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Ein großartiger Familienroman, der sich zusehends zum Politthriller entwickelt

Heimatsterben

Tilde Ahrens, mehrfache Mutter, Oma und Uroma, liegt im Sterben und bittet kurz vor ihrem Tod Lieblingsenkelin Hanna, die Familie zusammenzuhalten. Keine einfache Aufgabe für die freigeistige Journalistin, die eigentlich seit Jahren in den USA lebt, denn in dem weitverzweigten Ahrens-Clan prallen die unterschiedlichsten Weltanschauungen aufeinander. Hanna taucht ein in die Geschichte ihrer Familie und stellt sich der Auseinandersetzung mit ihrer erzkonservativen Schwester, deren Mann Felix Kopf einer nationalistischen Partei ist. Es kommt zu einer vorsichtigen Annäherung. Doch dann gewinnt der charismatische Felix überraschend die Wahl, zieht ins Kanzleramt ein und ausgerechnet Hanna soll ihn bei seiner politischen Arbeit unterstützen. …

Bibliografische Daten

EUR 9,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-43934-3
Erscheinungsdatum: 20.08.2021
1. Auflage
384 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Sarah Höflich

Sarah Höflich, 1979 in Schleswig geboren, war schon als Kind fasziniert von Geschichten und Geschichte. Sie studierte Anglistik und ging als Fulbright-Stipendiatin in die USA, wo sie ihr Creative-Writing-Studium mit dem Master of Fine Arts abschloss. Viele Jahre arbeitete sie als Drehbuchautorin und Produzentin für die UFA, für die sie mehrere Fernsehserien realisiert hat. Letztes Jahr machte sie sich selbstständig. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in München.

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89 von 89 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.64 von 5 Sternen


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9 - 10 von 89 Leserstimme

tipsy am 11.08.2021 12:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Tolles Depüt!

Das Cover und auch eine Leseprobe haben mich gereizt, dieses Buch zu lesen und dann war die Freude groß, als ich es in den Händen hielt. Der Anfang war etwas schwierig, die Familien- bzw. die Verwandschaftsverhältnisse von Tilde Ahrens auseinanderzuhalten. Aber der Familienstammbaum im Buch vorne, war eine große Hilfe. Die Geschichte ist für jede Generation lesbar. Sie beginnt mit Tilde Ahrens, die in ihrem Haus stürzt und einen kurzen Rückblick in die Zeit im 2. Weltkrieg hat, wo sie mit ihrem Sohn flieht und wie sie überlebt. Ihre Enkelin Hanna, die in den USA lebt, fliegt sofort zu Oma Tilde, als sie erfährt, dass Tilde im Sterben liegt. Aber Tilde kann Hanna noch bitten, die Familie zusammen zu halten und auf ihre Schwester Trixie aufzupassen. Dieses ist für Hanna gar nicht so einfach, da ihr Schwager Felix eine Partei gegründet hat, nämlich die „BürgerUnion“, die einer nationalistischen Partei sehr nahekommt. Hanna hat damit ihre Schwierigkeiten, da sie eher links orientiert ist. Aber wird Hanna es schaffen die Familie zusammen zu halten? Die Geschichte wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, auch wie politische Vorstellungen, sowie egoistische Einstellungen und Machtstrukturen einiger Protagonisten zusammenprallen. Die Protagonisten sind gut herausgearbeitet, haben Charaktertiefe und werden einem immer vertrauter, je länger man die Geschichte liest. Sarah Höflich hat es geschafft, mit einem fesselnden Schreibstil eine Zukunft zu zeichnen, die man sich nicht wünscht. Aber auch die Rückblicke in die Vergangenheit waren klar beschrieben. Tolles Debüt!

silbernenadel am 10.08.2021 20:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Dystopisch!

