23,00 €
Lieferzeit: 3-5 Tage, E-Books sind sofort versandfertig
Diesmal ist es etwas anderes. Darauf hofft Ina jedes Mal, wenn sie sich verliebt. Doch es geht immer schief. Sie arbeitet in einem Tattoo-Studio und wohnt mit ihrem Sohn Henry in der Siedlung »Am Kastanienbaum«, irgendwo mitten in einer großen Stadt. Dort gibt es noch mehr Menschen wie Ina, 1.583 genauer gesagt.
Über das Alleinsein – und wie nah das Miteinander doch ist
Sie leben nah beisammen und bleiben doch allein. Da ist Herr Bello, der am liebsten im Faltenrock tanzt. Samy, der davon träumt, eine Ente zu streicheln. Und Frau Arslan, die Gedichte in Pralinenschachteln versteckt. Sie alle eint die Sehnsucht nach Glück und Verbundenheit.
»Liebe und Empathie in einer – eigentlich – anonymen Mietshaussiedlung. Unsere Gesellschaft braucht Romane wie diesen. Wenn Sie dieses Buch beendet haben, wird Ihre Welt eine bessere sein. Ich verspreche es!« Florian Valerius @literarischernerd
Eines Tages macht Baggerfahrer Paco eine schicksalhafte Entdeckung: Eine Weltkriegsbombe liegt unter der Erde. Darauf geschieht in der Siedlung etwas Wundersames. Die Menschen kommen einander näher, als es möglich schien. Und Ina begegnet dem Mann, mit dem es etwas anderes ist.
»Wäre Ina eine Minute später losgerannt, hätte sie Herrn Bello in seinem karierten Pyjama sehen können, wie er die Schlafzimmervorhänge aufzieht, das Fenster aufmacht und mit ernster Miene hinausschaut. Obwohl sie es eilig gehabt hätte, hätte Ina Herrn Bello zugewunken, sie kennt ihn vom Sehen, und Herr Bello hätte ›Guten Morgen‹ gesagt. Und damit hätte er an diesem Tag viel früher als sonst gesprochen. Es wäre eine flüchtige Begegnung gewesen, nichts Außergewöhnliches, nur ein kleiner Moment, der das Alleinsein überdeckt hätte.«
3. Auflage
Tanja Kokoska wurde 1971 in Frankfurt am Main geboren. Sie war viele Jahre Redakteurin der Frankfurter Rundschau, zuletzt als Leiterin des Magazin-Ressorts. Inzwischen arbeitet sie als freischaffende Journalistin und Autorin, unter anderem für die Satireseite "Die Wahrheit" (taz). Sie lebt nach wie vor in Frankfurt.
Melden Sie sich an
Eine gewöhnliche Siedlung in einer herausfordernden Zeit - mit außergewöhnlichen Menschen und besonderen Begegnungen.
