Richter und Krimiautor Thorsten Schleif erzählt erneut einen historischen Fall als packenden und minutiös recherchierten True Crime Thriller.
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Four Heads Missing
London, 1889: Angesichts der Zustände in den Armenvierteln werden die Mittel der Metropolitan Police aufgestockt. Nun soll ein neues Hauptquartier her, das mächtige Kellergewölbe steht bereits. Doch der Bau gerät ins Stocken, als einer der Vorarbeiter eine grausame Entdeckung macht. Im frisch fertiggestellten Tresorraum findet er ein seltsames Paket. Darin eingeschlagen: der Rumpf einer Frau. Von ihrem Kopf fehlt jede Spur. Eine höhnische Botschaft an die Polizei? Die gut vernetzte Gesellschaftsdame Irene Adams und der resolute Leibwächter William Berger untersuchen den Fall auf ihre Weise, stoßen aber schnell auf eine Mauer des Schweigens. Kurz darauf wird eine weitere Leiche aus der Themse gezogen. Und auch ihr fehlt der Kopf …
Richter und Krimiautor Thorsten Schleif erzählt erneut einen historischen Fall als packenden und minutiös recherchierten True Crime Thriller.
Die True Crime Thriller mit Irene Adams und William Berger:
Band 1: ›Killing Red Jack‹ (Jack the Ripper)
Band 2: ›Four Heads Missing‹ (Der Themse-Mörder)
Alle Bände basieren auf realen Kriminalfällen und sind unabhängig voneinander lesbar.
Bibliografische Daten
1. Auflage
Thorsten Schleif
Thorsten Schleif ist zugleich Buchautor und Richter im Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen. Er schrieb mehrere sehr erfolgreiche Sachbücher und die humorvolle Krimireihe um Richter Siggi Buckmann. Mit »Killing Red Jack« startet eine Reihe historischer Thriller, die True Crime Stoffe behandeln. Weitere Bücher dieser Art sind in Planung.
4 - 10 von 46 Leserstimme
Auf der Suche nach den Köpfen
Wiederholt taucht der Torso ermordeter Frauen im London der 1888/9er Jahre auf. Kurze Zeit später dann einmal eines der vermissten Körperteile bzw. der Kopf. Aber wer steckt hinter diesen ungewöhnlichen Morden, ist es der Ripper obwohl sein Modus operandi ein anderer ist.Die „Gesellschaftsdame“ Irene und der Leibwächter Will können es nicht lassen und ermitteln erst unabhängig voneinander, Bündeln dann aber ihr Wissen und begeben sich auf die Suche nach dem oder den Tätern. Spannende Geschichte aus den dunklen Zeiten Londons, gespickt mit gruseligen Details und das bereits ab der ersten Seite und am Ende nach Enthüllung des Mörders dann noch ein überraschender Twist. Durch die kurzen Kapitel treibt der Autor einen förmlich durch die Handlung und am Ende des Tages hat man mehr gelesen als eigentlich geplant. Es ist dadurch einfach zu spannend, um es aus der Hand zu legen.Was mich ein bisschen allerdings gestört hat: es ist ein deutsche Autor und ein deutsches Buch, warum muss es denn einen englischen Titel haben, das verstehe ich nicht wirklich.
Zeitgeschichtliche Spannung
Die Handlung dieses Buches nimmt einen mit in das Jahr 1889 in London, geht aber auch noch in seinem Geschehen einige Jahre zurück.Es werden Leichenteile gefunden, bei denen jedoch der Kopf fehlt. Leibwächter Berger und eine besondere Dame Irene Adams machen sich auf die Suche nach dem Täter und den noch fehlenden Körperteilen. Aber immer wieder stoßen sie an unsichtbare Grenzen und schon bald wird wieder eine kopflose Leiche aus der Themse gezogen.Dieses Buch beruht auf wahren Begebenheiten und ist mit originalen Aussagen und Berichterstattungen der Zeit unterlegt. Mir hat besonders die wechselnde Erzählperspektive gefallen. Ebenso fand ich die Auflösung der Schuldigkeit bis zum Ende hochspannend und mit überraschendem Ergebnis sehr gelungen.Es wurden kurze Sätze formuliert, überflüssige Aspekte weggelassen und eine authentische Stimmung der damaligen Zeit erreicht.
