»Man spürt, dass Beatrix Gerstberger erlebt hat, wovon sie schreibt. Ein unterhaltsamer, kraftvoller Roman.« Brigitte. Das Wiedersehen mit den Hummerfrauen
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Ungekürztes Hörbuch, gelesen von Tessa Mittelstaedt.
Hummerjahre
Ein aufwühlender Familienroman über Schuld und Verzeihen und die Frage, ob die Liebe wirklich alle Verletzungen überdauern kann
MINA (47) reist gemeinsam mit ihrer Tochter Luca, ihrem schwerkranken Vater Richard und ihrer Mutter Judith zurück nach Eagle Island. Richard sehnt sich nach der Leichtigkeit vergangener Sommer an der Küste von Maine. Aber Mina kämpft mit gemischten Gefühlen, da sie dem Vater ihrer Tochter wiederbegegnen wird. Kann eine große Liebe, die gescheitert ist, je ein glückliches Ende finden?
JULIE (73) will sich nach dem Tod ihres Mannes Nat und ihrer besten Freundin Ann nicht mit dem Alleinsein abfinden. Sie beginnt, ihr Leben nach neuen Möglichkeiten abzutasten.
JUDITH (75) muss sich den Erinnerungen jenes Sommers stellen, der das Leben ihres Sohnes auf tragische Weise zerstört hat. Nun kann sie vor ihrer eigenen Schuld nicht länger davonlaufen.
Sie alle suchen auf ihre Weise nach dem Glück, der Liebe und dem Mut, das Richtige zu tun.
Ein grandioser Roman, der uns zeigt, wie der Blick in die Vergangenheit die Wunden unseres Lebens heilt
»Ein Hummer versteht sich besser aufs Loslassen als jeder Mensch.« Fischerweisheit aus Maine
Die Presse über ›Die Hummerfrauen‹:
»Der Sommer-Hit des Jahres.« Hamburger Abendblatt
»Schon der erste Satz führt ins Leseglück.« Brigitte
»Ein erfrischendes Leseerlebnis – ein vielgelobtes und vielgelesenes Buch.« Morgenpost
»Das alte Ferienhaus hatte sich zuerst fremd angefühlt. Es schien anders zu atmen als früher. Dann merkte Judith, dass der Salzgeruch immer noch in die Zimmer drang, dass das Haus sich immer noch in der Nacht dehnte und knackte und bei starkem Ostwind seufzen konnte. Und sie sah, dass der neu geschliffene Dielenboden immer noch leicht gesenkt war an den Stellen, über die man von der Küche zur Veranda lief. Ihre alten Pfade, die sie alle gegangen waren. Dieses Haus hatte viele Sommer lang alles von ihnen mitbekommen. Je länger sie wieder hier waren, desto mehr drangen die alten Erinnerungen und Geschichten durch die Ritzen.«
Bibliografische Daten
1. Auflage
Beatrix Gerstberger
Beatrix Gerstberger ist freie Autorin für ›Brigitte‹, ›Stern‹ und ›Geo‹. Sie schrieb den Bestseller ›Keine Zeit zum Abschiednehmen‹ über den frühen Tod ihres Partners und die Geschichten von weiteren jungen Witwen, als sie mehrere Monate in einem Fischerdorf in Maine lebte. Aus ihren Erinnerungen an diese Zeit entstand die Idee für den viel gelobten Roman ›Die Hummerfrauen‹, der monatelang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste stand, und für ihr neues Buch ›Hummerjahre‹.
