer, seit Generationen leben die Familien vom Hummerfang, und es ist immer noch eine Männerdomaine.Ann hat ihre große Liebe Carolyn verloren, sie findet Trost in der Arbeit an Bord ihres Schiffes. Die unkonventionelle Julie schert sich nicht um die Meinung anderer Leute, sie arbeitet genauso hart wie die Männer. Mina hat ihre Sommerurlaube als Kind und Jugendliche am Meer verbracht und kehrt an den Ort zurück, der mit so vielen Erinnerungen verbunden ist.Die drei sympathischen Frauen unterstützen sich und geben sich Halt, jede findet auf ihre Art Heilung.Schonungslos ehrlich und immer wieder mit einem Schuss Humor begleiten wir diese starken Frauen in ihrer Sehnsucht nach Liebe, ihrer Auseinandersetzung mit ihrer Rolle und erleben ihre Heilung durch die harte Arbeit auf dem Meer, die Liebe zur Natur und die tiefe Freundschaft, die sie miteinander verbindet.Die Autorin hat zur Bewältigung ihrer Trauer nach dem Verlust des Partners selber einige Zeit bei den Hummerfrauen in Maine verbracht, ist mit ihnen aufs Meer gefahren und hat ihre Geschichten gehört. Das ist sicher ein Grund dafür, dass dieses Buch so lebensnah und authentisch ist. Ich habe es sehr gern gelesen.

söphken am 10.11.2025 11:11 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sehr berührend!

„Die Hummerfrauen“ von Beatrix Gerstberger ist einer dieser Romane, die man aufschlägt, um „nur mal kurz reinzulesen“ – und plötzlich ist man komplett an die Küste von Maine versetzt, riecht Salzluft, hört Möwen und möchte am liebsten selbst mit aufs Boot steigen.Was dieses Buch so besonders macht, sind die drei Frauen im Zentrum der Geschichte. Ann, die 72-jährige Hummerfischerin, ist herrlich kantig, eigenwillig und verletzlich zugleich. Hinter ihrem Sarkasmus und ihrer Härte steckt eine Frau, die gelernt hat, sich in einer Männerdomäne zu behaupten – und die trotzdem in ihrer Zuneigung zu ihrem blauen Hummer Mr. Darcy eine rührende Zartheit zeigt. Julie, die sich nach einem schweren Unfall buchstäblich zurück ins Leben kämpft, steht für all jene Frauen, die anderen ohne zu zögern zur Seite springen, sich selbst aber oft am wenigsten zugestehen. Und Mina, die Jüngste, bringt mit ihrer Rückkehr nach Maine die Vergangenheit ans Licht – die ihrer Familie, aber auch die von Sam, dessen Geschichte sich eng mit ihrer verknüpft.Gerstberger erzählt ihre Lebenswege mit viel Empathie und einem feinen Gespür für Zwischentöne. Es geht um Trauer, Schuld und verpasste Chancen, aber auch um Solidarität, weibliche Freundschaft und die Kraft, sich ein eigenes Leben zu schaffen, selbst wenn der Ausgangspunkt alles andere als leicht war. Besonders schön ist, wie sich die drei unterschiedlichen Frauen nach und nach zu einer Art Wahlfamilie zusammenfinden. Die Fischerei, das Meer, das harte Arbeiten im Morgengrauen – all das ist nicht nur Kulisse, sondern spürbarer Teil ihres Alltags, der sie prägt und verbindet.„Die Hummerfrauen“ ist ein berührender, atmosphärischer Roman über Neuanfänge in jedem Alter und darüber, wie heilsam es sein kann, wenn Frauen sich gegenseitig ernst nehmen, unterstützen und stärken. Wer Geschichten liebt, in denen Landschaft, Figuren und Gefühle gleichermaßen Tiefe haben, wird dieses Buch kaum aus der Hand legen wollen – und sich am Ende wünschen, Ann, Julie und Mina noch ein bisschen länger begleiten zu dürfen.

elenanett am 29.09.2025 07:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Berührend

Die Geschichte wird in zwei Zeitsträngen erzählt: Minas Sommerwochen in den frühen 80er Jahren und ihre Rückkehr Anfang der 2000er. Zwischendurch gibt es Rückblenden an frühere Ereignisse. So konnte man die Figuren besser verstehen. Es geht um Menschen, ihre Leben und ihre Träume. Es war spannend zu sehen, wie sie miteinander verbunden sind.Besonders schön waren die Beschreibungen von Maine. Die Charaktere waren toll, vor allem die starken Frauen. Sie wirkten lebendig und echt.Manchmal hat die Spannung ein bisschen nachgelassen, aber die Geschichte blieb trotzdem berührend und gefühlvoll. Am Ende war ich allerdings etwas verwirrt, weil es sehr offen geblieben ist. Ich hätte mir da mehr Klarheit gewünscht.Trotzdem ist es für mich ein wunderschönes Sommerbuch. Es ist romantisch, gefühlvoll und voller Sehnsucht. Ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.

