Einem bestialischen Serienkiller auf der Spur – der neue Thriller des SPIEGEL-Bestsellerautors Ivar Leon Menger
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Düster
Ein Grandhotel, eine Insel – und ein Mord, der alles verändert
Auf der Nordseeinsel verschwindet eine junge Frau spurlos aus dem Grandhotel. Wenig später wird ihre Leiche am Leuchtturm aufgefunden – nackt, entstellt, mit fehlendem Auge.
Ein „Urlaub“, der keiner ist – und weitere grausame Morde
Ein Fall für Ex-Kommissar Stahl, der zu seiner neuen Lebenspartnerin Geli in den Odenwald gezogen ist. Da sich Geli schon lange nach einer gemeinsamen Auszeit sehnt, tarnt er den Auftrag als Luxusurlaub. Doch statt romantischer Erholung erwarten ihn grausam zugerichtete Leichen.
Eine Leiche ohne Auge.
Zwei Kommissare ohne Spur.
Und mehr Verdächtige,
als man zählen kann.
Gemeinsam mit dem unerfahrenen Inselkommissar Böhm jagt Stahl den Täter. Sind sie einem bestialischen Serienkiller auf der Spur?
Stahl geht ans Fenster, schiebt den Vorhang zur Seite und blickt in den Hotelpark hinaus. »Man muss die Psyche des Mörders verstehen. Er wollte seinem Opfer ganz nah sein, bevor er es tötet. Stundenlang hat er unter ihrem Bett verharrt. Regungslos. Wie ein Skorpion.« Er dreht sich zur Hoteldirektorin um. »Ich kann es nicht mit hundertprozentiger Gewissheit sagen, doch wir müssen in Betracht ziehen, dass er Gefallen daran gefunden hat. Und es wieder tun könnte.«
Der neue düstere Pageturner des SPIEGEL-Bestsellerautors
»Bereits mit seinem Debüt ›Als das Böse kam‹ hat der aus Darmstadt stammende Menger Leser und Kritik begeistert. Seine Spezialität: Völlig überraschende Wendungen, welche die komplette Handlung in einem neuen Licht erscheinen lassen.« Rhein-Neckar-Zeitung
»Der Kerl ist wirklich eine Bereichung für den deutschen Thrillermarkt.« Romy Hausmann
Der neue Fall für Hans Jörg Stahl, den Kommissar aus ›Finster‹ – natürlich unabhängig lesbar
Mit dem zweiten Band der Thriller-Reihe von Ivar Leon Menger, wird aus der Inselkulisse ein Schauplatz für einen packenden Psychothriller: Nordsee-Setting, 80er-Jahre-Atmosphäre, Serienmord-Spannung – Gänsehaut pur.
Ein Thriller für alle, die das Böse schon immer fasziniert hat. Besonders die Frage: Gibt es das Böse von Geburt an oder hängt eine mörderische Entwicklung vom Umfeld ab?
Bibliografische Daten
1. Auflage
Ivar Leon Menger
Ivar Leon Menger, Jahrgang 1973, ist Schriftsteller, Diplom-Designer und Regisseur. Bekannt wurde er durch seine erfolgreiche Hörspielserien ›Ghostbox‹ sowie ›Monster 1983‹, für die er mit der Goldenen Schallplatte ausgezeichnet wurde. 2022 erschien sein Thrillerdebüt ›Als das Böse kam‹, das in mehrere Sprachen übersetzt und für den französischen Krimipreis 2025 als „Finaliste“ ausgezeichnet wurde. Sein dritter Thriller ›Finster‹ wurde SPIEGEL-Bestseller. Ivar Leon Menger ist Mitglied im Syndikat e.V. und lebt mit seiner Familie in Darmstadt.