"Wenn man die Welt von oben betrachtet, dann könnte man meinen, dies sei ein Morgen wie jeder andere."Noch regt sich nichts in der Siedlung am Kastanienbaum. Doch unter der Oberfläche sieht es anders aus. Bei Bauarbeiten findet Baggerfahrer Paco eine Bombe, einen Blindgänger. Und während die Bewohner ihrem alltäglichen Leben nachgehen, wird die Evakuierung geplant.In "Guten Morgen, schönes Wetter heute" geht es aber nicht um das große Drama der Bombe, es geht um das wirkliche Leben. Denn eigentlich ist es eine ganz normale Siedlung, die am Kastanienbaum. Doch der genaue Blick auf die einzelnen Bewohner macht sie zu etwas ganz besonderem - und diesen Roman zu einer Auszeit vom Alltag, obwohl es den Alltag beschreibt. Ina hat zwei Jobs, um über die Runden zu kommen und für ihren Sohn zu sorgen. Der wüsste gerne, wer sein Vater ist. Und wie es dem Mädchen im Nagelstudio geht, das ihn scheu angelächelt hat.Wir begleiten die Bewohner der Siedlung über ein paar Tage, dürfen an ihren kleinen und großen Begegnungen Teil haben. Während Ina die Wohnung ihrer verstorbenen Eltern räumt, entdeckt sie Herrn Bellos geheime Leidenschaft und unterstützt ihn. Dieser hat spontan die Gelegenheit, Koch und Lokalbesitzer Samy aus einer Notlage zu helfen. Samy kauft bei Frau Aslan ein, die im Geheimen Gedichte liest - und auf ihre eigene Weise verteilt. Dann ist da auch noch Frau Kaiser, die, um die Langeweile zu vertreiben, in Hotels anruft, um nach ihrem Sohn Roland zu fragen. Natürlich ist es nicht DER Roland Kaiser, aber die Gespräche bringen etwas Abwechslung in ihren Alltag. Diese kleinen Zufallsbegegnungen bilden ein fabelhaftes Ganzes.Obwohl das Buch große Themen behandelt, fließt es ruhig und beruhigend dahin. Gerade die winzigen Kontakte machen aus einzelnen Individuen eine Gemeinschaft, Menschen, die sich gegenseitig bei kleinen und großen Problemen helfen.Mit dem Gefühl, etwas zusammenzurücken, lässt es einen zurück, und mit einem neuen Blick für Details.Das ganze abgerundet durch Ulrieke Kriener, die dem Hörbuch durch ihre ruhige Sprechweise besonderes Leben einhaucht. Fazit: Eine gewöhnliche Siedlung in einer herausfordernden Zeit - mit außergewöhnlichen Menschen und besonderen Begegnungen.
Herzenswarm!
Mit „Guten Morgen, schönes Wetter heute“ ist der Autorin ein rundum gelungener Feel-Good-Roman gelungen. Im Mittelpunkt stehen verschiedene Figuren, die auf den ersten Blick nur eines gemeinsam haben: Sie leben in derselben Wohnsiedlung. Nach und nach verbindet die Autorin ihre einzelnen Lebenswege jedoch zu einem stimmigen Gesamtbild, das vor allem von Gemeinschaft, Wärme und gegenseitigem Verständnis geprägt ist.Besonders gefallen hat mir, wie authentisch der Alltag der „normalen“ Menschen dargestellt wird. Ihre Sorgen, kleinen Herausforderungen, Hoffnungen und Träume wirken sehr lebensnah und nachvollziehbar, sodass ich mich schnell in die Geschichte hineinversetzen konnte und mich beim Lesen richtig wohlgefühlt habe.Auch wenn man bei dieser Art von Roman vielleicht schon früh ahnt, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird, hat das meinem Leseerlebnis keinen Abbruch getan. Im Gegenteil: Die Handlung hat mich entspannt begleitet und mir viele ruhige, oft auch mit einem Lächeln verbundene Lesemomente geschenkt.Die Geschichte vermittelt dabei eine klare Botschaft: Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung sind oft wertvoller als Konkurrenzdenken. In einer Welt, die häufig von Leistungsdruck geprägt ist, zeigt der Roman, wie wichtig ein respektvolles Miteinander sein kann.Fazit: „Guten Morgen, schönes Wetter heute“ ist ein warmherziger, angenehm zu lesender Feel-Good-Roman, der verschiedene Lebensgeschichten fein miteinander verwebt. Eine klare Empfehlung für alle, die leichte, positive und herzerwärmende Geschichten mögen und entspannte Lesestunden genießen möchten.
