Coverbild Giovannis Zimmer von James Baldwin, ISBN-978-3-423-28217-8
Leseprobe

Giovannis Zimmer

Baldwins berühmtester Roman - neu übersetzt
Hardcover
20,00 EURO
E-Book
18,99 EURO
Keine Liebe ist jemals unschuldig

Im Paris der Fünfzigerjahre lernt David, amerikanischer Expat,in einer Bar den reizend überheblichen, löwenhaften Giovanni kennen. Die beiden beginnen eine Affäre – und Verlangen und auch Scham brechen in David los wie ein Sturm. Dann kehrt plötzlich seine Verlobte zurück. David bringt nicht den Mut auf, sich zu outen. Im Glauben, sich selbst retten zu können, stürzt er Giovanni in ein Unglück, das tödlich endet.

Baldwin brach mit ›Giovannis Zimmer‹ 1956 gleich zwei Tabus: Als schwarzer Schriftsteller schrieb er über die Liebe zwischen zwei weißen Männern. Sein amerikanischer Verlag trennte sich daraufhin von ihm, seine Agentin riet ihm, er solle das Manuskript verbrennen. Heute gilt ›Giovannis Zimmer‹ als Baldwins berühmtester Roman.

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dtv Literatur
Mit einem Nachwort von Sasha Marianna Salzmann
Übersetzt aus dem amerikanischen Englisch von Miriam Mandelkow
208 Seiten, ISBN 978-3-423-28217-8
Autorenporträt
Portrait des Autors James Baldwin

James Baldwin

James Baldwin (1924-1987), in New York geboren, war und ist vieles: ein verehrter, vielfach ausgezeichneter Schriftsteller und eine Ikone der Gleichberechtigung aller ...
Übersetzerporträt
Portrait des Autors Miriam Mandelkow

Miriam Mandelkow

Miriam Mandelkow ist eine vielfach ausgezeichnete Übersetzerin. Sie wurde 1963 in Amsterdam geboren und lebt heute in Hamburg. Zuletzt erschienen in ihrer Übersetzung ...

Preise und Auszeichnungen

Förderpreis für Literatur und literarische Übersetzungen der Stadt Hamburg
2018 - Förderpreise für Literatur
Autorenspecial
Special

James Baldwin

»Nicht alles lässt sich ändern, aber nichts ändert sich von selbst.« James Baldwin – das ist Selbstbestimmung, ist Mut, ist Bewegung. In den USA eine Ikone.

