#London Whisper – Als Zofe ist man selten online
Ein Austauschjahr in London, eine verbotene Mitternachtsparty – besser kann ihr Leben nicht werden, meint Zoe. Doch dann wacht sie auf und ist plötzlich im Jahr 1816 gelandet, als Zofe der jungen Miss Lucie!
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#London Whisper – Als Zofe ist man selten online
Ein Austauschjahr in London – besser kann ihr Leben nicht werden, meint Zoe. Doch dann wacht sie nach einer Party auf und ist plötzlich im Jahr 1816 gelandet, als Dienstmädchen der schüchternen Miss Lucie! Und die hat eine Heidenangst vor ihrem Debüt bei der Ballsaison. Aber keine Sorge, Zoe weiß Rat. Der erste Ball naht, Zoe lässt Miss Lucie erstrahlen und trifft dort auf den jungen Lord Falcon-Smith. Wie sich herausstellt, ist er ebenfalls ein Zeitreisender. Um wieder in ihre Zeit zurückzukehren, müssen die beiden notgedrungen zusammenarbeiten …
Romantisch, magisch, unwiderstehlich!
Bibliografische Daten
1. Auflage
Aniela Ley
Aniela Ley war von Kindesbeinen an ein Bücherwurm, getrieben von der Hoffnung, dass sich zwischen den Buchdeckeln ein Tor in eine fantastische Welt öffnet. Nachdem sie als Autorin viele solcher Buchwelten selbst schöpfen durfte, weiß sie, dass dieses Tor immer dort ist, wo gelesen wird.
3 - 10 von 117 Leserstimme
Eine Geschichte, die einfach nur Spaß macht…
Als ich das Cover das erste Mal sah, hab ich mich direkt verliebt. Es ist wunderschön. Und auch der Klappentext hat mich nicht enttäuscht. So bin ich also voller Vorfreude in Zoes Zeitreise gestartet… und um es vorweg zu nehmen, wurde nicht enttäuscht.Zoe ist aus Deutschland und verbringt ein Jahr in einem Internat in London. Während einer Mitternachtsparty und etwas zu viel Erdbeerlikör, landet sie plötzlich im 19. Jahrhundert als Zofe der süßen Miss Lucie. Zoe darf sich ab jetzt Traudelwald nennen und der Spaß beginnt. Mit viel Humor, frechen Sprüchen und klugen Ratschlägen gelingt es ihr, Miss Lucie Stück für Stück aus ihrem Schneckenhaus zu locken.Zoe ist super sympathisch, ein wenig frech und immer gut drauf. Ein Sonnenschein. Damit gelingt es ihr auch, ihre Mitmenschen für sich zu gewinnen, insbesondere Miss Lucie. Sie weiß immer einen Rat und ist damit überaus unterhaltsam für den Leser/die Leserin. Sie versucht sich zwar in ihre Rolle als Zofe zu finden, doch immer wieder bricht „die Zoe“ aus ihr heraus. Sie lässt sich nicht unterkriegen und weiß immer zu parieren. Für ihr Alter fand ich sie authentisch. Ich muss aber anmerken, dass sie mir etwas zu perfekt war. Außer, dass sie eine Zeitreisende ist, hat sie eigentlich keine Probleme bzw. findet für alles sofort eine Lösung. Trotzdem war ihre gute Laune ansteckend und ich habe sie in mein Herz geschlossen.Auch Miss Lucie ist super süß. Man konnte sie in ihrem Verhalten total gut nachvollziehen und sie hat eine wunderbare Entwicklung durchgemacht.Hayden fand ich auch sofort sympathisch und er und Zoe würden ein tolles Paar abgeben, verbunden durch das gleiche Schicksal.Die anderen Nebenfiguren haben mir auch gut gefallen, aber Miss Lucies „kleiner Begleiter“ hatte es mir am meisten angetan.Die Handlung war super. Es war durchweg spannend, mit vielen kleinen und größeren Konflikten und überraschenden Wendungen. Die Geschichte ist absolut unterhaltsam und hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Der Schreibstil ist wundervoll. Alles liest sich locker und flüssig. Die Dialoge sind frisch, frech und sehr unterhaltsam. Die Beschreibungen der Settings und die atmosphärischen Beschreibungen haben mich in die Geschichte gezogen. Ich war voll dabei. Auch die emotionale Ebene fand ich in Anbetracht der Zielgruppe super gelungen.Von mir erhält dieses Buch ein ganz klare Kaufempfehlung (4,5/5 Sterne), weil es einfach nur Spaß macht, es zu lesen, weil es frisch ist, sowohl in der Handlung als auch im Ausdruck und weil die Figuren so sympathisch sind. Ein halbes Sternchen ziehe ich ab für Zoe. Ich fand sie an sich richtig toll, nur hätte ich mir auch ein paar Schwächen gewünscht. Das hat mein Lesevergnügen jedoch nicht gestört.Vielen Dank an Aniela Ley und den dtv-Verlag für diese äußerst unterhaltsame Geschichte.
