Vom Traum, sich ein Idyll zu schaffen – und von seinen Tücken. Warmherzig und lebensklug entwirft Martina Behm das Porträt eines Dorfes und erzählt von Menschen, die alle auf ihre Art das gute Leben suchen.
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Hier draußen
In Fehrdorf scheinen alle zu wissen, wo sie hingehören. Nur Ingo und Lara, die mit den Kindern von der Großstadt aufs holsteinische Dorf gezogen sind, haben Schwierigkeiten. Vor allem Ingo strapaziert die Pendelei zu seinem Start-Up nach Hamburg. Als er eines Abends eine weiße Hirschkuh anfährt, bringt das die gesamte Dorfgemeinschaft aus dem Gleichgewicht. Denn wer so eine tötet, heißt es, hat nur noch ein Jahr zu leben. Und plötzlich fragen sich auch der Dorfjäger, die Vorzeige-Landfrau und die Überbleibsel einer Öko-WG, ob sie das Landleben wirklich glücklich macht.
»Ein kluger und unverschämt lässiger Dorfroman, ohne Kitsch und Sentimentalität, voller Tier- und Menschenliebe. Martina Behm ist eine Meisterin der Beobachtung. Ich bewundere ihre Unerschrockenheit und ihren trockenen Humor.« Till Raether
»Dieser wunderbar erzählte Roman zerstört rigoros den Traum der Städter vom Dorfleben – und beweist gleichzeitig, dass es nichts Lebenswerteres gibt. Ich hoffe, die haben für mich da im Dorf noch ein Zimmer frei.« Susanne Matthiessen
»Ein richtig gutes Buch.« Max Moor
Bibliografische Daten
1. Auflage
Martina Behm
Martina Behm ist ausgebildete Journalistin, hat Volkswirtschaftslehre in Konstanz und Oxford studiert und lebt nach Stationen in Santiago de Chile und Hamburg wieder dort, wo ihre Wurzeln sind: in Schleswig-Holstein. Sie ist international als Strickdesignerin bekannt und Mutter zweier Teenager. Ihr erster Roman ›Hier draußen‹ erschien 2025 bei dtv.
1 - 10 von 125 Leserstimme
Die Dorfgemeinschaft
Hier draußen“ ist das erste Buch von Martina Behm . Mich hat der Titel und das Buchcover sofort beeindruckt. Es hebt sich von vielen anderen ab und man wird sofort in seinen Bann gezogen.Mich hat der Schreibstil der Autorin begeistert. Sie schreibt und beschreibt die Menschen aus der dörflichen Gemeinschaft sehr authentisch und man gewinnt den Eindruck man will dazu gehören. Was natürlich nicht so einfach ist. Die neuen und alten Bewohnen der dörflichen Idylle tragen alle ihre Geheimnisse und Probleme mit sich und sind nicht unbedingt nahbar.Zur Geschichte:Fehrdorf ein verschlafenes Nest. Ingo überfährt eine weiße Hirschkuh. Eine alte mystische Legende behauptet, wer die Weiße tötet, stirbt innerhalb eines Jahres.Mich erinnert der Schreibstil sehr an Juli Zeh, die Beschreibungen der einzelnen Dorfbewohner und die Art der Erzählung. Allerdings ist diese Buch weniger politisch.Im Mittelpunkt stehen hier wirklich die einzelnen Charaktere und man kann sich in die Dorfgemeinschaft herein versetzen.Mir hat das Buch große Freude bereitet und ich bin sehr gespannt auf ihr nächstes Buch.
Landleben gleich besseres Leben?
