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Diesmal ist es etwas anderes. Darauf hofft Ina jedes Mal, wenn sie sich verliebt. Doch es geht immer schief. Sie arbeitet in einem Tattoo-Studio und wohnt mit ihrem Sohn Henry in der Siedlung »Am Kastanienbaum«, irgendwo mitten in einer großen Stadt. Dort gibt es noch mehr Menschen wie Ina, 1.583 genauer gesagt.
Über das Alleinsein – und wie nah das Miteinander doch ist
Sie leben nah beisammen und bleiben doch allein. Da ist Herr Bello, der am liebsten im Faltenrock tanzt. Samy, der davon träumt, eine Ente zu streicheln. Und Frau Arslan, die Gedichte in Pralinenschachteln versteckt. Sie alle eint die Sehnsucht nach Glück und Verbundenheit.
»Liebe und Empathie in einer – eigentlich – anonymen Mietshaussiedlung. Unsere Gesellschaft braucht Romane wie diesen. Wenn Sie dieses Buch beendet haben, wird Ihre Welt eine bessere sein. Ich verspreche es!« Florian Valerius @literarischernerd
Eines Tages macht Baggerfahrer Paco eine schicksalhafte Entdeckung: Eine Weltkriegsbombe liegt unter der Erde. Darauf geschieht in der Siedlung etwas Wundersames. Die Menschen kommen einander näher, als es möglich schien. Und Ina begegnet dem Mann, mit dem es etwas anderes ist.
»Wäre Ina eine Minute später losgerannt, hätte sie Herrn Bello in seinem karierten Pyjama sehen können, wie er die Schlafzimmervorhänge aufzieht, das Fenster aufmacht und mit ernster Miene hinausschaut. Obwohl sie es eilig gehabt hätte, hätte Ina Herrn Bello zugewunken, sie kennt ihn vom Sehen, und Herr Bello hätte ›Guten Morgen‹ gesagt. Und damit hätte er an diesem Tag viel früher als sonst gesprochen. Es wäre eine flüchtige Begegnung gewesen, nichts Außergewöhnliches, nur ein kleiner Moment, der das Alleinsein überdeckt hätte.«
2. Auflage
Tanja Kokoska wurde 1971 in Frankfurt am Main geboren. Sie war viele Jahre Redakteurin der Frankfurter Rundschau, zuletzt als Leiterin des Magazin-Ressorts. Inzwischen arbeitet sie als freischaffende Journalistin und Autorin, unter anderem für die Satireseite "Die Wahrheit" (taz). Sie lebt nach wie vor in Frankfurt.
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Gruppe
Eine Bombe in einer Wohnhaussiedlung! Durch dieses Horrorszenario rücken die Menschen in „Guten Morgen, schönes Wetter heute“ näher zusammen. Über 1500 Menschen leben in der Siedlung „Am Kastanienbaum“. Die meisten leben isoliert vor sich hin. Als eine Bombe entdeckt wird, werden alle Bewohner in eine Turnhalle isoliert- und lernen sich so kennen…Ich habe mit „Achtzehnter Stock“ und „Die Straße“ bereits ähnliche Bücher gerne gelesen. Für mich ist es faszinierend, wie die Menschen aneinander vorbei leben und das selbe Ereignis unterschiedlich erleben. Das erhoffte ich mir auch von diesem Buch und wurde nicht enttäuscht. Im Zentrum des Romans stehen verschiedene Personengruppen. Zum Beispiel Herr Bello, der eine verborgene Leidenschaft hat. Ina und ihr Sohn Henry geben sich Mühe, den Alltag zwischen Arbeit und Schulabschluss hinzubekommen. Und das Ehepaar Aslan hat tiefe Träume. All sie treffen in der Siedlung aufeinander, wobei jeder seine subjektiven Erfahrungen berichtet.Ich fand den Roman sehr unterhaltsam. Tanja Kokoska beschreibt anschaulich und detailliert, was hinter den Türen geschieht. Dabei achtet sie auf Stereotypen ebenso wie auf Individualisten. Musterschüler Henry zum Beispiel kümmert sich um eine junge Frau, die abgeschoben werden soll. Herr Bello tanzt im Faltenrock. Und Frau Aslan versteckt Gedichte. Das alles ist so typisch- untypisch, dass ich mich köstlich darüber amüsiert habe.Unterstützt werden die unterhaltsamen Charaktere durch eine authentische Sprache, die direkt von der Straße kommen könnte. Ich hatte den Eindruck, die Gespräche könnten direkt um die Ecke stattfinden. Hinzukommt, dass Kokoska bildhaft und detailreich schreibt. So habe ich auch das Setting vor Augen.Was das Buch jedoch von den ähnlichen Romanen abhebt, ist, dass es um das Schicksal der gesamten Siedlung geht und alle Charaktere zueinander finden- inklusive Henrys Vater, der am Ende des Romans von seinen Sohn erfährt. Dadurch gerät die Gruppe in den Fokus, wo vorher Individuen waren. Das ist für mich eine tolle Moral. Ich empfehle den Roman jeden, der in „Achtzehnter Stock“ und „Die Straße“ das Gruppengefühl und die entsprechende Moral vermisst hat. Aus meiner Sicht Fünf Sterne.
