»Das Ganze liest sich wie Harry Potter auf Speed.« ›Brigitte‹ über ›Die Flüsse von London‹
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Ein Wispern unter Baker Street
Es ist ja nicht so, dass Peter Grant, Zauberer in Ausbildung und Police Constable in London, nichts für das Üben von Zaubersprüchen und das Pauken von Lateinvokabeln übrig hätte - bestimmt nicht! Aber es ist doch immer wieder schön, wenn zur Abwechslung auch mal reelle Polizeiarbeit gefragt ist. Eine unbekannte Person wird im U-Bahn-Tunnel nahe der Station Baker Street tot aufgefunden - erstochen, und es deuten unübersehbare Anzeichen auf die Anwesenheit von Magie hin. Ein Fall für Peter, keine Frage. Der unbekannte Tote stellt sich als amerikanischer Kunststudent und Sohn eines US-Senators heraus, und ehe man noch "internationale Verwicklungen" sagen kann, hat Peter bereits die FBI-Agentin Kimberley Reynolds mitsamt ihren felsenfesten religiösen Überzeugungen am Hals. Dabei gestalten sich seine Ermittlungen auch so schon gruselig genug, denn tief in Londons Untergrund, in vergessenen Flüssen und viktorianischen Abwasserkanälen, hört er ein Wispern von alten Künsten und gequälten Geistern ...
Bibliografische Daten
16. Auflage
Ben Aaronovitch
Ben Aaronovitch wuchs in einer politisch engagierten, diskussionsfreudigen Familie in Nordlondon auf. Er hat Drehbücher für viele TV-Serien, darunter ›Doctor Who‹, geschrieben und als Buchhändler gearbeitet. Inzwischen widmet er sich ganz dem Schreiben. Er lebt nach wie vor in London. Seine Fantasy-Reihe um den Londoner Polizisten Peter Grant mit übersinnlichen Kräften eroberte die internationalen Bestsellerlisten im Sturm.
5 - 10 von 54 Leserstimme
Peter Grant, Ermittler in Sachen "abstruser Scheiß"
Cover:Die Optik des Covers ist im Stil der beiden vorangegangenen Bänden gehalten, graphisch ist die Thematik schön umgesetzt. Wenn man das Buch in der Hand hält, stellt man gleich einen Bezug zur Reihe her, ohne dass die einzelnen Bände sich zu ähnlich sehen.Inhalt:Police Constable Peter Grant, Ermittler bei einer magischen Spezialeinheit der Polizei, wird gebeten, der Mordkommission bei der Aufklärung eines Tötungsdelikts im Londoner U-Bahn-System zu assistieren und den Mord auf eventuelle Spuren von Magie zu überprüfen. Denn irgendetwas an diesem Fall scheint außergewöhnlich zu sein. Schnell bemerkt Peter Spuren von Magie, dem bei seinen Vorgesetzten wenig beliebten "abstrusen Scheiß", an der Mordwaffe - einer Tonscherbe. Die Suche nach dem Ursprung der Scherbe und somit dem Mörder beginnt. Peter, seine Kollegin Lesley und weitere Ermittler stoßen bei ihren Recherchen in die Tiefen der Abwasserkanäle Londons vor, immer auf der Jagd nach dem Mörder und weiterhin auf der Suche nach einem gesichtslosen, mächtigen Magier, der die Straßen unsicher macht und ein ganz eigenes Spiel treibt.Meine Meinung:Eine wunderbare Fortsetzung der Reihe um PC Grant, die nahtlos an den Vorgängerband anschließt. Aaronovitch und die Übersetzerin beweisen Sprachgefühl und einiges Geschick, denn auch in der Übersetzung gehen Humor und Ironie keineswegs verloren. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Einzig die teilweise in gefühlten Horden auftretenden Charaktere machen das Ganze manchmal ein wenig unübersichtlich, was aber dem Lesespaß an sich keinen Abbruch tut.Ich werde diese Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen!