Ein Buch, das glücklich macht
Irgendwo in Deutschland liegt die Siedlung "Am Kastanienbaum" - etwas mehr als 1.500 Menschen leben hier in den dreistöckigen Häusern. Kokoska umkreist eine kleine Handvoll von ihnen und schenkt tiefe Einblicke in deren Lebenssituationen. Allen gemeinsam ist die Einsamkeit, mit der sie sich irgendwie arrangieren. Die 85jährige Frau Kaiser möchte eigentlich ganz viel reden. Gegen das Alleinsein hilft ihr Roboter Haruto nur wenig. Ebenso geht es dem verwitweten Herrn Bello - immer stilvoll gekleidet, entdeckt er irgendwann die Schönheit von Kleidern. Manchmal geht er auf ein Glas Wein in die Gaststätte "Zum Plaudern". Hier arbeitet Samy aus Sri Lanka sieben Tage die Woche. Es ist sein eigenes Lokal, dennoch hat er viele unerfüllte Wünsche. Um sich täglich daran zu erinnern, dass er dafür etwas tun muss, hat er sich im Tattoo-Studio ein Herz, eine Feder und ein Kreuz stechen lassen. Er kauft gern im Laden von Herrn und Frau Arslan. Frau Arslan liebt Rilke-Gedichte, fühlt sich sehr einsam in ihrer Ehe. Und dann ist da noch Ina, die sich nach einem richtig coolen Typen sehnt. Sohn Henry wünscht sich einen Papa, weiß nicht mal, wer sein Erzeuger ist. In jeden dieser Mikrokosmen tauchen wir ein und spüren, Einsamkeit muss nicht sein. Und genau das zeigt die Autorin. Aufeinander zugehen, achtsam miteinander umgehen, zuhören. Vielleicht muss ja nicht erst ein Drama passieren. Vielleicht muss es keine zu entschärfende Bombe aus dem 2. Weltkrieg sein, die all die Menschen zueinander führt. So wundervoll und klug erzählt. Absolut bereichernde Lektüre.
Einfühlsame Einblicke
Immer wenn ich durch eine Großstadt fahre, bin ich erstaunt über die vielen Fenster. Und denke daran, dass sich hinter jedem Fenster ein eigener Kosmos verbirgt.In diesem Roman nimmt mich Tanja Kokoska mit in viele kleine verschiedene Lebensentwürfe in die Siedlung "Am Kastanienbaum". Ich lerne viele Leute kennen und einige auch lieben. Eines Tages wird in der Siedlung eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg ausgebaggert und das Zusammenleben dieses kleinen Kosmos verändert sich – und plötzlich beginnen sich die Wege der Menschen zu kreuzen. Aus Distanz wird Begegnung, aus Einsamkeit vorsichtige Verbundenheit.Ein berührender, hoffnungsvoller Gesellschaftsroman, der daran erinnert, wie nah wir einander eigentlich sind – wenn wir nur den Mut haben, aufeinander zuzugehen. Ein Buch wie Kaffee am Morgen: wohltuend, ehrlich und voller leiser Zuversicht.
Willst du wissen, was beim Nachbarn los ist?
Ein friedlicher Roman über die Menschen von nebenan, über ihre heimlichen Wünsche und unerfüllte Träume. Perfekt, um den Sommer zu genießen und zu entspannen. Bei diesem bunten, fröhlichen Cover konnte ich gar nicht anders, als hinzuschauen. Ebenso ansprechend finde ich den Titel. Das Wetter ist der erste Start in ein Gespräch und das, worüber alle reden, auch wenn man seine Gegenüber nicht kennt. Auf dem Umschlag des Buches steht, dass dieser Roman wieder an das Gute im Menschen glauben lässt. Wer möchte sich das entgehen lassen? Ich nicht. Ich habe mir vorgestellt, dass es in dieser Geschichte ebenso farbenfroh und abwechslungsreich zugeht, wie das Cover verspricht. Für mich klang auch der Klappentext nach Sommer und den Träumen der Bewohner einer Großstadt. Und so war es auch. Das Buch erzählt von den Menschen von nebenan. Bunt durcheinandergewürfelte Persönlichkeiten, die alle in derselben Siedlung wohnen. Sie laufen sich Tag täglich über den Weg, ohne sich wirklich zu kennen. Jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte und Kummer im Gepäck. Abwechselnd lerne ich die Menschen, um die es geht, immer