Mehr unter www.ivarleonmenger.de
2 - 10 von 132 Leserstimme
Urlaub mit Mord
Der Thriller Düster hat mir einige schlaflose Nächte beschert. Die Geschichte war einfach so spannend, dass ich das Hörbuch nicht ausmachen konnte, ich musste immer noch ein Kapitel hören und noch eins... Das Cover des Buches spiegelt sehr schön die abgrundtief dunkle Seele des Täters wieder, welche man dank der gut platzierten Wechsel der POVs intensiv kennen lernen konnte. Die übrigen Charaktere waren sehr sympathisch und authentisch, insbesondere die Frau des pensionierte Kommissars, Geli, die echt pfiffig war und sich gut durchsetzen konnte. Die Geschichte war nicht vorhersehbar und durch die wechselnden Verdächtigen ist der Spannungsbogen an keiner Stelle abgerissen. Das Buch war auch nicht unnötig in die Länge gezogen, was mir besonders wichtig ist. Schön fand ich auch die Rahmengeschichte mit den zunächst als Urlaub getarnten Ermittlungen und die Insel als Kulisse.Mein Fazit: Ein spannender Thriller mit einem verstörend psychophatischem Serienmörder, überraschenden Twist und einer plausiblen Story.
fesselnder zweiter Fall für Kommissar a.D. Stahl - diesmal auf einer Nordseeinsel
Oktober 1987. Kommissar a.D. Hans Jörg Stahl, 73, ist nun fix zu seiner Lebenspartnerin, der Wirtin Geli, in das kleine Dörfchen Katzenbrunn in den Odenwald gezogen.Doch Geli will unbedingt mit Hans in den Urlaub fahren, egal wohin. Doch Stahl hasst Urlaub - bis er einen Anruf aus dem hohen Norden erhält: Die Hotelchefin des Grandhotels auf der Nordseeinsel Liekenoog bittet ihn im Fall einer verschwundenen Mitarbeiterin um Hilfe. Sie hat nämlich von seinem Erfolg im Fall der vom "Greifer" entführten Jugendlichen im letzten Jahr gelesen und hofft, dass er den jungen und unerfahrenen Inselpolizisten Jochen Böhm unterstützen kann. Stahl nimmt natürlich an und schwindelt Geli einen Luxusurlaub vor.Man fühlt sich wieder lebendig in die 80er zurückversetzt - Ivar Leon Menger versteht es, die damaligen Gepflogenheiten so realistisch wiederzugeben, und man kann alles so gut nachvollziehen. Vor allem an das viele Rauchen kann ich mich selbst noch gut erinnern - fast jeder hat geraucht, ständig und vor allem: überall!Stahl ist mir mit seiner leicht grummeligen Art schon im vorigen Band sehr ans Herz gewachsen; und ich fand witzig, wie er zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen wollte: das Ermitteln, das ihm immer noch im Blut liegt, obwohl er schon in Rente ist; und seiner Freundin Geli einen Luxusurlaub zu bieten (den er allerdings kostenlos bekommen hat. Und sie soll natürlich nicht mitbekommen, aus welchem Grund er eigentlich auf die Insel gereist ist).Ich fand auch die Ermittlungsarbeit wieder realistisch und spannend dargestellt. Und wie Stahl dem jungen und unerfahrenen Inselkommissar seine Erfahrung in Mordfällen näherbringen will, fand ich sehr herzlich. Denn Böhm ist motiviert und Stahl findet ihn sympathisch und will ihm unter die Arme greifen.Diesmal sind die Mordfälle sehr brutal und es gibt viele Leichen von jungen Frauen mit ausgestochenen Augen, brrr.Der Autor präsentiert etliche mögliche Täter, die sich auch teilweise sehr verdächtig verhalten haben, und man kann super miträtseln.Immer wieder gibt es auch Rückblicke in die 60er aus Sicht des kleinen Berti, wobei sich hier bald sehr klar herauskristallisiert, wie dies mit den aktuellen Geschehnissen zusammenhängt.Diesmal hatte ich schon so ein Gefühl, was den Täter betrifft. Leider bin ich damit nicht ganz so glücklich, da mich die Motivation des Täters nicht so ganz überzeugen konnte; auch wenn ich es später besser verstehen konnte. Im vorigen Band war die Aha-Überraschung besser gelöst. Deshalb gebe ich diesmal 'nur' 4 Sterne und freue mich schon sehr auf einen - hoffentlich! - weiteren Fall mit Kommissar a.D. Stahl, der mir, ebenso wie dem Autor selbst, sehr ans Herz gewachsen ist.Fazit:Ein wieder ungewöhnlicher und sehr fesselnder (aber auch brutaler) Fall für den Kommissar a.D. Hans Jörg Stahl, den ich mit Spannung verfolgt habe, und wo man gut miträtseln konnte. Leider hat mich die Auflösung diesmal nicht ganz so überzeugt.