Tilde, Matriarchin der Familie, bittet ihre Lieblingsenkelin Hanna auf die Familie, besonders aber ihre Schwester Trixie zu achten, als sie im Sterben liegt. So beginnt ein unglaublich spannender, gutgeschriebener Roman, der einen zu tiefst erschreckt! Nichts desto trotz, ich habe diesen Roman in einem Rutsch durchgelesen. Ich konnte es gar nicht zur Seite legen.Was dann entbrennt ist eigentlich eher ein Thriller als eine Erzählung. Trixies Mann Felix kandidiert mit seiner neuen Rechtsaußen-Partei für den Bundestag, sprengt alle Vorhersagen und wird Bundeskanzler. Kurze Zeit später verlässt Deutschland die Eurozone, es entbrennen Krawalle, die mit hauseigenen Provokateuren erst geschürt und dann mit der parteinahen Kampftruppe niedergeschlagen werden. Das ist definitiv nicht das Ende, aber ich möchte. Ja nicht alles verraten…..Die Charaktere sind zu jeder Zeit glaubhaft beschrieben; der Stammbaum am Anfang des Buches ist durchaus sinnvoll, um gerade zu Beginn den Überblick zu behalten. Überhaupt ist das Buch sehr schön gestaltet. Das Cover passt ausgesprochen gut zu diesem Roman. Ich bin sehr froh, dass ich es lesen durfte! Danke dafür.

_sabrina_ am 10.08.2021 17:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Familiengeschichte im politischen Milieu

Familienoberhaupt Tilde hatte den zweiten Weltkrieg mit einem Säugling an der Seite überlebt, doch nun ist ihre Zeit gekommen. Als sie stirbt, bittet sie ihre Enkelin Hanna auf deren Schwester aufzupassen. Aus gutem Grund, denn Hannas Schwager hat große politische Pläne.Familiengeschichten, dazu noch in einem politischen Kontext eingebettet, sind genau mein Ding, darum war schnell klar: Das Buch muss ich haben und ich kann schon direkt verraten, dass das Buch meinen Erwartungen weitgehend entsprach. Der Schreibstil ist rund und somit lässt sich das Buch fast in einem Rutsch lesen, zumal man sich immer wieder fragt, wohin alles führen wird. Die Protagonisten, allen voran Hanna sind schnell eingeführt und man hat direkt ein Bild vor Augen. Die Familienkonstellationen werden gut nachvollziehbar geschildert – notfalls kann man ja auch mal bei dem optisch schön in Szene gesetzten Stammbaum nachsehen. Manche Charaktere bleiben etwas blasser, aber ihre Beweggründe werden offensichtlich und darauf kommt es letztlich an. Wie alles ineinandergreift fand ich nachvollziehbar und vieles auch ein wenig absehbar, aber das tat der Geschichte keinen Abbruch.Überrascht hatte mich ein wenig, dass die Geschichte in der Zukunft spielt, aber das hat auf jeden Fall einen Reiz, denn aktuelle Entwicklungen können somit „weitergesponnen“ werden und es zeigt sich, was passieren könnte. Dabei sind die Entwicklungen teils wirklich sehr dramatisch, aber nicht völlig utopisch, wenn man sich mal so manches genauer ansieht und gewisse Tendenzen in mancher Bevölkerungsschicht mal genauer unter die Lupe nimmt. Und was das Buch auch eindrücklich zeigt: Man kann seine moralischen Vorstellungen haben und doch in Geschichten reingezogen werden, die den eigenen Vorstellungen eigentlich widersprechen. Und wenn man dann einmal drin hängt….Die Familiengeschichte ist konstant Thema, aber immer und immer wieder wird das politische System gekonnt eingebunden und die Geschichte vorangetrieben, teils mit Rückblicken in die jüngere Vergangenheit, teils bis zurück in den zweiten Weltkrieg und die Flucht Tildes. Dann gibt es auch noch weitere Themenkomplexe, wie Homosexualität, was macht die Macht mit Menschen, wie arbeitet der Wiederstand und so vieles mehr – was in Summe ein gutes, stimmiges Gesamtbild ergibt. Wenn schon die Rede von „Bild“ ist, dann muss ich auch mal eine Ausnahme machen und etwas zu Cover sagen: Es passt extrem gut und auch wenn es sicher erst einmal nicht ganz so schön wirkt – es hat seinen Reiz.Es ist ein fiktionales Werk, ein Gedankenspiel, wie sich unsere nähere Zukunft entwickeln könnte, dass ich sehr gerne weiterempfehle und mich sicher immer wieder zum Nachdenken anregen wird.

whatmycatreads am 10.08.2021 16:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Erschreckend realistisch