In Fehrdorf ist die Welt noch in Ordnung. Idyllisches Landleben. Ingo und Lara, ehemalige Großstädter wollen das auch und ziehen mit ihren Kindern in das holsteinische Dorf.Doch das ländliche Paradies hat seine Tücken. Bis nach Hamburg in die Hafencity ist es dann doch ganz schön weit und Ingo glänzt immer mehr durch Abwesenheit, während Lara gefühlt alles alleine wuppen muss. Als er eines Abends eine weiße Hirschkuh anfährt, kippt endgültig etwas. Denn wer so eine tötet, heißt es, hat nur noch ein Jahr zu leben. Reiner Aberglaube oder steckt doch mehr dahinter? Ich hatte ja ein wenig die Befürchtung, dass das Buch sehr in die Eso-Schiene abrutschen könnte. Dem war nicht so - sehr gut!Mich hat das Buch, seine Handlung und vor allem die fein gezeichneten vielschichtigen Charaktere gefesselt und fasziniert.Mehrere Männer des Dorfes haben mich so auf die Palme gebracht, das war alles so real geschildert, dass ich mich nur echauffieren konnte. Ja, Ingo gehört auch dazu, es gab aber noch eine Steigerung.Ich habe die Hörbuch-Variante genossen und die Sprecherin war die perfekte Besetzung. So hoch im Norden Deutschlands war die Sprache auch anders als bei mir im Süden und das hat die Sprecherin super gemacht. Richtig schön rund - ich habe jedeMinute genossen.
Ein großartiges Porträt eines Dorfes, das abseits aller Traditionen in jede verborgene Ecke blickt
Ingo und Lara sind noch nicht ganz angekommen. Denn hier in Fehrdorf, im holsteinischen Hinterland, kennen alle Einwohner die Eigenheiten ihrer Nachbarn. Bis Ingo eines Abends auf dem Rückweg von seinem fordernden Job in Hamburg einen weißen Hirsch überfährt. Uwe, der Jäger des Dorfes und gleichzeitig Schweinezüchter, erklärt lapidar, dass da nichts mehr zu machen ist und erschießt das Tier. Gleichzeitig klärt er den unwissenden Stadtmenschen darüber auf, dass es als böses Omen gilt, einen solchen zu töten und deshalb nur noch ein Jahr zu leben hat. Und tatsächlich geht es mit Ingo bergab. Seine Ehe kriselt, weil sich Lara unverstanden und alleingelassen fühlt. Im Dorf wird die „Hinzugezogene“ kritisch beäugt und Ingo ist nicht nur körperlich fern, wenn er in Hamburg arbeitet, sondern auch im Homeoffice wünscht er keine Störung. So ist Lara als Einzige für Kinder und Haushalt zuständig. Doch bei den, im Jahreskreis stattfindenden, Festen lernt sie die Frauen des Dorfes näher kennen und knüpft Kontakte, die ihr zeigen, dass das Landleben keineswegs so idyllisch ist.Ein großartiges Porträt eines Dorfes, das abseits aller Traditionen in jede verborgene Ecke blickt. Denn entgegen aller Klischees findet man auch hier Existenznöte, geplatzte Träume und vor allem viel Unausgesprochenes in den Familien. Die Schriftstellerin führt einfühlsam und warmherzig durch die Strukturen der Beziehungen. Obwohl es keinen zentralen Höhepunkt des Romans gibt, fühlte ich mich wunderbar unterhalten.
Das Buch hat mich begeistert
„Hier draußen“ ist das Debüt von Martina Behm und sie hat meiner Meinung nach gleich ins Schwarze getroffen. Ich habe mich kaum von dieser Geschichte lösen können und sie innerhalb kürzester Zeit durchgelesen. Dreh,- und Angelpunkt dieses Romans ist Fehrdorf,ein kleiner Ort in Schleswig Holstein.Scheinbare Landidylle mit einigen Ferienwohnungen, denn von der Landwirtschaft kann nicht mehr jeder leben. In diesen Ort zieht es Ingo und Lara. Sie verkaufen ihr Reihenhaus in Hamburg, erwerben einen Resthof, weil es sich doch, vor allem mit zwei Kindern, viel entspannter auf dem Land leben lässt und renovieren ihn nach und nach. Ingo pendelt zwischen seinem Startup in Hamburg und Fehrdorf. Eines