Ein kleiner literarischer Herzenswärmer
Tanja Kokoska hat einen wundervoll kurzweiligen und herzigen Roman geschrieben, in den ich ganz toll abtauchen konnte und dessen Figuren nur ins Herz geschlossen werden können.Das Cover ist ein toller Blickfang und ebenso bunt geht es auch im Inneren zu. Kokoska hat eine lebendige Schreibweise, die auf ganz unbedarfte Weise ihre Leser*innen in den Bann zieht. Ich mochte sehr, wie klug und stringent sie all die Handlungsfäden am Ende miteinander verbunden und immer wieder kleine Sprünge zu anderen Figuren eingebaut hat. Es ist dahingehend durchaus ein komplexes, aber keinesfalls kompliziertes Werk.Apropos Figuren: Die sind eindeutig das Herzensstück der Geschichte und so sind sie mir beim Lesen auch richtig ans Herz gewachsen. Ich sehe gewisse Parallelen zu Mariana Leky, obwohl ich von deren fantasievolleren Schreibstil nicht unbedingt Fan bin. Kokoskas Erzählstil mit ganz vielen Foreshadowing-Sätzen hat hier wirklich mehr meinen Geschmack getroffen.Die Figuren sind alle einfach nur liebenswert und stehen oft eher am Rand der Gesellschaft. Sie sind leise Helfende und innerlich unsichere Introvertierte. Die Autorin hat hier ein starkes Augenmerk darauf gelegt, die Gedanken ihrer Figuren greifbar abzubilden und ihnen gegenüber immer zugewandt-respektvoll zu bleiben. Mich hat ganz besonders begeistert, wie sich die Leben der Figuren schlussendlich kreuzen, obwohl die örtliche Nähe schon vorher bestand.Auch strukturell kann ich nur lobende Worte aussprechen. Die Gliederung in drei Teile hilft bei der Lesestrukturierung und die Kapitelüberschriften sprechen bereits mit den Lesenden, was ich erfrischend anders fand.Der Roman ist ganz klar ein Wohlfühlbuch über Freundschaft und darüber, dass die richtigen Menschen dich so sein lassen, wie du bist. Ich hatte eine tolle Lesezeit mit ihm. Sie ist am Ende rund und für alle, die genau so etwas suchen, kann ich den Roman nur empfehlen. An manchen Stellen ging es mir fast ein wenig zu sehr ins Inspirierende, aber das ist einfach eine persönliche Präferenz.4,5 ⭐️
Von oben betrachtet
Der Roman "Guten Morgen, schönes Wetter heute" von Tanja Kokoska ist sehr vielschichtig aufgebaut. Die Geschichte handelt von einer Siedlung "Am Kastanienbaum" in der 1583 Menschen in Wohnblocks leben. Hier geht es relativ anonym zu. Die Autorin nimmt einen nun mit auf eine Reise aus der Vogelperspektive. Einzelne Charaktere werden beschrieben, die sich auch immer mal wieder treffen, aber nie ernsthaft kennenlernen. Erst als bei Bauarbeiten eine Weltkriegsbombe gefunden wird, treffen sich alle in einer Turnhalle während der Entschärfung. Und plötzlich gibt es so viel mehr zu reden und zuzuhören. Die Menschen verstehen, dass die eben doch nicht nur nebeneinander her leben, sondern doch mehr miteinander verbunden sind, als sie gedacht haben.Anfangs habe ich etwas Zeit gebraucht, um mich in alle verschiedenen Charaktere einzufinden. Dann hat das Buch mir jedoch umso besser gefallen und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Ich wollte unbedingt wissen wie die Geschichte enden wird! Dieses Buch würde ich jedem empfehlen der Romane mag die in verschiedenen Ebenen aufgebaut sind. Besonders toll fand ich, dass der Roman so erzählt wird, als würde man einfach von oben zuschauen.