Bridgerton für junge Fantasyliebhaber!
Bei „#London Whisper“ habe ich zuerst an die Edelsteintrilogie von Kerstin Gier gedacht und hatte eben auch solche Erwartungen. Von diesen bin ich jedoch schnell zurückgetreten, denn das Buch ist so anders. „#London Whisper“ ist voller Mädchenpower und diese wird versprüht von der fabelhaften Protagonistin Zoe. Zoe landet plötzlich im Jahr 1816 und soll als Zofe der jungen Miss Lucie zur Seite stehen. Sie hat natürlich im Geschichtsunterricht ein paar Details über diese Zeit gelernt, doch viele Gegebenheiten entdeckt sie erst mitten im Geschehen. Zoe ist eine starke Protagonistin, die trotz der ungewohnten Umgebung ihr Ding durchzieht und dabei hilft, anderen Mädchen Mut zu machen, über verpönte Themen zu sprechen und sich als Frau in der Welt wiederzufinden. Hier werden viele Themen angesprochen, die die junge Generation auch heute beschäftigt. Zoe tut dies mittels eines geheimen Kettenbriefs, der mich schon sehr an Lady Whistledown aus Bridgerton erinnert hat. Insgesamt ist es einfach unfassbar unterhaltsam mitzuerleben, wie Zoe das 19. Jahrhundert etwas aufmotzt und hier und da ein Touch 2022 mit einbringt. Während Zoe als Zofe richtig aufblüht, muss sie natürlich trotzdem herausfinden, weshalb sie überhaupt in der Zeit gesprungen ist und wie sie wieder zurückkommt. Auf einem Ball lernt sie Hayden kennen, der ebenfalls aus der Gegenwart kommt und mit dem sie dem Mysterium auf die Spur geht. Es knistert ein wenig (eben auf kindlicher Ebene) zwischen den beiden. Die Romanze ist dabei ganz zart und überhaupt nicht übertrieben, wie es für die Zielgruppe perfekt ist. Gerade die Dialoge zwischen den beiden haben mich oft zum Lachen und Schwung in die Handlung gebracht. Die Sprache ist sehr jugendlich und im Social-Media-Stil, was super zu dem Buch passt. Meine einzige Kritik gilt dem Ende. Ach, ich hab ja eigentlich kein Problem mit Cliffhängern, doch hier stockt das Buch mitten in der Handlung. Ich hatte nicht das Gefühl, dass der Handlungsstrang so richtig abgeschlossen war und hätte mir noch etwas mehr am Ende gewünscht.
Bridgerton für junge Fantasyliebhaber!
Bei „#London Whisper“ habe ich zuerst an die Edelsteintrilogie von Kerstin Gier gedacht und hatte eben auch solche Erwartungen. Von diesen bin ich jedoch schnell zurückgetreten, denn das Buch ist so anders.
„#London Whisper“ ist voller Mädchenpower und diese wird versprüht von der fabelhaften Protagonistin Zoe. Zoe landet plötzlich im Jahr 1816 und soll als Zofe der jungen Miss Lucie zur Seite stehen. Sie hat natürlich im Geschichtsunterricht ein paar Details über diese Zeit gelernt, doch viele Gegebenheiten entdeckt sie erst mitten im Geschehen. Zoe ist eine starke Protagonistin, die trotz der ungewohnten Umgebung ihr Ding durchzieht und dabei hilft, anderen Mädchen Mut zu machen, über verpönte Themen zu sprechen und sich als Frau in der Welt wiederzufinden. Hier werden viele Themen angesprochen, die die junge Generation auch heute beschäftigt. Zoe tut dies mittels eines geheimen Kettenbriefs, der mich schon sehr an Lady Whistledown aus Bridgerton erinnert hat. Insgesamt ist es einfach unfassbar unterhaltsam mitzuerleben, wie Zoe das 19. Jahrhundert etwas aufmotzt und hier und da ein Touch 2022 mit einbringt.