pmelittam am 23.09.2025 18:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Schöner Roman

Mina fährt mit ihren Eltern und ihrem großen Bruder Christopher jeden Sommer in Urlaub auf die kleine Insel Eagle Island in Maine. Ihr bester Freund dort ist Sam, der Sohn eines Hummerfischers. 1982 soll allerdings das letzte Jahr gewesen sein, irgendetwas scheint passiert, doch niemand spricht darüber.Im Frühjahr 2000 entschließt Mina sich nach dem Tod ihres Bruders, doch noch einmal nach Eagle Island zu reisen, schafft es aber zunächst nur in das nahegelegene Stone Harbor, wo Ann, eine über 70jährige Hummerfischerin, sie aufnimmt. Ann ist vor Jahren in Stone Harbor gestrandet, hat dort zunächst mit ihrer Freundin Carolyn einen Gemüseladen aufgemacht, und sich nach der Trennung als eine der wenigen Frauen, die auf Hummerfang gehen, etabliert. Einer ihrer Fänge wurde zu einem Haustier, der blaue Hummer Mr. Darcy.Auch Anns Freundin Julie ist Hummerfischerin. Nach einem schweren Unfall musste sie ihre Karriere aufgeben, und hat sich nach Maine zurückgezogen.Der Roman wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, die Hauptstory, die Geschehnisse in 2000 und 2001 aus Sicht der oben genannten drei Protagonistinnen, deren Leben sich immer mehr verbinden. Es gibt aber auch eine Reihe Rückblenden ins Jahr 1982, die überwiegend aus Sicht Judiths, Minas Mutter, erzählt werden. Prolog und Epilog dagegen spielen ungefähr 2018, hier erfährt man auch, was aus vielen Charakteren geworden ist. Die drei Protagonistinnen, Ann, Julie und Mina lernt man sehr gut kennen. Ich mochte sie sehr schnell, konnte mit ihnen mitfühlen und habe sie gerne begleitet. Auch andere Charaktere werden wiedererkennbar dargestellt, in der Regel subjektiv gebrochen durch die jeweilige Perspektive. Nicht jede:r ist sympathisch, manche:n lernt man auch erst nach und nach besser kennen. Minas Mutter ist aus ihrer eigenen Perspektive schon nicht sehr sympathisch, liest man von ihr aus Sicht ihrer Tochter, erkennt man erst, wie kalt sie tatsächlich ist. Mina tat mir hier oft sehr leid. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen ganz klar Frauen.Sehr gut gefallen hat mir das Setting. Der Hummerfang steht in dieser Gegend im Mittelpunkt, dazu kommt noch der Tourismus in den Sommermonaten. Dies alles wird sehr gut dargestellt, ich fühlte mich schnell mittendrin. Auch der Hummerfang selbst wird recht ausführlich aufgezeigt, ebenso wird klar, wie gefährlich er sein kann. Die Autorin lebte selbst eine Zeit lang in Maine, hat einige Hummerfrauen kennengelernt, und ist selbst mit hinausgefahren. Das Ganze hat sie so beeindruckt, dass es zum Thema ihres Debütromans wurde. Sie weiß also, wovon sie erzählt. Mit dem Ende war ich erst nicht so ganz glücklich, mir persönlich bleibt es etwas zu offen, aber letztlich kann ich damit doch leben, eine eigene Vorstellung habe ich auf jeden Fall.Wer gerne berührende Lebenswege durchdachter Charaktere begleitet, ist hier genau richtig, dazu gibt es ein interessantes, gut ausgearbeitetes Setting. Nur das Ende hätte ich mir ein bisschen anders gewünscht. Ich vergebe daher 4,5 Sterne, die ich, wo nötig, aufrunde.

kleine hexe am 23.09.2025 16:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Inseln und ihre Bewohner