näher kennen. Es sind Menschen wie du und ich, mit kleinen oder größeren Geheimnissen, die einem schnell ans Herz wachsen.Aus der Perspektive des Allwissenden erzählt, erfahre ich ziemlich schnell, welcher Bewohner welchen Traum oder welche Sorgen mit sich herumschleppt. Die Menschen haben Ängste, heimliche Wünsche und ich erfahre alles über sie. Dieser kunterbunte Haufen zeigt uns, wie wichtig Toleranz und Akzeptanz sind, wie verletzend Worte wirken können und wie wichtig und schön es ist, wenn man nicht nach Äußerlichkeiten bewertet wird. Ich glaube, dieses Buch gibt uns allen den kleinen Wink mit auf den Weg, genauer hinzuschauen und nicht vorschnell zu urteilen. Gefallen hat mir, dass man zum Ende eines jeden Kapitels einen kleinen Hinweis bekommt, welche Person noch etwas Wichtiges erleben wird. Das feuerte meine Neugierde an und ich wollte wissen, was genau passieren wird. Ein wenig hat mich die Erzählung an die Serie Lindenstraße erinnert. Jeder Bewohner der Straße hat sein eigenes kleines Drama, immer ist etwas los und es wechselt von einem zum anderen. Und sind wir mal ganz ehrlich, es ist doch immer interessant, zu sehen, was beim Nachbarn los ist. Wer stellt sich nicht manchmal das Leben einzelner Menschen vor, die einem begegnen? Hier bekommen wir alle eine Antwort. Mit den Protagonisten wurde ich schnell warm. Es fühlt sich an, als baue man eine Verbindung zu ihnen auf, wünscht ihnen Gutes und will wissen, wie es weitergeht. Vielleicht liest sich der Roman deshalb so entspannend. Die einzelnen Lebensgeschichten sind bunt und originell. Es ist schön mit anzusehen, wie Menschen durch ein Ereignis zueinanderfinden. Es bildet sich eine kleine Gemeinschaft. Eine gemütliche Unterhaltung, die das Herz erwärmt. Ich bin ein wenig traurig, dass ich das Buch schon beendet habe und ich nicht mitbekomme, wie das Leben dieser Menschen weitergeht.
Es war einmal eine Siedlung in einer großen Stadt
In der Siedlung „Am Kastanienbaum“ wohnen 1.583 Menschen, dicht an dicht. Man sieht sich, aber kennt man sich auch? Da ist Ina, die noch nicht den Richtigen fürs Leben getroffen hat, Mama von Henry, der nach der Schule gern ins Ausland möchte, aber sich nicht traut, es seiner Mutter zu sagen. Oder Herr Bello, der die Kleidung von Inas verstorbener Mutter so zauberhaft findet. Frau Arslan, die im Ladengeschäft ihres Mannes heimlich Rilke-Gedichte in Pralinenschachteln versteckt. Frau Kaiser, deren Sohn mit seiner Familie in Asien lebt und der lustigerweise Roland heißt. Samy, Herr Krämer, Paco, Anh.Der Fund einer Weltkriegsbombe bringt plötzlich eine unerwartete Dynamik in die Siedlung, denn im Angesicht dieses Ereignisses, dieser Bedrohung – oder vielleicht auch Sensation – beginnen sich alte Muster und Gewohnheiten aufzulösen. Einem Glitzerstaub gleich kommen die Dinge in Bewegung.Tanja Kokoskas Roman ist einfach nur schön! Sie schreibt, gleich einem modernen Märchen, eine Zauber-hafte Geschichte, und in meinem inneren Auge hat sich direkt eine quirlig bunte Kulisse analog dem Umschlag eingenistet. Ihre Figuren sind so besonders und liebevoll gezeichnet, dass man jeden einzelnen Charakter kennenlernen möchte. So fühle ich mit Frau Arslans Lebenskummer, möchte mit Ina Apfelkompott für die Seele genießen, mit Henry Wahrheit oder Pflicht spielen. Ich sehe mich mit Herrn Bello im Schlafzimmer tanzen und mit Frau Kaiser einen kleinen Roboter streicheln.Ich könnte dieses Buch immer und immer wieder ein erstes Mal lesen! Warum? Weil diese Geschichte Freude bringt, von Zusammenhalt, echter Freundschaft, Respekt und Offenheit erzählt. Weil sie Brücken baut und auf so liebevolle Art von Mut und Zuversicht schreibt.