Super spannend
Nachdem mich Finster bereits begeistert hat, musst ich Düster natürlich auch gleich lesen und so ging es in die Ermittlung mit Ex-Kommissar Stahl. Dieses Mal befinden wir uns in einem Grandhotel auf der Insel Liekenoog, da dort eine junge Frau vermisst wird und Ex-Kommissar Stahl um Hilfe bei den Ermittlungen gebeten wird. Das Ganze entwickelt sich sehr schnell zu einer Mordermittlung und jeder Gast und Angestellte wirkt einfach auf seine eigene Weise verdächtig. Noch dazu wird in Rückblenden die Geschichte des kleinen Berti erzählt und man fragt sich natürlich zurecht, wer ist Berti und was hat er mit den Morden auf der Insel zu tun. Stück für Stück kommen wir der Wahrheit näher, die Spannung hält sich von Anfang an und durch die vielen Ereignisse und Wechsel der Perspektiven, lässt sie auch bis zum Schluss nicht nach. Der Schreibstil des Autors ist einfach so angenehm und flüssig, noch dazu die kurzen Kapitel, genau so muss ein guter Thriller sein. Was allerdings etwas hilfreich gewesen wäre, wäre eine Übersicht der ganzen Charaktere. Manchmal musste ich wirklich kurz überlegen, wer das schon wieder ist. Hatte aber auf den Lesefluss keine Auswirkungen. Ich hoffe sehr, dass wir noch weitere Abenteuer mit unserem schrulligen Ex-Kommissar erleben dürfen, aber für dieses hier gibt es eine klare Leseempfehlung.
Gelungener Inselthriller
In „Düster“ von Ivar Leon Menger verschwindet eine junge Frau aus einem Grandhotel auf einer Nordseeinsel und wird wenig später grausam zugerichtet am Leuchtturm gefunden. Ex-Kommissar Stahl reist unter dem Vorwand eines Luxusurlaubs mit Geli an, doch statt Erholung erwarten ihn ein gefährlicher Auftrag und weitere Morde. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht. Auch ohne den Vorgängerband zu kennen, fand ich problemlos hinein. Die Figuren sind klar gezeichnet, authentisch und lebendig. Besonders Stahl war mir sympathisch und auch Geli brachte mich mit ihrer Art immer wieder zum Schmunzeln. Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, wodurch die düstere Inselatmosphäre sehr gut zur Geltung kommt. Die kurzen Kapitel empfand ich als angenehm, da sie das Lesetempo erhöhen. Die Spannung bleibt durchgehend hoch und unerwartete Wendungen sorgen dafür, dass die Geschichte bis zum Schluss fesselnd bleibt. Insgesamt ist das Buch ein gelungener Thriller, der mich sehr gut unterhalten hat. Ivar Leon Menger werde ich mir auf jeden Fall merken.
Ein Urlaub, der in Wahrheit ein neuer Fall ist
Hans J. Stahl ist ein Kriminalkommissar der alten Schule – erfahren, abgeklärt und mit einem untrüglichen Gespür für die Polizeiarbeit. Eigentlich gehört dieses Kapitel seines Lebens längst der Vergangenheit an. Als Pensionär hat er gemeinsam mit Geli sein persönliches Glück im Odenwald gefunden. Doch so ganz kann er seine Leidenschaft für die Ermittlungsarbeit offenbar nicht hinter sich lassen.Als ihn die Direktorin des Grandhotels auf Liekenoog um Hilfe bei der Suche nach einer vermissten Angestellten bittet, ist Stahl sofort bereit, den Fall zu übernehmen. Für ihn ist klar: Er will ermitteln. Nur Geli soll davon zunächst nichts wissen. Da sie sich schon länger einen gemeinsamen Urlaub wünscht, verkauft Stahl ihr die Reise kurzerhand als genau das – einen entspannten Urlaub auf der Insel. Dass er in Wirklichkeit