Raes Leben nimmt eine seltsame Wendung, als sie durch Magie in ihrem Lieblingsfantasybuch gefangen wird – und sie dort die Schurkin ist!
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Long Live Evil
Rae hat sich schon immer in die Welt von Büchern geflüchtet, selbst während ihr reales Leben aus den Fugen geriet. Als sie im Sterben liegt, ergreift sie eine zweite Chance zu leben: Ein magischer Handel, der sie in die Welt ihrer Lieblings-Fantasy-Buchreihe eintreten lässt. Dort steht sie plötzlich dem lebenden und atmenden Objekt ihres Schwärmens gegenüber – dem »Einstigen und Ewigen Kaiser« – und dieser würde sie am liebsten tot sehen. In einem Reich am Rande des Krieges ist sie die Schurkin in seiner Geschichte und muss die Kontrolle über die Handlung übernehmen, bevor diese und der Kaiser die Kontrolle über sie übernehmen – auf die tödliche Weise. Rae glaubt zu wissen, wie die Story verlaufen wird, aber schon bald muss sie erkennen, dass Geschichten ein Eigenleben haben können.
Für alle, die schon einmal in den Schurken eines Romans verknallt waren und deren Lieblingsfarbe Morally Grey ist
Platz 1 der Sunday Times Bestseller-Liste!
»›Long Live Evil‹ ist sowohl eine geniale Auseinandersetzung mit den Freuden und Gefahren von Fiktion als auch ein mitreißendes, romantisches Abenteuer, das es in sich hat. Machen Sie sich bereit, laut zu lachen, in der Öffentlichkeit zu weinen und die Bösewichte anzufeuern, wenn Sarah Rees Brennan in diesem brillanten und verwegenen, subversiven Leckerbissen eines Buches bekannte Tropes mit humorvoller, wilder Freude zerschmettert.« Leigh Bardugo, New-York-Times-Bestsellerautorin von ›Das neunte Haus‹ und ›Das Lied der Krähen‹
»Absolut brillant. Ich kann nicht aufhören, über ›Long Live Evil‹ nachzudenken, das sich an die Spitze meiner Lieblingsfantasyromane aller Zeiten katapultiert hat. Dieses Buch darf man nicht verpassen. Sarah Rees Brennan wird alles, was man über Fantasy zu wissen glaubt, auf den Kopf stellen.« C.S. Pacat, New-York-Times-Beststellerautor:in von ›Dark Rise‹ und ›Die Prinzen‹
»Sarah Rees Brennans brillantes ›Long Live Evil‹ spielt mit klugen Streitdialogen, herrlichen Wortspielen und epischen Kulissen, um eine besondere Geschichte zu erzählen und zu erkunden, wie befreiend es ist als Schurke zu gelten – und vielleicht sogar einer zu werden. Vor allem aber lernen wir Rae kennen, die ihren scharfen Verstand, ihre Loyalität und ihre Hartnäckigkeit einsetzt, um ihrem Schicksal zu entgehen (und gelegentlich eine Musicalnummer aufzuführen).« Holly Black, New-York-Times-Bestsellerautorin von ›The Book of Night‹ und ›Elfenkrone‹
»Bestellt dieses Buch. Glaubt mir. Sarah Rees Brennan hat das Buch geschrieben, auf das die Fantasy-Lesenden gewartet haben.« Jay Kristoff, New-York-Times-Bestsellerautor von ›Empire of the Vampire‹
Bibliografische Daten
2. Auflage
Sarah Rees Brennan
Sarah Rees Brennan wurde in Irland an der See geboren. Nachdem sie mehrere Jahre die Welt bereist und eine Krebserkrankung der Stufe 4 überlebt hat, ließ sie sich dort im Schatten einer 300 Jahre alten Bibliothek nieder. Für ihre Jugendbücher wurde sie bereits mit zahlreichen Preisen und Bestsellerplatzierungen ausgezeichnet.
Kerstin Fricke
Kerstin Fricke lebt in Berlin und arbeitet als freie Übersetzerin und Lektorin von Romanen, Sachbüchern, Graphic Novels und Games.
5 - 10 von 93 Leserstimme
Das Buch auf das ich so lange gewartet habe.