Kleine bewohnte Inseln an der US-Atlantik Küste. Die Menschen die hier leben, sind in zwei Lager geteilt. sie stehen sich auf keinen Fall feindlich gegenüber, aber eine Trennung besteht doch: einerseits die ständigen Bewohner der Inseln, andererseits sind da die Sommergäste, die vor Beginn der Herbststürme zurück in ihr Leben auf dem Festland der USA kehren. Aber es gibt auch Menschen, die kommen und dann bleiben. Die hier ihr Zuhause finden, Und da keiner der Bewohner der Inseln vor der Küste von Maine zu der indigenen Gruppe gehört, sind sie alle im Laufe der Zeit mal hinzugekommen. Es ist nur der Unterschied, gekommen um zu bleiben oder als Sommergast. Die drei Frauen, Ann (72), Julie (24) und Mina (28) gehören unterschiedlichen Generationen an, Julie und Mina sind hinzu Gekommene, alle drei werden zu Hummerfischerinnen, essen aber keinen Hummer. Hummer ist ihr Broterwerb. Ann ist Witwe, sie denkt oft an ihren verstorbenen Mann und an ihr Leben zurück, an die Rückschläge aber auch an die schönen Momente. Julie überlebte einen schweren Unfall, arbeitete viele Jahre als Hummerfischerin auf der Insel, hatte zum Schluss ihr eigenes Boot. Als NAt, ein Hummerfischer, Witwer wird, verliebt sich Julie in ihn, aber beide tun sich schwer mit ihrer Liebe. Nats verstorbene Ehefrau hatte schon in ihren letzten TAgen bestimmt, Nat müsse Julie heiraten, damit er versorgt ist. Aber Julie will mehr vom Leben, von Nat. Sie müssen beide einige Stolpersteine aus dem Weg schaffen, bis sie zueinander finden. Mina, die jüngste, der drei Hummerfischerinnen, war als Kind jeden Sommer auf der Insel, war unzertrennlich mit Sam, dem Sohn eines Hummerfischers. Die Väter waren auch gut befreundet, nur Minas Mutter hat nie in die Gesellschaft der Insel Zugang gefunden. In einem Sommer weigert sich die Mutter, auf die Insel zurückzukehren. Und dabei bleibt es. Mina ist unglücklich, kann nicht verstehen, weshalb. Und so kehrt Mina, als Erwachsene, allein auf die Insel zurück. Dabei wäre sie fast ertrunken. Sie findet Zuflucht bei Ann, so wie Jahre zuvor auch Julie bei Ann einen sicheren Hafen fand. Ihr Wiedersehen mit Sam, dem Jungen aus ihrer Kindheit, mit dem sie so viele glückliche Stunden verbracht hatte, verläuft etwas holprig. Ein Wiederanknüpfen an ihre Kindheit ist nicht möglich, sie müssen von Neuem zusammenfinden. Sam musste, nach dem Tod seines älteren Bruders, seine Träume aufgeben und Hummerfischer werden, obwohl er ganz andere Lebenspläne hatte. Die drei gEschichten von Ann, Julie und Minna haben eigentlich nichts miteinander zu tun. Sie verbindet die Hummerfischerei, die Liebe zum Meer und zu der Insel, und sie geben sich Halt einander. Das Ganze wird so einfühlsam, ohne Pathos, und unaufgeregt erzählt. Erst ein Satz am Ende eines Gespräches, eine Bemerkung im Weggehen, eine kurze Erklärung, zeigt die unausgesprochenen Probleme auf, den Schmerz, der in den Menschen steckt, aber auch die Liebe und die Freude. Last but not least, ist Mr. Darcy da. ein großer blauer Hummer, der in Anns Haus in einem Aquarium lebt, wird von den drei Frauen gerne aus dem Aquarium geholt, gestreichelt und an den Fühlern gekrault. Alle Versuche, ihn wieder ins Meer zu lassen sind gescheitert, Mr. Darcy kehrt jedes Mal zurück zu Ann. Ein Hummer als Haustier ist ein stoischer und hartnäckiger Geselle Man muss dieses Buch nicht gelesen haben, aber es bereichert den Lesenden und lässt einen leisen, wehmütig-schönen Geschmack zurück- Lest es!

zwischen.den.buchwelten am 19.09.2025 14:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Eine ruhige, unaufgeregte Geschichte

