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Buch Mathilde und Marie, Text Ein Buch, in dem man leben möchte
Buch Mathilde und Marie, Text Ein Buch, in dem man leben möchte
Warmherzig und entschleunigend – ein Roman, der einfach nur guttut

Mathilde und Marie

»Bei uns geht es nicht darum, möglichst viele Dinge in immer kürzerer Zeit zu erledigen, sondern sich den Dingen mit vollständiger Hingabe und Aufmerksamkeit zuzuwenden. Weniger ist mehr, mehr ist weniger.«

In Redu, einem kleinen Bücherdorf inmitten der belgischen Ardennen, wird die Zeit als Freund und nicht als Gegner empfunden: Umgeben von ausgedehnten Wäldern, rauschenden Flüssen und steilen Anhöhen gibt es hier lediglich einen Fernseher, während das Internet nur eine Stunde am Tag verfügbar ist. Dass der Kirchturm windschief in den Himmel ragt und man sein baldiges Herabstürzen befürchten muss, stört die 390 Einwohner ebenso wenig wie die gehörig aus dem Takt geratene Turmuhr.

Eine Begegnung, die alles verändern wird

Als die junge Französin Marie kurzentschlossen ihr Leben in Paris hinter sich lässt und zu einer Reise mit unbekanntem Ziel aufbricht, ahnt sie nicht, dass sie bald an diesem bemerkenswerten Ort ankommen wird. Im Zug begegnet sie Jónína, einer Isländerin, die Menschen mit ungewöhnlicher Klarheit zu lesen vermag und somit auch Maries Situation schnell erfasst. Sie nimmt Marie mit zu sich nach Hause, nach Redu, wo sie eine kleine Buchhandlung betreibt.

Eine Gemeinschaft, liebenswert und verschroben

Mit jedem Tag fühlt sich Marie in Redu wohler.  Hier lernt sie nicht nur neue Seiten des Lebens, sondern auch sich selbst kennen. Und sie trifft auf eine ganz besondere Gemeinschaft.

Wenn eine Freundschaft zur Rettung wird

Als der Frühling vollends Einzug hält, wird nicht nur die Natur zu neuer Blüte erweckt, sondern es werden Veränderungen in Gang gesetzt, denen sich selbst die mürrische Mathilde nicht entziehen kann …

Ein wohltuender, mutmachender Roman über die heilende Kraft der Gemeinschaft und das, was im Leben wirklich zählt.


Bibliografische Daten

EUR 22,00 [DE] – EUR 22,70 [AT]
ISBN : 978-3-423-28512-4
Erscheinungsdatum: 15.01.2026
4. Auflage
336 Seiten
Format : 11,8 x 19,5 cm
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Torsten Woywod

Torsten Woywod (*1981) arbeitete als Buchhändler und im Online-Marketing, bevor er 2021 die Marketingleitung des DuMont Buchverlags übernahm. Für sein Engagement für die Buchwelt erhielt er 2015 den Young Excellence Award. Zuletzt gründete er mit seiner Freundin den Verlag WOYWOD & MEURER, dessen Debütveröffentlichung ›Leonard und Paul‹ ein SPIEGEL-Bestseller und für das Lieblingsbuch der Unabhängigen nominiert war. Mit ›Mathilde und Marie‹ legt er nun seinen ersten eigenen Roman vor. 

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161 von 161 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.5 von 5 Sternen


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2 - 10 von 161 Leserstimme

mariesun am 04.03.2026 11:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Entschleunigend

Ich habe dieses Buch zunächst zur Hand genommen, weil ich den Namen mit einer Protagonistin teile. Der Klappentext hörte sich dann sehr interessant an. Insgesamt fällt es mir etwas schwer hier eine Bewertung zu verfassen. Die Geschichte hat mir inhaltlich gefallen, allerdings konnte ich keine emotionale Verbindung zu den Figuren aufbauen, weder zur Hauptprotagonistin Marie noch zu den anderen. Marie flüchtet aus Paris und nachdem sie die Isländerin Jónína im Zug kennenlernt, reist sie kurzerhand mit ihr zusammen ins kleine Dorf Redu. Dort erlebt sie die wunderbare Wirkung eines ruhigen, entschleunigenden Lebens, welches im starken Kontrast zu ihrem vorherigen in Paris steht. Sie trifft auch auf die zurückgezogene Mathilda und es entwickelt sich langsam eine Freundschaft. Alles in allem ist es ein angenehmes Buch, jedoch keines was mich berühren konnte.