Herzerwärmend
Ina rennt aus dem Haus, fünf Minuten später, als sie wollte. Sie hetzt einmal um den Block, vorbei an der Obst- und Gemüseauslage der Arslans vor der Zweiundzwanzig. Entlang am Erdgeschoss von Frau Kaiser, die sich vor dem Kühlschrank bückt und die Butter nicht findet, in der Fünfundachtzig. Abgehetzt kommt sie auf dem Behandlungsstuhl ihres Zahnarztes zum Sitzen. Der Blick an die Decke zeigt ihr zwei planschende Delfine, die sich des Lebens freuen. Ihr Sohn Henry hatte sie heute Morgen mit Kaffee und Müsli geweckt, sie an den Zahnarzt erinnert und daran, dass sie sich ausgiebig die Zähne putzen soll. Sie weiß, dass es umgekehrt sein sollte, aber sie liebt, wie er sich kümmert. Das wird schon bald vorbei sein, denn er schreibt seine letzte Abiturklausur. Schon bald wird er ausziehen und sie fürchtet sich vor dem Alleinsein. Herr Bello aus der Sechsunddreißig schläft lieber länger, damit der Tag kürzer ist. Seine Frau ist schon vor einigen Jahren gegangen, Knoten in der Brust zu spät erkannt, ging dann ziemlich schnell. Er erwartet nichts mehr vom Leben, vertreibt sich die Zeit gerne mit Malen nach Zahlen, das entspannt ihn so schön. Frau Kaiser ist seit zwanzig Jahren Witwe und darüber ist sie ganz froh. Ihr Mann war nicht immer nett zu ihr. Sie schaut am liebsten nach vorn. Das hat sie im Krieg gelernt, als sie mit ihrer Mutter flüchtete und eine Bombe ihr Haus traf. Schau nicht zurück, hatte die Mutter gesagt. Sie wohnt im Erdgeschoss und ist die einzige mit einem kleinen eingezäunten Garten, drei mal fünf Meter misst der. Dort blühen gerade Klatschmohn und Gänseblümchen und es brummt und summt, wie nirgends in der Siedlung „Am Kastanienbaum“.Fazit: Tanja Kokoska, freischaffende Journalistin und Autorin, ist mit ihrem Debüt ein ungemein warmherziger Roman gelungen. Ihre Hauptprotagonistin ist alleinerziehende Mutter, die mehrere Jobs wuppt, um über die Runden zu kommen. Sie hat einen ungemein sympathischen Sohn, der den Vater vermisst, den er nie hatte. Sie leben in einer runtergerockten Siedlung, die einmal von amerikanischen Besatzern bewohnt war. In der näheren Nachbarschaft Ines lebt die türkische Familie Arslan, die einen kleinen Laden betreibt und ganz eigene Probleme hat. Die alte Frau Kaiser, die schlecht zu Fuß und vergesslich ist. Der Herr Bello, der Frauenkleider auch der feinen Stoffe wegen liebt und der Herr Thirugnanasampanthan, was niemand aussprechen kann und der deswegen Samy genannt wird. Er kommt aus Sri Lanka und betreibt die Gaststätte „Zum Plaudern“. In der Siedlung leben 1584 Menschen, die sich kaum begegnen. Jeder lebt sein eigenes Leben. Die Autorin erzählt die Geschichten von acht Menschen, lässt sie sich näherkommen und verbindet sie miteinander. Jede*r von ihnen ist ganz individuell gezeichnet, hat Bedürfnisse und Befürchtungen. In diesem Buch findet sich Toleranz, Zusammenhalt, Freundschaft und zarte Bande, die geknüpft werden, neben rechter Weltanschauung und dem Sterben und alles findet seinen richtigen Platz. Wundervolle Unterhaltung, regelrecht liebevoll. Der Schreibstil hat mich ein bisschen an das ebenfalls wundervolle Buch „Treppe aus Papier“ erinnert.
