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Buch Hier draußen von Martina Behm, Illustration zeigt Rehe, Text Stadtflucht Landfluch?
Buch Hier draußen von Martina Behm, Illustration zeigt Rehe, Text Stadtflucht Landfluch?
Eine weiße Hirschkuh, eine dunkle Prophezeiung und ein Dorf, das kopfsteht

Hier draußen

In Fehrdorf scheinen alle zu wissen, wo sie hingehören. Nur Ingo und Lara, die mit den Kindern von der Großstadt aufs holsteinische Dorf gezogen sind, haben Schwierigkeiten. Vor allem Ingo strapaziert die Pendelei zu seinem Start-Up nach Hamburg. Als er eines Abends eine weiße Hirschkuh anfährt, bringt das die gesamte Dorfgemeinschaft aus dem Gleichgewicht. Denn wer so eine tötet, heißt es, hat nur noch ein Jahr zu leben. Und plötzlich fragen sich auch der Dorfjäger, die Vorzeige-Landfrau und die Überbleibsel einer Öko-WG, ob sie das Landleben wirklich glücklich macht.

»Ein kluger und unverschämt lässiger Dorfroman, ohne Kitsch und Sentimentalität, voller Tier- und Menschenliebe. Martina Behm ist eine Meisterin der Beobachtung. Ich bewundere ihre Unerschrockenheit und ihren trockenen Humor.« Till Raether

»Dieser wunderbar erzählte Roman zerstört rigoros den Traum der Städter vom Dorfleben – und beweist gleichzeitig, dass es nichts Lebenswerteres gibt. Ich hoffe, die haben für mich da im Dorf noch ein Zimmer frei.« Susanne Matthiessen

»Ein richtig gutes Buch.« Max Moor

Bibliografische Daten

EUR 24,00 [DE] – EUR 24,70 [AT]
ISBN : 978-3-423-28478-3
Erscheinungsdatum: 13.03.2025
1. Auflage
496 Seiten
Format : 12,8 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Martina Behm

Martina Behm ist ausgebildete Journalistin, hat Volkswirtschaftslehre in Konstanz und Oxford studiert und lebt nach Stationen in Santiago de Chile und Hamburg wieder dort, wo ihre Wurzeln sind: in Schleswig-Holstein. Sie ist international als Strickdesignerin bekannt und Mutter zweier Teenager. Ihr erster Roman ›Hier draußen‹ erschien 2025 bei dtv.

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125 von 125 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.67 von 5 Sternen


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8 - 10 von 125 Leserstimme

beme65 am 14.03.2025 18:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Dorfromantik mit Abstrichen

Der Wildunfall mit einer weißen Hirschkuh bringt das Dorfleben in Fehrdorf komplett aus dem Gleichgewicht. Der Unfallfahrer, Ingo, stellt seine Entscheidung aufs Land zu ziehen einmal mehr in Frage. Er fühlt sich überfordert mit seinem Job-Pendeln in die Großstadt, ist aber damit überfordert, dies zu kommunizieren. Eine sich entwickelnde Freundschaft mit dem Dorfjäger, der alleinlebend auf seinem Hof seine eigenen Probleme vor sich herträgt, bietet eine Ausflucht aus dem nicht funktionierenden Alltag.Der 2-Personen-Rest einer Öko-WG hat die gleichen Kommunikationsprobleme, da ein Zusammenleben zwar funktioniert aber keine glückliche Lösung für beide liefert. Der Fluch einer Dorfgeschichte, dass dem, der eine weiße Hirschkuh tötet, nur noch ein Jahr zu leben hat, bringt die Dorfgemeinschaft ins Schwanken. Unglaube und Aberglaube spiegeln sich in vielen unausgesprochenen Konflikten. Es schwelt unter der Oberfläche. Der Roman nimmt dem Leser den Traum von einer idyllischen Dorfgemeinschaft, die nur in unserer Vorstellung existiert. Er stellt das Leben auf dem Land mit all seinen Facetten und ohne idealistische Verklärungen vor. Dies macht es aber insgesamt umso lebenswerter. Die Lebensgemeinschaften im Dorf ändern sich im Laufe der Geschichte, wie in jeder anderen Stadt auch. Die Idylle beginnt zu bröckeln. Insgesamt ein lesenswerter Roman, bei dem ich mir an der einen oder anderen Stelle ein wenig mehr Tiefgang gewünscht hätte, da einige Charaktere für meinen Geschmack zu flach bleiben, um lange im Gedächtnis zu bleiben.