Welcher Buchliebhaber hat sich nicht schon mal gewünscht in einer Fantasy Welt leben zu dürfen?Also ich habe es mir schon ganz oft gewünscht und was ich mir auch oft gewünscht habe, war endlich mal einen Schurken als Protagonisten zu haben.Immer diese Helden und immer diese Happy Ends.Endlich mal böse sein zu dürfen. In diesem Buch wird es wahr.Humorvoll, frech und absolut unterhaltsam.Die Autorin hat es geschafft einen ungewöhnlichen Fantasy Roman zu schreiben. Und das mit einem flüssigen gut zu lesendem Schreibstil.Aber auch Emotionen kommen nicht zu kurz. Das Herz erwartet hier auch eine wilde Achterbahnfahrt und ein auf und ab der Gefühle.Eine wirklich fantastische Protagonistin, die ihre Schurken Ära liebt und lebt. Sich nimmt was sie will und grandiose Pläne schmiedet. Spannend bis zum Ende.Richtig gut hat mir auch Key gefallen, der Leibwächter von Rae.Grausam, aber genauso loyal. Optisch auch ein richtiges Highlight. Ich habe alles daran geliebt-
Böse mit Charme!
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"Moralisch grau" mal anders
Das Cover zeigt die Hauptfigur Rea in ihrer neuen Gestalt mit dem charakteristischen Kleid der "In Blut getauchten Schönheit" auf dem Thron des Königs mit einem zufriedenen Grinsen, und ist somit absolut passend zum Inhalt von LONG LIVE EVIL.Rea die unheilbar krank ist bekommt die Chance ihr Leben zu retten in dem sie in der Welt ihres Lieblingsbuchs eine schier unmögliche Aufgabe löst. Nun wacht sie aber nicht im Körper der Heldin auf sondern in dem der bösen Stiefschwester. Und da alle Personen die ihr begegnen ohnehin nur Fiktion sind beschließt Rea sie alle für ihre Zwecke zu nutzen und so richtig böse zu sein. Aber was passiert wenn diese fiktiven Personen zu Freunden werden, ist man dann immer noch bereit sie zu opfern? Rea ist ein sehr interessanter Charakter, der sich noch dazu in einer absurden Situation wiederfindet, nach all den Jahren der Krankheit, Schwäche und Verluste hat nun die Möglichkeit mit ihrem neuen Körper und ihrem Insider Wissen sich ihr Leben zurück zu erobern und genießt es so richtig "Badass" zu sein. Aber sie ändert mit ihrem Handeln die Gesichte und somit das Leben der vermeidlichen Buchfiguren, und legt dabei ihren wahren Charakter offen. Zum Aufbau des Buches, zu jedem Kapitel gibt es ein Zitat aus dem Buch bevor Rea darin eingetaucht ist und dann liest man wie sich die Handlung ändert, ein brillanter Zug. Der Einstieg in das Buch ist relativ rasch und am Anfang geht es Schlag auf Schlag mit den Nebenfiguren, die Rea ja aus dem Buch kennt und dann persönlich trifft, mit der Zeit gewöhnt man sich an das Tempo. Insgesamt hat mich "Long live Evil" sehr begeistert, es ist etwas Neues für alle die das moralische Grau und Nebenfiguren, die sich in Szene setzen, lieben. Für mich ein Highlight!
Wenn die Handlung aus den Fugen gerät
"Ich mag viele Leute, aber keine Protagonisten. Du weißt doch ganz genau, wo das hinführt. Rasante Verfolgungsjagden, epische Reden, einstürzende Gebäude. Qualen und Verrat. Vielleicht sogar noch ein Drache. Nein, danke! Ich habe keine Lust, gegen einen Drachen zu kämpfen."Rae liegt todkrank im Krankenhaus, als ihr eine Fremde ein ungewöhnliches Angebot macht: Wenn Rae in die Fantasy-Welt der Lieblingsbuchreihe ihrer kleinen Schwester überwechselt, könnte die Blume von Leben und Tod sie heilen! Und tatsächlich findet sich Rae dort wieder, aber nicht als Heldin, sondern in der Rolle einer Schurkin, die am nächsten Tag sterben soll. Rae muss nun doppelt alles daran setzen, sich zu retten. Aber schließlich sind es die Schurken, die die Handlung vorantreiben..."Sie hatte schon öfter gehört, dass Leute fragten: Kommen in Ihren Büchern echte Menschen vor? Allerdings hätte Rae nie gedacht, dass es ernst gemeint sein könnte."Wenn echte Menschen in Bücher reisen, gerät die Handlung ordentlich durcheinander. Es hat mir großen Spaß gemacht, wie Sarah Rees Brennan Tropes bewusst übertreibt, Rae darüber philosophieren lässt, ob auch Nebenfiguren gutaussehend sein können oder ob sie dadurch später automatisch zu Protagonisten werden und andere literarische Anspielungen formuliert. Dass die Autorin selbst lebensbedrohlich erkrankt war und ihre Erfahrungen in die Raes einfließen lässt, verleiht dem Buch eine authentische Tiefe. Endlich wieder ein absolut gelungener, ungewöhnlicher Fantasyroman, auf dessen Fortsetzung ich mich ungemein freue.