Tilde Ahrens liegt im Sterben, als sie ihre Enkelin Hanna darum bittet, die Familie zusammenzuhalten und auf ihre Schwester aufzupassen. Gar nicht so einfach für die politisch eher links orientierte Hanna, da ihr Schwager mit seiner nationalistischen Partei gerade das Kanzleramt anstrebt. Aus verschiedenen Blickwinkeln erleben die Lesenden die nächsten 18 Monate nach Hannas Versprechen und verfolgen, wie politische Vorstellungen und egoistische Einstellungen aufeinander prallen.Sarah Höflich schafft mit diesem Roman ein unglaubliches Debüt. Die Figuren bringen eine angenehme Charaktertiefe mit und der Schreibstil fesselt, ohne reißerisch zu sein. Die von der Autorin gezeichnete Zukunft scheint unrealistisch und doch erschreckend nah und die Handlung ist oft so detailliert, dass Lesende vergessen können, dass das, was sie lesen, keine geschichtliche Nacherzählung sondern erschreckend realistische Fiktion ist.

petra-silie am 10.08.2021 14:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Gelungenes Romandebüt

Der Debütroman von Sarah Höflich ist wirklich sehr gelungen. Ich habe dieses Buch mit sehr viel Begeisterung gelesen.Anfänglich hatte ich etwas Schwierigkeiten, die Personen zuzuordnen. Aber Dank des übersichtlichen Stammbaumes am Buchanfang, war mir dann doch schnell klar wer mit wem und wie verwandt ist.Der Autorin ist eine gute Mischung des historischen Stoffes mit einer möglichen Zukunft gelungen. Eine Zukunft, die uns so hoffentlich erspart bleiben wird.Tilde Bolkowski, die im zweiten Weltkrieg mit ihrem Baby Carl Friedrich auf dem Hof von Hanno Ahrens und seiner Frau gelandet ist, liegt im sterben.Auf dem Sterbebett bittet die Großmutter, die später den Bauern Ahrens geheiratet hat ,ihre Enkelin, Hanna Ahrens, die Familie zusammenzuhalten.Eine Herkulesaufgabe für die Journalistin. Im Ahrens-Clan prallen Weltanschauungen aufeinander.

finshu am 10.08.2021 13:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ein gelungener Roman

Der Roman "Heimatsterben" von Sarah Höflich ist ein sehr gut geschriebenes Buch. Es geht um eine Familie, ihre Vergangenheit und ihre Gegenwart. Wie sehr die Vergangenheit doch die Verhaltensweisen im jetzt prägen kann. Auch wurde sehr schön herauskristallisiert wie sehr die Macht berauscht und dass man nicht alles im Griff haben kann. Das Versuchung jeglicher Art nicht immer was gutes verheißt. Die Charaktere wurden gut beschrieben, man hatte bei jedem sofort ein Bild im Auge. Die politischen Geschehnisse, die fiktiv sind, aber durchaus möglich wären, sind gut dagebracht und nachvollziehbar. Es hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und ich habe es mit einem Rutsch durchgelesen, auch wenn das Ende etwas zu kurz gekommen ist, hier hätte meiner Meinung nach noch ein paar Seiten mehr darauf verwendet werden können.

brauchnix am 09.08.2021 12:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Polit-SF

Das Cover erzeugte eine Mischung zwischen Interesse und Widerwillen. Ein so verschimmelter Apfel ist etwas, was ich ungerne sehe. Aber zur Geschichte und zu einem Teil der Protagonisten passt diese Metapher natürlich hervorragend.Was mir vorher nicht ganz klar war ist, dass es eine Geschichte ist, die in der Zukunft spielt. Also einer nahen Zukunft aber doch ist nur der Rückblick auf die Familiengeschichten real aber was sich da in unserem Land politisch und gesellschaftlich entwickelt ist Fiction - auch wenn es eine ist, die nicht aus der Luft gegriffen scheint. Also eine mögliche Zukunft, ein Gedankenspiel.Hätte ich den Klappentext aufmerksamer gelesen, wäre ich nicht so überrascht gewesen. Aber da ich so etwas sehr gerne lese, war ich angetan, dass ich unvorbereitet auf den Plot war.Es ist in weiten Teilen eine Familiengeschichte aber nicht nur, denn es ist auch ein Buch über Machtstrukturen in der Politik und darüber, wie der Politapparat funktionier. Der Mix macht es, dass ich das Buch schnell und gerne gelesen habe.

vorleseomi am 08.08.2021 08:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Vergangenheit lehrreich für die Zukunft?