urmeli am 03.03.2026 18:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Entschleunigung

Die junge Marie hat Paris fluchtartig verlassen. Sie sucht neuen Halt in ihrem Leben, nachdem sie erst vaterlos, dann zu früh den Tod ihrer Mutter verkraften musste und nun auch mit dem Tod ihrer Tante, die in den letzten Jahren für sie da war, zurecht kommen musste. Im Zug trifft sie auf die ältere Isländerin Jonina, die von Brüssel zurück nach Redu fährt, wo sie eine Buchhandlung betreibt. Redu ist ein ganz besonderer Ort in den belgischen Ardennen, der wirklich existiert. Auf 390 Einwohner kommen 20 Buchhandlungen. Jónína überzeugt Marie, mit ihr mitzukommen, die Ruhe würde ihr guttun. Marie lernt ohne ihr Smartphone zu leben, im Ort wird das Internet nur für eine Stunde freigeschaltet und es gibt nur einen einzigen Fernseher für alle. Sie lernt, ihre Zeit anders zu nutzen, mit langen Spaziergängen mit der Labradorhündin Anneliese, mit Gesprächen und als Aushilfe in der Buchhandlung. Nach und nach entdeckt sie die Natur um sie herum und will mehr darüber erfahren. Und sie trifft auf Mathilde, die nach langer und glücklicher Ehe den Tod ihres Mannes nicht verkraftet, besonders, da dieser eine kryptische und Besorgnis erregende Nachricht hinterließ.Der Roman ist so ruhig wie das Dorf, es ereignet sich nicht viel. Das Leben im Laufe eines halben Jahres mit den wechselnden Jahreszeiten, die Gemeinschaft der Dorfbewohner in ihrem entschleunigten Leben, die sich Zeit nehmen für die Sorgen ihrer Mitmenschen, wird sehr einfühlsam beschrieben und lässt einen selbst nachdenklich zurück.

engineerwife am 03.03.2026 14:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Gönn dir eine kleine Auszeit vom Alltag ...

Mit dem Roman „Mathilde und Marie“ des Autors Torsten Woywod lerne ich die junge Marie kennen, die aus dem hektischen Paris flieht und durch eine Verknüpfung verschiedener Zufälle in Redu, einem beschaulichen Bücherdorf, landet. Die Gegensätze zu ihrem bisherigen Leben könnten nicht größer sein, doch während sie sich anfänglich noch ein wenig schwer mit der Entschleunigung tut, fühlt sie sich schon bald richtig heimisch. Doch dann wird sie erneut ins kalte Wasser geworfen, denn auf einmal soll sie Jónínas Rolle einnehmen. Die kranke Isländerin hat sich zur Genesung in ihr Heimatland zurückgezogen und überlässt Marie unfreiwilligerweise ihre bedeutende Stelle in Redu. Aber wie sagt man so schön, der Mensch wächst mit seinen Aufgaben, und so findet dann Marie auch langsam, aber sicher, ihren Platz in der Gemeinschaft. Und auch die eigenwillige Mathilde muss sich irgendwann eingestehen, dass Marie und überhaupt das ganze Dorf so falsch nicht liegen können …Wer in diesem Buch eine spannende Handlung sucht, die einen beim Lesen nur so durch die Seiten fliegen lässt, wird enttäuscht sein. Dieses Buch verlangt nach Ruhe und Entschleunigung, zwei Dinge, die es selbst mit seinen Zeilen auszustrahlen versucht. Mit seinem anschaulichen und eher unaufgeregten Schreibstil vermittelt der Autor seiner Leserschaft seine eigene Liebe zum geschriebenen Wort und zeigt, wie viel Wert er eher auf die leisen Momente im Leben legt. An mancher Stelle hätte ich mir vielleicht ein wenig mehr Tiefgang, ein paar kleine Konflikte, ja vielleicht sogar ein wenig mehr „Unruhe“ gewünscht. Doch alles in allem präsentiert sich mir der Roman in einem warmherzigen Buch, dem ich sehr gerne vier von fünf Sternen gebe. Lieber Torsten, ich verfolge deine tolle Karriere nun schon seit Jahren und bewundere es, dass du mittlerweile auch den großen Schritt zum Autor gewagt hast. Ich wünsche dir auf jeden Fall weiterhin viel, viel Erfolg und viele Leserinnen und Leser, die dir die Treue halten werden. Schön, dass ich ein Teil davon sein darf.

laudibooks_ am 01.03.2026 20:03 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Berührt still, aber intensiv!