Ein Wispern unter Baker Street - MORD MIT ODER OHNE MAGIE?
Ein Londoner Constable ermittelt in einem Mordfall. Klassische Who-done-it-Literatur? Weit gefehlt. Peter Grant ist zwar Constable, arbeitet aber für eine geheime Abteilung und wird immer dann gerufen, wenn an einem Tatort etwas Ungewöhnliches, wissenschaftlich nicht zu (Er-)Klärendes auftritt. Als Magier in Ausbildung hat er sich auch bereits einige Fähigkeiten angeeignet, seine wichtigste Fertigkeit ist es jedoch, zu erspüren, ob an einem Gegenstand oder Ort gezaubert wurde.So gerät er gemeinsam mit seiner Partnerin Leslie May und seinem Mentor und Abteilungleiter Detective Chief Inspector Thomas Nightingale an einen Fall, bei dem die Leiche des jungen amerikanischen privilegierten Kunststudenten James Gallagher, der ein Auslandssemester in London verbrachte, in einem der vielen Londoner U-Bahn-Tunnels gefunden wird…Hauptverdächtiger wird sein Mitbewohner, jedoch führen weitere Ermittlungen in die Kunstszene und auf den Schwarzmarkt, da die Tatwaffe eine (antike, mit leichten magischen Schwingungen behaftete) Tonscherbe ist.Der Schreibstil – alles aus Peter Grants Sicht – ist flott und pointiert. Oft sorgen seine sarkastischen und makabren Gedankengänge oder Personenbeschreibungen für Belustigung. Von Immigrantenherkunft über inoffizielle Abmachungen mit Zeugen, behördliche Zuständigkeiten, Gesellschaftskritik oder Jugendschutzfragen bis hin zu gesundheitlichen Aspekten des übermäßigen Gebrauchs von Magie – es wird neben dem eigentlichen Fall eine unglaubliche Fülle an Themen angesprochen, allerdings oft nur in einem Gedankenfetzen oder wenigen Sätzen… Manche Andeutungen erschließen sich gar nicht komplett. Sicherlich liegt das aber daran, dass es mit Peter Grant bereits Vorgängerromane gibt, in denen Personen oder Situationen evtl. bereits ausführlich beschrieben wurden. Ohne die Vorgänger bisher gelesen zu haben hoffe ich doch sehr, dass die Flüsse (und ihre Gottheiten) sowie der Unfall/Angriff(?), bei dem die eine Gesichtshälfte von Partnerin Leslie entstellt wurde (trägt Grant dafür etwa die Verantwortung?!), näher beschrieben werden. Einzeln gelesen wirkt „Ein Wispern unter Baker Street“ an manchen Stellen also ein wenig hektisch oder sprunghaft, einzelne Stellen, deren Sinn sich nicht in Gänze erschließt, muss man also zunächst so hinnehmen.Neben der Schilderung der eigentlichen Fallermittlung mit allen beteiligten Kollegen (der Chef der Mordkommission, der nichts von Nightingales Spezialeinheit hält sowie eine amerikanische FBI-Agentin mischen auch noch mit) finden sich hauptsächlich detaillierte, sicherlich authentische, Weg- und Gebäudebeschreibungen, wodurch eine lebendige London-Kulisse im Kopf entsteht. Die Kapitel sind immer mit den passenden Straßen oder Plätzen betitelt. Ebenso gut recherchiert scheinen die historischen Hintergründe der Londoner Pottery und Piggery-Kultur, die in dem Fall eine entscheidende Rolle spielt. Dagegen bildet die immer wieder relevante Magie einen idealen Kontrast. Auch die vielen Formulierungen, mit Hilfe derer die Magie vertuscht wird, da die Öffentlichkeit davon nichts erfahren darf, sind gelungen gewählt und geben dem Text einen besonderen Reiz, ebenso wie einige Anspielungen auf namhafte Fantasy- und Science-Fiction-Werke.Besonders gefallen hat mir die ebenso unrealistische, aber köstlich amüsant geschilderte kumpelhaft-flapsige Beziehung, die Peter und Leslie zu dem Verdächtigen Zach, einem