siwel am 14.03.2025 16:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sehr interessant

Stadtleben oder doch lieber Landleben. Martina Behm lässt uns in ihrem Roman Hier Draussen an dem Leben von Ingo und Lara teilnehmen. Lara wollte nachdem sie mehrere Mal auf dem Land Urlaub gemacht hatten mit ihrer Familie unbedingt von Hamburg weg und in irgendeinem Dorf leben. Ihr neues Zuhause ist nun ein renovierungsbedürftiger Resthof in einem Dorf mit ein paar hundert Einwohnern, einer kleinen Kirche in der Mitte und einem Supermarkt am Ortsrand. Ingo pendelt nun täglich mehrere Stunden mit dem Auto zur Arbeit hin und zurück. Eines Tages erwischt er kurz vor seinem Heim einen weißen Hirsch, von da an nehmen die Dinge ihren Lauf.Der Schreibstil von Martina Behm ist einfach und sehr ruhig. Trotz allem liest es sich aber keineswegs langweilig. Das liegt auch an den verschiedenen Charakteren, die das Dorfleben durchaus lebendig erscheinen und jeden daran teilhaben lassen. Da wären noch der Hennemann Hof mit seinen Masthähnchen, der Wirtzhof, mit seiner Schweinezucht, der Lüdtke Hof, mit seinen Hochlandrindern und die alte Schmiede, in dem noch der Rest einer Kommune lebt. Zugegeben, eine Menge an Charakteren, die man hier zunächst kennen lernt. Allerdings ist das jeweils auch aus den verschiedenen Perspektiven erzählt und bleibt dadurch die ganze Zeit interessant. So nach und nach nimmt man an dem Leben ganz verschiedenener Menschen teil. Manches wirkt verstörend, verzweifelt, aber auch idyllisch. Ein Hofleben ist hart, einfach und man muss so manches entbehren. All dies kommt hier ganz natürlich rüber. Natürlich kommt der weiße Hirsch mit seinem Aberglauben immer wieder vor, zieht sich wie ein roter Faden bis zum Ende durch.Ein leiser Roman, der sehr lesenswert ist und der mir sehr gut gefallen hat.

ellinorliest am 14.03.2025 13:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Stadt oder Land?

Stadt oder Land? Wo würdet ihr lieber leben? Mir persönlich sind der Stadtrand oder die Vororte am liebsten: man ist nah an der Natur, genießt aber auch die Vorzüge wie Einkaufsmöglichkeiten oder kurze Wege zu Schule, Ärzten etc. Gleichzeitig kennt man die Leute, genießt aber dennoch eine gewisse Anonymität. In Hier draußen haben Lara und Ingo den Schritt gewagt und sind aus der Hamburger Reihenhaussiedlung auf einen Resthof irgendwo in Schleswig-Holstein gezogen. Sie wollten mehr Platz, vor allem für die Kinder. Lara arbeitet vom Home Office aus, Ingo pendelt. Eigentlich wollten sie auch einen Coworking-Space eröffnen, doch bis jetzt wurde nichts daraus. Ganz so idyllisch wie sich die beiden das Landleben vorgestellt haben, läuft es allerdings nicht. Ingo ist von der vielen Fahrerei stark gestresst, Lara fühlt sich oft einsam und findet nicht so recht Anschluss im Dorf. Dann fährt Ingo eines Tages auf dem Heimweg eine Hirschkuh an, die nun erschossen werden muss. Der herbeigerufene Jäger Uwe macht dies aber nur gemeinsam mit Uwe. Denn wer eine Weiße erschießt, so weiß es der örtliche Aberglaube, ist selbst innerhalb eines Jahres dran.Hier draußen zeigt sehr gekonnt die unterschiedlichen Aspekte des Landlebens auf. Der enge Zusammenhalt der Einheimischen, wobei allerdings auch jeder und vor allem jede seine oder ihr Aufgabe zu erfüllen hat und auch am jeweiligen Platz zu bleiben hat. Da ist zum Beispiel Tove, die schon seit Jahren unter ihrem Mann leidet, aber bei ihm bleibt, weil man das halt so macht. Maggie hat ins Dorf hineingeheiratet, ist dort sehr glücklich. Sie ist diejenige, die sich am stärksten um die Organisation von Festen und dergleichen kümmert, um nur ja dazuzugehören und akzeptiert zu werden. Jutta lebt mit Armin in einer alten Schmiede. Die beiden sind der Rest einer freigeistigen WG und mittlerweile fester Bestandteil des Dorfes, auch wenn sie manchmal noch etwas skeptisch beäugt werden.Die Geschichten all dieser Personen beschreibt Martina Behm in ihrem Debüt. Sie macht dies erzählerisch sehr schön, immer mit wechselnden Perspektiven, teilweise mit Rückblicken. Dabei schafft sie es, die einzelnen Personen sehr lebensnah und vielseitig darzustellen. Besonders die Frauen stehen im Vordergrund, mit ihrer ganzen täglichen Belastung durch die Carearbeit. Aber auch die Männer sind durch die unterschiedlichsten Dinge belastet. Ein sehr gut zu lesender Roman, der lediglich in der Mitte etwas knapper gehalten werden könnte.