Darum geht es:Redu ist ein kleines Bücherdorf in den belgischen Ardennen, ein Ort, an dem Ruhe und Gelassenheit den Alltag prägen. Die junge Französin Marie verlässt ihr gewohntes Leben in Paris, um einen Neuanfang zu wagen. Auf der Zugfahrt begegnet sie Jónína, einer Frau mit einem bemerkenswerten Gespür für Menschen, die erkennt, was Marie gerade braucht. Durch diese Begegnung findet Marie ihren Weg nach Redu, wo sie eine Gemeinschaft entdeckt, die das Leben bewusst und achtsam gestaltet und die kleinen Momente schätzt. Hier lernt sie, wie wertvoll Aufmerksamkeit, Freundschaft und bewusstes Erleben sind.Mein Leseeindruck:Der Autor Torsten Woywod schreibt mit einem ruhigen, leisen Ton, der dennoch sehr eindringlich wirkt und beim Lesen wie eine warme, sanfte Umarmung erscheint. Besonders deutlich wird, wie kostbar Zeit ist und wie wertvoll es sein kann, bewusst mit ihr umzugehen. Man muss nicht durch das Leben hetzen, sondern kann mit Achtsamkeit und Minimalismus die Augenblicke wahrnehmen, die wirklich zählen. Ich habe Redu während der Geschichte sofort ins Herz geschlossen. Es war eine große Freude, Marie auf ihrer Reise zu begleiten, ihre inneren Veränderungen mitzuerleben und die anderen Bewohner kennenzulernen, die alle auf ihre eigene, lebendige Weise einzigartig sind. Die Geschichte vermittelt ein tiefes Gefühl von Ruhe und Geborgenheit, aber auch eine inspirierende Botschaft darüber, wie erfüllend ein Leben sein kann, das nicht vom Tempo, sondern von Aufmerksamkeit und Wertschätzung geprägt ist.Als ich die letzte Seite schloss, war mein Herz erfüllt von Wärme, Dankbarkeit und einer leisen Sehnsucht nach diesem besonderen Ort.Fazit:4/5 ⭐️ Der Roman berührt still, aber intensiv und erinnert daran, wie wertvoll Gemeinschaft, Achtsamkeit und bewusstes Leben sind.

slothready am 28.02.2026 21:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Neuanfang mit Gefühl

Wie der Zufall es will, landet Marie an einem Wendepunkt ihres Lebens im kleinen Dorf Redu - dort, wo die Uhren langsamer gehen, die Menschen noch Zeit für einander haben und das Internet noch nicht den Alltag beherrscht. Schnell gewinnt sie die Sympathien der Dorfbewohner für sich und als sich auch die reservierte Mathilde ihre Vorbehalte ad acta legt und sich öffnet, fühlt sich Marie zunehmend als ein Teil der Gemeinschaft. Als sie schließlich gebeten wird, einen Buchladen in Redu zu übernehmen, tut sie das nur allzu gerne.Torsten Woywod ist mit "Mathilde und Marie" ein wunderschönes, atmosphärisches Buch gelungen. Die Charaktere sind unglaublich sympathisch und da das Buch jedem von ihnen genug Raum lässt, hat man während des Lesens das Gefühl, sie Seite für Seite besser kennenzulernen. Redu ist verschlafen, man spürt die Ruhe, die der Ort ausstrahlt und man fühlt sich auch irgendwie "angekommen"."Mathilde und Marie" ist kein Buch der großen Handlungen, es ist eher ein Buch der Gefühle, der Stimmungen, des Miteinanders. Es ist ein Buch, das durch eine wunderschöne Sprache überzeugt und das die Ruhe spüren lässt, die in dem kleinen Dorf herrscht. Manchmal braucht es nicht viel um glücklich zu sein. Die Menschen um einen und die Situationen, die man teilt sind oft so viel mehr als die großen Abenteuer. Und genau das strahlt das Buch aus.Für mich war "Mathilde und Marie" ein ganz großes Lesevergnügen, ein Buch des Genusses und der schönen Worte, das ich sehr gerne allen empfehle, die gerne zwischen den Zeilen lesen und für die weniger manchmal mehr ist.