Abends läuft ihm eine weiße Hirschkuh vor‘s Auto. Ein schlechtes Ohmen, denn man sagt“ wenn eine weiße Hirschkuh stirbt, stirbt derjenige der sie tötet innerhalb eines Jahres selbst“. Für Ingo und Uwe, der für das Wild in diesem Revier zuständig ist, ein Wendepunkt. Was soll ich sagen? Ich habe es geliebt diese Geschichte zu lesen und hätte ewig weiterlesen können, weil die Autorin einfach eine tolle Beobachtungsgabe hat und einfach gut erzählen kann. Ich habe oft gelacht und auch ein paar Tränchen verdrückt, weil viele Dinge einfach so treffend beschrieben waren und sie die Menschen so liebenswert gezeichnet hat.Sie erzählt von Traditionen, die von Generation zu Generation weitergegeben und nicht hinterfragt werden und auch von den „Zugezogenen“ erwartet werden. Da weiß jeder, wo sein Platz ist und was von ihm erwartet wird, in der Familie, aber vor allem bei Dorffesten und deren Vorbereitungen.Sie erzählt sehr humorvoll von Erfahrungen, die die „Städter“ machen, die in eine vermeintliche Idylle gezogen sind und dann mit der Realität konfrontiert werden, aber auch , wie beide Seiten voneinander lernen können und Freundschaften schließen.Wir erfahren als Leser aber auch von den einzelnen Bewohner dieses Dorfes , ihren Sporgen, Nöten und Wünschen privater oder beruflicher Natur und dabei wachsen einem die „Fehrdorfer“immer mehr ans Herz. Man erfährt wie sich die Landwirtschaft verändert hat, dass Generationennachfolge nicht mehr selbstverständlich ist und dass die vermeintliche Idylle auch Risse aufweist.Ich könnte hier noch ewig weitererzählen, aber lest dieses Buch selbst. Wenn ihr nur ein wenig Interesse am Landleben und ihren Bewohnern habt, werdet ihr dieses Buch lieben. Für mich war es ein absolutes Lesehighlight.
Realität trifft auf Klischee
Lara und Ingo sind mitsamt den Kindern dem Großstadttrubel entflohen und aufs schleswig-holsteinische Land gezogen, genauer gesagt, nach Fehrdorf - ein Ort, der nicht einmal auf Wegweisern erwähnt wird. Als Ingo eines Abends auf dem Heimweg eine weisse Hirschkuh anfährt, geht ein leiser Aufschrei durchs Dorf. Denn alle Bewohner wissen um die Legende, wonach derjenige, der ein solches Tier tötet, selbst innerhalb eines Jahres verstirbt. Ein ganz schlechtes Ohmen also - und ab diesem Zeitpunkt liegt plötzlich eine nicht greifbare Spannung in der Luft. Mit der Ruhe ist es fortan vorbei und die perfekten Fassaden der Dorfgemeinschaft beginnen zu bröckeln. Was verbirgt der zurückgezogene Schweinebauer und Freizeitjäger Uwe? Ist die Ehe von Vorzeige-Landfrau Tove und ihrem Mann Enno tatsächlich so perfekt, wenn es nicht mal einen Blumenstrauß zum Geburtstag gibt? Und wer hängt am Ende bewusstlos über der Güllegrube?Von wegen ödes Landleben! - Hinter diesem unscheinbaren Cover und skurril anmutendem Aufhänger verbirgt sich eine unerwartet packende Romanerzählung! Die Autorin beleuchtet das “idyllische” Landleben in Norddeutschland direkt aus sämtlichen Perspektiven und spielt bewusst mit Klischees, aber nur, um kurz darauf mit ihnen aufzuräumen. Mich hat die Geschichte und ihre interessanten Entwicklungen von Anfang an gefesselt und nicht mehr losgelassen!Auch das Hörbuch hat mich voll überzeugt! Die Sprecherin Julia Nachtmann hat nicht nur den Ton dieser Geschichte perfekt getroffen, sondern auch die Atmosphäre, den plattdeutschen Schnack und die leisen Zwischentöne eindrucksvoll zur Geltung gebracht!Ein tolle Geschichte für Menschen, die vom idyllischen Landleben träumen, für diejenigen, die schon längst in der Realität angekommen sind oder einfach mal hinter ein fremde Hecke schauen wollen.