einem Ermittlungsauftrag nachgeht, ahnt Geli nicht. Und auch alle anderen wissen nicht, wer der unscheinbare Urlauber tatsächlich ist und was ihn wirklich nach Liekenoog geführt hat.Kaum auf der Insel angekommen, dauert es nicht lange, bis aus der Suche nach der vermissten Angestellten ein weitaus brisanterer Fall wird. Als die Leiche einer jungen Frau gefunden wird, benötigt der junge Inselkommissar Böhm dringend Unterstützung. Für Stahl steht relativ schnell fest: Das war kein Unfall. Eine tote, nackte und entstellte junge Frau mit einem fehlenden Auge kann auf keinen Fall Selbstmord begangen haben. Der Inselarzt sieht das zunächst allerdings anders.Die Zusammenarbeit zwischen Stahl und Böhm hat mir besonders gut gefallen. Während der junge Kommissar mit dem Fall zunehmend überfordert wirkt, blüht Stahl regelrecht auf. Er wird gebraucht, seine langjährige Erfahrung ist gefragt und er kann endlich wieder das tun, was er eigentlich nie ganz aufgegeben hat: ermitteln. Gleichzeitig muss er darauf achten, dass Geli nichts von seinem eigentlichen Auftrag erfährt. Aus dem vermeintlichen Urlaub wird für Stahl also schnell wieder echte Polizeiarbeit.Doch es bleibt nicht bei einem Opfer. Die Situation wird zunehmend bedrohlicher und die Ermittlungen immer komplizierter. Gerade weil sich alle Beteiligten auf einer Insel befinden, bekommt die Geschichte eine ganz eigene beklemmende Atmosphäre. Niemand kann einfach verschwinden – und gleichzeitig weiß niemand, wem man noch trauen kann.Besonders gefallen hat mir die Zeitreise ins Jahr 1987. Damals war vieles noch anders. Eine Kommunikation ohne Internet und Handy war deutlich schwieriger. Allein die Suche nach einer Telefonzelle und dem passenden Kleingeld ist heute kaum noch vorstellbar. Auch der Charme des Grandhotels mit Pagen und Liftboy vermittelt eine nostalgische Atmosphäre und weckt Erinnerungen an eine längst vergangene Zeit.Dann gibt es noch den geheimnisvollen Knochenmann und einen kleinen Jungen, den er gefangen hält. Dieser Handlungsstrang wirkt zunächst wie ein Nebenschauplatz. Trotzdem war für mich schnell klar, dass diese Geschichte irgendwann mit dem eigentlichen Fall zusammengeführt werden würde. Gerade deshalb blieb der Knochenmann während des Lesens ständig in meinem Hinterkopf.Durch die immer wieder wechselnden, kurzen Abschnitte, in denen jeweils andere Protagonisten im Mittelpunkt stehen, liest sich der Thriller ausgesprochen flüssig. Die Handlung entwickelt einen regelrechten Sog und ich wollte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Der Autor versteht es zudem hervorragend, kleine Details und scheinbar nebensächliche Hinweise einzubauen, die dem aufmerksamen Leser die Möglichkeit geben, selbst mitzurätseln.Ein Tatverdächtiger folgt auf den nächsten und jedes Mal glaubt man, einer Lösung näherzukommen. Doch dann ist plötzlich wieder alles anders. Nichts ist so, wie es zunächst scheint, und genau das macht den besonderen Reiz dieses Thrillers aus.Mich hat die Geschichte von Anfang an gepackt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen. Besonders die Kombination aus dem nostalgischen Inselsetting, dem ungewöhnlichen Ermittler Stahl und dem raffiniert aufgebauten Fall hat mir sehr gut gefallen.Von mir gibt es eine ausdrückliche Leseempfehlung und verdiente 5 Lesesterne.