matheelfe am 26.02.2026 14:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein leises Buch

„...Es ist so: Im Großen und Ganzen ähnelt unser aller Leben einem Puzzle mit unbekannten Motiv, wobei die Anzahl der Teile von Mensch zu Mensch variiert…“Die Studentin Marie hat Paris verlassen. Sie braucht eine Auszeit und Ruhe. Im Zug trifft sie die Isländerin Jónina. Obige Worte stammen von ihr.Der Autor hat einen berührenden Gegenwartsroman geschrieben. Der Schriftstil ist fein ausgearbeitet. Im Mittelpunkt stehen das Leben in und mit der Natur und die Macht der Bücher.Marie hat noch kein Ziel. Jónina ahnt, was der jungen Frau gut tut. Sie bietet ihr an, sie in ihr Dorf zu begleiten.„...Manchmal lohnt es sich, einem Impuls zu folgen. Du musst nur tief in dich hineinhorchen, liebe Marie….“Der kleine belgische Ort, in dem die 60jährige Jólina lebt, ist ein Bücherdorf. Es gibt mehr als eine handvoll Bücherläden. Einer gehört Jólina. Dafür gibt es aber keinen Supermarkt. Auch das Internet steht nur an einer Stelle für eine Stunde zu Verfügung. „...Hier im Dorf wird die Zeit als Freund und nicht als Gegner empfunden. Bei uns im Dorf geht es nicht darum, möglichst viele Dinge in immer kürzerer Zeit zu erledigen…“Marie ringt kurz mit sich, dann bleibt sie. Während ihr alle freundlich begegnen, fällt ihr eine Frau auf, die jeden Kontakt vermeidet. Es ist Mathilde. Mathilde schreibt Tagebuch. Darin wird deutlich, wie sich ihre Einstellung zu Marie ändert. Anfangs wollte sie, dass diese so schnell wie möglich wieder verschwindet. Dann aber erkennt sie, dass die junge Frau dem Ort gut tut. Beide kommen sich näher. Es ist ihre Vergangenheit, die sie verbindet.Sehr anschaulich wird die Umgebung beschrieben.„...Der Morgentau lag schwer auf den Gräsern und Farnen der Weide und hielt alles Grün ab einer gewissen Länge in der Horizontalen. Gleichzeitig brachen die winzigen durchsichtigen Kügelchen das frühe Licht des Tages….“Nach und nach erfahre ich die Schicksale der wichtigsten Protagonisten. Dadurch wird deutlich, warum sie so sind, wie sie sind. Außerdem erlebe ich, wie sich das Dorf ändert. Es wird lebendiger, ohne seine Besonderheiten aufzugeben.Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es stellt das Zwischenmenschliche in den Mittelpunkt und erzählt eine leise Geschichte.

lisbethsalander am 26.02.2026 09:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Unaufgeregter Wohlfühlroman

In seinem neuen Roman "Mathilde und Marie" nimmt uns Torsten Woywod mit in ein kleines Dörfchen in den Ardennen namens Redu. Hier leben nur wenige Menschen, dafür gibt es um so mehr Buchhandlungen, für uns Buch affine Wesen natürlich ein schöner Gedanke. Eine der sogenannten Institutionen des Dorfes ist die alte Jonina, ebenfalls Inhaberin eines der besagten Buchgeschäfte. Auf einer Zugfahrt lernt sie die junge Marie kennen, die vor ihrem offenbar frustrierenden Leben in Paris geflohen ist u. sich eine Auszeit nehmen möchte. Sie nimmt die junge Frau mit nach Redu, u. als sie selbst krankheitsbedingt ausfällt, überlässt sie ihr spontan die Leitung ihres Ladens. Ebenfalls in Rudu lebt die etwas seltsame zurückgezogene Mathilde, die vor kurzem ihren Ehemann verloren hat und sehr unter der Trauer leidet. Offenbar scheint der Verstorbene ein Geheimnis gehabt zu haben, das es zu lüften gilt. Torsten Woywod erzählt die Geschichte dieser kleinen Gemeinschaft mit einer teils bewundernswertem teils für mich etwas anstrengenden Ruhe und Unaufgeregtheit. Durch die junge Marie kommt etwas frischer Wind in das verschlafene Dörfchen, dessen Einwohner diesen dringend nötig zu haben scheinen. Auch Mathilde ist Marie bei ihrer Trauerverarbeitung und Geheimnisaufdeckung behilflich, die beiden freunden sich an, was der Titel ja letztendlich vermuten lässt! Der Autor rät mit seinem Buch quasi zu Entschleunigung und menschlicher Empathie. Dies ist ihm wirklich außerordentlich gut gelungen, er hat einen wahren Ruhepol mit dem Dorf Redu geschaffen, das es übrigens tatsächlich zu geben scheint! Hier gibt es kaum Internetempfang, dafür hören sich die Menschen noch wirklich zu, ein tatsächlich sehr schöner Gedanke! Ein Wohlfühlroman par exellence, wie er quasi im Buch steht! An manchen Stellen war es für meinen Geschmack allerdings ein bisschen zu gemächlich.