Der Roman spielt im fiktiven Küstenort Stone Harbor in Maine (USA) und handelt von den Lebensgeschichten der drei Frauen Ann, Julie und Mina, die alle Schicksalsschläge in ihrem Leben hinnehmen mussten.Die Erzählweise der Autorin ist ruhig und unaufgeregt. Es gelingt ihr hervorragend, eine Atmosphäre zu schaffen. Insbesondere die Beschreibungen der Natur, des rauen Meeres und der Arbeit der Hummerfischer sowie die Darstellung der ganz eigenen, patriarchal geprägten Gesellschaftsstruktur dieses Ortes sind hervorragend gelungen. Es war spannend zu lesen, wie „Neulinge“ wie Ann und Julie einerseits eine neue Dynamik in das Leben in Stone Harbor bringen, ihnen anderseits das Leben dort auch hilft, zu sich selber zu finden.Im Fokus steht besonders die Geschichte von Mina, die als Kind ihre Sommerferien in der Gegend verbracht hat. In Rückblenden wird immer wieder der Sommer 1982 thematisiert, in dem etwas geschah, das ihre Familie nachhaltig erschütterte. Was genau passiert ist, wird in dem Roman jedoch nie vollständig aufgeklärt. Das hat mir aber tatsächlich gut gefallen, denn es gibt nun mal im Leben nicht immer eine Antwort auf alles.Überhaupt nicht mochte ich allerdings den Prolog. Meiner Meinung nach hat er bereits zu viel vorweggenommen. Das hat mich wirklich gestört. Ich verstehe zwar, dass Prolog und Epilog einen Rahmen um die Geschichte bilden sollten, aber das hätte man aus meiner Sicht anders lösen sollen. Ich würde jedem, der das Buch liest, empfehlen, den Prolog zu überspringen und ihn erst am Ende, vor dem Epilog, zu lesen.Fazit. ‚Die Hummerfrauen‘ ist eine ruhige Geschichte, die vor allem mit einer großartigen Atmosphäre und toll geschriebenen weiblichen Protagonistinnen punktet. Für mich ist es das perfekte Sommerbuch.

leseratte1310 am 19.09.2025 08:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Drei Frauen und ein Hummer

Als Kind verbrachte Mina Sommer voller Freiheit mit ihrer Familie in dem kleinen Fischerdorf Stone Harbour auf Eagle Island in Maine. Nun, fast zwanzig Jahre später, kehrt sie zurück an den Ort, wo sie immer so glücklich war. Sie wird von den Hummerfischerinnen Ann und Julie aufgenommen und fährt mit ihnen hinaus aufs Meer. Mir ist es nicht leichtgefallen, mich in diese Geschichte einzufinden. Es ist ein leiser Roman, in dem die Zeiten immer wieder wechseln. Der Schreibstil lässt sich angenehm lesen. Aber besonders atmosphärisch dargestellt ist die Landschaft dort in Maine und das Leben der Menschen, wenn die Touristen wieder abgereist sind. Die Fischerei ist ein Beruf für Männer. Doch Ann und Julie haben sich davon nicht beirren lassen und werden nun toleriert. Die 72-jährige Ann lebt alleine; nur der blaue Hummer Mr. Darcy leistet ihr Gesellschaft. Die 54-jährige Julie hatte einen Unfall und ist dabei, sich ein neues Leben aufzubauen. Sie ist geradeheraus, anpackend und hilfsbereit. Sie mag den Fischer Nat, macht es sich aber selbst schwer. Mina muss sich selbst wiederfinden, nachdem ihr Bruder plötzlich verstorben ist und sie sich mit der Mutter zerstritten hat. Auch möchte sie herausfinden, warum die Familie damals nie mehr dorthin zurückkehrte. Sie begegnet auch Sam, dem Freund aus Kindertagen, wieder und erfährt, dass auch er seinen Bruder verloren hat. Ann, Julie und Mina verbindet eine ungewöhnliche Freundschaft. Sie sind starke Frauen, die sich trotz mancher Widrigkeiten nicht unterkriegen lassen. Leider muss ich sagen, dass mir keine der Figuren wirklich nahekam. Ein ruhig verlaufender Roman über Freundschaft und Zusammenhalt wie auch über Verlust, Trauer und Neuanfänge. Mir hat diese nachdenklich stimmende Geschichte gefallen.

wampy am 16.09.2025 09:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Die Hummerfrauen liefern Denkanstöße