Während Zoe als Zofe richtig aufblüht, muss sie natürlich trotzdem herausfinden, weshalb sie überhaupt in der Zeit gesprungen ist und wie sie wieder zurückkommt. Auf einem Ball lernt sie Hayden kennen, der ebenfalls aus der Gegenwart kommt und mit dem sie dem Mysterium auf die Spur geht. Es knistert ein wenig (eben auf kindlicher Ebene) zwischen den beiden. Die Romanze ist dabei ganz zart und überhaupt nicht übertrieben, wie es für die Zielgruppe perfekt ist. Gerade die Dialoge zwischen den beiden haben mich oft zum Lachen und Schwung in die Handlung gebracht.
Die Sprache ist sehr jugendlich und im Social-Media-Stil, was super zu dem Buch passt.
Meine einzige Kritik gilt dem Ende. Ach, ich hab ja eigentlich kein Problem mit Cliffhängern, doch hier stockt das Buch mitten in der Handlung. Ich hatte nicht das Gefühl, dass der Handlungsstrang so richtig abgeschlossen war und hätte mir noch etwas mehr am Ende gewünscht.
Schwacher Mittelteil
Gestaltung Die Gestaltung des Buches ist sehr gelungen. Mir gefällt das Cover sehr gut, da es das alte Zeitalter mit dem modernen Jahrhundert vereint und so bereits auf die Zeitreise hindeutet. Außerdem finde ich schön, dass im Buch die whisper Briefe von Zoe auch als solche abgedruckt wurden. Das ist nochmal ein kleines extra, selbst wenn ich finde, dass die Briefe mit voranschreiten der Kapitel nicht mehr ins Buch und ins Geschehen hineinpassen. Schreibstil Der Schreibstil ist ganz ok. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin mehr in älterer Sprache schreibt, besonders wenn sich die Figuren unterhalten, um die Atmosphäre besser herzustellen. Ansonsten ist der Stil flüssig und angenehm, aber nicht fesselnd und vorantreibend. Handlung und Figuren Die Handlung hat mich total enttäuscht. Obwohl es großartig losgeht, wird es erst zum Ende des Buches wieder wirklich spannend. Der Mittelteil ist leider kaum spannend, wenig glaubwürdig und etwas langweilig und langatmig. Zoes Verhalten ist mir besonders negativ aufgefallen. Sie lebt einfach weiter und versucht zunächst gar nicht erst herauszufinden, warum sie in der Zeit zurück gereist ist oder wie sie wieder zurück kommt. Erst als Lord Falcon-Smith, ein weiterer Zeitreisender, auftaucht kommt etwas Spannung ins Geschehen, aber auch nur schleppend und viel zu spät. Fazit Das Buch hat mir um großen und ganzen gut gefallen, wenn ich ein Auge zudrücke und von den Schwächen absehe. Die Handlung geht nur schleppend voran, ist nicht sehr glaubwürdig und hat zu viel unausgeschöpftes Potenzial. Doch durch das gute Ende und den fiesen Cliffhanger möchte ich trotzdem noch die Reihe weiterverfolgen.
Die Party endet unerwartet...
Die Party endet unerwartet...Ab und an darf es auch mal ein Buch aus dem Genre Jugendliteratur sein – wenn ich mich nicht so gut konzentrieren kann zum Beispiel, denn zumeist sind diese Jugendbücher ja leicht zu lesen und leicht und locker unterhaltend und das tut von Zeit zu Zeit auch mal gut, einfach „etwas runter zu lesen“, ohne großartig strategisch mitdenken zu müssen und das meine ich gar nicht negativ, im Gegenteil. Auch diese Bücher finden immer wieder mal meine Zustimmung und das sehr gerne !Aniela Ley hat auf 336 Seiten eine wirklich unterhaltsame Geschichte erzählt: Zoe macht gerade ein Austauschjahr im schönen London, als sie sich kurioserweise nach einer Party mit einem Mal im Jahre 1816 wiederfindet und dort als Dienstmädchen !Na, da ist was los ! Zoe lebt sich erstaunlich schnell ein und stellt sich der neuen Situation ebenso erstaunlich mutig entgegen. Doch natürlich möchte sie zurück – doch dafür braucht sie die Hilfe eines anderen Zeitreisenden...Die Romantik stimmt hier, ohne in den Kitsch abzudriften, die Geschichte ist magisch und sehr unterhaltsam. Die Figuren wie auch die Schilderung der Vergangenheit wirkten auf mich sehr authentisch und gut durchdacht.Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen !
Ein Blick in den Spiegel
Bewertet mit 3.5 Sternen... und nichts ist mehr wie es warZum Buch:Im einen Moment feiert Zoe, die ein Auslandsjahr in London macht, noch auf dem Speicher ihrer Schule ein verbotene Mitternachtsparty, im nächsten Moment wacht sie im selben Haus nur mehr als zweihundert Jahre früher auf.Was ist da passiert? Warum befindet sie sich als Zofe der schüchternen Miss Lucie in der Vergangenheit? Und vor allem, wie kommt sie wieder zurück?Meine Meinung:Ich sah das Cover, las den Klappentext und wusste, das Buch will ich lesen. Ich liebe Zeitreisegeschichten.Die Geschichte beginnt auch ganz gut, die heimliche Party, die Entdeckung des Spiegels und der Sprung in die Vergangenheit, den Zoe zuerst als lebhaften Traum abtut.Dann ist sie in der Vergangenheit und dann passierte erstmal nicht mehr so viel, ich fand es ein wenig langatmig und auch fast ein bisschen fad. Was mich aber am meisten verunsicherte waren die doch sehr häufigen Parallelen zu einer sehr erfolgreichen Serie, nebst Briefen, die für mich so überhaupt keinen Sinn machten. Die Figuren blieben weit hinter meiner Erwartung zurück.Auch fand ich das Zoe sich ein wenig zu einfach in die Vergangenheit eingelebt hatte und das auch niemand sich wunderte.An dem letzten Drittel wurde es dann doch noch ganz spannend und endete leider mit einem fiesen Cliffhänger. Dabei hoffte ich doch zu Beginn der Lektüre das es sich um einen Einzelband handelt.Ich denke aber, Kinder um die zwölf werden mit dem Buch sicher ihre Freude haben.
Zeitreise mal anders!
In "#London Whisper" reisen wir mit Zoe in ein Auslandsjahr und kaum sind wir angekommen, landen wir plötzlich im London des 19. Jahrhunderts.Wie wir dahin gekommen sind? Wissen wir nicht genau! Aber es gibt so viel zu entdecken! Als Zofe hat Zoe viel zu tun und viel zu lernen!Die Geschichte entwickelt sich langsam, Zoe muss sich schließlich erst in einem fremden Jahrhundert zurecht finden. Aber bei der Hälfte des Buches nimmt die Entwicklung ihren Lauf und am Ende war ich total gefesselt!Mich hat die Zeitreise Geschichte sehr an die Edelsteintrilogie erinnert, aber die Handlung ist völlig anders. Dennoch gibt es natürlich auch einen männlichen Zeitreisebegleiter und mal ehrlich, ohne den wäre die Geschichte vielleicht auch langweilig.Wer also Zeitreisegeschichten mag und gerne in andere Zeiten eintaucht, kann beruhigt nach diesem Buch greifen!Ich für meinen Teil, kann Band 2 kaum erwarten!