historischer und düsterer True Crime Krimi
Das Buchcover gefällt mir, es vermittelt eine düstere Stimmung und macht dadurch neugierig. Außerdem sieht man die Tower Bridge und weiß dadurch schon, dass es in London spielt. Der Schreibstil ist bildhaft und lebendig und die Kapitel sind kurz und deshalb gut und schnell zu lesen. Das erste Buch der Reihe habe ich nicht gelesen, das ist aber absolut kein Problem, dieses Buch kann man ohne Vorkenntnisse sehr gut lesen. Die Geschichte wird in London im viktorianischen Zeitalter erzählt und beruht auf tatsächlichen Kriminalfällen. Außer Jack the Ripper versetzt noch ein anderer Serienkiller London in Angst und Schrecken. Mehrere kopflose Frauenleichen werden gefunden. Irene Adams und William Berger ermitteln und jagen diesen Serienkiller und begeben sich dabei selbst in Gefahr. Der Autor gewährt einen guten Einblick vom damaligen Leben in London mit den Klassenunterschieden die damals dort herrschten - Armut und dagegen Leben im Überfluss. Die Ermittlungen werden immer wieder in neue Richtungen geführt. Das Buch habe ich in drei Tagen gelesen, es war sehr spannend mit viel Nervenkitzel und dabei auch sehr informativ.
London 1888
Der Roman "Four heads Missing"/die Toten der Themse ist im dtv-Verlag erschienen und beinhaltet 336 lesenswerte Seiten. Der Roman beruft sich auf tatsächlich, historisch belegten Kriminalfällen in London. Neben Jack the Ripper, scheint ein weiterer Serienmörder in London sein Unwesen zu treiben. Es werden mehrere kopflose Frauenleiche gefunden. Neben der Polizei, helfen die Edelprostituierte Irene und Will ein Leibwächter unterstützen die Ermittler bei der Suche nach dem Täter. Die Jagd geht quer durch London. Die Ermittler geraten in große Gefahr. Thorsten Schleif schafft es, das London des Jahres 1888 anschaulich und düster darzustellen. Die Unterschiede zwischen Luxus und Kinderarbeit waren riesengroß. Das Cover wurde mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Es passt sehr gut zur Geschichte. Mich hat der Fall in seinen Bann gezogen. Daher vergebe ich sehr gerne 5 Sterne.
Liest sich flüssig und locker...Netter Schmöcker!
Killing Red Jack hatte ich auch schon mal in der Hand, aber aus welchen Gründen auch immer wieder beiseite gelegt und mir ein anderes Buch gekauft. Nun hatte ich doch die Gelegenheit, mal Four Heads Missing vorabzulesen und bin nicht enttäuscht worden. Der Roman spielt im ausgehenden viktorianischen Zeitalter in London, als Londons wohl berühmtester Serienmörder sein Unwesen in der britischen Hauptstadt trieb. Das Ermittlerduo Irene Adams und William Berger kommen zur Ermittlung wieder mal zusammen, um einem anderen Serienkiller das Handwerk zu legen, welcher kopflose Leichen in der Themse verschwinden lässt. Mal abgesehen davon, das auf dem Titelbild die Towerbridge zu sehen ist, welche erst 1894 eröffnet wurde - aber zumindest der Grundstein 1886 gelegt wurde, aber so sicherlich im Jahre 1888 noch nicht zu sehen war - gefällt der Roman mit einer flüssigen Schreibweise und spannenden Cliffhangern. Ich hatte den Roman in 3 Tagen durch, er war spannend, unterhaltsam und abwechslungsreich. Zudem sehr gut zu lesen, also keine nervtötenden Kettensätze. Mal gucken, ob es eine Fortsetzung geben wird, auf jeden Fall werde ich mir "Killing Red Jack" jetzt auch noch zu Gemüte führen.