pedi68 am 14.03.2025 10:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Eindrücklich erzähltes Dorfporträt

Der Einstieg in die Geschichte um das kleine holsteinische Dorf Fehrdorf beginnt bereits auf den ersten Seiten mit Ingos Zusammenstoß mit einer weißen Hirschkuh, der so Einiges nach sich zieht..Ingo ist mit seiner Familie von Hamburg hierher gezogen und muss nun jeden Tag nach Hamburg zur Arbeit pendeln.Die Erwartungen seiner Frau Lara nach mehr Ruhe und Beschaulichkeit haben sich leider nicht erfüllt und die Vorstellung von einer gleichberechtigten Beziehung triftet immer mehr auseinander.Die Autorin Martina Behm ist selbst vor einigen Jahren von der Stadt aufs Land gezogen. Sie liebt es, stundenlang in der Natur unterwegs zu sein, ohne einem Menschen zu begegnen.Sie weiß aber auch um die Schwierigkeiten, als Neuzugezogene Anschluss an die Dorfgemeinschaft zu finden. Diese Erfahrungen hat sie geschickt in ihren ersten Roman eigewoben.Anhand des Klappentextes hatte ich schon Bedenken, dass die Geschichte mystisch angehaucht ist. Das hat sich zum Glück nicht bestätigt!Die Autorin erzählt intensiv und bedacht und die Charaktere mit ihren individuellen Geschichten sind so authentisch und eindrücklich geschildert, daß mir beim Lesen nicht langweilig wurde.Für alle, die Juli Zeh und Dörte Hansen mögen, ist dieses Buch genau das Richtige!

zauberberggast am 14.03.2025 09:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Mental Load und Schweinedung