springtoiffel am 24.02.2026 20:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Wundervoll geschrieben

Als Marie kurzentschlossen aus Paris flieht, landet sie durch eine glückliche Fügung im Bücherdorf Redu. Dort trifft sie auf Mathilde, die mehr mit ihr gemeinsam hat, als es zunächst scheint.Die Geschichte von Marie und Mathilde wird eher ruhig erzählt. Wundervoll atmosphärische Beschreibungen der Natur machen das Lesevergnügen ganz besonders. Beim Lesen findet man immer wieder zur Ruhe und kann die Atmosphäre richtig einsaugen.Erzählt wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven. Mathilde tritt dabei erst etwas später in den Fokus.Wer eine aufregende, schnelle Geschichte sucht, sollte das Buch eher nicht lesen. Man muss sich auf die Stille einlassen können. Dennoch gibt es auch Konflikte. Das Thema Trauerbewältigung wurde mir etwas zu viel behandelt, hier hätte ich mir einen anderen Fokus gewünscht.Ansonsten habe ich aber nichts auszusetzen. Mancher wird das Buch als zu schön geschrieben ansehen, aber man muss sehen, dass viele Monate in Redu erzählt werden und sich der Autor dabei auf die schönen Momente, die Maries und Mathildes Leben verändern, konzentriert hat.Insgesamt also eine wirklich schöne Lektüre, die leise daherkommt und doch auch nachdenklich stimmt.

buchreisender am 24.02.2026 10:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

ungeahnte Macht des Frühlings

Das Cover erinnert an ein Aquarell von einem verträumten Bergdorf. Es ist stimmig zum Klappentext und strahlt sehr viel Ruhe aus. Diese Ruhe zieht sich durch das gesamte Buch. Denn völlig ohne Hektik mit einen besonderen Blick auf Natur, Menschen und deren Gefühle erzählt Torsten Woywod in Mathilde und Marie.Im einem Zug lernt Marie Jonina kennen. Marie füllt sich ausgelaugt und möchte einfach nur raus aus Paris und ihrem Leben. Warum Jonina in Brüssel war bleibt lange ein Geheimnis. Allerdings finde ich es dennoch etwas merkwürdig einfach so einer völlig fremden Person aufgrund eines Gespräches während einer Zugfahrt einfach so zu folgen und dann auch noch bei ihr quasi zu wohnen. mit in ein völlig fremdes Ort fährt. Ich bin zwar sehr spontan, aber irgendwie ist dies für mich nicht greifbar.Für mich ist das größte Mysterium, dass Marie einfach auf Grund eines Gespräches im Zug mit in ein völlig fremdes Ort fährt. Ich bin zwar sehr spontan, aber irgendwie ist dies für mich nicht greifbar.Thomas der Bäcker wirkt wie ein weiterer Ruhepol und auf gewisser Weise der ‚Held‘ in Redu. Dann gibt es noch Annelise, der Hund des Dorfes. Es scheint als würde er niemanden so wirklich zu gehören, aber das gesamte Dorf kümmert sich um sie. Jonina, Thomas und der Hund Annelise passen wirklich perfekt in das kleine Dörfchen Redu mit seinen unzähligen Buchläden. Man könnte meinen, dass so viele Buchläden in einem kleinen Dorf nicht zurecht kommen, aber doch scheint dies wunderbar aufzugehen.Inzwischen erfährt der Leser auch mehr über die mysteriöse und zurückgezogen lebende Mathilde. Welches schrecklich Geheimnis hatte ihr Mann Jaap, dass es ihr Leben so von Angst bestimmt ist?Alles in allem ist Mathilde und Marie von Torsten Woywod ein unaufgeregtes Bild eines Dorfes dessen Fundament Bücher sind und geprägt vom Zusammenhalt der Menschen. Aber auch wunderschönes Bild von der ungeahnten Macht des Frühlings mit all seinen Geheimnissen und der Magie der Neuerschaffung.