respektlos schmarotzenden, aber sympathischen Chaoten, aufbauen…In der zweiten Hälfte des Buches geht es dann in die Londoner „Unterwelt“, in Kanalisation, U-Bahn-Tunnel und geheime (durchaus bevölkerte) Schächte. Dies ist von der Grundidee her schlüssig, passt zur Lösung des Falles, entbehrt jedoch nun vollends der Realität… Nicht ganz „mein“ Thema, aber mit Aaronovitchs Formulierungen so gekonnt in Worte gefasst, dass ich auch diesen Teil der story verschlungen habe. Und so wurde auch geklärt, was oder wer die whisperer sind…Auch nach erfolgreichem Abschluss des Falles mit einer handfesten Verhaftung konnte ich noch den Schluss genießen, da so mancher der Protagonisten nochmal „sein Fett weg“ bekam und es auch einige vielversprechende Abschiede (nur auf Zeit?) gab. Auch die jugendliche Bekannte vom Beginn des Romans (s. mein Leseeindruck) betrat noch einmal die Bildfläche. Ein gekonnter Schluss mit Fortsetzungspotential…Dieses Buch ist in meinen Augen keineswegs das, als was Grants Chef die übersinnlichen Phänomene bezeichnet: "abstruser Scheiß", sondern es ist niveauvolle, lockere Unterhaltung - einfach gelungen!
Peter Grant und das Stille Volk
Dank Vorablesen durfte ich den dritten der "Flüsse von London"-Reihe jetzt schon lesen, was mich natürlich sehr gefreut hat.Peter Grant wird von der Mordkommission um Hilfe gebeten, denn bei dem Fund einer Leiche in der U-Bahn-Station Baker Street kommt Detective Stephanopoulus etwas merkwürdig vor und sie hat früher von mit Peter in solchen Fällen zusammen gearbeitet. Tatsächlich stellt sich heraus, dass der Student offensichtlich durch einen Gegenstand getötet wurde, an dem Peter eindeutig Vestigia spürt, also die "Schwingungen", die darauf hindeuten, dass Magie im Spiel war. Was dem gerade in den Dienst zurück gekehrten Chef der Mordkommission, Inspektor Seawoll, gar nicht passt, denn er glaubt nicht an diesen "abstrusen Scheiß" Dennoch ermittelt Peter, unterstützt von seiner Kollegin, die ebenfalls wieder langsam in den Dienst zurückkehrt. Und weil der tote Student Amerikaner und Sohn eines Senators war, wird auch die FBI-Agentin Kimberly Reynolds auf den Fall angesetzt. Was allerdings mehr hinderlich als hilfreich ist, denn in ihrer Gegenwart darf Peter keine Magie anwenden. Seine besondere Gabe soll geheim gehalten werden. Was nicht immer einfach ist.Und auch Zachary Palmer, der Mitbewohner des Toten, behindert immer wieder die Ermittlungen und erzählt Peter Lügengeschichten. Was hat er zu verbergen? Und was hat der Künstler Ryan Carroll damit zu tun, von dem David Gallagher eine magische Statue Zuhause hatte? Bei seiner Suche im Untergrund von London, kommt Peter schließlich einem Geheimnis auf die Spur, das die Stadt erschüttern würde und daher auf jeden Fall geheim bleiben muss.Auch der dritte Teil mit "Zauberlehrling" Peter hat mir wieder sehr gut gefallen. Der gewohnt flüssige Schreibstil führt locker durch die Geschichte, der britische, oft schwarze Humor tut sein Übriges. Oft musste ich grinsen. Ich empfehle aber jedem, erst die beiden Vorgänger zu lesen, denn im Gegensatz zu manch anderen Reihen, wiederholt der Autor hier nicht immer wieder alles, was vorher geschah, so dass man vielleicht den Anschluss verpasst oder einige Zusammenhänge nicht ganz nachvollziehen kann. Was ich aber nicht als negativ empfinde, mich nervt es eher, wenn immer alles noch mal durchgekaut wird, was man ja schon weiß.Ich freue mich jedenfalls auf weitere Abenteuer mit Peter.