“Hier draußen” ist ein moderner Dorfroman, der in einer kleinen norddeutschen Ortschaft der Gegenwart spielt. Wir haben aber auch immer mal wieder Einschübe, Rückblenden, die die Situation auf der Handlungsebene mit Hintergrundinformationen unterfüttern. Diese Struktur hat mir sehr gefallen und war hier auch hilfreich, um das Gelesene besser zu verstehen.Wir begegen in diesem Buch mehreren Menschen, die ihren Lebensunterhalt mit Landwirtschaft verdienen. Die “alteingessenen” Dörfler sind alle um die 60 Jahre alt und entsprechend eingefahren, haben Gesundheits-, Finanz- und/oder Eheprobleme und viel zu viel Arbeit, denn die Kinder übernehmen in der Regel nicht mehr einfach so den Hof der Eltern, sondern ziehen in die Stadt oder in andere Bundesländer, studieren, leben ihr eigenes Leben. Ein umgekehrtes Phänomen ist der Zuzug gut situierter und gut ausgebildeter jüngerer Leute um die 30/40, die “hinaus aufs Land” wollen. So wie Lara und Ingo, zusammen mit ihren schulpflichtigen Kindern Erin und Erik. Sie haben sich einen “Resthof” gekauft - aber werden sie, die Städter aus Hamburg - er Manager bei einem Start-Up-Unternehmen, sie freiberufliche Grafikerin - wirklich den Rest ihres Lebens in diesem Kaff Fehrdorf verbringen? Dann gibt es noch Jutta und Armin, die “Öko-Hippies”, die vor 30 Jahren aus der Stadt ins Dorf gezogen sind, um eine WG zu gründen. Sie sind übriggeblieben, nicht wirklich zusammen, aber gelegentlich doch. Auch sie werden im Laufe der Handlung eine wichtige Rolle spielen.Aber die Handlung, was ist das hier überhaupt? Das ist ein wenig das Problem des Romans. Der rote Faden, um den sich die Erzählung lose windet, ist eigentlich, dass Ingo eines Abends, als er von Hamburg, wo er nach wie vor arbeitet, nach Hause pendelt, eine weiße Hirschkuh überfährt. Der ortsansässige Jäger und Schweinebauer Uwe, ein ewiger Junggeselle, erschießt mit Ingo zusammen das leidende Tier. Dumm nur, dass eine Prophezeiung sagt, wer eine weiße Hirschkuh tötet, wird innerhalb eines Jahres sterben. Das ist an sich schon sehr spannend, wird aber im Laufe des Plots oft aus den Augen verloren. Es geht vielmehr darum, die Dörfler und ihre Probleme detailliert zu beschreiben.Und das ist tatsächlich die Stärke des Romans. Besonders die Situation der ländlich lebenden Frauen hat Martina Behm hervorragend eingefangen. Anhand der jüngeren Städterin Lara beschreibt sie auf realistische Weise die Struggles einer arbeitenden Mutter, die sich für die Kinder, ihren Mann, das Haus, den Hund und und und den Allerwertesten aufreißt. Die als Selbständige weiterkommen möchte und der nur Steine in den Weg gelegt werden. Das Mental Load, oh dieses verdammte Mental Load. Die unsichtbaren Tasks, die Mütter immer und ständig auf dem Schirm haben müssen und die kein anderer sieht oder macht. Auch Tove Wirtz, die um die 60 ist, hat ihr Leben für andere gelebt: den undankbaren, cholerischen Mann, die beiden Söhne, die jetzt längst woanders wohnen, die Dorfgemeinschaft, den Hof. Wird auch sie nochmal ihr Glück finden? Uwe ist der unerwartete Sympathieträger des Romans. Seine Geschichte ist besonders herzzerreißend.Für meinen Geschmack wurde die Handlung etwas zu sehr in die Länge gezogen. Man hätte hier sehr gut kürzen können, vor allem was die detaillierten Beschreibungen des Zubereitens von Nahrung, etc., angeht. Manches hätte ich genauer wissen wollen, anderes war mir hingegen zu ausführlich ausgearbeitet.Alles in allem aber ein sehr unterhaltsamer, starker Dorfroman, den ich euch empfehlen kann.

annenbook am 13.03.2025 20:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Lese-Highlight 🧡

Lara und Ingo sind mit den Kids von Hamburg aufs Land gezogen, Restehof mit Scheune und allem Drum und Dran.Doch in die Dorfgemeinschaft werden sie nicht so richtig aufgenommen, fühlen sich nicht zugehörig. ...und eigentlich ist die Dorfgemeinschaft auch gar keine enge Gemeinschaft, irgendwie puddelt jeder vor sich hin. Man kennt sich halt, lange... doch wenn was passiert, hält man trotzdem zusammen, in nordisch, ohne viele Worte.Lara wird einsamer, trotz Kinder. Ingo findet einen Freund, nachdem er eine weiße Hirschkuh angefahren hat und stellt sein 'erfolgreiches Start-upper Leben' in Frage. Und über allem schwebt das Omen, dass eine getötete weiße Hirschkuh Unglück bringt. Und dann bricht Sören zusammen und Enno verunfallt, Krischies Rinder brechen aus....Martina Behm hat mit diesem Roman etwas ganz besonders Gutes geschaffen – klug, wortgewandt, total lebensnah und zeitgemäß!!Sie erzählt von Ankommen und Bleiben, von Heimat und dem Gefühl, dazuzugehören. Von Beziehungen in all ihren Facetten – den Zugezogenen, die nicht mehr ganz neu sind, und jenen, die in Fehrndorf tief verwurzelt aufgewachsen sind. Von alternativen Lebensentwürfen in Hippie-WGs, von Bauernhöfen mit hochmoderner Technik oder traditionsbewusstem Handwerk, von Menschen mit und ohne Familie. Es geht um Akzeptanz und Mut, um Reibung und Zusammenhalt, um Freundschaften, Erinnerungen und die Geschichten, die einen Ort prägen. Behms Sprache ist vielschichtig und voller Feingefühl für die lauten und leisen Zwischentöne des Lebens... ich könnte ewig weiterlesen über Lara, Uwe, Jutta, Tove, Armin und alle 🧡