Pressestimmen

Miriam Mandelkow im Gespräch mit Gesa Ufer, Deutschlandfunk Kultur, Mai 2020
»Um sich in die Musikalität, die Baldwins Sprache innewohnt, einzufinden, sei ihre Art zu übersetzen eine sehr körperliche, sagt Mandelkow.«
Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis 2020, Aus der Pressemitteilung des Freundeskreises zur Förderung literarischer und wissenschaftlicher Übersetzungen e.V., Mai 2020
»Miriam Mandelkow setzt mit ihrer kraftvollen und klugen Neuübertragung die Wiederentdeckung des amerikanischen Klassikers Baldwin fort, die wir in entscheidendem Maß ihr verdanken.«
Maria Christina Piwowarski, Ocelot, radioeins.de, März 2020
»Nach knapp 65 Jahren erscheint ein Klassiker der queeren Literatur erneut!«
Ulrich Rüdenauer, Deutschlandfunk, Büchermarkt, März 2020
»Baldwins Ton, emotional, aber nicht pathetisch, spürt der Trauer und der Liebesunfähigkeit der Figuren nach.«
Philipp Haibach, Die Welt, März 2020
»1956 erscheint der Roman eines schwarzen Schwulen über zwei weiße, schwule Männer: das definitive - weil ein ästhetisches Argument - in der Cultural-Appropriation-Debatte.«
Tilman Krause, Die Welt, März 2020
»Herz und Schmerz in Cinemascope. Aber Achtung: Darunter lauert eine messerscharfe Analyse toxischer amerikanischer Heteronormativiät.«
Börsenblatt, Heft 10/2020
»Für die Friedenspreisträgerin Carolin Emcke ›einer der beeindruckendsten Autoren des 20. Jahrhunderts‹.«
Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung, Februar 2020
»Interessant und gegenwärtig bleibt das Buch auf der Ebene der Psychologie, und hier geht es doch wieder um Identität.«
Markus Reiter, Stuttgarter Zeitung, Februar 2020
»Eine so poetische, selbstbewusste Sprache, ein so intimer Blick wie bei Baldwin findet sich 63 Jahre später bei Ocean Vuong wieder.«
Tilman Krause, Die Welt/Die Literarische Welt, Februar 2020
»Kampf um Emanzipation und Selbstbestimmung: Endlich wird das Werk von James Baldwin wiederentdeckt.«
Ulrich Rüdenauer, SWR2, Lesenswert, Februar 2020
»James Baldwins ›Giovannis Zimmer‹ von 1956 ist ein wagemutiger Roman über den Verlust der Unschuld.«
Frank Dietschreit, rbbKultur, Februar 2020
»Dass diese sensible und provokante Stimme jetzt wieder in der eleganten und kraftvollen Übersetzung von Miriam Mandelkow vor uns liegt, ist ein Geschenk.«
Marko Martin, Deutschlandfunk Kultur, Lesart, Februar 2020
»Was für eine (Wieder-)Entdeckung, was für ein Roman!«
Lothar Schröder, Rheinische Post, Februar 2020
»Das ist eine der aufregendsten Neuerscheinungen in diesem Jahr.«
Maike Albath, Jazz Podium, Nr. 7/8/2020
»Seine Bücher und Essays, oft auf seinen Lebensumständen fußend, dienten als Folie fürs Erwachen afroamerikanischen Selbstbewusstseins.«
Gustav Teschner, meine-news.de, Juni 2020
»Große Literatur eines besonderen Menschen! Klare Leseempfehlung!«
Jürgen Kanold, Südwest Presse, Mai 2020
»Baldwins Roman ist auch als Zeitdokument entdeckenswert.«
Detlef A. Ott, Just for Swing Gazette, Mai 2020
»Nun liegt in der vorbildlich editierten Reihe von Baldwins Schriften bei dtv diese sprachlich wunderbare Neuübersetzung von Miriam Mandelkow vor.«
Fabian Hischmann, sissymag.de, April 2020
»Hier wird einem eindrucksvoll vor Augen geführt, wie schonungslos und detailliert man über eine toxische Beziehung, über Liebeskummer schreiben kann.«
Alex Dengler, denglers-buchkritik.de, April 2020
»James Baldwin hat einen eindringlichen Sound – Literatur die klingt!«
Petra Reich, literaturreich.de, März 2020
»Auch mehr als dreißig Jahre nach James Baldwins Tod 1987 ist sein Werk hochaktuell, seine literarische Bedeutung immens und auf weitere Neuübersetzungen von Miriam Mandelkow bei DTV darf man sich freuen.«
schreiblust-leselust.de, März 2020
»Eine der größten, traurigsten, faszinierendsten Liebesgeschichten der Literatur.«
Hermann Barth, in München, 05.-18.03.2020
»Ein Must have!«
Bernd Kielmann, Buch-Magazin, März 2020
»Heute gilt ›Giovannis Zimmer‹ als Baldwins berühmtester Roman.«
Iris Hetscher, Weser Kurier, Februar 2020
»Ein uneingeschränkter Genuss ist zudem die Neuübersetzung. Miriam Mandelkow hat den zart poetischen Ton und die starken Bilder, die Baldwin findet, wunderbar ins Deutsche übertragen.«
Almut, literatopia.de, Februar 2020
»James Baldwin erzählt in ›Giovannis Zimmer‹ zwei Liebesgeschichten, die auf ähnliche Weise den Begriff der Liebe zur Disposition stellen.«
Fabian Schäfer, queer.de, Februar 2020
»Es ist ein großes Glück, dass der Verlag dtv die Werke Baldwins knapp über 30 Jahre nach dessen Tod wiederentdeckt hat und neu übersetzen ließ.«