Ein beklemmender neuer Fall für Ex-Kommissar Stahl
Auf der Nordseeinsel Liekenoog verschwindet eine junge Angestellte aus dem Grandhotel. Kurz darauf wird ihre grausam zugerichtete Leiche am Leuchtturm gefunden. Unter Vorgabe eines lang ersehnten, gemeinsamen Luxusurlaubs reist Ex-Kommissar Hans J. Stahl mit seiner Lebensgefährtin Geli auf die Insel. Tatsächlich soll er die Ermittlungen vor Ort unterstützen. Zusammen mit dem unerfahrenen Inselkommissar Böhm stößt er auf eine Vielzahl Verdächtiger und schon bald auf weitere Morde.Nach dem starken ersten Fall „Finster“ war meine Vorfreude groß und auch „Düster“ hat mich insgesamt nicht enttäuscht. Ivar Leon Menger schreibt erneut sehr flüssig, prägnant und mit kurzen Kapiteln, die einen regelrecht durch die Geschichte treiben. Die häufigen Perspektivwechsel erhöhen das Tempo und lassen dabei fast jede Figur verdächtig erscheinen.Besonders gelungen finde ich auch diesmal wieder die Atmosphäre. Das Nordsee-Setting und die 1980er-Jahre wirken sehr authentisch, während Rückblenden in die Vergangenheit nach und nach eine zweite, deutlich düsterere Ebene eröffnen. Gerade diese Passagen rund um den jungen Berti sind beklemmend und geben der Handlung psychologische Tiefe.Auch Stahl selbst bleibt eine interessante Figur: kantig, erfahren und keineswegs der typische allwissende Ex-Ermittler. Die Dynamik mit seinem neuen unsicheren Schützling Böhm funktioniert gut, während Geli dafür sorgt, dass neben dem Fall auch Stahls Privatleben Raum bekommt.Allerdings hat die Vielzahl an Figuren und Perspektiven ihren Preis: Besonders zu Beginn musste ich gelegentlich überlegen, wer gerade eigentlich im Mittelpunkt steht. Außerdem wirkt die permanente Aneinanderreihung von Verdächtigen und Wendungen stellenweise leider etwas konstruiert und nicht alle Nebenhandlungen werden konsequent zu Ende erzählt. Hier hätte etwas mehr Ruhe manchen Figuren und Handlungssträngen gutgetan.Trotzdem ist „Düster“ ein atmosphärischer, spannender Pageturner. Wer Mengers Mischung aus Psychospiel, grausamen Verbrechen und überraschenden Wendungen mag, sollte auch den neue Fall von Ex-Kommissar Stahl lesen. Für mich ist dieser Thriller eine gelungene Fortsetzung mit kleinen Schwächen, aber viel Sogwirkung.
Spannend
Düster von Ivar Leon Menger ist ein spannender, sehr atmosphärischer Thriller und der zweite Fall für Ex-Kommissar Hans J. Stahl. Eigentlich möchte Stahl seiner Partnerin Geli endlich eine gemeinsame Auszeit gönnen. Doch der angebliche Luxusurlaub auf der abgelegenen Nordseeinsel Liekenoog wird schnell zum Albtraum: Eine junge Frau verschwindet aus dem Grandhotel und wird wenig später grausam zugerichtet am Leuchtturm gefunden. Gemeinsam mit dem unerfahrenen Inselkommissar Böhm nimmt Stahl die Ermittlungen auf – doch es gibt mehr Verdächtige als Antworten.Mir hat besonders gut gefallen, wie die abgeschottete Inselkulisse die Spannung verstärkt. Das raue Wetter, das Hotel und die wenigen Menschen auf Liekenoog sorgen dafür, dass man niemandem so richtig trauen kann. Die Handlung ist düster, stellenweise brutal und voller falscher Fährten. Durch mehrere Zeitebenen und überraschende Wendungen bleibt der Fall bis zum Ende undurchsichtig. Wer Finster mochte, bekommt hier eine gelungene, noch intensivere Fortsetzung.Das Cover mit dem kräftigen Rot, dem dunklen Haus und der einzelnen Person davor wirkt sofort bedrohlich und hebt sich im Thrillerregal ab. Es passt hervorragend zur beklemmenden Stimmung der Geschichte und bekommt beim Lesen sogar noch mehr Bedeutung. Ein auffälliges, stimmiges Cover, das neugierig macht.