Buchmeinung zu Beatrix Gerstberger – »Die Hummerfrauen«»Die Hummerfrauen« ist ein Roman von Beatrix Gerstberger, der 2025 bei dtv erschienen ist. Zum Autor:Beatrix Gerstberger, geboren 1964, ist freie Autorin für ›Brigitte‹, ›Stern‹ und ›Geo‹. Sie schrieb den SPIEGEL-Bestseller ›Keine Zeit zum Abschiednehmen‹ über den frühen Tod ihres Partners und die Geschichten von weiteren jungen Witwen vor 20 Jahren, als sie für sechs Monate in einem Hummerfischerdorf in Maine lebte. Viele Jahre später kehrte sie an diesen Ort zurück, fuhr mit Hummerfischerinnen hinaus aufs Meer und sprach mit ihnen über das Leben, über Verluste, Trauer und das Weitermachen. Daraus entstand die Idee für diesen Roman. Beatrix Gerstberger lebt in Hamburg.Zum Inhalt:20 Jahre zuvor hat Mina ihren letzten Urlaub als Kind mit Bruder und Eltern auf Eagle Island verbracht, einem Dorf mit Hummerfischern und wundervoller Natur. Nach dem Tod ihres Bruders und dem Zerwürfnis mit ihrer Mutter, will Mina einen Neuanfang an dem Ort wagen, an dem sie glückliche Tage verbracht hat. Dort begegnet sie den starken Frauen und Hummerfischerinnen Ann und Julie sowie ihrer Jugendbekanntschaft Sam.Meine Meinung:Dieses Buch bietet reichlich Denkansätze, vor allem zum Thema Umgang mit Verlusten. Ann (72) und Julie (Mitte 50) haben selbst einen Neuanfang auf Eagle Island gewagt und kümmern sich um Mina (Anfang 30). Die Hummerfischerei bietet einen festen, aber auch harten Rahmen für die Inselbewohner. Wenn etwas Schlimmes passiert wird kurz getrauert und dann wird zum Alltag zurückgekehrt. Durch mehrere Rückblenden erfahren wir mehr über Ann und Julie, aber auch über andere Dorfbewohner und Ereignisse jener Zeit. Sam hatte andere Pläne, aber durch den Tod seines Bruders akzeptiert er ungeschriebene Gesetze und bleibt auf der Insel. Sam und Mina kommen sich näher, aber der unterschiedliche Umgang mit Geschehenem macht es nicht einfach. Mina möchte Dinge hinterfragen, während Sam sie als abgeschlossen betrachtet. Schnell ist man bei der Frage »Wie hättest du dich unter diesen Umständen verhalten?« angelangt und gerät ins Grübeln.Fazit:Dieses Buch hat mich wiederholt zum Nachdenken angeregt, auch wenn die eigentliche Geschichte eher unaufgeregt abläuft. Deshalb bewerte ich den Titel mit vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung aus.

annnnnnna am 14.09.2025 07:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Eine Schicksalsgemeinschaft, die zur Familie wird 🦞

Drei Frauen, die zwei Dinge verbinden: Sie sind Zugezogene und damit nicht das „Salz der Erde“, wie sich die Einheimischen in Maine nennen. Und sie sind Hummerfischerinnen. In einem Ort, in dem diese Aufgabe bisher Männern vorbehalten war, bringt das einiges durcheinander.Anne, 72, lebt nach der Trennung von ihrer Partnerin allein – aber nicht ganz: Mr. Darcy, ein blauer Hummer, leistet ihr Gesellschaft. Ihre raue Art täuscht, doch das Herz trägt sie auf der Zunge. Julie, 54, findet nach einer Zeit im Koma in Stone Harbour ihre Heimat und unerwartet auch die große Liebe. Mina, 28, zieht es zurück an den Ort, an dem sie als Kind ihre Sommer verbrachte. Bei Anne findet sie Halt und einen Neuanfang, der sie zugleich mitten in ihre Vergangenheit zurückkatapultiert. Das Setting ist perfekt gewählt. Der fiktive kleine Ort Stone Harbour im Bundesstaat Maine im Nordosten der USA wird mit dichter Natur, felsigen Küsten und tiefblauem Meer lebendig. Hier ticken die Uhren langsamer, die 500 Bewohner bilden eine eingeschworene Gemeinschaft, bis im Sommer die Feriengäste ins Dorf strömen und es ein wenig lebhafter wird. Die Geschichte entfaltet sich auf zwei Zeitebenen: dem Sommer 1982, in dem Mina wie gewohnt ihre Ferien mit der Familie in Maine verbrachte, und ihrer Rückkehr im Jahr 2000. Rückblicke verweben sich mit den Lebensgeschichten der drei Frauen. So entsteht ein eindringlicher Roman über Verlust und Zugehörigkeit, über die Suche nach Identität und die Spuren von Trauer, aber auch über den Trost, dass das Leben weitergeht.Besonders beeindruckt haben mich die feinfühlige Sprache und die tiefgründigen, oft auch humorvollen Dialoge. Beatrix Gerstberger lässt die Perspektiven wechseln, und doch wirkt jede der drei Frauen unverwechselbar echt. Mit Fehlern, Zweifeln, Verletzungen und einem Herz am rechten Fleck.Am Ende bleibt das Gefühl, in drei Seelen geblickt zu haben, die sich, ohne es zu wissen, ein Leben lang gesucht haben und zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammengewachsen sind, enger verbunden als manch eine Familie. Ein kleines Highlight ist Mr. Darcy, der blaue Hummer. Ein wunderbarer Sidekick, der jedem Jane-Austen-Fan ein Lächeln entlockt. 🦞💙Für mich war dieser Roman eine atmosphärische, berührende Lektüre, die Fernweh weckt und noch lange nachhallt. Glück und Tragik liegen dicht beieinander. Ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann und gleichzeitig nicht will, dass es endet.