Makaber, düster und Rätselraten bis zuletzt
Dieser Thriller beruht auf tatsächlichen, historisch belegten Kriminalfällen im viktorianischen London. Zur Zeit, als Jack the Ripper die Stadt in Angst versetzt, scheint ein weiterer Serienmörder sein Unwesen zu treiben. Es werden mehrere kopflose Frauenleichen gefunden. Als Berater der Polizei sind die couragierte Edelprostituierte Irene und Will, der scharfsinnige Leibwächter eines königlichen Gesandten, dem Täter auf den Fersen. Quer durch London führt die atemlose Jagd. Mit jedem zusätzlichen Schritt begibt sich das Ermittlerpaar jedoch selbst in Gefahr, denn die Täterschaft hat die beiden Schnüffler ebenfalls im Visier.Dieser historische Thriller jagt den Leser in einem Höllentempo quer durch die Hauptstadt. Dabei wird ein spannender Einblick in das urbane Leben von damals gewährt. Es beeindrucken die Gegensätze der verschiedenen Quartiere, besonders aber die Veranschaulichung der Klassenunterschiede. Luxus und Überfluss in den Nobelquartieren, bittere Armut und Kinderarbeit in den Elendsvierteln. Mich amüsierte der Kontrast der frivolen, unerschrockenen Escortdame zum aufrechten, jedoch verklemmten Leibwächter. Da ich selbst bei einem Gericht arbeite, fand ich es besonders interessant, wie der Justiz- und Polizeiapparat im viktorianischen England organisiert war.Obwohl ich Band 1 dieser Reihe nicht kannte, konnte ich mich mühelos und rasch in Band 2 integrieren, ein weiteres Qualitätsmerkmal eines hervorragenden Autors.
empfehlenswert!!
besonders interessant fand ich das der roman auf einem realen kriminalfall basiert. dadurch wirkt die geschichte noch einmal ganz anders weil man beim lesen immer im hinterkopf hat das die inspiration dafür nicht komplett frei erfunden ist. thorsten schleif verbindet diesen historischen hintergrund für mich sehr gelungen mit einer spannenden thrillerhandlung. irene adams und william berger haben mir als ermittlerduo ebenfalls gut gefallen. die beiden sind sehr unterschiedlich und genau das macht ihre zusammenarbeit interessant. ich mochte besonders das sie auf ihre eigene art an den fall herangehen und man dadurch verschiedene blickwinkel auf die ereignisse bekommt. auch die spannung hat für mich gut funktioniert weil sich die geschichte nicht nur auf die frage nach dem täter konzentriert. geheimnisse, schweigen und die dunklen seiten der damaligen gesellschaft spielen ebenfalls eine große rolle und sorgen dafür das die ermittlungen immer wieder in neue richtungen führen. empfehlenswert!!
konnte mich nicht ganz überzeugen
Der Klappentext und vor allem die Ausgangssituation von „Four Heads Missing“ haben mich sofort neugierig gemacht. Kopflos aufgefundene Leichen, das viktorianische London und ein Fall, der auf einem realen Kriminalfall basiert – eigentlich genau die Zutaten für einen düsteren und spannenden Thriller.Leider konnte mich die Geschichte dann nicht ganz so packen, wie ich gehofft hatte.Das Setting hat mir wirklich gut gefallen. Thorsten Schleif schafft es, das London des Jahres 1888 sehr anschaulich und düster darzustellen. Man bekommt einen guten Eindruck von den damaligen Lebensumständen und gerade die Gegensätze zwischen den verschiedenen Gesellschaftsschichten fand ich interessant.Auch die beiden Ermittler Irene Adams und William Berger waren für mich ein Pluspunkt. Die beiden sind unterschiedlich genug, um für etwas Abwechslung zu sorgen, und ich mochte ihre Dynamik. Allerdings hatte ich trotzdem immer wieder das Gefühl, dass die Ermittlungen nicht so richtig vorankommen.Gerade bei einem Thriller mit dieser Ausgangslage hatte ich mir deutlich mehr Spannung und Nervenkitzel erhofft. Es gibt zwar immer wieder interessante Hinweise und natürlich die Frage, wer hinter den Morden steckt, aber für mich wollte sich die Spannung über weite Strecken einfach nicht richtig aufbauen. Vieles wird ausführlich beschrieben, während die eigentliche Handlung teilweise nur langsam voranschreitet.Auch die Perspektivwechsel konnten mich nicht immer überzeugen. Die Einblicke in die Gedanken des Täters waren zwar interessant und haben für eine gewisse Beklemmung gesorgt, gleichzeitig haben sie für mich aber nicht den gewünschten Spannungsgewinn gebracht.Insgesamt hatte „Four Heads Missing“ für mich daher leider einige Längen. Die Idee und das historische Setting haben mir gefallen, ebenso das Ermittlerduo, aber gerade von einem Thriller mit dieser Geschichte hätte ich mir mehr Tempo und Spannung gewünscht.