Leserstimmen

Ihre Meinung
»„Dies ist die Geschichte von David und Giovanni..“ Paris, Anfang der 1950er Jahre. Der junge Amerikaner David genießt in der Hauptstadt Frankreichs das „savoir vivre“, lebt von den Zuwendungen seines Vaters. Er hat eine Verlobte, Hella. Doch als diese eine Reise durch Spanien unternimmt, begegnet David Giovanni und beginnt mit diesem eine leidenschaftliche und nicht minder verhängnisvolle Affäre. Die Geschichte von David und Giovanni ist vor allem eine Geschichte über Begierde, Begehrlichkeiten, Scham und Schuld. Der afroamerikanische Schriftsteller James Baldwin bricht 1956 mit seinem Roman „Giovannis Zimmer“ gleich zweimal ein Tabu. Er schrieb über die homoerotische Beziehung zweier Männer zueinander. Und diese beiden Männer sind weiß. Man muss diesen Roman wohl mit dem Auge der damaligen Zeit lesen. Denn aus heutiger Sicht sollten gleichgeschlechtliche Beziehungen keine besondere Aufregung mehr hervorrufen. Die eigentliche Verworfenheit aber, nämlich Davids Art und Weise einem Begehren zu folgen, diesen zu verleugnen, sich, wenn es darauf ankommt nicht zu deklarieren, einen Menschen in Abhängigkeit zu sich selbst zu bringen und diesen dann im Stich zu lassen, diese Verworfenheit ist zeitlos. David ist so ganz der „All American Boy“, aus gut situierter Familie, sauber, bieder, brav. Er ist einer der ausgezogen ist um… Ja was? Sich zu finden, zu lernen zu lieben? David wuchs ohne Erinnerung an seine Mutter auf, sie starb als er noch als er klein war. Zu lieben hat er wohl nie gelernt. Vom Vater hat er ein Bild des „richtigen Mannes“ vermittelt bekommen, einer der mit Frauen zugange ist, der gerne trinkt, der das sagen hat. Auch gegenüber seiner Schwester Ellen, die nach dem Tod von Davids Mutter, mit an der Erziehung Davids beteiligt war. „Ein Mann, sagte Ellen knapp, ist nicht dasselbe wie ein Stier. Gute Nacht!“ David geht also nach Frankreich, wo Amerikaner finanziell im Nachkriegseuropa ein leichtes Leben führen können. Er geht „…vielleicht…mich selbst zu finden…. Das ist eine interessante Wendung, die es meiner Meinung in keiner anderen Sprache gibt und die ganz gewiss nicht das heißt, was sie behauptet, sondern den bohrenden Verdacht nahelegt, dass etwas verlegt wurde.“ Als David Giovanni eines Nachts in einer Bar kennen lernt, ist alles nur Trieb und Begierde. Zumindest von seiner Seite. Denn Giovanni liebt David, aber David bekennt sich nicht. Sie ziehen sogar zusammen, in Giovannis Zimmer. Das Zimmer wird Sinnbild dieser Beziehung, klein, schmutzig, dekadent. Es ist eine Beziehung, die tragisch endet. Und David findet sich, ja wo „in times of troubles“, allein, verlassen. Es sind sehr ambivalente Gefühle, die James Baldwin zu David herbeischreibt. Baldwins ausdrucksstarke Sprache – wenn man dem Nachwort zu diesem Roman von Sasha Marianna Salzmann folgt, weiß der Autor auch ganz genau, wovon er spricht - trifft mit ganzer Wucht.«
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