Veranstaltungen & Medientermine

Veranstaltung
Beatrix Gerstberger liest aus ›Die Hummerfrauen‹
Moderation : Luzia Stettler
20.10.2026
19:30 Uhr (CEST)
Kantonsbibliothek Baselland
Emma Herwegh-Platz 4
4410 Liestal
Veranstaltung
Beatrix Gerstberger liest aus ›Die Hummerfrauen‹
Moderation : Luzia Stettler
21.10.2026
20:00 Uhr (CEST)
Orell Füssli
Spitalgasse 18/20
3011 Bern
Veranstaltung
Beatrix Gerstberger liest aus ›Die Hummerfrauen‹
Moderation : Luzia Stettler
22.10.2026
19:30 Uhr (CEST)
Bücher Lüthy Aarau
Bahnhofstrasse 20
5000 Aarau
Veranstaltung
Beatrix Gerstberger liest aus ›Die Hummerfrauen‹
Moderation : Luzia Stettler
23.10.2026
20:00 Uhr (CEST)
Buchhandlung Schreiber
Kirchgasse 7
4600 Olten
Veranstaltung
Beatrix Gerstberger liest aus ›Die Hummerfrauen‹
Moderation : Luzia Stettler
25.10.2026
16:00 Uhr (CEST)
Karl der Grosse
Kirchgasse 14
8001 Zürich
Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Passauer Neue Presse
Es sind vor allem die stark herausgearbeiteten Charaktere und ihre Lebensgeschichten, die diesen Rom...an zu einem Pageturner machen. mehr weniger

Rebecca Cischek, 26.01.2026

Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln
Ein literarisch feinfühliger Wellengang über Freundschaft, Zugehörigkeit und heilende Kraft, die ent...steht. wenn man die Gegenwart annimmt. mehr weniger

31.10.2025

Für Sie
Toll geschriebener Roman über das Meer und den Mut, einen Schicksalsschlag zu überwinden.

10.09.2025

Merian
Drei Frauen, drei Lebensgeschichten, viel raue See und herzerwärmender Zusammenhalt.

Tinka Dippel, 29.08.2025

denglers-buchkritik.de
Eine Geschichte, die einen umschließt wie eine warme Decke, in die man sich hineinkuscheln kann.

25.08.2025

BZ
Drei Frauen in einer kleinen Maine-Krabbenfischergemeinde begegnen Neuanfängen, Freundschaft und fam...iliären Umbrüchen – erzählt mit viel Wärme und typisch nordatlantischem Flair. mehr weniger

Antonia Schöne, 18.08.2025

Die Presse am Sonntag
Ein bittersüßes Sommerbuch, das man genauso gern im Herbst und im Winter liest.

10.08.2025

myself
Erzählung von Menschen, die sich gegenseitig so sein lassen. Für Fans von Elizabeth Strout und Mira...nda Cowley Heller. mehr weniger

01.08.2025

ndr.de
Die Hummerfrauen‹ ist ein starkes Romandebüt, bei dem es natürlich auch ums Hummerfischen geht. Doch... vor allem handelt es von Freundschaft: Von drei Frauen aus drei Generationen, die immer wieder aufstehen und weitermachen, auch wenn das Schicksal jede Einzelne auf eine harte Probe stellt - so wie Beatrix Gerstberger. mehr weniger

Stefanie Wittgenstein, 01.08.2025

Pforzheimer Zeitung
Ein kraftvoller, leiser Roman über das Ankommen, das Verzeihen und die zweite Chance im Leben.