2 - 10 von 84 Leserstimme
Alles ist im Fluss
Ich wusste gar nicht wie sehr ich mich nach diesem zweiten Band gesehnt habe, bis er plötzlich erschienen war. Die Hummerfrauen war für mich ein absolutes Herzensbuch und ich habe mich wahnsinnig auf die Rückkehr nach Eagle Island gefreut. Wieder sehr stimmungsvoll, nachdenklich und ergreifend erzählt, ist das einfach ein Buch, was hängen bleibt und nachhallt. Habe es wieder sehr genossen diese besonderen Frauen auf ihrer Reise durchs Leben zu begleiten.Ich fand, dass der Einstieg direkt ein emotionaler Schocker war: es sind Jahre ins Land gezogen seit dem Ende von Band 1, vieles hat sich geändert, vieles weiterentwickelt und Verluste sind auch zu verzeichnen. Zum Glück durch die Rückblenden nicht völlig und es gibt trotz allem ein schönes Wiedersehen mit geliebten Figuren. Die Erzählung ist wieder sehr atmosphärisch, geprägt vom rauen Leben auf der Insel, dem wilden Setting und den Verbindungen der Figuren zur Insel und zueinander.Luca finde ich eine wunderbar passende zentrale Figur für diese Geschichte und ich finds eigentlich schade, dass wir keine Kapital aus ihrer Perspektive bekommen haben. Vielleicht ja in Band 3?! Ansonsten sorgt Mina mal wieder ordentlich für Liebeschaos, Ann ist ein unerschütterlicher Fels in der Brandung dieser Geschichte und Julie nimmt die Dinge selbst in die Hand. Einfach toll. Aber auch die anderen Frauen, die hier zu Wort kommen fand ich ganz wundervoll platziert. Eine starke Geschichte über Familie, Liebe und Weiblichkeit, von Aufbrüchen und der Sehnsucht nach den eigenen Wurzeln.
Emotional, melancholisch und wunderschön!
Siebzehn Jahre ist es mittlerweile her, seitdem Mina Eagle Island mit ihrer Tochter Luca und ihrem damaligen Freund Carlos in Richtung Seattle verlassen hat.Seit siebenundreißig Jahren haben Minas Eltern Judith und Richard die Insel nicht mehr besucht. Zu schmerzhaft waren die Ereignisse am letzten Abend vor der Abreise für Judith gewesen. Sie hat sie in sich eingesperrt und mit keinem mehr darüber gesprochen. Jetzt sind beide in ihren Siebzigern, Richard ist schwerkrank und möchte noch einmal die Insel sehen. Mina und Luca begleiten die beiden nach Eagle Island. Es wird für Luca ein Wiedersehen mit ihrem leiblichen Vater Sam und ihrem Großvater Ellis geben. Mina und Judith reisen mit gemischten Gefühlen an. Wie wird es sich nach all den Jahren anfühlen, Sam wieder zu treffen? Lucas Vater, den Mina nie aufgehört hat zu lieben."Ohne Sam fühlte Mina sich nicht vollständig, mit Sam fühlte sie sich zerrissen. Mina, Seite 276.Und wie wird es für Judith sein, wieder diese Insel in Maine zu betreten, die ihr Leben für Jahrzehnte in Dunkelheit, Schmerz, Verlust und Schuld getaucht hat? "In Büchern sprachen die Menschen über Gefühle, die Judith selbst kannte, für die sie aber keine Worte hatte. Schuld war ein solches Gefühl. Auch Scham. Beides gehörte für sie zusammen, vor allem hier, an diesem Ort, an dem die größte Schuld und die größte Scham ihren Anfang genommen haben." Judith, Seite 282.Und da ist auch noch die liebenswerte und schnodderige Julie, deren Mann Nat und ihre beste Freundin Ann mittlerweile verstorben sind. Sie muss ihr Leben neu ordnen, um nicht in Trauer und Einsamkeit zu ertrinken. "Oft entscheiden wir nicht zwischen Richtig und Falsch, sondern zwischen zwei Versionen von Verlust. Wenn wir bleiben, verlieren wir etwas. Wenn wir gehen, auch. Jede Entscheidung schließt eine Tür, und deshalb fühlen sich selbst gute Entscheidungen manchmal traurig an." Julie, Seite 308.Meinung:Ich habe mitgefühlt und am Schluss Tränen vergossen, ob der Schicksale, der Entscheidungen und der Lebensgeschichten von Mina, Luca, Sam, Ellis, Jane, Judith, Richard, Julie und Ann. Ich habe sie alle in mein Herz geschlossen, besonders den blauen Hummer Mr. Darcy und das Hummerballett. Was für ein emotionaler und melancholischer Roman! Ich habe "Hummerfrauen" schon geliebt, die Fortsetzung "Hummerjahre" fand ich noch reflektierter, gereifter und eindringlicher. Ich mochte alles an diesem Roman und vergieße immer noch ein paar Tränchen, weil jetzt auch meine Zeit in Eagle Island vorbei ist. Von mir gibt es eine große Leseempfehlung!