Großartiger Isekai-Ansatz!
In die Welt des Lieblingsbuches zu reisen, ist für viele Animes bereits ein gängiges Motiv. Diese nennen sich "Isekai" und ich bin ein sehr großer Fan dieses Formates.Umso erfreulicher war es, als ich erfuhr, dass es nun auch ein Buch mit dieser Prämisse geben wird. Und auch, wenn das Cover nicht unbedingt meinem Geschmack entspricht, konnte ich es kaum abwarten, bis es endlich erschien.Jetzt, wo ich es gelesen habe, muss ich sagen: Ich wurde nicht enttäuscht!Tatsächlich konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. All die Klischees, die wir in einem Fantasyroman zu lieben gelernt haben, werden humorvoll auf die Schippe genommen. Manche Charaktere bekommen nicht einmal einen richtigen Namen, sondern werden in erster Linie mit der ihr zugedachten Funktion angesprochen. Der große Plottwist, der natürlich in keiner Fantasy fehlen darf, wird selbstironisch während des ganzen Buches immer wieder angedeutet, sodass die Lesenden sich immer wieder über die Protagonistin amüsieren können, die es - ganz nach Klischee-Manier - einfach nicht checkt. Lange hat mich ein Buch nicht mehr so zum Lachen gebracht, das trotzdem an Tiefe und Bindung nicht geizt.Dazu kommt ein sehr angenehmer Schreibstil. Meistens ist er klar und unverschnörkelt, nur um dann in den richtigen Momenten mit außergewöhnlichen Formulierungen und Metaphern glänzen zu können.Jetzt schon kann ich kaum die nächsten Bände abwarten. Mehr davon!
Anders als erwartet, und doch hat es meine Erwartungen erfüllt
Das Cover fängt die Geschichte wohl perfekt ein. Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen und doch habe ich etwas gebraucht, um mich in die Geschichte einzufinden. Auch die Charaktere wirken sehr abweisend und in sich gekehrt, was ja an sich erst mal nichts Schlechtes ist, das Leseerlebnis nun allerdings nicht unbedingt einfach gemacht hat (und Gott, das klingt tatsächlich negativer, als ich es meine). Ich mochte viele Parallelen, die zur realen Welt gezogen wurden und auch viele Anspielungen, auch, wenn ein paar weniger sicher auch nicht geschadet hätten. Ich mochte die Charaktere bis zu einem gewissen Punkt recht gerne, habe sie aber dennoch manchmal nicht wirklich zu fassen bekommen. Zwar habe ich den Weltenbau und auch die Geschichte an sich als faszinierend empfunden, wurde aber mehr verwirrt und überfordert zurückgelassen, als dass ich tatsächlich Spaß an dem hatte, was ich gelesen habe (und auch hier klingt es wieder negativer, als ich es meine). Da gab es so einige Szenen, die ich super finde und die mir definitiv Lesespaß bereitet haben, aber die haben eben nicht überwogen. Vielmehr war es eine solide Verteilung.Ich liebe die Idee, in die Welt deiner Lieblingsbücher zu schlüpfen, in die Haut eines Charakters zu fahren und an dessen Stelle die Geschichte aus einer völlig neuen Perspektive wahrzunehmen, und was das betrifft hat mich das Buch definitiv nicht enttäuscht. Man ist hundert Prozent auf der Seite des Bösen und ‚böse zu sein war noch nie so verlockend‘, wie es auf dem Cover so schön heißt, hält sein Versprechen. Zwar mag unsere Protagonistin das Handbuch der Geschichte gelesen zu haben, uns als Leser geht es da allerdings nicht so und das merkt man auch. Zwar wird vieles erläutert und besprochen, in dem Versuch den Leser mitzunehmen, allerdings ist das in meinen Augen nicht immer gänzlich auch gelungen. Auch wenn es da einen roten Pfaden gibt und relativ klar ersichtlich ist, worauf das