Toller dritter Teil!
Schon die Cover der Ben Aaronovitch Reihe um Peter Grant haben mich angesprochen. Ursprünglich dachte ich dabei an etwas weniger modernes, enttäuscht haben mich die Bücher dennoch nicht. Ganz im Gegenteil. Ein Wispern unter Baker Street ist der gelungene dritte Teil der Reihe. Vielleicht sogar der Beste. Als eigenständiges Buch zu lesen und zu verstehen, ist es jedoch nicht empfehlenswert, da einige Informationen aus den ersten beiden Büchern doch wichtig sind, um alles nachvollziehen zu können. Außerdem ist das dritte Buch mit den Informationen der ersten beiden auch witziger. Die Charaktere der Reihe sind gut ausgearbeitet und nachvollziehbar. Vor allem die Hauptperson Peter Grant ist erfreulich tiefgründig. Gut gefallen hat mir der lockere, flüssige Schreibstil, der das Buch zu einem Lesevergnügen macht. Gut für zwischendurch. Der trockene englische Humor und ebenso schwarzer Humor kommen nicht zu kurz und zeigen eine Besonderheit des Buches. Die Atmosphäre ist in den Büchern besonders dicht und wer schon einmal in London war, sieht die Stadt hinterher mit Sicherheit noch aus einem etwas anderen Blickwinkel. Auf jeden Fall macht diese Buchreihe direkt Lust auf einen Besuch der Metropole. Inhaltlich habe ich an den Büchern auch nichts auszusetzen, wobei beim dritten endlich auch der Kriminalfall nicht zu kurz kommt und den Haupthandlungsstrang darstellt. Die Spannung bleibt auch die meiste Zeit erhalten und es gibt keine deutlichen Längen.
Recherchen in der Unterwelt
Der dritte Band um Peter Grant, Police Constable und bis dato einziger Zauberschüler Londons wartet wieder mit feinem englischem Humor auf. An seiner Seite hat Peter ab diesem Band seine alte Kollegin und Freundin Lesley, die sich nach einem magischen Angriff im Krankenstand befindetund nun auch in der Zauberei unterrichtet werden soll. Lesley ist all das, was Peter nicht ist und so bilden die beiden eine perfekte Symbiose.Ein junger amerikanischer Kunststudent wurde ermordet und die Mordwaffe war ungewöhnlich: eine Tonscherbe, der magische Spuren anhaften. Dies ruft Peter und seinen Chef Nightingale auf den Plan. Ermittelt wird dieses Mal buchstäblich im Londoner Untergrund, in verlassenen U-Bahn-Schächten und gruseligen alten Gängen. Da es sich beim Vater des Ermordeten um einen amerikanischen Diplomaten handelt, haben die Londoner Ermittler und damit auch Peterschnell das FBI in Gestalt einer wehrhaften jungen Dame an der Backe.Man sollte schon die beiden Vorgängerbände gelesen haben, um all die Anspielungen verstehen zu können und auch die Vorgeschichte zum Beispiel die Verletzungvon Lesley. Auch viele der zahlreichen magischen Wesen, die immer wieder im Buch vorkommen, wurden schon in den beiden ersten Bänden vorgestellt und tauchen jetzt wieder auf. Für Liebhaber der fantastischen Literatur auch immer wieder schöne neue Ideen - so beispielsweise die personifiziertenLondoner Flüsse! Die Charaktere sind sauber herausgearbeitet, vom liebenswert chaotischen Peter angefangen über seinen Chef, den Magier unter den Polizisten, von demer noch längst nicht alles weiß, bis hin zum undurchschaubaren Faktotum Molly, die jedem ,der ihr begegnet, das Fürchten beibringen kann. Der Schreibstil von Ben Aaranovitch ist durchzogen mit britischem Humor, der den Leser immer wieder zum Schmunzeln bringt. Für meinen Geschmack hattedas Buch aber auch diverse Längen, die bei mir den Lesegenuss etwas gemindert haben. Doch das ist sicherlich Geschmackssache.Alles in allem eine gelungene Fortsetzung der Reihe um den zaubernden englischen Polizisten Peter Grant.