Der Aberglaube auf dem Land
Ingo und seine Frau Lara wohnen noch nicht lange mit den Kindern so abgelegen auf dem Land in Schleswig Holstein. Ingo pendelt nach Hamburg und hat dabei einen Wildunfall. Eine weiße Hirschkuh zu töten, so sagt der Aberglaube, bringt Unglück. Nur noch ein Jahr zu leben, soll man haben. Der angerufene Jäger Uwe und Ingo müssen das Tier schließlich erlösen und hängen da nun gemeinschaftlich mit drin. Das Unglück spricht sich im Dorf herum und stößt Veränderungen an. Martina Behm schreibt über verschiedene Lebensrealitäten auf dem Land und zeigt ein realistisches Bild, fernab von der Landromantik. Dabei bestätigt sie einige Klischees über Land- und über Stadtmenschen - bei denen man sich auch ertappt fühlen könnte. Landwirtschafts-Dokus, die die Ausnahme zeigen, Schnaps, heftige Gerüche und die Frage, wer den Hof oder das Revier übernehmen soll. Da ist die Bäuerin, die mit ihrem Bauern zusammenbleibt, obwohl sie unglücklich ist. Der Stadtflüchtling, der mehr Zeit in seinem Auto zur Arbeit verbringt, als zu Hause und sich aber eigentlich nach der ländlichen Ruhe sehnt, weswegen er umgezogen ist. Die Öko-WG, die von einem Zusammenleben träumte, um gemeinsam zu wirtschaften und zu leben. Moderne Bauern, die neue Wege gehen und welche, die an Traditionen festhalten. Es geht um Partnerschaft und Liebe: unerwiderte Liebe, entfremdete Liebe, lange Liebe, das Verlieben, Tierliebe und die Männer im Dorf, über die das Unglück hereinbricht.Der Erzählstil ist flüssig, lässig und schwarzhumorig. Es gab einige Stelle, wo ich wissen wollte, wie es weitergeht, aber besonders der Schreibstil und der Humor hat mich das Buch gern lesen lassen, denn manchmal plätschert die Handlung vor sich hin. An die verschiedenen Figuren, die abwechselnd auftauchen, musste ich mich erst herantasten. Eine Übersicht der Personen hätte ich mir sehr geholfen. Besonders Lara und ihr dreistündiger Kurs bei Jutta, wird mir im Gedächtnis bleiben, ebenso meine Vorstellung von dem Meer aus Küken und Uwe und seine treue Hündin, dessen erster Eindruck nicht nur Lara täuschte. Das Ende hat dann einen guten Bogen geschlagen und mir gefallen. Wenn man Lust auf eine klug geschriebene Dorfgeschichte hat, die das Leben abzeichnet, dann ist dieses Buch eine wunderbare Wahl. Ein beachtliches Debüt.
Dorfleben mit allen Konsequenzen
Da ich Martina Behm schon lange als Strickdesignerin kenne, war ich natürlich gespannt, wie sich ein Buch von ihr lesen würde!Und ich wurde nicht enttäuscht!Eigentlich kann man zusammengefasst sagen, dass in dem Buch nicht wirklich viel passiert. Gleichzeitig ist diese Aussage aber auch falsch, denn im Detail passiert so richtig viel und das widerspricht sich nicht.Das Buch liest sich wie ein Spaziergang durch ein Dorf- hier das fiktive Fehrdorf in Schleswig- Holstein, wo die Dorfbewohner ihren täglichen Verrichtungen nachgehen. Geflügelzucht, Schweinemast, Jagd, Sportschützenverein.Die detaillierten Beschreibungen der Tätigkeiten zeugen von viel Hintergrundwissen (oder einer verdammt guten Recherche) und machen das Alltagsleben der Leute im Dorf dadurch besonders lebendig.Nach und nach lernt man die einzelnen Leute näher kennen und blickt hinter die Kulissen der nach aussen hin fast langweilig klingenden täglichen Verrichtungen: Tiere füttern, Papierkram erledigen, Feste vorbereiten, Kuchen backen, Maschinen reparieren, auf dem Hochsitz das Wild beobachten.Lara und Ingo sehnen sich nach ihrem Wegzug aus dem hektischen Hamburg nach genau dieser Dorfidylle, doch schon bald lernen sie, dass das tatsächliche Leben auf dem Land keine Dauerferien sind.Ingo stresst das tägliche mehrstündige Pendeln, Lara fühlt sich trotz der Kinder einsamer, als sie sich je hätte vorstellen können.Als