Rückkehr nach Eagle Island
Mit diesem Roman schreibt Beatrix Gerstberger die Geschichte der Hummerfrauen weiter. Es sind seither viele Jahre vergangen-Nachdem sie lange fort war, kehrt Mina nach Eagle Island zurück. Ihre Tochter Luca möchte sehen, wo sie geboren wurde und Minas schwerkranker Vater will auch noch einmal den Ort erleben, wo er glücklich war. Während Luca sich darauf freut, ihren leiblichen Vater Sam wiederzusehen, kehrt Mina mit gemischten Gefühlen zurück.Julie fühlt sich einsam seit dem Tod ihres Mannes und ihrer Freundin Ann und sucht nach neuen Möglichkeiten in ihrem Leben. Doch wer will schon eine Frau, die durch einen Unfall sichtbare Narben trägt.Für Judith ist wohl die Zeit gekommen, sich der Vergangenheit zu stellen.Mir hat es gefallen, alten Bekannten wieder zu begegnen, auch wenn einige davon nur in Erinnerungen auftauchen. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt; der Schreibstil lässt sich angenehm lesen. Aber besonders atmosphärisch ist die Landschaft dort in Maine und das Leben der Menschen dargestellt.Die Charaktere sind lebendig dargestellt. Jeder von ihnen hat seine speziellen Eigenheiten. Das Leben ist weitergegangen, aber die Vergangenheit spielt immer noch eine Rolle. Mina begegnet Sam wieder und muss sich fragen, ob sie bei ihrem Manan Carlos bleiben soll oder ob sie mit Sam noch einmal glücklich werden kann. Ihre Mutter Judith muss sich nun der Vergangenheit stellen. Luca lernt nicht nur ihren Vater besser kennen, sondern erfährt auch, wie es auf dem Hummerboot zugeht. Natürlich spielt auch der Hummer Mr. Darcy wieder eine Rolle.Dieser Roman ist Familiengeschichte und beschäftigt sich gleichzeitig mit dem Leben und Entscheidungen, die dieses Leben beeinflussen. Wird es den Protagonisten gelingen, alte Wunden der Vergangenheit zu heilen?Es ist ein Roman der leisen Töne. Mir hat er gut gefallen.
"Hummer sind das Sinnbild für Menschen, die Nähe suchen und sie gleichzeitig meiden"
Als dieses Buch angekündigt wurde, war ich einerseits skeptisch, andererseits sofort überzeugt, dass ich es lesen muss. Skeptisch, weil HUMMERFRAUEN für mich eines der besten Bücher des vergangenen Jahres war, und ich Bedenken hatte, ob mich ein Nachfolgeband so berühren würde. Aber meine Neugier und Vorfreude auf das Buch war größer, als meine Bedenken. Also bin ich wieder Mina, Julie und Judith nach Eagle Island gereist, und wurde nicht enttäuscht. Beatrix Gerstberger hat es wieder geschafft, mich in den Bann ihrer Geschichte zu ziehen. Es war ein wunderschönes Wiedersehen mit bekannten Protagonist*innen. Allerdings sind seit den HUMMERFRAUEN gut zwei Jahrzehnte vergangen und so sind einige liebgewordene Personen nur noch in Rückblenden und Erinnerungen dabei. Ich kann mir vorstellen, dass die Kompexität des Romans für Leser*innen schwierig ist, die HUMMERFRAUEN nicht gelesen haben. Für mich war es wie für Mina eine Heimkehr. HUMMERJAHRE ist wie bereits das vorherige Buch zugleich anspruchsvoll und unterhaltend, wunderbar atmosphärisch und rauh wie das Meer, einfühlsam, oft tiefgründig, philosophisch, poetisch, doch dabei trotz der schwierigen Themen wie Trauer, Verlust, Trennung und Schuld an keiner Stelle trostlos oder schwermütig-trist. Dafür sorgt allein schon der wunderschöne Schreibstil, zudem die Authentizität der Figuren und der immer wieder aufblitzende Humor. Sehr gelungen sind auch bei HUMMERJAHRE Cover und Einband, die an die