Unterhaltsam, amüsant, authentisch
Ich finde das Buch einen sehr gelungenen Unterhaltungsroman der amüsant und witzig geschrieben ist. Besonders toll finde ich die einzelnen Überschriften der Kapitel da sie so komisch geschrieben sind, hier musste ich oft schmunzeln. Man bekommt einen realistischen und lebensnahen Einblick in die völlig unterschiedlichen Leben und Charaktere von Menschen die nur eines gemeinsam haben: sie leben in einer "Wohnblocksiedlung". Erst eine mögliche Tragödie bringt sie einander näher, wie es im wahren Leben leider auch manchmal ist. Die einzelnen Figuren sind authentisch, gerade weil jeder seine Fehler Preis gibt. Mir gefällt der Schreibstil, es wird nicht langweilig, das Buch ist trotz einiger ernsten Passagen humorvoll geschrieben und man kann flüssig lesen, dabei versteht man gut und kann dem Geschehen folgen. Einzig brauch man anfangs etwas um die Personen zuzuordnen und auseinander zu halten.
Begegnungen
Schon das Cover von „Guten Morgen, schönes Wetter heute“ vermittelt eine freundliche und leichte Stimmung. Die Gestaltung wirkt einladend und passt gut zu einem Buch, in dem es um Menschen, ihren Alltag und die kleinen Momente des Lebens geht. Es macht neugierig, ohne zu viel über die Geschichte zu verraten.Tanja Kokoska nimmt die Leser*innen mit in eine Welt, in der ganz unterschiedliche Menschen mit ihren eigenen Geschichten, Sorgen und Hoffnungen aufeinandertreffen. Besonders gefallen hat mir, dass es nicht um große Dramen geht, sondern um die kleinen Dinge, die im Alltag oft eine große Bedeutung bekommen. Das Buch zeigt, dass ein Gespräch, eine Begegnung oder eine kleine Geste manchmal viel verändern kann.Die Geschichte ist sehr lebensnah geschrieben und wirkt dadurch glaubwürdig. Man hat das Gefühl, die Figuren und ihre Situationen wirklich beobachten zu können. Die Autorin beschreibt ihre Charaktere mit viel Verständnis und schafft es, verschiedene Persönlichkeiten interessant darzustellen. Dabei wirken die Figuren nicht künstlich, sondern wie Menschen, die man tatsächlich kennen könnte.Der Schreibstil von Tanja Kokoska ist angenehm und flüssig zu lesen. Besonders mochte ich die Mischung aus Humor und nachdenklichen Momenten. Die Sprache ist nicht kompliziert, aber trotzdem schafft die Autorin eine besondere Atmosphäre. An einigen Stellen nimmt sich die Geschichte viel Zeit für die Figuren, was gut passt, aber Leser*innen, die viel Spannung erwarten, vielleicht etwas langsam finden könnten.Am meisten angesprochen hat mich das Thema Zusammenhalt. Das Buch erinnert daran, dass man seine Mitmenschen oft besser kennenlernen kann, wenn man genauer hinschaut und offen für Begegnungen ist. Gerade diese kleinen, alltäglichen Geschichten machen den Roman besonders.Tanja Kokoska schreibt mit einem sehr menschlichen Blick auf ihre Figuren. Ihre Erfahrungen als Journalistin merkt man daran, dass sie Situationen und Menschen aufmerksam beobachtet und glaubwürdig beschreibt.Mein Fazit: „Guten Morgen, schönes Wetter heute“ ist ein warmherziger Roman über Begegnungen, Nähe und die kleinen Geschichten, die das Leben ausmachen. Ich empfehle das Buch besonders Leser*innen, die gerne ruhige und gefühlvolle Geschichten lesen, bei denen die Charaktere wichtiger sind als große Wendungen. Es ist eine schöne Lektüre für alle, die sich gerne daran erinnern lassen, wie wichtig menschliche Verbindungen sind.