Unterhaltsamer Zeitreise-Roman für Jugendliche
Zoes sehnlichster Wunsch, ein Austauschjahr an einer Schule in London zu absolvieren, hat sich erfüllt. Sie genießt das Leben, postet eifrig darüber und organisiert geheime Mitternachtspartys. Nach einer dieser Partys wacht sie im Jahr 1816 auf und steht in den Diensten der Familie Arlington. Als Zofe soll sie die junge und sehr schüchterne Miss Lucie durch ihre erste Ballsaison begleiten. Obwohl Zoe das alles für einen Traum hält, stürzt sie sich mit Begeisterung in die Aufgabe und unterstützt Miss Lucie in jeglicher Hinsicht. Bei einer Veranstaltung trifft Zoe den jungen Lord Falcon-Smith. Schon bald stellt sich heraus, dass er ebenfalls in ein Zeitreisender ist. Um in ihre Zeit zurückzukehren, müssen die beiden nun versuchen, gemeinsam einen Weg zu finden...."Als Zofe ist man selten online" ist der Auftaktband der London-Whisper-Reihe, in der die Jugendliche Zoe sich plötzlich im Jahre 1816 in London befindet. Die Reihe richtet sich an junge Leserinnen und Leser ab 12 Jahren. Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen und passt deshalb perfekt zur Zielgruppe. Zoe ist eine sympathische Hauptprotagonistin, die das Herz am rechten Fleck hat. Auch wenn man zuweilen das Gefühl hat, dass es Zoe ein wenig zu leicht gelingt, sich in der Vergangenheit zu behaupten, macht es einfach Spaß, sich auf diese jugendliche Zeitreise einzulassen.Im Verlauf der Handlung trifft Zoe auf Hayden, einen weiteren Protagonisten, den es in diese Zeit zurückgeworfen hat. Gemeinsam wollen die beiden das Rätsel ihrer Zeitreise ergründen und versuchen, wieder in ihre Zeit zurückzukehren. Doch das scheint gar nicht so leicht zu sein. Da sie schon bald auf einen geheimnisvollen Mann treffen, der zu wissen scheint, dass sie nicht in diese Zeit gehören, wird die Neugier, mehr darüber zu erfahren definitiv geweckt. Es wird also spannend. Da Zoe zunächst nicht weiß, wie sie Hayden einschätzen soll, verfolgt man das humorvolle Geplänkel der beiden amüsiert und muss beim Lesen oft unverhofft schmunzeln. Dadurch liest sich dieser Roman quasi von alleine. Am Ende steigt die Spannung steil an, um allerdings in einem Finale zu gipfeln, das ziemlich abrupt endet und viele, wenn nicht gar alle, Fragen offen lässt. Nichtsdestotrotz wird die Neugier auf die Fortsetzung definitiv geweckt. Ein unterhaltsamer Zeitreise-Roman, der sich an jugendliche oder junggebliebene Leserinnen und Leser ab 12 Jahren richtet.
Ganz toller Reihenauftakt!
Als Zofe ist man selten online ist der Auftakt der #London Whisper-Reihe aus der Feder von Aniela Ley. Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Der Audio Verlag (DAV) als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. SprecherinAls Zofe ist man selten online wird von der bekannten Sprecherin Dagmar Bittner gelesen. Ich habe mittlerweile so einige Hörbücher gehört, die von ihr gelesen werden, und mag ihre Stimme sehr, sehr gerne. Auch hier macht sie wieder einen tollen Job, und trägt maßgeblich dazu bei, dass dieses Hörbuch ein wahrer Ohrenschmaus ist. Meine MeinungNachdem mir die Lia Sturmgold-Bücher von Aniela Ley schon so unglaublich gut gefallen haben, war für mich direkt klar, dass ich auch diese Reihe unbedingt lesen bzw hören muss. Der Schreib-und Erzählstil der Autorin ist wie gewohnt flüssig und angenehm. Ich muss aber ehrlich zugeben, dass ich ein bisschen gebraucht habe, um richtig in die Geschichte rein zu finden. Woran das genau gelegen hat, kann ich nicht sagen, aber es hat letztlich nichts daran geändert, wie sehr ich diese Geschichte genossen habe. Die Idee von Zeitreisen ist natürlich nicht neu, aber wie das hier umgesetzt wird, ist richtig klasse. Mir gefällt die Vorstellung, dass sich sowohl die Figuren, die aus der Gegenwart kommen als auch jene aus der Vergangenheit langsam einander annähern, und unbewusst die Vorzüge der verschiedenen Epoche miteinander vermischen. Mit Zoe hat Aniela Ley außerdem eine charakterstarke, selbstbewusste Protagonistin geschaffen, die man einfach mögen muss. Mir gefällt besonders gut, wie sich die Figur Lucy mit ihrer Hilfe von einem schüchternen, überbehüteten Mädchen langsam zu einer jungen Dame mit Rückgrat und Loyalität entwickelt. Hinzu kommt, dass die Geschichte Humor, Spannung und Tempo miteinander verbindet, und es somit nie langweilig wird. FazitAls Zofe ist man selten online ist ein sehr gelungener Auftakt dieser neuen Reihe, und macht definitiv Lust auf mehr. Ich hoffe inständig, dass der zweite Band der Reihe nicht allzu lange auf sich warten lässt, denn ich möchte natürlich wissen, wie es mit dieser Reihe weitergehen wird. Bis dahin gibt es von mir eine große Empfehlung.