alles hinauslaufen sollte, habe ich doch das wenigste wirklich kommen sehen und wurde von einem Plottwist nach dem anderen überrascht, denn nicht nur Rae muss erkennen, dass Geschichten ein Eigenleben haben, sondern auch wir als Leser bekommen das hautnah mit. Mir sind nur wenige Charaktere wirklich ans Herz gewachsen, aber irgendwie macht es das für mich auch aus, ich hätte an jedem Punkt der Story einfach aufhören können zu lesen, bin aber dennoch nur so durch die Seiten geflogen. Das Buch ist nicht unbedingt das beste, was ich je gelesen habe, da mache ich niemandem was vor, allerdings war es doch irgendwie gut? So richtig kann ich nicht erklären, was ich denke, weil es etwas wirr ist. Es war nicht gut, aber ich hatte trotzdem enormen Spaß beim Lesen. Würde ich es empfehlen? Wahrscheinlich eher nicht. Aber davon abraten würde ich auch nicht. Ich glaube, an der Stelle muss jeder für sich wissen, ob er es lesen möchte oder nicht.Fazit:Alles in allem hält es, was es verspricht. Wer schon immer einmal die Geschichte aus der Perspektive des Bösewichts lesen wollte, der wird hier definitiv abgeholt. Der etwas wirre Aufbau und die chaotische Geschichte passen beinahe wie die Faust aufs Auge, nur eben nicht auf jedes. Ich für meinen Teil werde mir sicher auch den zweiten Teil anschauen.
epischer Kampf Gut gegen Böse mit viel Herz
Long Live Evil von Sarah Rees Brennan ist eine Fantasy, die zwar den epischen Kampf Gut gegen Böse als Grundgeschichte hat, aber für mich dennoch einiges mehr ist. Angefangen damit, dass die todkranke Rae kurz vor ihrem Ende durch einen schicksalhaften Besuch in ihre Lieblingsfantasy katapultiert wird, um dort ihr Leben durch einen Diebstahl zu retten. Ähm, ja das ist schon mal ein interessanter Ansatz und ich mag den humorigen Schreibstil, der dennoch Tiefe und auch andere Emotionen zulässt. Das Rae dabei in die Schurkin der Geschichte Rahael versetzt worden ist, passt natürlich. Macht es somit sogar noch spannender. Die Figuren sind toll und es macht unheimlich Spaß zu lesen. Allerdings gibt es von mir einen kleinen Kritikpunkt, denn ich verstehe nicht so ganz, warum Rae sich im wahren Leben ebenfalls für die Böse hält. Da fehlt mir dann etwas mehr an Hintergrund, was aber im Endeffekt nicht wirklich kriegsentscheidend für meine Leseempfehlung ist. Denn insgesamt ist die Geschichte gelungen und ich mag auch die romantischen Anklänge in ihr. Ob es ein Happy-End gibt oder eben nicht, verrate ich nicht und ihr solltet lieber selbst lesen. Beachtet jedoch, dass es da einige Dinge gibt, die Euch eventuell triggern könnten.
Spannende Mischung
Ich muss gestehen, dass es ein ganzes Weilchen gedauert hat bis ich vollends in die Geschichte eintauchen konnte aber letztendlich super schnell und am Stück durchlesen konnte.Rae, eine erkrankte Jugendliche erlebt das, was wohl ein jeder Lesers Traum ist - sie kann ich die Welt ihres liebsten Buches schlüpfen und all ihre geliebten oder gehassten Charakter erleben! Spannend daran ist, dass sie auf der Seite der Bösen in der Buchwelt steht und dadurch alle Figuren hinterfragt. Das nenne ich mal cool! Das Buch schneidet sicher auch wichtige Themen wie Schwesternschaft und Krankheit an aber hat mich nicht traurig gestimmt. Eine Mischung aus Fantasy Welt und Alltag spiegelt sich auch in dem Schreibstil der Autorin wieder - anders aber gelungen!Ich würde euch daher empfehlen, das Buch zu lesen und unbedingt den Tipp geben auch dran zu bleiben - es lohnt sich.