Stimmungsaufheller in Buchform
In der großen Wohnsiedlung "Am Kastanienbaum" leben über 1500 Menschen. Einerseits lebt man auf engstem Raum zusammen, andererseits wissen die Menschen in den einzelnen Häusern aber fast nichts voneinander.Die alleinerziehende Ina hadert immer noch damit ihrem nun bald erwachsenen Sohn nicht sagen zu können, wer sein Vater ist. Immerhin kennt sie selbst nur dessen Spitznamen und unter dem hat sie ihn all die Jahre nicht finden können. Ihr Sohn Henry scheint sich damit abgefunden haben, dass sein Vater ein Phantom bleibt. Als sie die Wohnung ihrer verstorbenen Mutter ausräumt, begegnet sie dem Nachbarn Herr Bello. Sie schenkt ihm ein paar von deren Kleidungsstücken, was für Herrn Bello so etwas wie eine Initialzündung ist. Er traut sich, die Frauenklamotten anzuziehen und sich später auch damit in der der Öffentlichkeit zu zeigen. Die 85-jährige Frau Kaiser nimmt es als gutes Omen, dass sie in der Hausnummer 85 lebt und will deshalb in die Hausnummer 100 umziehen, aber vielleicht vergisst sie auch das wieder, wie so manches in letzter Zeit. Unterdessen versucht Frau Arslan, die zusammen mit ihrem Mann ein kleines Lebensmittelgeschäft betreibt, durch kleine Gedichte, die sie in Lebensmittelpackungen versteckt, das Leben der Menschen zu bereichern oder sich ihnen zumindest verbunden zu fühlen, wenn sie sich vorstellt, wer das Produkt samt Gedicht gekauft hat. Und dann ist da auch noch Samy, der Wirt des Lokals "Zum Plaudern", der davon träumt, eine Ente zu streicheln. Als der Baggerfahrer Paco, der immer schon davon geträumt hat, beim Ausbaggern auf etwas ganz Großes zu stoßen, auf eine Weltkriegsbombe stößt, gerät alles in Aufruhr. Die Bewohner müssen innerhalb einer Frist ihre Wohnungen verlassen. Dieses Ereignis führt dazu, dass sich die Bewohner näher kommen und ohne es zu ahnen bringt dieser Vorfall auch Inas Welt komplett ins Wanken.Dieses Buch ist ein Geschenk. Die Autorin erzählt sehr einfühlsam von den unterschiedlichen Personen die quasi aneinander vorbeileben. Nach und nach erfährt man mehr über die einzelnen Charaktere und beginnt, sie ins Herz zu schließen. So unterschiedlich sie auch alle sein mögen, sie eint doch eins: der Wunsch nach Zugehörigkeit und Gemeinschaft. Das bekommen sie ein Stück weit durch den Bombenfund, der sie zwingt ihre vier Wände zu verlassen und in der für die Evakuierten vorgesehenen Turnhalle zusammenzukommen. Das Buch hat viele schöne Elemente, die einen beim Lesen eine gewisse Genugtuung verschaffen. Da ist wieder Hoffnung, dass das Leben und die Menschen doch besser sind, als es manchmal den Eindruck erweckt. Gemeinschaft und Zusammenhalt erfährt man oft da, wo man es gar nicht erwarten würde. Und so mancher wird vielleicht beim nächsten Einkauf auch darauf hoffen, eins von Frau Arslans Gedichten in der Packung zu finden.