Wispern im nebligen London oder Peter, die Dritte
Ein toter Kunststudent, dessen Vater als Senator weitreichenden Einfluss hat, so dass internationale Verwicklungen quasi schon vorprogrammiert sind. Und als sei das noch nicht genug, wird Peter Grant noch die Agentin Kimberley Reynolds vom FBI zugeteilt, die ihn mit Religiösem nervt.Der arme Peter Grant ! Der junge Police Constable und Zauberlehrling möchte doch im Grunde genommen nichts mehr als sich endlich mal wieder mit normaler Polizeiarbeit zu beschäftigen, auch wenn die Magie ihn schon fasziniert. Aber wieder muss er sich mit Übernatürlichem beschäftigen, denn im Untergrund London wispert es geheimnisvoll...Wieder spitze ! Von Anfang an interessant und fesselnd geschrieben, wie schon die Vorgängerbände ›Die Flüsse von London‹ und ›Schwarzer Mond über Soho‹. SO muss ein Buch sein, dass ich den Alltag Alltag sein lasse und mich ganz dem Buch widme.Kimberley Reynolds als Gegensatz zu Peter war sehr unterhaltsam und hat das Buch noch aufgepeppt.Dasselbe gilt auch für das Cover, das sich gut in die Vorgängerbände einreiht.Auch bei Band 3 bin ich gerne durch die Baker Street gestreift und Peter durch´s neblige London gefolgt ! Ich freue mich schon auf Band 4, der hoffentlich folgen wird !
London under ground
Wenn man Urban-Fantasy mit Thrillereinschlag mag und London die Lieblingsstadt ist, kommt man an der Peter Grant-Reihe des britischen Autors Ben Aaronovitch nicht vorbei. Nach "Die Flüsse von London" und "Schwarzer Mond über Soho" ist "Ein Wispern unter Baker Street" der dritte Band mit dem Constable und Zauberer in Ausbildung Peter Grant. Und da laut Klappentext ein Großteil der Handlung in dem Tunnelgewirr der "Tube" (Londoner U-Bahn) spielt, war ich schon sehr gespannt darauf, was der Autor sich diesmal hat einfallen lassen.Die Bezüge zur Tube stellt Aaronovitch dadurch her, dass er jedes Kapitel mit dem Namen einer der zahlreichen Haltestationen überschreibt und die Handlung sich dann auch in der jeweiligen Umgebung abspielt. Überhaupt erhält man auch als ausgewiesener London-Kenner schon noch die eine oder andere Information zur Stadt, den Gebäuden oder touristischen Attraktionen, die man so nicht kannte. Ich war zwar schon unzählige Male in der britischen Hauptstadt, aber selbst für mich gab es bei der Lektüre so manchen Aha-Effekt!Die Story ist gut geplottet und bietet genau das richtige Verhältnis von Krimi und Fantasy. Was den Autor auszeichnet sind seine wunderbaren Charaktere, die alle, aber auch wirklich alle, bis in die kleinste Nebenrolle detailreich und sympathisch angelegt und beschrieben sind.Aaronovitch schreibt "very british", völlig unaufgeregt und mit dieser Prise feiner Ironie, die die Lektüre des Buches für mich zu einem reinen Vergnügen gemacht hat. Die Geschichte an sich setzt sich aus mehreren Handlungssträngen zusammen, die aber zum Ende der Geschichte hin verknüpft werden und so ein homogenes Bild abgeben.