Ingo auf dem Nachhauseweg eines Nachts eine weisse Hirschkuh anfährt, wirkt der gerufene Jäger beunruhigt, denn so ein Unfall bringt angeblich Pech und innerhalb eines Jahres einen Todesfall.Natürlich tut Ingo das Ganze als Jägerlatein ab und auch meine Vorstellung, der Roman würde nun in einen finsteren Thriller übergehen, war komplett falsch.Das Leben im Dorf geht einfach weiter, doch je mehr man über die Hintergründe, Probleme und Lebensgeschichten erfährt, desto mehr Abgründe tun sich auf. Das können ganz kleine sein, aber es gibt auch lebensverändernde Ereignisse und all das erzählt Martina Behm auf eine ruhige, jedoch so eindringliche Art, dass man sich bald selbst wie ein Dorfbewohner fühlt. Man kennt die Eigenheiten der Leute, fiebert mit Tove mit, die unter ihrem lieblosen Ehemann leidet, möchte mehr über Uwe und sein einsames Leben wissen und freut sich über ein lustiges Feuerwehrfest.Über allem schwebt unausgesprochen der Tod der weissen Hirschkuh und man erwartet laufend eine dramatische Wendung. Ob diese kommt, verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht, aber ich gebe eine klare Empfehlung für diesen Roman, der mit Dichte, detaillierten Beschreibungen und einer Fülle an Charakteren aufwartet und das auf den ersten Blick Alltägliche, Banale in eine spannende Geschichte verwandelt.
Dorfleben
Das Cover hat mich direkt angesprochen und auch der Klappentext hatte mich gleich. Selber auf dem Dorf großgeworden hatte ich sofort eine Verbindung zu den Charakteren. Der Roman wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Auch wenn es anfänglich etwas schwierig ist die einzelnen Personen auseinander zu halten, lernt man sie doch recht schnell kennen und versinkt in der Geschichte. der Autorin ist es außerordentlich gelungen ein typisches Landleben aufzuzeigen mit seinen speziellen und oft eigensinnigen Dorfbewohnern. Die Geschichte um die weiße Hirschkuh ist so gut verstrickt, dass man unbedingt wissen möchte wie es weiter geht. Es werden viel verschieden gesellschaftliche Aspekte angesprochen und thematisiert, wie zum Beispiel der Umzug von der Stadt auf das Land, alternative Lebensweisen und aber auch schwierigere Kost, wie häusliche Gewallt. Ein Buch das mir richtig viel Spaß gemacht hat und ich hoffe bald noch mehr von der Autorin lesen zu können.
Der große Traum vom idyllischen Leben auf dem Lande
Ein zauberhaftes Cover weckt die Neugier auf das Buch von Martina Behm, die ich als findige und einfallsreiche Strickdesignerin schätze.Und ganz ehrlich: Ich hätte dieses Hörbuch am liebsten in einem Rutsch konsumiert! Denn es ist zum Eintauchen, Wohlfühlen, aber auch Staunen und Mitfiebern. Lara und Ingo, die mit ihren beiden Kindern nach vorherigen intensiven Recherchen aufs Land ziehen, erleben dort im Laufe des ersten Jahres so einiges. Ingo pendelt beruflich nach Hamburg und kollidiert eines Nachts auf dem Heimweg mit einer weißen Hirschkuh. Sofort gibt es Gemunkel und alte Weissagungen werden wach. Es ist ein ganz heimeliges Gefühl, die eigenwilligen, aber freundlichen und völlig unterschiedlichen Bewohner von Fehrdorf zu beobachten und zu begleiten. Trotz aller Traditionen und festem Zusammenhalt trägt doch jeder sein Päckchen, hadert, passt sich an oder geht sogar neue Wege, die nicht leichtfallen. Martina Behm schreibt sehr lebendig mit trockenem Humor, aber auch sehr bewegend und tiefgründig. Man erkennt schnell Parallelen zu eigenen Erfahrungen, zieht auch mal Vergleiche und gerät ins Nachdenken. Julia Nachtmann liest mit angenehmer Stimme, unaufgeregt und bestens akzentuiert, was den Einblick in die verschiedenen Gefühlswelten noch verstärkt. Eine wunderbare Geschichte, intensiv und sehr berührend, die mir ausgezeichnet gefallen hat.