Wo sind die Köpfe?
Das Cover dieses Romans ist ziemlich düster in den Farben schwarz und grau gehalten und zeigt die Londoner Tower Bridge im Nebel. Davor sehen wir die Silhoutte einer Frau von hinten.Der Roman spielt im London von 1874 bis 1889. Im Keller des neuen Hauptquartiers der Londoner Polizei wird ein weiblicher Torso gefunden, der Kopf fehlt. Inspector Reid erinnert sich daran, dass schon früher ein ähnlicher Fall stattgefunden hat. Auch damals wurde der Kopf nicht gefunden.Hilfe bekommt Reid durch die Edelprostituierte Irene Adams und den Leibwächter William Berger, einem ehemaligen Armeeoffizier.Die junge schwangere Elizabeth Jackson ist das nächste Opfer, wieder ohne Kopf. Hat der berüchtigte Jack the Ripper seine Arbeit wieder aufgenommen?Irene und Will glauben nicht daran. Dann finden die beiden Lizzis Kopf bei einem ehemaligen Sträfling , genannt der Barbier, der auch als Engelsmacher für verbotene Abtreibungen gearbeitet hat. Wo sind die Köpfe der toten Frauen geblieben? Irene und Will geraten bei der Suche auch selbst in Gefahr.Ddurch einen gelegentlichen Perspektivenwechsel im Roman erfahren wir auch einige Hintergründe des Mörders. Das erhöht die Spannung. Schleif hat die Spannung bis zum Schluss gut aufrecht erhalten und seine genauen Milieuschilderungen bringen den Leser mitten ins viktorianische London. Sein Krimi ist an einen legendären True Crime Fall angebunden, was mir gut gefallen hat. Gut überschaubar sind auch die kurzen Kapitel.Irene und Will sind zwei sympathische Charaktere, von denen ich gerne noch weitere Fälle lesen würde.
Spannend und voller Atmosphäre
Von „Jack the Ripper“ haben die meisten Menschen schon mal gehört. Aber wer weiß hierzulande schon, dass es zur gleichen Zeit in London ähnlich brutale Frauenmorde gab? Nur die Tatsache, dass die Vorgehensweise des Täters eine andere war, ließ die Ermittler damals vermuten, dass es sich nicht um denselben Mörder handelt. Aber die Identität dieses Mannes, der vier Frauen nach ihrer Ermordung die Köpfe abschnitt, wurde ebenso wenig aufgeklärt wie die des Rippers.Thorsten Schleif hat diese wahren Verbrechen zu zwei spannenden Kriminalromanen verarbeitet: 2025 zu „Killing red Jack“ und jetzt zu „Four heads missing“. In beiden Fällen bringt sein fiktiver Protagonist William Berger – anders als die damaligen Ermittler von Scotland Yard - die Serienmörder zur Strecke. Allerdings hat der Personenschützer auch Irene Adams an seiner Seite, eine kluge „Begleitdame“ für die höheren Kreise, deren Unterstützung nicht zu unterschätzen ist.Wieder hat er Autor in akribischer Kleinarbeit Presseartikel, Zeugenaussagen und Obduktionsberichte ausgewertet und das Ganze mit eigenen Ideen zu einem spannenden Roman verarbeitet. Gelegentliche Längen macht Schleif durch die flüssige Schreibweise und eine atmosphärische Schilderung des viktorianischen London wieder Wett. Sehr hilfreich fand ich das vorangestellte Personenverzeichnis und den Stadtplan Londons aus dem Jahr 1889 mit den Fundorten der kopflosen Frauenleichen.Nicht gefallen haben mir dagegen die eingestreuten Kapitel mit den Gedanken des Täters. Ich mag es nicht, wenn mein Lesefluss durch die wirren Phantastereien eines Serienmörders unterbrochen wird. Dass nur ein Geisteskranker vier Frauen umbringt und ihnen die Köpfe abschneidet, kann ich mir auch so denken. Viel lieber sind mir Thriller und Krimis, in denen ausschließlich die Vorgehensweise und Schlussfolgerungen der Ermittler die Geschichte vorantreiben. Aber das ist eine ganz persönliche Abneigung und muss nicht für alle gelten.