Ein Wispern unter Baker Street
Inhalt:
Es ist ja nicht so, dass Peter Grant, Zauberer in Ausbildung und Police Constable in London, nichts für das Üben von Zaubersprüchen und das Pauken von Lateinvokabeln übrig hätte - bestimmt nicht! Aber es ist doch immer wieder schön, wenn zur Abwechslung auch mal reelle Polizeiarbeit gefragt ist. Eine unbekannte Person wird im U-Bahn-Tunnel nahe der Station Baker Street tot aufgefunden - erstochen, und es deuten unübersehbare Anzeichen auf die Anwesenheit von Magie hin.
Ein Fall für Peter, keine Frage. Der unbekannte Tote stellt sich als amerikanischer Kunststudent und Sohn eines US-Senators heraus, und ehe man noch »internationale Verwicklungen« sagen kann, hat Peter bereits die FBI-Agentin Kimberley Reynolds mitsamt ihren felsenfesten religiösen Überzeugungen am Hals. Dabei gestalten sich seine Ermittlungen auch so schon gruselig genug, denn tief in Londons Untergrund, in vergessenen Flüssen und viktorianischen Abwasserkanälen, hört er ein Wispern von alten Künsten und gequälten Geistern ...
Nach ›Die Flüsse von London‹ und ›Schwarzer Mond über Soho‹ der dritte Fall für Police Constable und Zauberlehrling Peter Grant.
Eigene Meinung:
Da ich \>Die Flüsse von LondonSchwarzer Mond über SohoEin Wispern unter Baker StreetEin Wispern unter Baker Street
Kunst, FBI und neue magische Spezies
Sein drittes Abenteuer als Constable der Londoner Polizei und zugleich Zauberlehrling des charismatischen Detective Inspector Thomas Nightingale der geheimen Spezialeinheit der Londoner Polizei, auch genannt Folly, führt Peter Grant in die Stadt unterhalb der Stadt, sprich in die Tunnel, Gänge und Kanäle der Tube – und so viel sei verraten – noch weiter in die Tiefe hinab. Im neuen Fall wurde das Leben eines amerikanischen Kunststudenten gefordert, was augenblicklich das FBI auf den Plan ruft. Fortan hat unser Protagonist nicht nur mit alten Bekannten wie Seawoll und Stephanopoulos sowie seinen magischen „Kollegen“, von denen es weitere Spezies zu entdecken gibt, zu tun, sondern auch mit der spröden amerikanischen Agentin Kimberley Reynolds. Sie und ihre Schusswaffe wirken als Gegenpol zur Londoner Schnodderigkeit, was Peter und Co umso sympathischer und authentischer erscheinen lässt. Auch Lesley, Peters Kollegin und gute Freundin, arbeitet am vorliegenden Mordfall mit. Sie trägt nach wie vor eine Gesichtsmaske, um ihr zerstörtes und langsam heilendes Gesicht zu verbergen. Man möchte ihr wünschen, dass ihr bald wieder ein Gesicht gegeben wird. Magisch oder chirurgisch. Bekannte Londoner Plätze, Gebäude und Straßen werden dem Leser erneut von einem ganz anderen Blickwinkel als dem des Touristen und Stadtbewohners gezeigt. Sowohl in der Höhe als auch in der Tiefe. Neugierde vorprogrammiert. Man denke nur an die phantastische Beschreibung des Marktes, auf dem die beiden Polizisten recherchieren. Der geschilderte Mordfall erfährt eine vergleichsweise harmlose Auflösung. Neben dem Haupthandlungsstrang werden auch in dieser Folge der Urban Fantasy die großen Geheimnisse der magischen Energie, des geheimnisvollen Gesichtslosen, die Zeitlosigkeit von Nightingale sowie die Suche nach weiteren Mitgliedern seines Magier-Kreises, weiter verfolgt. Der Leser wird ein Stück weiter, unter wohligem Gruseln, in die Parallelwelt der Magie begleitet und darf gespannt sein auf weitere Puzzleteile in folgenden Bänden, die uns Ben Aaronovic hoffentlich bescheren wird. Nach dem schwächeren zweiten Band eine gelungene, künstlerisch wertvolle Fortsetzung.