HUMMERFRAUEN anschließen.Nun frage ich mich, ob die Geschichte nun auserzählt ist, oder ob es ein weiteres Wiedersehen auf Eagle Island geben wird.HUMMERJAHRE erhält von mir voller Überzeugung fünf Sterne ⭐⭐⭐⭐⭐Meine Lieblingszitate:"Hummer sind das Sinnbild für Menschen, die Nähe suchen und sie gleichzeitig meiden" (S. 188)"Die Liebe löste sich nicht in Luft auf, auch wenn man versuchte, sie zu verscheuchen, zu verbannen." (S. 275)"Als Julie sie über den Strand wankend davongehen sah, in ihrem eleganten Sommermantel, der im Wind flatterte, dachte sie, dass Einsamkeit bei wohlhabenden Menschen oft nur besser angezogen war." (S. 307)
Ein Buch, dass lange nachhallt
Hummerjahre ist die Fortsetzung des Romans Hummerfrauen von Beatrix Gerstenberger. Nachdem letztes Jahr der erste Roman meine Sommerlektüre war, musste ich natürlich Hummerjahre dieses Jahr mit in den Urlaub nehmen. Es ist eine Fortsetzung, wobei man sicherlich auch ohne Kenntnis vom ersten Teil diesen Roman lesen kann.Das Cover ist im gleichen Stil gehalten wie der erste Band. Wie letzten Sommer hat Beatrix Gerstenberger auch diesen Sommer die perfekte Urlaubslektüre erschaffen. Dieser Roman wird noch sehr lange in Gedanken der Leser nachhallen. Die Geschichte dreht sich weiter um Mina und ihre Kindheitsliebe Sam. Die Kapitel werden immer aus verschiedenen Perspektiven aller Protagonisten erzählt. Mal befinden wir uns in der Gegenwart, aber es gibt auch viele Rückblenden in die Vergangenheit. Hier ist es doch besser, wenn man den ersten Roman gelesen hat, um alle Hinweise zu verstehen und auch zusammenzubringen. Besonders beeindruckt hat mich diesmal Minas Mutter Judith. Mit ihr durchleben wir ihren Leidensweg und können Sie nach Beendigung des Romans viel besser verstehen.Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil, ich fühlte mich bei Lesen, als ob ich selbst in Maine auf einer Insel lebe. Für mich sind die Geschichten für alle Protagonisten weitestgehend aufgelöst. Ein toller zweiter Teil, bitte doch unbedingt beide Romane lesen.
Küste, Liebe, Lebensjahre
Nachdem ich „Hummerfrauen“ gelesen hatte, war ich zunächst etwas skeptisch, ob der zweite Band „Hummerjahre“ mithalten kann. Doch ich wurde positiv überrascht.Die Geschichte beginnt einige Jahre später und führt uns zurück an die Küste Maines. Mina lebt mittlerweile mit ihrer Tochter Luca und Carlos in Seattle. Luca möchte den Ort ihrer Geburt kennenlernen und ihren leiblichen Vater Sam wiedersehen, der nach langer Zeit auf die Insel zurückgekehrt ist. Auch Minas schwer kranker Vater Richard reist mit Judith noch einmal auf die Insel, wo er glückliche Zeiten hatte. Seine Frau Judith ist nie richtig Teil der Sommeridylle geworden und hütet seit dem letzten Sommer ein tragisches Geheimnis.Die Familie trifft in Maine auf Menschen, die selbst schwere Schicksalsschläge erlebt haben und ihnen mit ihrer rauen, aber herzlichen Art wieder Halt geben - so wie sie schon früher Mina ein Zuhause und ein Gefühl von Heimat geschenkt haben. Besonders beeindruckt hat mich Julie, eine der ersten Hummerfischerinnen überhaupt, die trotz aller Rückschläge immer wieder um ihr Glück kämpft. Ihre Geschichte hat mich berührt.Im Mittelpunkt stehen diesmal vor allem Abschied und Neuanfang, aber auch Verlust, Trauer und die Frage, wie man mit tiefen Verletzungen weiterleben kann.Wer die Hummerfrauen mochte, sollte Mina, Julie und Judith unbedingt noch mal besuchen.