Düster, "Stahl"-hart, genial
Nach FINSTER wird es bei dem pensionierten Kommissar Stahl DÜSTER. Beide Bücher sind in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts angesiedelt, für den neuen Fall verschlägt es Stahl mitsamt seiner Lebensgefährtin auf die fiktive Nordseeinsel Liekenoog. Eigentlich sträubt sich alles in Hans J. Stahl, in Urlaub zu fahren. Seine Geli dagegen drängt ihn bis dato vergeblich, ein paar Tage auszuspannen. Umso überraschter ist sie, als er ihr mitteilt, dass sie auf Liekenoog im Grandhotel absteigen werden. Was sie nicht weiß, ist, dass ihn die Hoteldirektorin Jensen eindringlich bittet, einem Vermisstenfall nachzugehen, denn dem jungen, unerfahrenen Inselkommissar Böhm traut sie nichts zu. Stahl und Jensen kommen überein, ihren Aufenthalt als Urlaub zu tarnen. Na, hoffentlich erfährt Geli nie, dass sie schmählich hintergangen wurde.Schon auf der Fahrt mit der Bahn lernen die beiden „Urlauber“ den Chocolatier August Dampf kennen, der ebenfalls im Grandhotel wohnen wird. Verwicklungen sind vorprogrammiert, auch mit dem Romanautor Robert Wagner, der in besagtem Hotel mehrere Lesungen haben wird und selbstredend ist Geli Fan von ihm, er kann sich seinen weiblichen Bewunderinnen, meist jedoch zu seinem Kummer ältere Semester, kaum erwehren. Als er dann der jungen, bildhübschen Elise ihr Buch signiert, schreibt er noch etwas mehr dazu.Stahl und Böhm ermitteln, als eine unbekleidete weibliche Leiche direkt unter dem Leuchtturm entdeckt wird. Ein Fall von Suizid? Wie der Inseldoktor meint. Ein Unfall? Oder doch Mord? Und ja, sie wurde ermordet. Dazwischen lese ich vom Knochenmann und dem kleinen Jungen, den er gefangen hält. Was mit ihm weiterhin passiert, erfahre ich etappenweise und auch, als seine Identität gelüftet wird, bin ich nicht recht viel klüger als zuvor. Ivar Leon Menger versteht es, die Spannung permanent hochzuhalten, trotzdem er seine Leser so einiges wissen lässt, was wiederum anderen, hier agierenden Personen, verborgen bleibt. Es passiert noch so einiges mehr, auch bleibt es nicht bei dieser einen Toten. Das Buch liest sich flott weg, zum einen wegen des einnehmenden Schreibstils und dann ist die Story so dicht erzählt, dass man einfach dabeibleiben muss. Die kurzen Kapitel bieten so etliche nicht vorhersehbare Wendungen, angereichert durch tagesaktuelle Nachrichten jener Zeit, Dirty Dancing begeistert im Kino, Miami Vice im Fernsehen, dazu Patrick Süßkinds Parfum und nicht nur einmal beteuert Roy Black Du bist nicht allein - was immer uns der Autor damit auch sagen will. All dieses wie zufällig Dazwischengeschobene macht klar, dass wir in den 1980er Jahren sind. Der Täterperson kommen wir immer näher, als Leser weiß man darum, man wird schier verrückt ob der Naivität so manch Insulaner. Aber nicht genug damit, der Autor präsentiert eine nicht vorhersehbare Überraschung – es bleibt spannend bis zum Schluss. Ein Serienkiller – oder? Mit Gänsehautfaktor – garantiert! Ein Thriller, der gelesen werden will – unbedingt!
Spannend!
Die Geschichte spielt im Jahr 1987. Ex-Kommissar Stahl reicht nach Liekenoog, nachdem eine junge Angestellte verschwunden ist. Doch dabei bleibt es nicht. Immer mehr junge Frauen verschwinden spurlos. Stahl nimmt seine Lebensgefährtin mit und erzählt ihr zunächst, dass sie dort urlaub machen. Es gibt bereits einen ersten Teil der Reihe, den ich aber nicht gelesen habe. Allerdings ist das überhaupt kein Problem gewesen, da man beide Teile unabhängig voneinander lesen kann. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Gerade am Anfang hat mich das etwas verwirrt und ich bin dadurch nicht ganz so schnell in die Handlung hineingekommen. Positiv fand ich dafür die kurzen Kapitel, wodurch sich das Buch sehr angenehm lesen ließ und man es auch zwischendurch problemlos zur Seite legen konnte. Der Schreibstil ist leicht und flüssig.Auch wenn ich Bücher, die in der Vergangenheit spielen, nicht so gerne lese, hat mich dieser Thriller trotzdem gut unterhalten. Besonders die vielen Plot-Twists haben mir gefallen, da man immer wieder andere Personen verdächtigt hat und sich die Geschichte dadurch spannend entwickelt hat. Insgesamt würde ich das Buch als gut strukturierten Thriller, vielleicht sogar als Krimi, beschreiben. Auch das düstere Cover passt perfekt zum Titel und zur Atmosphäre der Geschichte. Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und ich würde es alles empfehlen, die spannende Kriminalgeschichten mit vielen Wendungen mögen.