Was für ein tolles Buch...
Inhalt:Peter Grant führt ein verrücktes Leben: Neben seinem Beruf als Constable bei der Londoner Polizei ist er ein Zauberlehrling, und zwar der erste in England seit über 50 Jahren. Wegen dieser speziellen Qualifikation wird er auch zum Mitglied des Teams, das den Mord an einem jungen Kunststudenten aufklären soll. Neben der Leiche wurde eine Tonscherbe gefunden, die voller Magie steckt. Nur mit diesem Hinweis bewaffnet, macht Peter sich auf die Suche nach dem Mörder, was ihn durch Kunstausstellungen, Flohmärkte und Lagerhallen führt und ein unglaubliches Geheimnis aufdecken lässt. Gestaltung:Ich finde das Cover unglaublich cool, aber das ist man von dieser Reihe eigentlich schon gewöhnt. Der Schriftzug sieht cool aus, die Totenköpfe sehen cool aus, auch dieser U-Bahn-Fahrplan von London sieht cool aus, und alles in der Farbe Rot, insgesamt ist das einfach cool:)Story:Hach ja, die Story konnte mich wirklich vollkommen überzeugen, naja, fast vollkommen, aber wenn man nur einen kleinen Kritikpunkt hat, ist das auch nicht weiter tragisch.Es geht um Peter Grant, Polizist und Zauberlehrling, und genau diese verrückte Mischung aus Krimi und Fantasy macht das Buch, wie schon die Vorgänger, zu etwas ganz Besonderem. Das und der Humor, durch den man mehr als nur einmal beim Lesen laut auflachen muss, das Buch ist wirklich total lustig! Jedenfalls ist die ganze Sache mit der Magie in dem Buch schon wirklich beeindruckend, weil Ben Aaronovitch es einfach schafft, die Zauberei total natürlich mit der Realität zu verbinden. Natürlich gibt es auch in dem Buch selbst Leute, die sich über plötzlich auftauchende Lichtkugeln wundern, aber insgesamt ist es einfach total gut miteinander verbunden.Dann ist da noch der Mordfall, der aufgeklärt werden musst, und das hat mich wirklich beeindruckt: Im Prinzip geht es hauptsächlich um die Tonscherbe, die am Tatort gefunden wurde, und obwohl sich daraus ergibt, dass das Buch sich um Ton und Töpferei und Brennöfen dreht, was nicht gerade spannend klingt, war ich wie gebannt. Unglaublich, dass sowas so spannend sein kann, und derjenige, der dann als Mörder gefasst wurde, den hab ich wirklich nicht verdächtigt, nur so nebenbei:)Der einzige Haken an diesem ansonsten wirklich perfekten Buch ist, dass es sehr kompliziert ist. Beinahe auf jeder Seite bekommt man irgendeinen Hinweis, und am besten merkt man sich die alle, wozu ich irgendwie nicht in der Lage war. Man versteht natürlich trotzdem alles, aber ein wenig unkomplizierter wäre auch nicht schlecht gewesen.Charaktere:Die Charaktere sind super, sie sind sympathisch, wenn sie es sein sollen, und man kann sie auch in den richtigen Momenten eher störend finden. Und vor allem haben sie immer einen tollen Spruch auf Lager.Am tollsten sind natürlich Peter, der einerseits total viel Talent hat, andererseits aber auch genug Schwächen, um glaubhaft zu sein (außerdem ist er unglaublich lustig) und Nightingale, sozusagen sein Zauberlehrer, der irgendwie einfach nur cool ist, zumindest stelle ich ihn mir so vor:) Auch alle anderen sind sehr cool, was so ein Polizeibuch ja häufig an sich hat, und man trifft auch einige magische Wesen. Und alte Bekannte tauchen auch wieder auf!Schreibstil:Der Schreibstil war absolut genial, vor allem, weil er so witzig war, aber auch, weil es zwar alles flüssig zu lesen war, trotzdem war man nicht unterfordert, es gab immer was zum Nachdenken, was schon echt toll ist. Und auch, dass man so viele Infos über London bekommt, hat mir sehr gut gefallen.Fazit:„Ein Wispern unter Baker Street“ ist eine mehr als gelungene Fortsetzung, die mich eigentlich vollkommen überzeugen konnte mit einem spannenden Mordfall und tollen Charakteren. Beim Lesen muss man allerdings sehr aufmerksam sein, um ja keinen versteckten Hinweis zu verpassen, das wäre vielleicht etwas simpler besser gewesen.