begine am 13.03.2025 13:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Raus aufs Dorf

Martina Behm hat mit , Hier draußen, ihren Debütroman.Der Roman spielt in Schleswig Holstein auf dem Dorf.Die Autorin hat die Einheimischen, die Zugezogenen und den Komunenrest gut unter einen Hut gebracht. Ingo und Lara sind mit ihren Kindern auf einen Resthof gezogen.So richtig gut durchdacht fand ich das nicht. Ingeo musste einen weiten Weg nach Hamburg wegen seinem Beruf zurücklegen.Eines Nachts läuft ihm eine weiße Hirschkuh vor den Wagen. Da gibt es im Dorf eine Legende, das , wer einen weißen Hirsch tötet, selber innerhalb eines Jahres sterben muss.Danach fängt es bei dem Paar zu Uneinigkeit.Auch in einigen anderen Familien erfahren wir einige Probleme.Es gibt da mehrere Rückblicke, in denen das Leben nicht immer nach Wunsch lief.Da werden Träume nicht erfüllt..Trotzdem war es eine interessante Reise aufs Land und durch die Jahre.

bernhard buchturmwurm am 12.03.2025 17:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Heimatroman

Wie es das Schicksal will, bin ich ein Schleswig-Holsteiner Urgestein.Von dem Standpunkt aus betrachtet kann ich den Verlauf des Romanes sehr gut nachvollziehen und bin in jeder Phase mittendrin. Die Landbevölkerung ist schon sehr speziell, aber auch von Landstrich zu Landstrich unterschiedlich speziell.Da ist zum Beispiel der Humor, der durchaus nicht von jedem verstanden wird,schon gar nicht von Zugereisten.Gleich zu Beginn des Romanes ist meines Erachtens ein kräftiger Wink mit dem Zaunpfahl, der mich dann doch neugierig gemacht hat : die Ortsbezeichnung FEHRDORF.Ich habe hier sofort an FAHRDORF gedacht, ein Ort / eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg, aber möglicherweise bin ich der Einzige mit dieser Assoziation.Wunderschön werden hier die Reibungspunkte zwischen Einheimischen und Zugezogenen beschrieben.Der Schreibstil ist flüssig, das Buch sehr unterhaltsam, eben ein Heimatroman.

tilman am 12.03.2025 10:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

nichts wird sein wie vorher

Ingo fährt wie immer von der Arbeit heim. Der Weg von Hamburg nach Fehrndorf zieht sich und Ingo ist ganz in Gedanken und dann passiert etwas, dass Ingos und Laras Leben für immer verändern wird und auch das der anderen Dorfbewohner. Ingo fährt eine Hirschkuh an. Uwe eilt herbei und die beiden Männder müssen die seltene, weiße Hirschkuh erschießen. Es wühlt Ingo auf und er schläft schlecht und in den folgenden Tagen wirbeln die Gedanken durcheinander. Lara verarbeitet es auf ihre Art und sie hört die Gerüchte im Dorf, dass etwas schreckliches passieren wird, wenn einer eine weiße Hirschkuh tötet. Hinter den Türen des Dorfes wird es überall Thema und überall kocht etwas hoch und das Leben verändert sich für alle, für immer. Martina Behm hat einen großartigen Roman geschrieben. Vielschichtig, spannend und mit viel Gespür für Gefühle und spezielle Momente. Sie lässt ihren Figuren Raum sich zu entwickeln und man lebt, leidet, liebt und fiebert mit. Draußen, auf dem Land, da wollen so viele aus der Stadt Ruhe finden und ein anderes Leben beginnen, aber jeder Ort hat seine eigenen Geschichten, seine eigenen Erfahrungen, seine eigenen Regeln. Sehr fesselnd und mit vielen wunderschönen Momenten.