Tiefgang trifft Humor
5 Sterne gebe ich sehr selten, aber "Guten Morgen, schönes Wetter heute“ von Tanja Kokoska hat es sich verdient!!! Am liebsten würde man mit Ina, Herrn Bello und Frau Arslan das Leben teilen und mit ihnen lachen und weinen. Die Charaktere in diesem Buch sind jeder für sich so entzückend und liebevoll beschrieben, sogar die Unsympathischen gehören dazu und machen die Geschichte perfekt. Ich hatte beim Lesen immer so ein Gefühl von "Die fabelhafte Welt der Amelie". Als Verfilmung wäre die Geschichte sicher schön anzusehen. Die Idee mit den Gedichten, versteckt in den Lebensmitteln oder Frau Kaiser, die in den Hotels anruft, das hat mir sehr gefallen. Oder Sam und Herr Bello, solche Nachbarn hätte ich gerne.Fazit von mir - absolute Leseempfehlung, ein Buch mit Tiefgang, Leichtigkeit und gutem Humor. Das Cover sticht ins Auge und auch der Titel passt perfekt.
Dieses Buch möchte man nicht mehr verlassen
„Eine gute Nachbarschaft ist unbezahlbar.“Davon erzählt uns Tanja Kokoska in ihrem Debütroman „Guten Morgen, schönes Wetter heute“. Wir schauen als Leser auf die Siedlung „Am Kastanienbaum“ und holen uns beim Lesen dieses Bild (vielleicht auch das Buchcover) immer näher ran, sodass wir die einzelnen Bewohner kennenlernen und immer tiefer in verschiedene Leben eintauchen. Obwohl sie Tür an Tür neben einander wohnen, kennen sie sich doch nur flüchtig und könnten unterschiedlicher nicht sein. Doch eins verbindet sie, jeder ist auf eine gewisse Weise einsam und auf der Suche. Im Verlaufe der Geschichte wird klar, die Bewohner leben irgendwie aneinander vorbei und dennoch kommt diese Nachbarschaft immer wieder in verschiedenen Konstellationen zusammen: Manchmal nur für ein kurzes „Guten Morgen, schönes Wetter heute“ von Herrn Bello, manchmal etwas länger für ein (philosophisches) Gespräch bei Herr und Frau Arslan im Laden. Dabei kommt immer wieder das Gedankenexperiment auf: Wer hätte wen getroffen, wenn das Leben einen anderen Weg genommen hätte und einer der Siedlungsbewohner z.B. fünf Minuten später losgegangen wäre. Viele kleinere und größere Momentaufnahmen „am Kastanienbaum“ führen zu diesem passenden bunten Buchcover und am Ende treffen alle bei einem unausweichlichen Ereignis zusammen. Tanja Kokoska hat einen wunderbaren Blick für jeden einzelnen Charakter und beschreibt sie so lebhaft, dass ich mich zwischen zeitlich wie ein Teil der Nachbarschaft gefühlt habe. Es war mir ein großes Lesevergnügen und ich habe nach diesem Buch wie Frau Arslan „Lebenskummer“. Wenn ich könnte würde ich dieses Buch gerne nochmal zum ersten Mal lesen und mit Ina und ihrem Sohn Henry „Wahrheit oder Pflicht spielen“. Dabei muss laut Henry „jede Wahrheit wahr sein und jede Pflicht erfüllt werden“. Es gibt so einige schöne Zitate und „Lebensweisheiten“ aus diesem Buch.„Guten Morgen, schönes Wetter heute“ gehört ab jetzt zu meinen Lieblingsbücher und ich kann es euch nur ans Herz legen es auch zu lesen.