Originelle Geschichte
Das Buch bietet eine fesselnde und originelle Geschichte, die Leser in eine faszinierende Parallelwelt entführt. Die Grundidee, in die eigene Lieblingsbuchreihe eintauchen zu können, ist erfrischend und hebt sich von herkömmlichen Themen ab. Besonders die Entwicklung der Protagonistin Rea, die sich trotz ihrer tödlichen Krankheit in einer fiktiven Welt behaupten muss, verleiht der Handlung Tiefe und Spannung. Der Schreibstil erfordert Aufmerksamkeit und belohnt mit einem tiefen Eintauchen in die Geschichte. Die Charaktere sind größtenteils gut ausgearbeitet, wobei Reas Wandlung und ihre neuen Perspektiven auf die Figuren der Buchwelt hervorgehoben werden. Dennoch hätten einige Nebenfiguren etwas mehr Tiefe vertragen können. Trotz dieser kleineren Schwächen bleibt die Geschichte spannend und sorgt für ein intensives Leseerlebnis. Die Handlung ist dabei abwechslungsreich und bietet unerwartete Wendungen.Zusammengefasst: Ein empfehlenswertes Buch, das trotz einiger kleinerer Schwächen durch seine originelle Idee und fesselnde Geschichte überzeugt. Besonders Fans von fiktiven Welten und moralischen Grauzonen werden auf ihre Kosten kommen.
Fesselnder Wälzer
Long Live Evil ist der erste Band in einer neuen Reihe der Autorin Sarah Rees Brennan. Wenn alle Bände so dick wie der erste sind (knapp 600 Seiten), dann hat man als Fantasy-Leser auf jeden Fall etwas für sein Geld! Normalerweise nehme ich Geld nicht mit in Rezensionen, aber bei einem Preis von 18 Euro bin ich heutzutage ja sogar positiv überrascht.Ich muss ehrlich sagen, dass mich das Cover persönlich nicht anspricht. Ich habe mich von Klappentext und den ersten paar Seiten überzeugen lassen, da ich den trockenen Humor der Hauptperson Rae sehr sympathisch fand und die Idee, dass sie in ihr Lieblingsbuch gesteckt wird und dort den Bösewicht ihrer Träume trifft, irgendwie originell fand.Vermutlich kennen wir sie alle, die Faszination für den gutaussehenden Bösen in einer Geschichte, dessen Vergangenheit wir kennen und den wir deshalb dann verstehen können. Hier wird diese Leser-Faszination auf die Spitze getrieben. Denn würden wir dieser Person auch wirklich gegenüber stehen wollen, wenn er so böse ist, wie wir wissen?Am Anfang des Buches hatte ich noch Probleme, in den Lesefluss zu kommen, da viele Figuren zwei verschiedene Namen haben (zum Beispiel Lord Marius heißt auch Die Letzte Hoffnung und beide Namen werden auf einer Seite abwechselnd verwendet). Somit musste ich mich erst mal einfinden und verstehen, wer wer ist und was im eigentlichen Buch die Motive sind. Denn schnell wird Rae und uns als Leser klar: Ihre Handlungen beeinflussen (selbstverständlich) alle anderen Personen und das Geschehen des Buches. Auch deswegen kann ich leider keine vollen 5 Sterne geben.Außerdem war ich manchmal etwas verwirrt, was wohl am Schreibstil an sich lag - es mischten sich Rückblenden mit der eigentlichen Handlung, aber die Zeitform der Verben änderte sich nicht wirklich, so dass ich manche Abschnitte mehrmals lesen musste, um zu verstehen, was jetzt wann passiert ist.Vermutlich hätte man das Buch noch mehr kürzen können, aber ich habe schon öfter High Fantasy Bücher gelesen (und dazu gehört die Welt, in die Rae kommt, würde ich denken) und weiß, dass dort eher ausschweifend und langatmiger erzählt wird - dazu passte es also.Dann war ich aber zumindest von der Handlung gefesselt. Die Mischung aus Fantasy und dem Kennenlernen einer anderen Welt, den märchenhafteren Elementen mit Königen, Prinzessinnen und Thronfolgen, der Humor (besonders wenn Begriffe, Redewendungen oder Anspielungen auf unsere "echte" Welt fielen) hat mich total in den Bann gezogen.Auch die Entdeckung anderer Nebencharaktere und deren Motive, die geschickt durch Perspektivwechsel in den Kapiteln klarer werden, hat mir sehr zugesagt.Als das Buch vorbei war, hätte ich am Liebsten nach Band 2 gegriffen, aber da muss ich mich nun wohl noch ein bisschen gedulden. Andererseits wäre ich auch mit dem (leicht offenen) Ende zufrieden - ich musste erst selbst nachschauen, ob es eine Fortsetzung geben wird oder ob wir uns selbst überlegen sollen, wie es ausgeht.