ullap64 am 12.03.2025 08:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Draussen auf dem "platten Land"

Das junge Hamburger Ehepaar Lara und Ingo zieht mit seinen Kindern vor die Tore der Großsstadt ins beschauliche Dorf Fehrdorf. Dort versprechen sie sich mehr Platz, mehr Ruhe und etwas Beschaulichkeit, vielleicht auch neue Kontakte zu den alten Dorfbewohnern. Als eines Tages Ingo in einen Autounfall mit einer weissen Hirschkuh verwickelt wird und diese darufhin vom Dorfjäger erschossen werden muss, kommt ein alter dörflicher Aberglaube wieder ans Tageslicht.Mit ihrem Debütroman hat uns die Autorin ein wunderbar plastisches und für mich sehr realitätsnahes Bild einer kleinen Gemeinschaft gezeichnet. Eine verschworene Bewohnerschaft, bei der jeder jeden kennt, es Neulinge erst einmal schwer haben, aber dann doch auch gerne aufgenommen werden, bei denen Traditionen noch etwas zählen und jeder doch auch irgendwie so sein eigenes Päckchen zu tragen hat. Eigentlich passiert im Laufe des Romans nicht so sehr viel, als Leser lernt man die unterschiedlichen Personen nach und nach kennen und blickt hinter die Fassaden, die nicht immer so sind, wie sie eigentlich erscheinen. Eine klare, kurze und prägnante Sprache passt dabei gut zum Leben der Dorfbewohner, in dem oft nicht viel Zeit für Gefühle bleibt, der oft harte Alltag will zunächst einmal bewältigt werden. Dabei kommen nach und nach doch einige Dinge an die Oberfläche, der Roman wird zum Ende hin noch sehr tiefgründig. Die Erzählung ist leichtgängig lesbar, ich hatte immer wieder den Eindruck, mitten unter den Bewohnern zu leben. Auf dieses kleine Stück Dorfleben sollte man sich als Leser gerne mal einlassen!

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

WDR 2
Für alle, die Lust auf einen vielschichtigen und warmherzigen Dorfroman haben und sich nach einer Au...szeit auf dem Land sehnen. mehr weniger

Christine Westermann, 20.07.2025

NDR Kultur
Martina Behm erzählt warmherzig und empathisch, gewürzt mit einer Prise norddeutschem Humor, und ist... damit wahrscheinlich die Entdeckung dieses Bücher-Frühlings. Weitere Bücher: Dringend erwünscht! mehr weniger

Maren Ahring, 31.03.2025

Bayern 1
Vielschichtig und seelentief geschrieben, wirklich beeindruckend.

Ulla Müller, 28.03.2025

NDR Kultur - Journal
Das Portrait eines ganzen Dorfes im Norden und ein absolut gelungener Debütroman.

24.03.2025

Emotion
Vielschichtig und so spannend!

Silvi Feist, 12.03.2025

Brigitte
Kluges Debüt über Neuanfänge.

Angela Wittmann, 11.03.2025

Good Health
Mit großer Beobachtungsgabe und viel Empathie erzählt die Autorin von den Bewohnern dieses Dorfes, i...hren Sorgen, Nöten und Wünschen und der vermeintlichen Landidylle, die Risse aufweist. mehr weniger

01.10.2025

Hessische/Niedersächsische Allgemeine
Dieses Debüt erzählt ganz ohne Kitsch von Lebenswegen einiger Dorfbewohner bei Hamburg - mit einer w...eißen Hirschkuh als geheimnisvoller Schlüssel. Einfach grandios. mehr weniger

Elke Mündner, 30.07.2025

NZZ am Sonntag
Martina Behm, die den Alltag auf dem Land aus eigener Erfahrung kennt, lässt uns tief in die Seelen ...ihrer vom Hofalltag Gestressten blicken. Sie zeigt sie in ihrer inneren Zerrissenheit, ohne sich an ihren Schicksalen zu weiden. mehr weniger

Peter Henning, 30.06.2025

SWR Kultur
Martina Behm zeichnet ein genaues Bild eines Dorfes und der Menschen, die in ihm wohnen.