ein herausragendes Buch
Vom ersten Satz an mochte ich dieses Buch und wusste, dass wird ein tolles Leseerlebnis.Ein Baggerfahrer, dessen Traum es ist, etwas Großes zu finden. Ein Gaststättenbetreiber, der jeden Tag für seine Gäste da ist und dabei seine eigenen Träume vernachlässigt. Eine Mutter, die Abschied von ihren Eltern nimmt und einem Nachbarn hilft, sich so zu zeigen, wie er sich fühlt. Ein Teenager, dem sich die Möglichkeit bietet, seinen Vater kennenzulernen. Eine junge Frau, deren Träume in einem Nagelstudio in weite Ferne rücken. Eine Haushaltshilfe, die einer Seniorin hilft, sich selbst nicht zu vergessen. Ein türkisches Ehepaar, das sich zu verlieren scheint und durch ein Gedicht einen neuen Weg findet. Und ein Bombenfund, der viel durcheinanderbringt und neue Möglichkeiten aufzeigt.In dem Buch „Guten Morgen, schönes Wetter heute“ treffen verschiedene Bewohner der Siedlung Am Kastanienbaum und ihre Leben aufeinander. Die Autorin hat die Geschichten wunderschön miteinander verwoben. Der Schreibstil ist flüssig und die Worte so toll gewählt. Ich habe die Protagonisten ganz schnell in mein Herz geschlossen. Jede Szene ist für sich so stimmig geschrieben. So gibt es z. B. Frau Kaiser, eine Seniorin, die mit der Einsamkeit hadert. Um sich nicht so allein zu fühlen, ruft sie abends in Hotels an und führt Gespräche mit dem Personal an der Rezeption. Die Szene zwischen Frau Kaiser und Ina, einer Frau, die Abschied von den verstorbenen Eltern nimmt und spürt, dass auch ein Abschied von ihrem bald volljährigen Sohn ansteht, war so wunderbar geschrieben. Die beiden Frauen schaffen es, durch ihr Gespräch sich gegenseitig zu helfen, ohne es richtig zu ahnen. Mit wenigen Sätzen schafft die Autorin ein Intimität zwischen den Charakteren.Oder Herr Bello, der sich zum ersten Mal in einem völlig neuen Licht sieht. Das behutsame Wechseln der Kleidung lässt ihn innerlich strahlen. Diese Szene lebt von ihrer Ruhe und der Selbstverständlichkeit des Kleiderwechsels.Dieses Buch ist voller Wärme, Mitgefühl, Zusammenhalt, Stärke, Liebe, Mut, Selbstvertrauen, Loslassen und Hoffnung. Es ist eine richtige Wohltat, in die Geschichten der Bewohner einzutauchen. Man möchte mit jedem Einzelnen am Küchentisch sitzen und seiner Geschichte lauschen. Man möchte die Charaktere in den Arm nehmen und sie dabei beobachten, wie sie sich weiterentwickeln. Dieses Buch ist herausragend.Von mir gibt es eine dringende Leseempfehlung. Wann wird es verfilmt?!
Ein Buch, das glücklich macht
Irgendwo in Deutschland liegt die Siedlung "Am Kastanienbaum" - etwas mehr als 1.500 Menschen leben hier in den dreistöckigen Häusern. Kokoska umkreist eine kleine Handvoll von ihnen und schenkt tiefe Einblicke in deren Lebenssituationen. Allen gemeinsam ist die Einsamkeit, mit der sie sich irgendwie arrangieren. Die 85jährige Frau Kaiser möchte eigentlich ganz viel reden. Gegen das Alleinsein hilft ihr Roboter Haruto nur wenig. Ebenso geht es dem verwitweten Herrn Bello - immer stilvoll gekleidet, entdeckt er irgendwann die Schönheit von Kleidern. Manchmal geht er auf ein Glas Wein in die Gaststätte "Zum Plaudern". Hier arbeitet Samy aus Sri Lanka sieben Tage die Woche. Es ist sein eigenes Lokal, dennoch hat er viele unerfüllte Wünsche. Um sich täglich daran zu erinnern, dass er dafür etwas tun muss, hat er sich im Tattoo-Studio ein Herz, eine Feder und ein Kreuz stechen lassen. Er kauft gern im Laden von Herrn und Frau Arslan. Frau Arslan liebt Rilke-Gedichte, fühlt sich sehr einsam in ihrer Ehe. Und dann ist da noch Ina, die sich nach einem richtig coolen Typen sehnt. Sohn Henry wünscht sich einen Papa, weiß nicht mal, wer sein Erzeuger ist. In jeden dieser Mikrokosmen tauchen wir ein und spüren, Einsamkeit muss nicht sein. Und genau das zeigt die Autorin. Aufeinander zugehen, achtsam miteinander umgehen, zuhören. Vielleicht muss ja nicht erst ein Drama passieren. Vielleicht muss es keine zu entschärfende Bombe aus dem 2. Weltkrieg sein, die all die Menschen zueinander führt. So wundervoll und klug erzählt. Absolut bereichernde Lektüre.