Nachdem ich die Buchbeschreibung gelesen habe, war ich ganz begeistert vom Buch und und ich habe mich dann sehr gefreut als ich das Buch endlich in Händen hielt und loslesen durfte. Das Cover hat mich eigentlich nicht sofort angesprochen, ich finde aber auch, dass es in echt noch viel besser wirkt und es passt wirklich perfekt zur Geschichte!Anfangs habe ich ein bisschen gebraucht, bis ich die Verwandtschaftsverhältnisse von Tilde Ahrens richtig verinnerlicht habe, aber eigentlich hätte es ja gleich am Anfang einen toll gestalteten Familien-Stammbaum gegeben. Vielleicht hätte ich den am Anfang einfach genauer studieren sollen. Aber dadurch, dass mich die Geschichte gleich in den Bann gezogen hat, wollte ich ja unbedingt wissen wie es weitergeht und irgendwann kennt man die Personen und die Familie Ahrens und Altdorff dann alle gut genug, dass man da keine Probleme mehr hat.Total spannend fand ich, dass die Geschichte so nah in der Zukunft spielt. Hoffentlich muss es in Wirklichkeit nicht so kommen. Wäre traurig, wenn extreme Kräfte noch einmal die Chance bekämen so stark zu werden. Aber das Buch zeigt ja auch, wie leicht Menschen, die eigentlich eine ganz andere Einstellung haben, dann doch irgendwie in so etwas mit hineingezogen werden können.Besonders gut an dem Buch hat mir die Mischung aus Politikthriller und Familiengeschichte gefallen und die Mischung aus dem Blick in die Vergangenheit und in eine mögliche Zukunft. Schade, dass das Buch so schnell ausgelesen war. Aber ich möchte es auf jeden Fall nochmal lesen und das mache ich nicht bei allzu vielen Büchern, weil mich dann doch die neuen Bücher meistens zu neugierig machen und zu sehr reizen, so dass ich nicht mehr dazu komme andere ein zweites Mal zu lesen.

dana260291 am 07.08.2021 19:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Generationsübergreifend spannend

Zunächst einmal spricht mich die Aufmachung des Buches total an. Es ist sehr zeitlos und würde sowohl meine Großmutter, als auch meiner Mutter und mich auf den ersten Blick ansprechen. Genauso ist der Inhalt, viele Generationen Familie die miteinander verworren sind und sehr ansprechende, anspruchsvolle, interessante Charaktere. Ein Buch für jede Generation. Die Geschichte hat die Autorin toll umgesetzt, ich liebe historische Geschichten und vor allem die Erzählungen der Generation des 2. Weltkrieges. Hier geht es um eine tolle Frau und Mutter/Oma/Uroma, namens Tilde. Diese bittet ihre Enkelin Hanna die verworrene Familie zusammen zu halten, ehe Tilde das zeitliche segnet. Eine ziemlich komplizierte Geschichte muss Hanna aufdecken und mit einem großen Konflikt zurecht kommen. Alles wirkt sehr echt und man fiebert mit, einfach ein tolles Buch.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

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Großartiger Familienroman

19.03.2022

Usinger Anzeigenblatt am Wochenende
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12.03.2022

Aachener Zeitung
Dadurch, dass die Autorin den Konflikt im Wesentlichen in einer Familie verortet und mit gut gezeich...neten Charakteren verbindet, entsteht ein plastisches Bild davon, was Radikalisierung bedeutet. mehr weniger

Stephanie Wolff-Rohé, 17.01.2022

diebedra.de
›Heimatsterben‹ ist der erste Roman der Drehbuchautorin Sarah Höflich, die ein durchaus gelungenes, ...lesenswertes Debüt vorlegt. mehr weniger

Petra Breunig, 28.09.2021

Müritz Tipp
Ein großartiger Familienroman, der sich zusehends zum Politthriller entwickelt.

25.09.2021