Sandra Pfäfflein, 30.07.2025

Oberländer Rundschau
Ein berührender Roman über Liebe, Verlust und die Suche nach Zugehörigkeit, der so stürmisch wie das... Meer und so tief wie die Erinnerungen ist. mehr weniger

30.07.2025

Trierischer Volksfreund
Ich war nach zehn Seiten so begeistert, dass ich das Buch an einem Sonntag komplett gelesen habe. (…...) So ein großartiges Buch! mehr weniger

Florian Valerius, 23.07.2025

Madonna
Beatrix Gerstberger liefert mit ›Die Hummerfrauen‹ einen Roman über den Mut zum Weitermachen.

19.07.2025

Morgenpost
Ein erfrischendes Leseerlebnis – ein vielgelobtes und vielgelesenes Buch.

17.07.2025

In – Das Star & Style Magazin
Wunderbarer, berührender Pageturner - man will am liebsten sofort die Koffer packen und an die US-Kü...ste fliegen! mehr weniger

01.07.2025

Event Magazin
Der raue Alltag der Hummerfischerinnen wird zum Schauplatz eines kraftvollen, inspirierenden Romans ...über einen schicksalhaften Sommer vor bald zwanzig Jahren, eine Liebe aus Kindertagen und das Drama einer Familie. mehr weniger

27.06.2025

Freundin
Mutmachende Sommerlektüre.

25.06.2025

Bild am Sonntag
Perfekter Lesestoff für den Sommer.

22.06.2025

Brigitte
Man spürt, dass Beatrix Gerstberger erlebt hat, wovon sie schreibt. Ein unterhaltsamer, kraftvoller ...Roman. mehr weniger

04.06.2025

Hummer News

Willkommen in Maine

Hier wurde Beatrix Gerstberger zu ihrem großen Roman inspiriert

Maine liegt in der nordöstlichsten Ecke der USA, da wo es nicht mehr weitergeht, es sei denn, man will nach Kanada. Es gibt dort riesige Wälder, ein paar beeindruckende Berge, den Acadia National Park, eine zerklüftete, endlos lange felsige Küste mit Bilderbuchdörfern, eiskaltes Atlantikwasser und 3000 Inseln. Maine ist bekannt für seine wilden Blaubeeren, die strahlendweißen Leuchttürme – und natürlich für seinen Hummer. Von ihm lebt auch heute noch ein Großteil der Küstenbevölkerung, er gilt als der schmackhafteste der Welt und wird überall in Buden am Straßenrand angeboten. Warnung an Touristen: Die Menschen in diesem Bundesstaat nehmen kein Blatt vor den Mund und sprechen mit einem nur ihnen verständlichen einzigartigen Akzent. Was man hier unbedingt machen sollte: einen Ausfug mit einem der historischen Windjammer in der Hafenstadt Camden, das jährliche Hummerfestival in Rockland besuchen und schließlich ein paar Tage auf Monhegan Island verbringen – wegen des ganz besonderen Lichts lange Zeit ein beliebtes Ziel für Maler und andere Künstler.

Küste von Maine

Wer sind die Hummerfrauen?

Ann (72)

 

 ist die älteste Hummerfischerin von Stone Harbor. Sie wohnt allein in einem großen Haus am Meer, ist sarkastisch, hart zu sich selbst und anderen – außer ihrem blauen Hummer Mr. Darcy, der in einem Aquarium in der Küche lebt.

Julie (54)

 

 fand nach einem schweren Unfall erst auf ihrem Fischerboot zurück ins Leben. Sie drängt sich ungerührt in die Angelegenheiten aller, die ihrer Meinung nach Hilfe benötigen. Doch als sie sich in den Witwer Nat verliebt, stehen alte Verletzungen einem Neuanfang im Weg.

Mina (28)

 

 zieht es nach einem tragischen Verlust zurück nach Maine – wo ihre Familie vor Jahren das letzte Mal glücklich war. Sie begegnet Ann und Julie, die ihr das Hummerfischen beibringen. Und sie trifft Sam wieder, dessen Familie nach jenem letzten Sommer in Maine auch nie mehr dieselbe war.

Mr. Darcy

 

 ist ein leuchtend blauer Hummer – und Anns Haustier. Sie hat gleich erkannt, dass er etwas ganz Besonderes ist: »Fürs Erste heißt du Mr. Darcy. Du bist so einer, der erst einmal einen Panzer trägt, und wenn er sich häutet, kommt doch kein so großer Idiot zum Vorschein.«

Beatrix Gerstberger im Interview

Autorin Beatrix Gerstberger am Strand

Wie sind Sie in Maine gelandet, dem Schauplatz Ihres Romans?