Zwischen Abschied und Aufbruch
Auch der zweite Band der Hummerfrauen hat mich wieder sehr gern nach Maine zurückkehren lassen – diesmal allerdings unter veränderten Vorzeichen. Eine der drei Frauen ist nicht mehr da, und ihr Tod hinterlässt eine Lücke, die sich durch den Roman zieht, ohne dass die Geschichte dadurch ausschließlich von Trauer bestimmt wäre.Gerade diese Balance hat mir gefallen. Beatrix Gerstberger erzählt von Verlust und Erinnerung, zugleich aber auch vom Weiterleben: von Beziehungen, die sich verändern, von Entscheidungen, die neu getroffen werden müssen, und von der Frage, was bleibt, wenn ein vertrauter Mensch fehlt. Dabei dürfen ihre Figuren eigensinnig, widersprüchlich und gelegentlich unbequem sein – und wirken gerade deshalb glaubwürdig.Maine bildet erneut die atmosphärische Kulisse für einen Roman, der melancholischer geworden ist, ohne seine Wärme zu verlieren. Eine schöne Fortsetzung über Freundschaft, Abschied und die leisen wie großen Veränderungen des Lebens.
atmosphärisches & warmherziges Finale
„Zeit, das ist nun wirklich die einzige Währung, von der man nicht weiß, wann sie versiegt.“ Zeit, was ist das für einen einzelnen Menschen, eigentlich nur ein Funke, ein Staubkorn. Läuft die Zeit für gewisse Dinge ab, verändert sich unsere Sicht auf Dinge, wenn Jahre ins Land gegangen sind? Kann man verlorene Zeit wieder einholen? Ist es für manche Dinge einfach irgendwann zu spät?„Bücher gaben einem die besten Antworten auf Fragen, die man sich bis dahin nie gestellt hat.“Hummerjahre ist der finale Band zu Hummerfrauen. Ich habe ihn sehnsüchtig erwartet, weil ich mich in die Insel, Protagonisten & die warme zwischenmenschliche Atmosphäre in einer rauhen Landschaft, in der das Leben teilweise etwas stehen zu bleiben scheint, verliebt hatte.„Du kannst das Meer lieben, aber es wird dich deswegen nicht unbedingt zurücklieben.“ In der finalen Geschichte wird Altes aufgegriffen & für die Leser kurz angerissen, die Band 1 nicht kennen, für Kenner, ist es wie ein kurzer Rückblick & Erinnerung an das Vergangene ohne langweilig zu wirken. Man fragt sich über das Buch hinweg, ob sich am Ende alles finden wird, ob manches auch nach langer Zeit noch geordnet werden kann & seinen Weg findet & ja das tut es. Der Abschluss hat mich sehr zufrieden zurückgelassen, auch wenn es vielleicht nicht realistisch war, aber man liest Bücher nicht immer deshalb, um eine Kopie des Lebens zu lesen, sondern manchmal auch, um das Gefühl zu haben, das alles gut werden kann.„Oft entscheiden wir nicht zwischen Richtig und Falsch, sondern zwischen zwei Versionen von Verlust. Wenn wir bleiben, verlieren wir etwas. Wenn wir gehen, auch. Jede Entscheidung schließt eine Tür, und deshalb fühlen sich selbst gute Entscheidungen manchmal traurig an.“ Unnützes Wissen: Mr. Darcy ist für mich die Konstante in den Büchern. Der blaue Hummer ist immer da, wenn jemand ihn braucht, einen Rat benötigt & jeder bekommt seine Antwort. Ich habe mich gefragt wie alt er wohl ist, wie alt Hummer überhaupt werden können. Die Erkenntnis, der älteste Hummer war 140 Jahre.
Wunderbare Fortsetzung von Hummerfrauen
Hummerjahre ist die Fortsetzung von Hummerfrauen geschrieben von Beatrix GerstenbergerSchon der erste Band hat mich beim Lesen sehr berührt und auch die Fortsetzung ist sehr emotional geschrieben. Es geht um Abschiede, den Umgang mit der Vergangenheit, Mut Neues zu wagen, Familie und Freundschaft und darüber wie wichtig Zusammenhalt ist.Erzählt wird in jedem Kapitel von jeweils einer Frau, deren Leben mit dem der anderen verwoben ist. Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen - eine schöne Beschreibung von Lebensgeschichten, die alle zusammenhängen.Ich konnte beim Lesen wunderbar in die Geschichte eintauchen. Dank der detaillierten Naturbeschreibungen konnte ich die Küste Maines vor meinem inneren Auge sehen. Es war eine Freude am Leben der Frauen teilzuhaben, die am Ende ihren eigenen Weg gehen.Besonders ist auch der blaue Hummer "Mr. Darcy", der eine Rolle in der Geschichte spielt...Auch äußerlich gefällt mir das Buch sehr gut: Der Umschlag und das Cover sind sehr schön und passend gestaltet, auch die Haptik ist toll.Ein rundum gelungenes Buch, das ich sehr genossen habe.Für gemütliche Lesestunden sehr zu empfehlen!