Super authentisch!
HIER DRAUSSENMartina BehmWas für ein großartiges Buch!Ich glaube, ich habe noch nie ein so authentisches und stimmungsvolles Buch über das Leben in einem Dorf in Schleswig-Holstein gelesen oder gehört.Lara und Ingo, einst Stadtmenschen aus Hamburg, ziehen mit großen Hoffnungen aufs Land – auf einen alten Resthof in einem kleinen Dorf. Lara träumt davon, dass ihre Kinder frei und naturnah aufwachsen. Doch schnell wird klar: Die Realität sieht anders aus. Als „die Neue“ wird sie zu keiner Feier eingeladen, oft ist sie allein – denn auch Ingo wird die tägliche Pendelei aus der Hafencity bald zu viel. Von den erhofften Besuchen der alten Freunde aus Hamburg keine Spur.Doch das Buch erzählt nicht nur von Lara und Ingo. Es ist das vielstimmige Porträt eines ganzen Dorfes.Da ist Förster Uwe, der sich mit Ingo anfreundet – und ein gut gehütetes Geheimnis mit sich trägt.Wir begegnen Tove, die unter ihrem sturen, wortkargen Mann Enno leidet und gern ausbrechen würde, aber aus finanziellen Gründen bleibt.Sönke, der Betreiber eines Geflügelmastbetriebs, kämpft sich durch die ständigen Umstellungen in der Landwirtschaft und droht am Burn-out zu zerbrechen – nicht zuletzt durch die immer wiederkehrende Vogelgrippe.Und dann sind da noch Armin und Jutta, einst Hippies und Aussteiger. Als Letzte ihrer Kommune leben sie heute noch in der alten Schmiede. Jutta gibt keine Batikkurse mehr, sondern bringt jungen Menschen bei, wie man Hühner schlachtet – eine eigenwillige, aber faszinierende Wendung ihres Lebens.Martina Behm gelingt es meisterhaft, das Dorf mit all seinen Eigenheiten, Abgründen und kleinen Wundern zum Leben zu erwecken. Die Figuren wirken so echt, die Atmosphäre so dicht, dass ich mich fühlte, als wäre ich selbst vor Ort – mitten in Holstein.Ein besonderes Lob gilt auch der Hörbuchfassung: Julia Nachtmann verleiht den Figuren mit ihrer Stimme eine beeindruckende Tiefe. Fazit:Ein lebendiges, berührendes und absolut empfehlenswertes Buch über das Leben auf dem Land – mit all seinen Brüchen und Schönheiten.Große Lese/Hörempfehlung5/5
Pressestimmen
Für alle, die Lust auf einen vielschichtigen und warmherzigen Dorfroman haben und sich nach einer Au...szeit auf dem Land sehnen. mehr weniger
Christine Westermann, 20.07.2025
Martina Behm erzählt warmherzig und empathisch, gewürzt mit einer Prise norddeutschem Humor, und ist... damit wahrscheinlich die Entdeckung dieses Bücher-Frühlings. Weitere Bücher: Dringend erwünscht! mehr weniger
Maren Ahring, 31.03.2025
Vielschichtig und seelentief geschrieben, wirklich beeindruckend.
Ulla Müller, 28.03.2025
Das Portrait eines ganzen Dorfes im Norden und ein absolut gelungener Debütroman.
24.03.2025
Vielschichtig und so spannend!
Silvi Feist, 12.03.2025
Kluges Debüt über Neuanfänge.