Veranstaltungen & Medientermine
Tanja Kokoska liest aus ›Gutem Morgen, schönes Wetter heute‹
Veranstalter: Kropper Buch
Schulstraße 20
24848 Kropp
Tanja Kokoska liest aus ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹
Eine Veranstaltung im Rahmen des Bensheim Lesefestivals. Das Lesefestival Bensheim ist eine Veranstaltungsreihe im Rahmen des Literaturfestivals Leseland Hessen
Georg-Stolle-Platz 5
64625 Bensheim
Tanja Kokoska liest aus ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹
Bahnhofstr. 18
63500 Seligenstadt
Tanja Kokoska liest aus ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹
Haidplatz 8
93047 Regensburg
Tanja Kokoska liest aus ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹
Schillingsgasse 3
76275 Ettlingen
Tanja Kokoska liest aus ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹
Burgstr. 10
47441 Moers
Pressestimmen
WDR 4, Buchtipps
Das ist so schön, wie die Autorin diese Schicksale zu einem modernen Märchen verwebt. (…) Mit ganz z...artem Humor, aber eben auch mit ganz viel Tiefgang. (…) Das Buch macht uns einfach glücklich. mehr weniger
Mike Altwicker, 19.06.2026
NDR Podcast eat.READ.sleep
Ein utopischer Blick auf unsere Gesellschaft, wie wir zusammenleben könnten!
Daniel Kaiser, 17.07.2026
ZDF Volle Kanne
Es wird alles liebevoll, sanft erzählt, mit Humor, mit ganz viel Herz. Da steckt ganz viel Menschlic...hkeit drin, und das ist schön. mehr weniger
Gesa Wegeng, 17.07.2026
myself
Tanja Kokoska erinnert auf eine ganz besondere Weise daran, wie wichtig ein Lächeln oder ein „Guten ...Morgen“ sein kann. (…) Ein Roman, der Hoffnung macht. mehr weniger
01.07.2026
NDR Kultur
Es ist berührend, wie Tanja Kokoska es versteht, von Menschen zu erzählen.
30.06.2026
WDR 2
Tanja Kokoska hat mit ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹ ein ganz wunderbares Buch geschrieben, da...ss einen als Leser*in mit einem durch und durch zufrieden Gefühl zurücklässt. Die Figuren, die einem hier begegnen, wachsen einem beim Lesen sehr ans Herz. mehr weniger
Eva Haury, 30.06.2026
Event Magazin
Ein Gesellschaftsroman voller Wärme und zartem Humor über Freundschaft, Familie und Nachbarschaft.
Jessica Gartzke, 18.06.2026
Münchner Merkur
Ein Buch, das positiv stimmt.
18.06.2026
Grazia
Berührend!
18.06.2026
Gemeinsam liest es sich besser!
Gewinnen Sie ein Bücherfrühstück für sechs Personen
Gute Geschichten sind doch noch ein bisschen besser, wenn man sie nicht allein für sich behält. Darum laden wir Sie ein, ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹ gemeinsam zu lesen – und die Freude daran zu teilen.
1. Preis: 3x ein vegetarischer Frühstückskorb für 6 Personen im Wert von ca. 100 Euro, sowie eine Picknickdecke (2x2m) sowie sechs Exemplare des Romans
2. Preis: 5x je eine exklusive Schmökerbox zu ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹
3. Preis: 5x je eine signierte Ausgabe von ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹
Um am Gewinnspiel teilzunehmen, füllen Sie das untenstehende Formular aus und beantworten Sie folgende Frage: Mit wem würden Sie ›Guten Morgen, schönes Wetter heute‹ am liebsten gemeinsam lesen – und warum?
Das Gewinnspiel endet am 21. August um 23:59 Uhr. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.
Lerne die Bewohner*innen der Siedlung »Am Kastanienbaum« kennen