Fahrt in die Vergangenheit
„Am Ende, dachte sie, sind es vielleicht nicht die großen Lieben, die bleiben. Sondern die stillen, eigensinnigen. Die, die sich nicht erklären lassen. Manchmal bleibt nur ein Hummer.“ (S. 84)Seit dem Tod ihrer besten Freundin Ann ist Julie einsam. Eigentlich kam sie als Witwe gut allein zurecht, doch nun sehnt sie sich wieder nach einem Mann. Einfach ist das allerdings nicht: Wer kommt schon mit ihrem durch einen Unfall entstellten Körper, ihrer direkten Art und der Tatsache zurecht, dass sie als Frau zwei Hummer-Fanggründe besitzt?Dann kehrt Minas Familie nach Eagle Island zurück. Richard ist schwer an Krebs erkrankt und möchte einen letzten Sommer an dem Ort verbringen, der für ihn und Judith einst Heimat war, bevor das Unglück von 1982 alles veränderte.Für Mina wird die Rückkehr zu einer Reise in die Vergangenheit. Auf der Insel begegnet sie Sam wieder, ihrer Jugendliebe und Lucas Vater. Sind ihre Gefühle für ihn wirklich Vergangenheit oder werden sie durch das Wiedersehen wieder lebendig? Und was bedeutet das für ihre Ehe? Gleichzeitig muss sich Mina mit Lucas Abnabelung und dem langsamen Abschied von ihrem Vater auseinandersetzen.Für Luca ist dieser Sommer ebenfalls ein Wendepunkt. Sie lernt endlich ihren leiblichen Vater kennen und entdeckt mit ihm und ihrem Großvater Ellis das Leben auf einem Hummerboot – ein starker Kontrast zu ihrem bisherigen Alltag in Seattle. Schnell wird sie zu einem Bindeglied zwischen den verschiedenen Generationen und Familien. Ellis und Richard waren früher beste Freunde und finden nach all den Jahren mühelos wieder zueinander. Sie können über alles reden, aber genauso gut gemeinsam schweigen, aufs Meer schauen und dabei einen Joint rauchen. Eine Freundschaft, die Jahrzehnte überdauert und zeigt, dass manche Verbindungen eben doch nicht verschwinden, selbst wenn das Leben dazwischenkommt.Anders als im ersten Band „Die Hummerfrauen“ kommt diesmal mit Ellis auch ein männlicher Protagonist zu Wort. Er war unmittelbar von dem Unglück betroffen, wegen dem Judith und Richard nie auf die Insel zurückgekehrt sind. Ellis' Frau hat ihn nach den Ereignissen verlassen. 37 Jahre später stellt sich die Frage: Sind die beiden nun bereit, sich ihrer gemeinsamen Vergangenheit und einem möglichen Wiedersehen zu stellen?Und genau darum geht es in diesem Roman immer wieder: um das, was war, und ob man Vergangenes tatsächlich hinter sich lassen kann.Mit Minas Familie kehren nicht nur alte Erinnerungen und Gefühle nach Eagle Island zurück. Auch die Bewohner der Insel werden mit den Ereignissen von damals konfrontiert. Was ist wirklich passiert? Welche Entscheidungen haben die Leben aller verändert? Und ist es nach so vielen Jahren möglich, endlich reinen Tisch zu machen und mit der Vergangenheit abzuschließen?Die Geschichte wird aus vielen unterschiedlichen Perspektiven erzählt, die sich abwechseln. Selbst die verstorbene Ann bekommt eine Stimme – allerdings im Sommer 2004, als Mina und Luca bei ihr lebten. Dadurch ergeben sich interessante Rückblicke auf den ersten Band. Für meinen Geschmack waren es allerdings stellenweise zu viele Perspektivwechsel und Rückblenden, wodurch die Geschichte für mich zeitweise an Tempo verlor. So richtig Fahrt aufgenommen hat sie erst im letzten Drittel. Trotzdem habe ich den Roman sehr gern gelesen.Was mich trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – an dem Buch gehalten hat, ist die Atmosphäre. Beatrix Gerstberger schreibt wunderbar bildhaft über Maine, das Meer und die Hummerfischerei. Man spürt ihre Liebe zu diesem besonderen Landstrich und zu den Menschen, die dort leben. Gleichzeitig ist die Geschichte viel mehr als eine Familiengeschichte: Sie beschäftigt sich mit großen Fragen des Lebens – mit richtig und falsch, mit Entscheidungen, die ein Leben beeinflussen und verändern können, und mit dem Mut, zu bleiben oder zu gehen.„Hummerjahre“ hat für mich nicht ganz die Sogwirkung des ersten Bandes entwickelt. Trotzdem habe ich die Rückkehr nach Eagle Island sehr gern angetreten. Vor allem die Figuren, die besondere Atmosphäre und die leisen Zwischentöne haben mich immer wieder zurück auf die Insel gezogen. Nicht jede Geschichte muss rasant sein, um nachzuwirken. Manche brauchen eben ihre Zeit, so wie manche Lieben.Und dann wäre da natürlich noch die wirklich entscheidende Frage: Lebt der Hummer Mr. Darcy noch? Das müsst ihr schon selbst herausfinden.