Pressestimmen
Herrlich zu lesen, herrlich amüsant. ›Ein Wispern unter Baker Street‹ ist der dritte Genial-Strei...ch des Londoners Ben Aaronovitch. Ein Lese-Muss, so gruselig und unglaublich liebenswert erzählt.
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03.08.2013
Und natürlich geht es um einen Mordfall, der gelöst werden will. Mit Neugier, Witz und einer Pris...e Magie.
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Ulli Wagner, 20.07.2013
Mit einer bemerkenswerten Mischung aus herrlichem Humor und Krimispannung hat sich der Brite Ben ...Aaronovitch eine enorme Fangemeinde erschrieben.
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01.07.2013
Die Romane sind derart pointiert geschrieben, dass man schon nach dem dritten Band sehnsüchtig au...f das Erscheinen eines vierten wartet.
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Monika Willer, 12.06.2013
Harry Potter auf Speed.
Stephanie Kaiser
Gelungene Fortsetzung der unkonventionellen Zauberkrimi-Reihe, eignet sich prima als Einstieg in ...Urban Fantasy.
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Ein Fantasy-Krimi in Londons Untergrund, wunderbar süffisant, gewürzt mit britischem Humor.
Das Buch ist sehr interessant und ich empfehle es für Leute, die spannende und gruselige Geschich...ten mögen.
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14.09.2013
Krimireihe mit enorm hohem Suchtfaktor!
28.08.2013
Eine klare Empfehlung für London Fans und Liebhaber von Urban Fantasy!
Ilga Becker, 19.08.2013
Dem Drehbuch- und Krimiautor Aaronovitch gelingt eine vergnügliche Synthese aus realistische...m Polizei- und magischem Abenteuerroman.
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07.08.2013
Auch in ›Ein Wispern unter Baker Street‹ merkt man Ben Aaronovitch die große Liebe zu London an. ...
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Arielen, 07.08.2013
Peter Grant, Police Constable und Zauberer, lehrt Sie das Gruseln.
17.07.2013
Ein Muss für alle Fans des Zauber-Bobbies und längst nicht nur für die.
05.07.2013
Mit einer bemerkenswerten Mischung aus herrlichem Humor und Krimispannung hat sich der Brite Ben ...Aaronovitch eine enorme Fangemeinde erschrieben.
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21.06.2013
Davon wollen wir noch mehr lesen!
12.06.2013
Schon die Aufmachung des Buches verspricht eine spannende und unterhaltsame Geschichte.
Alessandro Rizzi, 05.06.2013
Schon die Aufmachung des Buches verspricht eine spannende und unterhaltsame Geschichte.
Alessandro Rizzi, 05.06.2013
Lustig, amüsant, spannend, mystisch - einfach großartig!
Maria Rainer, 02.06.2013
Auch mit dem dritten Band um einen talentierten Bobby ist Ben Aaronovitch ein sehr originelles St...ück Literatur geglückt.
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02.06.2013
Bisher der beste Zauberkrimi von Ben Aaronovitch!
Julie August, 26.05.2013
Ein geflüsterter Knaller! Der bisher beste Peter Grant.
Udo Haupenthal, 23.05.2013
Wieder ein großartiges Buch, eine gelungene Fortsetzung der beiden Vorgänger.
12.05.2013
Gelungene Unterhaltung - spannend und witzig!
Nico Haase, 29.03.2013