Atmosphärisch, düster, nostalgisch
Eine gemeinsame Auszeit an der Nordsee - genau davon träumt Geli. Sonne, Meer, ein bisschen Luxus und endlich Zeit zu zweit. Dumm nur, dass ihr Lebensgefährte Hans Stahl ganz andere Pläne hat. Aus dem vermeintlichen Erholungsurlaub wird schnell ein mörderischer Albtraum, denn was zunächst nach einem Vermisstenfall aussieht, entwickelt sich zu einer Serie grausamer Verbrechen.Stahl steckt bis über beide Ohren in Ermittlungen, während er gleichzeitig versucht, seiner Herzensdame weiterhin den perfekten Urlaub vorzuspielen. Keine leichte Aufgabe! Spätestens als Geli selbst ins Visier des Täters gerät, wird es richtig brenzlig.Menger legt hier einen Thriller vor, der seinem Titel alle Ehre macht. Bildgewaltig, mit ordentlich Tempo und Nervenkitzel zum Fingernägelkauen! Von der ersten Seite zieht die Spannung kontinuierlich an und lässt einen irgendwann ziemlich nervös weiterblättern. Besonders die unheimliche Atmosphäre der kleinen Nordseeinsel hat es mir angetan; hier möchte man definitiv nicht allein unterwegs sein. Kommissar Stahl ist auch in seinem zweiten Fall trotz Ruhestand wieder mittendrin im Geschehen. Gleichzeitig erfahren wir diesmal mehr über den Menschen hinter dem Ermittler, was ihn für mich noch greifbarer und sympathischer gemacht hat. Seine Zusammenarbeit mit dem eher unerfahrenen Inselkommissar sorgt dabei zusätzlich für eine interessante Dynamik.Und dann ist da noch dieses coole 80er-Jahre-Feeling! Ganz beiläufig tauchen Falco aus dem Radio und „Dirty Dancing“ im Kino (samt legendärer Cowboy-Marlboro-Werbung) auf. Genau solche kleinen Details machen für mich den besonderen Charme des Buches aus. Plötzlich war ich wieder in meiner Jugend – nur eben mit deutlich mehr Leichen, hust. Tja, und das Ende hat mich aus meinen Alpaka-Socken gehauen! Als hätte mir der Autor ein Kissen direkt aufs Gesicht gedrückt. EAT THIS! Ich musste sämtliche Theorien und Verdächtige über Bord werfen.Und dann ballert Menger noch einen final shot raus, der sich gewaschen hat. Junge, Junge ... Fazit: Atmosphärisch, düster, mit einem Hauch Nostalgie. Wer all das und einen Ermittler mit Ecken und Kanten mag, sollte Hans Stahl unbedingt auf die Insel begleiten. Aber Vorsicht: Erholung sieht anders aus – und ruhig schlafen vielleicht auch.
Veranstaltungen & Medientermine
Eine Veranstaltung im Rahmen von Mord am Hellweg. Neben seinem aktuellen Roman präsentiert Ivar Leon Menger außerdem seine Kurzgeschichte für die “Mord am Hellweg”-Anthologie, in der Lünen zum Schauplatz eines Mordes wird. Eine Veranstaltung der Reihe “Möpkentod – Westfalen kriminell”, mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Westfalen-Initiative und des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe.
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Pressestimmen
Dieser rasante, nervenzerfetzende Thriller ist zum einen harter Stoff, zum anderen beweist Ivar Leon... Menger, dass er viel mehr kann, als gute Krimis in Serie zu schreiben. Hier hat er einen Genremix hinbekommen, den ich nicht für möglich gehalten hätte. Dieser harte Roman sollte nach dem Kommissar Stahl Roman, „Finster“ gelesen werden. Ivar Leon Menger ist einer der ganz großen neuen Deutschen Thrillerautoren. mehr weniger
Gernot Recke, 03.09.2026