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Willkommen zurück in Maine!
Hier wurde Beatrix Gerstberger zu ihren Romanen über die Hummerfrauen inspiriert
Maine liegt in der nordöstlichsten Ecke der USA, da wo es nicht mehr weitergeht, es sei denn, man will nach Kanada. Es gibt dort riesige Wälder, ein paar beeindruckende Berge, den Acadia National Park, eine zerklüftete, endlos lange felsige Küste mit Bilderbuchdörfern, eiskaltes Atlantikwasser und 3000 Inseln. Maine ist bekannt für seine wilden Blaubeeren, die strahlendweißen Leuchttürme – und natürlich für seinen Hummer. Von ihm lebt auch heute noch ein Großteil der Küstenbevölkerung, er gilt als der schmackhafteste der Welt und wird überall in Buden am Straßenrand angeboten. Warnung an Touristen: Die Menschen in diesem Bundesstaat nehmen kein Blatt vor den Mund und sprechen mit einem nur ihnen verständlichen einzigartigen Akzent. Was man hier unbedingt machen sollte: einen Ausflug mit einem der historischen Windjammer in der Hafenstadt Camden, das jährliche Hummerfestival in Rockland besuchen und schließlich ein paar Tage auf Monhegan Island verbringen – wegen des ganz besonderen Lichts lange Zeit ein beliebtes Ziel für Maler und andere Künstler.
Ihre Auszeit mit den Hummerfrauen
Machen Sie mit und gewinnen Sie Ihre »Auszeit mit den Hummerfrauen«-Wohlfühlpreise
In ›Hummerjahre‹ kehren wir zurück an die Küste von Maine nach Stone Harbor und auf Eagle Island. Wir treffen Julie wieder, die nach schweren Verlusten einen Weg aus der Einsamkeit sucht. Mina lebt inzwischen mit ihrer Familie in Seattle, doch die Vergangenheit lässt sie nicht ganz los. Und Luca steht an der Schwelle zum Erwachsenwerden – mit dem starken Wunsch, dorthin zurückzukehren, wo alles begonnen hat.
Um die Rückkehr nach Eagle Island gebührend zu feiern, verlosen wir folgende Wohlfühlpakete:
- Hauptpreis: 2x eine WellCard im Wert von 250 € sowie ein Exemplar von ›Hummerjahre‹ (Hardcover) und ein Exemplar von ›Die Hummerfrauen‹ (Taschenbuch)
- Nebenpreis: 3x ein Hummerfrauen-Schal sowie ein Exemplar von ›Hummerjahre‹ (Hardcover) und ein Exemplar von ›Die Hummerfrauen‹ (Taschenbuch)
Um am Gewinnspiel teilzunehmen, füllen Sie das untenstehende Formular aus und beantworten Sie folgende Frage: Welche Figur aus der ›Hummerfrauen‹-Welt würden Sie gern einen Tag begleiten – und wohin würde es Sie führen: aufs Meer, nach Eagle Island oder nach Stone Harbor?
Das Gewinnspiel endet am 30. September um 23:59 Uhr. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.