Pressestimmen
Long Live Evil ist eine echt besondere Geschichte mit interessanten Protagonisten und viel Potenzial.... Ich bin sehr gespannt darauf wie es weitergehen wird. mehr weniger
@read.about.it.once, 10.09.2024
Lernt Charaktere aus ›Long Live Evil‹ kennen!
Leserbrief von Sarah Rees Brennan
An meine überaus bezaubernden/bestechenden Leserinnen und Leser,
manchmal kann einen nur Fantasy vor der Realität retten. Wir alle haben schon einmal in dem richtigen Buch einen Rückzugsort gefunden.
Für Rae ist das wortwörtlich so. Sie liegt im Sterben und ihr einziger Halt sind ihre Lieblingsbuchreihe und ihre Lieblingsfigur, der rücksichtslose, aufbrausende Einstige und Ewige Kaiser. Bis sie die Chance ergreift, die fiktive Welt tatsächlich zu betreten. Doch der Realität zu entkommen, birgt nicht nur Schönes, sondern auch Gefahren. Nachdem sie sich als Schurkin in der Geschichte wiederfindet, vereint Rae alle Widersacher des Buches, um ihrem Schicksal in den Händen des Kaisers und der Erzählung zu entgehen. Ein zwielichtiger Playboy, ein sarkastisches Dienstmädchen, eine schamlose Verführerin und ein mörderisch charmanter Leibwächter: Ihre schurkische Reise beginnt jetzt ...
Dies ist das erste Buch, das ich für Erwachsene geschrieben habe, und ich habe erst während des Schreibens herausgefunden, dass es für Erwachsene ist. Für mich ist die Kindheit das Reich, in dem nichts stirbt, nicht einmal Träume. Es ist etwas anderes, wenn man erwachsen wird und feststellt, dass sich die Tür zur Magie nicht öffnet, dass der Brief nicht kommt und dass der Ruf zu heldenhaften Abenteuern nie für einen bestimmt war. Vielleicht hat man sogar mehr mit den Schurken gemeinsam.
Frei nach Jack Kerouac: Die einzigen Figuren, die mich interessieren, sind die Bösen; die, deren Schicksal nur durch himmlische Fälschungen in die Sterne geschrieben ist. Von Shakespeares Richard III. bis zur bösen Königin in Schneewittchen mochte ich diese Figuren immer am liebsten. Man benötigt eine Menge Charisma, um zu versuchen, die ganze Geschichte in seinem Sinne zu wenden. Was soll ich sagen? Die dunkle Seite ist einfach sexier. Sie sind diejenigen, die alles durchgemacht haben und sich trotzdem lachend erheben.
Lebt lange genug, um zu Schurken zu werden. Es gibt kein Lachen ohne Schmerz, keinen Trost ohne Kummer. Nicht in diesem Buch. So wie Rae hatte auch ich eine schreckliche Krankheit und wäre fast gestorben, aber stattdessen habe ich überlebt. Ich habe die schlimmsten Zeiten überstanden, indem ich viele Bücher gelesen habe, und ich habe dieses geschrieben. Für mich ist es „Das Buch“, das Buch, das mir am meisten bedeutet.
Ich hoffe, ihr geht durch die seltsame Tür und begleitet die Vipern bei ihrem wilden Abenteuer.
Entflieht mit mir
Sarah Rees Brennan