Jung, frech, spannend
Zoe steckt gerade mitten in ihrem Auslandsjahr in London. Sie genießt die Stadt, das Internatsleben und findet neue Freundinnen, mit denen sie unerlaubterweise Mitternachtsbälle veranstaltet. Am Morgen nach so einem Abend wacht Zoe nicht nur an einem anderen Ort, sondern auch in einer anderen Zeit wieder auf. Es ist 1816 und die 15-Jährige tritt ihren ersten Tag als Zofe für die adlige Miss Lucie an und muss direkt einige Therapiestunden leisten, denn Lucie steckt voller Ängste und Unsicherheiten, die es ihr nicht möglich machen, an gesellschaftlichen Ereignissen teilzunehmen. Zoes Rat ist gefragt und als ihr dann auch noch ein anderer Zeitreisender begegnet, setzt sie alles daran, um wieder in ihre Gegenwart zurückzukehren. Ich liebe ja bekanntlich Zeitreisegeschichten und so war diese auch ein absolutes Muss für mich! Denn ein Zeitsprung ins London des beginnenden 19. Jahrhunderts könnte wohl nicht interessanter für so einen Roman sein. Als Zoe mit dem Aufwachen mit einer komplett neuen Realität konfrontiert wird, kommt sie damit erstaunlich gut zu recht. Für ihre 15 Jahre ist sie sehr reif, patent und schlau. Ich mochte sie auf Anhieb und fand, dass sie sich gut geschlagen hatte. Als modernes Mädchen wird sie 1816 mit all den Ungerechtigkeiten konfrontiert, die dem weiblichen Geschlecht der Zeit wiederfahren. Alles Interessante scheint tabuisiert zu sein und so wird auch über Probleme nicht gesprochen. Um das Seelenheil der jungen Damen wieder herzustellen, gibt Zoe die Whisper-Whisper-Briefe heraus, in denen sie wie eine gute Freundin Ratschläge verteilt. Die Briefe gehen in der Gesellschaft viral und auch Miss Lucie schafft es dank Zoe ihre Ängste auszustehen und sogar einen Verehrer an Land zu ziehen. Doch es ist nicht alles eitel Sonnenschein in London, denn eine Geheimgesellschaft hat es auf einen geheimnisvollen Spiegel abgesehen, mit dessen Hilfe in der Zeit gesprungen werden kann. So trifft Zoe auch auf Lord Falcon-Smith, der ebenfalls ein Zeitreisender zu sein scheint. Die Geschichte umfasst knapp 300 Seiten und kommt nicht nur deswegen sehr kurzweilig daher. Ich mochte das komplette Setting und wie Zoe als modernes Mädchen sich als Zofe im Jahre 1816 schlägt. Das war unterhaltsam und hat einfach Spaß gemacht, da es immer wieder zu witzigen Situationen kam. Eine Liebesgeschichte kommt nicht so richtig in Gang, wobei mit unserem Protagonisten, der auch erst nach über einem Drittel auftaucht, viel Potenzial dafür vorhanden wäre. Ich hatte lange wirklich nichts an der Geschichte auszusetzen, doch als sich die letzten 20 Seiten des Buches näherten, wurde ich ein wenig unruhig, weil von einem großen Finale noch nicht viel in Sicht war. Tatsächlich endet das Buch auch schon bevor dieses Finale überhaupt kommen kann und das ist natürlich wahnsinnig unglücklich gewählt. Die Ankündigung für Band 2 ist nämlich noch nirgends zu finden. Die letzten Seiten enden abrupt und der eigentliche Abschluss des Buches wurde als Prolog verfasst, was in diesem Fall nicht viel Sinn ergab. So richtig einstimmen tat dieser nämlich nicht in die Geschichte und noch einmal zum Schluss gelesen, wäre der Epilog ein viel runderer Abschluss für das Buch gewesen. #London Whisper von Aniela Ley ist endlich mal wieder ein junger, frischer Zeitreiseroman, der viel Spaß macht, aber zum Ende hin arg schwächelt. Das große Finale ist eigentlich gar keines und somit muss man auf eine Fortsetzung warten, die nicht mal angekündigt ist…