Angela Wittmann, 11.03.2025
Mit großer Beobachtungsgabe und viel Empathie erzählt die Autorin von den Bewohnern dieses Dorfes, i...hren Sorgen, Nöten und Wünschen und der vermeintlichen Landidylle, die Risse aufweist. mehr weniger
01.10.2025
Dieses Debüt erzählt ganz ohne Kitsch von Lebenswegen einiger Dorfbewohner bei Hamburg - mit einer w...eißen Hirschkuh als geheimnisvoller Schlüssel. Einfach grandios. mehr weniger
Elke Mündner, 30.07.2025
Martina Behm, die den Alltag auf dem Land aus eigener Erfahrung kennt, lässt uns tief in die Seelen ...ihrer vom Hofalltag Gestressten blicken. Sie zeigt sie in ihrer inneren Zerrissenheit, ohne sich an ihren Schicksalen zu weiden. mehr weniger
Peter Henning, 30.06.2025
Martina Behm zeichnet ein genaues Bild eines Dorfes und der Menschen, die in ihm wohnen.
Leonie Berger, 20.06.2025
Gekonnt springt sie in fünf Teilen und insgesamt 47 Kapiteln zwischen verschiedenen Familien hin und... her, nimmt hier eine Masche auf und lässt hier eine fallen, arbeitet einen Kragen oder glänzt mit leichtem Ajourmuster. Nach und nach werden wir so ein Teil der Dorfgemeinschaft. mehr weniger
Katharina Teutsch, 17.06.2025
Ein Roman, der genau hinsieht und frei von Land-Kitsch ist. Und der uns viel über Chancen nachdenken... lässt. Über verpasste, wahrgenommene – und solche, die irgendwann mal anders aussahen, als sie es dann wirklich waren. mehr weniger
27.05.2025
Ein lebensechtes Dorfporträt über moderne Liebens - und Lebensträume. Menschlich, liebevoll mit eine...m Augenzwinkern geschrieben. mehr weniger
07.05.2025
Martina Behm, die den Alltag auf dem Land aus eigener Erfahrung kennt, lässt uns tief in die Seelen ...ihrer vom Hofalltag Gestressten blicken. Doch sie zeigt sie in all ihrer inneren Zerrissenheit, ohne sich an ihren Schicksalen zu weiden. mehr weniger
Peter Henning, 06.05.2025
Einfühlsam, liebevoll und mit einer angemessenen Prise norddeutschem Humor.
01.05.2025
Wer Juli Zehs illusionslosen Landleben Geschichten gerne gelesen hat, wird vermutlich auch Martina B...rehms scharfsichtiges aber zärtliches Porträt eines Dorfes genießen. mehr weniger
21.04.2025
Ihr Roman ist so originell, wie die Literarisierung glaubwürdig erdachter Bewohnerinnen und Bewohner... einer sozial engen Dorfgemeinschaft nur sein kann. mehr weniger
Thomas André, 19.04.2025
Ein kluger Roman mit Augenzwinkern und versöhnlichen Momenten, in dem Klischee und Wirklichkeit nahe... beieinander liegen. mehr weniger
13.04.2025
Herausgekommen ist ein richtig guter Roman. Als Leserin ist man mittendrin in Fehrdorf, schaut in di...e Wohnküchen und den Festsaal und die Ställe. Alle Figuren sind charakterstark, einige liebenswert, manche schrullig, wie im echten Leben eben. mehr weniger
Maren Ahring, 31.03.2025
Das Portrait eines ganzen Dorfes im Norden und ein absolut gelungener Debutroman.
24.03.2025
Einfühlsame Darstellung des Dorflebens und sehr glaubwürdige Figuren. Tiefe. Mit trockenem Humor!
22.03.2025
Behm erzählt nahbar und lässt das Gesamtbildes des Dorfes organisch zusammenwachsen.
Deborah von Wartburg, 12.03.2025
Ein äußerst lesenwerter Roman.
Anke Gappel, 12.03.2025
Raus aufs Land: Martina Behm im Gespräch mit Max Moor
Warum ist Max Moor der ideale »Buchpate« für Martina Behms Roman ›Hier draußen‹? Weil er genau weiß, was es heißt, von der Stadt aufs Land zu ziehen – mit all seinen Tücken und Glücksmomenten. Kein Wunder, dass ihn das Buch sofort gepackt hat. Gemeinsam sprechen sie über den Roman, das Stadt- und Landleben und über ihre Premierentour.
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