Willst du wissen, was beim Nachbarn los ist?
Ein friedlicher Roman über die Menschen von nebenan, über ihre heimlichen Wünsche und unerfüllte Träume. Perfekt, um den Sommer zu genießen und zu entspannen. Bei diesem bunten, fröhlichen Cover konnte ich gar nicht anders, als hinzuschauen. Ebenso ansprechend finde ich den Titel. Das Wetter ist der erste Start in ein Gespräch und das, worüber alle reden, auch wenn man seine Gegenüber nicht kennt. Auf dem Umschlag des Buches steht, dass dieser Roman wieder an das Gute im Menschen glauben lässt. Wer möchte sich das entgehen lassen? Ich nicht. Ich habe mir vorgestellt, dass es in dieser Geschichte ebenso farbenfroh und abwechslungsreich zugeht, wie das Cover verspricht. Für mich klang auch der Klappentext nach Sommer und den Träumen der Bewohner einer Großstadt. Und so war es auch. Das Buch erzählt von den Menschen von nebenan. Bunt durcheinandergewürfelte Persönlichkeiten, die alle in derselben Siedlung wohnen. Sie laufen sich Tag täglich über den Weg, ohne sich wirklich zu kennen. Jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte und Kummer im Gepäck. Abwechselnd lerne ich die Menschen, um die es geht, immer näher kennen. Es sind Menschen wie du und ich, mit kleinen oder größeren Geheimnissen, die einem schnell ans Herz wachsen.Aus der Perspektive des Allwissenden erzählt, erfahre ich ziemlich schnell, welcher Bewohner welchen Traum oder welche Sorgen mit sich herumschleppt. Die Menschen haben Ängste, heimliche Wünsche und ich erfahre alles über sie. Dieser kunterbunte Haufen zeigt uns, wie wichtig Toleranz und Akzeptanz sind, wie verletzend Worte wirken können und wie wichtig und schön es ist, wenn man nicht nach Äußerlichkeiten bewertet wird. Ich glaube, dieses Buch gibt uns allen den kleinen Wink mit auf den Weg, genauer hinzuschauen und nicht vorschnell zu urteilen. Gefallen hat mir, dass man zum Ende eines jeden Kapitels einen kleinen Hinweis bekommt, welche Person noch etwas Wichtiges erleben wird. Das feuerte meine Neugierde an und ich wollte wissen, was genau passieren wird. Ein wenig hat mich die Erzählung an die Serie Lindenstraße erinnert. Jeder Bewohner der Straße hat sein eigenes kleines Drama, immer ist etwas los und es wechselt von einem zum anderen. Und sind wir mal ganz ehrlich, es ist doch immer interessant, zu sehen, was beim Nachbarn los ist. Wer stellt sich nicht manchmal das Leben einzelner Menschen vor, die einem begegnen? Hier bekommen wir alle eine Antwort. Mit den Protagonisten wurde ich schnell warm. Es fühlt sich an, als baue man eine Verbindung zu ihnen auf, wünscht ihnen Gutes und will wissen, wie es weitergeht. Vielleicht liest sich der Roman deshalb so entspannend. Die einzelnen Lebensgeschichten sind bunt und originell. Es ist schön mit anzusehen, wie Menschen durch ein Ereignis zueinanderfinden. Es bildet sich eine kleine Gemeinschaft. Eine gemütliche Unterhaltung, die das Herz erwärmt. Ich bin ein wenig traurig, dass ich das Buch schon beendet habe und ich nicht mitbekomme, wie das Leben dieser Menschen weitergeht.
Einfühlsame Einblicke
Immer wenn ich durch eine Großstadt fahre, bin ich erstaunt über die vielen Fenster. Und denke daran, dass sich hinter jedem Fenster ein eigener Kosmos verbirgt.In diesem Roman nimmt mich Tanja Kokoska mit in viele kleine verschiedene Lebensentwürfe in die Siedlung "Am Kastanienbaum". Ich lerne viele Leute kennen und einige auch lieben. Eines Tages wird in der Siedlung eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg ausgebaggert und das Zusammenleben dieses kleinen Kosmos verändert sich – und plötzlich beginnen sich die Wege der Menschen zu kreuzen. Aus Distanz wird Begegnung, aus Einsamkeit vorsichtige Verbundenheit.Ein berührender, hoffnungsvoller Gesellschaftsroman, der daran erinnert, wie nah wir einander eigentlich sind – wenn wir nur den Mut haben, aufeinander zuzugehen. Ein Buch wie Kaffee am Morgen: wohltuend, ehrlich und voller leiser Zuversicht.