Ich bin Anfang der 2000er mit meinem damals noch kleinen Sohn für ein halbes Jahr in ein Hummerfischerdorf gezogen, nachdem mein Partner gestorben war. Ein Ort am Meer, ein kleines Dorf schien mir der richtige Platz zu sein, um einen Weg aus der Trauer zu finden. Und mit der Zeit habe ich gelernt, dass es viele unterschiedliche Formen von Verlust auch in so einem Dorf gibt, dessen schöne Kulisse vielleicht darüber hinwegtäuscht. Und dass es genauso viele unterschiedliche Wege gibt, damit umzugehen.

Warum ist dieser Ort zu Ihrem Sehnsuchtsort geworden?

Ich mag dieses direkt am Meer leben mit Menschen, die immer noch vom Meer leben. Die Bewohner sind zwar auf den ersten Blick rau und unzugänglich, aber wenn sie dich mögen, dann sind sie umwerfend hilfsbereit und herzlich.

Welchen Bezug haben Sie persönlich zu den Hummerfrauen dort?

Zunächst gab es damals nur wenige Frauen, die mit raus zum Fischen fuhren, es sei denn, sie halfen ihren Männern. Die Hummerfischerinnen mit eigenem Boot waren selten und sind es auch heute noch. Ich bin mit einigen rausgefahren und habe mit ihnen Interviews geführt. Sie alle waren sehr unterschiedlich, aber fast jede hatte Tragisches in ihrem Leben erfahren, ist auf ihre ganz eigene Weise damit umgegangen, das hat mich zu diesem Roman inspiriert.

Die Hummerfrauen, das sind drei Frauen aus drei Generationen: Zufall – oder Absicht?

Eigentlich ist es eher Zufall. Ann, die älteste, war von Anfang an da, ihr Leben wollte ich erzählen, aber dann kam Mina dazu, als Auslöser für eine Neuausrichtung in Anns Leben. Und schließlich gab es schon immer Julie in meinem Kopf, sie hat sich sozusagen dazwischen gedrängt, was ganz ihre Art ist, und ist zum Klebstoff zwischen den drei Generationen geworden, die am Ende zu einer Wahlfamilie zusammenwachsen.

Welche Figur ist Ihre persönliche Lieblingsfigur?

Es ist tatsächlich Julie. Ich mag ihren Humor wahnsinnig gern, mit dem sie sich durchs Leben kämpft. Dass sich unter all ihrer Schlagfertigkeit aber auch ein verletzlicher Mensch versteckt, das zu zeigen, hat mir sehr viel Freude gemacht.

Verraten Sie uns, ob Ihr Roman autobiografische Züge hat?

Nur insofern, als mein erster Aufenthalt in Maine für mich von der Frage geprägt war, wie man nach einem schweren Verlust weiterlebt. Genau diese Frage stellen sich alle meine Protagonistinnen in diesem Roman.

Wie kamen Sie auf Ihre exotischste Figur – den blauen Hummer Mr. Darcy?

Als ich in Maine gelebt habe, gab es am Hafen einen kleinen Schuppen, in dem man die Hummer fangfrisch kaufen konnte. Sie waren in einem riesigen Aquarium, und nur einer von ihnen hatte eine ganz besondere blaue Farbe. So einen Hummer gibt es im Schnitt nur einmal unter zwei Millionen. Die Frau in dem Laden hat ihn nie verkauft, hat immer mit ihm gesprochen und ihn am Ende der Saison wieder ins Meer gelassen. Dieser Hummer und die Verbindung zwischen der Frau und ihm, das hat mich berührt.

Welche Botschaft möchten Sie mit Ihrem Roman transportieren?

Dass es in der Trauer auch sehr frohe und sogar witzige Momente geben kann. Die passieren oft genau dann, wenn man nicht damit rechnet. Und mit Menschen, die man vorher oft gar nicht richtig wahrgenommen hat, weil sie vielleicht komplett anders sind als man selbst. Trauer macht großzügig und offen anderen gegenüber, so wie meine beiden älteren Hummerfischerinnen Ann und Julie. Die sind absolut unterschiedlich und haben trotzdem ein feines Gespür für den Schmerz und die Hoffnungen der anderen.

Und last but not least: Wie sieht die Zukunft aus? Haben Sie denn vor, Maine noch einmal zu besuchen?

Ich war in den letzten 25 Jahren sieben Mal dort, zuletzt im vergangenen Sommer. Am liebsten hätte ich dort ein kleines Haus auf einem Felsen direkt am Meer, aber das wird wohl immer ein Traum bleiben.