Leonie Berger, 20.06.2025

Frankfurter Allgemeine Zeitung
Gekonnt springt sie in fünf Teilen und insgesamt 47 Kapiteln zwischen verschiedenen Familien hin und... her, nimmt hier eine Masche auf und lässt hier eine fallen, arbeitet einen Kragen oder glänzt mit leichtem Ajourmuster. Nach und nach werden wir so ein Teil der Dorfgemeinschaft. mehr weniger

Katharina Teutsch, 17.06.2025

Freundin
Ein Roman, der genau hinsieht und frei von Land-Kitsch ist. Und der uns viel über Chancen nachdenken... lässt. Über verpasste, wahrgenommene – und solche, die irgendwann mal anders aussahen, als sie es dann wirklich waren. mehr weniger

27.05.2025

Für Sie
Ein lebensechtes Dorfporträt über moderne Liebens - und Lebensträume. Menschlich, liebevoll mit eine...m Augenzwinkern geschrieben. mehr weniger

07.05.2025

SR 2 KulturRadio
Martina Behm, die den Alltag auf dem Land aus eigener Erfahrung kennt, lässt uns tief in die Seelen ...ihrer vom Hofalltag Gestressten blicken. Doch sie zeigt sie in all ihrer inneren Zerrissenheit, ohne sich an ihren Schicksalen zu weiden. mehr weniger

Peter Henning, 06.05.2025

Emsblick
Einfühlsam, liebevoll und mit einer angemessenen Prise norddeutschem Humor.

01.05.2025

Kleine Zeitung, Lesezeichen Newsletter
Wer Juli Zehs illusionslosen Landleben Geschichten gerne gelesen hat, wird vermutlich auch Martina B...rehms scharfsichtiges aber zärtliches Porträt eines Dorfes genießen. mehr weniger

21.04.2025

Hamburger Abendblatt
Ihr Roman ist so originell, wie die Literarisierung glaubwürdig erdachter Bewohnerinnen und Bewohner... einer sozial engen Dorfgemeinschaft nur sein kann. mehr weniger

Thomas André, 19.04.2025

Die Presse am Sonntag
Ein kluger Roman mit Augenzwinkern und versöhnlichen Momenten, in dem Klischee und Wirklichkeit nahe... beieinander liegen. mehr weniger

13.04.2025

NDR Kultur
Herausgekommen ist ein richtig guter Roman. Als Leserin ist man mittendrin in Fehrdorf, schaut in di...e Wohnküchen und den Festsaal und die Ställe. Alle Figuren sind charakterstark, einige liebenswert, manche schrullig, wie im echten Leben eben. mehr weniger

Maren Ahring, 31.03.2025

NDR Kultur
Das Portrait eines ganzen Dorfes im Norden und ein absolut gelungener Debutroman.

24.03.2025

TV Hören und Sehen
Einfühlsame Darstellung des Dorflebens und sehr glaubwürdige Figuren. Tiefe. Mit trockenem Humor!

22.03.2025

kulturtipp
Behm erzählt nahbar und lässt das Gesamtbildes des Dorfes organisch zusammenwachsen.

Deborah von Wartburg, 12.03.2025

Meins
Ein äußerst lesenwerter Roman.

Anke Gappel, 12.03.2025

Video, in dem Autorin Martina über ihren Roman Hier draußen erzählt.

Raus aufs Land: Martina Behm im Gespräch mit Max Moor

Warum ist Max Moor der ideale »Buchpate« für Martina Behms Roman ›Hier draußen‹? Weil er genau weiß, was es heißt, von der Stadt aufs Land zu ziehen – mit all seinen Tücken und Glücksmomenten. Kein Wunder, dass ihn das Buch sofort gepackt hat. Gemeinsam sprechen sie über den Roman, das Stadt- und Landleben und über ihre Premierentour.

Zur gesamten Videoreihe

Video, in dem Martina Behm erzählt wie sie zum Schreiben gekommen ist.
Video, Max Moor und Martina Behm sprechen darüber, warum er der perfekte Buchpate für Hier draußen ist.
Video, in dem Max Moor und Martina Behm über Stadt und Landleben sprechen.