Schöne Lektüre
„Guten Morgen, schönes Wetter heute“ hat mich sehr positiv überrascht. Wir bewegen uns in einer städtischen Siedlung, in der viele verschiedene Menschen auf recht engem Raum nebeneinander her wohnen.Die Autorin beschreibt das Leben in dieser Siedlung sehr schön. Immer wieder werden wir als Leser in die Vogelperspektive befördert, um dann an ein individuelles Leben näher heranzuzoomen. Sehr gekonnt lernen wir verschiedene Menschen näher kennen und werden Zeugen von kleinen, zufälligen Begegnungen und solchen, die ein anderes Leben nachhaltig verändern und beeinflussen können.Dabei gelingt es der Autorin wunderbar, spannend und tiefgründig zu erzählen. Wir blicken auf Sehnsucht und Einsamkeit, auf Familie und Ehe, auf Trauer, Liebe und Hoffnung. Themen, in denen sich jeder wiederfinden kann. Dabei überwiegt die Menschlichkeit und eine starke Botschaft für das Miteinander, die Hilfsbereitschaft und dafür, zu sich selbst zu stehen.Dieses Buch ist unterhaltsam, kurzweilig, intelligent gewoben und hinterlässt ein positives Gefühl. Mir hat es sehr gefallen.
Veranstaltungen & Medientermine
Tanja Kokoska liest aus ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹
Kirchplatz 26
33803 Steinhagen
Tanja Kokoska liest aus ›Gutem Morgen, schönes Wetter heute‹
Schulstraße 20
24848 Kropp
Tanja Kokoska liest aus ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹
Eine Veranstaltung im Rahmen des Bensheim Lesefestivals. Das Lesefestival Bensheim ist eine Veranstaltungsreihe im Rahmen des Literaturfestivals Leseland Hessen
Georg-Stolle-Platz 5
64625 Bensheim
Tanja Kokoska liest aus ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹
Bahnhofstr. 18
63500 Seligenstadt
Tanja Kokoska liest aus ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹
Haidplatz 8
93047 Regensburg
Tanja Kokoska liest aus ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹
Schillingsgasse 3
76275 Ettlingen
Pressestimmen
WDR 4, Buchtipps
Das ist so schön, wie die Autorin diese Schicksale zu einem modernen Märchen verwebt. (…) Mit ganz z...artem Humor, aber eben auch mit ganz viel Tiefgang. (…) Das Buch macht uns einfach glücklich. mehr weniger
Mike Altwicker, 19.06.2026
myself
Tanja Kokoska erinnert auf eine ganz besondere Weise daran, wie wichtig ein Lächeln oder ein „Guten ...Morgen“ sein kann. (…) Ein Roman, der Hoffnung macht. mehr weniger
01.07.2026
NDR Kultur
Es ist berührend, wie Tanja Kokoska es versteht, von Menschen zu erzählen.
30.06.2026
Event Magazin
Ein Gesellschaftsroman voller Wärme und zartem Humor über Freundschaft, Familie und Nachbarschaft.
Jessica Gartzke, 18.06.2026
Münchner Merkur
Ein Buch, das positiv stimmt.
18.06.2026
Einladung zum digitalen Abend mit Tanja Kokoska
Am 16. Juni laden wir Sie herzlich zu einem digitalen Abend auf Microsoft Teams ein. Tanja Kokoska spricht anlässlich des Erscheinens ihres Romans ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹ mit Florian Valerius (Influencer & Buchhändler, @literarischernerd) über ihren Roman.
Sie möchten dabei sein?
- Bitte melden Sie sich bis zum 15. Juni um 15 Uhr über das untenstehende Formular an
- Den Teams-Link erhalten Sie rechtzeitig vor dem Termin per E-Mail
Wir freuen uns sehr darauf, Sie digital zu begrüßen!
Termin: 16. Juni (digital via Teams)
Mit: Autorin Tanja Kokoska im Gespräch mit Florian Valerius (@literarischernerd)
Für: Buchhändler*innen sowie alle Buchbegeisterten und Interessierten
Lerne die Bewohner*innen der Siedlung »Am Kastanienbaum« kennen