kalligrafin am 23.02.2026 23:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Entschleunigend

Selten hat mich ein Roman so sehr berüht wie "Mathilde und Marie" von Thorsten Woywod, den ich absolut genossen habe, in aller Ruhe und Langsamkeit zu lesen.Die junge Marie flüchtet überstürzt aus dem lauten Paris und kommt bei ihrer Zugbekanntschaft Jóniná unter. Die ältere Dame lebt im belgischen Bücherdorf Redu in den Ardennen, wo es keinen Handyempfang und nur die Natur zum Entdecken gibt. Und genau das lernt Marie mit der Zeit – sie macht eine Entwicklung durch, die glaubhaft und entzückend ist.Dann gibt es noch die Nachbarin Mathilde, die sich einigelt und nur für sich Tagebuch schreibt. Bei allen Figuren erlebt man eine Entwicklung, die voller Wärme, Empathie und Herzensgüte steckt. Zudem gibt es spannende Momente, die sich nach und nach aufbauen und auf ihre Art gelöst werden.Die Kapitel handeln immer von einer der drei Figuren, sind jedoch aus der Perspektive eines neutralen Erzählers geschrieben.Am besten hat mir gefallen, wie Marie die Natur für sich entdeckt. Hinzu kommen weitere Bereiche wie etwa das Papierschöpfen, das Brotbacken, das Kochen von Marmelade oder französischen Klassikern. All diese Dinge bereiten auch mir viel Freude und sind ein Instument für mich, achtsam zu leben.Die Wortwahl des Autors ist so klar und am liebsten würde ich ständig aus dem Roman zitieren, denn es gibt so viele Passagen, die das Leben würdigen und zur Fürsorge unter den Mitmenschen aufrufen.Fazit: Wenn ich könnte, würde ich noch mehr Sterne und eine klare Leseempfehlung geben. Dieses Buch hat mich auf so vielen Ebenen berührt, gefesselt und unterhalten. Selten lese ich einen Roman erneut, aber zum Entschleunigen (in der nächsten Fastenzeit) nehme ich mir diesen Roman noch einmal vor. Über eine Verfilmung würde ich mich ebenfalls freuen!

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

BÜCHER Magazin
Dieser zauberhafte Roman um eine Schicksalsgemeinschaft in dem belgischen Bücherdorf Reduhat hat aus... dem Stand die Herzen einer breiten Leserschaft erobert. (…) Ein Roman, der die Welt der Bücher feiert, in eine meditative Naturschönheit eingebettet, die zum Innehalten einlädt. mehr weniger

01.04.2026

Für Sie
Eine berührende Geschichte über Freundschaft.

25.03.2026

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Der passende Roman für alle, die Trost, Wärme und Entschleunigung suchen. (…) Klug und nachdenklich ...schreibt Woywod, selbst einst Buchhändler, in seinem Debüt darüber, was im Leben wirklich wichtig ist. mehr weniger

18.03.2026

Hallo Sylt
Wer Geschichten von Freundschaft mag, kann sich auf schöne Lesestunden einstellen.

21.02.2026

theology.de
Ein leises, kluges Buch, das lange nachwirkt - besonders für Leserinnen und Leser, die literarische ...Tiefe und existentielle Fragen schätzen. mehr weniger

11.02.2026

WDR 2
›Mathilde und Marie‹ ist eine warmherzige Geschichte über einen Neuanfang und eine beginnende Freund...schaft. mehr weniger

Eva Haury, 09.02.2026

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Warmherzig und entschleunigend – ein Roman, der einfach guttut!

01.02.2026

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Martina Bollinger, 23.01.2026

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Die Geschichte ist ruhig und entschleunigend, wie eine Tasse Tee an einem hektischen Tag, die so war...m ist, dass man gezwungen ist, sie langsam zu trinken und sich Zeit zu nehmen mehr weniger

Anna Ostrowski, 22.01.2026